Technische Probleme mit den Einloggen über das Usermenü.

Was ist geschehen?

Für die Forensoftware wurde ein neues Update eingespielt. Dabei wurden von den Entwicklern einige Funktionen geändert, die für mehr Sicherheit beim Umgang mit Login Daten sorgen sollen. Dafür müssen aber einige Teile der Webseite umprogrammiert werden, die von Modulen verwendet werden, die auf die Änderungen am Hauptprogramm noch nicht eingestellt wurden. Dies betrifft leider auch das Login Eingabefeld in Usermenü, wenn Du ausgeloggt bist.

Muss ich jetzt ein neues Passwort anfordern, um mich einloggen zu können?

Nein, es ist nur momentan nicht möglich, sich über das Usermenü einzuloggen.

Wie kann ich mich denn auf dem Forum Einloggen?

Bitte klicke links oben über der Eingabemaske auf das Wort "Anmeldung" und gibt Deine Login Daten in den entsprechenden Feldern ein.

War der Schutz meiner persönlichen Daten zu jeder Zeit gegeben?

Das Update hatte keine Auswirkung auf irgendwelche Daten. Es wurde lediglich ein Programmteil geändert, welches sicherstellen soll, dass sich niemand mit den Daten eines anderen Users (z.B. eines Admins oder Moderators) Einloggen kann, obwohl er dafür nicht die Zugangsberechtigung hat.

Was muss ich jetzt noch tun / beachten?

Du kannst mir etwas Zeit geben, damit ich eine Lösung für dieses Problem finde. Ich habe mich bereits an die Entwickler gewandt und hoffe, sie können mir schnell helfen.

Ich habe dazu noch Fragen.

Bitte melde Dich in diesem Fall direkt über das Kontaktformular bei mir.

08.05.2019, migoe | www.liedermacher-forum.de

Stimmen zu "Mairegen"

Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella, die er am 14. Oktober 1977 heiratete und mit der er drei Kinder hat.
Marc
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Stimmen zu "Mairegen"

