Songs an einem Sommerabend 2009

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 20.06.2019 | Foto für Banner und Forum: Sven-Sebastian Sajak Deutsche Wikipedia
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Petra
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Songs an einem Sommerabend 2009

#21

Beitrag von Petra » Do 9. Jul 2009, 03:51

Meine geplante Abfahrtszeit 8 Uhr, die ich auf keinen Fall um mehr als eine halbe Stunde verfehlen wollte, rutschte mal wieder ein gutes Stück nach hinten. Um 9:20h machte ich mich auf den Weg, kam mir aber gut vorbereitet vor. Gegen evtl. Sonnenstrahlen hatte ich mir Sonnenmilch zurechtgelegt und nach ca. 40 km befielen mich Zweifel, ob ich sie überhaupt eingepackt hatte. Immerhin riskiert man Hautkrebs, aber zurückfahren wollte ich auch nicht. Nach weiteren 180 km durchfuhr es mich aber plötzlich wie der Blitz. Es war kein Zweifel - ich war mir absolut sicher, dass ich die Karte nicht eingepackt hatte!!! :-o Glücklicherweise kam gleich ein Parkplatz, denn ich war kaum mehr in der Lage, richtig Auto zu fahren. Meine Gedanken rasten bei der Suche nach einer Lösung.... wenn ich vielleicht die Karten-Nr. wüsste....? Ich konnte mich drehen und wenden, wie ich wollte - die Karte blieb in Pirmasens. Mir war ganz schlecht. Die olle Sonnenmilch hatte ich dann doch dabei, aber worauf es wirklich ankommt……. :cry:
Also, erstmal Marc angerufen, dass er nicht so bald mit mir rechnen kann. Bis zum Konzertbeginn würde ich es schaffen, mein Mann könnte mir ja entgegen fahren, aber dieser Stress!! Marc saß wohl gerade mit seinem Vater, Wolfgang und Cordula und - ganz wichtig! - Clemens auf einer Bank. Er stieß einen Schrei aus: 'Nein, nicht schon wieder!!' Ich konnte nicht ganz folgen, ich habe noch nie eine Konzertkarte vergessen. Dann kam Clemens ans Telefon und erzählte von seinem Dilemma. Er empfahl mir, nicht zurückzufahren, sondern zu Hause nach der Karten-Nr. zu fragen und dann ebenfalls Frau Schlier zu bemühen.
Mein Navigationsgerät zeigte mir an, dass ich um 13 Uhr bei meiner Pension sein würde. Es war an diesem Tag seltsamerweise auf 'Nacht' eingestellt, obwohl sich das automatisch an die Lichtverhältnisse anpassen müsste. Nachdem ich nun eh auf dem Parkplatz stand, habe ich den Fehler gesucht und gefunden und setzte dann meine Fahrt fort. Nach einiger Zeit gabelte sich die Autobahn, aber Madame Navi machte keinen Mucks. Das gibt es ja normalerweise überhaupt nicht. :gruebel: Ich kam nicht auf die Idee, dass ich vorhin an dem Gerät etwas falsch gemacht haben könnte. Erfahrungsgemäß suche ich mir immer die falsche Richtung aus, deshalb habe ich ja ein Navi. Dieses Mal fuhr ich nach links, weil ich gerade auf der Überholspur war und es kam kein Protest. Eigentlich hätte ich wissen müssen, dass etwas nicht stimmt, aber ich war wohl immer noch etwas außer mir nach dem Schock mit der Karte. Ein Blick auf die Straßenschilder wäre vielleicht auch schon hilfreich gewesen. :roll: Ich fuhr noch eine Weile so vor mich hin und sah auf der Gegenfahrbahn einen riesigen Stau. Da war ich noch froh, auf der 'richtigen' Seite zu sein. Aber irgendwann hat sich mein Gehirn wieder eingeschaltet, und ich wunderte mich, dass mein Navi mir gar nicht die Route in blau anzeigte; ich sah nur den Pfeil, der mir sagte, wo ich bin, aber eben nicht die Route. :cry:
Wieder raus auf einen Parkplatz und die Adresse neu eingegeben. Ich bekam umgehend die Meldung, dass ich unterwegs auf einen Stau treffen würde, der mich 51 Minuten lang aufhalten würde. Die neue Ankunftszeit war nun halb drei, eine Ersatzstrecke konnte nicht errechnet werden. :-? Weisungsgemäß fuhr ich noch 13 km weiter und sah dann an der blauen Routenführung, dass ich auf derselben Autobahn zurückfahren sollte, ich hatte mich an der Gabelung also mal wieder falsch entschieden. Den 51-minütigen Stau hatte ich ja auf der Gegenfahrbahn gesehen, auf den hatte ich wirklich keine Lust. Ich fuhr einfach auf einer Landstraße parallel zur Autobahn, aber immer wieder wollte mich das Navi auf die Autobahn leiten. Endlich hatte es eine andere Strecke gefunden und die Ankunftszeit verbesserte sich auf 13:50 Uhr. Es gab dann keinen Stau mehr, aber so richtig zügig kam ich auch nicht vorwärts, sodass ich erst um Viertel nach zwei meine Pension erreichte.
