Auf der Homepage... (Gespräch mit der Tochter "Lulu")

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
Er betreibt eine offizielle Webseite unter https://www.reinhard-mey.de/ die regelmässig mit neuen Beiträgen gefüttert wird
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Hi_do hat dieses Thema gestartet
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#1

Beitrag von Hi_do »

---findet ihr ein Gespräch in Textform zwischen Vater und Tochter.

Danke für diese sehr privaten Zeilen.

Adventlichen Gruß
Hi_do
Zuletzt geändert von migoe am Mo 16. Jan 2023, 15:03, insgesamt 1-mal geändert. Dieser Beitrag enthält 22 Wörter
Grund: Betreff geändert wegen Verständlichkeit
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Viktor
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#2

Beitrag von Viktor »

Hallo miteinander,

wie unerwartet!
Ist ja nicht so, als müsste Reinhard gerade irgendetwas "promoten", wie man so sagt. Ich hätte eigentlich gedacht, dass wir "Fans" bis nächstes Jahr wenig von ihm hören -- und dann plötzlich solch ein überaus langes Interview, ganz ohne dass ich bei irgendeiner Zeitung ein Probe-Abo abschließen müsste, haha. Danke an Fragestellerin und Befragten.

Interessant, wie Victoria-Luise manche Standard-Journalisten-Ansätze (z.B. Frage nach dem Ablauf auf Tournee) neben Kurioses ("wessen Koffer nimmst du?" etc.) und dann wiederum sehr Privates stellt.

Randnotiz: Schade, dass es keinen reinhard-mey.de-Webmaster gibt, den man kontaktieren könnte, denn sonst hätte ich gern auf zwei kleine Fehler hingewiesen.
Ist es euch Zeitgeschichte-Profis auch aufgefallen? ;-) Die Ereignisse um Schabowski, Mauerfall, Showkolade usw. wurden allesamt irrtümlich in den Oktober statt November 1989 verlegt.
(Und Albert Schweitzer wurde um das T im Nachnamen beraubt, aber das tippt sich auch fies.)

Viele Grüße zum Wochenstart
--Viktor
Dieser Beitrag enthält 168 Wörter


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Marc
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#3

Beitrag von Marc »

Lieber Viktor,

Du bist ein Fuchs! Ich vermute, dass das Vater-Tochter-Interview die Intention haben könnte, Interview-Anfragen in den kommenden Wochen zu bedienen, da dürfte es allerhand Anfragen geben. Schmunzeln musste ich bei der Antwort, wie die Enkelin ihren Opa begrüßt - wie bei uns!

Liebe Grüße aus Hannover
Marc
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
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Hannes Wader

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migoe
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#4

Beitrag von migoe »

Liebe @Hi_do

Danke für diesen Hinweis. Reinhard Mey bietet mit der Veröffentlichung dieses Gesprächs einen sehr persönlichen und sehr umfangreichen Einblick. Die Fragen der Tochter sind gut nachvollziehbar. Ich habe so eine ähnliche "Fragestunde" auch schon mit meinen Eltern gemacht (in mehreren kleinen Etappen) und bin immer wieder erstaunt gewesen, welche tollen Neuigkeiten man von den eigenen Eltern erfahren kann, wenn man einfach fragt 😅
Viktor Zitat: Mo 28. Nov 2022, 14:29
Die Ereignisse um Schabowski, Mauerfall, Showkolade usw. wurden allesamt irrtümlich in den Oktober statt November 1989 verlegt.
sehr aufmerksam von Dir lieber Viktor, aber ich denke, da es sich hier nicht um ein redaktionell begleitetes Interview handelt, ist es eher eine Art Erinnerungsstücke bzw. falsch abgespeicherte zeitliche Abläufe.

Wie schon erwähnt, habe ich solche biografischen Gespräche an und zu mit meinen Eltern und da ist es oft so, dass Vater und Mutter andere zeitliche Erinnerungen haben und ich dann beides "für wahr" nehme. Aber bei einwandfreien und einheitlich bekannten Terminen der dokumentierten Zeitgeschichte ist das natürlich leichter zu eruieren 😁
Dieser Beitrag enthält 182 Wörter
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Michael
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#5

Beitrag von Michael »

Hallo,
migoe Zitat: Mo 28. Nov 2022, 17:24
ich denke, da es sich hier nicht um ein redaktionell begleitetes Interview handelt, ist es eher eine Art Erinnerungsstücke bzw. falsch abgespeicherte zeitliche Abläufe.
Ein Beleg dafür, dass redaktionelle Begleitung nie verkehrt ist. Aber auch ich war von dem Gespräch sehr erfreut, ein wunderbarer Einblick.
Marc Zitat: Mo 28. Nov 2022, 15:36
Ich vermute, dass das Vater-Tochter-Interview die Intention haben könnte, Interview-Anfragen in den kommenden Wochen zu bedienen, da dürfte es allerhand Anfragen geben.
Ich glaube nicht, dass das der Grund ist. Es ist vielleicht wirklich einfach das was es scheint, ein liebevolles Gespräch, das für die Menschen gemacht wurde, die sich für Reinhard Mey interessieren. Ein seriöser Journalist würde ein solches "Interview" anstelle eines eigenen ohnehin nie akzeptieren.

