Liedermacher-Fanzines

Du willst selber Lieder schreiben und suchst Themen, Lob oder Kritik? Hier bist Du richtig und kannst auch anderen mit Deiner Meinung helfen, ihre Gedanken und Ideen auf Papier, ins Instrument und auf die Bühne zu bringen.

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QueenMarie
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Liedermacher-Fanzines

#1

Beitrag von QueenMarie » Mi 27. Jul 2005, 15:52

Bonjour, mes amis
Wer kennt "Fanzines" zum Thema Liedermacher und weiss auch, wo man sie beziehen kann?
Gruss
gx casanit
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Liedermacher-Fanzines

#2

Beitrag von QueenMarie » Mi 3. Aug 2005, 18:13

Guten Tag
Gibt es wirklich niemanden in diesem Forum, der ein Fanzine im Bereich "Liedermacher" kennt oder gibt es überhaupt gar keine Fanzines zu diesem Thema?
Gruss
gx casanit
Queen Marie
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Liedermacher-Fanzines

#3

Beitrag von fille » Mi 3. Aug 2005, 18:45

OK, ich oute mich!
Was ist ein "Fanzine"? :roll:
Gruß, Marianne
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Liedermacher-Fanzines

#4

Beitrag von Skywise » Do 4. Aug 2005, 01:46


fille schrieb:
Was ist ein "Fanzine"? :roll:

Eine Verballhornung aus "Fan" und "Magazine". Demnach ein "Fan-Magazin". Zu Deutsch etwa "Gernhörer-Zeitschrift" :-D
Gruß
Skywise
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Liedermacher-Fanzines

#5

Beitrag von QueenMarie » Do 4. Aug 2005, 12:45

Guten Tag
In der Wikipedia gibt es einen erklärenden Artikel zum Wort "Fanzine".
http://de.wikipedia.org/wiki/Fanzine
Ich hoffe, der Link funktioniert. Garantie gibt es bei meinen schlechten Technikverständnis allerdings keine :-(
Gruss
gx casanit
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Liedermacher-Fanzines

#6

Beitrag von Skywise » Do 4. Aug 2005, 16:39


QueenMarie schrieb:
Gibt es wirklich niemanden in diesem Forum, der ein Fanzine im Bereich "Liedermacher" kennt oder gibt es überhaupt gar keine Fanzines zu diesem Thema?
Ich hab' heute früh mal den Plattenhändler meiner Wahl nach so einer Zeitschrift gefragt. Der hat mich ausgelacht :-D
Danach haben wir, gemeinsam mit einem zufällig anwesenden weiteren Kunden, eine recht interessante Debatte geführt, einige Musiktitel angehört, Unmengen von Namen durch die Luft fliegen lassen und sind schließlich bei der Frage gelandet: "Was ist ein Liedermacher?"
Und damit waren wir genau an einem Punkt angelangt, den ich einerseits gerne vermieden hätte, aber andererseits unweigerlich auf mich zukommen sah, nachdem wir die ersten Worte zu diesem Thema gewechselt hatten.
Die Quintessenz des Gespräches war: ein solches Magazin existiert nicht. Und wenn jemand sich tatsächlich die Mühe machen würde, ein Fanzine herauszugeben, wäre die Wahrscheinlichkeit, daß es besonders lange existiert, extrem gering.
Gruß
Skywise
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#7

Beitrag von QueenMarie » Fr 5. Aug 2005, 18:19

Salut Skywise
Weshalb glaubst Du, dass ein Liedermacher-Fanzine nur kurz bestehen würde?
Ich persönlich kenne Fanzines aus dem Bereich Comics, und die haben teilweise, obwohl meist von schlechter Qualität und geringer Auflage (manchmal nur 100 Stück oder noch weniger), einen recht langen Atem.
Gruss
gx casanit
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Liedermacher-Fanzines

