Ich lese zur Zeit...

Ein Lied besteht nicht nur Melodie und Rhythmus, sondern auch aus einem Text, der im Idealfall auch noch eine Botschaft vermittelt, tröstet oder wachrüttelt, beruhigt oder aufwühlt. Viele Lieder sind gesungene Geschichten und Gedichte. Erzähl uns von dem interessanten Buch, das Du gerade liest oder dem Gedicht, das Dich schon lange beschäftigt. Lass uns teilhaben an den Gedanken, die dir beim Lesen/Hören gekommen sind. Suchst Du ein bestimmtes Buch/Gedicht/Lied? Hier kannst Du jemanden um Hilfe bitten.

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#1

Beitrag von fille » Fr 2. Okt 2009, 19:25

...von Fred Vargas "Debout les morts"
Und ihr?
Liebe Grüße
Marianne
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punkbarde
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#2

Beitrag von punkbarde » Fr 2. Okt 2009, 19:49

...und ich zur Zeit "Wer bin ich und wenn ja wieviele?"-eine philosophische Reise.
Macht Spaß zu lesen! den Autor weiß gerade nicht und habe auch keinen Bock ins Schlafzimmer zu gehen um nachzuschauen.
Desweiteren liegt noch ein Fachbuch über Imkerei aufm Klo.
Grüße: Palü ;-)
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Helmut
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#3

Beitrag von Helmut » Fr 2. Okt 2009, 19:57

Diese Woche hab ich ausgelesen:
Einmal Aussteigen und zurück von Cäpt'n Flint
Hippo schrieb unter dem obigen Pseudonym autobiograph über seine Zeit als Gammler.
Eindrucksvoll, teilweise langatmig, formal schlecht gemacht.
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#4

Beitrag von Miramis » Fr 2. Okt 2009, 20:37

... Kinderliteratur von Erich Kästner für eine Uniprüfung. So macht die Vorbereitung doch Spaß :-) Und gerade jetzt, wo es draußen herbstlich wird, ist es besonders schön, es sich mit einem Buch gemütlich zu machen, finde ich.

...und ich zur Zeit "Wer bin ich und wenn ja wieviele?"-eine philosophische Reise. Macht Spaß zu lesen! den Autor weiß gerade nicht und habe auch keinen Bock ins Schlafzimmer zu gehen um nachzuschauen.

Das Buch ist von Richard David Precht.
Liebe Grüße an alle Bücherwürmer, :wink:
Anna
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Leicht?
Noch nicht.
Doch voll Musik
Und weiter, weiter Welt.
(Barbara Pachl-Eberhart)

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#5

Beitrag von amori » Fr 2. Okt 2009, 22:55

Ich gebe gerade mal wieder Herrn Hofstadter und " Gödel, Escher, Bach" eine Chance. Aber auch nach mehreren Anläufen wird die Thematik nicht leichter und ich nicht klüger.
LG Annette,
die auch nicht alles verstehen muss :erschreck: ,
das aber auch gerne zugibt 8-)
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#6

Beitrag von fille » Fr 2. Okt 2009, 22:59

Liebe Amori!
Gödel, Escher, Bach"

Habe gerade bei Wikipedia nachgelesen :-o :-o :-o
Äh...... ja, was soll ich sagen
Nur Mut!
:-D
Liebe Grüße
Marianne
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#7

Beitrag von amori » Fr 2. Okt 2009, 23:55

Äh...... ja, was soll ich sagen

Sach nix, Marianne, sach nix! ;-)
Aber immerhin- ich habe es versucht! Mehrfach!

