Songs an einem Sommerabend 2009

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 20.06.2019 | Foto für Banner und Forum: Sven-Sebastian Sajak Deutsche Wikipedia
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
tzippy
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#1

Beitrag von tzippy » Di 7. Jul 2009, 10:27

hallo!
ich wollte nur mal fragen, was der Reinhard so gespielt hat dieses jahr!
oder gibts schon ein thema dazu?
danke!!
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#2

Beitrag von Petra » Di 7. Jul 2009, 11:11


tzippy schrieb:
hallo!
ich wollte nur mal fragen, was der Reinhard so gespielt hat dieses jahr!
oder gibts schon ein thema dazu?
danke!!

Ich werde wohl doch einen Bericht schreiben, es brodelt zu sehr in mir. Er wird etwas lückenhaft, weil ich mir keine Notizen gemacht habe, aber es muss wohl sein. Noch etwas Geduld, bitte.
Viele Grüße von Petra
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#3

Beitrag von Clemens » Di 7. Jul 2009, 13:41

Liebe Petra, anbei kleine Erinnerungshilfe aus meinem Gedächtnis - daher nicht unbedingt zuverlässig...:
Vorprogramm
Dominik Plangger
(Der Künstler? / Gestern noch?)
Matthias Reuter
(Die schönsten Geschichten der Welt/ Zappen und Kochen)
Johannes Leistner
(Ich sags mit einem Lied/ Was ich denke/ Sturm, sei still)
Les Belles du Swing
(Kennst Du das auch, wunderschöner tag/ Karawanensong)
Hauptprogramm
Bodo
(Herzlich willkommen)
Viva Voce
(Fräggae/ Du/ Ja Schatz - mit Bodo)
Fred Ape
(Johannes B. Kerner/ {Freitag nur noch das "Tochterlied"} bei Euch ev. noch "Gut versichert" ?)
Andrea McEwan
(Candle In A Chatroom/ Love Suit Black Socks In The Wash/ ?)
Reinhard Mey und Band
Das war ein guter Tag/ ? / Drei Stühle/ {alleine-}Männer im Baumarkt
PAUSE
Bodo
(Meine neue Freundin/ ein Denkmal denkt {mit Sonja Firker, Geige}
IRISHsteirisch
(wos is heit fia Tag/ Never say goodbye/ Bian Bam Beitl Buam
Kelpie
Nattina eftir Friggjanatt/ Sumarnatta/ ?
Konstantin Wecker
(Genug ist nicht genug, Sage Nein, Leben im Leben... und viele andere)
Alle um RM Gute Nacht Freunde
Ich habe mich auch am Programmheft entlanggehangelt...
Bestimmt ist einiges fehlerhaft, aber es soll ja auch nur Zuarbeit sein :-) Bei RM bin ich total unsicher was er noch gesungen hat, weil ich nach dem Konzert die neue DoppelCD gehört habe. Deswegen hier nur die Sachen, deren ich mir sicher war...
herzliche Grüße von Clemens
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#4

Beitrag von Marc » Di 7. Jul 2009, 13:57

Hallo Clemens,

Clemens schrieb:
Reinhard Mey und Band
Das war ein guter Tag/ ? / Drei Stühle/ {alleine-}Männer im Baumarkt


"Ich bring dich durch die Nacht"
Sooo schön mit Band!
Liebe Grüße,
Marc
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.

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#5

Beitrag von Petra » Di 7. Jul 2009, 15:43

Ja, danke, anhand des Programmheftes habe ich auch schon viele Titel zusammengekratzt, aber viel schwieriger ist halt zu vermitteln, 'wie es war'.
LG Petra
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#6

