Konzertbericht HsD Erfurt 03.10.08
Verfasst: So 5. Okt 2008, 19:39
Hannes Wader – 03. Oktober 2008 in Erfurt
Ich stellte fest, dass es sich großer Beliebtheit erfreut, wenn sich jemand die Zeit nimmt, um einen Konzertbericht zu verfassen. Deshalb werde ich das heute mal tun.
Nach 200 Kilometern auf der Autobahn kam ich gegen 18:45 Uhr in Erfurt am „Haus der sozialen Dienste“ an. Der Einlass sollte um 19:00 Uhr beginnen und es hatte sich eine größere Menschenansammlung gebildet. Bis zum Beginn des Konzertes um 20.00 Uhr sollte sich diese noch vervielfachen. Ich schätze, dass sich ca. 250 Leute eingefunden hatten.
Hannes betrat unter großem Applaus fünf Minuten nach acht die Bühne und eröffnete
mit „Heute hier, morgen dort“ den Abend. Ich kenne Konzertberichte in diesem Forum, die beschreiben, dass Hannes in der ersten Hälfte eines Konzertes sehr zurückhaltend wäre. An diesem Abend in Erfurt war das nicht der Fall. Von Anfang an sichtlich gelöst und entspannt moderierte er das Lied „Erste Liebe“ an. Mit seinem trockenen Humor provozierte er allgemeines Lachen. Zu „Es ist schon viele Jahre her“ erzählte er noch eine kurze Geschichte über die Entstehung des Liedes und dass er es schon viele Jahre nicht mehr gesungen hätte. Auch wies er darauf hin, einige negative Textstellen gegen positive ersetzt zu haben.
Mit „Die welken Blätter“ und „Nichts mehr“ folgten Lieder französischer und amerikanischer Chansoniers, von denen Hannes sagte, er hätte sich schon lange vorgenommen, sie ins deutsche zu übertragen.
Als nächstes spielte er mein absolutes Lieblingslied „Schon morgen“, Gänsehaut war die Folge.
Mit „Um eine bess´re Welt zu schaffen“ spielte er ein ins deutsche übertragenes griechisches Lied nach Versen eines griechischen Dichters, dessen Name mir leider entfallen ist (Hinweise erwünscht!),vertont von Mikis Theodorakis während der gemeinsamen Haft unter der Militär-Junta.
Es folgte „König von Preussen“ mit einer spöttischen Bemerkung von Hannes über das Garde-Maß der >langen Kerls< Friedrichs des I., das er spontan auf 2,50 m festlegte.
„Die Mine“ und „Traumtänzer“ bildeten den Abschluss der ersten Konzerthälfte und Hannes wurde mit tosendem Applaus in die Pause entlassen.
Mit dem sehr schönen Lied „Der Zimmermann“ begann die zweite Hälfte.
Zu „Der Weißdornbusch“ erzählte er eine Anekdote über einen Freund, Förster von Beruf, der eine Textstelle vom `duftenden Weißdornbusch` mit der Bemerkung, der würde nicht duften, sondern stinken, kritisierte. Hannes sagte dazu: „Er muss es ja wissen! Er ist ja Förster.“
Dann sang er, teilweise in englischer Sprache, das Lied „Schwestern, Brüder“, welches mir auch sehr gefiel. Nachdem „Jeder Traum“ verklungen war, spielte er nach der Bemerkung, es wäre zwar kein Wunschkonzert aber er macht eine Ausnahme, „Bella Ciao“, das frenetisch bejubelt wurde. Dieses Thema setzte er mit „Mamita Mia“ fort und die Begeisterung des Publikums brachte die Luft im Saal in Schwingung.
Seine nun folgende „Stellungnahme“ wurde immer wieder mit Applaus begleitet.
Mit seiner unverblümten Meinung über „die Verbrecher mit Krawatten und Nadelstreifenanzügen“, die Milliarden verzocken und das der kleine Mann am Ende die Zeche zahlt, äußerte er sich zur aktuellen Bankenkrise und stimmte „Trotz alledem“ in aktueller Textfassung an.
Es sollte das letzte Lied sein und Hannes ging in die Garderobe, aber Standing Ovations, tosender Applaus und Begeisterungspfiffe lockten ihn noch für drei Zugaben „Schon so lang“, „Krieg ist Krieg“ und „Min Jehann“ auf die Bühne.
Ich nutzte jetzt die Gelegenheit, um mir ein Liederbuch von Hannes aus dem Jahre 1984 signieren zu lassen und ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Dieses Charisma ist unbeschreiblich! Beim signieren des Buches meinte er erfreut und erstaunt: „Das hab ja noch nicht mal mehr ich!“ Ich wollte mich noch mit ihm fotografieren lassen, doch die Batterien waren leer. Meine Enttäuschung war enorm! Ich ging hinaus zu meinem Auto, öffnete aus irgendeinem Grund das Handschuhfach und da lagen – NEUE BATTERIEN!!! Ich wieder rein, im schnellen Schritt zur Garderobe...und ich hatte mein Foto!
