Seite 1 von 1

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 16:36
von Benutzer 76 gelöscht
Ihr Lieben,
ich finde die derzeitige politische Vetternwirtschaft widerwärtig und gefährlich. Wie kann eine aktive Politikerin, die einen überaus wichtigen Ministerposten innehat, direkten Weges auf den Sitz des Bundespräsidenten katapultiert werden? Ist die politische und intellektuelle Personaldecke in diesem Staat wirklich so erschreckend dünn?
Eine Bundespräsidentin von der Leyen würde in schwarz-gelben Parteiprogrammen denken, jeglicher noch so kleine Hauch von Überparteilichkeit, der diesem Amt nach meinem Verständnis anhaften sollte, wäre verflogen.
Ich bin entschieden gegen Ursula von der Leyen als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten!
Marc

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 16:52
von Anne1986
Hallo Marc,
das sehe ich genauso wie du! Bin jetzt zwar überhaupt kein Politik-Experte, aber müssten da nicht Neuwahlen stattfinden??? Vielleicht sollten die Parteien für das Amt des Bundespräsidenten gleich auch einen Ersatzkandidaten aufstellen, von dem die Öffentlichkeit von Anfang an weiß. ;) Kann ja immer mal sein, dass jemand ersetzt werden muss wegen Rücktritt oder aus sonstigen Gründen...wäre doch zumindest fairer!
Etwas ratlose Grüße,
deine Anne

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 17:47
von Michael

Anne1986 schrieb:
müssten da nicht Neuwahlen stattfinden???

Das tun sie ja, am 30. Juni.
Und zu Marc: Bisher kam - bis auf einen - jeder Präsident aus der aktiven Politik und es hat ja meistens funktioniert. Die einzige Ausnahme ist die Vollpfeife, die jetzt die beleidigte Leberwurst spielt und hinschmeißt.
Michael

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 20:55
von Benutzer 63 gelöscht
Darauf kann ich kaum ernsthaft antworten. So sind halt die Spielregeln, die Regierung knobelt einen Neuen aus, so war es immer, so wird es bleiben. Sahra Wagenknecht hat da nunmal keine Chance. Nicht daß ich sie wollte - mir fällt auch nach längerem Nachdenken sowieso niemand ein, den ich wollte. Und selbst wenn, käme der/die nie zum Zuge.
Letztlich kann ich nur sagen, schlimmer als Horsti kann Frau v.d. Leyen auf keinen Fall sein!! Also abregen :)
Jürgen

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 21:10
von Rex2005
Hallo
Der Spiegel erklärt "Warum Nummer neun scheiterte".
Warum und wieso, weiß wahrscheinlich eh nur er selbst. Mehr oder weniger ist mir egal, wer der oder die nächste Präsident/in wird. Ich glaube nicht mal, das es die Leyen am Ende macht. Klappern gehört zum Handwerk - bekanntlich auch bei Politikern, wenn es ums Stühle rücken oder Stuhlbeine ansägen geht. Würde die Leyen auf den Posten geschupst werden, hätte wieder ein Mann eine Chance auf einen guten Posten im Kabinet und Frau Politikerin wäre auf dem Präsidentenstuhl doch relativ "kaltgestellt".
So oder so, diese Regierung hat seit der letzten Wahl noch nicht wirklich regiert. Aber vielleicht kommt ja regieren auch von Regie und das hat dann ja mehr mit dem derzeitigen politischen Theater - halb Trauerspiel halb Kommödie - zu tun.
LG
Rex2005


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 21:39
von Benutzer 76 gelöscht
Hallo Rex,

Rex2005 schrieb:
Aber vielleicht kommt ja regieren auch von Regie

"Regieren" kommt in diesem Fall wohl eher von "Reggae", dessen Rhythmus laut Duden durch die Hervorhebung unbetonter Taktteile (=Merkel? Westerwelle?) gekennzeichnet ist.
Liebe Grüße,
Marc

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 22:58
von LiedermacherLukas
Ich weiß nicht, welches Amt die Uschi schlechter ausfüllen würde - sie hat als Familienministerin versagt und als Arbeitsministerin noch gar nicht von sich reden gemacht. Böse Zungen behaupten, sie würde nicht einmal die Namen ihrer Kinder kennen und von denen auch nicht als Mutter erkannt werden - aber sie soll die BRD repräsentieren *lol*
Deutschland verkommt immer mehr zu einem Affentheater.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 23:19
von petitoiseau
Darauf fällt mir eigentlich nur eins ein....
Fest in der Hand von Gretel,Kasperle,Großmutter,Wachtmeister und Krokodil...

Liebe Grüße
Andrea

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 08:46
von Mario
steinigt mich, wenn ihr wollt, aber Erfolg, im Sinne ,sie hat durchgesetzt was sie wollte, hatte UvL.
Ob ich sie deshalb mag?
Mario

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 12:00
von fille
Darauf fällt mir eigentlich nur eins ein....
Zitat:
Fest in der Hand von Gretel,Kasperle,Großmutter,Wachtmeister und Krokodil...

Liebe Grüße
Andrea

Liebe Andrea,
mir geht das Lied auch seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf.
Ich weiß auch, wer Gretel und Großmutter sind. Kasperle könnte ich auch gut zuordnen. Den Wachtmeister evtl. auch. Nur mit dem Krododil bin ich mir nicht sicher.
Liebe Grüße
Marianne

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 14:39
von UweX
@ Michael: Hilf mir mal bitte dein Argument zu verstehen:
Der Vorgänger von Köhler (oh Mann mein Namensgedächtnis :frage: :frage: ) war Verfassungsrichter. Davor hatten wir Johannes Rau (mein Lieblingspräsident) und der hatte die Tagespolitik ja wirklich hinter sich.
Oder was meintest Du?


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 17:42
von Gesch
Hallo Uwe,
der Vorgänger von Köhler war der Versöhner-statt-Spalter Rau, und der Vorgänger von Rau war der Verfassungsrichter Herzog als Hau-Ruck-Durch-Deutschland-Präsident ...
der präsidiabelste Präsident war/ist bis heute eigentlich immer noch Weizsäcker, und der mit ihm vorzeigbarste war Heinemann...
find ich.
Gesungen hat nur Scheel: "Hoch auf dem gelben (FDP-)Wagen, sitz ich beim Schwager vorn" -
man sieht: von Überparteilichkeit war bei der singenden Frohnatur keine Rede, und Beziehungen haben die Brüder und Schwestern von dieser Partei schon immer zu ihrem Vorteil auszunutzen verstanden... auch in der Mobilität
;-)
herzlich
Gerd

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 19:33
von Benutzer 63 gelöscht
Wulff? Sauber gemacht. Tja, Röschen - ausgetrickst! (Aber ernsthaft, ich hätte vdL als das kleinere Übel empfunden)
Jürgen

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 20:32
von UweX
@Gerd: köstlich..... :-D
und klar Johannes Rau war nach Roman Herzog :-?
Ich bin da sicher nicht sehr objektiv was meinen Lieblingspräsidenten betrifft. Ich war sehr überrascht als vom Tode von Johannes Rau hörte dass ich weinen musste. Bin eigentlich nicht der Typ der so emotional wird wenn Menschen sterben, die ich persönlich gar nicht kannte. Bei Rau fühlte es sich an als hätte ich ihn gekannt.
Dann wurde mir klar erst war er MEIN Oberbürgermeister in Wuppertal, dann MEIN Ministerpräsident in NRW und dann MEIN Bundespräsident.
Fast mein gesamtes Leben war er MEIN irgendwas. Hätte nie gedacht, dass das zu solch einer inneren Verbundenheit führen könnte :-o

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 21:36
von Klajokas
Und nu' hat Angie mal kurz gebellt und mit einem Wu(l)ff alle Konkurenten weggeknurrt die an ihrem Machtknochen schnuppern wollen.
Klaus

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 22:27
von Rex2005
Ist doch gut (oder auch nicht), dass für den Knochen in der Uckermark so viel Platz zum Einbuddeln ist - da findet ihn so schnell keiner :-)

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 22:32
von Rex2005
Ist doch gut (oder auch nicht), dass für den Knochen in der Uckermark so viel Platz zum Einbuddeln ist - da findet ihn so schnell keiner :-)
( nu hat´s mich auch erwischt mit Verschwinden nach Korrektur)

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 22:38
von Carsten K
Tja, nu wirds der Wu(l)ff... Uschi wär mir auch lieber gewesen, aber Angie braucht sie wohl noch als nächste Kanzlerin... *höhö*
@ Uwe
Dein Lieblingspräsident war auch mein OB in Wuppertal, danach mein Ministerpräsident in NRW, und als er Bundespräsident wurde, war ich froh, ihn los zu sein... Was er hinterlassen hat, ist eine durch und durch korrupte Stadt Wuppertal, die inzwischen bundesweit als Synonym für "pleite" herhalten muss... Und ein Bundesland Nordrhein-Westfalen, in dem nicht mal mehr 60% wählen gehen... System Johannes Rau...
Christian Wulff war nicht so lange in betreffenden Ämtern, aber ich bin auch bei ihm froh, wenn er Bundespräsident wird und damit für andere Ämter nicht mehr in Frage kommt... Er muss deswegen ja nicht gleich nach seiner Amtszeit dasselbe Ende nehmen wie Rau...

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 22:50
von Helmut
Er muss deswegen ja nicht gleich nach seiner Amtszeit dasselbe Ende nehmen wie Rau...
So gesehen hätte ich es mir gewünscht, dass sich den Porsten mehrere CSU-ler teilen.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 22:56
von UweX
He He He He lmut......so kenn ich Dich ;-)


Lieber Gott,
nachdem du im letzten Jahr
meinen Lieblingsmusiker Michael Jackson,
meinen Lieblingsschauspieler Patrick Swayze
und meine Lieblingsschauspielerin Farrah Fawcett
zu dir geholt hast,
teile ich dir mit,
dass mein Lieblingspolitiker
Guido Westerwelle ist..

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 23:41
von Gesch
da bin ich mir nicht so sicher, cARSCHti,
dass der Wulff damit am Ende der Fahnenstange wäre und nicht noch mehr werden könnte. Der ist erst 50 und wäre damit sogar nach zwei Amtszeiten als BuPrä immer noch jung genug für die Merkel-Nachfolge. Merkel allerdings hat sich mit dieser Nominierung ein sattes Ei ins Parteinest gelegt: Nun hat sie gar keinen vorzeigbaren Stellvertreter mehr und deutlich gemacht, dass sie offenbar nicht in der Lage ist, taugliches Führungspersonal für ihre Partei zu rekrutieren. Um sie herum gibt es jetzt nur noch Gartenzwerge - und selbst die von Schneewittchen waren größer... die CDU lenken nun drei Frauen: Merkel, v.d.Leyen und Schavan - die drei Hexen von Eastwick oder von Oz?
herzlich
Gerd

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 08:25
von Helmut

UweX schrieb:
Lieber Gott,
nachdem du im letzten Jahr
meinen Lieblingsmusiker Michael Jackson,
meinen Lieblingsschauspieler Patrick Swayze
und meine Lieblingsschauspielerin Farrah Fawcett
zu dir geholt hast,
teile ich dir mit,
dass mein Lieblingspolitiker
Guido Westerwelle ist..

Blöd ist nur, dass ich als Atheist nicht an die Wirkung solcher Gebete glaube.
Vielleicht sollten wir deshalb Ikarus fragen, ob er nicht einen alten Fallschirm rumliegen hat, den wir ihm zukommen lassen können.
Die Alternative wäre eine alte Badewanne, ein schnelles Auto käme wahrscheinlich zu teuer.
Herrgott nochmal, bin ich wieder geschmacklos!!

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 12:49
von Benutzer 141 gelöscht
Blöd ist nur, dass ich als Atheist nicht an die Wirkung solcher Gebete glaube. Vielleicht sollten wir deshalb Ikarus fragen, ob er nicht einen alten Fallschirm rumliegen hat, den wir ihm zukommen lassen können. Die Alternative wäre eine alte Badewanne, ein schnelles Auto käme wahrscheinlich zu teuer. Herrgott nochmal, bin ich wieder geschmacklos!!

Pietätlos und genial :-D Dafür wirst du mal in der Hölle schmoren, an die du nicht glaubst und im gleichen Topf gebraten werden, in dem auch Möllemann, Barschel und Haider sitzen. :-D :-D :-D :-D

P.S
Pass auf, wenn du in Zukunft Österreich bereist. Haiders Seligsprechung wird vorbereitet und die verstehen keinerlei Spaß, wenn es um Jörgl geht.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 13:46
von Skywise
Wulff? Sauber gemacht. Tja, Röschen - ausgetrickst! (Aber ernsthaft, ich hätte vdL als das kleinere Übel empfunden)
Die nehmen sich beide nicht viel. Von der Leyen hätte bei der Wahl parteiintern Probleme bekommen, Merkels Rosettenschmeichler Wulff dagegen sicher nicht. Man kann davon ausgehen, daß bei beiden die Amtsgeschäfte eher im Sinne der CDU/CSU geführt worden wären bzw. werden. Warum man niemanden aus den schwarzen Reihen genommen hat, der sich auch außerhalb der Politik die eine oder andere Lorbeere verdient hat, weiß ich beim besten Willen nicht ... mir gingen vor ein paar Tagen noch Namen wie Klaus Töpfer oder Lothar Späth durch den Kopf ... Heiner Geißler auch, mit dem an jener Position hätten wir sicher unseren Spaß gehabt :-D
Gruß
Skywise

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 16:22
von Helmut
Pass auf, wenn du in Zukunft Österreich bereist. Haiders Seligsprechung wird vorbereitet und die verstehen keinerlei Spaß, wenn es um Jörgl geht.
Ich war jetzt 12 Tage im Burgenland (und wäre eigentlich immer noch dort, wenn uns das Wetter nicht vertrieben hätte), da bin ich schon angeeckt. Besonders hat mich erschreckt, dass es mittlerweile Verschwörungstheorien gibt, die besagen, dass Haider gar nicht selbst gefahren ist und dass ihm der Alkohol erst nach dem Unfall rektal gespritzt wurde. Da glaub ich noch eher an die Nicht-Existenz von Bielefeld. Ich jedenfalls hab dafür gestimmt, den Darwin-Preis im Oktober 08 an Haider zu verleihen.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 16:49
von Michael

UweX schrieb:
@ Michael: Hilf mir mal bitte dein Argument zu verstehen:
Der Vorgänger von Köhler (oh Mann mein Namensgedächtnis :frage: :frage: ) war Verfassungsrichter. Davor hatten wir Johannes Rau (mein Lieblingspräsident) und der hatte die Tagespolitik ja wirklich hinter sich.
Oder was meintest Du?


Hallo und sorry, hab jetzt erst gemerkt, dass ich direkt gefragt wurde.
Rau hatte die Tagespolitik zwar hinter sich, war aber genauso wie Herzog (Kultus- und Innenminister von Ba-Wü) Parteipolitiker. Köhler war glaub ich wirklich nie parteipolitisch tätig, ein echter Seiteneinsteiger war meiner Meinung nach nur er, aber da kann man drüber streiten. Auch Karl Carstens hatte die Tagespolitik schon hinter sich als er gewählt wurde. Er war vorher Bundestagspräsident, davor aber ein ziemlich scharfer CDU/CSU-Fraktionschef im Bundestag.
Übrigens: Der Nazi-Sänger tritt auch wieder an.
Nochmal übrigens: Ich bin schon lange der Meinung, dass das Präsidentenamt abgeschafft gehört. Ein föderaler und demokratischer Staat braucht so eine Figur nicht. Das können die jeweiligen Bundesratspräsidenten im jährlichen Wechsel auch machen - Herr Böhrnsen wird beweisen, wie gut das geht ;-)
Michael

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 22:00
von Klajokas

Skywise schrieb:
Warum man niemanden aus den schwarzen Reihen genommen hat, der sich auch außerhalb der Politik die eine oder andere Lorbeere verdient hat, weiß ich beim besten Willen nicht ... mir gingen vor ein paar Tagen noch Namen wie Klaus Töpfer oder Lothar Späth durch den Kopf ... Heiner Geißler auch, mit dem an jener Position hätten wir sicher unseren Spaß gehabt :-D
Gruß
Skywise
Tja vielleicht haben die Ratten das sinkende Schiff verlassen und keiner ist mehr so blöd sich vor den verkorksten Karren spannen zu lassen. Da hilft nur noch ein Lemming oder Wu(l)ff oder oder. Der Goldzahnsammler Koch(t) ja auch lieber sein eigenes schwarzes Süppchen. Und der rheinische Wahlsieger :yeah: glaubt ja eh noch an seine Auferstehung. Armes Deutschland.
Na vielleicht werden wir ja wenigstens Weltmeister, dann kann ja der Jogi den Präsi machen. Wer mit dem DFB klar kommt für den sind die anderen Gurken kein Problem.
Allerdings der Heinerle wäre lustig. ....
Klaus

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 22:27
von Benutzer 63 gelöscht
Stimmt schon, Sky, einen großen Unterschied gibts nicht zwischen Wulff und vdL, nur kommt mir der Wulff halt besonders rückständig und auch wie ein ganz besonders falsches Luder vor...
Ich denke nur dran, als er neulich die Türkin eingestellt hat, und kaum hatte sie was Richtiges gesagt, wurde sie sofort ruhiggestellt. Schließlich hatte sie nur Alibi-Funktion.
Nachdem die Nachfolge nun geklärt ist, kann mir vielleicht noch jemand eine Frage zum Köhler-Abflug beantworten: Er fühlte sich falsch verstanden. Mir ist nicht recht klar, wie man seine Äußerungen anders verstehen konnte als daß er sich außerhalb der Verfassung bewegt. Natürlich kann man auch das Grundgesetz kritisieren, aber das sollte man dann auch aussprechen; als Bundespräsi kann man ja nicht einfach so tun, als gäbe es gar kein Grundgesetz. Aber vielleicht übersehe ich auch was, sei es bei dem, was im GG steht, oder bei dem, was er gesagt hat. So genau habe ich es auch nicht mitbekommen.
Jürgen

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Sa 5. Jun 2010, 20:47
von Benutzer 141 gelöscht
Nachdem ich die Sache schon eine ganze Weile in der Presse verfolge, habe ich den Eindruck, dass sowohl die Bevölkerung als sogar auch große Teile der FDP Joachim Gauck präferieren. Der ist meiner Meinung nach wirklich ein Identifkationsobjekt und könnte parteiübergreifend wirken (was ja eigentlich auch Aufgabe eines Bundespräsidenten ist). Soeben entnehme ich aber der Seite Welt-Online, dass z.B die CSU folgendes vorhat, um ja nicht Merkels Mehrheit zu gefährden:
In der CSU will man angesichts der Unwägbarkeiten bei der Wahlversammlung am 30..Juni nun lieber auf Nummer sicher gehen und entgegen der bisherigen Tradition nur aktive Parteipolitiker und Abgeordnete nominieren.

