drei aktuelle Lieder zu Charlie Hebdo, Pegida und absurde Montagsdemos

Dieses Forum beinhaltet Themen rund um das Werk von Gerd Schinkel, Sänger eigener Lieder, deutschsprachiger Rootsmusiker, Jahrgang 1950. Gerd Schinkel ist hier im Forum unter dem Nicknamen "Gesch" bekannt. Weitere Informationen auf seinen Webseiten: http://www.gerdschinkel.de/ und http://gerdschinkel.jimdo.com/
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Gesch
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drei aktuelle Lieder zu Charlie Hebdo, Pegida und absurde Montagsdemos

#1

Beitrag von Gesch » So 11. Jan 2015, 19:52

Ihr Lieben,
ich habe aus gegebenen Anlässen auf aktuelle Ereignisse mit drei Liedern reagiert, die ich Euch nicht vorenthalten will:
Charlie
Wenn die Mehrheit schweigt
Dresden
Es gibt eben Themen, die nach Reaktionen, auch in Liedform, schreien.
Herzlich
Gerd
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#2

Beitrag von Barde » Mo 12. Jan 2015, 13:14

Der eine singt darüber Lieder, der andere möchte schreien und ein dritter bleibt vor Schrecken stumm. Ich weiß nicht mehr, welche der drei Alternativen für mich die beste wäre. Das "gute neue Jahr" fängt genauso an wie das alte aufgehört hat.
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#3

Beitrag von Westwind » Mo 12. Jan 2015, 18:30


Barde schrieb:
Der eine singt darüber Lieder, der andere möchte schreien und ein dritter bleibt vor Schrecken stumm.

Und ein Vierter hat erfahren, daß 2 Kollegen, mit denen er sich bisher gut verstanden hatte, für die falsche Seite mitdemonstrieren... :-(
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#4

Beitrag von Anne1986 » Sa 17. Jan 2015, 17:59

Hallo Gerd,
starke Lieder - solltest du vorhaben, sie auf CD rauszubringen, wäre es mir eine Ehre, für das Lorbeerblatt die Rezension zu schreiben!
Wobei es mir bei Charlie Hebdo bei allem Entsetzen über die Gewalt und Grausamkeit der Anschläge in Paris nicht so recht gelingen will, mich komplett damit zu identifizieren... zugegeben, ich hatte zuvor überhaupt keine Ahnung von dem Magazin, aber was nun durch die Medien ging und auch an anderer Stelle diskutiert und darüber ausgetauscht wurde, finde ich manche Karikatur (und zwar nicht ausschließlich die über den Propheten Mohammed!) abstoßend und buchstäblich unter der Gürtellinie. Ich frage mich: Geht Satire und Gesellschaftskritik üben nur mit völliger Respektlosigkeit??? Sicher, eine Rechtfertigung für Gewalt und so eine Reaktion darauf gibt es nicht, und radikal Denkende würden wahrscheinlich auch schon ausrasten, wo die Mehrheit gar keine Beleidigung sehen kann, aber die Wucht der Provokation macht mir Sorge, weil ich denke, dass es auch gemäßigten (gläubigen) Menschen etwas ausmacht und bei ihnen eben auch negative Reaktionen hervorrufen kann... Ich fühle mit den Angehörigen und Kollegen der Ermordeten, ich bin entsetzt - aber ich bin nicht Charlie!
Mit nachdenklichen Grüßen,
Anne
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#5

Beitrag von fille » Sa 17. Jan 2015, 18:35

Liebe Anne,
ich möchte mich deiner Meinung anschließen. Ich finde auch, dass es doch noch Grenzen geben sollte, besonders bei religiösen Dingen.
Ich wusste zwar, dass es diese Zeitschrift gibt, weil ich bereits vor Jahren einige von Renauds Glossen (sind eher ironische Alltagsgeschichten) gelesen habe, habe mir aber noch nie ein Blatt davon gekauft und würde es auch nicht.
Dass das Veröffentlichen abstoßender Zeichnungen etwas mit Pressefreiheit zu tun, geht mir nicht ganz in den Kopf. Außerdem weiß man, dass der Prophet nicht abgebildet werden darf. Es trotzdem zu tun, beleidigt Millionen Menschen, die diese Religion ausüben und eben nicht mit den Tätern gleich zu setzen sind. Wie sollen die Menschen einander näher kommen, wenn sie nicht gegenseitig Respekt zeigen?
Ich möchte nochmal betonen, dass das meine persönliche Meinung ist. Unabhängig von den grauenhafte Geschehnissen in Paris, die ich natürlich verurteile.
Liebe Grüße, Marianne
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#6