Inzwischen hatte mein Mann wieder angerufen - er hatte die Eintrittskarte eingescannt und wartete nur auf eine e-mail-Adresse, an die er sie schicken konnte. Ich fragte in der Pension gleich nach Internet, aber das war eine ältere Dame, die damit nichts am Hut hatte. Sie zeigte mir das Zimmer und erklärte mir alles, aber ich wollte ja schnell weg. Als ich ging, fragte sie mich, was ich denn für eine Karte vergessen hätte? Ich sagte, na, die EINTRITTS-Karte, und da war sie erstmal sprachlos. Sie bestand dann darauf, mir eine sogenannte Gästekarte mitzugeben, nein, leider keine Eintrittskarte, nur der Beweis, dass ich in ihrer Pension übernachte – nett gemeint, aber wohl nicht besonders hilfreich. Es waren noch 9,3 km bis zum Kloster, ich fuhr so nah ran, wie man mich ließ. Als mir ein Parkplatz am Straßenrand zugewiesen wurde, war es 15 Uhr.
Also, das Gepäck den Berg hochgeschleppt. Dass es sooo steil war, hatte ich gar nicht mehr in Erinnerung. Es war heiß und schwül, und als ich oben war, war ich durchnässt. Moni, Marc und sein Vater standen in der Schlange, und wie vor zwei Jahren holte mich Moni ab. Es war aber dieses Mal viel schwieriger, mich einzuschmuggeln, denn es wurde streng kontrolliert. Allerdings musste ich mich ja sowieso zunächst mal um mein Problem mit der Karte kümmern. Ein Häuschen mit der Aufschrift 'Kasse' schien uns die passende Anlaufstelle zu sein. Ich fragte, ob sie auch für Probleme zuständig seien und schilderte ihnen die Lage. Sie sagten, da sei gerade Ado Schlier vorgefahren, ich solle mich an ihn wenden. Es war aber nicht Ado Schlier, sondern Herr Fröschle von der Organisationsfirma. Ja, der sie auch passend. Er war sehr nett und hörte sich mein Anliegen an. Dann runzelte er die Stirn und meinte, dass sie gestern auch schon so einen Fall hatten, da hätte ein Herr aus Dresden seine Karte zu Hause vergessen. :-D Wahrscheinlich dachte er bei sich, dass – egal ob ganz im Osten oder ganz im Westen – überall die gleichen Schussel zu finden sind. *g* Er brachte mich mit dem Auto auf das Festivalgelände zu seiner Sekretärin, die sich rührend um mich kümmerte. Ich war ja noch total derangiert von der Kraxelei den Berg hinauf und sie tröstete mich: 'Haben Sie sich jetzt so wegen der Karte aufgeregt? Und Ihr Mann hat wahrscheinlich auch recht geschimpft? Sie unterschreiben mir jetzt eine eidesstattliche Erklärung und dann ist es gut.' Meine Karte sollte ich ihr unverzüglich nach Würzburg ins Büro schicken. Es war unglaublich, dass das so unproblematisch vonstatten ging. Nun hätte ich mich eigentlich gerne zu Moni und Marc in die Warteschlange gestellt, aber überall wurde kontrolliert und mir fehlte der maßgebliche Stempel auf der Hand. Obwohl ich von drinnen kam, wurde ich aufgehalten, sodass ich nach mehreren Versuchen aufgab und mich auf eine Bank setzte, um dort auf Moni und Marc zu warten. Immerhin war jetzt auch schon Viertel vor vier, um 17 Uhr sollte Einlass sein. Moni stand ziemlich weit vorne in der Schlange und konnte mich sehen. Sie rief mich an und fragte, ob das normal sei, dass man mit Karte draußen warten muss und ohne Karte gemütlich drinnen auf der Bank sitzen kann. *g*
Bereits Viertel nach vier wurde es am Eingang lebendig und schon kam Moni hereingerannt. Marc habe ich nicht gesehen, Moni wollte nicht warten bis er und sein Vater ihre Siebensachen zusammengerafft hatten. Wir ergatterten einen schönen Platz und sahen dann die Herren Sygalski sogar noch zwei/drei Meter weiter vorne und noch besser zur Mitte hin ihre Decke ausbreiten. Wir blieben aber an unserem Platz, denn je weiter vorne man sitzt, desto mehr stören die Kameras, und wenn der Kameramann, der Kabelträger und der Dritte im Bunde sich um den Künstler scharen, sieht man gar nichts mehr. Von etwas weiter hinten hat man auf der ansteigenden Wiese einen etwas besseren Überblick. Marc war aber trotzdem recht zufrieden mit seinem Platz, wie mir schien.