#1

Beitrag von Marc » Do 6. Mai 2010, 20:54

Ihr Lieben,
nachdem "der Postbote da war" (so ein Beitrag hier im Forum), mache ich mal eine neue Ecke auf, in der wir unsere Eindrücke zum neuen Album sammeln können.
Ich gebe offen zu: als ich am Dienstagmorgen den Briefkasten klappern hörte, hielt mich nichts mehr in den Federn, meine leise Vermutung sagte mir: „Mairegen“ ist da! Und tatsächlich – die flinken Hände von der Edition Reinhard Mey waren tatsächlich ein paar Tage schneller und verschickten das Album noch vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin. Was für ein Freudentaumel! So schnell ich aus meinem Bett geschnellt war, so schnell sprang ich auch wieder hinein. Bettdecke zugezogen, Kopfhörer auf, Augen zu…
…und dann lerne ich „Antje“ kennen und verliebe mich augenblicklich in das Gitarrenspiel von Jens Kommnick. Die Stimme von Reinhard Mey tut mir unglaublich gut, das ist schon immer so gewesen. So zärtlich Reinhard von „Antje“ und „ihrem Imbiss im Dorf an der B 10“ erzählt, so liebevoll und warm klingt auch seine Stimme. Dann steigen Bilder vor meinem inneren Auge auf, ich sehe Antjes Hund vor mir, der sich über jeden schmackhaften Krümel freut, und ich schmunzele bei so wunderbaren Beobachtungen wie: „Antje sieht, wenn eine Träne in deine Pommes rollt“. Hach – der Meyster ist wieder da!
Auf den zweiten Titel war ich besonders gespannt: „Das erste Mal“. Wenn man die 20 vor noch nicht all zu langer Zeit überschritten hat, liegen viele „erste Male“ noch nicht weit zurück. Wie lange ist das eigentlich her, als ich meinen ersten Akkord spielen konnte? Mein erstes paar Schuhe steht noch auf meinem Schreibtisch… passten meine Füße da wirklich mal hinein? Und was stand eigentlich in meinem ersten Liebesbrief…? Jede Zeile, die Reinhard hier besingt, holt auch ganz persönliche Erinnerungen hervor. Mit dem letzten Vers lässt mich Reinhard Mey weiter erinnern: „Der erste Schritt, der erste Schnitt und irgendwann zum ersten Mal…“ – ja, was gab es da noch alles…?
Mit „Gegen den Wind“ kommt das Album richtig in Fahrt, genau das richtige Lied nach zwei leisen Liedern. Das „coole“ Gitarrenspiel von Philip Niessen geht mir sofort unter die Haut, beim Refrain will ich sofort mitsummen. Das Lied macht Mut: Weht Dir der Wind im rauen Alltag auch noch so stark entgegen, stell Dich ihm entgegen, denn „fliegen kannst Du nur gegen den Wind!“ Wie recht er hat, der Reinhard Mey, denke ich mir im Stillen…
Mag der Gegenwind auch noch so stark sein, zum Glück gibt es da immer irgendwo eine „Gute Seele“, die Dir Trost gibt und die Dir das Herz wärmt. „Erinnerungswärts“ – wo hat Reinhard Mey nur wieder dieses schöne Wort her? Den besungenen „dicken Jungen, der abseits auf dem Schulhof“ stand, kennt wohl jeder von uns, und dem „lieben Bullen“ werde ich hoffentlich auch begegnen, wenn ich– nein, ich klaue keine Nylonhemden!
Ja, und dann berührt mich das neue Album ganz und mir kullern dicke Tränen über die Wangen. Der „Ficus Benjamini“, den ich so oft selbst gesehen habe, erinnert mich daran, bei allem Kummer die Hoffnung und die Zuversicht nicht zu verlieren. Zwischen meine Tränen mischt sich sogleich ein Schmunzeln, so liebevoll sind die Zeilen gesetzt: „Zarte Rosen vertragen keine harten Diagnosen“ und die „Förster tragen hier ausnahmslos weiße Kittel“… danke für dieses Lied, lieber Reinhard Mey. Die Tränen, die es hervorgebracht hat, hat es sogleich wieder getrocknet. Ganz von selbst.
Bei „Nachtflug“ packt mich sofort die fließende Melodie. Musik und Text empfinde ich als Einheit und obwohl ich noch nie einen Nachtflug erlebt habe, kann ich alles ganz genau vor mir sehen: die Lichter am Rollwegrand, die schimmernde Bahn, die Dunkelheit. Ich höre, wie die Räder in den Fahrwerkschacht einfahren… das Lied werde ich bestimmt sehr oft hören.
Und dann – mir fällt es schwer, meine Gefühle und Gedanken zu „Drachenblut“ auszudrücken. So leise das Lied ist, so leise möchte ich es stehen lassen. Mein Kopfkissen ist noch von Tränen nass und wenn ich an den Refrain denke – dann kullern wieder Tränen in meine Tastatur. Das Lied ist so persönlich. Ich spüre mit jedem Vers und mit jedem Ton, wie wichtig es Reinhard Mey war, sich dieses Lied von der Seele zu schreiben. Fühlen Sie sich umarmt, Reinhard Mey.
Wie dankbar bin ich, dass sich sogleich „Mairegen“ anschließt. „Regen rinnt in kleinen Bächen über mein Gesicht“; „Mairegen“ trocknet die Tränen. Spätestens mit diesem Lied spüre ich deutlich, dass das Album nicht einfach nur eine Anreihung von 14 Liedern ist: Jedes Lied hat seinen wohlüberlegten Platz, entfaltet innerhalb des Albums seine eigene Funktion und Bedeutung. „Mairegen mach mir Mut“ heißt es im Refrain – ja, und das Lied macht Mut!
Und dann – huch, hat Reinhard Mey da etwa gerade etwas von einem „Fuchsbau“ gesungen? Ob das ein Zufall ist? Das Album nimmt wieder ordentlich Schwung an, das Kummertal scheint überwunden. „Rotten Radish Skiffle Guys“ macht Spaß und der Seufzer am Ende des Liedes – hach, zum Dahinschmelzen!
„Genau! So ist es!“, raunt es mir durch den Kopf, als ich „Larissas Traum“ höre. Kein Lied, dass ich mir oft anhören werde, aber dessen Aussage ich umso wichtiger finde: „draußen wartet die Flachbildschirm-Nation“. Ich freue mich auf die Tournee im Herbst 2011 und bin gespannt, wie das Lied zur Gitarre klingen wird.
Und prompt muss ich wieder schmunzeln: Wie gut zu wissen, dass auch Reinhard Mey wie mich „die Finsternis der Bruchrechnung" umfing. Fast vergessen, erinnere ich mich jetzt wieder an diese Abzählspiele auf meinem Schulweg. „Natürlich ist das Hokuspokus“ singt Reinhard Mey hier – aber ist er nicht meistens geglückt, der Sprung auf den blanken Stein? Klasse dieses klangvolle Flügel- und Tenorhorn von Heinz Hilgers!
Die Liebe von Reinhard Mey zu einem „Butterbrot“ kann ich nur zu gut nachvollziehen. Und wieder so eine Erinnerung, die hier in mir aufsprudelt: Das „Brot zu Würfeln klein geschnitten ohne Rinde“ von Oma. Ein liebevolles, kleines Lied.
„Wir sind eins“ singt Reinhard Mey (fast) zum Abschluss des Albums. Ein wenig erinnert mich der Titel – man verzeihe es mir! – an die Tournee 2008 und an die Vorrede zum Lied „Bei Hempels unterm Bett“: als sich die Reste der Pizza Funghi mit dem durchweichten Pappkarton vom Pizzabringdienst miteinander vermählten und eins wurden. Aber so einfühlsam, wie Reinhard Mey hier die alt gewordene und doch jung gebliebene Liebe beschreibt, kann ich als junger Schnösel nur raunen: das wünsche ich mir später auch mal sagen zu können - „Wir sind eins“.
Die Zugabe gibt es diesmal ganz offiziell, und nicht versteckt, wie noch beim Album „Bunter Hund“. Das Lied kenne ich schon von Konstantin Wecker, ich habe es oft während seiner letzten Tournee gehört. Reinhard Mey singt das Lied unglaublich einfühlsam, aber ich frage mich auch: Ist diese konsequente Anti-Haltung wirklich so gut, wie der Text vorgibt? „Wenn alle mittun, steht allein“ – ja, aber sollten wir in bestimmten Situation nicht auch zusammenstehen? Natürlich weiß ich, dass wir uns darin alle einig sind, aber der Text blendet das leider aus. Das Lied regt mich zum Schluss noch mal zum Nachdenken an…
Eine Stunde habe ich nun länger im Bett gelegen, mit „Mairegen“ auf den Ohren. Es ist ein ganz leises Album geworden. Ein Lied wie „Pöter“ oder „Irgendein Depp mäht irgendwo immer“, bei dem man laut lachen muss, fehlt. Aber die gibt es ja auch schon. Und manchmal sind die leisen Lieder viel schöner, viel authentischer, viel wichtiger.
Sogleich fällt mein Blick in das Booklet und ich schaue mir die Fotos von Jim Rakete an. Und dann kullern doch noch ein Mal ein paar Tränen herunter: Reinhard Mey steht zwischen seiner Gitarre und weißen Lilien – „Dein Licht hast Du an beiden Seiten angezündet“ heißt es in „Drachenblut“…
Danke für die neuen Lieder, lieber Reinhard Mey.
Marc
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.