Beitrag von Clemens » Mi 8. Jul 2009, 00:03

auf Bitten und unter Vorbehalt...
Meine Songs – „Premiere“
Vorspann oder Mac Murphys Gesetz –
Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird es schiefgehen. (kann übersprungen werden!)
Geplant war eine ruhige Fahrt am Vormittag, ein besinnlich einstimmender Nachmittag mit Klosterbesichtigung und Zeit für den Plausch mit Freunden. Der selbst gesetzte Abfahrtstermin - 9.45Uhr - war fast eingehalten worden und die Stadtdurchfahrt für Dresdner Verhältnisse am Freitag geradezu rasend schnell absolviert, da klingelte das Handy. Ein braver Bürger ohne Freispreche fährt also rechts ran und hebt ab – schwerer Fehler.
Am anderen Ende ein hilfloses Gegenüber, welches behauptet, ich hätte bei der gestrigen Instandsetzung der Wasserleitungen eine derselben verstopft, da trotz offenen Ventils der Spülkasten nicht nachgefüllt würde. Obwohl ich die CD nicht gewechselt hatte, hörte ich nun ganz deutlich Herrn M aus B singen „...wenn es jetzt im Hörer tutet, wird die Küche überflutet...“. Also zurück durch die plötzlich gar nicht mehr so frei wirkenden Straßen, die Rohrzange aus dem Autowerkzeug geschultert und meine vermeintliche Verfehlung besichtigt. Die Spartaste des Spülkastens war verklemmt. Ein kleiner Druck – ganz mit ohne Zange – löste sie und das Wasser flutete an den vorgesehenen Ort.
Wie gut, dass ich soviel Zeit für die Strecke von nur 279 km eingeplant hatte. Gegen 11.30 fuhr ich auf die Autobahn. Das sonnige Wetter sprach für meine Prognose der Regenfreiheit am Abend. Nach kurzer Zeit stellte ich die Klimaanlage an und wenig darauf den Motor ab.
Ein Stau, den mir mein Radio schlicht verschwiegen hatte, hielt mich etwa 75 Minuten auf.
OK – es war 13.00Uhr. Keine Panik, das Konzert begann erst 6 Stunden Später. Als das Radio mir den Stau meldete, welchen ich glücklich hinter mir hatte, fuhr ich glücklicherweise nicht völlig unvorbereitet und überrascht in einen weiteren. Der würde mir dann sicher auch später noch mitgeteilt mahnte mich beruhigend meine innere Stimme. Diesmal dauerte es nur 55 Minuten, bis ich das Auto wieder anlassen und per „STOP&GO“ die nächste Abfahrt erreichen konnte. Es war 14.10 und ich hatte noch 100km Landstraße vor mir. Immerhin könnte ich da im Falle eines weiteren Staus wenden und nach Hause fahren. Nach 20 km problemloser Fahrt, ich hätte stutzig werden sollen, schnellte die Temperaturanzeige sichtbar gen rotes Feld. Ich ließ den Wagen ausrollen, den Dampf unter der Motorhaube in den blauen Himmel steigen und bewunderte das Werk des Marders, welcher meinen Kühlschlauch fachgerecht zersiebt hatte. Ha, wozu hat man denn seine ADAC-Plus Karte.
Mich durchfuhr es siedend heiß, denn ich wusste die ADAC-Karte an ihrem Platz, sah aber zeitgleich die blausilberne Eintrittskarte geistigen Auges an der heimatlichen Pinnwand hängen. – „Fassung gewinnen, Ruhe bewahren!“ sprach etwas streng in mir.
Der ADAC würde kommen, aber keinesfalls vor 1 ½ Stunden, da noch zwei Aufträge abzuarbeiten waren. Die Sonne nutzte erbarmungslos aus, dass kein Schattenspender in erreichbarer Nähe war.
Wolfgang, der mich längst vor Ort wähnte, rief an und bekam die Order zu erkunden, mit welcher Art Ersatzbeleg ein Karten-Vergesser die heilige Wiese betreten dürfe.
Irgendwann packte ich die Gitarre aus und übte verzweifelt immer wieder den Refrain meines neuen Liedes – besonders die Stelle „ich hätte Dich fluchend verlassen...“ .
Genau 16.00Uhr war der ADAC da. Der Schlauch wurde mit Isolierband provisorisch geflickt, danach das Kühlwasser eingefüllt. Wenn beim Anlassen aus dem offenen Kühler jetzt keine Fontäne schoss, dann wäre die Kopfdichtung nicht beschädigt. Endlich glaubte ich dem Fluch entronnen zu sein. Ich dürfe vorsichtig weiter fahren, müsste aber zu Hause gleich zur Werkstatt.
