Ich lese zur Zeit...

Ein Lied besteht nicht nur Melodie und Rhythmus, sondern auch aus einem Text, der im Idealfall auch noch eine Botschaft vermittelt, tröstet oder wachrüttelt, beruhigt oder aufwühlt. Viele Lieder sind gesungene Geschichten und Gedichte. Erzähl uns von dem interessanten Buch, das Du gerade liest oder dem Gedicht, das Dich schon lange beschäftigt. Lass uns teilhaben an den Gedanken, die dir beim Lesen/Hören gekommen sind. Suchst Du ein bestimmtes Buch/Gedicht/Lied? Hier kannst Du jemanden um Hilfe bitten.

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fille
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#41

Beitrag von fille » Fr 20. Aug 2010, 22:21

Hallo Siegrun!
"Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt
"Die Schwabenkinder" von Elmar Bereuter
"Die Päpstin" von Donna W. Cross

Ich habe "Angelas Ashes" gelesen und auch noch das Nachfolgerbuch "Tis" (heißt glaube ich auf Deutsch "Ein wunderbar weites Land"). Beide Bücher sind ja seine eigene Lebensgeschichte und sehr interessant. Allerdings gibt es Stimmen, dass Frank McCourt die Armut übertrieben hätte.
Beim zweiten Buch hat mich etwas gestört: Frank McCourt war als junger (amerikanischer) Soldat in der Nachkriegszeit in Lenggries (bei Bad Tölz). Dort gab' es viele Flüchtlinge aus Schlesien usw. Die Beschreibung was junge Flüchtlingsfrauen für ein paar Lebensmittel oder ein Päckchen Kaffee alles gemacht haben, hätte er sich sparen können. Ich hatte das Gefühl, dass er sie als Huren gesehen hat.
Von "Die Schwabenkinder" kenne ich nur die Verfilmung. Sie ist mir sehr nahe gegangen. Eine wahre Geschichte und noch nicht mal so lange her.
Zur "Päpstin" kann ich nichts sagen.
Ich selbst lese zur Zeit "David Copperfield", den Klassiker von Charles Dickens. Auch in diesem Buch geht es über Kinderarmut usw. Es hat starke autobiographische Züge, da Dickens bereits mit 12 Jahren die Schule abbrechen und arbeiten musste, um seine 7 jüngeren Geschwister und seine Mutter über Wasser zu halten. Der Vater war im Schuldengefängnis gelandet. Die Lebenshaltungskosten in London waren für eine 10-köpfige Familie zu hoch.
"David Copperfield" ist genau wie Dickens trotzdem Journalist und später ein angesehener Schriftsteller geworden.
Nachdem das Buch erschienen ist, war die Gesellschaft wachgerüttelt und es wurde viel über Kinderarbeit, Bedürftigkeit usw. diskutiert und ich glaube, es gab sogar Gesetzesänderungen.
Ein interessantes Buch. Sehr schön auch die vielen Charaktere.
Liebe Grüße
Marianne
PS: Übrigens ist meine Lektüre der Grund dafür, das ich Forum vernachlässige.....
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Rex2005
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Ich lese zur Zeit...