:bäng: :kaputtlach:
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#8

Beitrag von JuergenF » Sa 3. Okt 2009, 00:58

Ich versuche mich seit zwei Jahren an "Die Abenteuer der Ware" von Anselm Jappe. Gilt eigentlich als einfaches Einsteigerbuch in die "Wertkritik", nun ja :-?
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#9

Beitrag von Gesch » Sa 3. Okt 2009, 13:39

Hallo,
nachdem ich zuletzt "Vorwärts und vergessen - Kader, Spitzel und Komplizen: Das gefährliche Erbe der SED-Diktatur" von Uwe Müller und Grit Hartmann gelesen hatte, danach alle Taschenbuchkrimis von Helen Tursten, bin ich nun am jüngsten Fall des kaiserlich-römischen Ermittlers Marcus Didius Falco (Zeit von Kaiser Vespasian): "Das Geheimnis des Scriptors" von Lindsey Davis. Ich mag gelegentlich Krimis ohne Autos und Telefone...
Warum lest Ihr Bücher, wenn sie Euch kein Lesevergnügen bereiten? Mit dem Erwerb des Buches hat man sich doch auch die Option erstanden, es bei Nichtgefallen wieder wegzulegen...
herzlich
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#10

Beitrag von amori » Sa 3. Okt 2009, 14:11

Warum lest Ihr Bücher, wenn sie Euch kein Lesevergnügen bereiten? Mit dem Erwerb des Buches hat man sich doch auch die Option erstanden, es bei Nichtgefallen wieder wegzulegen...

Lieber Gerd,
ich habe hunderte von Büchern gelesen, die mir kein Vergnügen bereitet haben! :ratz:
Da musste ich einfach durch. Das war ich meinen Kunden schuldig, die ja möglicherweise anderer Meinung waren.
Jetzt lese ich "privat" und wenn ich ein Thema spannend finde, habe ich schon den Ehrgeiz, einen Zugang zu finden. Manchmal funktioniert das auch nach mehreren Anläufen nicht, wie bei dem erwähnten Titel.
Das liegt hier aber nicht am Buch, sondern eher an meiner beschränkten Aufnahmefähigkeit :hammer: .
Natürlich nehme ich mir auch die Freiheit, es wegzulegen ;-)
Liebe Grüße
Annette
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#11

Beitrag von Maren » Sa 3. Okt 2009, 15:38

Hallo, Ihr Lieben
ich lese gerade "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak. Ein wunderbar bildreich geschriebenes Buch über ein Mädchen, dass im dritten Reich alles verliert und bei einer Pflegefamilie unterkommt.
Die Schreibweise aus Sicht des Mädchens macht viele bedrohliche Begebenheiten leichter und viele Kleinigkeiten weltbewegend. Wie das bei Kindern so ist.
Es geht um Moral, um Macht, um den Tod, um Veränderung und Stagnation. Um Angst und Freude und alles in einer so unglaublich reichen Sprache, dass ich es kaum erwarten kann, wieder ein paar Minuten mit der Bücherdiebin verbringen zu können. Ich weiß jetzt schon, dass die letzten Seite von mir nur häppchenweise gelesen werden, weil ich mich so schwer von Büchern trennen kann, die mich berühren.
@ Amori: Ich gebe jedem Buch die 100-Seiten-Chance. Wenn es mich bis dahin nicht gepackt hat, ist es vorbei und aus uns wird nie ein Paar ;-)
:maren:
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#12

Beitrag von JuergenF » Sa 3. Okt 2009, 17:26

@ Gesch: Tja, kein Lesevergnügen, das ist so ne Sache. Das ist eben manchmal eine Haßliebe. Es fällt einem schwer, aber man hat das Gefühl, es könnte sich lohnen, es durchzustehen. Oder das Buch gefällt mir irgendwie, und ich wünschte mir, es zu allem Überfluß auch noch zu verstehen :-) Sowas in der Art.
Jürgen
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#13