Der gelbe Engel entschwebte und ich rollte folgsam vorsichtig weiter zum Kloster. Irgendwie glaubte ich wohl eine Stärkung zu brauchen und hielt an einem Kaffeehaus an. Die Maschine eine deLonghi, wie zu Hause, und der Kaffee wirklich erstklassig. Nun aber los, denn von Wolfgang wusste ich inzwischen ja, dass mich mit den mittlerweile telefonisch vom Sohn erfragten Kartendaten ein Kanossagang zu Frau Schlier erwartete, allwo ich an Eides statt erklären sollte...
Nur stand da eben zwischen mir und dem Auto ein Hindernis – grünweis lackiert und mit uniformiertem Inhalt. „Sind sie der Halter dieses Dackels?“ vermeinte ich zu hören, sie hatten aber nach dem Auto gefragt. Ja, ich gebe zu, dieses Auto mit dem abgelaufenen TÜV war meines.
Nach Bußgeldabgabe und Papierkram durfte ich weiterfahren.
Ankunft vor Ort war - welche Leistung – 18.05Uhr. Da die Damen am Einlass mich ohne Wolfgangs vorgefertigten Laufzettel losschickten, dauerte es noch bis buchstäblich 5 Minuten vor Konzertbeginn, bevor ich Cordula und Miri begrüßen durfte, welche mir einen tollen Platz freigehalten hatten.
In diesem Moment wurde ein Schalter umgelegt und Murphy musste draußen bleiben –
Ätsch!!!
Ab hier geht es wirklich um den Konzertabend:
Am Anfang die Gewinner des Nachwuchswettbewerbs der Hanns-Seidel-Stiftung. Ihr Auftritt und die Preisverleihung wurden moderiert von Ado Schlier. Der Mann hat Charme und wohl unbestritten unglaubliche Verdienste um Entstehung und Erhalt dieser tollen einzigartigen Veranstaltung. Ich hoffe aber sehr, dass gute Freunde ihm helfen und künftig zu einer gut vorbereiteten Moderation raten.
Was die anderen Redner angeht wünsche ich Ihnen bessere Redenschreiber. Vielleicht sollten sie sich auch die allgegenwärtigen englischen Wörter in Lautschrift zu Gemüte führen.
Ich will nun aufzählen, was mir an Künstlern und Liedern in Erinnerung blieb:
Dominik Plangger wartete mit einer unglaublich intensiven Stimme und einer interessanten Stilmischung auf. Besonders der irische Einschlag hat es mir dabei angetan. Die Titel sind mir nicht haften geblieben.
Anders bei Matthias Reuter, der sich ein wenig wie Elton John an den Flügel setzte um dann den Blickkontakt mit dem Publikum suchend Geschichten zu singen. Noch bevor ich es später im Programmheft bestätigt fand ließ mich seine Wortwahl an die „Sago-Schmiede“ des Herrn Stählin denken. Einfach gut und dazu witzig in „Die schönsten Geschichten der Welt“, welche man wegen der Peinlichkeit so selten erzählt oder im untauglichen Versuch „Zappen und Kochen“ zu trennen.
Jonathan Leistner bleibt mir nur mit dem Lied „Sturm, sei still“ in Erinnerung; nicht weil dies seinen christlichen Liedermacherursprung verrät, sondern weil mich hier Wort und Musik zusammen überzeugten und berührten.
Die Damen der Swingband „Les Belles Du Swing“ boten angenehme Abwechselung für Ohren und Augen. Musik von Hand und Mund gemacht. Die swingenden Bewegungen übertrugen sich durchaus auf das Publikum. Die Texte gut zu verstehen empfand ich als nett und salongerecht. „Kennst Du das auch?“, „Wunderschöner Tag“, „Karawanensong“.
Die Preisverleihung beschloss das Vorprogramm.
Bis dahin hatten nur unverbesserliche Besucher Unkenrufe auf den zu erwartenden Regen von sich gegeben. Allen voran Wolfgang, der beim Herannahen jeder dunklen Wolke von noch dunkleren Ankündigungen schlimmsten Unwetters begleitet unter einem seiner Regencapes verschwand. Nun stimmte man auch von der Bühne das Sintfluten und Konzertabbruch ankündigende Gerede an und berief sich auf Meteorologen, welche es für 21.00Uhr erspürt hatten.
Außer Miri wollte mir zu diesem Zeitpunkt noch keiner der gut 5000 Anwesenden Gehör schenken. Sie taten es natürlich erst recht nicht, als der Abend trocken fortschritt. Wolfgang verstieg sich sogar zu der Äußerung „Wenn es bis 24.00 Uhr nicht regenet, dann gehe ich am Sonntag in die Kirche!“ Na gut, er sagte nicht welchen Sonntag...