#42

Beitrag von Rex2005 » Mo 3. Jan 2011, 21:46

Hallo
wollte mal kurz einen "Rechenschaftsbericht" über die drei von mir angesprochenen Bücher abgeben - ich habe es tatsächlich geschafft, alle zu lesen.
"Die Asche meiner Mutter" - kann man lesen aber es hat mich nicht wirklich begeistert. Sämtliche Episoden beginnen mehr oder weniger damit, dass die Familie völlig arm war, der Vater immer das Geld, wenn er mal was verdiente, versoffen hat und deshalb Kinder und Wohnung völlig verlaust und runtergekommen waren. Das zog sich von Anfang bis Ende so hin. Am Schluss klaute der sonst immer brave Sohn von einer Verstorbenen Geld, womit er sich denn nach Amerika aufmachte ...
"Die Schwabenkinder" - ein wirklich spannend geschriebenes Buch, sehr empfehlenswert! Die Charaktere und Hintergründe sind sehr plastisch beschrieben - viel viel besser als im Film (der vorgestern auf BR lief) und nicht annähernd an die Qualität des Buches heranreicht.
"Die Päpstin" - auch lesenswert! Als Heide hatte ich allerdings einige Probleme mit den vielen kirchlichen Begriffen und den oftmals zitierten lateinischen Bibelsprüchen. Auf jeden Fall ein guter historischer Einblick in den Machtapparat Kirche. Ich habe mich allerdings gefragt, ob man in einem Alter von 9 bis 11 Jahren die Schriften, mit denen die Johanna lesen lernte, wirklich verstehen kann. Aber gut, hochintelligente Kinder gab´s sicher auch schon in dieser Zeit.
LG
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Helmut
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#43

Beitrag von Helmut » Fr 28. Jan 2011, 14:15

Hallo ihr Leseratten
Auch ich lese, sogar Bücher.
Ich hab mich über folgendes Buch köstlich amüsiert:
E-Mail an alle von Matt Beaumont.
Auf 430 Seiten gibt es lediglich E-Mails zu lesen, die in einer Werbefirma kursieren.
Intrigen, Sauf- und Sexgeschichten, unfähige Chefs und vorgeschoben fleißige Faulpelze, Zicken, Selbstdarsteller und Psychopathen schreiben sich gegensetig Mails beruflich und privater Natur, wobei man manchmal erst im nachhinein kapiert, was eigentlich abgeht.
Ich finde, absolut lesenswert.
Helmut
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Jim_Stark
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#44

Beitrag von Jim_Stark » Mo 25. Jul 2011, 22:34

Ich lese zur Zeit "Johnny Got His Gun" von Dalton Trumbo. Ich lese das Buch jetzt zum vierten mal im Original und habe es schon diverse Male in der Übersetzung gelesen und bin jedesmal auf's Neue fasziniert.
Also: Dem, der das Buch nicht kennt, kann ich es nur ausdrücklich empfehlen!
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amori
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#45

Beitrag von amori » Di 26. Jul 2011, 23:57

Ich habe meine Bücherregale umgeräumt und dieses köstliche Buch fiel mir wieder in die Hände:
Susanne Schmidt/ Sven Severin, Spaghetti im Rohbau
Kiepenheuer & Witsch

Sven und seine Lebensgfährtin Susanne wollen sich einen Traum erfüllen: Ein Haus in Rom- 16 Kilometer vom Petersdom entfernt! Luftlinie.
Am Anfang war ein Grundstück, dann ein Brunnen, aber keine Baugenehmigung. Aber benötigt man die in Italien wirklich? Haben nicht alle Nachbarn ihre Häuser „abusiv“, also missbräuchlich gebaut?
Susanne und Sven kratzen ihre finanziellen Reserven zusammen, spucken in die Hände und bauen. Dumm, dass die italienische Polizei gerade an den Deutschen ein Exempel statuieren will. Der Abrissbagger steht vor dem Rohbau, sämtliche Nachbarn eilen zur Hilfe, der Polizist hat Tränen in den Augen- und Susanne hält tapfer die Stellung. Ein einziges Zimmer wurde im Rohbau hergerichtet. DerAbriss ist damit erstmal in letzter Sekunde verhindert.
Beide nehmen den Kampf mit der Bürokratie und Herrn Berlusconi auf, lernen eine Menge über Sickergruben, Fundamente und italienische Handwerker. Hausbau ist ja eigentlich gar nicht die Branche der beiden Freiberufler, die als Drehbuchautoren und Regisseure aus der Filmbranche kommen und jetzt manchmal glauben, im falschen Film zu sein.
Es geht chaotisch zu in ihrem Leben und in ihrem Buch. Machmal braucht man ein leckeres Pastagericht zum Durchatmen. Ihre Lieblingsrezepte haben die Beiden zum Glück aufgeschrieben. Ich war vor ein paar Jahren auf einer Lesung- Susanne und Sven haben gekocht. Lecker!
Ich habe den Hausbau mit allen Höhen und Tiefen aus der Ferne quasi live verfolgt. Susannes Mutter war meine Chefin und hielt uns alle über das italienische Drama auf dem Laufenden.
Wir haben sie getröstet und aufgebaut...alles wird gut!
Und es wurde alles gut. Heute kann man in der wunderschönen
"Villa verde" bei Rom Urlaub machen. Individuell und mit Familienanschluss. Ich war noch nicht da- aber ich garantiere euch- ich fahre bald hin!
Nein, dies war nicht der Werbeblock. Dann hätte ich früher in die Schuhe springen müssen. Das Taschenbuch erschien nämlich bereits 2003. Als Italienfan habe ich es gleich noch mal gelesen und wollte es euch nicht vorenthalten.
Liebe Grüße
Annette
:goethe:

