Technische Probleme mit den Einloggen über das Usermenü.

Was ist geschehen?

Für die Forensoftware wurde ein neues Update eingespielt. Dabei wurden von den Entwicklern einige Funktionen geändert, die für mehr Sicherheit beim Umgang mit Login Daten sorgen sollen. Dafür müssen aber einige Teile der Webseite umprogrammiert werden, die von Modulen verwendet werden, die auf die Änderungen am Hauptprogramm noch nicht eingestellt wurden. Dies betrifft leider auch das Login Eingabefeld in Usermenü, wenn Du ausgeloggt bist.

Muss ich jetzt ein neues Passwort anfordern, um mich einloggen zu können?

Nein, es ist nur momentan nicht möglich, sich über das Usermenü einzuloggen.

Wie kann ich mich denn auf dem Forum Einloggen?

Bitte klicke links oben über der Eingabemaske auf das Wort "Anmeldung" und gibt Deine Login Daten in den entsprechenden Feldern ein.

War der Schutz meiner persönlichen Daten zu jeder Zeit gegeben?

Das Update hatte keine Auswirkung auf irgendwelche Daten. Es wurde lediglich ein Programmteil geändert, welches sicherstellen soll, dass sich niemand mit den Daten eines anderen Users (z.B. eines Admins oder Moderators) Einloggen kann, obwohl er dafür nicht die Zugangsberechtigung hat.

Was muss ich jetzt noch tun / beachten?

Du kannst mir etwas Zeit geben, damit ich eine Lösung für dieses Problem finde. Ich habe mich bereits an die Entwickler gewandt und hoffe, sie können mir schnell helfen.

Ich habe dazu noch Fragen.

Bitte melde Dich in diesem Fall direkt über das Kontaktformular bei mir.

08.05.2019, migoe | www.liedermacher-forum.de

Ticketpreise zur Tournee 2008

Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella, die er am 14. Oktober 1977 heiratete und mit der er drei Kinder hat.
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Ticketpreise zur Tournee 2008

#1

Beitrag von domack » Do 7. Jun 2007, 03:46

Hallo liebe Mey-Fans,
da ich die durchaus verständliche Euphorie im bereits bestehenden Beitrag zur Tour 2008 nicht stören möchte, will ich hier mal meine Meinung kundtun.
Die Ticketpreise steigern sich allgemein, das ist klar. So habe ich beispielsweise für Herbert Grönemeyer 2003 ca. 30 € bezahlt, dieses Jahr für die gleichen Karten 45 €. Hier ist meinerseits allerdings zu bemerken, dass Herbert Grönemeyer eine Tourneemannschaft von zig, wenn nicht sogar hundert Mann mit sich rumschleppt, eine Band und eine riesengroße Bühne dabeihat etc...
Reinhard Mey, so toll ein Konzert von ihm ist, tut das nicht. Er steht alleine auf der Bühne mit seiner Gitarre und singt wunderschöne Lieder.
Ob das weniger wert sein soll, als ein effektbeladenes Konzert mit Band will ich gar nicht beurteilen, aber es enttäuscht mich doch sehr, dass ein Sänger, der propagiert, sozialkritisch zu sein und für die "kleinen Leute" zu singen, mittlerweile 30-50 Euro für seine Ein-Mann-Konzerte verlangt.
Gerne hätte ich einen solchen Abend mal wieder miterlebt, aber ich will und KANN mir schlicht und einfach keine Karte leisten.
Überschlagt nur mal, was dieser ach so soziale Künstler bei einem einzigen Konzert verdienen muss.
Andere Künstler schaffen es doch auch, ihre Preise in einem gewissen Rahmen zu halten (Hannes Wader).
Die Leute, für die Reinhard Mey vorgibt zu singen, können die Tickets für ein Konzert von ihm einfach nicht mehr bezahlen. Das macht mich etwas traurig, deshalb hoffe ich, dass Ihr es mir nachseht, wenn dieser Beitrag so lang geworden ist.
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Ticketpreise zur Tournee 2008