Bodo kam gewohnt erfrischend und hieß uns „Herzlich willkommen“.
Dann begrüßte er „Viva Voce“, die mit ihrem fränkischen Reggae (kurz „Fräggae“) nicht nur die Lokalpatrioten erfreuten. Der Titel „Du“ ist mir nicht mehr gegenwärtig. Warscheinlich hatte ich mich schon zu sehr auf das gemeinsame Lied mit Bodo gefreut. Das kam und es war das wohl bekannteste von Bodos Liedern „Ja, Schatz!“. Der Spaß, den die Musiker dabei hatten übertrug sich hörbar auf das Publikum.
Mit Fred Ape kam ein mir bis dato völlig unbekannter Barde auf die Bühne. Ich will nicht glauben, dass der Typ noch 5 Lenze länger hier weilt als ich, und das er uns als Liederliebhabern so lange durch die Lappen gehen konnte. Mit „Kerner Land“ eroberte er uns bis hin zum Mitsingen. Darauf folgte gleich eine hinreißende Schilderung seiner Vater - Tochter – Beziehung („Sie ist so jung“). Wir waren perplex bis sauer, dass danach schon Schluss war. Auch die Hoffnung auf ein Wiederhören an späterer Stelle des Abends erfüllte sich leider nicht.
Aus tralien kommt die junge Andrea Mc Ewan. Sie begrüßte uns auf deutsch. Ihre Lieder sang sie natürlich in Englisch, aber wer unter uns Forümlern wüsste nicht um Liebestränen im Internet oder um „candle in a chatroom“ ?
Danach improvisierte Bodo aus Moderation und Lied heraus eine hochachtungsvolle Ansage des Liedermacher-Altmeysters.
Dieser dankte ihm und uns mit der Bandversion von „Ich bring Dich durch die Nacht“. Dabei war das Mitsingen des Publikums angemessener Weise eher zu spüren als zu hören. Auch „Das war ein guter Tag“ und „3 Stühle“ waren wunderbar instrumentiert.
Als Die Band und Er abgingen forderte Miri, lautstark OBI rufend, den aktuellen Knaller ein.
Sofort kam RM denn auch zurück und erklärte, dass er das jetzt allein singen müsse...
Fast schade, dass man es schon kannte, aber immer noch um flach zu liegen, soweit das auf der Klosterwiese unter 5000 Mitlachenden möglich war.
Dann Pause und noch kein Regen – das blieb natürlich bis zum Ende so :-)
Es dauert nur Sekunden, bis tausende Leute wieder gespannt lauschend sitzen, wenn denn Bodo Wartke kommt um von seiner neuen Freundin zu singen. In seinem Denkmal – Lied darf er ja niemanden berühren, weswegen er sich zu diesem Behufe wohl die Berliner Geigerin Sonja Firker mitbrachte.
Bei „IRISHsteirisch“ erinnerte das Stilgemisch mch ein bisserl ans Vorprogramm, aber hier kommt die geballte Ensemble – Ladung zum Tragen. Die Post geht ab und die Begeisterung steckt an. Bei den „Bian Bam Beitl Buam“ vermute ich mal frech, das die Chinesen denen eine geplante Tour gilt, ebensoviel verstehen werden wie ich. Macht nix, a Gaudi wars.
Kelpie, eine sehr eigene Musik der schottischen sowie der norwegischen Saagenwelt und Mythologie verwoben. Ian Melrose und Kerstin Blodigs brillieren als SängerIn und Instrumentalisten. Für mich eine unglaublich anrührende Kunst.
Zu Konstantin Wecker hier viel zu erklären hieße Eulen nach Athen tragen. Dass das Wetter so unverschämt gut gehalten hatte und man vorher kleinmütig auf Eile drängte, das kam ihm und seinen reichlich angereisten Fans zu Gute. Nach den rythmisch beklatschten Hymnen wie „Genug ist nicht genug“, „Sage Nein“ und „Leben im Leben“ gab es noch einige Schmankerln aus der „Bayrischen CD“ und nach der allerletzten Zugabe bleibt dann nur noch
der Rausschmeißer zu welchem sich alle Künstler versammeln und das muss natürlich
„Gute Nacht Freunde“ sein.
Es ist nach 24.00Uhr, die Wiese ist trocken, Wolfgang überlegt wie er seinem geistlichen Schicksal entgehen kann.
Alle sind so voll von guten Eindrücken, dass ich am späteren Morgen Murphy anlächeln werde, wenn er mich heißt mein Auto doch per „PICKUP“ nach Dresden befördern zu lassen ...
Die Karten für nächstes Jahr sind bestellt :-)
Clemens
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Songs an einem Sommerabend 2009

