Liedermacherrätsel

Der Musikmarkt in Deutschland ist im Wandel und das hat Auswirkungen auf alle Künstler/innen in allen Bereichen.
Diskutiere mit uns über die richtigen Wege und falsche Entwicklungen. Was sollte sich ändern, was darf sich nicht ändern? Welche Rolle spielen wir Konsumenten? Was kann die Politik tun?

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Reino
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Beitrag von Reino »

"Surabaya Johnny, du bist nicht echt,
du bist nicht von Kipling, Johnny, du bist von Brecht!"
witzelte schon ein Zeitgenosse (Robert Neumann?), und die "Nachrichter" forderten "Nimm doch die Zähne aus dem Mund, du Schwein!".
Gesucht wird aber wohl der "Kanonensong" aus der Dreigroschenoper:
"Soldaten wohnen
auf den Kanonen,
vom Cap bis Couch Behar".
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Rex2005
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Beitrag von Rex2005 »

jaaaaaaaa, richtig!!! Zwischenzeitlich hatte ich schon gedacht, dass meine Hinweise doch nicht so zielgerichtet waren, aber es hat ja doch noch geklappt.
also dann, das nächste Rätsel, bitte! :-)

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Reino
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Beitrag von Reino »

Bleiben wir bei den Soldatenliedern.
Gesucht ist ein Autor, der Krieg aus zwei seeeeehr unterschiedlichen Perspektiven beschrieb: Einmal in der Euphorie der ersten Kriegstage 1914, einmal über die Folgen des "Anschlusses" Österreichs 1938, der für ihn persönlich unangenehme Konsequenzen hatte.
Das Lied von 1914 wurde in einer Version bekannt, deren Subtexter in den letzten Tagen gestorben ist.
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Reino
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Beitrag von Reino »

Das Lied von 1914 wurde in einer Version bekannt, deren Subtexter in den letzten Tagen gestorben ist.
Diese erwähnte Version entstand über 50 Jahre nach Entstehen des Originals und wurde auch in Deutschland sehr populär. Da ging es nicht mehr um Soldaten, aber um die gleiche Stadt.

Reino schrieb:
"Surabaya Johnny, du bist nicht echt,
du bist nicht von Kipling, Johnny, du bist von Brecht!"
Oh, mein schlechtes Gedächtnis! Der Text ist natürlich von Erich Kästner (hatte ich zwar im Hinterkopf, aber auf Platz 2 gesetzt) und heißt korrekt (der Refrain wird allerdings mehrfach variiert):
Das war gemein, Johnny.
Ich fiel drauf rein, Johnny.
Du hast gelogen, Johnny, du bist nicht echt.
Du bist nicht gereist, Johnny,
Du bist nicht von Kipling, Johnny.
Nimm die Pfeife raus, du bist von Brecht.
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Michael
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Beitrag von Michael »

Mein lieber Reino,
das war definitiv nicht ohne. Du suchtest ja den Autor und das dürfte Fritz Löhner-Beda sein, der 1914 sein euphorisches Soldatenlied schrieb und später in Auschwitz ermordet wurde.
Ohne den Hinweis auf den verstorbenen Subtexter hätte ich's nicht rausgefunden (wenn's denn überhaupt stimmt): Klaus Munro, der nicht nur der erste Deutsche war, der den Grand Prix gewann, sondern auch Verfasser von "Theo, wir fahr'n nach Lodz".
Michael
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Franz Josef Degenhardt

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Reino
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Beitrag von Reino »

Fritz Löhner-Beda ist korrekt.
Erwähnt werden sollte aber auch der Original-Titel des Liedes:
"Rosa, wir fahren nach Lodz", das nach langem Vergessensein in der Fernsehserie "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" (1972) gesungen wurde und so Leo Leandros zu Ohren kam, der es als "Theo, wir fahren nach Lodz" zum Hit machte (1974 eine Woche lang die Nummer 1 der deutschen Single-Charts, zwischen "Seasons in the sun", "Waterloo" und "Rock me Baby" und dabei "Sugar Baby Love" kurzzeitig verdrängte).
Der Franzl hat a neue Braut, seit er beim Militär ist.
Die ist ganz tadellos gebaut, wenn's auch ein bißl schwer ist.
Sie stammt zwar nicht von doda, sie stammt vielmehr von Skoda.
Die Taille dieser Nymphe ist sechsunddreißig-fümfe.
Lang hat der Franzl nachgedacht,
wohin die Hochzeitnacht er macht.
Da plötzlich kam das Kriegsgebraus,
Und Franzl rief begeistert aus:
Rosa, wir fahr'n nach Lodz
Rosa, wir fahr'n nach Lodz
Es geht direkt ein Zug von Wien.
Der Hindenburg fahrt auch schon hin.
Rosa, wir fahr'n nach Lodz.
Und das andere erwähnte Lied ist das "Buchenwaldlied", vertont von Herman Leopoldi (einige kennen sicher "Schnucki, ach Schnucki, fahr'n wir nach Kentucky", das André Heller einst wieder aufgriff, ein Klassiker des Wiener Liedes ist "In einem kleinen Café in Hernals").
Wenn der Tag erwacht, eh’ die Sonne lacht,
die Kolonnen ziehn zu des Tages Mühn
hinein in den grauenden Morgen.
Und der Wald ist schwarz und der Himmel rot,
und wir tragen im Brotsack ein Stückchen Brot
und im Herzen, im Herzen die Sorgen.
O Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen,
weil du mein Schicksal bist.
Wer dich verließ, der kann es erst ermessen,
wie wundervoll die Freiheit ist!
O Buchenwald, wir jammern nicht und klagen,
und was auch unser Schicksal sei,
wir wollen trotzdem ja zum Leben sagen,
denn einmal kommt der Tag: dann sind wir frei!
Und das Blut ist heiß und das Mädel fern,
und der Wind singt leis, und ich hab’ sie so gern,
wenn treu sie, ja, treu sie nur bliebe!
Und die Steine sind hart, aber fest unser Tritt,
und wir tragen die Picken und Spaten mit
und im Herzen, im Herzen die Liebe.
O Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen …
Und die Nacht ist kurz, und der Tag ist so lang,
doch ein Lied erklingt, das die Heimat sang:
wir lassen den Mut uns nicht rauben.
Halte Schritt, Kamerad, und verlier nicht den Mut,
den wir tragen den Willen zum Leben im Blut
und im Herzen, im Herzen den Glauben.
O Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen …
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Michael
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Beitrag von Michael »

