"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Benutzer 76 gelöscht »

Ihr Lieben,
2012 wird ein Hannes Wader-Jahr.
Heute hier, morgen dort – Salut an Hannes Wader - Unter diesem Titel veröffentlicht Hannes Waders neue/alte Plattenfirma Universal anlässlich seines 70. Geburtstags eine Hommage-CD, auf der 14 verschiedene und vorwiegend junge Künstler und Bands auf unterschiedliche Weise jeweils ein Wader-Lied interpretieren. Mit dabei sind Max Prosa, Anna Depenbusch, Dota & die Stadtpiraten, Philipp Poisel, Bosse, Alin Coen Band, Johannes Strate, Pohlmann, Tiemo Hauer, Finn, Glasperlenspiel, Das Bierbeben, Slime und Apfel S. Die CD erscheint am 25.05.12.
Auch der Veröffentlichungstermin von Hannes Waders neuer CD mit dem Titel Nah dran steht nun fest: der 24. August 2012.
Lieben Gruß,
Marc
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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Benutzer 63 gelöscht »

Danke für Info. Hannes-Wader-Jahre sind - tendenziell - schöne Jahre. Heute den Bericht über ein Konzert gelesen, in dem er das Titellied "nah dran" gesungen hat. Geht anscheinend um das Geschlechterverhältnis, da bin ich doch sehr gespannt. Hast du´s schon gehört? Konzerte sind eher nicht so "nah dran" an mir, aber ich muß hin.
Jürgen
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Viktor
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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Viktor »

Hallo Leute,
also auf "Nah dran" freue ich mich natürlich am meisten, aber das ist zeitlich noch so weit entfernt...
Die Hommage-CD kommt ja schon bald raus. Da wüsste ich ja gern mal eine genaue Interpreten- und Titellisten... Bin bislang eine Mischung aus skeptisch und gespannt ;-)
Mit dabei sind Max Prosa, Anna Depenbusch, Dota & die Stadtpiraten, Philipp Poisel, Bosse, Alin Coen Band, Johannes Strate, Pohlmann, Tiemo Hauer, Finn, Glasperlenspiel, Das Bierbeben, Slime und Apfel S.
Künstler aus der Liste, die ich kenne und mag: Dota, Slime
Künstler aus der Liste, von denen mir nur der Name so halbwegs etwas sagt: Pohlmann, Glasperlenspiel
Künstler aus der Liste, von denen ich weder Namen noch Musik kenne: alle anderen :-? :-)

Apropos Cover-Versionen: Die Toten Hosen bringen bald ihr neues Album "Ballast der Republik" raus. Dem wird als Bonus ein Cover-Album namens "Die Geister, die wir riefen" beiliegen, auf dem sie Songs spielen, die besonderen Einfluss auf sie hatten - darunter "Heute hier, morgen dort".

Schöne Grüße
Viktor
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Beitrag von Benutzer 63 gelöscht »

Nun, Max Prosa ist ja anscheinend schon ordentlich durchgestartet, ich kenne ihn auch erst seit dem Degenhardt Tribut Konzert am 19.12.11.
Er ist sehr jung, wirkt sehr selbstbewußt und wurde schon mit Bob Dylan verglichen. Darunter machen wirs nicht! :D
Mich konnte er noch nicht so überzeugen, aber mag noch kommen. Wie gesagt, sehr jung...
LG
Jürgen
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Rike
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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Rike »

Hallo Viktor und Jürgen und alle Anderen,
ich habe den Eindruck, dass da jemand kräftig gepusht werden soll.
Um mir ein eigenes Bild von ihm machen zu können, werde ich am Mittwoch den 9. Mai um 20:03 Uhr Deutschland Radio Kultur einschalten. Da wird ein Konzert von Max Prosa gesendet!
Herzliche Grüße
Rike
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Beitrag von Benutzer 63 gelöscht »

Nun denn, das Teil (Salut) ist unterwegs zu mir. Die Hörproben waren nicht so berauschend, aber ich möchte doch auch mitgratulieren, also Kauf keine Frage.
Die ersten Rezensionen bei amazon sind vernichtend: "Dies ist kein Salut, nein hier wird exekutiert!"
Es stimmt schon, durch den Kontrast wird wieder sehr deutlich, was man an Waders Stimme und Gesangsstil hat. Zum Glück bin ich zwar Purist, aber ein bißchen offener als der ganz puristische Purist, darum noch leise Hoffnung ;o)
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Doro1100
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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Doro1100 »

Hallo Jürgen!
Heute dank Google Alerts eine Kritik zur o. g. CD gefunden. Sehr interessant...oder? Und das Lied unserer Lieblings-Liedermacherin ist nicht mal erwähnt...!!! :-D Guckst Du : hier
Wer Waders Wirken kennt, wird sich der Anziehungskraft dieser neuen Interpretationen nicht entziehen können.