Hannes Wader

amori
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Stimmen zu "Mairegen"

#2

Beitrag von amori » Do 6. Mai 2010, 22:26

Danke für deine persönliche Sicht der Dinge und den schönen Bericht,
lieber Marc! :hutzieh:
LG Annette
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Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
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Gegen RECHTS zu sein ist nicht LINKS, sondern LOGISCH.

Luise
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Stimmen zu "Mairegen"

#3

Beitrag von Luise » Do 6. Mai 2010, 23:09

Oh,da hat sich ja einer mächtig viel Arbeit gemacht :daumen: und darum sage auch ich :hutzieh: ,lieber Marc. Aber sicherlich ist das nur so aus Dir heraus gesprudelt und Du konntest gar nicht anders ;-) stimmts ? Jedenfalls hat es mir sehr gut gefallen,was Du da geschrieben hast.
Ich weiß nicht,woran es liegt,ich habe bei "das erste Mal",ein klein wenig Probleme mit der Melodie-das klingt beim Konzert bestimmt viel schöner. :gitarre: Liebe Grüße von Luise.
Dieser Beitrag enthält 82 Wörter


Und wo immer auch ein Fettnapf steht,da tapp`ich voll hinein...
R.M.

tzippy
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Stimmen zu "Mairegen"

#4

Beitrag von tzippy » Fr 7. Mai 2010, 20:13

also. nun hab ichs auch schoen des oefteren im ohr gehabt und will mal ein bisschen was loswerden.
Mein Favoriten sind Nachtflug, Drachenblut und Mairegen. Nicht in der Reihenfolge.
Bei "Nachtflug" waren meine Gedanken sofort bei Max und es drängen sich förmlich die Assoziationen auf, die man herstellt zwischen einem Flug durch die völlige Dunkelheit und dem, was er gerade durchmachen muss.
Zu "Drachenblut" braucht man wohl nicht viel zu sagen. Man fühlt sich an sein Bett versetzt. Das Bild des Lichtes, auf beiden Seiten angezündet, untermalt die Stimmung sehr gut und es ist sehr schön.
"Larissas Traum" ist vom Text und besonders vom Refrain her super! Spricht mir und bestimmt vielen aus der Seele. Aber das Arrangement erinnert mich an "Blitzlicher" , und das sagt mir leider gar nicht zu.
Mehr hab ich im Moment noch nicht zu sagen. Aber ich mag das Album und finde es sehr, sehr gelungen und sehr persönlich, wie ja schon oft erwähnt wurde.
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Ikarus
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Stimmen zu "Mairegen"

#5

Beitrag von Ikarus » Sa 8. Mai 2010, 00:19

Lieber Marc,
eben haben wir hier noch zusammengesessen und gesungen, ohne daß ich geahnt habe, hier im Forum so eine schöne Rezension, von Dir geschrieben, vorzufinden. Ich bewundere Deine Sprache und Ausdruckskraft, und Deine Schilderung des ersten Hörens von "Mairegen" hat mich sehr bewegt, obwohl ich, wie Du gerade vorhin von mir erfahren hast, erst ein Lied (intensiv) gehört habe und noch auf die Minuten oder Stunden warte, in denen ich mich ganz auf die anderen Lieder einlassen kann...
Daß ich einen besonderen Anlaß hatte, mich riesig über das Eintreffen dieses wunderbaren Mairegens zu freuen, weißt Du ja jetzt auch...! :-)
Wolfgang
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Charly1111
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Stimmen zu "Mairegen"

#6

Beitrag von Charly1111 » Sa 8. Mai 2010, 19:06

Hallo Marc!
Ganz großen Respekt! Besser und persönlicher kann man - meiner unmaßgeblichen Meinung nach - die neue CD von Reinhard Mey nicht beschreiben.
Die Lieder der neuen CD hören und dazu die "Beschreibung" von dir lesen ... ein unheimlich gutes Gefühl.
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Michael
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Stimmen zu "Mairegen"