#2

Beitrag von Keef1 » Do 7. Jun 2007, 08:18

Kleine Korrektur:
die günstigsten Karten kosten z.B. in D´dorf 33,40.
Also noch mehr. Wenn ich mich recht erinnere, waren die günstigsten Karten bei der letzten Tour bei ca. 22€.
Ansonsten geb ich dir zu 100% recht.
Die Preise stehen in keinem Verhältnis.
Ich hab mal ein bisschen weitergeguckt, bei Preisen.
Bei den internationalen Topacts die derzeit auf Tour sind, gehen die Preise ja teilweise in den deutlich 3-stelligen Bereich (z.B. Stones, Red Hot Chilli Peppers), bei den deutschen Topacts liegen die Preise dagegen wesentlich niedriger:
Ärzte 32€
Wirs sind Helden 30€
Silbermond 30€
Revolverheld 24€
Alles Bands, die derzeit sehr hoch im Kurs stehen und erstens ne Band sind und zusätzlich ne Riesencrew und Bühne mitschleppen.
Aber Herr Mey wirbt ja immer damit, dass er nicht käuflich sei. Aus meiner Kundensicht spricht nichts dagegen irgendeine Werbung aufs Ticket zu drucken, wenn dadurch dieselben um einige Euros billiger werden.
Grundsätzliche sehe ich aber den Trend der ständig teurer werdenden Tickets vor dem hoffentlichen Ende stehen, da mittlerweile etliche Events (z.B. Stones) mittlerweile nur noch mäßig besucht sind. Nur der (wegbleibende) Zuschauer/Kunde kann hier den Markt regulieren.
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Ticketpreise zur Tournee 2008

#3

Beitrag von Skywise » Do 7. Jun 2007, 08:41


domack schrieb:
So habe ich beispielsweise für Herbert Grönemeyer 2003 ca. 30 € bezahlt, dieses Jahr für die gleichen Karten 45 €. Hier ist meinerseits allerdings zu bemerken, dass Herbert Grönemeyer eine Tourneemannschaft von zig, wenn nicht sogar hundert Mann mit sich rumschleppt, eine Band und eine riesengroße Bühne dabeihat etc...
... und nicht in Konzerthallen spielt, sondern in Stadien, in die keine 1.500 - 3.500 Personen, sondern 10.000 - 40.000 Peronen reinpassen. Und schon spielt ein Grönemeyer an einem Abend trotzdem das Zehnfache von einem Reinhard Mey ein, wenn wir davon ausgehen, daß das Konzert auch tatsächlich ausverkauft ist ;-)
Überschlagt nur mal, was dieser ach so soziale Künstler bei einem einzigen Konzert verdienen muss.
Und wie macht man das - Ticketpreis mal Besucher?
Nun ja, das wäre falsch, wenn man mal überlegt, daß da ja noch ein bißchen was abgeht ... von den Steuern über Saalmiete bis hin zu Bezahlung des Theaterpersonals, GEMA-Gebühren und Hotel- sowie Anreisekosten - und man sollte auch nicht vergessen, daß er bereits jetzt Werbung für die Tournee macht, sprich: daß er Geld für die Tournee vorstreckt ... das, was letzten Endes in den Taschen des Künstlers landet, ist in den meisten Fällen nur ein winziger Bruchteil dessen, was an solchen Abenden eingenommen wird. Klar wird Reinhard Mey nicht zu den Künstlern gehören, die sich Abend für Abend aus Frust über das schon lange ausgelutschte Hungertuch unter einer örtlichen Brücke mit ihren Tourneeheften zudecken und sich dann in den Schlaf weinen, aber ich bezweifle ernsthaft, daß im Verlauf einer solchen Tournee zig Millionen auf seinem Konto aufschlagen.
Andere Künstler schaffen es doch auch, ihre Preise in einem gewissen Rahmen zu halten (Hannes Wader).
Auch hier - wo tritt Hannes Wader auf und wo tritt Reinhard Mey auf?
Hannes Wader tritt hier in Mainz entweder vor ca. 250-500 Menschen auf, wobei die Konzerte definitiv ausverkauft sind oder er tritt in einer Halle mit ca. 2.500 Plätzen auf, bei der er selbst bei moderaten Preisen aber schon ein bißchen Glück haben muß, damit sie auch wirklich voll wird. Das ist immer mit so ein bißchen Risiko und Abwägen verbunden ...
Die Leute, für die Reinhard Mey vorgibt zu singen, können die Tickets für ein Konzert von ihm einfach nicht mehr bezahlen. Das macht mich etwas traurig, deshalb hoffe ich, dass Ihr es mir nachseht, wenn dieser Beitrag so lang geworden ist.
Für wen singt er denn? Hat er sich diesbezüglich in jüngster Zeit mal geäußert? (bitte jetzt nicht den Text aus "Freundliche Gesichter" zitieren ... das Stück ist über 25 Jahre alt) :gruebel:
Gruß
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#4