#8

Beitrag von Marc » Fr 5. Aug 2005, 18:54

Hallo zusammen,
ich habe mich auch lange nach einer Zeitschrift umgesehen, in der Liedermacher thematisiert werden.
Dabei bin ich auf das Magazin "Folker!" gestoßen, das meinen Musikgeschmack immer noch am ehesten trifft. Themengebiete sind "Folk, Lied und Weltmusik", so die Redaktion. Das Heft erscheint alle zwei Monate.
In der aktuellen Ausgabe findet man zum Beispiel einen Artikel über Fanny van Dannen, Katja Ebstein und einen Bericht über Volkslieder der DDR.
Ein Blick in das Inhaltverzeichnis lohnt sich auf jeden Fall immer -In der aktuellen Ausgabe sind (s.o.) doch recht interessante Berichte. Das ist aber nicht bei jeder Ausgabe der Fall. Gut ist auf jeden Fall immer der Terminkalender mit Hinweisen auf viele Konzerte (auch geordnet nach Postleitzahlen)!
Hier der Link zur informativen Homepage des Magazins: Folker!
Gruß, Marc
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.

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Liedermacher-Fanzines

#9

Beitrag von Skywise » Fr 5. Aug 2005, 19:46

Hallo, QueenMarie!
Oh, ich kenne auch Fanzines aus dem Comic-Bereich, so ist es nicht. Aber sobald man in den Musikbereich reingeht, hat man mit heftigen Problemen zu kämpfen, weil man Musik nicht abbilden kann. Also konzentriert man sich bei den Musik-Fanzines in aller Regel auf einzelne Interpreten oder Musikstile.
Auf jeden Fall muß es eine Basis geben, die man bei seinen Hörern voraussetzen kann, um darauf aufzubauen; im Idealfall musikalischer Art, da man - wie gesagt - bei einem Musik-Fanzine keine Kostproben bieten kann. Daher gibt es z. B. auch Fanzines speziell für Metal- oder für Elektronik-Musik - wenn man die Musik beschreiben will, kann man sich an anderen Interpreten derselben Musikrichtung orientieren ("Theatre Of Tragedy treffen auf Nightwish" - da kann sich selbst der nur halb interessierte Metaller was drunter vorstellen; "das Album tendiert mal in Richtung Jean Michel Jarre, mal in Richtung Klaus Schulze" - da weiß selbst der Elektro-Anfänger-Fan sofort Bescheid).
Bei Liedermachern gibt es diese gemeinsame Basis eben nicht, denn das einzige gemeinsame Kennzeichen ist: sie schreiben ihre Sachen größtenteils selbst. Musikalisch liegen zwischen ihnen Welten und im Umgang mit Texten sind sie mindestens ebenso flexibel. Ein cARSCHti singt völlig andere Lieder als ein Christof Stählin, ein Konstantin Wecker ist nicht mit Stoppok vergleichbar, Joint Venture sprachen prinzipiell ein ganz anderes Publikum an als Süverkrüp und wer Meret Becker und Hans Söllner miteinander vergleicht, sollte sich nebenbei ernsthaft Gedanken um seinen Geisteszustand machen :-D
Nur - wenn die gemeinsame Basis so schemenhaft im Hintergrund bleibt, ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, ein Fanzine vernünftig aufzubauen und ein Publikum dafür zu gewinnen. Die Vorstellungen über das, was ein "Liedermacher" zu sein hat, gehen zu weit auseinander, um auch nur annhähernd unter einen Hut gebracht zu werden.
Daher bin ich der Ansicht, daß ein Fanzine für die komplette Liedermacher-Szene einfach nicht zu realisieren ist.
Gruß
Skywise
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#10

Beitrag von QueenMarie » Mo 8. Aug 2005, 17:19

Lieber Skywise
Natürlich ist die Liedermacher-Szene breit gefächert! Andererseits gibt es ja auch das liedermacher-forum.de, und da hab' ich noch von niemandem gelesen, dass das Forum geschlossen werden soll, da es die Szene nur "ungenügend" wiedergibt.
Gerade im Bereich "Liedermacher" würde ein Fanzine meiner Meinung nach Sinn machen, da es ja nicht nur um die Musik geht, sondern die Texte bei den Liedermachern einen hohen Stellenwert haben.
Gruss
gx casanit
Queen Marie
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#11