Verdammt noch mal, es könnte ja sonst passieren, dass sich der Volkswille durchsetzt und die Bundesversammlung, die das Volk repräsentativ vertreten soll, wirklich in Gefahr gerät, den Richtigen (den vom Volk für geeignet gehaltenen Kandidaten) zu wählen. Abgeordnete sind schon alleine ihrer Pfründe wegen sicherer auf Kurs zu halten, als irgendwelche unabhängigen Personen des öffentlichen Lebens, die auch an der Bundesversammlung teilnehmen können (sofern sie von - den Parteien - nominiert werden)
Die CDU/CSU sägt fleißig immer mehr an dem Ast, auf dem sie sitzt.
Dass die PDS sich auch gegen Gauck wendet, ist hingegen wieder ein Beweis für die mangelnde Demokratiefähigkeit dieser Ewiggestrigen-"Partei". Den Nestbeschmutzer Gauck wollen sie nicht, der hat ja durch den Aufbau der Stasi-Unterlagenbehörde die DDR als das dargestellt was sie in Wirklichkeit war - ein undemokratischer Staat.
Die einzige Alternative stellt mir für mich eine Direktwahl des Präsidenten durch das Volk dar.
Insgesamt gesehen sind die derzeitigen Geschehnisse ein Armutszeugnis für die Demokratie in unserem Land ...
... meint Barde

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Sa 5. Jun 2010, 21:09
von Klajokas

JuergenF schrieb:
Mir ist nicht recht klar, wie man seine Äußerungen anders verstehen konnte als daß er sich außerhalb der Verfassung bewegt. Natürlich kann man auch das Grundgesetz kritisieren, aber das sollte man dann auch aussprechen; als Bundespräsi kann man ja nicht einfach so tun, als gäbe es gar kein Grundgesetz. Aber vielleicht übersehe ich auch was, sei es bei dem, was im GG steht, oder bei dem, was er gesagt hat. So genau habe ich es auch nicht mitbekommen.

Nach meiner Auffassung hat Horst Köhler den Fehler (?) begangen die Warheit zu nennen. Krieg für wirtschaftliche Interessen. Welch ein Aufschrei ! Gerhard Schröder hatte nur einmal Kreuz bewiesen und zum Irakkrieg Nein gesagt. Die Folge : Die deutsche Wirtschaft hat in die Röhrte geguckt. Beim Afgahnistankrieg nun, da will man endlich mit Verdienen Und das nicht zu knapp. Da müssen schon mal ein paar arme Schweine über die soldatische Klippe springen .
Fürs Vaterland :cry: :-?
Er hat erkannt, dass hier das GG mal wieder mit Füßen getreten wird. Verkappt unter einem Pseudogrund. Nun das sagt man aber als Politiker nicht. Horst Köhler hat das so erkannt, gesagt und dann in seiner Naivität festgestellt welchen Herren er da dient. Respekt, er macht da nicht mit, er lässt sich nicht vor diesen Mordkarren spannen.
Klaus

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Sa 5. Jun 2010, 21:57
von Rex2005
naiv oder eher dumm zu glauben, dass es bei Kriegen jemals um andere als wirtschaftliche Interessen ging oder gehen wird ... Wenn dem Köhler schon mal die Wahrheit über die Lippen gerutscht ist, hätte er so viel Arsch in der Hose haben müssen, dazu zu stehen - aber über seine zu späte Erkenntnis war er selbst wohl am meisten irritiert.


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Sa 5. Jun 2010, 21:58
von Rex2005
naiv oder eher dumm zu glauben, dass es bei Kriegen jemals um andere als wirtschaftliche Interessen ging oder gehen wird ... Wenn dem Köhler schon mal die Wahrheit über die Lippen gerutscht ist, hätte er so viel Arsch in der Hose haben müssen, dazu zu stehen - aber über seine zu späte Erkenntnis war er selbst wohl am meisten irritiert.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Sa 5. Jun 2010, 23:48
von Klajokas
"Kein Arsch in der Hose" ist doch wohl momentan das einzige Kriterium und die einzige Eintellungsvoraussetzung die ein Mensch in dieser Republik erfüllen muß um Karriere in der Politik tzu machen. Siehe die ganzen Westerwelles, Röslers, vdL, Schröders und wie sie sich alle schimpfen.
Klaus

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 10:01
von Benutzer 63 gelöscht
Daß er die Wahrheit gesagt hat, kann ich ihm allerdings nicht hoch anrechnen, weil er sich offenbar über die Tragweite gar nicht im klaren war. Und sobald man es ihm gesteckt hat, sagte er ja dann auch sofort, er habe das gar nicht gemeint, was er gesagt hat, sondern irgendwas anderes *g* Naja, egal, wir haben ihn los, aber es kommt nichts Besseres nach.(Gauck wäre aus meiner Sicht auch nicht besser als Wulff)
Ich finde den Ablauf der Kandidatensuche sehr "gut". Auch hier treten Wahrheiten zutage, die man zwar im Prinzip auch schon vorher wußte, aber vielleicht hatte der eine oder die andere doch noch ein paar kleine Illusionen (einige enttäuschte Kommentare deuten dies an)?!
Die sollten spätestens jetzt auch weg sein.
Jürgen

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 13:16
von Helmut

Barde schrieb:
Dass die PDS sich auch gegen Gauck wendet, ist hingegen wieder ein Beweis für die mangelnde Demokratiefähigkeit dieser Ewiggestrigen-"Partei". Den Nestbeschmutzer Gauck wollen sie nicht, der hat ja durch den Aufbau der Stasi-Unterlagenbehörde die DDR als das dargestellt was sie in Wirklichkeit war - ein undemokratischer Staat.
... meint Barde

Die "Linken" zeigen eben ihr wahres Gesicht und wieder einmal wird deutlich, dass sie effektiv nichts anderes sind, als Mehrheitsbeschaffer für die Konservativen. Die Ewiggestrigen sind eben konservativ, aber das deckt sich mit der Wortbedeutung.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 13:37
von Benutzer 141 gelöscht
Gauck wäre aus meiner Sicht auch nicht besser als Wulff

Was spricht deiner Meinung nach gegen Gauck? Deine Sichtweise seiner Person würde mich interessieren.

Michael Nr. X

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 15:10
von Benutzer 76 gelöscht
Ihr Lieben,

Barde schrieb:
Dass die PDS sich auch gegen Gauck wendet, ist hingegen wieder ein Beweis für die mangelnde Demokratiefähigkeit dieser Ewiggestrigen-"Partei". Den Nestbeschmutzer Gauck wollen sie nicht, der hat ja durch den Aufbau der Stasi-Unterlagenbehörde die DDR als das dargestellt was sie in Wirklichkeit war - ein undemokratischer Staat.

Die Haltung der Links-Partei zur Kandidatur von Gauck hat mich bestürzt. Ich hatte das mit den "Ewiggestrigen" nicht wahrhaben wollen, aber es scheint ja wirklich so zu sein. Mit Blick auf die nächsten Wahlen, welche auch immer, macht mich das alles sehr ratlos...
Gruß,
Marc

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 16:52
von Helmut
Die Haltung der Links-Partei zur Kandidatur von Gauck hat mich bestürzt.
Lieber Marc
Dein Alter verzeiht dir deine Haltung, aber nur das.
Die SED besteht über das Jahr 1990 hinaus kontinuierlich weiter, sie hat sich lediglich zweimal umbenannt. Mitglieder, die als SED-ler die Menschenrechtsverletzungen mit getragen haben sind, wenn sie nicht ausgetreten sind, immer noch Mitglieder der Linken.
Leider ist der Begriff Hohenschönhausen-Lüge zu lang, um in den Sprachgebrauch aufgenommen zu werden.
Nix für ungut, und schönen Rest-Sonntag
Helmut


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 18:14
von UweX

Helmut schrieb:
Die Haltung der Links-Partei zur Kandidatur von Gauck hat mich bestürzt.
Lieber Marc
Dein Alter verzeiht dir deine Haltung, aber nur das.
Die SED besteht über das Jahr 1990 hinaus kontinuierlich weiter, sie hat sich lediglich zweimal umbenannt. Mitglieder, die als SED-ler die Menschenrechtsverletzungen mit getragen haben sind, wenn sie nicht ausgetreten sind, immer noch Mitglieder der Linken.
Leider ist der Begriff Hohenschönhausen-Lüge zu lang, um in den Sprachgebrauch aufgenommen zu werden.
Nix für ungut, und schönen Rest-Sonntag
Helmut



Diese pauschale Verurteilung der Linken geht mir ganz schön auf die Nerven :bäng: (Herr Gott nochmal :aetsch: )
Nach dem dritten Reich wurde die Sippenhaft abgeschafft und ich denke dass ist gut so. Die Linke ist die wohl heterogenste Partei die wir in Deutschland haben mit den unterschiedlichsten Meinungen und Srömungen. Ich bin dort eingetreten, weil ich mein politisches Empfinden da am ehesten wiederfinde. Macht mich das konservativ und ewiggestrig, oder nur dumm?
Die Linke hat knapp 80.000 Mitglieder, von denen 2/3 weder zur PDS (gescheige denn SED) noch zur WASG gehört haben. Sie ist eine sehr junge Partei, die sich oft genug etwas unbeholfen und naiv gebärdet - dem Alter angemessen. Wohin unser Land mit den erfahrenen Politprofis gekommen ist, ist bekannt.
Ich finde jeder der sich politisch aufstellt muss auch mit Kritik umgehen können (Gruß an Herrn Köhler), aber das pauschale Verurteilen einer Partei und ihr reduzieren auf eine Minderheit in ihren Reihen ist weder fair - noch sonderlich clever.
Auch nix für Ungut :prösterchen:


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 18:19
von Benutzer 76 gelöscht

Helmut schrieb:
Dein Alter verzeiht dir deine Haltung, aber nur das.

Dein Alter wiederum, lieber Helmut, verzeiht gar nichts :aetsch:
Liebe Grüße,
Marc

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 18:47
von Gast

UweX schrieb:
Diese pauschale Verurteilung der Linken geht mir ganz schön auf die Nerven...

Lieber Uwe,
du sprichst mir aus der Seele!
Lieben Gruß
*zodiak*



Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 18:53
von Benutzer 63 gelöscht
Hallo Barde,
du fragtest mich wegen Gauck. Das ist immer sehr schwierig für mich, der Mann ist ja längst "aus dem Geschäft". Ich weiß nur noch, daß er mich "damals" immer wieder sehr aufgeregt hat, ich empfand ihn als selbstgerecht und anmaßend, aber so war ja die ganze "DDR-Abwicklung".
Zur Klarstellung, ich war nie ein Fan der DDR. Aber diese Selbstherrlichkeit und Einseitigkeit, als sei die Geschichte nach der "Wende" an ihr Ende gekommen (ich beziehe mich auf den berühmten Ausspruch von Fukuyama), nein wirklich, so nicht!
Auch unser ach so schönes marktwirtschaftliches System hat ein Verfallsdatum. Aber ich glaube, zum Verhältnis "Marktwirtschaft" - "Realsozialismus" (aus meiner Sicht) werde ich bei Gelegenheit noch was sagen.
Jürgen

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 18:54
von Benutzer 141 gelöscht
Die Linke hat knapp 80.000 Mitglieder, von denen 2/3 weder zur PDS (gescheige denn SED) noch zur WASG gehört haben. Sie ist eine sehr junge Partei, die sich oft genug etwas unbeholfen und naiv gebärdet - dem Alter angemessen. Wohin unser Land mit den erfahrenen Politprofis gekommen ist, ist bekannt.

Selbst ein Drittel Nichtdemokraten in dieser Partei sind mir viel zuviel. Die beste Frage zur Entlarvung der wirklichen politischen Überzeugung vieler Angehörigen dieser Partei ist diejenige, ob er die DDR für einen demokratischen oder undemokratischen Staat, bzw. eine Diktatur hielt. Unglaublich was für verbale Verrenkungen diese Leute dann machen, um sich irgendwie meinungsmäßig durchzuwinden und ihre unpopulären Überzeugungen nicht allzu deutlich werden zu lasen,. Dass es Idealisten gibt, die diese Partei als geeignet finden, um dem etablierten Parteiengeplänkel etwas entgegenzusetzen, spricht nicht unbedingt für die Linke, sondern ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass wenig andere Alternativen vorhanden sind. Die politische Arbeit der Linken beschränkt sich doch in aller Regel nur darauf zu fordern und abzulehnen. Dies ist auf die Dauer kein Konzept für politische Arbeit. Ein "Ich-bin-dagegen" oder ein "Nieder-mit-dem-Sozialabbau" ersetzt keine Vision. Dies hat oft nur Bildzeitungsniveau (denke mal an die berühmt-berüchtigen "Ich hab die Schnauze voll"-Aufkleber).
Bei aller Politikerschelte vergesse ich nicht, dass die Alltagsarbeit eben auch nicht so einfach ist. Die Linke musste das auch schon spüren, wenn sie in Länderparlamenten Verantwortung in Koalitionen übernehmen konnte. Die Welt lässt sich nicht einfach mit Schwarz-Weiß-Rezepten regieren.
Aber um es klarzumachen: Natürlich hat jeder das Recht eine andere Meinung zu haben. Ich nehme mir eben gleichfalls das Recht meine Wut über nichtdemokratische Strukturen jeder Art zu formulieren. Dies geschieht bei diesem Thema aus verschiedenen Erlebnissen heraus. Zum Beispiel habe ich persönlich drei Menschen kennengelernt, die in Bautzen saßen und von denen ein Mann eine bleibende schwere psychische Behinderung davongetragen hat, weil er von der Stasi gebrochen wurde. Ein mir sehr nahe stehender Mensch musste als Schöffe in der DDR über eine Republikflüchtige zu Gericht sitzen.
Michael Nr. X

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 19:44
von UweX
Uwe X ruft Michael Nr.X :migoe:
"Ich nehme mir eben gleichfalls das Recht meine Wut über nichtdemokratische Strukturen jeder Art zu formulieren. Dies geschieht bei diesem Thema aus verschiedenen Erlebnissen heraus. Zum Beispiel habe ich persönlich drei Menschen kennengelernt, die in Bautzen saßen und von denen ein Mann eine bleibende schwere psychsische Behinderung davongetragen hat, weil er von der Stasi gebrochen wurde. Ein mir sehr nahe stehender Mensch musste als Schöffe in der DDR über eine Republikflüchtige zu Gericht sitzen."

Diese Wut eint uns und sie ist bei mir wahrscheinlich so groß wie bei dir.
Auch ich kenne Opfer des Stalinismus persönlich und finde es unerträglich sowas schön zu reden. Ich habe meine Schwestern und Brüder nicht vergessen und andere Andersdenkende und welche Gräuel an ihnen verübt wurden. Das die DDR eine Diktatur war und keine Demokratie, wird und wurde von den prägenden Leuten der Linken immer wieder mit großer Deutlichkeit gesagt.
Trotzdem muss man verstehen, dass überzeugte Sozialisten nicht damit leben können, der schwarz-weißen-Sieger-Bewertung (Im Osten war alles falsch - hier alles richtig) zuzustimmen und ich als Wessi tue es auch nicht.
Als Christ stehe ich eh in einer 2000 jährigen Geschichte für die es sich größtenteils zu schämen gilt. Und doch.....war nicht alles falsch....ist eine Rückkehr zu den Wurzeln des Glaubens lohnent.
Ernesto Cardinale sagt: "Das Christentum und der Marxismus haben nicht versagt - sie wurden einfach noch nie umgesetzt!"
Das macht mir Mut an meinen Träumen einer besseren Welt festzuhalten und gleichzeitig aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben.

"Die politische Arbeit der Linken beschränkt sich doch in aller Regel nur darauf zu fordern und abzulehnen. Dies ist auf die Dauer kein Konzept für politische Arbeit. Ein "Ich-bin-dagegen" oder ein "Nieder-mit-dem-Sozialabbau" ersetzt keine Vision. Dies hat oft nur Bildzeitungsniveau (denke mal an die berühmt-berüchtigen "Ich hab die Schnauze voll"-Aufkleber)."