Beitrag von Helmut » So 18. Jan 2015, 10:13

Liebe Marianne
Deinen Beitrag kann ich so nicht stehen lassen, und zwar nicht nur, weil ich zu Tucholsky stehe, der behauptet, dass Satire alles darf.
Ich sehe keinen Grund, Religion mit Satire zu verschonen. Wer an abstrusen Dogmen festhält, muss auch aushalten können, wenn man sich darüber lustig macht. Wenn sich einer für unfehlbar hält, muss ihm seine Fehlbarkeit vor Augen geführt werden. Einem, der glaubt, die Wahrheit mit dem Löffel gefressen zu haben, muss man in aller Deutlichkeit zeigen, dass er falsch liegt.
Umgekehrt nimmt doch auch kein Gläubiger Rücksicht auf die Überzeugung von Wissenschaftlern, wenn er behauptet, Gott habe die Tiere erschaffen. Ich sehe meinen Glauben verletzt, wenn Caritas behauptet, vergewaltigten Frauen darf die Hilfe versagt werden, weil es Gottes Wille ist. Je fundamentalistischer und damit abwegiger Glaubensinhalte sind, um so mehr provozieren sie satirischen Widerspruch.
Ich kann mich an einen Vortrag von Michael Schmidt-Salomon erinnern, der Satire für eine Pflicht hielt, wenn in ländlichen Gebieten mangels Alternativen die Kinder in Kindergärten von "rituellen Kannibalen" erzogen würden.
Im Übrigen halte ich das, was ich bisher an "Mohammed-Karikaturen" gesehen habe, nicht für eine Kritik an Mohammed sondern für eine Kritik an der Gewaltbereitschaft von Islamisten.
Ich werde den Widerspruch auf meinen Beitrag gewaltfrei aushalten.
Grüße
Helmut
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#7

Beitrag von Clemens » So 18. Jan 2015, 13:57

Lieber Helmut,
mag sein, dass Menschen die mit Dogmen die Unmenschlichkeit zementieren überall zu finden sind. Mag sein, dass man jede Religion - auch jene die sich Attheismus nennt und vermeint selbst alles "anders" Religiöse als das Übel der Welt auszumachen missbrauchen kann - und es auch tut.
Wer sich bemüht Verletzung anderer Menschen zu vermeiden, kann damit so falsch nicht liegen. Und das heißt definitiv nicht sich Auseinandersetzungen zu verweigern, Verbrechen nicht Verbrechen zu nennen oder schlimme Dinge nicht beim Namen zu nennen und zu bekämpfen.
Aber, wer argumentiert wie Du hier
Wenn sich einer für unfehlbar hält, muss ihm seine Fehlbarkeit vor Augen geführt werden. Einem, der glaubt, die Wahrheit mit dem Löffel gefressen zu haben, muss man in aller Deutlichkeit zeigen, dass er falsch liegt.

läuft Gefahr den Blick in den Spiegel zu vergessen.
@ MarieAnne Danke, auch Schmerz und Empörung über das, was in Frankreich passiert ist, müssen nicht die Heldenverehrung im Kollektiv auf den Plan rufen. Ich trage Trauer um die Ermordeten Menschen und ihre Lieben, aber auch ich bin nicht "Charlie".