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Charlotte
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#46

Beitrag von Charlotte » Mi 27. Jul 2011, 21:48

Hallo,
ich habe nach langer Zeit wieder einmal hier herein geschaut und will nun auch ganz schnell eine Lanze für ,, Die Bücherdiebin" brechen.
Dieses Buch steht auch auf meiner Liste der lesenswerten Bücher ziemlich weit oben. Wer es noch nicht gelesen hat sollte dies nachholen. Da ich ja ehrenamtlich in unserer Stadtbücherei arbeite, empfehle ich es auch sehr häufig und bis jetzt habe ich nur positive Rückmeldungen gehabt.
Und wer von den Leserinnen ,,Die Klatschmohnfrau" von Noelle Chatelet noch nicht gelesen hat (natürlich können es auch Männer lesen, aber ich glaube es spricht Frauen mehr an) sollte dies auch unbedingt tun. Ein wunderbares Buch über die Alterslosigkeit der Liebe.
Lesenswert fand ich auch ,,Die Insel der Witwen" von Dagmar Foh
Und zur Zeit lese ich Rebecca Gable ,,Das zweite Königreich". Rebecca Gable wurde in der Bücherei von einigen Lesern gelobt und da ich mich ja langsam durch den Geschmack der Nutzer der Bücherei durchlesen möchte, habe ich mir einmal ein Buch von ihr mitgenommen.
Dicke Bücher, klein geschrieben aber wer Historisches mag, dem kann man es wirklich empfehlen.
Und zuletzt noch ein Tipp aus dem Krimibereich: Nele Neuhaus
Die sogenannten Taunuskrimis. Die ersten Zwei fallen mir im Moment nicht ein, aber der dritte ist ,,Tiefe Wunden", dann ,,Schneewittichen muß sterben" und der neuste ,,Wer Wind sät". Dies Krimis kommen auch bei Lesern an, die eigentlich keine Krimis lesen.
So jetzt höre ich aber auf, sonst finde ich kein Ende. Bücher sind für mich einfach unentbehrlich und ein unerschöpflicher Gesprächsstoff.
Liebe Grüße von
Charlotte


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Holgi
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#47

Beitrag von Holgi » Mi 3. Aug 2011, 21:45

Ich habe gerade angefangen, Mark Twain´s "Huckleberry Finn" zu lesen.
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Rex2005
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#48

Beitrag von Rex2005 » Di 4. Okt 2011, 20:21

Hallo
bin gerade bei "Marthe und Mathilde" von Pascale Hugues - ein Buch dass ich schon 2009 lesen wollte. Nach Umzug in eine Wohnung ohne Dachschrägen (und 80 Parkplätzen vor der Nase) habe ich jetzt jede Menge Platz für Bücher und vor allem Ruhe zum Lesen. Außerdem ist der goldene Herbst laut Wetterbericht vorbei und der hiesige Buchladen nur 3 Minuten weg ... Also war ich vor kurzem dort shoppen :-)
Das Buch ist sehr lesenswert, wenn auch etwas anstrengend. Es ist sozusagen eine Mischung aus Erinnerungen der beiden Großmütter - Marthe und Mathilde - und dem Abgleich mit historischen Fakten der Autorin, eine Journalistin.
HIer wird das Buch in Wort und Bild vorgestellt, daher brauche ich gar nichts weiter zu schreiben.
... ach ja, das Elsass :anhimmel:
Als nächstes liegt "Die Bücherdiebin" bereit - man will ja hier mitreden können :-D.
LG
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#49