Beitrag von Gesch » Sa 3. Okt 2009, 17:39

Hallo zusammen,
wenn Ihr schon lest, was Euch wenig behagt - das ist ja dann eigentlich schon Arbeit... -, hört Ihr Euch denn auch Musik an, die ihr nicht so recht mögt? Die Lebenszeit ist knapp...
Ich könnte es ja verstehen, wenn wenigstens die Neugier einen dran hält, um kennenzulernen, was man noch nicht kennt und von dem man sich eigentlich etwas mehr verspricht... aber wenn nach 20 bis 50 Seiten oder nach dem Anspielen von 6 bis 8 Songs immer noch kein Funke überspringt, dann gleitet das doch so langsam in Masochismus über, oder nicht?
Berufliche "Verpflichtungen" wie bei Annette nehme ich natürlich raus - da sieht die Sache anders aus, weil man ja Kunden sagen können muss, was das für ein Buch ist.
Aber bei Bettlektüre oder in der Straßenbahn, oder im Sessel bei Beine hoch am Kamin...
wie sang der Liedermacher-Kollege Frank Baier mal:
"Datt muss doch auch watt Späßkes bringn... - willze dich nur gräm'm?" (oder so ähnlich...)
Kennt Ihr den Frank eigentlich?
herzlich
Gerd
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#14

Beitrag von fille » Sa 3. Okt 2009, 17:50

Liebe Leseratten!
Ich gebe Büchern meist nur ca. 20 Seiten. Denn ich finde auch, dass das Leben zu kurz ist, um sie mit Lektüre zu verbringen, die einem nicht zusagt.
Manchmal blättere ich dann aber auch nur weiter und lese dann hinten weiter. Das wäre vielleicht auch etwas für berufsbedingte Leser.
Da ich immer wieder versuche, fremdsprachige Literatur im Original zu lesen, ist es besonders wichtig, dass es mich auch anspricht. Sonst ist es Quälerei.
Aber bei einer Krimiautorin wie Fred Vargas besteht keine Gefahr. Kann ich nur empfehlen. Spannend geschrieben - mit einer schnoddrigen modernen Sprache, aber einwandfreier Grammatik. Da macht das Lernen doch Spaß!
Marien schrieb:
Ich weiß jetzt schon, dass die letzten Seite von mir nur häppchenweise gelesen werden, weil ich mich so schwer von Büchern trennen kann, die mich berühren.

Leider bin ich heute schon fertig geworden. :-(
Liebe Grüße
Marianne
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#15

Beitrag von JuergenF » Sa 3. Okt 2009, 18:04

Sorry für die Abschweifung, aber @ Gesch:
Ja, Frank kenne ich vom Internet und seinem Projekt mit den Grenzgängern (März 1920), aber hab ihn noch nicht live gesehen. Ich hoffe, das noch nachholen zu können!
Jürgen
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#16

Beitrag von amori » Sa 3. Okt 2009, 19:14

das ist ja dann eigentlich schon Arbeit... -, hört Ihr Euch denn auch Musik an, die ihr nicht so recht mögt?

Ja, lesen kann tatsächlich in Arbeit ausarten. Musik, die ich nicht mag, kann ich nur einmal hören. Da werden zu viele Sinne angesprochen, die sich wehren.
Ich könnte es ja verstehen, wenn wenigstens die Neugier einen dran hält, um kennenzulernen, was man noch nicht kennt

Deshalb habe ich versucht, mich durch Hofstadters "Gödel, Escher, Bach" zu quälen. Das Thema ist einfach faszinierend, vom Stil her durchaus lesbar und amüsant. Leider fehlen mir einfach ganz viele Voraussetzungen zum Verständnis. Ich zitiere mal aus dem Klappentext, vielleicht wird jemand neugierig:
"Ein brillanter junger Computer-Wissenschaftler benutzt amüsante, paradox-surreale Dialoge, die Bilder Eschers, die Musik Bachs und ebenso eine Fülle von Ideen aus so unterschiedlichen Gebieten wie Logik, Biologie, Psychologie, Physik, Zen-Buddhismus, Mathematik oder auch Neurologie, um eines der größten Geheimnisse der modernen Wissenschaft zu illuminieren: unsere offensichtliche Unfähigkeit, die Natur des Denkens zu verstehen".
840 pralle Seiten warten auf euch :-D
"Wer sich lesend auf dieses Buch einlässt, begibt sich auf eine Reise durch die Wunderwelten des menschlichen Geistes, eine Reise, auf der er Abenteuer in Hülle und Fülle zu bestehen hat und von der er als ein anderer zurückkehren wird".
LG
Annette
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#17

Beitrag von amori » Sa 3. Okt 2009, 19:24

Ich gebe Büchern meist nur ca. 20 Seiten

Nee, Marianne,
da ist dir unter Umständen viel entgangen. Hundert Seiten sollten es schon sein, ich nehme mir immer 150 vor.
Manchmal blättere ich dann aber auch nur weiter und lese dann hinten weiter. Das wäre vielleicht auch etwas für berufsbedingte Leser.

