Interview mit der taz: "Das Patriarchat hat ausgeschissen!"

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migoe
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Interview mit der taz: "Das Patriarchat hat ausgeschissen!"

#1

Beitrag von migoe » So 9. Sep 2018, 15:29

Auf der Webseite der taz aus Berlin wurde am 05.09.2018 ein Gespräch zwischen Sunny Riedel und Konstantin Wecker veröffentlicht, in der es um das Konzert "Wir sind mehr" in Chemnitz ging und auch um die Frage, ob es eigentlich etwas bringt, solche Solidaritätskonzert zu organisieren.
Für Menschen mit eher linksversifften Einstellungen ist das vielleicht eine angenehme Lektüre
alle anderen können ja weglesen ;-)
Kunst kann Mut machen. Es gibt Menschen, die glauben, sie können eh nichts mehr bewirken, weil bei ihnen in der Nachbarschaft schon jeder zweite die AfD wählt. Und dann kommen sie in so ein Konzert und merken, sie sind gar nicht allein.
Konstantin Wecker über Soli-Konzerte_ „Das Patriarchat hat ausgeschissen!“ - taz.de.jpg
Mir persönlich war der Artikel 30 Cent wert. Bin aber kein regelmäßiger Leser, deshalb kommt für mich ein längerfristiges Abo nicht in Frage.
Dieser Beitrag enthält 159 Wörter


Liebe Grüße aus Rothenburg

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moni
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Re: Interview mit der taz: "Das Patriarchat hat ausgeschissen!"

#2

Beitrag von moni » So 9. Sep 2018, 17:05

Danke migoe,

mit Freude gelesen.
Jürgen und ich waren in Erdingen auf einem Konzert von Konstantin.
Vor uns saßen mehrere Ehepaare gesetzteren Alters. Die Männer waren offensichtlich von ihren Frauen zu dem Konzert geschleift worden. Je später der Abend, desto grimmiger die Stimmung der vor uns sitzenden.
Je düsterer dort die Stimmung wurde, desto mehr habe ich hinter ihnen geklatscht, mitgesungen und mich gefreut. Das hat ihne noch weniger gefallen.
Sie sind dann auch recht früh wieder gegangen, wie noch einige mehr.
Konstantin hat darauf hin so ungefähr gesagt, "jetzt machen wir erst richtig Party und singen die besten Lieder".
Der Abend wurde lang ;-)
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:wau:
A bas les armes!

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Carsten K
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Re: Interview mit der taz: "Das Patriarchat hat ausgeschissen!"

#3

Beitrag von Carsten K » So 9. Sep 2018, 17:34

Danke für den Link, migoe! :-)
Zugegeben, ich gehöre zu den Menschen, deren Einstellung eh weitgehend mit denen Konstantin Weckers einhergehen, insofern war das für mich natürlich eine angenehme Lektüre... ;-)

Ich glaube, Konstantin Weckers Aussage, dass solche Solidaritäts-Veranstaltungen vor allem auch den Nutzen haben, dass man sich dadurch in dieser sich scheinbar immer mehr nach rechts verschiebenden Welt dann doch nicht mehr ganz so allein fühlt, wenn man spürt, da sind auch noch ganz ganz viele andere, die meine eigene Einstellung teilen, da ist was dran.

Ich war im Herbst 1983 bei der großen Friedensdemo in Bonn und der anschließenden Kundgebung im Hofgarten dabei, um gegen die Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenraketen (mit Atomsprengköpfen) dabei, an der Seite von mehreren hunderttausend Menschen, die meine Einstellung teilten, inclusive von prominenten "Idolen" wie Hannes Wader, Willy Brandt oder Heinrich Böll, deren Beiträge auf der Bühne ich live miterleben durfte.

Zugegeben, die Atomraketen wurden trotzdem in der BRD stationiert, insofern mag unser gewaltfreier Protest damals aus heutiger Sicht vielleicht vergeblich erscheinen, aber mich persönlich hat gerade dieser 22. Oktober 1983 in meiner pazifistischen Einstellung bestärkt und tut es bis heute.

Zugegeben, rechtspopulistische/rechtsradikale Massenberanstaltungen erzielen bei deren Anhängern natürlich genau denselben Effekt. Daher treffen meiner Meinung nach #wirsindmehr-Veranstaltungen und Kampagnen genau den richtigen Punkt, um den es in diesen Zeiten gerade geht.

Die Diskussionen hier im Forum haben bei mir übrigens auch so ein #wirsindmehr-Gefühl erzeugt, das garade in diesen Zeiten verdammt gut tut! Danke! :daumen:
Dieser Beitrag enthält 262 Wörter


"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)

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