Für die Fernsehaufzeichnung werden Bilder von beiden Tagen gemischt. Deshalb kündigte Ado Schlier an, dass wegen der Lichtverhältnisse schon 10 Minuten vor sieben angefangen werden sollte. Wenn das, was ich über die bedrohliche Bewölkung am Freitag gehört habe, nur annähernd stimmt, nützte das allerdings nichts. Am Samstag hatten wir kaum Wolken, den Unterschied wird man ja nicht irgendwie wegmogeln können.
Das Konzert der Preisträger der Hanns-Seidel-Stiftung begann mit Dominik Plangger aus Südtirol, der mit kräftigem Gesang und klarem Gitarrenspiel einen gelungenen Start hinlegte. Er hatte zwei Begleitmusiker dabei, aber da kommt schon meine erste Lücke: welche Instrumente die spielten, ist mir total entfallen. [Nachtrag: Nach Begutachtung der Bilder ist es ja leicht *g*: Er wurde begeleitet am Flügel und am Kontrabass.]
Dann kam Matthias Reuter aus Nordrhein-Westfalen, auf den ich mich sehr gefreut hatte. Fans der SAGO-Konzerte im Mainzer Unterhaus kennen ihn. Auf seiner Homepage erzählt er, dass er beim Anruf der Hanns-Seidel-Stiftung an eine Gewinn-Hotline gedacht hatte: "Sie haben gewonnnen…" Er schreibt dazu: Aber dieses eine Telefongespräch sehe ich jetzt als Präzedenzfall an: es gibt tatsächlich Leute, die anrufen und sagen, dass man was gewonnen hat - und dann hat man was gewonnen. Eine ganz neue Erfahrung... Wenn der Mann was erzählt, wird es witzig, wenn er sich dabei am Flügel begleitet, auch. Seine Lieder haben mir sehr gut gefallen und er wurde bejubelt. Ado Schlier interviewte die Künstler nach ihrem Auftritt und fragte Matthias, wie das so sei, vor so vielen Leuten zu spielen und wie viele denn sonst zu seinen Konzerten kämen. Er antwortete: 'Sagen wir mal so: 4000 sind es normalerweise nicht.' *g*
Jonathan Leistner aus Sachsen wurde als christlicher Liedermacher angekündigt. Die beiden Damen zu meiner Rechten stöhnten auf. Er selbst versteht sich als Christ, der auch Liedermacher ist, das trifft es besser, finde ich. Die Art seiner Interpretation kam mir bekannt vor, aber es ist mir beim besten Willen nicht eingefallen, woher. Manchmal hilft es ja, die Augen zu schließen, um die visuellen Eindrücke auszublenden, das hat aber in diesem Fall nichts genützt. Die Augen hatte ich sowieso zu, weil ich etwas gequält wurde. Die Sonnenmilch war mir im Laufe des Nachmittags ins rechte Auge gekrochen und das tränte ganz gewaltig. Falls mich wieder die Kamera eingefangen hat (wie vor zwei Jahren), sehe ich entweder aus als ob ich schlafe oder als ob ich weine. :-? Ich hatte genügend Mineralwasser dabei, sodass ich das Auge provisorisch ausspülen konnte und mit der Zeit ging es mir besser.
Den Sonderpreis (warum eigentlich Sonderpreis?) hatte die Frauengruppe Les Belles du Swing aus Berlin gewonnen. Die hatten sich piekfein gemacht mit hellen Hosenanzügen und paillettenbesetzen Oberteilen, aber ihre Darbietung war nicht so mein Fall. Marc fand sie albern, aber sie haben halt versucht, witzig zu sein. Wenn man sich auf eine Bühne stellt, macht man sich schon Gedanken, was man tun kann, um nicht so statisch zu wirken. Auf jeden Fall haben sie sich etwas einfallen lassen. Wieso ihr Auftritt für mich nicht so richtig in den Rahmen gepasst hat, kann ich gar nicht konkret sagen.
Auch am Samstag wurde die Preisverleihung noch einmal vorgenommen, die mit einer Urkunde und einem 5-l-Fässchen Staffelsteiner Bier verbunden war. Außerdem sind die Nachwuchsförderpreise mit insgesamt 6.000 € dotiert, aber über Geld wurde an diesem Abend nicht gesprochen.
Ado Schliers Moderation wirkte nicht besonders souverän….. ähm, eigentlich gar nicht. Es schien, als sei er nicht vorbereitet oder nicht bei der Sache. Im Laufe des Abends hat er gleich zwei Mal darauf hingewiesen, dass man jetzt schon Karten für die Songs 2009 kaufen kann.