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#8

Beitrag von Barde » So 18. Jan 2015, 16:03

Auch wenn ich manches, was als "Satire" dargebracht wird, als sehr abstoßend empfinde, möchte ich mich auch Helmuts Meinung anschließen. Jahrhunderte lang war jeder in Europa in Gefahr geköpft, verbrannt, gefoltert oder gevierteilt zu werden, wenn er die Religion verunglimpft oder scheinbar beleidigt hatte. Was nun in Frankreich, das den größten Religionsspötter aller Zeiten, Voltaire, hervorgebracht hat, geschehen ist, beweist wieder die unbedingte Notwendigkeit der Säkularisation. Natürlich gibt es immer wieder Wechselwirkungen zwischen dem gesellschaftlich-politischen Handeln und dem Ausleben der eigenen religiösen Vorstellungen. Doch es muss klare Grenzen der Art geben: Hier Staat und Gesellschaft - hier deine religiösen Vorstellungen und Glaubensinhalte. Keiner darf den anderen mit gesetzlicher oder gar körperlicher Gewalt zwingen, seine religiösen Überzeugungen und Wertvorstellungen nicht scharf kritisieren zu dürfen. Dies gilt natürlich andersseitig: Auch einem Atheisten sind wahrscheinlich manche Wertvorstellungen "heilig" und er muss es gleichfalls aushalten, wenn darüber gespottet und gelästert wird.
Jahrhunderte lang wurde um das Recht der Meinungsfreiheit gekämpt, dies darf man jetzt nicht leichtfertig opfern. Und zu Recht wurde an vielen Orten im Internet die Frage gestellt: "Wie klein ist Euer Glauben Eure Religion und Euer Gott, wenn sie schon durch eine Zeichnung erschüttert wird?"
Um es nochmals zu erwähnen: Manche "Satire" empfinde ich auch nur als grob beleidigend und niveaulos. In diesem Zusammenhang kann ich mich noch gut an die Diskussion mit Heike erinnern, die wir schon vor längerer Zeit über ein "Titanic"-Titelbild führten. Da wurde Papst Benedikt mit einem Urinfleck auf der Vorderseite seiner Soutane gezeigt und auf der Rückseite des Heftes war seine Rückseite zu sehen - am Hintern ein brauner Fleck. Das Ganze garniert mit der Überschrift "Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!" Nicht umsonst hat der Deutsche Presserat das Magazin dafür gerügt, weil dies entwürdigend und ehrverletzend ist. Habe ich auch so empfunden. Mir ist ein anspruchsvoller Humor im Stile eines Loriot schon immer lieber gewesen. Der hätte nie einen solchen Fäkalhumor nötig gehabt.
Und trotzdem: Wir müssen dies aushalten können. Und mit "wir" sind auch die Muslime gemeint.
Liebe Grüße
Michael
P.S
Soeben las ich, dass die PEGIDA-Demonstration abgesagt wurde, weil eine Anschlagsgefahr droht. Ich hasse diesen Verein zwar wie die Pest aber hier kann ich keinerlei Schadenfreude empfinden. Von den Inhalten dieser Demonstrationen distanziere ich mich total aber nicht vom Recht der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit, das diese Leute haben.
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#9

Beitrag von Anne1986 » So 18. Jan 2015, 18:21

Wilfried Schmickler hat es gestern in den Mitternachtsspitzen extra ziemlich gut auf den Punkt gebracht, finde ich:
"Wenn Satire alles darf, heißt das aber doch im Umkehrschluss nicht, dass sie auch alles muss, was sie darf!"

(Wilfried Schmicklers Auftritt "Meinungsfreiheit" - ich hoffe, der Link funktioniert!)
Danke dafür - und auch für den Austausch hier!
Anne
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Carsten K
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#10

Beitrag von Carsten K » So 18. Jan 2015, 20:41

"Wenn Satire alles darf, heißt das aber doch im Umkehrschluss nicht, dass sie auch alles muss, was sie darf!"
@ Anne Danke für das Schmickler-Zitat! :-) Macht mich sehr nachdenklich...
Meine 3 satirischen Vergehen liegen nun schon viele Jahre zurück:
- Sabine Laden (2001) http://www.carschti.com/sonstige_Aufnah ... n-2002.mp3
- Servicewüste Deutschland (2004) http://www.carschti.com/sonstige_Aufnah ... d-2006.mp3
- Maria hat schon einen Feund (2005) http://www.carschti.com/30Jahre/Maria_h ... Freund.mp3
Hab verdammt viele religiöse Gefühle veletzt, aber mich deswegen zu ermorden, dafür war ich wohl nie prominent genug...
Satire darf alles, Satirefeindlichkeit inzwischen aber offenbar auch. Satiriker beleidigen vielleicht, verletzen, aber sie töten nicht ihre Gegner.
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#11