Diese Vorwürfe höre ich immer wieder und es verwundert mich doch sehr. Sie zeugen (entschuldige bitte die Schärfe) von persönlicher Verbitterung, die den Blick für das Sachliche trübt, oder von eigenem Bildzeitungs Intellekt. Die Linke bringt einen konstruktiven Antrag nach dem anderen im Bundestag ein und wer sich damit beschäftigt kann nicht von einer dummen "nur Forderungs und Ablehnungspolitik" sprechen. Man kann ja in der Sache völlig anderer Meinung sein, aber ich finde, dass Leute wie Oskar L. und Gregor G., schon sehr ernst zu nehmende Menschen sind. Ihnen das pauschal abzusprechen ist ein Unding.
"Selbst ein Drittel Nichtdemokraten in dieser Partei sind mir viel zuviel. Die beste Frage zur Entlarvung der wirklichen politischen Überzeugung vieler Angehörigen dieser Partei ist diejenige, ob er die DDR für einen demokratischen oder undemokratischen Staat, bzw. eine Diktatur hielt."

Da haste nichr richtig zugehört ;-) . Ich sagte 1/3 war weder in der PDS noch in der WASG. Leider habe ich die Zahlen nicht wie groß die beiden Parteien waren. Egal lass es 1/4 der jetzigen Mitglieder sein die PDS waren. Dann müsste man noch die abziehen, die nie zur SED gehört haben (DDR ist ne Weile her). Wieviel wären es dann? Keine Ahnung, sagen wir 1/5. Davon sind die runterzurechnen, die sich Eindeutig von SED und Diktatur distanziert haben und den guten Vorschlag von Berthold Brecht aufgegriffen haben ("Wer A sagt muss gar nicht B sagen. Er kann auch einsehen dass A falsch war). Am Ende bleiben Einzelne Unbelehrbare auf die alles ruduziert wird.
Michael, ich finde sehr viel Zustimmenswertes in Deinen Gedanken (auch anderer hier) zu dem Thema, ertrage aber kaum die Pauschalität mit der argumentiert wird. Wenn Menschen sich nicht ändern dürfen und ihr Weg der Einsicht nur verhöhnt und verspottet wird, sind wir wieder auf dem Weg der Menschenverachtung angelangt. Menschenverachtung scheint wie Rom zu sein....dahin führen viele Wege ;-)


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 20:50
von Rex2005
Selbst ein Drittel Nichtdemokraten in dieser Partei sind mir viel zuviel.

Wer zählt die Nichtdemokraten in den anderen Parteien oder kommt jeder der einen Bogen um die Linke macht schon als Demokrat zur Welt???
Wer sein Demokratieverständnis allein nach Zugehörigkeit zu einer Partei ausrichtet, dürfte genau so zu den ewig Gestrigen zählen. Denn eine Demokratie hat keine Bibel mit der man seit tausenden von Jahren die Menschheit verblödet. Demokratie ist für mich in erster Linie Entwicklung von Ideen und Lebensmodellen, da bremsen CDU und Konsorten doch an allen Fronten, hauptsache die Schlösser vom alten Fritz werden wieder aufgebaut. Ein bisschen Krieg in Afghanistan, klar da hat auch der liebe Gott nichts dagegen, Streichung von Sozialleistungen bei gleichzeitiger Erhöhung von Sozialbeiträgen ... jo, das ist super demokratisch. Da lassen wir doch alles so wie´s ist - und vor allem die Kirche im Dorf :-D



Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 21:59
von Helmut
Hallo Uwe
Diese pauschale Verurteilung der Linken geht mir ganz schön auf die Nerven
Es geht hier nicht um pauschale Verurteilung sondern darum, dass Leute, die menschenverachtende Politik betrieben haben, immer noch an der Spitze dieser Partei stehen und die Aufarbeitung dieser Menschenrechtsverletzungen ungern sehen. Diese Leute haben sich für eine weitere politische Arbeit ein für alle Mal disqualifiziert. Und eine Partei, die diesen Leuten weiterhin ein Betätigungsfeld bietet, disqualifiziert sich pauschal.
Jeder weiß, dass ich kein Freund der CSU bin, ich sehe aber immer noch einen Qualitätsunterschied, ob jemand Dreck am Stecken hat, oder ob an seinen Händen Blut klebt. So eine Partei darf nicht mit den gleichen Leuten, mit den Finanzen, mit den Sachwerten, mit den alten Stukturen einfach weiter machen und plötzlich den Gutmensch spielen wollen. Der Wunsch, sich für eine alternative linke Partei zu engagieren, darf meiner Meinung nach das Blut an den Händen, sei es noch so weniger Mitglieder, nicht übersehen.
Es geht darum, dass mir speiübel würde, wenn ich mich auf einem Parteitag mit diesen Leuten an einen Tisch setzen müsste.
Nach dem dritten Reich wurde die Sippenhaft abgeschafft und ich denke dass ist gut so.
Wenn ich mir diesen Gedankengang zueigen machen würde, dürfte ich mich nicht gegen die Rechten pauschal engagieren.
Nix für ungut
Helmut



Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 23:24
von Benutzer 141 gelöscht
Wer sein Demokratieverständnis allein nach Zugehörigkeit zu einer Partei ausrichtet, dürfte genau so zu den ewig Gestrigen zählen

Nun, meiner Meinung nach muss man sich mal irgendwann entscheiden, eine Position beziehen und einen Grenzstrich ziehen, über den man nicht mehr geht. Und dies habe ich eben bei dieser Partei getan, weil viele ihrer Vertreter die Aufarbeitung der Diktatur nicht vollziehen wollen. Ins Detail möchte ich hier nicht mehr gehen, um Wiederholungen zu vermeiden. Auch Helmut hat dies ja schon sehr passend ausgedrückt.
Eine Zeitlang war mir z.B die Piratenpartei sympathisch, weil über das Internet viele neue Möglichkeiten der Politgestaltung gegeben sind und die damit verbundenen Details und Fragestellungen von den alten Parteien gar nicht richtig erfasst werden. Aber als die Piraten dann begannen Tauss zu unterstützen, war es bei mir auch aus. Es gibt eben, wie schon erwähnt, Grenzen.
Es kann sein, dass sich einzelne Mitglieder des Forums vielleicht persönlich angegriffen fühlen, weil ich die Partei ablehne, die sie wählen, oder deren Mitglied sie sind. Dies war und ist aber nicht meine Absicht. Eine persönliche Distanzierung würde ich bei engagierten Neonazis oder ähnlichen Typen vollziehen.
Diese Vorwürfe höre ich immer wieder und es verwundert mich doch sehr.

Ob da wohl etwas dran ist, wenn das Argument immer wieder kommt? Kann ja wohl kein Zufall sein.
Man kann ja in der Sache völlig anderer Meinung sein, aber ich finde, dass Leute wie Oskar L. und Gregor G., schon sehr ernst zu nehmende Menschen sind. Ihnen das pauschal abzusprechen ist ein Unding.

Gregor Gysi und Oskar Lafontaine sind natürlich ernstzunehmende Menschen, aber genau die zwei sind für mich ein Musterbeispiel für meine Argumente. Oskar hat sich seinen Ruf selbst ruiniert, weil er nach ein paar Wochen sein Ministeramt hingeschmissen hat und der Verantwortung systematisch ausgewichen ist. Ihn als Gegenbeispiel aufzubauen passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Und Gysi ist ein eloquenter, sehr intelligenter Mensch, der hinter seinem Wortwitz nicht viel Substantielles zu bieten hat. Ob es die "IM Notar"-Affäre oder die Sache mit den Bonusmeilen war; er hat sich gleichfalls sehr gut ins politische System eingefunden. Die Linke muss in Berlin, das immer kurz vor der Pleite steht, auch die "unmoralischen Sozialkürzungen" mittragen. Da hat er als Wirtschaftssenator auch lieber das Handtuch geschmissen, weil der Nimbus bald ruiniert ist, wenn einem das Alltagsgeschäft einholt.
Wenn Menschen sich nicht ändern dürfen und ihr Weg der Einsicht nur verhöhnt und verspottet wird, sind wir wieder auf dem Weg der Menschenverachtung angelangt.

Aber genau dies ist ja der Punkt, den ich an der Partei kritisiere: die SED-Romantiker, Ostalgiker und der kommunistische Block wollen doch gar keine Einsicht haben, geschweige denn sich ändern.
Warum diese Kritik deiner Meinung nach menschenverachtend ist oder zur Menschenverachtung hinführen soll, ist mir wirklich unklar. Für menschenverachtend halte ich es, wenn jemand die Grenze und den Schießbefehl dort für notwendig erachtet hatte und heute dazu noch steht und dies immer noch verteidigt.
Um zum eigentlichen Startpunkt dieser Diskussion zu kommen: Gauck hat zwei Diktaturen in seinem mittlerweile 70-jährigen Leben erlebt und hat sich intensiv mit der Aufarbeitung der Folgen beschäftigt. Dies bedeutet, dass er der Demokratie dienlich war. Außerdem ist er kein karrieresüchtiger Berufspolitiker gewesen. Warum sollte man einen solchen Mann ablehnen? Dies kann man doch nur machen, wenn man Dreck am Stecken hat.

... meint Michael Nr. X


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 6. Jun 2010, 23:41
von Skywise

Helmut schrieb:
Hallo Uwe
Diese pauschale Verurteilung der Linken geht mir ganz schön auf die Nerven
Es geht hier nicht um pauschale Verurteilung sondern darum, dass Leute, die menschenverachtende Politik betrieben haben, immer noch an der Spitze dieser Partei stehen und die Aufarbeitung dieser Menschenrechtsverletzungen ungern sehen. Diese Leute haben sich für eine weitere politische Arbeit ein für alle Mal disqualifiziert. Und eine Partei, die diesen Leuten weiterhin ein Betätigungsfeld bietet, disqualifiziert sich pauschal.
Damit hätte sich automatisch so ziemlich jede etablierte politische Gruppierung Deutschlands per se disqualifiziert, denn vielleicht mal abgesehen von den Grünen und ein bißchen was von dem jüngeren, weiter unten auf dem Wahlzettel stehenden Kleingeld dürfte jede Partei ein paar Ex-Mitglieder der NSDAP zu bieten haben. Und ich rede nicht nur von olle Filbinger, sondern auch von Karl Carstens oder Hans-Dietrich Genscher ... für die CSU vielleicht die Herren Becher und Goppel.
Jeder weiß, dass ich kein Freund der CSU bin, ich sehe aber immer noch einen Qualitätsunterschied, ob jemand Dreck am Stecken hat, oder ob an seinen Händen Blut klebt. So eine Partei darf nicht mit den gleichen Leuten, mit den Finanzen, mit den Sachwerten, mit den alten Stukturen einfach weiter machen und plötzlich den Gutmensch spielen wollen.
Warum nicht? Im Fantasy-Sektor heißt es "Das Rad der Zeit hat sich weitergedreht". Das Deutschland des Jahres 1965 unterschied sich elementar von dem des Jahres 1945, auch in der Parteienlandschaft. Warum soll sich also zwischen 1990 und 2010 nicht auch das eine oder andere getan haben? Wenn ich nur mal einen Blick auf die aktuelle Führungsriege der Linke werfe, sehe ich mit Frau Wagenknecht genau eine Person, die noch vor dem Mauerfall Mitglied der PDS/WASG/Linken wurde. Ein halbes Jahr vorher. Keine Ahnung, wieviel Blut in dieser Zeit durch ihre Hände troff, aber so viel dürfte es meiner Einschätzung nach nicht gewesen sein.
Nein, ich habe die Linken nicht gewählt, würde es auch in absehbarer Zeit nicht tun, aber das hat vor allem den Grund, daß ich viele ihrer Wahlversprechen für nicht umsetzbar halte - oder zumindest nicht ohne deutliche Einschränkungen in anderen, meist weniger populären Bereichen.
Es geht darum, dass mir speiübel würde, wenn ich mich auf einem Parteitag mit diesen Leuten an einen Tisch setzen müsste.
Keine Ahnung, wie häufig das bei Dir vorkommt.
Ich hab' ja auch genug mit Politikern zu tun, wobei die Geschichte mit dem "speiübel" eher von der einzelnen Person abhängig ist als von ihrer politischen Gesinnung, heißt: ich komme mit den Linken in unserem Rathaus ebenso zurecht wie mit den Republikanern ;-)
Nach dem dritten Reich wurde die Sippenhaft abgeschafft und ich denke dass ist gut so.
Wenn ich mir diesen Gedankengang zueigen machen würde, dürfte ich mich nicht gegen die Rechten pauschal engagieren.
Och, gegen ein Vorgehen gegen Rechtsaußen ist grundsätzlich nichts zu sagen, ebensowenig wie gegen ein Vorgehen gegen Linksaußen. Nun ist es aber so, daß ich die Glatzebuben, die unter schwarz-weiß-roten Flaggen so medientauglich "Deutschland den Deutschen!" brüllen, vielleicht für die gewaltbereitesten, aber noch nicht mal für die gefährlichsten Rechten halte ...
Gruß
Skywise

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 00:06
von Skywise

Barde schrieb:
Oskar hat sich seinen Ruf selbst ruiniert, weil er nach ein paar Wochen sein Ministeramt hingeschmissen hat und der Verantwortung systematisch ausgewichen ist.
Ja-hein. Ich habe Oskar an anderer Stelle schon einmal in diesem Punkt verteidigt, und ich muß es leider wieder tun, auch wenn mir der Mensch gegen den Strich geht. Er hat sein Ministeramt hingeschmissen, das ist richtig. Problem ist nur, daß vorher ein gewisser Herr Schröder das Heft in die Hand genommen hatte - einen Tag zuvor hat Gerhard Schröder mit Rücktritt gedroht und dabei unter anderem einen giftigen Seitenhieb abgegeben (Stichwort "eine wirtschaftsfeindliche Politik ist mit mir nicht zu machen"), der sowohl Trittin, Bergmann, aber eben auch Lafontaine gegolten haben kann. Letzterer sah wahrscheinlich daraufhin keine Zukunft mehr für die von ihm konzipierte Finanz- und Steuerpolitik, die vor allem die Unternehmen gefordert hätte. In der Folge hat er sich auch ziemlich offen und entschlossen gegen Schröder gewandt, was er in seiner Funktion als Minister wahrscheinlich nicht gemacht hätte.
Man sollte ihm zugute halten, daß er 1998 und 1999 enorm viele der SPD-Wahlversprechen noch einmal angepackt und tatsächlich umgesetzt hat (z. B. Schlechtwettergeld, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Erneuerung des Bündnisses für Arbeit, Überarbeitung des Kündigungsschutzes, ...). Ich könnte es auch genauer sagen: von der aktuellen Regierung habe ich diesbezüglich trotz ähnlich langer Amtszeit deutlich weniger Ergebnisse in diesem Sektor wahrgenommen (Hallo Herr Schäuble?).
Um zum eigentlichen Startpunkt dieser Diskussion zu kommen: Gauck hat zwei Diktaturen in seinem mittlerweile 70-jährigen Leben erlebt und hat sich intensiv mit der Aufarbeitung der Folgen beschäftigt. Dies bedeutet, dass er der Demokratie dienlich war. Außerdem ist er kein karrieresüchtiger Berufspolitiker gewesen. Warum sollte man einen solchen Mann ablehnen? Dies kann man doch nur machen, wenn man Dreck am Stecken hat.
Nö, das kann man auch machen, wenn man ständig von einer Seite Dreck am Stecken unterstellt bekommt. Gauck dürfte bei den Linken nicht gerade den besten Ruf besitzen. Nicht, weil er für Aufklärung sorgen wollte, sondern weil er wahrscheinlich noch immer das eine oder andere Gesicht auf seiner Abschußliste hat. Vielleicht zurecht, vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls sollte man nicht davon ausgehen, daß die Hasenfamilie den Jäger für das Bundesverdienstkreuz vorschlägt, weil er die seiner Meinung nach ungeliebten Kinder über den Haufen geknallt hat, knallen wollte oder noch knallen will ;-)
Gruß
Skywise

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 00:36
von Helmut
Hallo Sky
Damit hätte sich automatisch so ziemlich jede etablierte politische Gruppierung Deutschlands per se disqualifiziert, denn vielleicht mal abgesehen von den Grünen und ein bißchen was von dem jüngeren, weiter unten auf dem Wahlzettel stehenden Kleingeld dürfte jede Partei ein paar Ex-Mitglieder der NSDAP zu bieten haben. Und ich rede nicht nur von olle Filbinger, sondern auch von Karl Carstens oder Hans-Dietrich Genscher ... für die CSU vielleicht die Herren Becher und Goppel.
Das Wäre ein Gegenargument, wenn die CDU, CSU oder FDP eine Nachfolgepartei der NSDAP wäre, die sich nur entsprechend umbenannt hätte. Oder haben diese Parteien den Schank mit den Mitgliederdateien von der NSDAP übernommen?
Warum nicht? Im Fantasy-Sektor heißt es "Das Rad der Zeit hat sich weitergedreht"
Machen wir hier ein Rollenspiel oder was? Nein ernsthaft: Clemens hat mal sinngemäß geschrieben, dass ein Kinderschänder nie wieder mit Kinder arbeiten darf. Genauso wenig darf einer, der die Unrechtspolitik der DDR unterstützt hat, nie mehr Politik machen. Mehr ist dazu gar nicht zu schreiben.
Keine Ahnung, wie häufig das bei Dir vorkommt.
Ist dir der Konjunktiv in meinem Satz aufgefallen?
Ich hab' ja auch genug mit Politikern zu tun, wobei die Geschichte mit dem "speiübel" eher von der einzelnen Person abhängig ist als von ihrer politischen Gesinnung, heißt: ich komme mit den Linken in unserem Rathaus ebenso zurecht wie mit den Republikanern
Ich hab auch nicht vom Rathaus geschrieben, sondern von einer Parteiveranstaltung, bei der man die betreffenden Leute mit seiner Arbeit unterstützt.
Wenn ich nur mal einen Blick auf die aktuelle Führungsriege der Linke werfe, sehe ich mit Frau Wagenknecht genau eine Person, die noch vor dem Mauerfall Mitglied der PDS/WASG/Linken wurde. Ein halbes Jahr vorher. Keine Ahnung, wieviel Blut in dieser Zeit durch ihre Hände troff, aber so viel dürfte es meiner Einschätzung nach nicht gewesen sein.

