Hallo ihr Lieben,
bin neu hier im Forum und sehr neugierig darauf, was es an Rueckmeldungen von euch bezueglich meiner natuerlich noch 'rohen' Songs geben wird.
Also ...Lasst mal was hoeren - taet mich sehr freuen!!
LG,
Melancholic Songs
Hier der Link: http://www.youtube.com/user/diecherfan1979
Hallo,
ehrliche Frage? - ehrliche Antwort!"
ich finde deine drei songs richtig gut. Ich höre selten, wenn ich nach meiner Meinug gefragt werde, einen song vollständig durch. Meist habe ich meine (Vor)urteile schnell gefasst. Bei dir war es anders. ich habe mich beim zuhören wohl gefühlt und ich habe die ganze Zeit gesucht, warum doch noch so ein kleines Unbehagen rumorte. Wie du schon selbst schreibst, sind die Lieder noch Rohdiamanten (Diamanten ist ehrlich gemeint). Deine Stimme ist klar und offen und nur einmal habe ich ein Pressen gehört - also Schulnote 2, warum nicht 1, ich denke, mit weiterer Übung wird die Stimme noch offener, so dass du freier singst. Im Moment singst du noch mindestens zu 50% aus dem Kopf und noch nicht zu 100% aus dem Bauch (ist nicht physiologisch sondern emotional gemeint). Wenn du dir die Lieder anhörst, kannst du Stellen entdecken, wo plötzlich eine gefühlte Veränderung eintritt und das sind die Stellen wo du nicht nachdenkst, sondern einfach singst.
Ich glaube auch, dass ein Grund für deine Kopfarbeit darin liegt, dass du an dein Gitarrespiel Anforderungen stellst, die du noch nicht befriedigend erfüllst. Hier höre (zumindest ich) noch stark das gewollte und nicht das leichte und emotionsgeladene Spiel heraus. Irgendwie klingt es ein wenig gehackt und nicht so fließend. Nimm das Lied "alone". Wenn du die Augen schließt und dir den Fluß vorstellst, wie er fließt, dann sind deine Griffwechsel und manchmal auch die Zupftechnik wie kleine Barrieren im Fluss, die die Strömung aufhalten - leider aber keine Spannungsstrudel erzeugen, sondern einfach mechanisch eine Umgehung suchen; sie verweilen am Hindernis einen winzigen Moment, um dann ohne Änderung ihrer Fließeigenschaften in eine andere Richtung weiterfließen. Auch der Baß, der sehr gleichmäßig ohne Intensionsveränderung kommt, lenkt manchal ein wenig ab, ohne eine gewollte Monotonie zu erzeugen.
Ich weiß nicht, ob es ein verständliches Bild ist?
Ich hatte beim Hören spontan Lust mit dir zusammen die Lieder neu zu arrangieren - die Melancholie zu erhalten, aber ein paar Spannungsspitzen rein zu bringen und die Instrumental begleitung anders zu gestalten - aber warscheinlich wohnst du Lichtjahre von mir entfernt:-)
Liebe Grüße
Mario
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12 Töne, 24 Buchstaben, viel Gefühl im Bauch - ein neues Lied ist entstanden
Lieber Mario,
hab vielen Dank für die ausführliche Antwort!! Es freut mich das meine Songs im www Gefallen finden - wie auch daheim. Das mit dem Arrangieren wäre schon toll - aber leider wohnen wir wirklich weit voneinander entfernt ... Nun ja, das Gitarrespielen lässt mich wohl wirklich gesanglich nicht das 'ausleben' was ich fühle und vermitteln möchte.
Gruß,
Verena
P.S.: Anybody else :wink2: ?? Tät mich freuen.