#7

Beitrag von amori » Mi 8. Jul 2009, 01:53

:kaputtlach: :kaputtlach: :kaputtlach:
Vorspann oder Mac Murphys Gesetz – Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird es schiefgehen. (kann übersprungen werden!)

Dann, lieber vom Schicksal gebeutelter Clemens, wäre mir das Highlight
um Mitternacht entgangen!
Und gezz stell dich mal nicht so an wie'n Mädchen:
Es hat NICHT geregnet! Es hätte alles viiiel schlimmer kommen können...
und es kam schli....
Liebe Grüße
Annette :flücht:
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#8

Beitrag von Petra » Mi 8. Jul 2009, 02:47

Lieber Clemens,

Irgendwann packte ich die Gitarre aus und übte verzweifelt immer wieder den Refrain meines neuen Liedes – besonders die Stelle "ich hätte Dich fluchend verlassen...".

ich fass' es nicht. Wie kannst Du unter diesen Umständen noch Gitarrre spielen? So entspannend kann der Fluch in dem Text doch auch nicht gewesen sein. :roll:

Und nun siehst Du mich etwas ratlos. :gruebel: Bekanntlich bestehen die Songs an einem Sommerabend aus zwei Abenden, die mehr oder weniger identisch sind. Und wie schon oben erwähnt, bastle ich ja an einem Bericht des zweiten Abends. Mein Vorspann kann Deinen horrormäßig nicht toppen, aber an einer gewissen Stelle gibt es doch Ähnlichkeiten, wie Du weißt. ;-)
Ich frage mich nun, ob wohl irgendjemand einen zweiten langen Bericht über dasselbe Ereignis lesen will? :weissnicht:
Viele Grüße von Petra
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#9

Beitrag von moni » Mi 8. Jul 2009, 07:39

Ich weiß es gibt diesen Smily der mit dem Kopf nickt, ich kann ihn aber leider nicht einfügen *grrr*, deshalb.
Ja, ja, ja, ja, Petra noch ein Bericht.
LG Moni
Dieser Beitrag enthält 31 Wörter


:wau:
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#10

Beitrag von Gesch » Mi 8. Jul 2009, 12:10

Hallo Clemens und liebe Mitlesende,
die Szene ist, wie sich mal wieder zeigt, unglaublich breit und die selektiven Wahrnehmungen sind offenbar sehr eingeschränkt oder einfach damit zu erklären, dass auch wirklich gute Liedermacher mit einem Output, das bereits Jahrzehnte andauert, selbst ein tendenziell interessiertes Publium nur schwer erreichen...
Jüngstes Beispiel kommt von Dir:

Clemens schrieb:
Mit Fred Ape kam ein mir bis dato völlig unbekannter Barde auf die Bühne. Ich will nicht glauben, dass der Typ noch 5 Lenze länger hier weilt als ich, und das er uns als Liederliebhabern so lange durch die Lappen gehen konnte. Mit „Kerner Land“ eroberte er uns bis hin zum Mitsingen. Darauf folgte gleich eine hinreißende Schilderung seiner Vater - Tochter – Beziehung („Sie ist so jung“). Wir waren perplex bis sauer, dass danach schon Schluss war. Auch die Hoffnung auf ein Wiederhören an späterer Stelle des Abends erfüllte sich leider nicht.