Sie ist in eine Partei eingetreten, von der jeder , der sich dafür interessiert hat, sehen konnte, dass sie sich blutig gemacht hat. Hältst du einem für unschuldig, der 1944 in die NSDAP eingetreten ist?
Gruß
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 02:42
von Skywise

Helmut schrieb:
Das Wäre ein Gegenargument, wenn die CDU, CSU oder FDP eine Nachfolgepartei der NSDAP wäre, die sich nur entsprechend umbenannt hätte. Oder haben diese Parteien den Schank mit den Mitgliederdateien von der NSDAP übernommen?
Nein, andererseits - macht es wirklich einen so großen Unterschied, in welchem Schrank die Mitgliedskarte zu finden ist?
Warum nicht? Im Fantasy-Sektor heißt es "Das Rad der Zeit hat sich weitergedreht"
Machen wir hier ein Rollenspiel oder was? Nein ernsthaft: Clemens hat mal sinngemäß geschrieben, dass ein Kinderschänder nie wieder mit Kinder arbeiten darf. Genauso wenig darf einer, der die Unrechtspolitik der DDR unterstützt hat, nie mehr Politik machen. Mehr ist dazu gar nicht zu schreiben.
Da sehe ich aber irgendwie Äpfel und Birnen. Ich vermute, daß die SED mehr Mitläufer hatte als so mancher Kinderschänder ...
Ich würde Verbrechen, die durch ein Individuum begangen wurden, nicht unbedingt auf eine Stufe stellen mit Verbrechen, die durch eine Institution begangen wurden.
Wenn ich nur mal einen Blick auf die aktuelle Führungsriege der Linke werfe, sehe ich mit Frau Wagenknecht genau eine Person, die noch vor dem Mauerfall Mitglied der PDS/WASG/Linken wurde. Ein halbes Jahr vorher. Keine Ahnung, wieviel Blut in dieser Zeit durch ihre Hände troff, aber so viel dürfte es meiner Einschätzung nach nicht gewesen sein.
Sie ist in eine Partei eingetreten, von der jeder , der sich dafür interessiert hat, sehen konnte, dass sie sich blutig gemacht hat. Hältst du einem für unschuldig, der 1944 in die NSDAP eingetreten ist?
Nun ja ... hm.
Sagen wir's mal so: 1944 stand die NSDAP-Mitgliedschaft ausschließlich einem bestimmten Personenkreis offen, nämlich den 17jährigen, die die HJ und/oder BDM durchlaufen hatten und Dienst in der Wehrmacht, in der Waffen-SS und im Reichsarbeitsdienst taten. Kann man diese Jugendlichen als "schuldig" brandmarken, die im Grunde genommen nichts Anderes kannten als die Partei-Propaganda?
Es gibt ein paar Leute, wie etwa Siegfried Lenz oder Dieter Hildebrandt, die darüber hinaus behaupten, nie freiwillig in die NSDAP eingetreten zu sein, sondern im Rahmen von Sammelaktionen in der Mitgliedskartei der NSDAP gelandet zu sein. Diese Version halte ich zumindest nicht für abwegig.
Gruß
Skywise

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 14:09
von Michael
Hallo,
sagt mal, meint ihr, Herr Gauck würde sich überhaupt von der Linken wählen lassen oder würde er sich das nicht verbitten?
Michael

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 14:55
von Skywise

Michael schrieb:
sagt mal, meint ihr, Herr Gauck würde sich überhaupt von der Linken wählen lassen oder würde er sich das nicht verbitten?
Och, warum eigentlich nicht? Die eine oder andere Stimme aus diesem Lager könnte schon in Richtung Gauck gehen ... :-D
Insgeheim vermute ich aber, daß es ihm viel lieber ist, daß die Linken selbst eine/n Kandidaten/in aufstellen wollen. Wenn das nämlich eine Figur wäre, die zumindest ein paar wenige Stimmen von CDU bzw. CSU auf sich vereinigen könnte, dann muß ich ganz ehrlich Gauck realistische Chancen einräumen, zumal ich vorhin darauf aufmerksam gemacht wurde, daß unsere Lieblingskanzlerin dereinst sogar einige lobende Worte für Gauck und seine Arbeit übrig hatte. Insofern gefällt mir der Vorschlag immer besser ... :-D
Gruß
Skywise

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 15:22
von Benutzer 141 gelöscht
Nun denn, schreiten wir zur Probeabstimmung und spielen Bundesversammlung ;-) .
Wer für Gauck oder Wulff ist, möge hier seine öffentliche Meinung kundtun.
Darf ich allerdings, mit meinen mir angeborenen hellseherischen Fähigkeiten, schon mal das Ergebnis voraussagen? :-D
Michael X
P.S
Und interessant wäre es für mich von den Leuten, die sich hier als "Linke"-Anhänger geoutet haben, zu erfahren welchen Kandidaten/welche Kandidatin sie für geeignet halten würden.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 15:23
von Gesch
Hallo zusammen,
also meine Vorstellungskraft übersteigt es ein wenig, lieber Sky, dass die Linke einen Kandidaten oder eine Kandidatin finden könnte, die/der in der Lage wäre sowohl die alten und neuen ostalgischen Sozialistenherzen zu versöhnen, die sich den Stasi-Staat nicht von den "Siegern" im Westen madig machen lassen wollen (und am liebsten auch nur die Systemfrage Kapitalismus contra jawasauchimmer aufwerfen wollen), und der/die gleichzeitig auch noch in der Lage wäre, trotz dieser Versöhnungsgeste gegenüber den Ausblendern oder Realivierern der SED-Stasi-Widerwärtigkeiten konservative Stimmen auf sich zu sammeln.
Ich denke mal, so eine Figur gibt's nicht. Eher werden solche konservativen oder auch liberalen Stimmen zu Gauck wandern, als von Wulff zu einem linken XY.
herzlich
Gerd

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 17:43
von Michael
Hallo,
Ich glaube auch, dass Gauck eine linke Gegenkandidatin gar nicht unrecht käme. Aber nicht, weil die in der Lage wäre, Wulff Stimmern abzuziehen, sondern, weil ihm die Peinlichkeit erspart bleibt, von ein paar verwirrten Linken gewählt zu werden - und ein Antikommunist wie er will da sicher keine Diskussion aufkommen lassen. Trotzdem bin ich schon echt gespannt, wen die linken Herrschaften uns morgen präsentieren werden - für einen Lacher waren die ja immer gut.
Meine Präferenz hab ich schon genannt: Ich bin für die Abschaffung des Amtes. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würd ich nicht Gauck wählen.
Michael

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 17:44
von Helmut
Hallo Sky
Ich würde Verbrechen, die durch ein Individuum begangen wurden, nicht unbedingt auf eine Stufe stellen mit Verbrechen, die durch eine Institution begangen wurden.
Gut, dann betrachten wir die Verbrechen nicht von Individuen begangen, sondern von der Institution SED. Dann machen wir aber das, was etliche hier so nervt, wir pauschalisieren.
Ich bin auch der Meinung, dass die SED nach der Wende wegen den Menschenrechtsverletzungen verboten und aufglöst gehört hätte. Dann hätte eine neue linke Partei unbelastet neu anfangen können. Aber dann hätte man mit leeren Kassen, mit leeren Mitgliederschränken und einer fehlenden Parteistruktur beginnen müssen.
Es gibt ein paar Leute, wie etwa Siegfried Lenz oder Dieter Hildebrandt, die darüber hinaus behaupten, nie freiwillig in die NSDAP eingetreten zu sein, sondern im Rahmen von Sammelaktionen in der Mitgliedskartei der NSDAP gelandet zu sein.
Diese Leute wurden in die Partei eingetreten, Sara Wagenknecht ist eingetreten. Das ist der Unterschied.
Jedenfalls sollte man nicht davon ausgehen, daß die Hasenfamilie den Jäger für das Bundesverdienstkreuz vorschlägt,
Was wiederum Michaels Ausgangsbehauptung unterstreicht: Bei den "Hasen" gibt es noch viele, die mit gutem Grund den "Jäger" nicht so gerne haben.
Gruß
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 18:46
von Skywise

Helmut schrieb:
Gut, dann betrachten wir die Verbrechen nicht von Individuen begangen, sondern von der Institution SED. Dann machen wir aber das, was etliche hier so nervt, wir pauschalisieren.
Wieso? Zwischen "Die katholische Kirche hat während der Kreuzzüge viele Verbrechen begangen" und "Die Mitglieder der katholischen Kirche haben während der Kreuzzüge viele Verbrechen begangen" besteht meiner Ansicht nach ein himmelweiter Unterschied.
Man kann der SED meinetwegen einiges vorwerfen, aber nicht unbedingt sämtlichen Mitgliedern der rechtlichen Nachfolgepartei.
Ich bin auch der Meinung, dass die SED nach der Wende wegen den Menschenrechtsverletzungen verboten und aufglöst gehört hätte. Dann hätte eine neue linke Partei unbelastet neu anfangen können. Aber dann hätte man mit leeren Kassen, mit leeren Mitgliederschränken und einer fehlenden Parteistruktur beginnen müssen.
Nun ja, das hätte dennoch so ein "Geschmäckle" gehabt. Irgendwie so ein feines "Freibrief"- oder "Kavaliersdelikt"-Aroma. Wenn man mit dem Holzhammer draufschlägt, hat man natürlich momentan so ein Gefühl der Genugtuung, aber - was geschieht mit eventuellen Opfern des Systems ... an wen sollen sie sich wenden? An die einzelnen Politiker - die wären im Zweifelsfall nicht für deren Unglück verantwortlich. Was geschieht mit dem versteckten Vermögen der Partei? Könnte sich das nicht ein Wissender klammheimlich und privat unter den Nagel reißen?
Die PDS hat sich selbst als rechtliche Nachfolgepartei bezeichnet und mußte sich somit mit der eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Sie ist die Ansprechpartnerin für die Opfer und diejenige, die zur Aufklärung der Verbrechen der Vorgängerin beitragen sollte. Daß sie das nicht aus vollen Kräften getan hat, mag sein. Aber sie hat sich zumindest nicht so billig ihrer Verantwortung entzogen, indem sie sich selbst aufgelöst und einen Haufen Scherben hinterlassen hat.
Es gibt ein paar Leute, wie etwa Siegfried Lenz oder Dieter Hildebrandt, die darüber hinaus behaupten, nie freiwillig in die NSDAP eingetreten zu sein, sondern im Rahmen von Sammelaktionen in der Mitgliedskartei der NSDAP gelandet zu sein.
Diese Leute wurden in die Partei eingetreten, Sara Wagenknecht ist eingetreten. Das ist der Unterschied.
Fehlt da nicht die erste Hälfte meiner Antwort?
Gruß
Skywise

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 19:47
von Helmut
Hallo Sky
Man kann der SED meinetwegen einiges vorwerfen, aber nicht unbedingt sämtlichen Mitgliedern der rechtlichen Nachfolgepartei.

Einverstanden. Man kann ihnen aber die Frage stellen, ob sie sich wohlfühlen, wenn sie mit diesen Leuten Schulter an Schulter kämpfen.
Ich für meinen Teil fühle mich nicht wohl, wenn ich gegen die braunen Faschisten demonstriere und dabei von Linken, die eigentlich vor der eigenen Türe kehren sollten, unterstützt werde.
Deine Argumente gegen das Verbot der SED/PDS haben etwas für sich. Ich frag mich bloß, wofür dann die Entnazifizierung nötig war. Warum hat sich die NSDAP nicht enfach zur NDP umbenennen und sich gegen die Aufarbeitung der Geschichte wehren können? (Gut, die Menschenrechtsverletzungen der Nazis hatten eine andere Qualität, aber die Taten des SED-Staates waren schlimm genung.)
Fehlt da nicht die erste Hälfte meiner Antwort?
Ändert das etwas am Sinn meiner Aussage, dass Sara Wagenknecht im Gegensatz zu Lenz und Hildebrand freiwillig in eine Unrechtspartei eingetreten ist?
Gruß
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 20:19
von Benutzer 141 gelöscht
Es wird richtig spannend:
Polit-Profis sollen Super-Gauck verhindern


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 20:26
von Skywise

Helmut schrieb:
Man kann der SED meinetwegen einiges vorwerfen, aber nicht unbedingt sämtlichen Mitgliedern der rechtlichen Nachfolgepartei.

Einverstanden. Man kann ihnen aber die Frage stellen, ob sie sich wohlfühlen, wenn sie mit diesen Leuten Schulter an Schulter kämpfen.
Ich für meinen Teil fühle mich nicht wohl, wenn ich gegen die braunen Faschisten demonstriere und dabei von Linken, die eigentlich vor der eigenen Türe kehren sollten, unterstützt werde.
Da kann man sich drauf verständigen.
Ich frag mich bloß, wofür dann die Entnazifizierung nötig war. Warum hat sich die NSDAP nicht enfach zur NDP umbenennen und sich gegen die Aufarbeitung der Geschichte wehren können? (Gut, die Menschenrechtsverletzungen der Nazis hatten eine andere Qualität, aber die Taten des SED-Staates waren schlimm genung.)
Stimmt.
Die "Entnazifizierung" ist allerdings auch so ein Thema für sich.
Gruß
Skywise

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 21:48
von UweX
Ich könnte es nicht besser auf den Punkt bringen :-D :
http://www.youtube.com/watch?v=TGKrOH-9syo

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 22:52
von Benutzer 141 gelöscht
Ich könnte es nicht besser auf den Punkt bringen :-D :
Lasst sie selber sprechen

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 23:09
von Helmut
Lieber Uwe
Kennst du die Situation: Supermarkt, ein Kind will das, das und das, der Vater erklärt ihm, dass er das nicht haben kann, und er zählt ihm die Grunde auf: zu teuer, zu ungesund, man kann nicht immer alles haben, man muss auch lernen sich mit dem zu beschränken, dass man nicht immer alles bekommen kann (ich habe Schüler, die haben das nie gelernt, die sind ein Fall für die Psychiatrie). Und bei jedem neuen Grund schreit das Kind auf, wirft sich auf den Boden und kreischt.
Warum, lieber Uwe, muss ich dann immer an das Wahlprogramm der Linken denken?
Um eine Passage von Pispers weiterzuführen: 80% wollen weniger Steuern, 80% wollen höhere Sozialleistungen, 80% wollen, wollen wollen. Wieviel Prozent denken an die Finanzier- oder Umsetzbarbarkeit?
Pispers ist ohne Zweifel ein guter Kabarettist, zu unser aller Glück geht er nicht in die Politik. Vielleicht solltest du dich auch auf das beschränken, was du wirklich gut kannst. Ich verspech dir dafür, dass ich dir auch deine nächste CD abkaufe.
Liebe Grüße
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 23:21
von Rex2005
Helmut schrieb:
Um eine Passage von Pispers weiterzuführen: 80% wollen weniger Steuern, 80% wollen höhere Sozialleistungen, 80% wollen, wollen wollen. Wieviel Prozent denken an die Finanzier- oder Umsetzbarbarkeit?


20 %! - die den restlichen 80% klarmachen, dass diese auch für die 20% Nachdenker den Gürtel enger schnallen müssen. s. vorläufig letzter Akt im Trauerspiel.


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 23:23
von Rex2005
Helmut schrieb:
Um eine Passage von Pispers weiterzuführen: 80% wollen weniger Steuern, 80% wollen höhere Sozialleistungen, 80% wollen, wollen wollen. Wieviel Prozent denken an die Finanzier- oder Umsetzbarbarkeit?