#7

Beitrag von Michael » So 9. Mai 2010, 13:09

Hallo,
nach mehrmaligem Hören fühle ich mich jetzt auch soweit, eine Meinung zu „Mairegen“ abgeben zu können. Eine vorläufige freilich, denn Stimmungen und Zeiten werden auch diese Lieder verändern. Aber genug der Rezeptionstheorie:
Ich habe zwar keine Freudensprünge aufgeführt als ich die CD in Händen hatte, was daran lag, dass ich sie mir in die Arbeit hab schicken lassen und es dann doch für unangemessen hielt. Aber gespannt war ich und wie immer bei Reinhard Mey auch ein bisschen in Sorge, ob er die hohen Erwartungen wieder erfüllen kann. Um soviel vom Fazit vorweg zu nehmen: er kann.
Aber im Einzelnen:
Antje: Ein ungewöhnlicher Opener, der aber die Grundstimmung der Platte schön einfängt. Leise, einfühlsam, mit einer gewissen Grundmelancholie. Die kleinen Beobachtungen sind brillant, die Instrumentierung – Marc hat recht (er hat in vielem recht, das sag ich von jetzt an aber nicht mehr jedes Mal) – ist es auch. Täusche ich mich, oder wirkt die Stimme von Reinhard Mey noch reifer, zerbrechlicher?
Das erste Mal: Das macht er immer wieder gut: Diese Balance zwischen Heiterkeit und Traurigkeit ist eine ganz große Stärke von Reinhard Mey. Hier kumuliert das in den letzten Versen des Liedes. Auch dieses Lied melodisch sehr schön und passend arrangiert.
Gegen den Wind: Ein solches Mutmachlied muss sein nach dem etwas schwermütigen Anfang, dazu groovt es auch noch richtig. Das ist so ein Lied wie „Einhandsegler“ – man ist geneigt, es ein bisschen zu überhören zwischen den Liedern drumherum, wegen der eingängigen Melodie. Aber dieses Lied wird mit der Zeit weiter gewinnen und seine Aussage, die einem an einem Tag platt vorkommen kann, wird man anderntags als weise erkennen.
Gute Seele: Klar, solche Momente kennt jeder, solche „guten Seelen“ auch – hoffe ich zumindest. Hier gefällt mir die Melodie besonders gut. Wie das Lied davor eines, das wieder ein bisschen Mut macht.
Ficus Benjamini: Da ist Reinhard Mey wieder ganz groß. Anhand dieser Pflanze ein Lied über einen MRT-Behandlungsraum, die Schicksale drumherum, die Ängste und Hoffnungen zu machen, ist ganz große Kunst. Dass das wieder wunderbar formuliert ist, versteht sich schon fast von selbst.
Nachtflug: Endlich wieder ein Fliegerlied, bin ich geneigt zu sagen, und ein wirklich schönes noch dazu. Auch wenn es mich jetzt erst recht ärgert, dass in den Flugzeugen immer die Jalousien runtergemacht werden sollen, damit wir Paxe Ruhe geben. Ich könnte den ganzen Flug über in den Sternenhimmel schauen. Und wenn ich an den Anflug auf Havanna vergangenes Jahr denke.. Aber das gehört nicht hierher.
Drachenblut: Jedes Wort ist überflüssig.
Mairegen: Ich muss ja peinlicherweise zugeben, dass ich den Vers von Hoffmann von Fallersleben gar nicht kannte... Aber Mey macht eine schöne Metapher daraus und schafft es wieder, gleichzeitig Mut zu machen und traurig.
Rotten Radish Skiffle Guys: Ja, dieses Lied macht Spaß und an einiges kann ich mich auch erinnern. Es ist nämlich ganz egal, ob man Skiffle, Rock’n’Roll, Heavy Metal, Punk oder sonst was macht: Drei Akkorde genügen, die Musik ist gut und in so einer Band zu spielen ist immer großartig. Aber „Die Mädchen standen auf...“ Na ja, in der Erinnerung vielleicht ein bisschen mehr als in der Realität (bei uns damals zumindest, bei den RRSG wird’s sicher anders gewesen sein ;-)).
Larissas Traum: passt sehr gut an das vorangegangene – denn dass diese Art von Wettbewerb und Vorgeführt-werden Spaß macht, mag ich nicht glauben. Ich hab ja ehrlich gesagt Probleme mit einem rappenden Reinhard Mey, aber beim zweiten mal Hören hatte ich mich schon dran gewöhnt. Musikalisch ist’s nicht so meins, aber der Text haut mich wieder um. Ihm gelingt nämlich etwas ganz Kostbares: Er gibt mir das Mitleid mit den Mädchen und Jungen zurück, die sich vor diese Exekutions-Jurys hinstellen – ein Mitleid, das ich lange verloren hatte.
Spring auf den blanken Stein: Da gefällt mir das ungewöhnliche Bläser-Arrangement besonders gut. Und diese abergläubischen Abzählverse? Ganz ehrlich, so ganz verschwunden sind sie bei mir nicht.
Das Butterbrot: Auf dieses Lied war ich fast am meisten gespannt, weil ich wieder so eine kleine Alltagsbeobachtung erwartet habe, die nur er kann. Und ich hab sie bekommen – auch wenn mir gegen Ende das kleine Butterbrot dann doch ein bisschen zuviel Bedeutung aufgeladen bekommt – ein schönes Lied.
Wir sind eins: Auf den vergangenen Alben hatte ich bei den obligatorischen Liebesliedern manchmal das Gefühl, sie seien etwas routiniert ausgefallen, bei diesem hab ich nicht das Gefühl. Ein sehr schöner passender (fast) Schluss.
Was keiner wagt: Die Zugabe. Schön, dass sie dabei ist, ich hab das Lied auch öfter von Konstantin Wecker gehört und mir immer gedacht, das müsste ich mal haben. Wahrscheinlich hat sich Reinhard Mey so was ähnliches gedacht. Klar kann man über den Text lange diskutieren aber in seiner Reduziertheit finde ich ihn bemerkenswert. Und Konstantins Stimme am Ende des Liedes weht mich an, als wollte sie der brüchig gewordenen Stimme von Reinhard Mey Halt geben. Und somit auch mir.
Was am Ende auffällt, ist das was fehlt: das Lustige, Alberne, Satirische genauso wie das Politische. Ich vermisse es nicht. Es ist ein ruhiges manchmal fast schmerzhaft persönliches Album geworden, das wie kein anderes von Reinhard Mey auf mich den Eindruck macht, „aus einem Guss“ zu sein. Über die Ramones hab ich mal gelesen, man könnte ihre Platten in gute und sehr gute aufteilen. Das gilt auch für Reinhard Mey (bis auf ein, zwei Ausnahmen vielleicht), und dieses ist auf jeden Fall eine sehr gute.
Ach ja Marc, die Lilien, die können einen wirklich fertig machen.
Michael