Beitrag von JuergenF » Di 4. Okt 2011, 20:43

Ich lese jetzt Herzzeit, den Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan (und einigen anderen). Bei solchen Hochpoetern kann man natürlich nur staunen. Aber warum ich es hauptsächlich erwähne: Was ich im Internet bzw. Emailwechsel nur zu gut kenne, was ich auf das Medium und mich schob, das gabs halt auch damals bei Dichters schon, nämlich diese ständigen Entschuldigungen "Ja ich habe lange nicht geschrieben, obwohl ich es wollte, du weißt ja, wie das so geht...."
J.
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#50

Beitrag von amori » Mi 5. Okt 2011, 16:41

Ich habe es auch gelesen, Jürgen.
Beide so wortgewaltig. Aber da sind auch die Banalitäten des Alltags. Keiner erfüllte so recht die Ansprüche des anderen.
Und beide enden tragisch.
LG Annette
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#51

Beitrag von Clemens » Mi 5. Okt 2011, 21:06

Ich habe grad mal zurück"gescrollt" und festgestellt, dass mich das Buch "Herzzeit" vor anderthalb Jahren sehr beschäftigt hat :-)
Herzlich Clemens :-)
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#52

Beitrag von JuergenF » Fr 7. Okt 2011, 20:59

Genau, amori, welch Frechheit, diese Heroen mit so Kram wie Visum-Beschaffung usw. zu belästigen ;o) Und ja, die Erwartungen...Celan kann durchaus recht kühl werden, wenn es ihm emotional zu intim wird, nun ja, wie ausm richtigen Leben halt.
Jürgen
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#53

Beitrag von schusselchen » Mo 30. Jan 2012, 12:30

Iny Lorenz: Töchter der Sünde...ein Muss für alle Lorenzfans!
Wie jeder Teil einfach nur Klasse!
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#54

Beitrag von fille » So 9. Sep 2012, 15:05

Ich lese zur Zeit....
.."Peter Camenzid" das Erstlingswerk von Hermann Hesse. Danach folgt endlich das "Glasperlenspiel", ich glaube sein letztes Werk. Auf jeden Fall hat er den Nobelpreis dafür bekommen.
Im Oktober geht es auf kleine Hermann-Hesse-Tour (Calw, Basl, Bodensee) und bis dahin lese ich noch einiges von und über ihn. Nächstes Jahr ist das Tessin und damit Montagnola dran.
Nach dem Liedertreffen waren wir ja in England auf Dickens und P.D.James Spuren. Ich habe in letzer Zeit von Dickens "Little Dorrit" und "Große Erwartungen" gelesen. Es macht mir einfach Spaß nicht nur in die Bücher einzutauchen, sondern auch die Schauplätze der Handlungen und Lebensorte der Dichter zu besuchen.
Außerdem haben Benny und ich nach "Der Henkerstochter" wieder mal Schongau besucht. In bin zwei Jahre dort zur Schule gegangen, aber nach so einem historischem Krimi sieht man den Ort mit anderen Augen.
Zurück zu "Peter Camenzid". Ich habe erst 40 Seiten gelesen, aber seine Naturbeschreibungen haben es mir angetan. Peter liebt wie ich den Föhn :-)
So, jetzt geht's aber zum Schwimmen. Da kann ich "Peter" ja mitnehmen.
Liebe Grüße aus dem wunderbar spätsommerlichen Oberbayern.
Marianne
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#55