Hallo,
keine Ahnung, ob sich die Geschichte hier langsam totläuft, aber ich stelle nochmal eine Frage, indem ich euch durch ein kleines Rätsel-Labyrinth schicke:
Unser Labyrinth beginnt bei einem Engländer, der zu den wenigen Künstlern gehört, die durch einen einzigen Auftritt weltberühmt wurden. In seinem Fall war es ein Festival, bei dem er einen aktuellen Song von vier Landsleuten sang - in ziemlich eigenwiller aber im Gedächtnis bleibender Version. In den folgenden Jahrzehnten hatte er immer wieder Karrieretiefs, aber auch immer wieder Comebacks - bis heute. Eines dieser Comebacks hatte er in den achtziger Jahren, da sang er unter anderem den Titelsong eines deutschen Spielfilms - einem Krimi mit einem ziemlich populären Kommissar. Komponiert hatte das Lied ein Deutscher, der es auch auf deutsch - und deutlich rockiger - sang. Und diesen Mann suche ich.
Michael
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Beitrag von fille »

Hallo Michael,
der Mann der mit einem Lied von 4 Leuten bekannt wurde, könnte Joe Cocker sein (With a little help from my friends).
Die Krimimusik stammt wohl von Klaus Lage. Ist das der Mann, den du suchst?
Gruß, Marianne
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Michael
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Beitrag von Michael »

hallo Marianne,
genau der ist es! Und wer Gelegenheit hat, Klaus Lage live zu sehen, sollte sich das nicht entgehen lassen. Kirsten und ich waren schwer angetan.
Liebe Grüße, Michael
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Beitrag von fille »

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, gerne!
Hier wieder ein leichtes Rätsel für den geneigten Rater:
Er ist seinem Land, was Goethe uns ist. Und einige seine Gedichte wurden Lieder.
Ein wichtiger nichtdeutscher Vertreter der Liedermacherei, hat diesmal nicht selbst getextet , sondern ein Gedicht des großen Dichters vertont .
Um was geht in dem Lied? Tja, Spanien kommt darin vor und eine rote Schürze.
Wie heißt der Dichter, wie heißt der Musiker und am besten - wie heißt das Lied?
Liebe Grüße, Marianne
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Beitrag von fille »

Guten Morgen!
Hat keiner Lust Fragen zu stellen? OK! Dann gibt es noch Tipps!
Der wichtige nichtdeutsche aber europäische Vertreter der Liedermacherei weilt nicht mehr unter uns. Viele andere haben das Lied auch gesungen. Und es hat etwas mit Religion, Liebe, Lust und Leidenschaft zu tun.
Liebe Grüße, Marianne
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Clemens
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Beitrag von Clemens »

Ist er sehr jung gestorben?
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...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)
Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)

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Beitrag von fille »


Clemens schrieb:
Ist er sehr jung gestorben?


Der Meister der Liedermacherei ist 60 Jahre alt geworden und starb vor gut 30 Jahren. Der große Schriftsteller und Dichter ist knapp 100 Jahre vor ihm gestorben und 83 Jahre alt geworden.
Liebe Grüße, Marianne
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Rex2005
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Beitrag von Rex2005 »

Hallo Marianne
versuchen wir mal die Sache etwas einzugrenzen:
Er ist seinem Land, was Goethe uns ist.

hm, da du viel auf Englisch liest, würde ich auf einen Dichter aus Großbritannien tippen, möglicherweise Irland
Ein wichtiger nichtdeutscher Vertreter der Liedermacherei,
kann ich mir bei dir Johnny Cash vorstellen
kalt, warm oder heiß ?
LG
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Beitrag von Rex2005 »

oh, da bin ich wohl auf der falschen Fährte
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Beitrag von fille »


Rex2005 schrieb:
oh, da bin ich wohl auf der falschen Fährte

Johnny Cash starb erst 2003.
Ich lese gerne Englisch, aber ich mag eine andere Sprache auch ganz gern :-D
Grüße, Marianne
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Beitrag von Rex2005 »

gut, dann müsste es höchstwahrscheinlich Victor Hugo sein - geboren 1802 , gestorben 1885
macht die Sache aber auch nicht einfacher :-)
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Reino
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Beitrag von Reino »

Dann müßten es George Brassens und Victor Hugo sein. Vielleicht "Gastibelza"? Da kommt zumindest "Spanien" drin vor.
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Beitrag von fille »

Rexie hat einen Treffer, Reino zwei!
Nur das richtige Lied fehlt noch. Wie gesagt Religion, Liebe, Lust und Leidenschaft. Eine junge Frau und ein Brigadier ...
Liebe Grüße, Marianne
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Beitrag von Benutzer 118 gelöscht »

Bis zu Brassens bin ich auch schon vorgestoßen. Marianne hat selbst im Januar hier im Forum geschrieben, dass Brassens Texte von Hugo gesungen habe. Meine Suche hat mich zu "La légende de la nonne / Die Legende der Nonne" von Hugo geführt. Kann das gemeint sein?
liebe Grüße
Stephan
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