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Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

Marc
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Stimmen zu "Mairegen"

#8

Beitrag von Marc » So 9. Mai 2010, 13:22

Lieber Michael,
auf Deine Rezension war ich sehr gespannt, ich danke Dir! Ich denke, höre und fühle wie Du.
Michael schrieb:
Und Konstantins Stimme am Ende des Liedes weht mich an, als wollte sie der brüchig gewordenen Stimme von Reinhard Mey Halt geben. Und somit auch mir.

Ja, genau, das hast Du wunderbar ausgedrückt!
Bis Donnerstag,
Marc
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und es ist mir längst klar,
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Hannes Wader

Oberfranke
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Stimmen zu "Mairegen"

#9

Beitrag von Oberfranke » So 9. Mai 2010, 13:45

Hallo zusammen,
angesichts der bereits toll geschriebenen Berichte ist dem von meiner Seite nicht mehr viel hinzuzufügen, nur soviel:
Danke Reinhard, für ein - wie ich finde - gewohnt gutes wie gleichzeitig außergewöhnliches, besonderes Album!
Und während ich diese Zeilen schreibe, geht draußen vor meinem Fenster ein Mairegenschauer vom oberfränkischen Himmel, wie ich ihn lange nicht erlebt habe! In diesem Zusammenhang möchte ich ein Zitat aus der Album-Beschreibung bei Amazon anfügen, die ich sehr schön fand:
"Zum Titel des Albums wurde Reinhard Mey übrigens durch ein Kinderlied von Hoffmann von Fallersleben inspiriert, das dem Mairegen Wunderkräfte zuschreibt. Bleibt uns als Hörer, Reinhard Mey zum Dank für dieses bemerkenswerte Album nur zu wünschen, dass sie dort wirken mögen, wo er selbst es sich am sehnlichsten erhofft!"
Danke
Gruß
Stefan
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#10