20 %! - die den restlichen 80% klarmachen, dass diese auch für die 20% Nachdenker den Gürtel enger schnallen müssen. s. vorläufig letzter Akt im Trauerspiel.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 00:14
von Carsten K
Hhm,
bin ich mal ein Wochenende beim Liedermaching in Kevelaer, also weg, und hier enstehen erstaunliche Diskussionen...
Ging es nicht um die Wahl des/der Bundespräsident/in? Ursula von der Leyen (hier noch in der Überschrift) ist längst aus dem Rennen, Christian Wulff von CDU/CSU und FDP nominiert, Joachim Gauck von SPD, Grünen und Springer-Presse, und die LINKE wird morgen ihre Kandidatin präsentieren... Das ist mein jetziger Stand...
Ich habe vor dem Mauerfall kommunal mal DKP gewählt, nach dem Mauerfall bei Bundestagswahlen fast immer PDS, nach der Gründung der LINKEN auch die, sogar bei Landtagswahlen... In der Bundesversammlung war ich nie, habe also keinen Bundespräsidenten (mit-)gewählt und werde es auch beim nächsten Mal nicht. Wenn ich prominent genug wäre, um von der LINKEN als Wahlmann aufgestellt zu werden, würde ich mich für Joachim Gauck entscheiden - beim letzten Mal hätte ich mich für Gesine Schwan entschieden...
In welches Klischee passe ich jetzt? Dass ich kein CDU/CSU- oder FDP-Anhänger bin, dürfte klar sein... SPD und Grüne sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass bis heute in Afghanistan (wie nicht erst seit fast 9 Jahren, aber seitdem unter Beteiligung der Bundeswehr) ein Kolonialkrieg geführt wird, dass die Gesellschaft durch die "Agenda 2010" (die damals noch "Zukunft" war) in der Gegenwart verheerend auseinander gedriftet ist. Nicht nur Griechenland oder Spanien sind pleite, wir alle, und es ist in Afghanistan längst keine Frage mehr, wann Blut fliesst, und im von CDU/CSU-FDP-SPD-Grünen regierten Europa wird das das über kurz oder lang auch keine Frage sein...
Ein Bundespräsident kann durch "seine Macht des Wortes" vielleicht das Schlimmste verhindern (das ist zugegeben optimistisch), Joachim Gauck würde ich das vielleicht zutrauen, Christian Wulff sicher nicht.
Also kurzum, ich als Linkspartei-Wähler würde Gauck favorisieren, war nie in der SED in hab auch nie in meinem Leben eine Bildzeitung gekauft...

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 00:52
von Gast

UweX schrieb:
Ich könnte es nicht besser auf den Punkt bringen :-D :
http://www.youtube.com/watch?v=TGKrOH-9syo

Danke Uwe – das ist sowas von genial auf den Punkt gebracht :-D
Lieben Gruß von *zodiak*,
der es mit Konstantin Wecker hält, welcher anlässlich seines Auftritts
auf dem Gründungsparteitag der Linken sagte: „Ich war in meinem Leben nie Mitglied einer Partei. Ich habe auch nicht vor, das zu ändern. Denn ich bin der Meinung, dass die Politik poetischer werden muss und nicht umgekehrt. Trotzdem bin ich gerne heute hier, weil ich der festen Überzeugung bin, dass diese neue LINKE eine geradezu unerlässliche demokratische Notwendigkeit ist.“

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 16:36
von Michael
Hallo,
apropos Konstantin Wecker, der wird vielleicht in der Bundesversammlung sitzen - für die sächsische Linke. Er gehört zu den zwölf Kandidaten von denen acht gewählt werden. Dann dürfte er Luc Jochimsen wählen, die alles andere als ein großer Wurf ist, aber immerhin war zu ihrer Zeit der Hessische Rundfunk noch nicht so herunter gekommen wie heute.
Gruß
Michael (der immer noch Wulff wählen würde - zumindest im entscheidenden Wahlgang)

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 16:53
von Helmut
@ Rex
20 %! - die den restlichen 80% klarmachen, dass diese auch für die 20% Nachdenker den Gürtel enger schnallen müssen. s. vorläufig letzter Akt im Trauerspiel.
Wenn das so eifach wäre hätte die Vorgngerpartei der Linken den Bürgern der DDR den Himmel auf Erden errichten können. Tatsächlich haben die einen wirtschaftlichen und moralischen Scherbenhaufen hinterlassen. Politik ist das Ausnützen der besten Möglichkeit under den gegebenen Voraussetzungen und kein Wunschkonzert. Das Versprechen unbezahlbare Forderungen zu erfüllen nennt man Populismus.
Oder lassen wir den Sohn dem Vater diktieren was er ihm alles zu kaufen hat? So produzieren wir ein Volk von Psychopathen. Einen Teil dieser Psychopathen kannst du in Michaels Link abschauen.
Und dann kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man, wenn man diesen Film gesehen hat,
@ Carschti
diese Partei wählen kann
@ Uwe
in dieser Partei vernünftig arbeiten kann
oder gar verlangen kann, dass andere Parteien mit ihnen koalieren?
Diese Partei verhindert eine demokratische Mehrheit links von der Mitte.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 17:18
von UweX

Helmut schrieb:
@ Uwe
in dieser Partei vernünftig arbeiten kann


Lieber Helmut,
Diese Argumente sind ja alle soweit bekannt. Es ist die herrschende Meinung und interessanterweise auch die Meinung der Herrschenden (OK- wo ist das Phrasenschwein - die 5€ zahl ich gern :-D )
Ich bin eher geprägt durch die Moderne als die Post-Moderne und mag die Dinge nicht ausschliesslich pragmatisch beurteilen.
Von Jugendbeinen an bin ich Sozialist. Das ist meine politische Grundhaltung und das ist der Grund warum ich in einer sozialistischen Partei bin. Ich würde mich 10 mal eher in einer schlechten sozialistischen Partei engagieren, in der Hoffnung dort etwas ändern zu können, als in einer guten Kapitalistischen Partei (wenn es die denn gäbe :-D )
Ich finde es traurig diese ewigen Populismusanschuldigungen zu hören (mal von den Linken Wahlplakaten abgesehen - die waren wirklich nur peinlich!).
Ich mache mir die Mühe und höre mir die Vorschläge, Anträge und Reden der Linken im Bundestag an und man darf ja gern anderer Meinung sein - aber Populismus ist das wahrlich nicht.
Ganz im Gegenteil, vieles was die Linke seit Jahren fordert, wird jetzt aufgegriffen und auf Wahlplakate geschmiert.
Ich finde es so traurig wenn man Menschen auf ihre Vergangenheit reduziert - ja sogar Menschenverachtend.
Auch der NSDAP-Vergleich ist schon eine echte Gemeinheit und es tut mir persönlich weh - auch als Wessi. Faschismus ist Menschenverachtung pur - von Anfang an - GEWOLLT.
Sozialismus kann versagen, weil fehlbare Menschen am Werk sind. Man muss daraus lernen und zu den Wurzeln zurückkehren. Dafür will ich mich einsetzen.
Ich schätze alle Meinungen in diesem Forum sehr und freue mich über die guten Debatten (wenns auch schon mal weh tut :-)



Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 18:48
von Klajokas
Da drehn wir "Linken" uns mal wieder im Brummkreisel. Vor Generationen stritt die Linke international Jahre um die richtige Blume in der Fahne. Die einen wollten die Rose die andren die Narzisse und an dieser lebenswichtigen Frage ging sie fast zugrunde.
Ich glaube dass all die Westermerkelkochwulffsrüttgersvanderleyens so lange ihr asoziales Spiel treiben können wie sie wollen
Die linke Mehrheit findet ja nicht mal einen Strohhalm für weniger zwei, um dann gemeinsam zu süppeln.
Der einfache Titel dieses Threads war: Merkels Kandidatin....
Und nu' ? Aus meiner Froschperspektive betrachtet haben wir uns ein Millimeterchen vom Ursprungsthema entfernt. Typisch links eben. Von Höcksken auf Stöcksken wie der Münsterländer sagen würde....

Klaus

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 19:08
von Gesch
Hallo zusammen, lieber Uwe,
wenn herrschende Meinung und Meinung der Herrschenden sich tatsächlich mal decken, kann das ja auch mal ein Hinweis darauf sein, dass sich die Herrschenden in dieser Frage soweit nicht von den Beherrschten entfernt haben - mal unterstellt, dass die herrschende Meinung die Meinung der Mehrheit wiedergibt.
Wie man als Anhänger der "Moderne" allerdings ausgerechnet bei der Linkspartei landen kann, bleibt mir ein Rätsel, macht sie doch auf mich eher den Eindruck einer Partei, die mehr als alle anderen (ja fast als alle anderen zusammen) ihre Rezepte zur Lösung der Probleme von heute aus der Vergangenheit angelt, auf der anderen Seite gerade dann Pragmatismus pur praktiziert, wenn sich ihr irgendwo auch nur der Hauch eine Chance zur Herrschaftsbeteiligung bietet (siehe rot-rote Koalition in Berlin und die dortigen "Sparzwänge...")
Dass Du von Jugend an Sozialist bist, ist ja nichts Schlimmes. Das Ideal ist durchaus ehrenwert - doch daraus die Notwendigkeit abzuleiten, ausgerechnet in die Linkspartei einzutreten, sehe ich nicht. Die LINKE versucht zwar den Eindruck zu erwecken, sozialistisch zu sein, leistet sich aber gleichzeitig eine einflussreiche kommunistische Plattform in ihren Reihen und nimmt offenbar ansonsten durchaus sozialistische Ideale wie Meinungsfreiheit (da gibt es ein Zitat von Rosa Luxemburg, dass Freiheit immer die Freiheit der Anderdenkenden sei) für weniger wichtig, sonst könnten maßgebliche Leute in ihren Reihen - und Abgeordnete halte ich für durchaus profilschnitzend - wohl kaum so eiertänzerisch auf Fragen zum Unrechtscharakter der DDR und zur Demokratiekompatibilität der SED und ihres Herrschaftsregimes mit gleichgeschalteten Blockparteien antworten.
Und dann ist da noch die Frage der Freizügigkeit: Wer Menschen hinter Mauern und Stacheldraht mit Selbstschussanlagen einsperrt und auf Fluchtversuche mit der Schusswaffe oder mit Stasi-Knast reagiert, ein System installiert, wo zwar nicht alles, aber ausgerechnet die Unterdrückung nahezu reibungslos funktioniert, oder sich heute in die Tradition dieser Herrschaftsmethodik stellt, hat ein Erklärungsproblem, wenn er sich heute einer glasklaren Distanzierung verweigert. (Siehe das aufschlussreiche Filmchen, das der Barde eingestellt hat...)
Mit Sozialismus hat das alles aber eigentlich nichts zu tun, sondern mit Diktatur, und die Distanzierungsforderung bezieht sich auf diese menschenverachtenden Faktoren eines Regimes, das sich zwar als real existierenden Sozialismus sah - damit aber wohl eigentlich kaum was zu tun hatte. Oder gehören Sozialismus und Unterdrückung von Meinungspluralität und Opposition zusammen??? Dann scheint es mit dem Vertrauen in die Überzeugungskraft dieses speziellen Sozialismus nicht weit her zu sein.
Da können dann die Linken im Bundestag oder sonstwo Schaufensterreden halten soviel sie wollen. Die Nagelprobe ist der Praxistest. Da zeigt sich, wieviel das populistische Geschwafel wert ist. Hier werden auch nicht die Links-Vertreter auf die Vergangenheit reduziert, sondern es geht ganz aktuell um die Glaubwürdigkeit der heutigen Positionen vor dem Hintergrund, wie man sich zur Vergangenheit positioniert.
Sozialismus kann versagen, meinst Du, weil fehlbare Menschen dran werkeln. Ich bestreite nicht, dass Sozialismus versagen kann, sehe aber nicht den Kausalzusammenhang, wenn die fehlbaren Menschen, die den Versuch über mehr als vier Jahrzehnte verpfuscht haben, eigentlich eher Diktatoren und deren Handlanger auf vielen Ebenen waren und nur selbst ernannte Sozialisten - was ja nicht bedeuten muss, dass sie tatsächlich Sozialisten gewesen wären. Da läge denn eher eine Pervertierung vor.
Und solange aus einer Partei (wie die Linke) Schönfärbereien dieser Pervertierung erfolgen (beispielsweise wie die Gleichsetzung zwischen Stasi und Verfassungsschutz), diskreditiert sie sich selbst. Wer sich da für den "wahren Sozialismus" als Ideal einsetzen möchte, hat dann in dieser Partei eigentlich kaum Erfolgschancen. Was will er dann da?
Herzlich
Gerd


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 19:10
von Gesch
@ Klaus
hast ja recht...
;-)
herzlich
Gerd

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 19:32
von Helmut
Liebr Uwe
Ich frag dich, weil ich dich beim LT schätzen gelernt habe: Schau dir Michaels Link an und sag mir, ob du dich nicht schämst, bei diesen Linken in NRW Mitglied zu sein. Ich kann es mir nicht anders erklären, bei den gezeigten Personen muss doch eine Gehirnwäsche stattgefunden haben.
Und wenn es dich auch kränkt, geh mal bei Wikipedia auf Faschismus und les dir die Kennzeichen durch. Mit einer Ausnahme (antikommunistisch) treffen all die Kennzeichen auch auf die DDR zu.
Wenn ich die DDR mit dem 3. Reich vergleiche, finde ich es weinger an den Haaren herbeigezogen als wenn die NRW-Linke den Verfassungsschutz mit der Stasi vergleicht.
Ein Opfer an der innerdeutschen Grenze mag es wenig trösten, dass die Menschenverachtung nicht von anfang an gewollt war.
Ich reduziere Menschen nicht auf deren Verganegenheit, ich sage lediglich, wer menschenverachtende Politik gemacht hat, hat in der Politik nichts mehr verloren.
Sozialismus kann versagen, weil fehlbare Menschen am Werk sind. Man muss daraus lernen und zu den Wurzeln zurückkehren. Dafür will ich mich einsetzen. Aber bitte nicht mit denjenigen, die dieses Versagen verursacht haben. Wir sollen doch alle aus der Geschichte lernen. Warum glauben die Linken darüber erhaben zu sein?
Ich habfür Populismaus folgendes gefunden:
"Populismus bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt. Verantwortungsbewusstsein und Realisierbarkeit bleiben dabei weitgehend außer Acht."
Pispers zählt doch wunderbar auf, was ein Großteil des Volkes will. Er hat dabei einfache Lösungen und interessiert sich nicht für Verantwortung und Realisierbarkeit. Wie gesagt, Pispers ist zum Glück Kabarettist und nicht Politiker. In einem Wahlprogramm der Linken stand sogar mal, dass sie eine Regierungebeteiligung nicht anstrebt. Warum wohl? Vielleicht haben sie im Hinterkopf, dass ie schon einen Staat zu Grunde gerichtet haben und für das zweite Disaster nicht verantwortlich sein wollen.
Solange die Linke die DDR nicht als verabscheuenswürdiges Beispiel eines sozialistischen Staates sieht und die Menschenrechtsverletzungen abstreitet oder beschönigt, hat sie in der demokratischen Parteienlandschaft keinen Platz. Nachdem ich die Aussagen linker Spitzenpolitiker aus NRW gehört habe, frage ich mich sogar, wie weit der Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit zutrifft.
Gruß
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 20:06
von Benutzer 141 gelöscht
Ich schätze alle Meinungen in diesem Forum sehr und freue mich über die guten Debatten (wenns auch schon mal weh tut)

Uwe, dieser Meinung darf ich mich jetzt - ausnahmsweise :-) - mal voll anschließen. Solange sich hier die Kontrahenten nicht persönlich angreifen, darf es meiner Meinung nach ruhig so lebendig weitergehen. Diese Diskussion ist hochspannend und sehr belebend.
Im Übrigen wundere ich mich, dass Konstantin Wecker plant bei der Bundesversammlung teilzunehmen. Er selbst bezeichnet sich als Anarchist und glaubt, dass jedweder Machtgewinn dazu führt, dass ein Mensch korrupt und soziopathisch wird. Hier fand ich dazu ein sehr interessantes Interview:
Interview mit Konstantin Wecker auf Graswurzel.net
Ähm, also politisch aktiv in sog. "Herrschaftsstrukturen" mitzuwirken ist irgendwie unmoralisch, andererseits nimmt man an der Bundesversammlung teil, um aktiv dabei zu sein (dort wird immerhin das Staatsoberhaupt gewählt - auch wenn dieses hauptsächlich repräsentativ tätig ist) Dies ist für mich nicht konsequent. Was denn nun, bin ich Anarchist oder akzeptiere ich die Spielregeln und beteilige mich? Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß - das alte Sprichwort passt mal wieder.
Denn ich bin der Meinung, dass die Politik poetischer werden muss

Ob er da bei der Linken an der richtigen Stelle ist, bezweifle ich doch sehr.

Gruß Michael
Nachtrag aus aktuellem Anlass, weil hier im Minutentakt die Beiträge hereinschneien und mir etwas aufgefallen ist, was ich nicht unkommentiert lassen will.
Schau dir Michaels Link an und sag mir, ob du dich nicht schämst, bei diesen Linken in NRW Mitglied zu sein.

Langsam bekomme ich Angst, dass es hier zu persönlich wird. Wenn es in Angriffe übergeht, werde ich mich aus diesem Thread verabschieden. Nichts für ungut Helmut, aber dies ist doch schon sehr scharf formuliert. Sei mir nicht böse, wenn ich dies so offen in aller Freundschaft sage.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 20:32
von Helmut

Barde schrieb:
Langsam bekomme ich Angst, dass es hier zu persönlich wird. Wenn es in Angriffe übergeht, werde ich mich aus diesem Thread verabschieden. Nichts für ungut Helmut, aber dies ist doch schon sehr scharf formuliert. Sei mir nicht böse, wenn ich dies so offen in aller Freundschaft sage.

Lieber Michael
Ich war und bin der Meinung, dass ich mir deshalb den Satz erlauben kann, weil ich noch einen Satz vorgeschoben habe, den du leider nicht zitiert hast. So wie du mir in aller Freundschaft schreibst, glaube ich, Uwe in der gleichen Freundschaft schreiben zu können.
Wenn es Uwe anders als ich und so wie du sieht, entschuldige ich mich in aller Form.
Es lag mir fern, Uwe zu beleidigen.
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 20:46
von Rex2005

Wenn das so eifach wäre hätte die Vorgngerpartei der Linken den Bürgern der DDR den Himmel auf Erden errichten können.