Beitrag von Rex2005 » So 18. Jan 2015, 21:17

Hallo
Meinungs- und Pressefreiheit sind unbestritten ein hohes Gut, aber Meinungen wurden und werden immer manipuliert, dafür wurden Medien "erfunden" und hinter denen stecken Interessenvertreter.
Mich wundert immer wieder, das heutzutage - wie z.B bei 9/11 - auch diesmal ganz zufällig oder eben auch nicht diverser Kameras alle wichtigen Tatsachen fernsehtauglich aufgenommen haben und daher nicht anzuzweifeln sind. Um aber festzustellen, ob ein Ball im Tor hinter der Linie landet oder nicht, müssen jedoch Kameras in genau berechneten Positionen installiert werden ....
Hier
ein Video von Ken Jebsen zu Paris. Der Jebsen ist mir erst in diesen Tagen aufgefallen. Ich kann ihn nicht wirklich einschätzen, er wirkt ziemlich aufgesetzt aber seine Analysen halte ich im Kern für richtig, wenn auch nicht immer bis zum Schluss überzeugend dargelegt. Mich stört, dass er Leute, gegen die er sich positioniert zu oft als irre oder wahnsinnig beschreibt. Da bleibt er in seiner Analysen stecken.

LG
Rex2005

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Helmut
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#12

Beitrag von Helmut » So 18. Jan 2015, 22:55

@ Anne
Ich würde den Schnickler-Satz ergänzen: "Wer es aber für notwendig hält, soll sich nicht zurück halten lassen."
Soeben sagte Nuhr im Ersten (wdh) "Man muss. Dadurch unterscheiden wir uns von den Islamisten." Ich meine, man sollte sich die Sendung 3 mal hintereinander auf der Mediathek ansehen.
@ Clemens
Es gibt einen Global peace Index (siehe auch Wikipedia), danach wird anhand von 24 Kriterien die Friedfertigkeit von ca 160 Staaten errechnet. das Durchschnittsranking der 10 Staaten mit dem höchsten Moslemanteil liegt bei 129, das der Christen bei 97, und das der Atheisten bei 15.
So weit zur Frage, wer im Glashaus sitzt, und wer am ehesten mit Steinen werfen darf.
Ich finde, dass es einen Aufgabe der Satire ist, Missstände aufzuzeigen. Das, was die Islamisten machen ist ein Missstand. Und bei uns erteilen Christen ein Einstellungsverbot an Andersgläubige. Für mich einer von vielen Gründen Satire zu machen. Es gibt übrigens Christen, die wegen meiner Internetseite versucht haben, dafür zu sorgen, dass ich meinen Job verliere.
Ich verwehre mich auch gegen die Behauptung, Atheismus sei eine Religion. Ein Gläubiger glaubt an anerzogene Dogmen, die gar nicht in Frage gestellt werden dürfen (boshafterweise könnte es auch "Gehirnwäsche" nennen). Zum Atheisten wir man nur (besonders wenn man, wie die meisten von uns, christlich erzogen wurden) nur durch ergebnisoffene Überlegungen.

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#13

Beitrag von Barde » So 18. Jan 2015, 23:34

Mich wundert immer wieder, das heutzutage - wie z.B bei 9/11 - auch diesmal ganz zufällig oder eben auch nicht diverser Kameras alle wichtigen Tatsachen fernsehtauglich aufgenommen haben und daher nicht anzuzweifeln sind. Um aber festzustellen, ob ein Ball im Tor hinter der Linie landet oder nicht, müssen jedoch Kameras in genau berechneten Positionen installiert werden ....

Ja,ja, und die Amerikaner sind gar nicht auf dem Mond gelandet ... und die Regierungen vergiften uns mit den Flugzeugabgasen ("Chemtrails") ... und das deutsche Reich existiert weiter, weil die Bundesrepublik nur eine sog. GmbH ist ... und Ken Jebsen ist der Prophet von allerhand solcher Theorien. Derselbe Ken Jebsen, der so eloquent ist wie ein Gregor Gysi, dem aber alle Redegewandtheit nichts genutzt hat, als herauskam, dass er einem Hörer seines Radiosenders eine E-Mail mit antisemitischen Äußerungen geschrieben hat. Woraufhin man ihm als Radiomoderator rausgeschmissen hat. Und dieser letztgenannte Punkt ist die einzige reale Tatsache, von allem was hier zitiert und geschrieben wurde.
Oh Mann, wie ich diese Verschwörungstheorien doch alle satt habe. Und jetzt wo ich das gerade schreibe, fällt mir auf, dass der Gartenzwerg in Nachbars Garten ein Fernglas und ein Walkie-Talkie hat und immer zu uns rüber linst ...
P.S
Wer auf Ken Jebsen steht, dem sei auch RT (Russia Today) empfohlen. Dort kann man sich, dank der Finanzierung durch die russische Regierung, stets "objektiven Qualitätsjournalismus" reinziehen. Wobei ich anhand der Zunahme immer mehr selbsternannter "Journalisten" im Internet dafür plädiere, in Zukunft lieber das Wort etwas umzustellen - nennen wir es doch: "Qual-itätsjournalismus"
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#14

