Hach Jottchen, leeven Andreas,
noch ens: He will Dir keiner jet! (Dat is wichtich, unbedengt hinger de Uhre schrieve!)
So, wenn dat jitz jeklärt wör, künne mer ja noch ens op dat ein oder andere zoröckumme, ne?
Grundsätzlich betrachtet hast Du mit dieser, Deiner Meinung selbstverständlich recht, überhaupt keine Frage!
Nur damit ich das richtig verstehe:
Du konzedierst damit, an manchen Ecken auch ordentlich polemisch zu sein? Richtig (bitte um Korrektur, sollte ich falschliegen)? Wenn dem so ist, warum trifft es Dich dann so, wenn Du das Gefühl hast, jemand würde Dir gegenüber polemisieren (was ich aber immer noch nicht sehe, wo das der Fall gewesen sein soll)? Oder gilt die Devise "Gleiches Recht für alle Gummibärchen" dann nicht?
Und irgendwie scheint sich an manchen Ecken die Kirche auf wundersame Art und Weise ein ganzes Stück aus dem Einzugsbereichs des Dorfes entfernt zu haben (siehe auch Einleitung):
Nur: von Zeit zu Zeit drängt sich mir der Eindruck auf, daß es schlicht "schick" ist, mich darauf hinzuweisen, daß meine Meinung "falsch" ist.
Huch, hab' ich da 'nen Trend verpennt? Oder ist da eine neue Verschwörungstheorie in Umlauf, von der ich sträflicherweise noch nichts vernommen habe?
Lieber Andreas, es geht doch nicht darum, wer oder was falsch oder richtig ist. Ich wage sowieso zu bezweifeln, daß Meinungen falsch oder richtig sein können, man hat eine oder man hat sie nicht. Fakten können falsch oder richtig sein, aber Meinungen?
Es muß aber doch erlaubt sein, zum Ausdruck zu bringen, daß man mit der Meinung eines anderen nicht einverstanden ist. Du kannst Deine ja von mir aus behalten, wenn sie Dich glücklich macht, aber schlechterdings wohl kaum verlangen, daß andere mit Dir d'accord sind.
Und das man dies gern damit verbrämt, daß man mir bis auf die Interpunktion nachzuweisen versucht, daß ich das eigentlich genau so zu sehen hätte.
1. Fände ich es "todschick", wenn Du endlich die ollen Kamellen mal in der Tüte lassen könntest, da sich längst darüber ausgetauscht wurde und Du selbst das Thema ad acta gelegt hast, zumal es auch nicht notwendig ist, Dinge, die im persönlichen Schriftwechsel gelaufen sind, hier wieder breitzutreten.
2. So, und nun das "Butter bei die Fische" mal in Deine Richtung:
Wer hat Dich zum aktuellen Thema wann und wo versucht zu "bekehren"?
Wenn man aber, speziell bei diesem Thema wieder, mir unterstellt, ich hättee "resigniert", also Schlüsse zieht, die sich so aus meiner Meinung nicht heraus lesen lassen (oder wenn, nur mit gehöriger Phantasie...), dann ist bei mir der Punkt erreicht, wo ich so etwas als "polemisch" bezeichnen kann
1. Her mit der Butter, damit der Fisch besser schmeckt:
Wer hat Dir wann und wo unterstellt, Du hättest resigniert (und wieso überhaupt "wieder")? Ich habe Dir eine Frage gestellt, nicht unterstellt. Rein prophylaktisch: Bitte mir nicht unterstellen, ich hätte mit meiner Frage Deine Person betreffend etwas implizieren wollen (aber vielleicht war ja Deine Phantasie ganz gehörig oder, was ja durchaus sein kann, ich hab' mich dusslig ausgedrückt).
Solltest Du Dich dennoch in irgendeiner Form verletzt fühlen, dann tut es mir leid, das war nicht beabsichtigt, und ich entschuldige mich dafür.
2. Ein dezenter Hinweis:
Du hast Dich bei Zodiak und mir bereits für "Polemik" bedankt, *bevor* ich Dich mit dem Begriff "Resignation" überhaupt konfrontiert habe. Also wo liegt denn jetzt die Polemik, wo ist die denn nun genau passiert? In meinem und Zodiaks Beitrag kann's ja dann doch nicht gewesen sein. Oder wie? *schnallnix*
Sei so gut, sachlich zu bleiben und solcherart Bewertungen über Aussagen nicht mehr zu treffen, so Du nicht fundiert darlegst, warum Du sie so bewertest.
War ich "un- sachlich" ? Oooooch nöööö... Und "solcherart Bewertungen" gebe ich, siehe oben, gern an Dich zurück. Und "fundiert darlegen" tue ich, so hoffe und glaube ich zumindest, im Wesentlichen genug.
Ich empfinde es zumindest nicht als sachlich, sich für Polemik zu bedanken, ohne dann bereits darzulegen, worin man sie sieht; bei Deiner "Dankesrede" zumindest hast Du gar nichts dargelegt, schon gar nicht fundiert. Insofern hast Du Aussagen bewertet, aber Deine Bewertung nicht erklärt, und da habe ich mir das Recht genommen, mir eine solche zu verbitten, solange eine Darlegung nicht erfolgt.
Und "Widerstand" und "Widerwillen": Ich habe Deutschland nicht hauptsächlich den Rücken gekehrt, weil mich die Zustände daselbst anfingen zu nerven. (...)
Geschenkt, dieser Umstand ist (oder war mir) zumindest bekannt, insofern habe ich Dir auch eine Frage *ge*stellt und gerade eben nicht Dir etwas zu *unter*stellen versucht.
Dir gefällt's hier nicht in Deutschland, schön, akzeptiert, steht jedem frei, dorthin zu gehen, wo er sich wohlfühlt.
Nun, ich gebe Dir sicherlich recht, daß man auch hierzulande ruhig mal etwas "lockerer" sein dürfte. Ich sehe aber die Ach-des-paßt-scho'-Haltung nicht ganz ohne Gefahren, besonders nicht bei grundlegenden Problemen. Und da bin ich dann - eeendlich - wieder beim Thema dieses Fadens:
Beim grundlegenden Problem, daß das Land und vor allem seine Menschen durch ein Gebaren, wie Samsung und Konsorten es an den Tag legen, den Bach runtergeht, vermag ich nicht mehr "Ach des paßt scho'" zu sagen. Da paßt gar nix.
Ein vorletztes, lieber Andreas:
Tut mir aufrichtig leid, daß Deine Gesundheit so angeknackst ist, und ich wünsche Dir an dieser Stelle gute Besserung. Klar, Mensch wird empfindsamer, wenn er körperlich leidet, verständlich. Wäre es aber dann nicht einfach gesünder, sich bis zur Genesung von ungesunden Schauplätzen fernzuhalten?
Und ein allerletztes:
(...der sich manchmal wohl tatsächlich grundlos angegriffen sieht, dies Gefühl aber in letzter Zeit immer öfter hat...)
Ich kann nicht anders, als an dieser Stelle noch einmal meine Zurückhaltung aufzugeben, und den von mir so hochverehrten Loriot zu zitieren: "Vielleicht stimmt da mit Deinem Gefühl was nicht ..."
Nix für ungut und komm bald wieder auf die Beine!
Liebe Grüße
Tina