Was machen wir nur falsch? ;-)

Freitagsgrüße von
Doro

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Herbstgewitter
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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Herbstgewitter »

Hm, also ich finde diese Tribut-Alben immer schrecklich. Ich entsinne mich, das gab es doch auf "für" Reinhard Mey, ich glaube mit Jürgen von der Lippe, der "Viertel vor Sieben" entthronisierte...wobei von der Lippe an sich als singender Gitarrenklampfer gar nicht so daneben ist, aber ich versteh derlei Songansammlungen per se nicht und vermute halt eher Kommerz bzw den Marketing-Kniff junge Stimmen bekannt zu machen. Bin mir auch nie ganz sicher, ob die Künstler, in dem Fall Wader, mit derlei Erzeugnissen immer so einverstanden sind.
Max Prosa und Philipp Poisel haben es aber zumindest nicht nötig, die beiden erachte ich beide für eigenständig und gut genug. Gerade Prosa haut mich persönlich ziemlich aus den Socken. Klar "Dylan" ist immer etwas das HauDrauf-Argument, das "toll" sagen soll, aber an sich ja eher eine Frechheit ist, weil es nur nachfolgende Enttäuschung generieren kann. Aber es geht in die Schlagrichtung und das außerordentlich faszinierend und authentisch. Den Rest bereden wir in 40 Jahren...;-)
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Petra
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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Petra »

Hallo David,

Hm, also ich finde diese Tribut-Alben immer schrecklich. Ich entsinne mich, das gab es doch auf "für" Reinhard Mey, ich glaube mit Jürgen von der Lippe, der "Viertel vor Sieben" entthronisierte...

im Vorfeld war das Schlimmste befürchtet worden was Jürgen von der Lippes Interpretation angeht. Mir war klar, dass er es nicht versauen würde, die beiden mögen sich, mir hat das Ergebnis gut gefallen. Ich hatte eher ein Problem mit 'Bruder' Klaus' Orpheus und mit Xavier Naidoos Über den Wolken, für das Reinhard Mey sehr lobende Worte gefunden hat.

aber ich versteh derlei Songansammlungen per se nicht und vermute halt eher Kommerz bzw den Marketing-Kniff junge Stimmen bekannt zu machen.

Bei Reinhard Meys Tribute-Album glaube ich das eher nicht. Die eine CD wurde ja mit Liedern bestückt, die von Freunden gesungen wurden, die andere mit Interpretationen junger Künstler, wobei die doch alle schon einen Namen hatten.

Bin mir auch nie ganz sicher, ob die Künstler, in dem Fall Wader, mit derlei Erzeugnissen immer so einverstanden sind.

Das Ergebnis muss nicht unbedingt gefallen, das ist wahr, aber so ein Tribute-Album ist doch immer eine Verneigung vor dem Künstler. Für Wader ist es zwar nichts Neues, dass andere seine Lieder singen, aber es ist doch eine Form von Ehrerbietung.
Bei unserem Liedertreffen fand ein Workshop statt, und die Teilnehmer sangen für den Leiter als Überraschung eines seiner Lieder. Seine Reaktion:
mit dem Singen eines meiner Lieder habt ihr mir eine unbeschreibliche Freude gemacht! So fühlt sich das also an ....
Ich glaube schon, dass das der Grund ist, ein Tribute-Album herzustellen - aber ich bin ja auch ein Schaf (manchmal ein bisschen naiv ;-)).
Viele Grüße von Petra :petra:
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Herbstgewitter
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Beitrag von Herbstgewitter »