Beitrag von Keef1 » Do 7. Jun 2007, 10:00

Dein Argument mit den zehnfachen Ticketverkäufen stimmt vielleicht für Herrn Grönemeyer, die von mir genannten Bands spielen alle in der exakt gleichen Halle wie Mey (z.B. Halle Münsterland), und haben somit den gleichen Faktor Zuschauer.
Andererseits hinkt der Vergleich mit den Stadien insofern, als dass die Produktionskosten auch wesentlich höher sind, als bei einer Hallenshow (auch wenn sicherlich mehr Netto in der Künstlertasche bleibt).
Egal wie man es dreht, die Ticketpreise sind in den letzten Jahren in so massive Höhen geschossen, das einem fast schwindelig wird. Wenn ich mich auch gegen die prinzipielle Aussage "Heute kostet alles das gleiche wie früher nur in Euro" immer sehr sträube, bei Konzerttickets stimmt dieses Aussage allerdings wirklich, bzw. nicht, weil die Ticket selbst in Euro noch teurer sind.
Aber Gott sei Dank gibt es auch immer wieder kostenlose Veranstaltungen (Stadtfeste, Umsonst&draußen Festivals), bei denen auch hin und wieder namhafte Musiker auftreten.
Keef
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#5

Beitrag von migoe » Do 7. Jun 2007, 13:24

Zu dieser Thematik gab es vor 3 Monaten hier auf dem Forum eine Umfrage in der auch interessante Kommentare abgegeben wurden. Diese Diskussion nehme ich zum Anlass, die Umfrage von damals zu reaktivieren - so kann jeder, der noch nicht die Gelegenheit hatte Stellung beziehen oder ebenfalls seine Stimme abgeben.
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#6

Beitrag von Skywise » Do 7. Jun 2007, 13:45


Keef1 schrieb:
Dein Argument mit den zehnfachen Ticketverkäufen stimmt vielleicht für Herrn Grönemeyer, die von mir genannten Bands spielen alle in der exakt gleichen Halle wie Mey (z.B. Halle Münsterland), und haben somit den gleichen Faktor Zuschauer.
Andererseits hinkt der Vergleich mit den Stadien insofern, als dass die Produktionskosten auch wesentlich höher sind, als bei einer Hallenshow (auch wenn sicherlich mehr Netto in der Künstlertasche bleibt).
:weissnicht:
Darauf ist es mir erst mal gar nicht angekommen. Ich wollte nur sagen, daß bei einer Tournee die Leute auf der Bühne nicht diejenigen sind, die sich das Eintrittsgeld komplett überweisen lassen. An dem, was da auf der Bühne zu sehen ist, verdienen (teilweise noch weit) mehr Leute etwas als nur derjenige, der da zeigt, was er so kann (immer vorausgesetzt, daß die Kalkulation der Tournee aufgeht). Wenn die Ticketpreise steigen, muß das noch lange nicht heißen, daß der Künstler selbst mehr Geld haben will.
Gruß
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#7

Beitrag von domack » Do 7. Jun 2007, 13:56

Lieber Skywise,
also ich verstehe deine Argumentation nicht, dass die Preise bei Hannes Wader niedriger sind, weil er vor weniger Publikum spielt und dass sie bei Herbert Grönemeyer niedriger sind, weil er vor mehr spielt. Außerdem bekomme ich bei letztgenanntem schlicht und einfach mehr geboten (spielt 3 Stunden, hat eine Vorgruppe...)
Dies soll aber auch gar nicht der Punkt sein. Ich finde es falsch, sich hier blind und bedingungslos hinter die Künstler zu stellen (auch wenn es sich um den Lieblingskünstler handelt) und aus den Augen zu verlieren, dass man früher für ein Konzertticket niemals 100 DM bezahlt hätte.
Den Künstler hierbei völlig aus der Verantwortung zu nehmen halte ich deshalb für falsch und man sieht ja dass es auch preislich billiger geht, trotz gleich großer Halle und noch größerer Tourneemannschaft (Revolverheld, Wir Sind Helden).
Und dass Reinhard Mey eine sehr sozialkritische Sichtweise in seinen Lieder vertritt, (Der Fischer und der Boss, Selig sind die Verrückten, Ich glaube nicht, Das Narrenschiff.....) ist doch schlicht und einfach nicht abzustreiten. Er singt nunmal gegen das "große, schnelle Geld" und verurteilt es, wenn jemand auf unredliche Art und Weise viel Kohle macht. Unredlich sind für meine Begriffe auch die Ticketpreise.
Für ca 180 Minuten Musik, die von einem einzigen Mann gemacht wird, sind doch 50 € einfach zu teuer und völlig unverhältnismäßig!
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Ticketpreise zur Tournee 2008

#8

Beitrag von migoe » Do 7. Jun 2007, 15:04

Lieber Domack,

Für ca 180 Minuten Musik, die von einem einzigen Mann gemacht wird, sind doch 50 € einfach zu teuer und völlig unverhältnismäßig!

