Lieber Michael,
Was soll denn diese ominöse Bearbeitungsgebühr sein?
... fragt Barde
man merkt, dass Du eher Konzerte gibst, als dass Du sie besuchst.

Es gelingt in den seltensten Fällen, die Tickets zu dem Preis zu bekommen, den sie angeblich kosten. Entweder wird da noch die Vorverkaufsgebühr draufgeschlagen und selbstverständlich der Versand oder der Zuschlag für die Abendkasse. Und wer clever sein will und online bestellt, den erwartet die online-Gebühr.

In einem konkreten Fall war das so: Die Reinhard-Mey-Karte in Kategorie 1 für den 8. Oktober in Offenburg wurde bei getgo für 50,20€ angeboten. Für zwei Karten sind das also 100,40€ plus 4,90€ für Service- und Versandkosten, wenn man sich mit dem Standardversand zufrieden geben wollte. Standard bedeutet, dass der Brief mit den üblichen 55 Cent frankiert wurde, die restlichen 4,35€ waren für den Service - die Karten müssen ja gedruckt und liebevoll eingetütet werden usw., Du verstehst. Die eigentliche Überraschung für mich war allerdings, dass der Originalpreis, der auf der Karte aufgedruckt ist, 48,20€ beträgt, obwohl getgo den Kartenpreis von Anfang an mit 50,20€ beziffert hat. Und rechts oben auf der Karte steht auch noch aufgedruckt:
Zahlen sie nur den links genannten Preis! und
Weiterverkauf zum höheren Preis oder bei Internetauktionen verboten.

Da stehen sich also ein Preis für zwei Karten von 96,40€ und ein Rechnungsbetrag von 105,30€ gegenüber, das ist die ominöse Bearbeitungsgebühr.
So, ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.
Und ich muss mich jetzt mal mit Susan unterhalten, denn sie will mir für das obige Konzert in Frankfurt eine Karte für nur 51,15€ verkaufen. Will sie etwa die Service- und Versandkosten ganz alleine tragen? Da bin ich ja mal gespannt, welcher Preis auf der Karte aufgedruckt ist (obwohl man sich auf den nicht verlassen kann, s. o.).
Notfalls kann uns Diana ja noch erklären, wie die 58,--€ zustande gekommen sind.
Viele Grüße von Petra