Beitrag von Skywise » Mo 8. Aug 2005, 18:09


QueenMarie schrieb:
Natürlich ist die Liedermacher-Szene breit gefächert! Andererseits gibt es ja auch das liedermacher-forum.de, und da hab' ich noch von niemandem gelesen, dass das Forum geschlossen werden soll, da es die Szene nur "ungenügend" wiedergibt.
Hallo, QueenMarie!
Natürlich stellt das Liedermacher-Forum die Szene nur ungenügend dar - das breit- und tiefgefächerte Sortiment müßte an vielen Stellen noch überarbeitet werden ... aber: es entwickelt sich. Und es entwickelt sich insofern, daß Informationen hier gesammelt und komplett zur Verfügung gestellt werden und nicht nur auszugsweise, wie es zwangsläufig bei einem Fanzine der Fall sein muß. Wenn hier bei einem Album steht "XY geht den auf dem letzten Album beschrittenen Weg konsequent weiter", dann braucht man sich nicht lange umzusehen, sondern kann direkt beim vorherigen Album nachlesen, was daran so besonders war. Außerdem besteht bei Internetveröffentlichungen die Möglichkeit, daß auch zu älteren Werken ein Meinungsaustausch stattfindet, was bei Fanzines nur bedingt möglich ist.
Gerade im Bereich "Liedermacher" würde ein Fanzine meiner Meinung nach Sinn machen, da es ja nicht nur um die Musik geht, sondern die Texte bei den Liedermachern einen hohen Stellenwert haben.
Die Fanzines haben große Probleme, weil sie juristisch betrachtet zwischen einigen Stühlen sitzen. Aber auch hier gilt: Texte abdrucken nur mit Erlaubnis des Verfassers (und seit einigen Monaten wird gerne mal der juristische Schlagstock rausgeholt, was das unerlaubte Veröffentlichen eines Songtextes angeht). Der Verantwortliche des Fanzines müßte also bei den einzelnen Verlagen anklingeln und um Erlaubnis fragen, um "zugkräftige Liedertexte" an Land zu ziehen, z. B. also von Klaus Hoffmann, Reinhard Mey oder Hannes Wader etc.; diese Erlaubnis ist allerdings in vielen Fällen mit Kosten verbunden ... und sobald eine Sache ins Geld geht, greifen viele Personen mit Internetanschluß doch wieder auf die nahezu kostenlosen Angebote zurück.
Die Alternative wäre, auf das Veröffentlichen von Liedertexten zu verzichten. Oder aber, nur solche Liedertexte zu veröffentlichen, für die einem die Erlaubnis erteilt wurde ... nur - das dürften dann meistens die Leute sein, die (noch?) keinen großen Namen haben. Ohne große Namen lockt man aber in der Regel keine Neugierigen an ...
Gruß
Skywise
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Liedermacher-Fanzines

#12

Beitrag von migoe » Mo 8. Aug 2005, 20:39

Ich glaube auch, daß es für eine Art "Liedermacher-Bravo" keinen besonders lukrativen Markt gibt, vor allem aus den von Skywise genannten Gründen mit den unterschiedlichen "Zielgruppen innerhalb der Zielgruppe". Es gibt im Prinzip keinen "typischen" Liedermacher-Fan - so wie es eigentlich auch "den" Liedermacher-Typ nicht gibt. Künstler wie Wader, Wecker und Mey haben hier ganz klar eine Ausnahmestellung, wie z.B. eine Marlene Dietrich im Bereich der Diven oder Charly Chaplin im Bereich der "Comedy".
Klar könnte man eine Top10 der besten/erfolgreichsten/beliebtesten/usw. Liedermacher zusammenstellen, in der sich wahrscheinlich auch viele Künstler finden werden, deren "Hochzeit" bereits längere Zeit in der Vergangenheit liegt. Das liegt aber vor allem daran, daß der Begriff des Liedermachers so stark mit diesen Personen, die vor allem in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfolgreich waren, geprägt wurde.
Doch die Definition eines Liedermachers (wie ich sie mit diesem Forum vertrete) geht weit über das gängige Klischee hinaus. Liedermacher können nicht in eine bestimmte musikalische Schublade gesteckt werden. Eher könnte man diesen Begriff als eine Art "Prädikat" verwenden.
Wenn man diese Überlegungen zu Grunde legt, wird vielleicht klar, warum es schwer und mühsam und vielleicht sogar unmöglich wäre, ein Liedermacher-Fan-Magazin herauszubringen....
Liebe QueenMarie, welche konkreten Vorstellungen hast Du denn in Bezug auf solch ein Fan-Magazin? Welche Inhalte sollte es bieten, welche Künstler vertreten, welche Zielgruppe ansprechen? Wie könnte es finanziert und auf welchen Wegen verteilt werden?
migoe, der den Begriff "Fanzine" ins Lexikon aufgenommen hat, mit der Definition aus der Wikipedia und als Einleitung die Definition von Skywise...die kurz und knackig beschreibt, was gemeint ist
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#13