Beitrag von Rex2005 » Mo 19. Jan 2015, 00:28

Hallo Barde
dem sei auch RT (Russia Today) empfohlen. Dort kann man sich, dank der Finanzierung durch die russische Regierung, stets "objektiven Qualitätsjournalismus" reinziehen.

ein paar Fragen dazu:
- Beherrscht du russisch so perfekt, dass du russische Nachrichten auf Objektivität, Wahrheitsgehalt etc beurteilen kannst oder wie kommst du zu dieser Meinung? In deutschen Zeitungen findet man zumindest äußerst selten komplette Artikel ausländischer Zeitungen.
- Welche staatlichen Nachrichten, wenn nicht die des eigenen Landes sollten in anderen Ländern gesendet werden????
- Welche deutsche Zeitung, welcher TV-Sender etc ist unabhängig von politischen oder wirtschaftlichen Zwängen so dass man objektive Berichterstattung erwarten könnte?
Der Jebsen ist sicher ein komischer Typ. Das mit den antisemitischen Äußerungen und der Kündigung beim RBB hatte ich gelesen. Seine Art finde ich auch nicht besonders angenehm aber
Wer auf Ken Jebsen steht, dem sei auch RT (Russia Today) empfohlen
liest sich wie eine Titelzeile der Blödzeitung, weil ohne Inhalt. Jedenfalls erkenne ich hier keinen.
Gartenzwerge werden übrigens aufgestellt, damit Nachbarn diese und die Blümchen drumrum ständig beobachten können ;-)
LG
Rex2005

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#15

Beitrag von Clemens » Mo 19. Jan 2015, 01:00

Lieber Helmut,
mit Steinen darf keiner werfen, jedenfalls nicht im Sinne des Zitates, welches auf eine Tötungsmethode hinweist.
Ein Gläubiger glaubt an anerzogene Dogmen, die gar nicht in Frage gestellt werden dürfen (boshafterweise könnte es auch "Gehirnwäsche" nennen).

Genau so etwas muss man aushalten, muss man denken und aussprechen dürfen. Aber man MUSS nicht alles aussprechen, was man darf. Im übrigen gehen - meines Erachtens - ALLE Pauschalurteile fehl und das sollte man sehr oft sagen.
;-)
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#16

