Wie kam es zum Duett mit Jan Josef Liefers?

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 20.06.2019 | Foto für Banner und Forum: Sven-Sebastian Sajak Deutsche Wikipedia
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Wie kam es zum Duett mit Jan Josef Liefers?

#1

Beitrag von migoe » Mi 11. Okt 2017, 17:16

Auf der CD "2 Seiten" von der Band "Radio Doria" singt Jan Josef Liefers mit Reinhard das Duett "Nie egal"
Im Radio habe ich dieses Lied zwar noch nicht gehört, aber aus einer Radio-Sendung weiß ich davon und habe es mir mittlerweile auch schon anhören können. Es ist kein Geheimnis, dass Jan Josef Liefers eine besonder Beziehung zu Reinhard Mey(s Musik) hat und in einem Interview bei Radio Deutschlandfunk hat er die Geschichte erzählt, wie es zu der Zusammenarbeit mit Reinhard Mey gekommen ist...

Auszug aus dem Interview im Deutschlandfunk:
...Hochweis: Ein Titel hat mich ja wirklich überrascht, auch wegen der Zusammenarbeit, und zwar der mit Reinhard Mey.
Liefers: Ich kenne Reinhard seit einigen Jahren, gefühlt jetzt schon ewig. Ich weiß nicht mehr genau, wann wir uns das erste Mal begegnet sind, jedenfalls war es in einem Flugzeug, wir saßen nebeneinander und haben angefangen zu quatschen. Und dann habe ich als Regisseur einen Film gemacht und in diesem Film gab es eine Rolle, das war ein Flugzeugmechaniker. Und irgendwie habe ich sofort an Reinhard Mey gedacht, weil er mir so viel von seiner Leidenschaft fürs Fliegen erzählt hat.
Dann habe ich gedacht: Er ist jetzt zwar kein Schauspieler in dem Sinne, aber er hat Ahnung vom Fliegen. Und er wird ein Werkzeug so in der Hand haben, dass man ihm glaubt, dass er das auch benutzen kann. Und genau so war es dann auch. Ich habe ihn gefragt, ob er das spielen will, und ich habe mit einem Nein gerechnet, aber er hat Ja gesagt, hat gesagt: Ja, warum nicht, probier ich aus, mache ich mit dir. Und dieses Vertrauen, was da so drinsteckte, das ist scheinbar nie gewichen.
Denn viele Jahre später, also jetzt, als wir diesen Song geschrieben haben und zum ersten Mal so aufgenommen … Es gibt eine Aufnahme mit mir alleine, wo ich es alleine singe, habe ich immer im Hinterkopf gedacht: Im Grunde genommen ist es ein Lied über eine Beziehung, aber nicht eben zu einer Liebesbeziehung, wie man sie vielleicht als Mann zu einer Frau hat oder wenn man homosexuell ist zu einem anderen Mann oder eine Frau zu einer anderen Frau, also nicht diese Art von Beziehung, sondern eine Art von Zwischenmenschlichkeit und eine Art von Freundschaft.
Da lag bei mir immer so diese Idee in meinem Kopf: Warum das nicht eigentlich mit jemandem zusammen machen? Aber mit wem? Und dann kam ich mit der Idee Reinhard Mey, und dann haben alle abgewunken und haben gesagt: Macht der nicht! Und dann habe ich gesagt: Ich probier’s! Und dann habe ich ihm eine E-Mail geschrieben und den Song geschickt und dann kriegte ich eine Antwort von seiner Frau, die sagte, der Reinhard ist gerade joggen, der macht gerade Sport. Und dann kam ein Foto, das war die nächste E-Mail, eine Viertelstunde später, wo Reinhard Mey in einem Trainingsanzug, noch völlig verschwitzt, mit einem Handtuch um den Hals dasteht und Knöpfe im Ohr hat und sich das offenbar gerade anhört.
Und die dritte E-Mail kam von ihm selbst und er sagte: Ein ganz großartiges Lied, ich finde es ganz toll, ich bin dabei, danke dass du mich gefragt hast! Ich fühle mich irre geehrt davon. Und dann ist er wirklich gekommen und wir haben es bei mir zu Hause eingesungen. Dass der Reinhard das jetzt singt, der im selben Alter ist, wie mein Vater gewesen wäre, wenn er noch leben würde, gibt dem Lied eine Tiefe, die es vorher mit mir alleine nicht hatte....

Das Interview lässt sich auf der Seite vom Deutschlandfunk auch nachhören...
Dieser Beitrag enthält 615 Wörter


Liebe Grüße aus Rothenburg

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Viktor
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Wie kam es zum Duett mit Jan Josef Liefers?

#2

Beitrag von Viktor » Mi 11. Okt 2017, 18:16

Hallo zusammen,
diesen Beitrag ergänze ich gerne noch mit einem Interview-Ausschnitt, in dem Reinhard zu Wort kommt:
Wir haben das Lied in herzlicher, freundschaftlicher und dabei hoch professioneller Atmosphäre aufgenommen. Jan Josef hat mich gefragt, und ich hatte Lust dazu, ich habe mich gefreut, das ist das einzige, was zählt. Jan Josef und ich haben vor 15 Jahren zusammen mit Anna, seiner Frau, einen Film gedreht, eine echte Herausforderung für mich, das hat sehr viel Spaß gemacht, und das verbindet. Ich halte Jan Josef für einen unsrer brillantesten Schauspieler und bin in seinem Studio einem fabelhaften Sänger begegnet.
Quelle: Weser-Kurier, Interview mit H. Werner, veröffentlicht 7. August 2017.
Viele Grüße,
Viktor
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greymagicvoice
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#3

Beitrag von greymagicvoice » Mi 11. Okt 2017, 18:35

Danke Migoe und Viktor für den Tipp :-)
Habe gleich bei Amazon einen Stream gemolken ;-) und finde das Lied doch sehr hörenswert.
liebe Grüße
Stephan
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