Hallo, Petra
na, vermutlich liegt die Wahrheit, wie so oft, mittendrin. Ich weiß halt, dass viele Künstler sehr unglücklich sind, was gewisse Rechtsgrundlagen betrifft. Da hat zB eine Plattenfirma, wo der Musiker schon gar nicht mehr ist, die Rechte an den Songs und ist sich nicht zu Blöde jeden Anlass zu nutzen Kohle mit seinem Namen zu machen. Der Musiker hat dann relativ wenig davon, das Geld streichen andere ein, der Vorwurf der Geldscheffelei landet aber eher bei ihm persönlich. Mir fallen so einige Musiker ein, wo es dementsprechend viel Best Of-Scheiben gibt, wo dann ganz fies ein oder zwei "previously unreleased" Songs draufgepackt werden, ansonsten aber das Zeug drauf ist, was der Fan eh schon 20 Mal im Schrank stehen hat.
Klar, Tribut-Alben sind ein wenig was anderes, stimmt schon, die Frage ist aber natürlich immer, wer da die Initialzündung gab. Wader selbst ("Mag mich nicht mal wer covern und mich ehren?") wohl nicht, das wäre selbstherrlich und unpassend und er hat es - ganz genau - gar nicht nötig. Dass sich diverse junge Künstler zufällig trafen und sich zuraunten "wollen wir nicht zu Waders Geburtstag...hihihhi" - sehr unwahrscheinlich. Bleibt die Plattenfirma, die sich überlegt haben wird, wie man mal wieder paar Euro in die Kassen bekommt. Was ich aber nicht per se als negativ bewertet haben will, denn genau das ist ja nunmal auch die Aufgabe einer Plattenfirma - Geld machen. Und wenn es sich verkauft, werden wohl genug Leute da draußen der Sache auch was abgewinnen können, klar.
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Michael
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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Michael »

Hallo,
also, ich habe die „Salut“ jetzt zum ersten Mal gehört und stelle doch zu meiner Beruhigung fest, dass ich offensichtlich noch nicht so out und von gestern bin wie ich dachte. Mir gefällt sie – bis auf ein paar Ausnahmen - wirklich gut. Viele der hundert- oder tausendmal gehörten Lieder wirken jetzt ganz anders. Klar, wer an der Interpretation durch Wader hängt, bekommt manchmal einen Schreck, aber was zählt, ist ja das Werk an sich, oder? Und nicht der Künstler. Und da zeigt sich oft, dass verdammt viel in den Liedern steckt.
Alin Coens Interpretation von „Abschied“ gehört dazu, das gefiel mir beim ersten Hören am besten. Das was Johannes Strate aus „Unterwegs nach Süden“ und Tiemo Hauer aus „Am Fluss“ machen (beide kannte ich nicht) ist echt großes (Kopf-)Kino. Vielleicht dramatisieren sie die Lieder zu sehr, aber für meinen Geschmack passt es. Mit Max Prosas Beitrag kann ich weniger anfangen, das ist zu nah am Original um wirklich originell zu sein. Dagegen ist die Version von „Schon so lang“ von finn mir zu abgedreht. Glasperlenspiel mit „Traumtänzer“ ist eine Bank. „Du träumst von alten Zeiten“ von „Das Bierbeben“ macht aus dem Lied eine richtige Dance-Nummer. Das hört sich gut an, aber vielleicht wird das dem Text nicht ganz gerecht. Um zu unserer Lieblingssängerin zu kommen: Dota singt „Im Garten“ sehr schön, auch das Arrangement passt sehr gut. Fast singt sie es mir zu kindlich, zu Volksliedhaft und es stört mich ein bisschen, dass sie das Geschlecht im Text nicht verändert hat – von der Liebsten zum Liebsten. Anna Depenbusch hat das gemacht. Ihr „Nach Hamburg“ ist cool, rotzig und frech. Das titelgebende „Heute hier, morgen dort“ ist gleich zweimal drauf und überzeugt mich beidesmal nicht. Philip Poisel singt es so phlegmatisch, dass ich mich frage wie er von hier nach dort überhaupt kommen will und Slime machen ein gegröltes Punk-Geschrammel draus. Aber denen verzeihe ich das – die gehören zu meiner Jugend und haben auch einige Klassiker abgeliefert, vielleicht singt Hannes ja dafür mal „Störtebecker“ oder „B…schweine“. Den Schluss machen „Apfel S.“, die das Original-„Kokain“ samplen und technisch damit rumspielen. Ist nicht so ganz meine musikalische Wellenlänge, aber auch eine auf ihre Weise gelungene Hommage.
Also kurz und gut: Wer kein totaler Purist ist, wird an einigen Interpretationen ganz sicher seinen Spaß haben. Dass Menschen, die Wader nicht kennen, so an sein Werk herangeführt werden können, da bin ich mir sicher. Und dass so ein altmodischer Typ wie Hannes Wader von dieser Generation überhaupt geehrt wird, ist allein schon eine große Freude. Auch wenn es die Plattenfirma ist, die auf die Idee kommt. Und allzu viel Geld – das prophezeie ich mal – wird die mit der Platte wohl kaum machen.
Michael


