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"Mashup: Wader vs. Scherben" - Blogbeitrag auf freitag.de

Verfasst: So 14. Jun 2020, 15:51
von migoe
Über kuriose Umwege durch das Internet bin ich auf diesen Blogbeitrag im Bereich "Kultur" der Wochenzeitung "Der Freitag" gestoßen und musste mich mehrmals mit dem Text auseinandersetzen, um für mich eine einigermaßen schlüssige Erklärung für diesen sogenannten Mashup* zu finden.
Blog_ Rockmusik ǀ Mashup Vol. 5_ Wader versus Scherben — der Freitag.jpg
Eine Erklärung dazu, was ein Mashup ist, gibt der Autor am Ende seines Beitrags:
Mashups (siehe Wikipedia) sind Samplings, bei denen zwei oder mehr Musikstücke zu einem zusammengesamplet werden. Die »Mashup«-Textreihe kapriziert sich auf Schlüsselsongs – wobei in jeder Folge zwei vergleichbare Popmusik-Stücke im Mittelpunkt stehen. Die Folgen:

Mashup Vol. 1: Hardrock versus Country
Mashup Vol. 2: Stones versus Dylan
Mashup Vol. 3: Feuerzeugballaden
Mashup Vol. 4: Funk versus Soul
Mashup Vol. 5: Wader versus Scherben
Mashup Vol. 6: Clash versus Cure (folgt)
*Nun handelt es sich bei diesem Blogeintrag ja nicht um einen musikalischen Mashup und mittlerweile habe ich erfahren, dass es unterschiedliche Meinungen/Einstellungen dazu gibt, was genau dieser Betriff bedeutet. Bei YouTube gibt es dazu viele Videos, mir hat dieses zugesagt:
► Text zeigen
Wie aus dieser Liste hervorgeht, hat der Autor bereits andere Mashup-Blogeinträge erstellt, die ich der Vollständigkeit halber ebenfalls verlinkt habe, denn ich musste mich auch erstmal ein bißchen "einlesen", um einen Zugang zu Wader versus Scherben zu bekommen.

Der Autor räumt ein:
Wader und die Scherben: In Einzelsongs lassen sich die beiden Paradebeispiele musikalisch widerständigen Schaffens kaum vergleichen. Welcher Song sollte es sein? Wader verfasste lyrische Stücke, die punktgenau den Zeitgeist der frühen Siebziger trafen. Beispiele: »Charley« (siehe Clip unten) oder, bis heute die Wader-Nummer schlechthin, »Heute hier, morgen dort«. Mit im Ouevre enthalten waren ziemlich wüste Titel wie der Ihr-könnt-mich-alle-mal-Talkingblues »Kokain« oder die surreale Geschichte vom »Tankerkönig« – eine launische Moritat über Erfolgserlebnisse und Beschränkungen individueller Verweigerung. Die »spontaneistischen« Ausrutscher der Anfangsjahre machte der Sänger später wieder gut. Allerdings waren auch die Arbeiter- und sonstigen Lieder seiner mittleren Phase (Beispiel: »Leben einzeln und frei«) von einer Ernsthaftigkeit und Tiefe geprägt, die dem Großteil der parteipolitisch fokussierten Agitprop-Barden abging. Bei den Scherben ist die Suche nach dem »Schlüsselsong« ebenso schwer. Die »unpolitischeren« Songs, wie sie ab Mitte der Siebziger entstanden (Beispiel: »Land in Sicht«), führten regelmäßig zu Auseinandersetzungen vor oder auch auf der Bühne. Mit einzubeziehen ist in beiden Fällen das »Spätwerk« – in Waders Fall persönlichere Lieder eines abgeklärten Immer-Noch-Linken sowie die Zusammenarbeit mit Konstantin Wecker, im Fall der Scherben der Sonderfall Rio Reiser, die Rosenkriege um das Vermächtnis der Band und schließlich unterschiedliche Reunion-Versuche.
und versucht dennoch in seinem Artikel einen Vergleich zu machen und aus meiner Sicht gelingt ihm das nicht, obwohl ich es sehr interessant finde, dass er es überhaupt versucht.

Vielleicht geht es Euch ja auch so oder es ist Euch völlig egal oder ihr seid ganz anderer Meinung. Wie dem auch sei, wer sich mit Hannes Wader und seinen Liedern beschäftigt, freut sich vielleicht über einen Hinweis auf diesen Artikel, und wenn nicht, einfach ignorieren.
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"Mashup: Wader vs. Scherben" - Blogbeitrag auf freitag.de

Verfasst: So 14. Jun 2020, 18:15
von Viktor
Vielen Dank für diesen Hinweis, migoe.
Ich bin ja immer sehr interessiert, wenn es um Wader geht, und war bislang noch nicht auf diesen Artikel gestoßen.

Da ich sehr, sehr wenig über Ton, Steine, Scherben weiß und recht viel über Hannes, hätte es für jemanden wie mich recht horizonterweiternd werden können - so hätte ich vermutet -, aber mannomann, ich kann den Beitrag bestenfalls überfliegen und bekomme dabei schon fast Kopfschmerzen!
Ich will dem Verfasser gar nicht seine Kompetenz absprechen, aber ich glaube, die ganze Prämisse mit dem 'Mashup' oder der verkopfte Schreibstil, oder irgendetwas anderes daran ist einfach nichts für mich.
Oder ich muss ihm noch eine zweite Chance geben, wenn die Sonne nicht so sehr scheint :pfeifen:

Schöne Grüße
Viktor

"Mashup: Wader vs. Scherben" - Blogbeitrag auf freitag.de

Verfasst: So 14. Jun 2020, 21:06
von migoe
Viktor hat geschrieben:
So 14. Jun 2020, 18:15
Ich will dem Verfasser gar nicht seine Kompetenz absprechen, aber ich glaube, die ganze Prämisse mit dem 'Mashup' oder der verkopfte Schreibstil, oder irgendetwas anderes daran ist einfach nichts für mich.
dann geht es also nicht nur mir so :-D :grübel:

Es könnte bei mir aber auch daran liegen, dass ich mich nicht zu den (Links-)Intellektuellen zähle und deshalb auch eine ganz andere (wesentlich einfacher gehaltenere) Sprache gewohnt bin und brauche. Naja und außerdem bin ich ohne "Ton Steine Scherben" aufgewachsen und kann auch bei Wader nicht wirklich mitreden.

Wie wohl Hannes Wader diesen "Vergleich" zwischen ihm und den "Scherben" bewertet?