Beitrag von QueenMarie » Mi 10. Aug 2005, 15:37

Lieber Skywise, lieber migoe
Mir scheint, Ihr habt noch nicht ganz begriffen, was hinter dem Wort "Fanzine" steckt. Ein "Fanzine" kann/darf eine Szene oder einen Teil davon sehr subjektiv darstellen. Manchmal hat ein "Fanzine" nur einen Autor, der alle Texte schreibt, da kann es gar nicht anders als subjektiv sein.
In ein Liedermacher-Fanzine könnte man z. B. folgendes aufnehmen: Rezensionen (aktuelle Alben/Klassiker), Konzertberichte (sehr subjektiv), Interviews, Fragebogen (wem möchten Sie auf keinem Fall in der Sauna begegnen? etc. grins*), History-Teil (für "jüngere" Fans sicher interessant, was in den 60ern/70ern so lief), internationale Szene (Chanson, Folk, Songwriter), Kalender (okay, der ist auf dem Internet aktueller) Web-Tipps, Begriffserklärungen... es gäbe wohl hunderte von Rubriken, die man machen könnte.

Gruss
gx casanit
Queen Marie
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#14

Beitrag von Skywise » Mi 10. Aug 2005, 16:49

Hallo, QueenMarie!

QueenMarie schrieb:
LMir scheint, Ihr habt noch nicht ganz begriffen, was hinter dem Wort "Fanzine" steckt. Ein "Fanzine" kann/darf eine Szene oder einen Teil davon sehr subjektiv darstellen. Manchmal hat ein "Fanzine" nur einen Autor, der alle Texte schreibt, da kann es gar nicht anders als subjektiv sein.
Die Subjektivität habe ich gar nicht in Frage gestellt - selbst die "professionellen" Musikmagazine können gar nicht anders als subjektiv berichten, wenn es um Konzerte oder Rezensionen geht.
[...] es gäbe wohl hunderte von Rubriken, die man machen könnte.
Kann man, sicher.
Aber.
Was ist ein "Liedermacher"? - Damit gehen die Probleme los. Die Definitionen gehen derart weit auseinander, daß es praktisch unmöglich ist, mit dem Finger auf eine Zielgruppe zu zeigen.
Beispiel
Auf Deinem Fanzine (September-Ausgabe) würde als Schlagzeile stehen:
"Geile Sache! Götz Widmann läßt seinen Schwanz singen!" - wen würdest Du damit ansprechen?
Auf Deinem Fanzine (Oktober-Ausgabe) steht als Schlagzeile:
"Dieter Süverkrüp - 50 Jahre politische Musik oder 50 Jahre musikalische Politik?" - wen würdest Du damit ansprechen?
Auf Deinem Fanzine (November-Ausgabe) steht als Schlagzeile:
"Das Kirchenverständnis des Manfred Siebald" - wen würdest Du damit ansprechen?

Ich könnte noch weitermachen.
Jedenfalls - die Zielgruppe, die sich von allen drei Überschriften gleichermaßen angesprochen fühlen würde, wäre ausgesprochen gering (und ich habe jetzt drei Namen genommen, bei denen ich keinerlei Probleme mit dem "Liedermacher"-Begriff sehe und die sich vom Instrument her nicht wesentlich unterscheiden). Nur - wenn die Zielgruppe so kunterbunt ist, wirst Du es nicht schaffen, wirklich ein so vernünftiges, ausgewogenes Blatt hinzukriegen, daß sich wirklich jeder in einem so großen Maße angesprochen fühlt, daß er das Fanzine noch weiter beziehen möchte. Das wird Dein Problem als HerausgeberIn eines allgemeinen Fanzines sein.
Die Subjektivität der Beiträge eines Fanzines ist eigentlich kein Problem, sondern eher ein Vorteil. :-)
Gruß
Skywise
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#15