Beitrag von Gesch » Mo 19. Jan 2015, 02:17

boa ey, jetzt ist gerade ein ewig langer Antwortbeitrag von mir im Nirvana verschwunden - wenn das nicht irgendwie gedreht und gedeichselt worden ist - von wem auch immer... die Vermutung passt ja zu gern gepflegten und gehegten Verschwörungstheorien...
ich versuche mal zu rekonstruieren...
Bin gegen Mitternacht aus Berlin zurückgekommen, wo ich unter dem Motto "Wir haben es satt" gegen Genmanipulationen an Agrarprodukten und gegen den TTIP-Wahnsinn anmarschiert bin. Die Veranstalter sagen, es seien 50 000 dabeigewesen - mir wären 10 mal so viele lieber gewesen. Wo seid Ihr gewesen? Ist Euch egal, was in den Supermärkten für Schrott angeboten wird und auf den Tisch kommt?
Und dann hab ich hier gelesen, was so alles geschrieben wurde und habe bei manchem das Gefühl bekommen, ich könnt glatt unter dem selben Motto weitermachen:
Ich hab es satt,
alle Nase lang widergekäut zu bekommen, dass "die Medien" doch nur manipulieren...
Als jemand, der 34 Jahre lang nach bestem Wissen und Gewissen versucht hat, erst bei einer kleinen Tageszeitung in der Lokalredaktion, und anschließend bei zwei öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die Leute über relevante Dinge zu informieren und zur Meinungsbildung beizutragen, ohne die Leute zu verdummen, hab ich es satt, mich und meine Kollegen, die ebenfalls nach bestem Wissen und Gewissen arbeiten, ohne dabei irgendjemandem nach dem Munde zu schreiben und sich vor dessen Karren spannen zu lassen oder die Interessen irgendwelcher Mächtigen zu verfolgen, immer wieder diese Schwachsinnsparole zu lesen.
Deshalb: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil: Wer mit sowas vorsätzlich oder auch fahrlässig einen ganzen Berufsstand verteufelt, kann sich gut und gerne - und soll es dann von mir aus auch - bei den Pegida-Dumpfbacken einreihen und deren Parole von der Lügenpresse nachbrüllen, mit denen schon die Nazis die noch nicht gleichgeschaltete bürgerliche Presse angegiftet hatten. Da wäre man dann in der Gesellschaft Gleichgesinnter und mag sich dort wohlfühlen.
Ich hab es auch satt, als jemand, der als Redakteur in einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt 12 Jahre lang einen erst täglichen, und nach einer Programmreform nur noch werktäglichen Programmplatz zu verantworten hatte, an dem auch Satire stattfinden konnte und sollte, immer wieder zur Rücksichtnahme auf diese oder jene Befindlichkeit gemahnt zu werden, also der Satire andere Schranken zu setzen, als sie bereits durch Rundfunkgesetze gezogen werden, deren Verletzung ja auch festgestellt und gerügt werden könnte (ob das dann zurecht wäre, ist immer noch eine andere Kiste...)
Ich gebe mich gern und am liebsten häufiger, aber nicht ständig und ausschließlich der Versuchung hin, mit Satire Auffälligkeiten aufzuspießen, die dem Spießer womöglich gar nicht mehr auffallen. Niemand, keiner, nicht einer gerät ohne eigenes Zutun in den Fokus der Satiriker. Man muss sich die Wahrnehmung durch die Spötter der Gesellschaften schon hart erarbeitet haben, eh man für würdig befunden wird, durch den Kakao gezogen zu werden - und wenn es denn passiert, dann bitte ohne Gnade, denn die hat man dann wirklich nicht mehr verdient. Es wird ja auch niemand willkürlich an den Pranger gestellt und der Lächerlichkeit preisgegeben. Da muss man schon was für tun.
Aber für unabdingbar halte ich die Grenzziehung zwischen Satirikern und Comedians, die ihre Gags eher unter der Gürtellinie suchen und lieber einen Freund verlieren, als auf einen Gag zu verzichten. Sie mögen beim Publikum inzwischen beliebter sein - doch das sagt mehr über das Publikum aus als über die Qualität ihres Humors...
Wer nimmt eigentlich Rücksicht auf meine humanistischen Gefühle - die ich für nicht weniger schützenswert halte als die religiösen Gefühle der fundamentalistische Anhänger dieser oder jener Glaubensgemeinschaft - wenn beispielsweise Frauen gesteinigt werden, weil sie vom falschen Mann angeschaut wurden, oder wenn in der Folge der Anweisung von kirchlichen Krankenhausträgern unfreiwillig schwangere Hilfe suchende Frauen von Kliniken abgewiesen werden, oder wenn im Bible-Belt Ärzte, die an bestimmten Kliniken Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, ermordet werden...
Wenn Satiriker hier fündig werden, dann doch nicht bei Leuten, die ihren Gebeten nachgehen, sondern wenn es sich um Auswüchse von Praktiken handelt, die unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Religiösität von Funktionsträgern dieser oder jener Glaubensgemeinschaft ausgeübt werden und oft genug mit den Glaubenssätzen nicht mehr das Geringste zu tun haben. Satire will mit den Mitteln der Provokation zur Nachdenklichkeit anregen - wer sich allerdings dem Denken verweigert, hat an Satire auch keinen Spaß.
Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der "in ihren religiösen Gefühlen Empfindsamen", wenn von Kanzeln der Kirchen oder Moscheen in Hasstiraden die Gläubigen aufgestachelt werden, dieses oder jenes nicht länger zu dulden, um sich so Gott gefällig zu verhalten... Hier geht es um konkrete Gefährdungen an Leib und Leben, nicht um Karikaturen...
Satire ist manchmal die Notwehr derjenigen, die an ihrer Fassungslosigkeit und manchmal auch Angst über bestimmte gesellschaftliche Auffälligkeiten verzweifeln und sie deshalb einsetzen, um an ihrer Beklemmung nicht zu ersticken. Und deshalb ist sie zwingend, wenn sie jemand für sich selbst für notwendig erachtet - und darum ist sie auch absolut schützenswert.
Klar - man kann nicht gezwungen werden, sie zu verwenden, kann sie ausüber, muss sie aber nicht immer und ständig und auch nicht überall und zu jedem Thema.... Aber man muss sie ja auch nicht konsumieren. Mir käme auch bei der Lektüre mancher Druckerzeugnisse die Galle hoch und meine humanistischen Gefühle würden schon beim Durchblättern angesichts der Überschriften extremst verletzt. Deshalb kauf ich sie dann auch nicht. Titanik und Charlie Hebdo bringen niemanden um, sie lachen nicht mal jemanden tot, sondern nur aus - und das aber heftig, weil es nötig ist, quasi in Notwehr.
Und deshalb: ich bin Charlie!!!
herzlich
insbesondere denjenigen gegenüber, denen an meiner Herzlichkeit und offenbarten Offenheit liegt, und
nachsichtig gegenüber denjenigen, die anders denken mögen -
es könnte Euch bestenfalls passieren, falls Ihr mir den Anlass bötet, dass ich Euch satirisch besinge...
Gerd
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#17