Michael
Dieser Beitrag enthält 144 Wörter


Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

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#6

Beitrag von migoe »

Beim Gespräch zwischen Vater und Tochter hatte sich folgende Fragestellung ergeben:
Screenshot - Vater und Tochter - Reinhard und Viktoria Mey.jpg
Frage nach dem Flugzeugabsturz von 1980 Zitat:

Frage Tochter:
Am 17.5.1980 hat Dir bei einem Alleinflug eine gebrochene Pleuelstange die Ölwanne durchschlagen, und Du musstest notlanden, erzähl mir davon!


Antwort Vater:
Ich war nach einer Sendung beim Saarländischen Rundfunk mit einer gecharterten Cessna 172, einem einmotorigen Flugzeug, nach Hause zu Deiner Mutter in Hannover, unterwegs. Start Flughafen Saarbrücken um 12.45 Uhr. Nach 20 Minuten Flug in 1500 Metern Höhe über Grund, erschüttert ein heftiger Schlag die Maschine, plötzlich Stille, der Propeller dreht sich ohne Leistung noch im Luftstrom mit, und eine Flut von braunem Öl fließt von der Motorhaube nach oben über die Cockpitscheibe, verläuft aber zum Glück im Fahrtwind, so dass die Sicht erhalten bleibt. Ich begreife, dass dieser Flug nicht normal zu Ende gehen wird und tue das, was ich in der Ausbildung gelernt und geübt habe, bis ich es im Schlaf beherrschte: Egal was passiert, zuerst flieg das Flugzeug! Klappen 10°, Zündung aus, Benzinhahn zu. Dann auf Notruffrequenz 121,5 MHZ (die ich vorsorglich immer auf all meinen Flügen am 2. Funkgerät gerastet habe, um wenn’s ernst wird, nicht erst mit zitternden Fingern kleine Knöpfe drehen zu müssen) wie vom Blatt gesungen: 3mal „Mayday“, D-EENU, Cessna 172, Triebwerkausfall, 4000 Fuß, Radial 020 von Saarbrücken VOR querab Baumholder“. Sekunden später antwortet die Airforce aus Ramstein, sie benachrichtigen Rettungskräfte, eine Lufthansa-Maschine hoch über mir meldet sich, sie drücken mir die Daumen. Und dann Stille, nur Windrauschen, das Flugzeug segelt, ich suche einen Notlandeplatz mitten über dem Pfälzer Wald.

In Reichweite auf einem Bergrücken kommt eine Lichtung, kommt näher, eine Wiese, das könnte passen, ich entscheide mich dafür, man soll bei seiner ersten Entscheidung bleiben. Und dann erscheint beim Landeanflug, von meinem Schutzengel ausgebreitet, genau voraus ein kleiner asphaltierter Feldweg in der Wiese, den will ich, den muss ich kriegen und - den krieg ich. Der Feldweg ist kaum breiter als das Fahrwerk, passt, die Maschine rollt aus, keine Schramme, alles heil. Der Platz liegt so hoch, dass ich am Boden noch mit Ramstein funken, mich bedanken und Entwarnung geben kann, Lufthansa hat mitgehört und gratuliert mir. Ich mir auch, steige aus, und wanke auf weichen Knien über den Acker zu einem Bauernhof, und rufe die Polizei, die Beamten machen ein Protokoll und ein Foto. Es sieht alles so friedlich und harmlos aus, die schöne Maschine im Sonnenlicht, sauber mitten auf dem Feldweg in die Landschaft geparkt, nur das Öl auf Motorhaube und Cockpitscheibe stört das Idyll.

In der örtlichen Zeitung gab es das Foto davon, ich hab’s leider verbummelt
Am 09.Januar konnte Reinhard Mey froh in seiner Chronik berichten:
Screenshot - Reinhard Mey Flugzeugabsturz 1980 - Bericht.jpg
Aus der Chronik vom 09.01.23 Zitat:
Im Interview erzählte ich meiner Tochter von meiner Notlandung im Mai 1980, und dass ich das Foto der Maschine leider verloren habe. Wie schön, dass eine aufmerksame Leserin dies Dokument in einer uralten Zeitungsmeldung wiederfand und Foto Hosser zwei weitere Aufnahmen in ihren Archiven.

Wer, Wie, Was? Der, Die, Das! Wieso? Weshalb? Warum? - Wer nicht fragt bleibt dumm ;-) ...
Screenshot - Reinhard Mey fragt nach Bildern von seinem Absturz 1980.jpg
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Dieser Beitrag enthält 571 Wörter


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