Da gibt es eine Institution, die den Menschen seit ewigen Zeiten verspricht, dass sie, wenn sie brav sind, in den Himmel kommen - und es soll noch heute eine ganze Menge Leute geben, die dies auch glauben.
Soll heißen, die Masse der Menschen ist halt so gestrickt, dass sie irgendwelchen Träumen oder Versprechungen glauben schenken und folgen. Regierende egal welcher Gesellschaftsordnung sind Machtmenschen und der Mensch neigt nun mal dazu Macht auszuleben. Die Untergebenen - und das sind bekanntlich die weitaus größere Bevölkerungsgruppe in jeder Gesellschaft - sind dagegen seit Menschengedenken darauf getrimmt, den Herrschenden zu dienen oder gefügig zu sein. Der ganz normale DDR-Bürger hat sich wahrscheinlich wirklich dem Himmel ein Stück näher geglaubt und auf die Unfehlbarkeit der Politiker vertraut. - Der Druck von unten auf die da oben hat einfach gefehlt. Wie übrigens heute auch ... zielgerichteten Druck macht die Wirtschaft auf die Politik, daher geht´s denen auch trotz Krise nicht wirklich an den Kragen und schon gar nicht an den Geldbeutel. Der Rest streitet sich um Rosen, Nelken und Narzissen ...
Wo Platz für eine NPD ist, ist mit Sicherheit auch Platz für eine Linke. Da zitiere ich gerne wieder den Satz: "Freiheit ist immer Freiheit der anders Denkenden"

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 20:50
von Rex2005

Wenn das so eifach wäre hätte die Vorgngerpartei der Linken den Bürgern der DDR den Himmel auf Erden errichten können.

Da gibt es eine Institution, die den Menschen seit ewigen Zeiten verspricht, dass sie, wenn sie brav sind, in den Himmel kommen - und es soll noch heute eine ganze Menge Leute geben, die dies auch glauben.
Soll heißen, die Masse der Menschen ist halt so gestrickt, dass sie irgendwelchen Träumen oder Versprechungen glauben schenken und folgen. Regierende egal welcher Gesellschaftsordnung sind Machtmenschen und der Mensch neigt nun mal dazu Macht auszuleben. Die Untergebenen - und das sind bekanntlich die weitaus größere Bevölkerungsgruppe in jeder Gesellschaft - sind dagegen seit Menschengedenken darauf getrimmt, den Herrschenden zu dienen oder gefügig zu sein. Der ganz normale DDR-Bürger hat sich wahrscheinlich wirklich dem Himmel ein Stück näher geglaubt und auf die Unfehlbarkeit der Politiker vertraut. - Der Druck von unten auf die da oben hat einfach gefehlt. Wie übrigens heute auch ... zielgerichteten Druck macht die Wirtschaft auf die Politik, daher geht´s denen auch trotz Krise nicht wirklich an den Kragen und schon gar nicht an den Geldbeutel. Der Rest streitet sich um Rosen, Nelken und Narzissen ...
Wo Platz für eine NPD ist, ist mit Sicherheit auch Platz für eine Linke. Da zitiere ich gerne wieder den Satz: "Freiheit ist immer Freiheit der anders Denkenden"

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 21:02
von Gesch
Also diese Art Gleichsetzung zwischen NPD und Linkspartei ("wo Platz für eine NPD ist, ist mit Sicherheit Platz für eine Linke") hätt ich nun nicht vorgenommen. Wo die NPD verboten gehört, sollte man die Linkspartei bestenfalls ignorieren...
herzlich
Gerd

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 21:06
von Helmut
Hallo Rex
(wo sind im Zitat meine Buchstaben geblieben?)
Wo Platz für eine NPD ist, ist mit Sicherheit auch Platz für eine Linke.

Nachdem es Überlegungen gibt, ob für die NPD Platz ist ...
Wobei ich mich schon wundere, dass du die Linke und NPD in einem Satz nennst (das mach doch sonst nur ich, wenn ich jemanden ärgern will [oder wolltest du mal nett zu mir sein und mir eine Vorlage liefern])
"Freiheit ist immer Freiheit der anders Denkenden"
Ich denke, Freiheit muss dann enden, wenn die Freiheit dazu missbraucht wird, sie abzuschaffen. (jetzt hab sich selbst den Widerspruch in meiner Antwort entdeckt: es geht ums Denken, nicht ums Handeln. - Ich lass meine Antwort trotzdem stehen)
Nix für ungut
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 21:46
von Rex2005
Hallo Helmut
Wobei ich mich schon wundere, dass du die Linke und NPD in einem Satz nennst

ja, warum nicht? Ist einfach mein Verständnis von Demokratie.
Beides sind zugelassene Parteien in diesem Staat. Also muss ich´s ersteinmal so hinnehmen, egal ob mir die eine oder die andere oder beide Parteien nicht schmecken. Die in der Mitte servieren auch nicht gerade immer geniessbare Kost.
Die Auseinandersetzung bis hin zur Wahl oder Ablehnung von Parteien ist allerdings meine "Privatsache". Da diskutiere ich auch ganz gerne mal mit :-). Aber egal wie jemand denkt oder wählt, ich kann´s akzeptieren.
Wo hier weiter oben zum Outing aufgefordert wurde ... ich wähle, aber lege mich da nicht fest, weder regional noch auf Bundesebene, dass hängt von den Programmen ab, regional auch von Personen, weil man die meistens kennt. Parteien halte ich insgesamt für nicht mehr wirklich zeitgemäß. Ich glaube, kaum ein sogenanntes Basismitglied aller Parteien sieht seine Interessen in den oberen Gremien geschweige denn in der Regierung wirklich vertreten. Allerdings hab ich auch keine Vorstellung, wie´s anders funktionieren könnte. Vielleicht, dass man irgendwann direkt übers Internet mitentscheiden kann, was die da oben zu tun haben oder nicht.
LG
Rex2005

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 23:36
von UweX

Es lag mir fern, Uwe zu beleidigen.
Helmut

Nein, ich bin nicht beleidigt :-) .Alles OK

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 23:37
von Carsten K
Täglich ein Statement, und täglich was neues... Hier jede Menge neue Beiträge, und außerdem hat die LINKE heute ihre Kandidatin nominiert, Luc Jochimsen, jahrelange Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks (kein schlechter Sender übrigens), keine Stasi-Vergangenheit (soweit ich weiß), bloß eine aufrichtige Linke aus dem Westen, die u. a. in der Friedensbewegung engagiert war (und ist), und die irgendwann der PDS beigetreten ist, weil sie sich da mit ihren Ansichten am ehesten zu Hause fühlte und fühlt.
@ Helmut
Die LINKE besteht (gerade im Westen) aber nicht hauptsächlich aus PDS- oder gar DKP- oder SED-Leuten, sondern aus Deinen ehemaligen Genossen, nämlich Ex-SPD-Mitgliedern. Und ich wage mal die Behauptung, ohne die rotgrüne Schröder/Fischer-Regierung wären auch heute noch viele von denen in der SPD. Und das sind nicht nur Prominente wie Oskar Lafontaine, Klaus Ernst oder Ulrich Maurer, sondern auch unzählige Nicht-Prominente, die sich z. T. über Jahrzehnte in Fußgängerzonen die Beine in den Bauch gestanden haben, um für die SPD zu werben. Mit ein paar DDR-Nostalgikern wäre die LINKE auch heute nicht im NRW-Landtag, ebenso wenig wie in Hessen oder anderen Wessi-Bundesländern - und in den Ossi-Ländern vermutlich auch nicht... bestimmte Kandidaten wie Dieter Dehm (Lerryn) würd ich auch nicht wählen, aber eine linke Politik, wie sie ja durchaus in SPD-Wahlprogrammen zu lesen ist (Abschaffung der Studiengebühren, Gemeinschaftsschule), wird durch die SPD verhindert, ebenso wie Heide Simonis, die als schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin von ihrer eigenen Partei nicht wiedergewählt wurde, weil sie mit dem SSW (Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein) koalieren wollte. Und da konnte die böse LINKE nu wirklich nix für, oder? Die heutige LINKE ist doch vor allem das Produkt des Zerfalls der SPD. Die einen gehen aus Frust über ihre Partei zur LINKEN, die anderen gehen gar nicht mehr wählen... (letztere sind wohl die eigentliche Mehrheit...)
@ Uwe
... und der Baptisten-Bruder und Wuppertaler Johannes-Rau-Fan erweist sich als Mitglied der LINKEN... Bist Du auch nicht wegen Deiner Stasi-Vergangenheit oder, weil Du Dir die DDR zurück wünschst, geworden, oder? ;-)
Und übrigens, Vergleiche zur NPD halte ich in diesem Kontext nicht nur für unangebracht sondern für sowas von daneben... Schämt Euch!

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Di 8. Jun 2010, 23:53
von UweX
"@ Uwe
... und der Baptisten-Bruder und Wuppertaler Johannes-Rau-Fan erweist sich als Mitglied der LINKEN... Bist Du auch nicht wegen Deiner Stasi-Vergangenheit oder, weil Du Dir die DDR zurück wünschst, geworden, oder?"
Ne - nich so wirklich. Bin ich geworden als die SPD ihre Seele an den Teufel verkauft hat :-o
Würde mich vielleicht sogar im linken Flügel der einstigen SPD wohl fühlen als im rechten der Linken :-)


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 07:59
von Michael
Hallo Diskutanten,
ich will noch mal einen anderen Aspekt einbringen, der, so wie ich das übersehe noch nicht genannt worden ist und der mir im Moment bezüglich der Linken das meiste Kopfzerbrechen macht. Ich hab die Partei auch schon öfters gewählt, auch weil mir die Protagonisten, die ich kennen gelernt habe, meist recht sympatisch waren - das gehört ja auch dazu.
Mir ist völlig wurscht, was die Linke von unserem Verfassungsschutz hält - von dem halt ich auch nichts - und ob in der Linken irgendwelche Leute sitzen, die ihren Datschen in der DDR nachweinen und die die DDR beschönigen. Das stört mich nicht - es gibt immer noch zahlenmäßig mehr Leute, die auf Teufel komm raus alles was die DDR war delegitimieren, in den Dreck ziehen und mit den Nazis gleichsetzen müssen - weil sie grundsätzlich jede menschliche Alternative zu unserem jetzigen System delegitimieren wollen (Leute in diesem Forum sind damit nicht gemeint, denen traue ich differenzierte Sichtweisen zu). Was mich stört ist, dass es dort Personen gibt, die sich mit Nazis und Islamisten auf ein Boot setzen um "Hilfsgüter" nach Gaza zu bringen und damit die dort herrschende Hamas (in deren Programm die Auslöschung Israels als Ziel vermerkt ist) unterstützen. Das ist für mich ein Grund, sie nicht mehr zu wählen.
Liebe Grüße
Michael

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 09:44
von UweX

Was mich stört ist, dass es dort Personen gibt, die sich mit Nazis und Islamisten auf ein Boot setzen um "Hilfsgüter" nach Gaza zu bringen und damit die dort herrschende Hamas (in deren Programm die Auslöschung Israels als Ziel vermerkt ist) unterstützen. Das ist für mich ein Grund, sie nicht mehr zu wählen.
Liebe Grüße
Michael

mit Nazis???? :-o
Das hat ich bis jetzt noch nicht gehört. Könntest Du dafür ne Quelle nennen?

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 13:09
von Benutzer 141 gelöscht
Was mich stört ist, dass es dort Personen gibt, die sich mit Nazis und Islamisten auf ein Boot setzen um "Hilfsgüter" nach Gaza zu bringen und damit die dort herrschende Hamas (in deren Programm die Auslöschung Israels als Ziel vermerkt ist) unterstützen.

Da geht es mir wie Uwe. Hast du dies rein rhetorisch gemeint oder gab es wirklich bekennende Rechtradikale, die mit auf den Schiffen waren?
Interessant ist dein Einwurf allemal, weil die Linke wirklich ein gespaltenes Verhältnis zum Staat Israel hat. Und teilweise passieren Dinge, die - so würde es der Schwabe sagen - "ä Gschmäckle" haben. Sarah Wagenknecht und andere Linke haben sich im Bundestag danebenbenommen, als Peres dort gesprochen hat und bekamen gleich Beifall von der falschen Seite:
NPD gratuliert Linken zum Tabubruch
Eine Terrororganisation wie die Hamas politisch zu unterstützen, bildet auch wieder eine Grenze, über die ich persönlich nicht gehen würde. Der Hass, der in Palästina in allen Lagern lodert, ist immens und falsch verstandene Solidarität führt in die Irre. Mir ist die Bemerkung von Joschka Fischer im Gedächtnis geblieben, der gemeint hat, dass ihm fragwürdig erscheint, wenn die EU den Druck der Schulbücher für die palästinensischen Kinder finanziert und die Verantwortlichen der Schulbehörde dafür sorgen, dass auf der dort abgebildeten Landkarte der Staat Israel nicht zu sehen ist. Dies ist nur eine kleine Marginalie, die aber für sich spricht.
Manchmal ist es wirklich nicht so weit vom Antizionismus zum Antisemitismus.
Ich frage mich des öfteren was für Gefühle ich entwickeln würde, wenn ständig die Gefahr bestünde, dass meine Angehörigen oder ich einer Busbombe oder einem Raketenanschlag zum Opfer fallen. Damit will ich auf keinen Fall die Überreaktionen der Israelis verteidigen, aber in diesem Konflikt gibt es meiner Meinung nach keine Guten.
Gruß
Michael

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 19:44
von Helmut
Lieber Carschti
Die LINKE besteht (gerade im Westen) aber nicht hauptsächlich aus PDS- oder gar DKP- oder SED-Leuten, sondern aus Deinen ehemaligen Genossen, nämlich Ex-SPD-Mitgliedern.
Nachdem mir vorgeworfen wird, ich würde pauschlisieren, bleiben wir doch mal bei den Einzelfällen, nämlich der Parteispitzen in NRW, wie sie sich in Michaels Link so schön präsentieren.
Und bei denen kann ich mir nicht vorstellen, dass sie in der SPD waren. Und wenn sie dabei waren und ausgetreten sind, handelt es sich um einen heilsamen Gesundungsprozess. Und wenn sie dabei waren würde mich interessieren, ob sie schon damals solchen Stuss abgesondert haben oder ob ihnen nachher jemand ins Hirn geschissen hat. Ich verspreche dir, wenn jemand in der SPD ungestraft einen ähnlichen Unsinn von sich geben würde, ich würde noch am gleichen Tag austreten.
Hat denn hier keiner, des sich Sozialist nennt, mitbekommen, dass die DDR weder ein demokratischer, noch ein sozialistischer, noch ein Rechtsstaat war? (ich erspar mir hier den Begriff "rot angemalter Faschismus") Warum will keiner, einen Sozialismus schaffen, der nicht gegen die Menschen, sondern für die Menschen handelt?
Deutschland hatte im 20. Jahrhundert 2 Diktaturen. Warum sollen die nicht verglichen werden? Vergleicht die Bauten für die Mititärparaden in Berlin und Nürnberg. Vergleicht den Umgang mit Kritikern. Vergleicht den Stellenwert, den die Partei dem sportlichen Erfolg einräumte. Vergleicht die Bedeutung farbiger Hemden. Vergleicht den Aufbau staatlicher Jugendorganisationen. Eigentlich sollten doch die "Sozialisten" (die Anführungszeichen erklären sich aus dem oben Geschriebenen) schon deshab die Geschichte nicht leugnen und beschönigen, damit keiner einen Grund hat, sie in einem Atemzug mit den Nazis zu nennnen. Ich kann nichts dafür, wenn sie es trotzdem tun.
Worauf ich hinaus will: Die Demokraten in der BRD haben aus dem 3. Reich (recht und schlecht) gelernt. Warum weigern sich die Sozialisten, aus dem Stasi-Staat zu lernen?
Gruß
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 20:16
von Rex2005
Hallo Helmut
ich diskutiere ja wirklich gerne mit dir und man kann auch gerne unterschiedlicher Meinung sein. Aber :
Helmut schrieb:
Hat denn hier keiner, des sich Sozialist nennt, mitbekommen, dass die DDR weder ein demokratischer, noch ein sozialistischer, noch ein Rechtsstaat war?