die Verhältnismäßigkeit ist für mich auch der ausschlaggebende Punkt. Jedoch bestimmt dies der jeweilige Betrachter. Es steht dem Konzertveranstalter frei, die Preise für die Tickets zu kalkulieren - natürlich hat auch er bestimmte "Kosten", an die er gebunden ist (Hallenmiete, Tourteam, Instrumente usw.), wenn es dann aber darum geht, wieviel auf diese Kosten pro Ticket noch "Wertschöpfung" geschlagen wird, ist die Entscheidung auch davon abhängig, was die angesprochene Zielgruppe bereit ist zu bezahlen. Der "Bedarf" hat auch einen großen Teil an dieser "Wertschöpfung".
Im Fall Mey scheint es wohl so zu sein, dass der "Bedarf" größer ist als das "Angebot" - und das läßt die Preise steigen. So einfach ist das Geschäft am Ende. Der einzige, der daran was ändern könnte wäre nicht, wie Du meinst der Künstler, sondern der Konsument! Wenn wir bereit sind, für ein Konzert eines Künstlers 50 Euro zu bezahlen, dann entscheiden wir eben indirekt über den Preis mit. Und es ist ja nun nicht so, dass es sich hierbei um ein Glas Wasser handelt, welches in der Wüste an die Durstigen zu einem Preis von 50 Euro verkauft wird - das wäre wohl unredlich, würde letztlich jedoch dem gleichen Prinzip folgen.
Und dass Reinhard Mey eine sehr sozialkritische Sichtweise in seinen Lieder vertritt, (Der Fischer und der Boss, Selig sind die Verrückten, Ich glaube nicht, Das Narrenschiff.....) ist doch schlicht und einfach nicht abzustreiten. Er singt nunmal gegen das "große, schnelle Geld" und verurteilt es, wenn jemand auf unredliche Art und Weise viel Kohle macht. Unredlich sind für meine Begriffe auch die Ticketpreise.

Ob die Sichtweise von Reinhard Mey in den genannten Liedern als sozialkritisch betrachtet werden kann, gehört wohl in den Bereich des persönlichen Hörempfindens. Was das aber mit den Preisen für Konzerttickets zu tun hat, ist für mich nicht sofort zu erkennen - ich entscheide darüber, ob ich das Geld dafür ausgebe, und werde doch nicht von irgendwem dazu gezwunden, oder?
Lieber Skywise,
also ich verstehe deine Argumentation nicht, dass die Preise bei Hannes Wader niedriger sind, weil er vor weniger Publikum spielt und dass sie bei Herbert Grönemeyer niedriger sind, weil er vor mehr spielt. Außerdem bekomme ich bei letztgenanntem schlicht und einfach mehr geboten (spielt 3 Stunden, hat eine Vorgruppe...)

Du hast zwar Skywise angesprochen, aber ich habe dazu auch noch eine Anmerkung. Warum der Konzertveranstalter von Hannes Wader für ein Ticket das Geld verlangt, was verlangt wird, kann doch hier nicht beantwortet werden - zuviele Faktoren, die hier nicht bekannt sind, hängen davon ab. Sicher wird auch Herbert Grönemeyer nicht sagen können, wie sich der Preis für ein Ticket zu seinen Konzerten zusammensetzt. Sollte es etwas mit dem "Gehalt" des Künstlers zu tun haben sehe ich es so, wie bereits oben geschildert - der Konsument entscheidet. Sollte es aber andere Gründe haben, so ändert das an dieser Tatsache doch auch nichts, oder? Wenn der Konzertveranstalter, der ja auch das finanzielle Risiko für eine Tour trägt, sich entscheidet, pro Konzert einen bestimmten prozentualen oder wertmäßigen Aufschlag auf die eigentlichen Kosten pro Besucher zu schlagen, dann tut er das unter Abwägung der "Machbarkeit". Wenn er sich dabei verkalkuliert oder es übertreibt, dann bekommt er die Quittung von den Besuchern serviert.
Eine letzte Anmerkung zu den hier genannten Bands und Künstlern, die als Vergleich für Ticketpreise herangezogen werden. Meine Frau schätzt die Musik von "Wir sind Helden" sehr und hat alle CDs von denen. Als sie vor einiger Zeit bei uns in Rothenburg auf dem Taubertal OpenAir waren, hat sie 30 Euro ausgegeben, um ca. 1 Stunde Liveprogramm zu sehen. Die 30 Euro beinhalteten zwar mehr als 1 Band (Tageskarte), die sie alle nicht interessierten, aber sie gab das Geld (nach langer Überlegung!) dennoch aus, weil sie die Band unbedingt live sehen wollte. Auch wenn ich die Musik dieser Band ganz passabel finde, ich hätte (und habe) das Geld niemals dafür ausgegeben, das war es mir nicht wert! Vielleicht passe ich auch einfach nicht in die Zielgruppe.
Die Zielgruppe entscheidet darüber, ob und wieviel Geld für eine Konzertkarte verlangt werden kann - aber der Grundsatz, dass der "Bedarf" bzw. die "Nachfrage" den Preis macht, hat immer Vorrang. Eine Teenieband wird i.d.R. weniger pro Konzert verlangen als z.B. die Rolling Stones, wenn jedoch die Bekanntheit der Teenieband so sehr steigt, dass die Nachfrage für Konzertkarten den Bestand an vorhandenen Karten weit übertrifft, werden auch hier die Preise automatisch steigen - und zwar nicht auf dem Schwarzmarkt, sondern an den normalen Vorverkaufsstellen.
migoe
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Ticketpreise zur Tournee 2008