Beitrag von Holgi » So 9. Sep 2012, 22:49

Ab morgen ist der neue Stephen King-Roman "Wind" dran. ;-)
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#56

Beitrag von Timbo » Mo 10. Sep 2012, 11:01

Bin gerade erstmal in diesem Thema gelandet und war geradezu entzückt, das hier zu finden:
>>
Ich hab mich über folgendes Buch köstlich amüsiert:
E-Mail an alle von Matt Beaumont.
Auf 430 Seiten gibt es lediglich E-Mails zu lesen, die in einer Werbefirma kursieren.
<<
Möchte diese Empfehlung dringend noch mal aufwärmen. Ein absolut köstliches und in seiner Machart ziemlich einzigartiges Buch.
@Helmut:
Kann von Matt Beaumont auch "Staying Alive" empfehlen. Hab ich gelesen, nachdem ich zufällig auf "E-Mail an alle" gestoßen und völlig begeistert war (wieso ist Beaumont eigentlich so relativ unbekannt??), und es ist ebenfalls extrem temporeich und unterhaltsam. Nicht ganz so "speziell", aber... ich hab's gefressen. :-)
Als letztes mit Begeisterung gelesen habe ich übrigens "Sieben verdammt lange Tage" von Jonathan Tropper...

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Skywise
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#57

Beitrag von Skywise » Mo 10. Sep 2012, 11:36


Timbo schrieb:
Als letztes mit Begeisterung gelesen habe ich übrigens "Sieben verdammt lange Tage" von Jonathan Tropper...
Das ist wirklich ganz nett, wobei ich mich ein wenig darüber geärgert habe, daß das anfängliche Niveau nicht gehalten werden konnte. Und daß sich der Autor zu weit von seinem ursprünglichen Thema (Tod des Vaters) entfernt, aber das mag mein persönlicher Eindruck gewesen sein.
@Thema:
Heinrich Böll "Dr. Murkes gesammeltes Schweigen"
Gestern mal wieder nach langer Zeit gelesen und immer noch für genial befunden. Witzig, tiefgründig, mehrschichtig.
Davor:
Richard Thiess "Wenn das Grauen zum Alltag wird"
Schilderungen des (ehemaligen?) Leiters der Münchener Mordkommission mit dem Schwerpunkt Ermittlungsmethoden bei Mordfällen, die sich tatsächlich ereignet haben. Staubtrocken zu lesen, aber ein interessantes Gegengewicht zu den fiktiven Darstellungen in TV und Radio ...
Wahrscheinlich steht als nächstes an:
Jasper Fforde "Der Fall Jane Eyre"
Ich habe drei Bände der "Thursday-Next"-Reihe gelesen, mittlerweile gibt's drei weitere. Ich habe aber das Gefühl, die Erinnerung an die Reihe und die letzten Geschehnisse nochmal auffrischen zu müssen, ehe es an die neuen Bücher geht, daher der erste Band nochmal :-). Macht aber auch Spaß. Und ich will auch einen Dodo als Haustier haben ...
Gruß
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#58

Beitrag von Helmut » Mo 10. Sep 2012, 15:51

Hallo
Vor Kurzem hat mir meine Tochter die "Heilige Scheiße" von Stefan Bonner/Anne Weiss zu lesen gegeben. Eigentlich sehr viel Gedanken, die man selber schon gedacht hat. Trotzdem tut es unheimlich gut, wenn man feststellt, dass es immer mehr Leute gibt, die nicht mehr glauben, sondern schon denken.
So hab ich mir von den gleichen Autoren die "Generation doof" besorgt. Fand ich nicht ganz so gelungen. Trotzdem fand ich auch hier seitenweis Passagen, die ich unterschreiben könnte, besonders, was über die Kindererziehung der Generation doof zu sagen ist.
Vor Kurzem stieß ich auf einem Wühltisch auf "die Brücken der Freihet" von Ken Follett. Wie alle seine Bücher realtiv trivial. Ich denke aber, dass man einen guten Einblick bekommt in des Herrschaftssystem der Zeit der industriellen Revolution. Lesenswert. Unverkennbar, dass seine Frau für die Lobour-Party im Unterhaus sitzt.
@ Timbo.
Ich muss offenbar nach Matt Beaumont Ausschau halten. Danke für den Tipp
Gruß
Helmut
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#59