Fred Ape ist ein lieber und äußerst fähiger Kollege, der bereits seit den Siebziger Jahren die Szene bereichert, und zwar nicht nur in seiner Heimat Dortmund. Er hat auch wesentlich zum Repertoire der damaligen Kult-Folk-Rock-Szeneband Cochise begetragen, ohne dass er dieser Band angehörte. Mit "Ape, Beck und Brinkmann" gab es mal ein Trio, das sich gewitzt und musikalisch fetzig mit Aktualität und Zeitgeist kritisch und satirisch auseinandergesetzt und bundesweit gespielt hat. Nach dem Ende des Trios hat er sich mit Guntmar Feuerstein im Grenzbereich zum Kabarett bewegt, und nun tritt er auch mit Rudi Mika auf. Er hat im vergangenen Jahr sein 35-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert...
Auf seiner Webseite steht mehr über ihn. Einfach mal googlen...
Klar, man kann nicht alles kennen, auch diejenigen, die die Szene seit Jahren beobachten und zu kennen glauben, entdecken immer wieder "neue" Künstler, die gar nicht mehr so neu sind. Schön jedenfalls, dass sie überhaupt entdeckt werden.
Ich empfehle, gelegentlich einen Blick in den "Folker" zu werfen. Die Zeitschrift setzt immer abwechselnd den Schwerpunkt auf Liedermacher und Weltmusik.
herzlich
Gerd
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#11

Beitrag von Angela » Mi 8. Jul 2009, 13:57


Ich frage mich nun, ob wohl irgendjemand einen zweiten langen Bericht über dasselbe Ereignis lesen will? :weissnicht:
Viele Grüße von Petra

Bekanntlich ist alles relativ, deshalb fände ich es schön, noch mehr über dieses tolle Ereignis lesen zu können, mag der Bericht auch noch so lang sein. Und ich freue mich auch schon auf die Ausstrahlung im August. Ich kann es fast nicht erwarten. Vielleicht stellt ja jemand wieder eine DVD her?
@Clemens: Du hast toll die Stimmung rübergebracht. Aber vor allem Dein Vorspann, den man Deiner Meinung nach hätte überspringen können, war so herzerfrischend geschildert, dass ich mich kugelig gelacht habe.
@Amori: Highlight um Mitternacht? Ist das etwas nur für Insider oder habe ich etwas nicht kapiert oder gar überlesen?
Viele Grüße
Angela
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Der Weg ist das Ziel. (nach Konfizius)
Tanzen tut das Herz - die Füße tragen uns nur. (Unbekannt)
Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen
von der Schwere der Dinge. (Augustinus)

:yeah:

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#12

Beitrag von Petra » Mi 8. Jul 2009, 14:36

Hallo Moni, hallo Angela,
okay, wenn es wenigstens zwei lesen, ist es ja gut. Ich muss noch ein paar Schönheitsfehler beseitigen, aber im Prinzip ist der Bericht ja eh fertig. Ich werde auch sachlich nichts mehr daran ändern und so tun, als hätte ich noch nichts zu dem Thema gelesen (z. B. den Kommentar von Gesch). Mein privates Disaster, also den Vorspann, habe ich radikal gekürzt, denn mit Clemens' Misere kann ich nicht mithalten. Auch meine gekürzten Berichte sind bekanntlich immer noch lang genug.
@Angela: Highlight um Mitternacht: Clemens' Bericht wurde um 0:03:29h veröffentlicht. Das ist doch fast Mitternacht - und ein Highlight ist es allemal. :daumen:
Viele Grüße von Petra
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#13

Beitrag von Gesch » Mi 8. Jul 2009, 15:22

Liebe Petra,

Petra schrieb:
Ich werde auch sachlich nichts mehr daran ändern und so tun, als hätte ich noch nichts zu dem Thema gelesen (z. B. den Kommentar von Gesch).

sorry, ich wollte mit meinem Posting nicht noch ungeschriebene Konzert-Kritiken beeinflussen, aber ich war so überrascht, weil ich nicht damit gerechnet hatte, dass Fred Ape als "unbeschriebenes Blatt" beschrieben werden könnte...
Bei mir bin ich's ja gewöhnt... ;-)
(siehe Reaktionen auf einige meiner ersten Postings...)
herzlich
Gerd
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Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
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#14

Beitrag von Clemens » Mi 8. Jul 2009, 17:27

Hallo Gerd,
hier gibt es gewiss keinen Grund sich zu "entschuldigen". Genau das ist ja die Chance dieser Plattform hier, dass man dieser Art Wissenslücken schließen kann. Es mag immernoch ein Stück weit an der ehemaligen Teilung Deutschlands liegen wenn (unsere Semester) Nachholbedarf haben. Aber abgesehen davon ist die vorwiegend regionale Bekanntheit bei Liedermachern wohl durchaus "üblich".
Ich jedenfals freue mich, auch über solche Spätentdeckungen sehr.
Herzliche Grüße von Clemens :-)
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#15