#9

Beitrag von Skywise » Do 7. Jun 2007, 16:09


domack schrieb:
also ich verstehe deine Argumentation nicht, dass die Preise bei Hannes Wader niedriger sind, weil er vor weniger Publikum spielt und dass sie bei Herbert Grönemeyer niedriger sind, weil er vor mehr spielt. Außerdem bekomme ich bei letztgenanntem schlicht und einfach mehr geboten (spielt 3 Stunden, hat eine Vorgruppe...)
Bei Hannes Wader sind die Preise niedriger, weil er nicht das Publikum hat. Bei Grönemeyer sind sie niedriger, weil er in der Lage ist, seine Kosten auf viel mehr Köpfe zu verteilen ;-)
Dies soll aber auch gar nicht der Punkt sein. Ich finde es falsch, sich hier blind und bedingungslos hinter die Künstler zu stellen (auch wenn es sich um den Lieblingskünstler handelt) und aus den Augen zu verlieren, dass man früher für ein Konzertticket niemals 100 DM bezahlt hätte.
Du vielleicht. Man nicht ;-) Ich weiß mindestens von vier Konzerten, die noch zu DM-Zeiten bei mir bezüglich Eintrittspreis die Hunderter-Grenze gesprengt haben. In einem Fall sogar extrem deutlich (195 DM) ... und das, obwohl ich die allesamt nicht zu meinen "Lieblingskünstlern" zählen würde.
Den Künstler hierbei völlig aus der Verantwortung zu nehmen halte ich deshalb für falsch und man sieht ja dass es auch preislich billiger geht, trotz gleich großer Halle und noch größerer Tourneemannschaft (Revolverheld, Wir Sind Helden).
Und was sagt das über die Verantwortung des Künstlers aus?
Bezahlt der Künstler die Tontechniker? Bezahlt der Künstler die Stromrechnung des Veranstaltungsorts? Bezahlt der Künstler das Hotel? Bezahlt der Künstler die Garderobenfrau?
Das mag in Einzelfällen vorkommen, aber in der Regel ist der Veranstalter derjenige, der solche Sachen organisieren darf. Dafür hat man ihn ja ;-)
Und dass Reinhard Mey eine sehr sozialkritische Sichtweise in seinen Lieder vertritt, (Der Fischer und der Boss, Selig sind die Verrückten, Ich glaube nicht, Das Narrenschiff.....) ist doch schlicht und einfach nicht abzustreiten.
Och, weißt Du ... Hannes Wader ist seinerzeit mal gefragt worden, wie sich der Besitz einer eigenen Mühle mit seinen Liedinhalten in Einklang bringen läßt. Seine Antwort lautete: "Gar nicht."
Für ca 180 Minuten Musik, die von einem einzigen Mann gemacht wird, sind doch 50 € einfach zu teuer und völlig unverhältnismäßig!
Und warum können die Stones 400 Euro pro Karte verlangen? Und warum rückt Barbra Streisand mit einem 52köpfigen Orchester an, das die Ticketpreise in Deutschland bis zu 557 Euro, in der Schweiz sogar anscheinend bis zu über 1.000 Euro in die Höhe wuchtet?
Die Antwort ist klar: Weil's der Markt hergibt.
Gruß
Skywise
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#10

Beitrag von fille » Do 7. Jun 2007, 16:14

Hallo!
Den Künstler hierbei völlig aus der Verantwortung zu nehmen halte ich deshalb für falsch und man sieht ja dass es auch preislich billiger geht, trotz gleich großer Halle und noch größerer Tourneemannschaft