Beitrag von Timbo » Di 11. Sep 2012, 11:07

@Skywise:
Ich hab ehrlich gesagt das Thema "Tod des Vaters" nie als eigentlichen Gegenstand der Geschichte empfunden, sondern eher als Aufhänger, weswegen es mich kein bisschen verwundert hat, dass es zwar am Anfang eine Rolle spielt, aber dann nach und nach in den Hintergrund tritt.
Ich fand vielmehr spannend, wie sich die Beziehungen zwischen den Personen, über die man nach und nach immer mehr erfährt, entwickeln, wieviel auf- und/oder zusammenbricht und wieviel von den "Schubladen" übrig bleibt, wenn alle sich gezwungenermaßen miteinander beschäftigen müssen...
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#60

Beitrag von Skywise » Di 11. Sep 2012, 13:07


Timbo schrieb:
@Skywise:
Ich hab ehrlich gesagt das Thema "Tod des Vaters" nie als eigentlichen Gegenstand der Geschichte empfunden, sondern eher als Aufhänger, weswegen es mich kein bisschen verwundert hat, dass es zwar am Anfang eine Rolle spielt, aber dann nach und nach in den Hintergrund tritt.
Schon, aber damit trat auch gleichzeitig der staubtrockene schwarze Humor in den Hintergrund, mit dem der Autor den Leser zu Beginn bedacht hat (nach meiner Erinnerung ist das anfängliche Telefonat mit seinen eingestreuten Erinnerungsfetzen und der Schilderung der Personen schlichtweg brillant). Auf mich hat es so gewirkt, als ob Tropper nach ca. fünfzig Seiten darüber nachgedacht hätte, ob er den Humor wirklich bis zum Ende durchhält - und danach zwei Gänge runtergeschaltet. Am Anfang dachte ich noch, daß es sicher amüsant wäre, eine so verkorkste Familie zu beobachten, aber diese ganzen Kalauer und skurrilen Wortduelle oder bissigen Kommentare des Erzählers nahmen in Anzahl und Niveau leider etwas zu stark ab. Ich denke, auch in puncto Situationskomik oder Religions... nun ja ... -kritik? -kommentierung? -aufarbeitung? wäre deutlich mehr drin gewesen. Damit meine ich jetzt aber bitte nicht diesen Holzhammerhumor, wie er in den letzten Jahren mal Mode war, sondern eher etwas Bissig-Unterschwelliges. Ich hätte mir gewünscht, Kishon hätte das Buch lektoriert ;-)
Ich fand vielmehr spannend, wie sich die Beziehungen zwischen den Personen, über die man nach und nach immer mehr erfährt, entwickeln, wieviel auf- und/oder zusammenbricht und wieviel von den "Schubladen" übrig bleibt, wenn alle sich gezwungenermaßen miteinander beschäftigen müssen...
Hm. Das war schon okay - vielleicht ein wenig konstruiert ... Ich hab' den Roman nicht mehr vollständig im Kopf, aber ich fand einige Figuren ungeachtet ihres schillernden Auftretens ziemlich blaß und ihre Motivation eher zweifelhaft. Manchen fehlte eine zweite Ebene - irgendwas hinter der zur Schau gestellten Exzentrik. Mag natürlich sein, daß das der gewählten Erzählperspektive geschuldet ist. Aber es hat mich auf der anderen Seite beruhigt, daß der Ich-Erzähler ebenfalls seine Kopfwäsche abbekam - und dies wahrscheinlich sogar verdient.
Gruß
Skywise
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