Noch bevor ich vor etwa 35 Jahren Reinhard Mey und seine Musik für mich entdeckte, liebte ich die Musik von Alexandra. Gestern Abend brachte der NDR ein Porträt über diese wunderbare Sängerin mit der dunklen Stimme. Es war eine Wiederholung, wahrscheinlich war es anlässlich Ihres 30. Todestages produziert worden. Sie war eine junge Frau, die genau wusste, was sie wollte. Wie RM wurde sie 1942 geboren und war zunächst einmal in Frankreich gefragt. Moderatoren wie Peter Frankenfeld und Vico Torriani, die damals in Deutschland den Ton angaben, waren skeptisch und wollten noch abwarten (tztz, Herr Frankenfeld, wo blieb denn da ihre berühmte Spürnase?). Wie RM bedauerte auch Alexandra die schlechte Qualität der deutschen Schlagertexte. Sie komponierte und schrieb eigene Texte. In diesem knapp 1 1/2-stündigen Film wird über ihren Werdegang berichtet, über das Zeitgeschehen, das ihr Leben begleitete, und über ihren viel zu frühen, mysteriösen Tod, der noch bis heute Rätsel aufgibt. Natürlich werden auch eine ganze Menge ihrer Lieder vorgestellt.
Damals reichte mein Geld nur für 1 LP und 6 Singles - dieses Manko konnte ich inwischen ausgleichen. Wir hatten aber auch erst sehr spät einen Fernseher bekommen; so kommt es, dass ich gestern Abend mehr Bilder von Alexandra gesehen habe als bisher in meinem Leben. Ich bin total begeistert und habe Lust, jemanden aufzuspüren, dem ich diese Sängerin näherbringen kann. Wer Interesse an diesem tollen Porträt hat, kann mir eine PN schreiben; ich bin so begeistert, dass ich gerne eine Kopie der Sendung verschicken würde, damit ich meine Freude mit jemandem teilen kann.
Als ich damals von Alexandras Tod erfuhr, vergoss ich Tränen, und ein bisschen von dieser Trauer habe ich wieder gespürt, als in dem Bericht über die rätselhaften Begleitumstände gesprochen wurde.
Viele Grüße von Petra, die hofft, einen neuen oder alten Alexandra-Fan zu finden.