Ich habe es schon mal gesagt. Es gibt auch Künstler (und einer ist mir namentlich bekannt), die vom Veranstalter verlangen, die Eintrittspreis niedrig zu halten, selbst aber nichts von der Gage abgeben wollen! So bleibt dann halt der Veranstalter auf seinen Kosten sitzen!
Es gibt solche und solche - wie überall. Die wenigsten Fakten sind bekannt. Die Musikindustrie ist eine Branche in der viele Menschen arbeiten (vom Kartenverkäufer über den Tontechniker bis zur Putzfrau) und von der viele Menschen leben.
Ich finde es müßig, über so etwas zu diskutieren. Ich selbst habe mir ein Budget für Kultur usw. eingeteilt und da muss ich abwägen, was mir wichtiger ist. Gehe ich zu Reinhard Mey und zahle 50 € statt 40 € für die Karte, dann kaufe ich mir in diesem Zeitraum ein Taschenbuch oder sonstiges im Wert von € 10 weniger (oder hole es umsonst aus der Bücherei).
Liebe Grüße
Marianne
(in Vorfreude auf das Konzert im November 2008)
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#11

Beitrag von JuergenF » Do 7. Jun 2007, 17:14

Sicher ist es marktwirtschaftlich leicht erklärbar, warum die Preise so sind wie sie sind. Mir kann aber keiner weismachen, daß dies so sein MUSS. Es ist also eine Frage des WOLLENS, akzeptieren wir eben, daß niedrige Preise nicht gewollt sind, von niemandem außer einigen von uns.
Die Antwort von Hannes Wader zu seiner Mühle fand ich schon immer falsch. Es ist natürlich kein Widerspruch.
Und Skywise Ich weiß mindestens von vier Konzerten, die noch zu DM-Zeiten bei mir bezüglich Eintrittspreis die Hunderter-Grenze gesprengt haben. In einem Fall sogar extrem deutlich (195 DM) ... und das, obwohl ich die allesamt nicht zu meinen "Lieblingskünstlern" zählen würde.
darf ich dir mal meine Konto-Nr. schicken? :D
Jürgen
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Wo ich hin will :-)
14.11.12 Hannes Wader in Kirchheim/Teck, Stadthalle
21.2.13 Uta Köbernick in Bietigheim Bissingen, Rommelsmühle
15.3.13
Annett Kuhr in Landau, Kreuz und Quer
3.5.13 Holger Saarmann, Tübingen

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#12

Beitrag von Petra » Do 7. Jun 2007, 17:26


darf ich dir mal meine Konto-Nr. schicken? :D
Jürgen

Gegenfrage: Was hast Du denn zu bieten??
Ich gehöre zu denjenigen, die bei Konzerten, bei denen der Hut rumgeht, eher 5€ oder 10€ bezahlen, während mein Nebenmann vielleicht eine oder zwei Zigaretten gibt. Aber ich will auch was dafür sehen/hören/erleben. :-)
Viele Grüße von Petra
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wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
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#13

Beitrag von Mickey » Do 7. Jun 2007, 17:39

Hallo zusammen
Ich kann nachvollziehen, dass insbesondere Liedermacher, die typischerweise - so sieht zumindest die Tendenz und damit das Klischee aus - in die wirtschaftskritische Ecke gestellt werden (bzw. sich selber dorthin stellen), auch an ihrer Preispolitik gemessen werden.
Auf der anderen Seite: wer wählen kann, verdient lieber mehr als weniger, generelle Einstellung hin oder her. Und letztlich ist auch die Musik für Menschen, die sich damit ihr Leben finanzieren können, ein Beruf. Vielleicht ein Beruf, der ihnen zusätzlich auch noch viel Freude bereitet, aber: ein Beruf. Das dürfen wir schon nicht vergessen.
Entsprechend freue ich mich immer wieder, wenn Skywise das Hannes-Wader-Zitat hervorkramt.
Liebe Grüsse
Mickey (der durchaus auch ganz tief in die Tasche greifen würde, wenn ein Konzert angesagt ist, dessen Besuch ihm viel bedeutet - weshalb nicht? Manch einer zehrt lange von dem Geld, das er gespart, manch einer vom Besuch eines Konzerts, für den er das Geld ausgegeben hat)
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#14