Beitrag von Barde » Mo 19. Jan 2015, 02:27

Hallo Rex,
ich meinte natürlich die "RT-Deutsch"-Variante, mit der wir auf Deutsch von Putins Propaganda profitieren dürfen.
Wer auf Ken Jebsen steht, dem sei auch RT (Russia Today) empfohlen liest sich wie eine Titelzeile der Blödzeitung, weil ohne Inhalt. Jedenfalls erkenne ich hier keinen.

Ok, Du siehst keinen Inhalt. Nur ich - und z.B auch die "Zeit", die noch nicht den Ruf einer "Blödzeitung" hat:
... weil es RTs erklärtes Ziel ist, einen Gegenstandpunkt zu "einem einseitigen und oft interessengetriebenen Medien-Mainstream" zu setzen, kommt noch hinzu: sprechen mit Gästen, die andere nicht einladen. Dazu gehört etwa aktuell Ken Jebsen, der in der Ausgabe vom 17. November lediglich als unabhängiger Journalist anmoderiert wird. 2011 kündigte der Rundfunk Berlin-Brandenburg ihm, nachdem Antisemitismusvorwürfe erhoben worden waren, die der Sender zwar für unbegründet hielt, er habe aber oft Grenzen überschritten. So vertritt er teils krude Verschwörungstheorien, das Repertoire reicht bis zur Andeutung, die US-Regierung könnte die Anschläge vom 11. September inszeniert haben.

Der vollständige Link zum Artikel über RT-Deutsch u.a mit der Erwähnung über Ken Jebsen (Der Kreis schließt sich)
RT-Deutsch - Das hat uns gerade noch gefehlt - ZEIT-Online
Du befindest Dich mit Deinen Verschwörungstheorien also in bester Gesellschaft. Jedes journalistische Medium, das uns z.B weismachen will, Terroristen hätten das World-Trade-Center zerstört, gehört ja eh in die Kategorie "Lügenpresse", nicht wahr? ;-)
Und natürlich hat die CIA die Redaktion von Charlie Hebdo gestürmt und natürlich sind wir alle nur wieder von den gelenkten Medien hereingelegt worden, aber dank Dir wissen wir nun endlich wer die wahren Bösewichte sind. Deine dahingemurmelten Andeutungen bewahren uns vor dem Bösen und wir sind gewarnt ;-)
Ironie aus: Deine Befürchtung, dass die staatlichen Reaktionen unangepasst ausfallen könnten und womöglich kontraproduktiv sind, sollte Dich nicht dazu verführen, in den Geschehnissen eine getürkte Aktion der bösen Westmächte zu sehen. Mag sein, dass jetzt wieder - wie beim Irak-Krieg - Mist gebaut wird. Dies heißt aber nicht, dass abstruse Gedankengänge über die Gründe der Geschehnisse ihre Berechtigung haben.
Du verhältst Dich ähnlich wie die PEGIDA-Demonstranten: Die holen sich nur die Informationen - irgendwo bei obskuren Quellen im Netz - die Ihrer schon vorgefertigten Meinung entsprechen und halten alles andere für manipuliert, staatlich gelenkt oder gar gelogen. Früher herrschte ein gewisser Grundkonsens in der Gesellschaft, welchen Medien man Glaubwürdigkeit zusprach. Heute holt man sich halt das "Wissen" und die Information, die dem eigenen "Wollen" und vorgefassten Urteil entspricht. Ob es objektiv stimmt, ist eher nebensächlich. Die Wahrheit wird in Zukunft immer mehr auf der Strecke bleiben.
Gruß
Michael