Beitrag von kmzweiein » Mi 10. Aug 2005, 22:01

Hallo Queen!
Ich finde Deine Idee ziemlich cool. Die besten Sachen sind endstanden aus Ideen bei denen alle gesagt haben: "Bist Du verrückt?! Laß die Finger davon!!!".
Wer hätte zum Beispiel am Anfang der "Liedermaching"-Bewegung gedacht, daß so etwas tragen könnte? Hat gar keiner drüber nachgedacht, die haben einfach gemacht.
Die Gegenargumente von sky und migoe z.b. stimmen trotzdem alle ziemlich genau. Die haben schon recht.
Aber - na und...? Kein Grund es nicht trotzdem zu versuchen.
Lieben Gruß,
Micha
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#16

Beitrag von migoe » Mi 10. Aug 2005, 23:24

Liebe QueenMarie,
Mir scheint, Ihr habt noch nicht ganz begriffen, was hinter dem Wort "Fanzine" steckt. Ein "Fanzine" kann/darf eine Szene oder einen Teil davon sehr subjektiv darstellen. Manchmal hat ein "Fanzine" nur einen Autor, der alle Texte schreibt, da kann es gar nicht anders als subjektiv sein.

ich denke, zumindest jetzt verstanden zu haben, was Du unter einem Fanzine verstehst und biete Dir an, die Möglichkeiten des Forums zu nutzen, um ein Projekt, wie es Dir vorschwebt vorzubereiten.
Vielleicht finden sich hier ja noch andere, die wie Du so etwas anstreben und angehen möchten. So könnte man sich zusammenschließen, Artikel, Informationen, Termine usw. zusammentragen und ein Fanzine aus der Taufe heben.
Daß so ein Magazin natürlich nicht so aktuell und interaktiv sein kann wie ein Online-Angebot ist ja jedem klar. Die von Sky und mir vorgebrachten Argumente sind sicher richtig, sollten aber - wie kmzweiein schon richtig angemerkt hat - nicht so verstanden werden, daß es keine Versuch geben sollte, so etwas zu versuchen.
Einen großen finanziellen Erfolg sollte man sich davon aber nicht versprechen!
migoe
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#17

Beitrag von nosix » Mo 15. Aug 2005, 17:20

Salut migoe
Du schreibst:

Eher könnte man diesen Begriff als eine Art "Prädikat" verwenden.


Das finde ich eher etwas bedenklich! Wenn das Wort "Liedermacher" in erster Linie ein "Prädikat" sein soll, wer entscheidet dann über die Vergabe dieses Prädikats? Die Fans? Die Musiker selber? Die Medien? Eine übergeordnete Verwaltungsstelle?
Gruss
gx casanit
nosix
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#18

Beitrag von migoe » Mo 15. Aug 2005, 22:44

Hallo nosix,
ich denke wirklich, daß nur die Fans solch ein "Prädikat" vergeben können/sollten.
migoe
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#19

Beitrag von Guest » Mo 15. Aug 2005, 23:32

hallo nosix und migoe,
grundsätzlich hege ich auch zweifel, ob man das
wort "liedermacher" wirklich als prädikat vewenden
sollte. weil mir das doch sehr nach verwaltungsstelle
und stempel klingt. und wehe denen, die nicht in die
schublade passen, die für sie vorgesehen sind ...
aber im konkreten fall gebe ich migoe trotzdem recht:
wenn es um fanzines geht, sollte der fan entscheiden,
was er unter liedermacher versteht. hm. und die fanin entscheidet dann über die liedermacherinnen? :-)
schuldigung ... der mußte einfach sein.
viele grüße
nils
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#20

Beitrag von QueenMarie » Mi 17. Aug 2005, 21:54

Salut nilsfl
Du kommst aus Deutschland oder Österreich, aber bestimmt nicht aus der Schweiz, oder?!
Ich kann mir sonst nicht erklären, wieso Du einen Witz machst, den man in der Schweiz nicht versteht!

hm. und die fanin entscheidet dann über die liedermacherinnen? :-)
schuldigung ... der mußte einfach sein.


Weder nosix noch Slide noch ich haben auch nur einen blassen Schimmer, was Du damit gemeint haben könntest bzw. wo der Witz darin steckt.
Verwirrter Gruss
gx casanit
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