Beitrag von noway » Do 7. Jun 2007, 19:00

Hm, hat schon jemand daran gedacht, dass die Kartenpreise bei Reinhard Mey diesmal etwas höher sein könnten, weil die Zeit zwischen den Tourneen diesmal 3 Jahre beträgt?
Herr Mey und vor allem der Veranstalter (und die beim Veranstalter angestellten Personen) müssen von diesem Geld leben können...
Ich glaube nicht, dass die Preise überrissen sind. Was kostet eine CD-Produktion? Ich hab mal eine Statistik gelesen, die ging von CHF 4.00 aus. Nun kostet in der Schweiz eine CD zwischen CHF 19.00 und CHF 34.00. Der grösste Teil dieser "Differenz" verschwindet im Handel. Und was verdient ein/e einfache/r Verkäufer/in? Aus jeden Fall NICHT ZUVIEL!
Ich weiss nicht, ob eine Parallele von CD-Produktionen zu Konzerten gezogen werden kann. Aber IRGENDWO fliesst immer ein wenig Geld ab (wie überall in der Wirtschaft), und schlussendlich verdienen sich nur die wenigsten wirklich eine goldene Nase!
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#15

Beitrag von Skywise » Do 7. Jun 2007, 20:08


JuergenF schrieb:
Sicher ist es marktwirtschaftlich leicht erklärbar, warum die Preise so sind wie sie sind. Mir kann aber keiner weismachen, daß dies so sein MUSS. Es ist also eine Frage des WOLLENS, akzeptieren wir eben, daß niedrige Preise nicht gewollt sind, von niemandem außer einigen von uns.
Das wäre aber nun wieder auch falsch.
Natürlich wäre es vielen Veranstaltern bei einigen Konzerten sehr lieb, wenn sie die Preise niedriger ansetzen könnten, aber das geht aus verschiedenen Gründen einfach nicht. Man muß sich ja auch mal klar machen, daß die meisten Veranstalter mehrere Eisen im Feuer haben. Die bereiten nicht die Tournee von Künstler B vor, nachdem die Tournee von Künstler A abgeschlossen ist, sondern die haben meistens mehrere Eisen gleichzeitig im Feuer - und einige von ihnen sind ziemlich heiß.
Mit dem Eintrittspreis finanzieren wir nicht Reinhard Mey-Konzerte, sondern sichern den Veranstalter parallel auch für eine ganze Menge anderer Veranstaltungen ab, was aufgrund einer Mischkalkulation einfach zur Sicherheit mit in den Eintrittspreis geflossen ist.
Mal zur Verdeutlichung:
wenn auf der noch weit in der Zukunft liegenden Reinhard-Mey-Tour dem Star des Abends irgendwas passieren sollte - muß ja nix Schlimmes sein; eine leichte Erkältung würde reichen ... halt so was, das das Konzert verhindert -, dann macht der Veranstalter nicht nur keinen Gewinn, sondern darf die Brieftasche zücken, den gebuchten dienstbaren Geistern und/oder der gebuchten Örtlichkeit eventuell einen Ausgleich, wenn nicht sogar einen Schadensersatz, zahlen, muß dann für die Rückabwicklung der Geschäfte sorgen, die mit den enttäuschten Kartenkäufern zustande gekommen sind, hat den ganzen Ärger und letzten Endes nichts vom Abend. Mal optimistisch gerechnet geht für einen solchen Totalausfall sein eigener Gewinn von drei bis vier Konzerten drauf. Optimistisch gerechnet. Was bleibt ihm denn also Anderes übrig als sich erst mal so vernünftig wie möglich abzusichern?
Hinzu kommt bei einer so langen Distanz, daß er entsprechende finanzielle Vorkehrungen trifft. Wieviel kostet der Sprit eigentlich in anderthalb Jahren?
Die Antwort von Hannes Wader zu seiner Mühle fand ich schon immer falsch. Es ist natürlich kein Widerspruch.
Das ist erst mal eine These, kein Argument ;-)
darf ich dir mal meine Konto-Nr. schicken? :D
Wenn Du die Leute von "Riverdance" engagierst und mich in die erste Reihe setzt ...? Für diesen Luxus gingen nämlich die 195 DM damals drauf. :-D Alternativ - die 110 DM für Bruce "The Boss" Springsteen habe ich damals eigentlich auch ganz gerne ausgegeben. Wenn der also zufällig bei Dir mal vorbeischauen sollte ...?
Gruß
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#16

Beitrag von fille » Do 7. Jun 2007, 21:23

Alternativ - die 110 DM für Bruce "The Boss" Springsteen habe ich damals eigentlich auch ganz gerne ausgegeben. Wenn der also zufällig bei Dir mal vorbeischauen sollte ...?