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Rex2005
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#18

Beitrag von Rex2005 » Mo 19. Jan 2015, 08:49

Du befindest Dich mit Deinen Verschwörungstheorien also in bester Gesellschaft.


@Barde da ich mich selbst ja scheinbar nicht kenne, könntest du mir ja mal genau die Stelle zeigen, wo ich hier 1. "meine" und 2. welche "Verschwörungstheorie" zum besten gegeben habe.
Ich lese aus deinem Beitrag, dass du mir irgendwelche Meinungen zuordnest. DU hast mir diese Meinungen unterstellt!! - so primitiv geht Meinungsmache! Und erschreckend wie einfach Feindbilder geschaffen werden können ...
Deine Befürchtung ...

vielleicht erklärst du mir auch, was ich befürchte ...
Du verhältst Dich ähnlich wie die PEGIDA-Demonstranten: Die holen sich nur die Informationen - irgendwo bei obskuren Quellen im Netz - die Ihrer schon vorgefertigten Meinung entsprechen und halten alles andere für manipuliert, staatlich gelenkt oder gar gelogen. Früher herrschte ein gewisser Grundkonsens in der Gesellschaft, welchen Medien man Glaubwürdigkeit zusprach. Heute holt man sich halt das "Wissen" und die Information, die dem eigenen "Wollen" und vorgefassten Urteil entspricht. Ob es objektiv stimmt, ist eher nebensächlich. Die Wahrheit wird in Zukunft immer mehr auf der Strecke bleiben.

Toll, dass wenigstens du weißt, was diese Leute und alle anderen, die nicht deiner Meinung sind ticken. Bemerkenswert, dass Du dir alle Infos direkt vor Ort holen kannst, egal ob aus Russland oder Pegida. Du brauchst keine Infos aus dem Netz und wenn du auf Infos verweist, sind´s selbstverständlich Wahrheiten in Stein gemeißelt ...
Danke dir, dass ich jetzt weiß, was ich denke ...
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Helmut
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#19

Beitrag von Helmut » Mo 19. Jan 2015, 08:57

Lieber Clemens
mit Steinen darf keiner werfen, jedenfalls nicht im Sinne des Zitates, welches auf eine Tötungsmethode hinweist.
Du hast Recht, Ich habe bei dem, was ich sagen wollte, unüberlegt formuliert. Dass aber Konfessionslose seltener Steine werfen belegt gerade der Global Peace Index.
Lieber Gerd
Danke für deine deutlichen Worte. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Liebe Grüße allerseits
Helmut
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#20

Beitrag von Helmut » Mo 19. Jan 2015, 09:13

Lieber Michael
PEGIDA-Demonstranten: Die holen sich nur die Informationen - irgendwo bei obskuren Quellen im Netz - die Ihrer schon vorgefertigten Meinung entsprechen

Es geht noch schlimmer: In unserer örtlichen Presse werden kommentarlos Leserbriefe aus dem rechten Spektrum abgedruckt, in denen mit falschen Informationen argumentiert wird.
Auf Facebook tauchte die Behauptung auf, dass es in Garmisch-Partenkirchen 2 Vergewaltigungen gegeben habe, seit dort es dort eine Erstaufnahme für Asylbewerber gebe. Aufgrund dieser "Information" trauen sich dort Bürgerinnen nachts nicht mehr auf die Straße. Die Polizei weiß definitiv nichts von einer Vergewaltigung.
Liebe Grüße
Helmut
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