Dieser Beitrag enthält 479 Wörter
Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

Herbstgewitter
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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Herbstgewitter »


Falls wer mag, eine Rezensaion, frisch reingekommen, quasi
http://www.ein-achtel-lorbeerblatt.de/Alben2012/Hannes-Wader-Heute-hier-morgen-dort 

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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von Benutzer 76 gelöscht »

Hallo Michael,

Michael schrieb:
Das titelgebende „Heute hier, morgen dort“ ist gleich zweimal drauf und überzeugt mich beidesmal nicht. Philip Poisel singt es so phlegmatisch, dass ich mich frage wie er von hier nach dort überhaupt kommen will

:-D
Danke für die treffende Rezension, mein Lieber!
Marc
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Beitrag von Benutzer 63 gelöscht »

Interessante Reaktionen. Mittlerweile hab ich die Lieder auch komplett gehört, nun, soweit es zumutbar war. Denn tatsächlich ist hier von etlichen üblen Mißhandlungen die Rede, und auch Täternamen müssen genannt werden. :-D
Zuerst zu etwas Positiven, und tatsächlich findet sich das meiste Positive am Anfang dieser CD. Alin, Dota und Anna haben ihre Aufgaben vorbildlich gelöst. Wobei die Feminisierung der Pkw-Diebe in Nach Hamburg dem Lied einen sehr reizvollen neuen Touch gibt. Aber es war auch notwendig, hätte sonst doch komisch geklungen. Also ich denke, diese Interpretation von Anna Depenbusch ist der Höhepunkt dieses Albums. Alin singt hingegen unbeeindruckt"Auch ich bin nach diesem Jahr nicht mehr DER, DER ich war." Nun gut, "der" Mensch halt ;o)
Dota überzeugt wie gewohnt mit guter Stimme und ungekünsteltem Vortrag. Daran scheint es bei den meisten anderen Interpreten zu hapern. Gerade die Jungs nölen und schmalzen da ungemein affektiert rum, daß einem ganz anders wird.
Max Prosa (von dem ich noch nichts gehört habe, das die Lorbeeren rechtfertigen könnte, vielleicht kommts ja noch) ist entweder volltrunken oder zieht es vor, den Volltrunkenen zu spielen, aus welchen geschmacklichen Gründen auch immer.
Weitere schlimme Bösewichte sind Johannes Strate und Herr Poisel, die ihre Stücke (Unterwegs nach Süden und Heute hier...) bis zur Unkenntlichkeit entstellt haben, während ich mich evtl. an die eigenwillige Version von Charley (durch Pohlmann) noch gewöhnen könnte: Zwar schräg, aber ist das Lied ja auch. Tiemo Hauer scheitert fürchterlich "am Fluß", wobei ich zugestehe, daß dieses Lied womöglich überhaupt nur von Hannes singbar ist. Jenseits von Gut und Böse ist das Abschlußlied Kokain in der Fassung von Apfel S., wer auch immer das sein mag.
Es gibt aber in der zweiten Hälfte des Albums durchaus noch Hörenswertes, Traumtänzer wird von Glasperlenspiel ganz ordentlich vorgetragen, ebenso wie Die Möwe von "Bosse". Das Bierbeben schafft es, das Lied "Du träumst von alten Zeiten" zwar so ganz anders als der knurrige Wader vorzutragen, und trotzdem den "abwinkenden Tonfall" (nicht mit mir!) hervorragend zu treffen. Nicht zuletzt überzeugt mich auch eine härtere Gangart, nämlich die von Slime: "Heute hier morgen dort" mal so richtig runtergerockt/-gerotzt, kommt gut. :-)
Das Album scheint stark zu polarisieren. Hier im Forum allerdings weniger, und auch ich fahre die mittlere Schiene, d.h. ich würde bei Amazon 3 Sterne vergeben. Deutlich werden zwei Dinge: Erstens, die Sangeskunst eines Hannes Wader wird von den allermeisten der heutigen Cracks nicht annähernd erreicht. Zweitens, man merkt trotzdem noch, daß die Wader-Lieder von herausragender Qualität sind.
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einsamer_wolf
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"Heute hier, morgen dort - Salut an Hannes Wader" (VÖ: 25.05.12) & "Nah dran" (VÖ: 24.08.12)

Beitrag von einsamer_wolf »