Hälst du wirklich alle, die sich Sozialisten nennen für doof??? Du hast soviel ich weiß, nicht in der DDR gelebt, urteilst aber wirklich und ausschließlich pauschal. Wenn die Ossis ihre Meinung über Recht oder Unrecht nur aus der Zeitung erlesen hätten, würde die Mauer mit Sicherheit heute noch stehen. Du verlangst von anderen, dass sie ihren Standpunkt überdenken, warum hälst du deinen für den einzig richtigen?
Nimms mir nicht übel, aber du sortierst grundsätzlich alle Leute in irgendwelche Schubladen ein, wo sie nach deiner Meinung nach reingehören und nie wieder rauskommen. Mich würde mal interessieren, wie du das schreiende Kind beim Einkauf, das du weiter vorn erwähnt hast, und das du in die Schublade "werdender Psychopath" steckst, später in der Schule als Lehrer bewertest.
So, das Thema driftet nun allerdings gewaltig ab ... Aber Leyen ist ja auch nicht mehr aktuell.
LG
Rex2005

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 21:55
von Helmut
Hallo Rex
Dein Vorwurf trifft mich hart. Aber wer wie ich austeilt, muss auch einstecken können, auch wenn es mir im Augenblick schwer fällt.
Ich kapier nicht ganz, worauf du hinaus willst.
Vor allem seh ich keinen direkten Zusammenhang zwischen meinem Zitat und deiner Antwort. Ich veruchs mal:
Hälst du wirklich alle, die sich Sozialisten nennen für doof??? Hast du das Wort "hier" überlesen? Ich wollte sagen:
Ich habe in diesem Forum (=hier) noch von keinem gelesen, dass er einen sozialistischen Staat anstrebt, aber nicht nach dem Vorbild der DDR. Ich habe den Eindruck, dass sich jeder, des sich in diesem Forum für die Linke ausspricht, um den Zusatz drückt.
Wo stecke da ich Schubladen, wenn dich diesen so ersehnten Zusatz bisher noch nicht gefunden habe?
Hab ich mich jetzt klar genug ausgedrückt oder geht es dir um etwas anderes?
Gruß
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 22:38
von UweX
Lieber Helmut,
Ich träume von einem sozialistischen Staat - und zwar überhaupt und gar nicht nach dem Vorbild der DDR.
Die DDR war keine Demokratie, sondern eine Diktatur. Das Unrecht das Menschen angetan wurde war entsetzlich und darf sich nie wiederholen.
Da gibt es nichts zu beschönigen.
Im Unterschied zu Dir bin ich der Meinung dass die absolute Mehrheit meiner Parteigenossen, das genauso unterschreiben würden.
Nur mit einer platten Schwarz-Weiß-Darstellung, hier war alles super und dort alles schrecklich kann kein differenziert denkender Mensch leben.
Ansonsten glaube ich gar nicht, dass wir so weit von einander entfernt sind.
Es ist so gut dass wir uns persönlich kennenlernen durften. Das hilft so sehr den Anderen zu verstehen und sein Herz zu spüren.
Alles Liebe
Uwe

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 23:51
von Helmut
Lieber Uwe

UweX schrieb:
Ich träume von einem sozialistischen Staat - und zwar überhaupt und gar nicht nach dem Vorbild der DDR.
Die DDR war keine Demokratie, sondern eine Diktatur. Das Unrecht das Menschen angetan wurde war entsetzlich und darf sich nie wiederholen.


Auf eine Satz dieser Form hab ich lang gewartet.
Im Unterschied zu Dir bin ich der Meinung dass die absolute Mehrheit meiner Parteigenossen, das genauso unterschreiben würden.
Und trotzdem wählen sie offensichtlich gerade die größten A... in Spitzenpositionen.
Nur mit einer platten Schwarz-Weiß-Darstellung, hier war alles super und dort alles schrecklich kann kein differenziert denkender Mensch leben.
In meinen ersten Beiträgen hab ich noch von Qualitäsunterschieden geschrieben, ich das sind doch Grautöne, oder? Wenn ich mich aber in eine Ecke drängen lasse, dann setz ich mich schon mal zwischen alle Stühle.
Wenn ich der Meinung wäre, dass hier alles super ist, wäre ich nicht der einzigen Alternative zur CSU beigetreten. Was mich an der DDR so schwarz empfinden lässt ist, dass ich dort ständig mein loses Mundwerk zügeln musste. (Halts Maul sonst kommst nach Bautzen)
Es ist so gut dass wir uns persönlich kennenlernen durften. Das hilft so sehr den Anderen zu verstehen und sein Herz zu spüren.

Mir geht es genauso. Drum wollte ich auch von dir wissen, wie du dich unter dieser Parteispitze fühlst. Aber das zu fragen hat mir ja der andere X verboten. ;-)
Liebe Grüße
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 10. Jun 2010, 00:05
von Carsten K
Lieber Helmut,
ich werfe Dir nichts vor.
Und mir ist bewusst, dass es in der NRW-LINKEN (die ich gewählt habe) jede Menge durchgeknallter Leute gibt, erst recht bei der niedersächsischen LINKEN hier in der Nachbarschaft (wie Dieter "Lerryn" Dehm, den ich definitiv NICHT wählen würde)...
Aber Fakt ist doch, ohne die Ex-SPD-Mitglieder und Ex-SPD-WählerInnen wäre die LINKE bis heute in keinem westlichen Landtag vertreten. Und im Osten (incl. Ex-Westberlin) scheint die Zusammenarbeit von SPD und LINKER bzw. Ex-PDS ja gar nicht so das Problem zu sein. Na gut, im Nordosten, Thüringen nehme ich da mal raus... ;-)
Das Problem der SPD mit der LINKEN heißt doch nicht "rot angemalte Ex-DDR"-PDS sondern Oskar Lafontaine. Der hat sich als SPD-Vorsitzender und Bundesfinanzminister vom einen auf den anderen Tag aus dem Staub gemacht, so wie Horst Köhler letzte Woche (nur dass letzterer bloß Bundespräsident war...) ... Und dann taucht dieser Lafontaine auch noch Jahre später in der LINKEN wieder auf! Was will der da? DDR und Stasi wiederauferstehen lassen? Sicher nicht, nur seine SPD-Genossen vielleicht ein wenig ärgern.... ;-)
Ich habe einiges von der DDR mitbekommen (auch wenn ich bloß "Wessi" bin), wünsche mir die DDR nicht zurück, halte Sozialismus dennoch für einen positiv besetzten Begriff, na und?
Aber, Helmut, ich bin deswegen kein Menschenfresser und werfe Dir, wie gesagt, nichts vor... Du mir hoffentlich auch nichts... ;-)
Liebe Grüße
cARSCHti

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 10. Jun 2010, 00:17
von Rex2005
Hallo Helmut
ich will mal versuchen, es verständlich zu erklären.
Dir wurde im Thread mehrmals vorgeworfen, zu pauschalieren. Lies selbst noch mal nach. Unter anderem hat Sky sich mit einigen deiner Argumente auseinandergesetzt. Ein Beispiel, was ich meine:
Die "Linken" zeigen eben ihr wahres Gesicht und wieder einmal wird deutlich, dass sie effektiv nichts anderes sind, als Mehrheitsbeschaffer für die Konservativen. Die Ewiggestrigen sind eben konservativ, aber das deckt sich mit der Wortbedeutung.

Linke = Mehrheitsbeschaffer = Ewiggestrige
Und gleichzeitig stellst du mit dem letzten Satz auch noch die Konservativen als Ewiggestrige hin (Die Ewiggestrigen sind eben konservativ)

ich habe Schüler, die haben das nie gelernt, die sind ein Fall für die Psychiatrie). Und bei jedem neuen Grund schreit das Kind auf, wirft sich auf den Boden und kreischt.
Warum, lieber Uwe, muss ich dann immer an das Wahlprogramm der Linken denken?

hier erklärst du ziemlich unverblümt oder pauschal) die Linken als reif für die Psychiatrie
Genauso wenig darf einer, der die Unrechtspolitik der DDR unterstützt hat, nie mehr Politik machen.

Recht und Unrecht sind Begriffe, die von einem anderen Standpunkt und auch historisch betrachtet anders bewertet werden. Mit diesem Satz sprichst du pauschal den Ossis das Recht ab, sich ein einem vereinten Deutschland politisch zu betätigen.

Hat denn hier keiner, des sich Sozialist nennt, mitbekommen, dass die DDR weder ein demokratischer, noch ein sozialistischer, noch ein Rechtsstaat war?
Ich habe in diesem Forum (=hier) noch von keinem gelesen, dass er einen sozialistischen Staat anstrebt, aber nicht nach dem Vorbild der DDR. Ich habe den Eindruck, dass sich jeder, des sich in diesem Forum für die Linke ausspricht, um den Zusatz drückt.

Genau dein "hier" hat mich am meisten gestört. Du kennst garantiert nicht alle, die "hier" im Forum schreiben oder nur lesen. Du weißt daher nicht, wer sich als Sozialist bezeichnet. Und seine Meinung zu den Beiträgen abgeben, ist keine Pflicht, genausowenig wie sich politisch "zu outen".
Ich kann mir deine Meinung zwar zusammenreimen, worum es dir "pauschal" geht, dass heißt, ich kann deine Argumente nachvollziehen. Meinungsaustausch heißt, mal den eigenen Standpunkt auch von der anderen Seite aus zu betrachten und zumindestens deren Argumente verstehen zu wollen - und das kann ich bei dir zumindestens bei diesem Thema nicht erkennen.
LG
Rex2005


Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 10. Jun 2010, 00:21
von Rex2005
Hallo Helmut
ich will mal versuchen, es verständlich zu erklären.
Dir wurde im Thread mehrmals vorgeworfen, zu pauschalieren. Lies selbst noch mal nach. Unter anderem hat Sky sich mit einigen deiner Argumente auseinandergesetzt. Ein Beispiel, was ich meine:
Die "Linken" zeigen eben ihr wahres Gesicht und wieder einmal wird deutlich, dass sie effektiv nichts anderes sind, als Mehrheitsbeschaffer für die Konservativen. Die Ewiggestrigen sind eben konservativ, aber das deckt sich mit der Wortbedeutung.

Linke = Mehrheitsbeschaffer = Ewiggestrige
Und gleichzeitig stellst du mit dem letzten Satz auch noch die Konservativen als Ewiggestrige hin (Die Ewiggestrigen sind eben konservativ)

ich habe Schüler, die haben das nie gelernt, die sind ein Fall für die Psychiatrie). Und bei jedem neuen Grund schreit das Kind auf, wirft sich auf den Boden und kreischt.
Warum, lieber Uwe, muss ich dann immer an das Wahlprogramm der Linken denken?

hier erklärst du ziemlich unverblümt oder pauschal) die Linken als reif für die Psychiatrie
Genauso wenig darf einer, der die Unrechtspolitik der DDR unterstützt hat, nie mehr Politik machen.

Recht und Unrecht sind Begriffe, die von einem anderen Standpunkt und auch historisch betrachtet anders bewertet werden. Mit diesem Satz sprichst du pauschal den Ossis das Recht ab, sich ein einem vereinten Deutschland politisch zu betätigen.

Hat denn hier keiner, des sich Sozialist nennt, mitbekommen, dass die DDR weder ein demokratischer, noch ein sozialistischer, noch ein Rechtsstaat war?
Ich habe in diesem Forum (=hier) noch von keinem gelesen, dass er einen sozialistischen Staat anstrebt, aber nicht nach dem Vorbild der DDR. Ich habe den Eindruck, dass sich jeder, des sich in diesem Forum für die Linke ausspricht, um den Zusatz drückt.

Genau dein "hier" hat mich am meisten gestört. Du kennst garantiert nicht alle, die "hier" im Forum schreiben oder nur lesen. Du weißt daher nicht, wer sich als Sozialist bezeichnet. Und seine Meinung zu den Beiträgen abgeben, ist keine Pflicht, genausowenig wie sich politisch "zu outen".
Ich kann mir deine Meinung zwar zusammenreimen, worum es dir "pauschal" geht, dass heißt, ich kann deine Argumente nachvollziehen. Meinungsaustausch heißt, mal den eigenen Standpunkt auch von der anderen Seite aus zu betrachten und zumindestens deren Argumente verstehen zu wollen - und das kann ich bei dir zumindestens bei diesem Thema nicht erkennen.
LG
Rex2005

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 10. Jun 2010, 05:53
von Klajokas

cARSCHti schrieb:
Das Problem der SPD mit der LINKEN heißt doch nicht "rot angemalte Ex-DDR"-PDS sondern Oskar Lafontaine. Der hat sich als SPD-Vorsitzender und Bundesfinanzminister vom einen auf den anderen Tag aus dem Staub gemacht, so wie Horst Köhler letzte Woche (nur dass letzterer bloß Bundespräsident war...) ... Und dann taucht dieser Lafontaine auch noch Jahre später in der LINKEN wieder auf! Was will der da? DDR und Stasi wiederauferstehen lassen? Sicher nicht, nur seine SPD-Genossen vielleicht ein wenig ärgern.... ;-)
Ich habe einiges von der DDR mitbekommen (auch wenn ich bloß "Wessi" bin), wünsche mir die DDR nicht zurück, halte Sozialismus dennoch für einen positiv besetzten Begriff, na und?

Ich glaube da hast Du genau den Punkt bzw. meinen Punkt getroffen.
Oskar Lafontaine hat durch seinen Rücktritt erst den Weg freigemacht für den dann folgenden Schröderschen Sozialabbau. Dann taucht er wie Phoinix aus der Asche auf und verkündet seine Entrüstung. Hätte er Kreuz bewiesen wäre vieles in der SPD so nicht durchsetzbar gewesen.
Deshalb ist für mich Oskars Linke im Moment keine Alternative.
Klaus

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 10. Jun 2010, 09:48
von Michael

UweX schrieb:
mit Nazis????[/size] :-o
Das hat ich bis jetzt noch nicht gehört. Könntest Du dafür ne Quelle nennen?

Vielleicht hätte ich Rechtsextreme schreiben sollen, die geweckten Assoziationen waren vielleicht übertrieben, aber ich mache so feine Unterschiede sonst nicht.
Quelle
lg Michael

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 10. Jun 2010, 12:41
von Benutzer 141 gelöscht
Helmut schrieb:
Mir geht es genauso. Drum wollte ich auch von dir wissen, wie du dich unter dieser Parteispitze fühlst. Aber das zu fragen hat mir ja der andere X verboten.

Ok, Uwe tangiert sowas nicht. Also haut euch :hammer:
War wohl ein Fettnäpfchen für mich :-D
Michael X
P.S
Aber nur wenn ich auch mitmachen, darf bei der Prügelei :box:

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 10. Jun 2010, 13:01
von Benutzer 141 gelöscht
Michael schrieb:
Vielleicht hätte ich Rechtsextreme schreiben sollen, die geweckten Assoziationen waren vielleicht übertrieben, aber ich mache so feine Unterschiede sonst nicht.

Auf jeden Fall eine aufschlussreiche Information. Da das Wort Schwarz-Weiß-Malerei hier so intensiv gebraucht wird, möchte ich es auch mal verwenden, weil ich den Eindruck habe, dass die linken Bundestagsabgeordneten, die auf dem Schiff dabei waren auch schwarz-weiß nach dem Motto urteilen: wer auf dem Schiff dabei ist, ist automatisch ein Guter, weil er ja Hilfsgüter nach Gaza bringt. Die teilnehmende türkische rechtsextreme Organisation BBP ist den Linken zwar als radikal bekannt, aber es scheint in diesem Fall egal zu sein - Der Zweck heiligt die Mittel.
Und wieder so eine kleine Randnotiz:
Zitat aus Michaels Quelle:
Selbst die Linke sieht das ähnlich: In einer kleinen Anfrage vor drei Jahren ordnet die Bundestagsfraktion die BBP ins rechtsextreme Lager ein und zitiert den Verfassungsschutz: Die BBP gehöre zur Bewegung der „Grauen Wölfe“. Diese vertrete „eine rassistisch-nationalistische Orientierung“ und stehe für „Gewaltbereitschaft und am Führerprinzip ausgerichtete totalitäre Strukturen.“

Ist dieses Amt nicht furchtbar böse und für die Linke eigentlich untragbar?
...und zitiert den Verfassungsschutz ...

fragt - ganz polemisch
Michael X

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 10. Jun 2010, 14:37
von Helmut
Ok, Uwe tangiert sowas nicht. Also haut euch

Jetzt fag ich Uwe nicht mehr. Womöglich muss ich ihn wieder aus der Schublade herausholen, in die ihn Rex für mich gesteckt hat und dann würde für mich ein Weltbild zusammenbrechen.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 10. Jun 2010, 23:41
von UweX
Obelix würde sagen: "Es war eine feine Rauferei!"
Grüsse an alle im kleinen (manchmal) galligen Dorf :-D

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 11. Jun 2010, 01:04
von Carsten K
@ Klajokas
Dass Lafontaine Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr und Agenda 2010 verhindert hätte, wäre er damals SPD-Vorsitzender und Bundesfinanzminister geblieben, halte ich doch für eine etwas gewagte These. ;-)
Im Ernst, ich finde auch nicht jede und jeden in der LINKEN gut, gerade was Lafontaine betrifft, habe ich durchaus auch meine Vorbehalte, die nicht zuletzt in seiner SPD-Vergangenheit begründet liegen (korrupte Strukturen im Saarland, ähnlich wie in NRW, beide jahrelang von der SPD alleinregiert)... Und ich hoffe, Roland Koch kommt jetzt nicht auch noch auf die Idee, sich der LINKEN anzuschließen...
Aber wie auch immer, seit 1999 (also quasi seit dem Start der rotgrünen Schröder/Fischer-Bundesregierung) beteiligt sich die Bundeswehr an Kriegen, und die PDS bzw. später die LINKE waren und sind bis heute die einzigen Fraktionen im Bundestag, die dagegen waren und sind. Es gibt zwar auch in anderen Fraktionen einzelne Abgeordnete wie Christian Ströbele, und ich rechne es dieser Bundesrepublik durchaus hoch an, sich nicht auch militärisch noch am Irak-Krieg beteiligt zu haben, aber mit so Sätzen wie "Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen", die ja nicht nur meine persönliche Grundhaltung ist sondern auch mal Grundlage für ein demokratisches Nachkriegs-Deutschland sein sollten, finde ich mich im derzeitigen Parteienspektrum (jedenfalls was Bundestag und Landtage betrifft) ausschließlich bei der LINKEN wieder...
Übrigens finde ich es richtig, Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen, und ich finde es falsch, dass die Leute, die das tun, dabei ihr Leben riskieren. Und hätte die Bevölkerung in Israel solche Hilfsgüter so nötig wie die im Gazasteifen, wäre es genauso richtig, diese Hilfsgüter nach Israel zu bringen. Oder nach China, wenn da ein Erdbeben war, auch wenn ich die chinesische Regierung noch so ablehne. Punkt.
Und das alles ist eigentlich nicht mehr die Frage, wer demnächst Bundespräsident oder Bundespräsidentin wird, sondern die Frage einer humanitären Grundhaltung, die ich bei allen drei KandidatInnen voraussetze, aber auch in einer solchen Diskussion (so kontrovers sie auch immer sein mag) hier erwarte...