Beitrag von Doro1100 » Mi 8. Jul 2009, 18:28

okay, wenn es wenigstens zwei lesen, ist es ja gut

Ich will's auch lesen..macht also schon mal DREI!
Und bitte ein ausführlicher Bericht mit allen Details!!!!! :-D

Lieber Gruß Doro :doro:

@Clemens
Sehr interessant und kurzweilig Deine Erlebnisse vor und bei den Songs :-)
Ich kann mir vorstellen, wie Du Dich gefühlt haben musst.
Aber zum Glück hat sich am Ende der ganze Stress gelohnt! Ende gut, alles gut! :-D
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Wo `n Loch ist, kann was rein. Oder raus."

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#16

Beitrag von Helmut » Mi 8. Jul 2009, 18:51


Vier!
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#17

Beitrag von Helmut » Mi 8. Jul 2009, 19:17

Lieber Clemens
24 Jahre ist es nun her, dass ich Ape, Beck & Brinkmann der erste und einzige Mal live erlebte, nach Bayern kamen sie selten, höchstens nach Wackesrdorf zu den Protesten gegen die WAA.
Ich war jetzt richtig überrascht, wieviel es von ihnen auf youtube zu hören gibt, vor allem, wenn man nach allen dreien sucht.
Auch mein Lieblngslied von ihnen ist dabei:
[youtube=425,350][/youtube]
Liebe Grüße
Helmut
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#18

Beitrag von Marc » Mi 8. Jul 2009, 19:40

Lieber Clemens,
danke für Deinen schönen Bericht! Leider hat mich seit einiger Zeit die gemeine Schreibfaulheit befallen, sodass ich keinen eigenen Bericht verfassen werde (obwohl es angebracht wäre, schließlich waren es auch meine ersten "Songs an einem Sommerabend"). Also, hab Dank, denn Dein Bericht hat viele Erinnerungen in mir wachgerufen (und der von Petra wird es sicher auch tun)! Ein paar Ergänzungen kann ich mir nun aber doch nicht verkneifen :-).

Clemens schrieb:
Da die Damen am Einlass mich ohne Wolfgangs vorgefertigten Laufzettel losschickten, dauerte es noch bis buchstäblich 5 Minuten vor Konzertbeginn, bevor ich Cordula und Miri begrüßen durfte, welche mir einen tollen Platz freigehalten hatten.

Du hättest auch 10 Minuten vor Konzertbeginn da sein können, hättest Du nicht noch... na, Du weißt schon wen, auf dem Weg zur Wiese getroffen! Verzeih mir ;-)!
Ihr Auftritt und die Preisverleihung wurden moderiert von Ado Schlier. Der Mann hat Charme und wohl unbestritten unglaubliche Verdienste um Entstehung und Erhalt dieser tollen einzigartigen Veranstaltung. Ich hoffe aber sehr, dass gute Freunde ihm helfen und künftig zu einer gut vorbereiteten Moderation raten.

Oh ja... bei "meinem" Konzert am Samstag leistete sich Ado Schlier ganz am Schluss, noch nach "Gute Nacht, Freunde", einen wunderbaren Kalauer: statt "Und eine Bitte habe ich noch an Sie: Fahren Sie vorsichtig!", riet uns Ado Schlier: "Bitte fahren sie vorwärts!" :hammer:
Jonathan Leistner bleibt mir nur mit dem Lied „Sturm, sei still“ in Erinnerung; nicht weil dies seinen christlichen Liedermacherursprung verrät, sondern weil mich hier Wort und Musik zusammen überzeugten und berührten.

Mir ist er wegen seiner unglaublich zurückhaltenden, regelrecht schüchternen Bühnenpräsenz in Erinnerung geblieben. Ich finde, seine Art harmonierte sehr gut mit seinen Liedern...
Die Damen der Swingband „Les Belles Du Swing“ boten angenehme Abwechselung für Ohren und Augen.

Ja, aber für meinen Geschmack eine Abwechslung, die nicht hätte sein müssen ;-)! Die Musik war ja okay, aber die Bühnendarbietung... ich fand's albern...
Mit Fred Ape kam ein mir bis dato völlig unbekannter Barde auf die Bühne.