Das neue Album zeigt einmal mehr, welch einzigartiger Künstler Hannes Wader doch ist. Obwohl sein Gitarrenspiel und seine Stimme darauf nicht zu hören sind (und sein Gitarrenspiel und seine Stimme sind wahrlich gewichtig genug, was die Scheibe auch wieder beweist), kann ich den Liedern zuhören und der Art, wie sie vorgetragen werden, sogar etwas abgewinnen. Denn so bedeutend auch das Gitarrenspiel von Hannes und so groß auch seine Stimme ist, es kommt ja noch etwas ganz Wichtiges hinzu: Hannes ist ein Dichter. Und gerade das wird auf diesem "Salut an Hannes Wader" sehr schön herausgearbeitet. Deshalb werde ich immer wieder gerne in das Album hineinhören.
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Petra
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Beitrag von Petra »

Es geht zwar nicht um das Tribute-Album, sondern um ein Cover von Heute hier, morgen dort, aber ich schreibe das mal hier dazu.
Am Sonntag klebte mein Sohn vor dem PC, weil man online das ganze Konzert der Toten Hosen bei Rock am Ring verfolgen konnte. Nach 20 Minuten rief er mich, weil sie Heute hier, morgen dort spielten.
In der Anmoderation erzählte Campino, dass Hannes Wader dieses Jahr 70 wird. Die Toten Hosen haben sich lange Zeit von ihm ferngehalten, weil sie dachten, er mache Lagerfeuermusik. Bis sie irgendwann anfingen, sich mit seinen Texten zu befassen. Campino sagte, Wader habe Lieder geschrieben, die teilweise zum Besten gehören, was die Nachkriegszeit in Deutschland zu bieten hat.
Das Lied klang dann Tote-Hosen-mäßig, rockig und laut. Ob Hannes Wader diese Version gefällt, sei mal dahingestellt, aber sicherlich ist sie als Verneigung vor dem Künstler gemeint. Die Band spielt übrigens auch die Moorsoldaten, aber das habe ich noch nicht gehört. Dass Hannes Wader bei Rock am Ring wenigstens kurz ein Thema war, gefällt mir.
Viele Grüße von Petra
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Beitrag von Herbstgewitter »


Schade, habe ich nicht gesehen, aber ich finde das hört sich nahezu perfekt an. Hätten die Hosen die Nummer näher am Original gespielt, wäre das garantiert ziemlich daneben gegangen. Zum einen, weil sie nun einmal nicht den dazu nötigen Tonfall haben, zum anderen weil sie auf diese, auf ihre Art ja auch viel besser zeigen, dass ein guter Song oftmals auch gerade dann nahezu brillant ist, wenn er ganz verschiedenen Menschen in ganz verschiedenen Situationen und in ganz verschiedenen Zeiten etwas sagen und bedeuten kann. Ich finde mit derlei "Coverversionen" ehrt man Musiker immer viel mehr als wenn man versucht sie zu kopieren.
Mir fällt da "Always On my Mind" ein, der Elvis-Song, der zigfach kopiert wurde. Das sehr erfolgreiche Pet Shop Boys-Cover von 1987 (war hier ja sogar auf Platz 1 der Charts) mag nicht jedem behagen, hat aber definitiv und endgültig bewiesen, was für ein irrsinniges Potential in der Nummer steckt. Zig Jahre vergangen, komplett andere Produktion, komplett andere Geschwindigkeit - und das Ding haut noch immer alles weg.
Unzerstörbar. Wie Hannes Wader auf Pop-Punk halt;-)
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Beitrag von Rike »

Hallo ihr Lieben,
hier gibt es das Video ;-)
Herzliche Grüße
Rike[youtube=425,350]http://www.youtube.com/watch?v=1-78llmWt2Q [/youtube]
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Beitrag von Petra »

Rike wie sie leibt und lebt. :-D :daumen:
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Beitrag von clabauter »

Danke, Rike :-). Sonntagabend rief mich während eben dieser Einlage ein ganz aufgeregter „Rocker“ und Fan der Toten Hosen an, der das Konzert live im Fernsehen mitverfolgte. Aber leider empfange ich den Sender nicht ... dafür immerhin jetzt das Video.
Das fetzt! :hammer: Die „Hosen“ & Campino sind einfach Kult, ebenso wie Hannes Wader. Darüber hinaus sind sie sehr engagiert und sehr sympathisch - und sie sind in all den Jahren ihrer Karriere sich selbst treu geblieben.
Hier treffen - musikalisch - zwei Welten aufeinander. Eine schöne Geste. Dass mir die Musik viel zu laut und zu hart ist, ist mir da fast egal. :gitarre:
Super Aktion.
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