Beitrag von Viktor » So 9. Mai 2010, 16:51

Liebe Freunde der guten Musik,
wirklich toll formuliert sind die Meinungen, die hier schon im Forum stehen. Das werde ich gar nicht erst versuchen, zu toppen ;), aber den einen oder anderen Eindruck möchte ich doch loswerden, nachdem ich die Platte nun seit Freitag häufig rauf und runter gehört habe:
Insgesamt bin ich wirklich sehr begeistert vom Album. Es hat kein Lied, das ich „wegdrücken“ würde – das ging mir, glaube ich, seit „Einhandsegler“ nicht mehr so.
Besonders angetan hat es mir „Gute Seele“: Die verschiedenen beschriebenen Szenarien hat natürlich niemand alle so erlebt, aber vom Prinzip her kann sich wohl jeder mit der Idee solcher „Dankesschuld“ identifizieren (ich habe z.B. meinen Immatrikulationsantrag 2 Tage zu spät abgegeben und verdanke einer guten Seele im Studierendensekretariat, dass es trotzdem in Ordnung ging).
Besonders großartig finde ich speziell, wie das Bild vom Nachbarsmädchen gemalt wird, das Empathie durch gemeinsames Schweigen und nach-unten-Gucken bietet – ich kann es mir bis ins Detail vorstellen...
Und, wie Marc schon sagte: „erinnerungswärts“ ist eine wunderbar poetische Wortschöpfung.
In diesem Lied gefällt mir auch die spanisch angehauchte, flinke Melodiegitarre besonders gut, wobei es auch in einer Version nur mit Zupfbegleitung, wie wir es vielleicht 2011 erleben dürfen, musikalisch noch super sein dürfte.
Aber auch die Lieder, zu deren Thematik ich persönlich an sich keinen Zugang habe, fesseln mich. Beispielsweise kenne ich niemanden wie „Antje“ und verbinde nichts mit dem beschriebenen Umfeld, was an sich auch nicht sonderlich spektakulär ist, aber alles wird wunderbar geschildert, sodass ich mich hinterher fühle, als wäre ich dort bei Antje gewesen. Wie Michael schon sagte, ein ungewöhnliches erstes Lied, aber irgendwie doch gut gewählt.
Noch nicht ganz lieben gelernt habe ich „Nachtflug“. Es ist nicht so, dass mir irgendetwas daran nicht gefallen würde, aber es greift irgendwie nie so recht nach meiner Aufmerksamkeit. Mal sehen, wie sich mein Eindruck mit der Zeit ändern wird.
Übrigens, was hat es eigentlich damit auf sich, dass „Musikpolizei“ aus der Titelliste (wie sie erst auf reinhard-mey.de bekanntgegeben wurde) verschwunden und durch dieses Lied ersetzt worden ist?
Von den musikalischen Arrangements her gefällt mir das Album auch sehr gut. Das ist bei Reinhards Studioalben bei mir nicht immer so. Ich muss sagen, dass es insgesamt aber auch sehr dezent gehalten ist – finde es eigentlich nicht sonderlich dicker aufgetragen als beim so genannten Gitarrenalbum „Bunter Hund“.
Die am meisten „beladenen“ Songs sind wohl „Rotten Radish Skiffle Guys“, was mit den enstprechenden Instrumenten echt gut zur gut gelaunten Gesangsmelodie passt, und natürlich „Larissas Traum“, wo man ja fast schon von einem „Beat“ sprechen kann, was ich aber auch toll finde. Naja, ich liebe aber auch seinen Sprechgesang in anderen Liedern; ich denke da an „Sei wachsam“, „Heimatlos“ oder auch die Strophen vom „Narrenschiff“. Und bei solchen Liedern finde ich dann die Live-Versionen umso spannender. Ich hoffe, „Larissas Traum“ wird bei der nächsten Tour auch live dargeboten werden.
Überhaupt hoffe ich, dass 2011 der Anteil der neuen Songs am Programm mal wieder größer ist als bei den letzten beiden Touren. Lassen wir uns überraschen.
Viele Grüße
Viktor
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Marc
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Stimmen zu "Mairegen"

#11

Beitrag von Marc » So 9. Mai 2010, 17:24

Hi Viktor!
Viktor schrieb:
Übrigens, was hat es eigentlich damit auf sich, dass „Musikpolizei“ aus der Titelliste (wie sie erst auf reinhard-mey.de bekanntgegeben wurde) verschwunden und durch dieses Lied ersetzt worden ist?

Ui, gut beobachtet, Viktor! Spannende Frage! Wenn ich mich richtig erinnere, gab es auf der Mey-Seite sogar ein Foto aus dem Studio, auf dem ein Textblatt mit "Musikpolizei" zu sehen war (ich hing mit Adleraugen darüber, konnte aber wenig entziffern). Vielleicht hören wir das Lied ja bei der Tour 2011...?
Liebe Grüße,
Marc
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Miramis
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#12