Dann komme ich auch!
:-)
Liebe Grüße
Marianne
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Ticketpreise zur Tournee 2008

#17

Beitrag von Mickey » Do 7. Jun 2007, 22:04

Ich auch, ich auch!
Mickey
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domack
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Ticketpreise zur Tournee 2008

#18

Beitrag von domack » Fr 8. Jun 2007, 02:42

Hallo nochmal,
dass die Nachfrage den Preis reguliert, weiß ich und dass es Tourneeveranstalter und viele, viele Nebenkosten gibt, weiß ich auch.
Ich bin trotzdem überzeugt davon, dass ein Künstler einen gewissen Spielraum bei der Mitbestimmung der Preise für seine Konzerte hat.
Und dass nicht irgendwer - der Veranstalter oder Reinhard Mey - bei solchen Preisen kräftig Schotter macht, kann mir auch keiner erzählen. Dass einige - und dabei bleibe ich - sich die Karten nicht mehr leisten wollen und können, liegt dabei auf der Hand.
3 Jahre sind seit der letzten Tournee außerdem vergangen. Stimmt. Die letzte war auch schon zu teuer.
Das Reinhard Mey-Konzert 2004 hat mir sehr gut gefallen, aber ein ähnliches wäre mir heute nicht mehr so viel Geld wert.
Ich gehöre also nicht zu denjenigen, die den Preis durch ihre Nachfrage weiter in die Höhe treiben.
So normal diese Entwicklung wirtschaftlich ist: Dass hier kaum einer einräumen will oder kann, dass 50 Euro sehr viel Geld ist, um einen Mann 2 1/2 Stunden lang auf seiner Gitarre spielen zu sehen, finde ich etwas traurig und es zeugt davon, dass sich einige ihrer Privilegien nicht ganz bewusst zu sein scheinen, ohne dabei anmaßend werden zu wollen.
Und dass die Einflussnahme eines extrem erflogreichen Künstlers, der für den Veranstalter unabdingbar ist, gleich null ist, mag ich ebenfalls nicht glauben, denn das wäre ein Widerspruch in sich.

Schöne Grüße
Domack,
der hofft, dass niemand etwas in den falschen Hals bekommen hat.
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In dieser Welt kommen uns die wahren Werte abhanden,
In dieser Schule gibt es kein Fach Menschlichkeit und Mut.
Reinhard Mey

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Mickey
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Ticketpreise zur Tournee 2008

#19

Beitrag von Mickey » Fr 8. Jun 2007, 08:15

Hallo domack
Es hat ja niemand geschrieben, dass 50 Euro ein Butterbrot sind. Aber offenbar ist ein Konzertbesuch vielen hier soviel Geld wert - inkl. mir. Damit wirst Du wohl leben müssen. Ob das etwas mit Anmassung zu tun hat?
Liebe Grüsse
Mickey
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Keef1
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Ticketpreise zur Tournee 2008

#20

Beitrag von Keef1 » Fr 8. Jun 2007, 08:31

Ich kann Domack nur Recht geben.
Das Argument der Nebenkosten kann wieder einmal durch die von mir bereits erwähnte Bands widerlegt werden, die bei deutlich größerr Crew, gleicher Hallenkapazität für weniger Geld spielen können.
Der Löwenanteil dieser Differenz der "Neben"-Kosten muss ja demnach irgendwo bleiben, und wo sollte das sein, außer beim Künstler.
Andereseits wäre ein höherer Preis bei jüngeren Bands, die "Ihre Schäfchen"noch nicht im trockenen haben eher lolgisch, als bei einem etablierten Künstler, der es sich ganz einfach leisten kann nur noch alle 3 Jahre zu touren und aufzunehmen.
Ein gutes Beispiel zur Preisregulation haben u.a. Pur und Maffay betrieben, die Ermäßigungen für diverse Zielgruppen (Arbeitslose, Schüler etc.) angeboten haben. Das halte ich,abgesehen davon, dass ich mit diesen beiden Bands/Künstlern nix anfangen kann, für eine wirklich tolle Idee. Diejenigen, die es sich leisten können zahlen einfach etwas mehr, die die weniger haben sind aber nicht pauschal ausgeschlossen.
Grundsätzlich bin ich durchaus bereit einige an Geld für Konzerte auszugeben, aber alles Grenzen. Im Falle Mey wird es so sein, dass ich anstelle von "besseren" Karten (KAt. 1 oder 2) die günstigsten nehme, auch wenn dieser Betrag für "den einen Mann mit Gitarre" schon sehr hoch ist.
Da kommt mir gerade ein lustiges Bild vor Augen: Es sähe in einem Konzert bestimmt sehr witzig aus, wenn aus Preisgründen das Publikum nur hinten sitzt, weil dort die Tickets billiger sind und vor der Bühne gähnende Leere herrscht :-)
Der wie früher schon in der Schule immer hintensitzende
Keef
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