Dieser Abend war „das Erlebnis“ dieses Jahr für mich und auch die 200 Kilometer waren ein geringer Aufwand, um dieses Konzert erleben zu können.
Ich stellte fest, dass es sich großer Beliebtheit erfreut, wenn sich jemand die Zeit nimmt, um einen Konzertbericht zu verfassen. Deshalb werde ich das heute mal tun.
Nach 200 Kilometern auf der Autobahn kam ich gegen 18:45 Uhr in Erfurt am „Haus der sozialen Dienste“ an. Der Einlass sollte um 19:00 Uhr beginnen und es hatte sich eine größere Menschenansammlung gebildet. Bis zum Beginn des Konzertes um 20.00 Uhr sollte sich diese noch vervielfachen. Ich schätze, dass sich ca. 250 Leute eingefunden hatten.
Hannes betrat unter großem Applaus fünf Minuten nach acht die Bühne und eröffnete
mit „Heute hier, morgen dort“ den Abend. Ich kenne Konzertberichte in diesem Forum, die beschreiben, dass Hannes in der ersten Hälfte eines Konzertes sehr zurückhaltend wäre. An diesem Abend in Erfurt war das nicht der Fall. Von Anfang an sichtlich gelöst und entspannt moderierte er das Lied „Erste Liebe“ an. Mit seinem trockenen Humor provozierte er allgemeines Lachen. Zu „Es ist schon viele Jahre her“ erzählte er noch eine kurze Geschichte über die Entstehung des Liedes und dass er es schon viele Jahre nicht mehr gesungen hätte. Auch wies er darauf hin, einige negative Textstellen gegen positive ersetzt zu haben.
Mit „Die welken Blätter“ und „Nichts mehr“ folgten Lieder französischer und amerikanischer Chansoniers, von denen Hannes sagte, er hätte sich schon lange vorgenommen, sie ins deutsche zu übertragen.
Als nächstes spielte er mein absolutes Lieblingslied „Schon morgen“, Gänsehaut war die Folge.
Mit „Um eine bess´re Welt zu schaffen“ spielte er ein ins deutsche übertragenes griechisches Lied nach Versen eines griechischen Dichters, dessen Name mir leider entfallen ist (Hinweise erwünscht!),vertont von Mikis Theodorakis während der gemeinsamen Haft unter der Militär-Junta.
Es folgte „König von Preussen“ mit einer spöttischen Bemerkung von Hannes über das Garde-Maß der >langen Kerls< Friedrichs des I., das er spontan auf 2,50 m festlegte.
„Die Mine“ und „Traumtänzer“ bildeten den Abschluss der ersten Konzerthälfte und Hannes wurde mit tosendem Applaus in die Pause entlassen.
Mit dem sehr schönen Lied „Der Zimmermann“ begann die zweite Hälfte.
Zu „Der Weißdornbusch“ erzählte er eine Anekdote über einen Freund, Förster von Beruf, der eine Textstelle vom `duftenden Weißdornbusch` mit der Bemerkung, der würde nicht duften, sondern stinken, kritisierte. Hannes sagte dazu: „Er muss es ja wissen! Er ist ja Förster.“
Dann sang er, teilweise in englischer Sprache, das Lied „Schwestern, Brüder“, welches mir auch sehr gefiel. Nachdem „Jeder Traum“ verklungen war, spielte er nach der Bemerkung, es wäre zwar kein Wunschkonzert aber er macht eine Ausnahme, „Bella Ciao“, das frenetisch bejubelt wurde. Dieses Thema setzte er mit „Mamita Mia“ fort und die Begeisterung des Publikums brachte die Luft im Saal in Schwingung.
Seine nun folgende „Stellungnahme“ wurde immer wieder mit Applaus begleitet.
Mit seiner unverblümten Meinung über „die Verbrecher mit Krawatten und Nadelstreifenanzügen“, die Milliarden verzocken und das der kleine Mann am Ende die Zeche zahlt, äußerte er sich zur aktuellen Bankenkrise und stimmte „Trotz alledem“ in aktueller Textfassung an.
Es sollte das letzte Lied sein und Hannes ging in die Garderobe, aber Standing Ovations, tosender Applaus und Begeisterungspfiffe lockten ihn noch für drei Zugaben „Schon so lang“, „Krieg ist Krieg“ und „Min Jehann“ auf die Bühne.
Ich nutzte jetzt die Gelegenheit, um mir ein Liederbuch von Hannes aus dem Jahre 1984 signieren zu lassen und ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Dieses Charisma ist unbeschreiblich! Beim signieren des Buches meinte er erfreut und erstaunt: „Das hab ja noch nicht mal mehr ich!“ Ich wollte mich noch mit ihm fotografieren lassen, doch die Batterien waren leer. Meine Enttäuschung war enorm! Ich ging hinaus zu meinem Auto, öffnete aus irgendeinem Grund das Handschuhfach und da lagen – NEUE BATTERIEN!!! Ich wieder rein, im schnellen Schritt zur Garderobe...und ich hatte mein Foto!
Dieser Abend war „das Erlebnis“ dieses Jahr für mich und auch die 200 Kilometer waren ein geringer Aufwand, um dieses Konzert erleben zu können.