Beitrag von Miramis » So 9. Mai 2010, 19:06

Danke für eure Stimmen, ihr Lieben!
Vor allem dein Text, Marc, hat mich berührt. :-)
Bevor ich zu den einzelnen Liedern schreibe, soweit es (schon) möglich ist - auch bei mir ist das wohlgemerkt eine reine Momentaufnahme - noch eins vorweg: Es gab bisher kein Album, auf dem mich ausnahmslos alle Lieder ansprechen. Mit "Mairegen" ist das zum ersten Mal gelungen.
Und nun im Einzelnen:
Antje
Zum Einstieg gleich ein Lied von der Art, für die ich ihn besonders schätze: Das so oft Übersehene wird sichtbar gemacht, geachtet und gewürdigt.
Das erste Mal
Wunderschön, hier besonders auch musikalisch, und mit einem für mich (in der Intensität) noch nicht erlebten Effekt: Es fällt mir schwer, während des Hörens beim Lied zu bleiben, weil meine Gedanken zu zurückliegenden, aktuellen und vielleicht kommenden Anfängen wandern und mir schlagartig deren Bedeutung klar wird. Dieses Abschweifen steht für mich aber für die Stärke des Liedes!
Gegen den Wind
Meiner Meinung nach ist dies nicht eins der stärksten Stücke auf der CD, aber mir gefallen die kleinen und großen Weisheiten, die hier vermittelt werden.
Gute Seele
Und noch so ein „Dafür mag ich ihn besonders“-Lied: Da ist er, der Geschichtenerzähler! Ich bewundere ihn dafür, wie er mit wenigen Worten kleine Szenen so genau vor Augen zaubert und es schafft, die eigentlich darin steckende Größe und Bedeutung zu zeigen. Schön auch, wie dieses Lied anregt, selbst den Blick „erinnerungswärts“ (in der Tat ein wunderschönes Wort!) zu richten.
Ficus Benjamini
Ich kann mich nur wiederholen: Etwas vermeintlich Unscheinbares, dieses einsame Bäumchen mitten in der Trostlosigkeit, bekommt eine große Bedeutung verliehen. Ich bin dankbar für solche Lieder, weil sie den Blick für das wirkliche Maß der Dinge schärfen oder überhaupt erst die Augen öffnen.
Vom Inhaltlichen abgesehen, gefällt mir hier auch besonders sein Umgang mit der Sprache.
Nachtflug
Das Lied und die Stimmung, die es vermittelt, gefallen mir, aber so richtig „gepackt“ hat es mich noch nicht. Ich kenne das aber von Mey-Liedern, dass ich sie mir ein bisschen „warmhören“ muss, und bin gespannt, ob das bei „Nachtflug“ auch so ist.
Drachenblut
Ein ganz leises Juwel, das ich nicht durch Worte anzutasten wage.
Mairegen
Ich stapfe eher missmutig durch feinen Sprühregen, denke „Was für ein Wetter, und das im Mai!“ und verkrieche mich in meiner Jacke, als ich über Kopfhörer zum ersten Mal dieses wunderbare Lied höre (das entsprechende Gedicht war mir unbekannt). Mir fällt auf, dass ich auf einmal beschwingt gehe, mir ins Gesicht regnen lasse und das Wetter genießen kann. Die Melodie des Refrains ist seitdem Dauergast in meinem Kopf und lässt mich immer wieder lächeln. Und ja, es tut gut nach dem vorangegangenen Lied.
Rotten Radish Skiffle Guys
Tempo, gute Laune, man spürt seine Begeisterung! Gefällt mir!
Larissas Traum
Die Sprechgesang-Stücke sind tendenziell die, die ich weniger mag. „Larissas Traum“ zeigt mir, dass es auch anders geht. Es ist nicht meine Art von Musik, sie stört mich hier aber nicht, weil der inhaltlich so starke und (mich) betroffen machende Text (betroffen, obwohl – oder weil? – das ja letztlich keine neuen Erkenntnisse sind) mich völlig gefangen nimmt.
Spring auf den blanken Stein
Diese Tricks und das manchmal schon verzweifelte Vertrauen darauf kenne ich. Zwischendurch schmunzelnd, höre ich ihm hier besonders aufmerksam zu, merke ich. Der Schluss macht mir Gänsehaut.
Das Butterbrot
Beim ersten Durchblättern des Booklets habe ich die Stirn gerunzelt. Butterbrot? Zugegeben, ich habe das Lied beim ersten Durchhören übersprungen und erstmal „vertagt“. Heute dann habe ich mir die Zeit genommen und sofort Gefallen an dem Stück gefunden! Auch hier wirkt sein „erinnerungswärts“ gerichteter Blick Wunder, macht dankbar beim Rück-Blick auf die nur scheinbar kleinen Dinge. Und ja, das Leben meint es gut mit mir. Auch in meiner Kindheit gab es diese kleinen Brotwürfel, immer etwas besonderes – „Schäfchen“ hießen sie bei uns.
Wir sind eins
Nachdem mich die Liebeslieder auf den letzten Alben nicht so sehr angesprochen haben, ist hier mal wieder eines, das mir gut gefällt. Ein schönes Ziel, dieses die Zeit überdauernde Zusammenstehen!
Was keiner wagt
Ich kannte den Text vorher nicht und bin von ihm, der Melodie, dem Klavierspiel und dem Gesang der beiden sehr bewegt. Ich finde, die Worte machen Mut, es wirklich immer wieder zu wagen.

Vielen Dank, Reinhard.

Anna
Dieser Beitrag enthält 758 Wörter


Leicht?
Noch nicht.
Doch voll Musik
Und weiter, weiter Welt.
(Barbara Pachl-Eberhart)

Nicole
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Registriert: Mo 29. Jan 2007, 17:22

Stimmen zu "Mairegen"

#13

Beitrag von Nicole » So 9. Mai 2010, 22:39

Huhuuuu!
Wir haben die CD jetzt dreimal durchgehört (gut dass man manchmal lange Autobahnfahrten hat :daumen: )!
ich finde Marcs "Bericht" ja schon sehr passend, mich hat vieles berührt zum Beispiel "Drachenblut" und "Das erste Mal". ich glaube zu jedem einzelnen Lied muss ich nichts sagen, die sprechen für sich. Mein besonderes Highlight war BUTTERBROT, ich dachte sofort daran wie mein Opa früher vom LKW fahren kam und meinem Bruder und mir sein Hasenbrot geteilt hat-herrlich!!!!!!
Ich finde man spürt was in letzter Zeit bei Meys "los war/ist"....
Zu "Was keiner wagt" kann ich nur sagen, ich hatte beim Lesen des Textes schon Gänsehaut...als ich es dann hörte war ich weggehauen, es passt einfach zu meiner momentanen Situation auf der Arbeit...wer weiß vielleicht hänge ich den Text mal ins Personalzimmer ;-).
Danke lieber Reinhard Mey:applaus: :hutzieh:!!!
Ich wünsche Euch allen ein tolles LT und hoffe wir sind nächstes Jahr wieder dabei!!!!
Gruß von der Mosel :wink: Nicole :guitargirl:
Dieser Beitrag enthält 170 Wörter


Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.
Antoine de Saint-Exupery
:kiss:

tzippy
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#14

Beitrag von tzippy » Mo 10. Mai 2010, 15:41

Hm, bin ich der einzige der in "Nachtflug" nicht nur ein weiteres Fliegerlied sieht sondern damit den Nachtflug verbindet, auf dem sich Max zur Zeit befindet?
Dieser Beitrag enthält 26 Wörter



Petra
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#15

Beitrag von Petra » Mo 10. Mai 2010, 15:50


tzippy schrieb:
Hm, bin ich der einzige der in "Nachtflug" nicht nur ein weiteres Fliegerlied sieht sondern damit den Nachtflug verbindet, auf dem sich Max zur Zeit befindet?

:gruebel: weiß nicht. Es sind vielleicht doch zu viele konkrete Details aus der Fliegerwelt enthalten.
Und im Booklet steht Für Frederik.
Im Gegensatz dazu war die DVD Liebe gute Fee 'für Max'.
LG Petra
Dieser Beitrag enthält 64 Wörter


Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

Nordlicht
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#16

Beitrag von Nordlicht » Mo 10. Mai 2010, 20:05

Hallo, ihr Meylinge...
Anbei ein Bericht, der am vergangenen Freitag in der hiesigen Presse erschienen ist. Leider kann ich zur Zeit noch keine Rezension abgeben - mein nächster Einkaufsbummel startet erst morgen...
In diesem Sinne liebe Grüße aus Ober- :ösi: von
ANDREAS.

(...der jetzt auch sagen könnte: bis bald...)

Dieser Beitrag enthält 51 Wörter


"But as long as I can see the morning,
in miracles, much more than I can say,
it´s enough to keep me still believing
in drifting hearts, so far away."

(''Book of golden stories''/ RUNRIG)

Luise
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#17

Beitrag von Luise » Mo 10. Mai 2010, 21:56

Hallo Anna !
Das tröstet mich ja,dass Du den Vers von H.von Fallersleben auch nicht kanntest ;-) ,so wie Michael und sicherlich auch noch ein paar andere ... Was "Mairegen " anbelangt,ist es bei mir auch zum echten "Ohrwurm"geworden-ich ertappe mich immer mehr dabei,dass ich den Refrain vor mich hin singe.Aber auch "spring auf den blanken Stein"u."gegen den Wind"haben die Veranlagung dazu. Im übrigen hat mir Dein Bericht auch sehr gut gefallen-ebenso wie der von Michael -ich kann dem nur zu stimmen-liebe Grüße :wink: Luise.
Dieser Beitrag enthält 94 Wörter


Und wo immer auch ein Fettnapf steht,da tapp`ich voll hinein...
R.M.

tzippy
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#18

Beitrag von tzippy » Di 11. Mai 2010, 22:58


Petra schrieb:

tzippy schrieb:
Hm, bin ich der einzige der in "Nachtflug" nicht nur ein weiteres Fliegerlied sieht sondern damit den Nachtflug verbindet, auf dem sich Max zur Zeit befindet?

:gruebel: weiß nicht. Es sind vielleicht doch zu viele konkrete Details aus der Fliegerwelt enthalten.
Und im Booklet steht Für Frederik.
Im Gegensatz dazu war die DVD Liebe gute Fee 'für Max'.
LG Petra

Ja, das ist mir auf der anderen Seite auch aufgefallen.
Er schafft beschreibt es einfach so unglaublich gut, dass ich mich fühle als säße ich im Cockpit obwohl ich noch nie geflogen bin (außer hinten in den großen vögeln).
Aber auf der anderen Seite kann ich einfach nicht anders als Parallelen ziehen zu Max. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
Dieser Beitrag enthält 134 Wörter



Michael
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#19

Beitrag von Michael » Mi 12. Mai 2010, 09:45


tzippy schrieb:
Aber auf der anderen Seite kann ich einfach nicht anders als Parallelen ziehen zu Max. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

Na ja, um doch noch ein rezeptionstheoretisches Argument zu bringen: Was der Dichter gemeint hat und was der Hörer/ Leser versteht, muss nicht das gleiche sein, deshalb ist es aber nicht falsch - das ist ja das Spannende.
Michael
Dieser Beitrag enthält 65 Wörter


Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

Holgi
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#20

Beitrag von Holgi » Sa 15. Mai 2010, 13:25

Danke, lieber guter Reinhard!
"Gegen den Wind" wäre ein schönes Radio-Lied. Aber der Text ist wohl doch zu gewagt für die Öffentlichkeit. Das passt so gar nicht zu "Herz-an-Herz-Gefühl" und co.
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