Querlesen nennt man das. Eine Technik, ohne die Berufsleser gnadenlos untergehen würden :-D. Das reicht aber nur, um einen Eindruck über Inhalt, Aufbau und Stil zu bekommen. Eintauchen kann man so nicht.
LG
Annette
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#18

Beitrag von fille » Sa 3. Okt 2009, 20:25

Hallo Annette!
da ist dir unter Umständen viel entgangen. Hundert Seiten sollten es schon sein, ich nehme mir immer 150 vor.


Da hast du absolut Recht! Meistens lese ich ja sowieso noch etwas weiter. Bin halt neugierig.
Liebe Grüße
von Marianne...
... die jetzt überlegt, welches Buch sie sich als nächstes vornehmen soll. Bücher und Zeitschriften stapeln sich vor dem Bett. Komischerweise werden die Stapel einfach nicht kleiner!

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#19

Beitrag von fille » Sa 10. Okt 2009, 15:32

Liebe Leseratten,
nachdem ich einen Artikel über die "Große Depression" der 30-er Jahre in USA gelesen habe, habe ich endlich ein Buch aus dem Regal gezogen, das ich mal auf dem Flohmarkt erstanden hatte:
John Steinbeck The Grapes of Wrath (Früchte des Zorns)
Den Film mit Henry Fonda habe ich schon vor langer Zeit gesehen. Von Steinbeck kenne ich auch einige Bücher: Von Menschen und Mäusen und Die Straße der Ölsardinen .
Die Geschichte beschreibt die traurige Auswanderung der "Okies" (Menschen aus Oklahoma) nach Kalifornien. Nach der wirtschaftlichen Katastrophe 1929, brachte ein Klimawechsel ein wahres Desaster über die kleinen Farmer in Oklahoma - es regnete fast nicht mehr. Alles vertrocknetes und anschließend trugen Stürme den fruchtbaren Boden davon. Da die Farmer Pächter waren, mussten sie das Land verlassen, denn die Eigentümer wollten mit Maschinen große Baumwollfelder dort anlegen. Was sie auch taten.
Das sind die Tatsachen, die John Steinbeck zu seinem Roman verarbeitet hat. Oklahamo wurde damals "Dust Bowl" genannt.
Der Stil Steinbecks ist wunderbar. Wie er bereits im ersten Kapitel beschreibt, wie das Getreide wächst, wie es vertrocknet, wie der Sturm den Boden davon trägt und wie hilflos die Menschen sind, das fesselt sofort.
Diese Zeit hat auch etwas mit Liedern zu tun. Viele arbeitslose und fast verhungernde Menschen fuhren als "Hoboes" illegal mit Zügen durch das Land - immer auf der Suche nach Arbeit. Hunderttausende waren es.
Eine davon war Woody Guthrie, für mich der Urvater des Singer/Songwriters überhaupt. Seine Lieder erzählen vom kleinen Mann und seinen Nöten.
Liebe Grüße
Marianne
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#20

Beitrag von Helmut » Sa 10. Okt 2009, 16:51

Liebe Marianne
Dein Buchtipp interessiert mich als Erdkundelehrer. Mal sehen, wo sich das Buch auftreiben läßt.
Zu deiner schönen Beschreibung sollte vielleicht ergänzt werden, dass man heute die Entstehung der Dust-Bowl zum großen Teil auf die intensive Bewirtschaftung des Bodens zurückführt. Die damals entstandenen Badlands sind bis heute nicht mehr bewirtschaftbar.
Entschuldige, wenn meine Berufskrankheit wieder durchgebrochen ist
Liebe Grüße
Helmut

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