Der Sänger Hans Söllner - oder: Vom Grundrecht, ordinär zu sein

Der aus dem bayerischen Bad Reichenhall stammende Liedermacher hat sich durch seine anarchische aber konsequent querköpfige Art im gesamten deutschsprachigen Raum viele Freunde gemacht - und das obwohl er seine Lieder ausschließlich in seiner Heimatsprache - nämlich bayerisch! - singt und kein Blatt vor den Mund nimmt. In diesem Forum besteht die Möglichkeit zum Austausch...
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migoe
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Der Sänger Hans Söllner - oder: Vom Grundrecht, ordinär zu sein

#1

Beitrag von migoe » So 24. Jun 2018, 11:57

Dieser Bericht von Michael Frank erschien am 25.11.1989 unter der Schlagzeile "Der feine Gesang der Axt" in der Süddeutschen Zeitung und ist leider nicht mehr online zu finden. Nordlicht hat mir seinerzeit diesen Artikel für das Pressearchiv geschickt. Hans Söllner war damals noch ein Geheimtipp. Im Artikel beschreibt der Autor treffend die Faszination, die von Söllner von Anfang an ausging.
Hans Söllner lebt ein Grundrecht, das noch in keinem Menschenrechtskatalog aufgeführt ist: das Grundrecht, ordinär zu sein. All den Großen, Mächtigen, Dicken, Reichen nimmt dieser nie das Maß sozialer Anklage, sondern billige Rache. Er beschreibt, betitelt, beschimpft sie so kleinlich und wohltuend, so ungerecht und schadenfroh, so verletzend und befreiend, wie man das längst schon immer mal selbst hätte tun sollen.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen dieses uralten Artikels und finde, Hans Söllner ist sich selber über die Jahre treu geblieben - obwohl natürlich auch er sich verändert hat.
Hans-Soellner-Der-feine-Gesang-der-Axt-25-11-1989.pdf
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