Moin !
Jetzt bin ich aber ein klein wenig platt. Da schreibt Schneewitt doch tatsächlich:
Auf den Beitrag von Andreas zu antworten, habe ich auch keine Zeit und erst recht keine Lust, denn ich meine, einen sehr feindseligen Unterton aus der Antwort von Andreas herauszuhören. Ich vermiese mir doch nicht freiwillig die Laune.
Wenn Du aus meinen vielleicht ironischen, nichtsdestotrotz jedoch sachlichen Beiträgen vermeintlich einen "feindlichen Unterton" heraushörst, dann sicher nicht, weil es einen solchen gibt, sondern weil Du ihn, aus welchen Gründen auch immer das so sein mag, heraushören willst. OK, wenn dem so ist, dann kann ich Dir auf sachlicher Ebene nicht begegnen. Allerdings - und dies muß erlaubt sein - mache ich mir ernstlich Sorgen um Deine Auffassungsgabe. Sorry.
Und dann: Prosit heiße "Möge es Dir nützen" und sonst nix, schon gar nicht, wie von mir ins Deutsche übersetzt, " Wohl bekomm's"
Habe ich etwas anderes behauptet ? Du übersetzt hier aber etwas aus dem Lateinischen ins Deutsche, um dann den deutschen Begriff wiederum ins Deutsche zu "übersetzen". DAS fiel mir auf, sonst nichts. Dabei gehts dann garnicht um "idiomatische Entsprechungen" (die ohnehin - dies nebenbei - meinen Deutschlehrer in einen frühen Tod treiben würden...), sondern nur noch um, eigentlich unwesentliche, Feinheiten.
Ich weiß auch nicht, ob Du recht hast mit Deinem Dekret, daß "Wohl bekomm's" OHNE Apostroph geschrieben wird. (Mit diesem Dekret trittst Du allerdings gegen den Duden, Deutsches Universalwörterbuch A-Z an).Ich würde es bis zum zuverlässigen Nachweis durch Dich, daß der Duden und ich Unrecht haben, weiterhin mit Apostroph schreiben, das Apostroph wäre das Auslassungszeichen für: Wohl bekomme es.
Darüber könnte man sich streiten, muß man aber nicht. Deswegen laß ich es. Schreib es doch, wie Du meinst, magst und willst. Ich tu es dann auch, und schon ist wieder ein Streitpunkt vom (Hilfe-) Tisch...
Was mir bei Dir auffällt, daß ist eine gewisse "Verbissenheit", so scheint es mir. Vielleicht betrachtest Du alles einmal ganz ohne dieselbe, denn: alles, was Dir, was mir, was uns bei dieser Debatte nicht gefällt, das werden weder Du noch ich ändern, und seien wir noch so sehr darauf bedacht. Fangen wir mit unseren Überzeugungen schlicht bei uns selbst an, ohne missionarischen Eifer, vielleicht auch mit etwas weniger "heiligem Ernst", dann ist zumindest unser kleines Biotop schon einmal in Ordnung. Alles andere wird sich - so oder so - finden, oder ? Eben !
@ Marianne:
Du schreibst:
Das Englischlernen für Kindergartenkinder Sinn macht ,bezweifle ich. Auch ich habe schon mit Lehrern gesprochen (z. B. englische Deutschlehrerin), die der Meinung waren, es wäre besser, wenn die Kinder nicht zu früh anfingen, da sie etwa mit 8 Jahren viel neugieriger darauf wären.
Ich hatte diesbezüglich Anfang des Jahres anläßlich eines Seminars die Gelegenheit, mit einem Pädagogik- und Sprachwissenschaftler über dieses Thema zu diskutieren. Das war zwar im Wesentlichen ein uriger Kauz, aber fachlich schon eine unbestreitbare Größe. Der hat mir erklärt, daß das beste Alter für Kinder, um eine "Fremd"- Sprache zu erlernen, in der Tat die Zeit zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensjahr ist, was rein auf organischen Vorraussetzungen beruht. Jenseits des 6. Lebensjahres nämlich beginnt sich der Kiefer zu verändern. Und damit entfällt letztlich die Möglichkeit, eine solche Sprache ganz akzentfrei zu erlernen. Natürlich geht ein Lernen auch später noch, nur wird es dann von Jahr zu Jahr schwieriger, zumal man anschließend immer einen Einschlag seiner Muttersprache - also einen Akzent - haben wird.
Nun soll man nicht Kindergarten- Kinder mit Grammatik und Vokabel- Pauken anöden, da gebe ich Dir Recht. Aber es gibt Beispiele zuhauf, daß Kinder alleine durch Hören und Nachsprechen lernen, sich an die Sprachmelodie gewöhnen und dabei, quasi nebenbei, sich Phrasen und Worte in der "korrekten" Aussprache aneignen. Die Neugier, die mit 8 Jahren an den Tag gelegt wird, ist dann schon die Neugier, sich intensivst mit der "neuen" Sprache zu beschäftigen.
Und Deine These
Es soll aber auch vereinzelt Fälle gegeben haben, bei denen die Kinder weder die eine noch die andere Sprache richtig beherrschten. Sinnvoll ist es wohl nur, wenn die Eltern zwei verschiedene Sprachen als Muttersprache sprechen.
beweist ja letztlich nur das, was Diana in einem der vorhergehenden Postings gesagt hat: Die Probleme mit der Sprache liegen weniger bei den Kindern - die baden nur die Ergebnisse aus - als vielmehr bei den Eltern. Es wäre doch schön, wenn Schule (und meinetwegen im begrenztem Umfange auch Kindergarten) hier ein gewisses Regulativ bilden würden.
Ich sage es aus der Erfahrung der letzten 40 Jahre aus heutiger Sicht: Ich wäre froh, würde ich neben (einem nebenbei miserablen, weil weitgehend ungeübtem) Englisch noch eine zusätzliche Fremdsprache wie z.B. Französisch oder auch Italienisch beherrschen. Heute fehlt mir - neben der Zeit - auch vielfach das Interesse und die Lust, mich nochmal mit Grammatik, Synthax und Vokabeln zu beschäftigen. So bleiben mir dann nur der "Langenscheidt" (und der "Asterix"), um in fremden Zungen zu parlieren. Schade, eigentlich.
Zitat:
Das Wort "Soße" ist mir aus ganzem Herzen suspekt, ich empfinde es als genauso widerlich wie manche Sauce
Was willst du dann sagen? Tunke?
Nein, das ist ja auch nicht besser als "Soße". Ich sage ganz einfach "sauce"...
So, hoffentlich habe ich nun nicht noch jemandem die Laune vermiest, weil: nichts lag mir je ferner. Viele Grüße aus einer furchtbar schwülen, oberösterreichischen Sommernacht von
ANDREAS.
(...der Schneewitts Einschätzung einer "gewissen Feindseligkeit" nach wie vor nicht nachzuvollziehen in der Lage ist...)