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 11. Jun 2010, 10:42
von Klajokas

cARSCHti schrieb:
@ Klajokas
Dass Lafontaine Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr und Agenda 2010 verhindert hätte, wäre er damals SPD-Vorsitzender und Bundesfinanzminister geblieben, halte ich doch für eine etwas gewagte These. ;-)


Zumindest wäre es für die damaligen Mächtigen schwieriger gewesen eine Kriegsbeteiligung durchzusetzen.
Mal ne Frage, darf ich den offfiziellen Koallitionsjargon auch für die Brüderles und Co benutzen ? Ich meine die Rumpelstielzchens und so weiter ... HuuHuu Helmut :-D
Klaus

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 11. Jun 2010, 16:42
von UweX
Außnahmsweise auch mal was von mir ZUM THEMA:
http://www.sueddeutsche.de/politik/prae ... t-1.956510 :-D :-D

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 11. Jun 2010, 18:57
von Helmut
Hallo Rex
Ha kann ich etliches so nicht stehen lassen:
Linke = Mehrheitsbeschaffer = Ewiggestrige
Und gleichzeitig stellst du mit dem letzten Satz auch noch die Konservativen als Ewiggestrige hin (Die Ewiggestrigen sind eben konservativ)
Die Partei "die Linken" hat sich gegen die Wahl von Gauck ausgesprochen. Soll ich jetzt namentlich alle die aus der Parei aufzählen, die für diesen Beschluss gestimmt haben? Das geht nicht, also scheibe ich "die Linken". Die haben sich gegen Gauck ausgesprochen, weil er die Menschenrechtsverletzungen der Partei, aus der sie hervorgegangen sind, archiviert. Sie wollen also, dass ihre Vergangenheit im Dunkeln bleibt. Das sind Ewiggestrige (den Begriff hat übrigens ein paar Beiträge vorher en Anderer eingeführt).
Ich kann nichts für die Parallelen zwischen den Nazis und den Linken. Das liegt ganz allein an der Partei "die Linken"
Und weil aus den verschiedensten Gründen keine andere linke Partei mit "der Linken" koalieren kann, können keine Mehrheiten links der Mitte zustande kommen. Also profitiert die CDU von jeder Stimme für "die Linke" (Ausnahme letzte Bundestags- und Bayernwahl, da haben es die Rechten allein geschafft) Wenn die Linke in NRW koalitionsfähig wäre, gäbe es keinen schwarzen Ministerpäsidenten. Und dafür sorgt die Linke (die ewigen Gänsefüßchen sind sowas von lästig). Jeder, der die Linke wählt, muss wissen, dass er einer linken Mehrheit die Zustimmung versagt.
Also sind die Linken Mehrheitsbeschaffer.
Genau dein "hier" hat mich am meisten gestört. Du kennst garantiert nicht alle, die "hier" im Forum schreiben oder nur lesen. Du weißt daher nicht, wer sich als Sozialist bezeichnet. Und seine Meinung zu den Beiträgen abgeben, ist keine Pflicht, genausowenig wie sich politisch "zu outen".
Vielleicht verstehst du es mathematisch:
Die Schnittmenge derer, die sich in diesem Forum für "die Linken" augesprochen haben, und derer, die sich in diesem gegen einen Staat nach dem Vorbild der DDR ausgeprochen haben, ist leer. (war bis vor Kurzem leer)
Warum, lieber Uwe, muss ich dann immer an das Wahlprogramm der Linken denken?

hier erklärst du ziemlich unverblümt oder pauschal) die Linken als reif für die Psychiatrie
Was macht eine Partei aus? Das Parteiprogramm, die Spitzenpolitiker oder jedes einzelne Mitglied?
Ist ein CSU-Mitglied für die Skandale seiner Parteispitzen verantwortlich? Trotzdem wird die CSU multikriminell genannt.
Bin ich für die Sparbeschlüsse und den Bundeswehreinsatz verantwortlich?
Ich muss mir aber wie auch jedes Mitglied der Linken die Frage gefallen lassen, wie ich in dieser Partei Mitglied sein kann.
Wenn du mir unterstellst, dass ich von einem Wahlprogramm unverblümt auf alle Mitglieder schließe, ist das schon mehr als abenteuerlich.
Meine Assoziationen musst du schon mir überlassen. Und Uwe vertrau ich so weit, dass ich ihm meine Assoziationen mitteilen kann.
Recht und Unrecht sind Begriffe, die von einem anderen Standpunkt und auch historisch betrachtet anders bewertet werden
Naja, wenn du einen Standpunkt gefunden hast aus dem dir historisch gesehen Bautzen, die Stasi-Spitzelei und die Toten an der Mauer rechtens erscheinen, dann hab ich ein anderes Rechtsverständnis.
Gruß
Helmut

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 11. Jun 2010, 20:15
von Rex2005
Naja, wenn du einen Standpunkt gefunden hast aus dem dir historisch gesehen Bautzen, die Stasi-Spitzelei und die Toten an der Mauer rechtens erscheinen, dann hab ich ein anderes Rechtsverständnis.

ach Helmut, ich glaube ich geb´s auf mit dir, Pauschalierungen scheinen dein Steckenpferd zu sein ;-) du willst oder kannst nicht verstehen, was ich meine. Aber ich sag´s mal so: Es gab im Osten Tuschkästen mit vielen Farben womit man blühende Landschaften malen konnte und die Farbe hält heute noch auf den Bildern. Heute haben wir die bunten Westfarben und malen immer noch bunte Landschaften. Und Leute die das Leben nur in Schwarz-Weiß sehen, sind einfach arm dran.
LG
Rex2005

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 11. Jun 2010, 21:00
von Helmut
Es gab im Osten Tuschkästen mit vielen Farben womit man blühende Landschaften malen konnte und die Farbe hält heute noch auf den Bildern.
Ein Mörder bleibt ein Verbrecher, auch wenn er seine Nachbarn stets freundlich gegrüßt hat. Ein Unrechtsstaat bleibt ein Unrechtsstaat, auch wenn er eine anständige Beschäftigungspolitik gemacht hat. Da nützt die ganze Schönfärberei nichts.
Deine Antwort auf den Hinweis auf die Mauertoten und eingesperrten Dissidenten empfinde ich als eine Verhöhnung der Stasi-Opfer.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 11. Jun 2010, 22:07
von Bastian

Es ist keine Meinung einzelner nicht wohlwollender Verirrter in diesem Forum. Die DDR war ein Unrechtsstaat. Das ist ein Fakt. Darüber gibt es keine Diskussion. Empfehlung:
Jürgen Fuchs "Magdalena"
Brigitte Reimann
Maxie Wander
da hilft kein Tuschkasten mit noch so schönen Farben.
Gruß
Bastian

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 11. Jun 2010, 22:17
von UweX

Das ist ein Fakt. Darüber gibt es keine Diskussion.

Klingt wie die Präambel eines Unrechtstaates für mich

Unrecht und Intolerenz lauern überall :-o :aetsch:

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Sa 12. Jun 2010, 08:37
von Helmut
Unrecht und Intolerenz lauern überall

Einverstanden.
Es gibt aber Qualtitätsunterschiede, nämlich ob es sich um einen Genozid handellt (1), um den Umgang mit Kritikern (2) oder um die Bereicherung einzelner (3).
Es ist ein Unterschied, ob das Unrecht staatlich angeordnet wurde oder nicht.
Außerdem sollte auch unterschiden werden, wie das Unrecht aufgearbeitet wird.
Wenn nun Unrecht 2 und 3 in einen Topf geworfen wird, darf man sich nicht wundern, wenn 2 mit 1 verglichen wird.
Wenn ich mich gegen Unrecht 1 und 3 engagiere, ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich auch gegen Unrecht 2 engagiere.
OK?

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Sa 12. Jun 2010, 10:44
von UweX

Helmut schrieb:
Unrecht und Intolerenz lauern überall

Einverstanden.
Es gibt aber Qualtitätsunterschiede, nämlich ob es sich um einen Genozid handellt (1), um den Umgang mit Kritikern (2) oder um die Bereicherung einzelner (3).
Es ist ein Unterschied, ob das Unrecht staatlich angeordnet wurde oder nicht.
Außerdem sollte auch unterschiden werden, wie das Unrecht aufgearbeitet wird.
Wenn nun Unrecht 2 und 3 in einen Topf geworfen wird, darf man sich nicht wundern, wenn 2 mit 1 verglichen wird.
Wenn ich mich gegen Unrecht 1 und 3 engagiere, ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich auch gegen Unrecht 2 engagiere.
OK?

Ja ich bin einverstanden, lieber Helmut :-)

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 20. Jun 2010, 19:18
von Benutzer 141 gelöscht
Nicht, dass ich es unbedingt darauf anlege, den Bandwurmthread neu zu beleben; was mich aber doch beschäftigt, ist die Tatsache, wie das Internet auch in der Personalie Bundespräsidentenkandidat immer mehr Einfluss gewinnt.
Hier zwei interessante Links im Netz:
MyGauck-Das-Netz-als-sechste-Gewalt
Bundespraesident-Kandidat-Gauck-geniesst-grosse-Sympathien-im-Netz
Unabhängig davon, dass sich hier tausende von Internetbenutzern für den auch von mir präferierten Kandidaten Gauck aussprechen, finde ich es sehr interessant, wie das Netz neue Mitwirkungsformen in der Politik möglich macht. "Des Volkes Stimme" kann nicht mehr so leicht überhört werden und beschränkt sich nicht mehr allein auf das Kreuzchenmachen bei der Wahl. Dies wird sicherlich in den nächsten Jahren immer stärker Gewicht bekommen und die Möglichkeiten (und auch Risiken?) sind meiner Meinung nach groß.
Gruß
Michael

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 27. Jun 2010, 11:38
von Benutzer 63 gelöscht
Ich habe mich ja bei Facebook der Gruppe "Georg Schramm for Bundespräsident" angeschlossen, aber obwohl wir schon ganz schön viele sind, sollte man sich keine Illusionen machen. :-)

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: So 27. Jun 2010, 12:07
von Benutzer 76 gelöscht
Ihr Lieben,

JuergenF schrieb:
Ich habe mich ja bei Facebook der Gruppe "Georg Schramm for Bundespräsident" angeschlossen

...übrigens: Konstantin Wecker wurde von der Linken für die Bundesversammlung vorgeschlagen, Klaus Hoffmann wird von der SPD in die Bundesversammlung geschickt. Wecker hat inzwischen aber abgesagt, wohl um rechtzeitig in Bremen zu sein, um mit Hannes Wader am Abend auf der Bühne zu stehen.
Liebe Grüße,
Marc

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 1. Jul 2010, 22:43
von Carsten K
Da hat Konstantin aber weise gehandelt, sonst wär das mit dem Hannes wohl nix mehr geworden... an diesem Abend... in Bremen... Das mit dem Christian ist nämlich verdammt spät geworden... in Berlin... Wer hat jetzt eigentlich gewonnen? Deutschland oder Argentinien? Löw oder Maradonna? Christian Wulff oder Fidel Castro?
:krank:

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Do 1. Jul 2010, 23:32
von Mario
der Hühnernudeltopf!
cARSCHti for president
M.

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 2. Jul 2010, 06:14
von Klajokas
So nun ist Niedersachsen Christian zum BundesWu(l)ff befördert worden.
Keiner hat sich mehr lieb, denn das Buffet war schon kalt.
Die Renate findet den Gregor doof, der Siegmar findet den Oskar auch doof, die Angela findet alle doof und der Guido glaubt immer noch dass ihn alle lieb haben.
Wichtig ist jetzt, wie krieg ich bis morgen 16:00 uhr genug Bier kalt ? Denn den Jogi , den Schweini und den Thomas die findet keiner doof.
Nur den Diego......
Klaus

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 2. Jul 2010, 13:45
von Benutzer 63 gelöscht
Der Chris will ja eine Denkfabrik einrichten. Ist zwar eine Steilvorlage, aber
ich sag nix :flöt:

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 2. Jul 2010, 15:40
von Gesch
Hallo zusammen,
mal so zum Thema "Steilvorlage" und Liedermacherbezug:
Die neueste Entgleisung vom Links-Partei-Landeschef Niedersachsen, Dr. Dieter Dehm alias Liederschreiberling Lerryn, die Entscheidung zwischen Wulff und Gauck vergleichsweise als Wahl zwischen Hitler und Stalin zu bezeichnen, ist ja nun eine Geschmacklosigkeit, die ihresgleichen sucht. Geschubst dazu hat er das zwar zurückgenommen, ich weiß, aber für symptomatisch halt ich eine derartige Entgleisung schon...
Stellt sich die Frage: wer mag eigentlich von einem Dehm gewählt werden... soll er doch nächstens selber kandidieren, dann wäre er ja schon neben dem NPD-Barden Rennike der zweite "Liedermacher", und hielte sich selbst gewiss für den mit den besseren Liedern, dem alle Hurra zujubeln könnten.
Schaut Euch mal von diesem Minus-Tausendsassa bei YouTube seinen Hit an: "Der Sänger mit den besseren Liedern ist da" - der kann ja nur sich selbst meinen...
http://www.youtube.com/watch?v=e9VvB9zPlYg
herzlich
Gerd

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 2. Jul 2010, 22:18
von Carsten K
@ Gesch
Was Dieter Dehm betrifft, stimme ich Dir voll und ganz zu, und bei dem finde ich den Vergleich zu dem NPD-Kandidaten durchaus nicht unangebracht, auch wenn ich DDR-/Nazi-Regime-Vergleiche normalerweise für unangebracht halte...
Luc Jochimsen dagegen hätte ich für eine gute Bundespräsidentin gehalten, weil sie sich nicht nur unzählige Verdienste als seriöse Journalistin erworben hat, sondern in wesentlichen Themen von Politik meine eigenen Auffassungen vertritt...
Nun ist es Christian Wulff geworden... Na und? Sein Vorgänger ist zurückgetreten, Wulff wird immerhin durchhalten, bis er dann wieder abgewählt wird...
Das ist doch schon was, oder?

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 2. Jul 2010, 22:28
von Benutzer 63 gelöscht
Einem Suppenkasper wie Wulff, der von der Vollpolitik in die politische Bedeutungslosigkeit wechselt, sollte man dementsprechend auch keine besondere Bedeutung zumessen. Widerlich darf ich ihn trotzdem finden.
Im Vergleich dazu ist Dehm mit seiner kleinen Entgleisung geradezu erfrischend und unterhaltsam. Frage am Rande: Wäre er eigentlich noch im politisch korrekten Rahmen geblieben, wenn er "Wahl zwischen Pest und Cholera" gesagt hätte?
Jürgen

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 2. Jul 2010, 22:42
von Skywise

JuergenF schrieb:
Frage am Rande: Wäre er eigentlich noch im politisch korrekten Rahmen geblieben, wenn er "Wahl zwischen Pest und Cholera" gesagt hätte?
Ursprünglich lautete der Vergleich auf "Tuberkulose und Lungenkrebs". So seine Worte während der Wahlveranstaltung. Und der "Pest und Cholera"-Vergleich fand übrigens exakt einen Satz nach "Hitler und Stalin" statt. Mittlerweile hat er sich wohl auch zumindest für die letzte Entgleisung entschuldigt. Der Vergleich war aber auch reichlich hoch aufgehängt ...
Er mag gute Gründe für seine Haltung haben; ich find's nur schade, daß man darüber praktisch nichts erfährt. Entweder hat er diese Meinung nicht weiter ausgeführt (was mich irgendwie bei Diether Dehm wundern würde) oder die Medien haben unmittelbar danach den Schacht geschlossen. Auf diese Weise kommt so ein "Geschmäckle" durch, das eine leicht persönliche Note enthält ...
Gruß
Skywise

Merkels Kandidatin von der Leyen

Verfasst: Fr 2. Jul 2010, 23:07
von Carsten K
@ JuergenF
Naja, für mich ist Christian Wulff eher die kleinere Entgleisung, CDU-Politiker, der nun Bundespräsident geworden ist, weil er dann in nächster Zeit nicht mehr Bundesminister oder gar Kanzler werden kann. Und er ist ja angeblich ja auch so schüchtern...
Dieter Dehm ist dagegen die größere Entgleisung. Nicht erst seit seiner neuesten Äußererungen. Ende der 60er hat er Hanns Dieter Hüsch aus dem Waldeck-Festival rausgemobbt, Mitte/Ende der 70er bis Ende der 80er im Auftrag der Stasi Wolf Biermann bespitzelt... Dass der in Niedersachsen Vorsitzender der Linkspartei ist, hat bestimmt auch dazu beigetragen, dass es für Wulff beim letzten Mal gerade noch so gereicht hat...
Aber auch ich kann hier auch einen populären Deiter-Dehm-Song empfehlen, den ich bis heute mag, und der von vielen Menschen hoffentlich bis heute gesungen wird:
http://www.youtube.com/watch?v=hijAXpLF ... re=related
So einen Song muss Christian Wullf erstmal schreiben, aber er hat ja jetzt 100 Tage Zeit, bis ich ihm wieder ans Bein pinkeln darf...
;-)