Ich glaube, bei Fred Ape sind wir uns alle einig: großartig! Was ihn außerdem sehr sympathisch macht: er mischte sich schon vor den Konzerten "unter's Volk"! Übrigens: Auch Fred Ape hat seine Eindrücke von den Songs aufgeschrieben, hier! geht's lang!
Dieser dankte ihm und uns mit der Bandversion von „Ich bring Dich durch die Nacht“. Dabei war das Mitsingen des Publikums angemessener Weise eher zu spüren als zu hören. Auch „Das war ein guter Tag“ und „3 Stühle“ waren wunderbar instrumentiert.

Oh ja, ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, so schön war's...! Nach "Männer im Baumarkt" stand am Samstag-Abend die ganze Wiese auf und wollte unbedingt eine Zugabe. Reinhard Mey, längst hinter der Bühne, tat mir fast leid, weil Ado Schlier es nicht verstand, mit Witz oder wenigstens dezent darauf hinzuweisen, dass es keine Zugabe geben würde. Das machte das Publikum rasend, kurze Unmut machte sich auf der Wiese breit (aber nicht bei mir... und die galt auch nicht Reinhard Mey, sondern Ado Schlier...). Aber auf den "Gaukler" hätten wir uns schon noch sehr gefreut -stand ja auch im Programmheft ! :roll:
In seinem [Bodo Wartkes] Denkmal-Lied darf er ja niemanden berühren, weswegen er sich zu diesem Behufe wohl die Berliner Geigerin Sonja Firker mitbrachte.

Wunderschön! Für mich vielleicht DAS Highlight des Abends. Die Geigerin... die Geige... das Zusammenspiel... der Rückenausschnitt... :rotwerd:
Bei „IRISHsteirisch“ erinnerte das Stilgemisch mich ein bisserl ans Vorprogramm, aber hier kommt die geballte Ensemble – Ladung zum Tragen. Die Post geht ab und die Begeisterung steckt an.

Ja, ein wunderbares Beispiel dafür, wie lebendig und modern "traditionelle" Volksmusik sein kann.
Ian Melrose und Kerstin Blodigs brillieren als SängerIn und Instrumentalisten. Für mich eine unglaublich anrührende Kunst.

Ian Melrose ist eines meiner großen Idole an der Gitarre, deswegen hatte ich mich sehr auf ihn gefreut. Übrigens: er spielte an diesem Abend auch in der Combo von Reinhard Mey mit!
Die Karten für nächstes Jahr sind bestellt :-)

Freitag oder Samstag :-)?
Liebe Grüße,
Marc
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und es ist mir längst klar,
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dass nichts bleibt,
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#19

Beitrag von Petra » Mi 8. Jul 2009, 19:54

Hallo Gerd,

Clemens sagte es schon, da gibt es nichts zu entschuldigen. Außerdem vermute ich, dass Du mich missverstanden hast. Ich bin mindestens genauso begeistert von Fred Ape wie Clemens, werde aber meinen Bericht genauso spontan und blauäugig schreiben wie geplant.... obwohl ich vorher schon weiß (und das noch vor Dir :-D), dass auch mir Dein verwundertes Augenbraue-heben gilt.
@Clemens: Die ehemalige Teilung Deutschlands scheint nichts damit zu tun zu haben. Durch das Liedermacher-Forum habe ich schon viele, auch viele gute, Liedermacher kennengelernt. Natürlich wundere ich mich auch, dass es sogar sehr gute gibt, von denen ich noch nie gehört habe, und freue mich, dass sich meine Lücken langsam verkleinern.
So, jetzt verordne ich mir Forums-Abstinenz bis mein Bericht so weit ist. Leider habe ich vorher noch andere Verpflichtungen, aber heute Nacht wird es passieren.
Viele Grüße von Petra
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#20

Beitrag von Clemens » Do 9. Jul 2009, 00:47

@ Marc
O weh, dieser Aussetzer des M.-Gesetzes, den ich im Bericht sträflicher Weise unterschlagen habe (mea maxima culpa), nur der hat mir doch die Kraft für die letzten Schritte bis zur Kasse verliehen :-)
Es war schön Euch dort zu sehen und nächstes Jahr komme ich auch Samstag :-)
@ Petra
die Gitarre oder der Griffel sind die Dinge, welche ich oft anfasse, wenn nix andres mehr geht...
Seid lieb gegrüßt von Clemens :-)
Dieser Beitrag enthält 76 Wörter


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