Nach einer zwanzigminütigen Pause begann das Hauptkonzert. Bodo übernahm die Moderation und wurde mit lautem Jubel begrüßt. Natürlich begann er am Flügel mit seinem Herzlich willkommen.
Zuerst traten die Jungs von Viva Voce auf, die ich schon 2007 erlebt hatte und von denen ich auch damals begeistert war. Wenn die singen, höre ich immer Instrumente und muss mir ausdrücklich bewusst machen, dass da keine echten Instrumente spielen. 2007 haben sie ein Lied gesungen Wir machen alles mit dem Mund. :-) Sie kommen aus Franken und sangen dieses Mal den Franken-Reggae (Fräggae). Ihr zweites Lied Du, ein Liebeslied, hat mir persönlich nicht so gut gefallen, der Vortrag war aber perfekt, wie immer. Die Krönung war dann Ja, Schatz von und mit Bodo Wartke. Mit seinem in diesem Jahr roten Hemd passte er gut zu den zwei weißen und drei roten T-Shirts von Viva Voce, was dann auch die Frage beantwortete, warum dieses Mal nicht wieder das gelbe?
Fred Ape & Band war ohne Band, Reinhard Mey -weiter unten im Programmheft- war dafür mit – offensichtlich ein Dreckfuhler. ;-) Fred Ape! Marc hatte ihn vorher schon mehrfach durch's Publikum streifen sehen. Der Name war mir vollkommen unbekannt und ich hatte mir von diesem Programmpunkt nicht allzu viel versprochen. Während seines Vortrags nahm mir Moni die Worte aus dem Mund: 'Ist der gut!!' Ganz klassisch - ein Barhocker, eine Gitarre, ein Mann und sein Gesang - legte er einen tollen Auftritt hin. Nicht nur wir waren begeistert. Er sang ein Lied über die Allgegenwärtigkeit von Johannes Baptist Kerner und anderen im Fernsehen, ein Lied über die Zahlungs(un)freudigkeit von Versicherungen und – das hat mir besonders gefallen – Sie ist so jung, eine rührende Liebeserklärung an seine pubertierende Tochter. Hier der Refrain:
Sie ist so jung, so unverfroren unalt,
sie ist so cool und oft Lichtjahre entfernt,
sie weiß so viel, vor allem alles besser,
manchmal redet sie als käme sie
von einem andern Stern
und genau das denkt sie
über ihren alten…… (Herrn).
Vielleicht muss man das Ganze ja gesungen hören, vielleicht bin ich auch sentimental, aber das hat mich mitten ins Herz getroffen, das erzeugte in mir ein Gefühl von Zärtlichkeit. In seinem Bericht über die Songs auf seiner Homepage bezeichnet er das Lied als Klassiker; es scheint nicht mehr ganz neu zu sein, aber unverändert schön. Der Mann hat schon das 35-jährige Bühnenjubiläum hinter sich und wir, die Fachleute vom Liedermacher-Forum ;-), haben noch nie von ihm gehört. Nicht zu fassen.
Es folgte Andrea McEwan aus Tralien, wie Bodo sagte, die von einer weiteren Gitarrespielerin begleitet wurde. Sie sprach recht gut deutsch, aber das Lied über die schwarzen Socken in der Wäsche hat sie dann doch auf Englisch erklärt, das war ihr auf Deutsch zu schwierig.
Moni und ich saßen rechts von der Mitte und wir hatten inzwischen Reinhard Mey erspäht, der schon mit der Gitarre bereit stand. Links hatte eine Band aufgebaut und wir vermuteten, dass nach denen RM auf unserer Seite auftreten würde. Wir hatten aber nicht richtig geguckt, denn da links saß auch Manfred Leuchter, was ja eindeutig darauf hinweist, dass die Jungs zu RM gehören (das war das '& Band' von weiter oben im Programmheft).
Zuerst setzte sich Bodo Wartke an den Flügel und sang noch über das, was Lieder ausdrücken können, und mit dem Schlusssatz stellte sich heraus, dass das die Anmoderation für Reinhard Mey war. Die Band bestand aus Manni Leuchter am Akkordeon, Ian Melrose an der Gitarre, dann gab es noch einen Griechen mit…… ähm, einer Bouzouki (?), einen Mann an zwei großen…. ich sag mal 'Trommeln' *duck* (es gibt bestimmt ein Fachwort dafür) und da war noch einer mit im Bunde, der hat wahrscheinlich Bass gespielt, denn ohne Bass geht es nicht, habe ich mir sagen lassen. Im Programmheft stand wieder einmal Die Zeit des Gauklers ist vorbei, aber wieder hat er es nicht gesungen :cry: Das ist mein Allzeit-Lieblings-RM-Lied. Die Auswahl war aber recht gelungen: Zuerst Ich bring' Dich durch die Nacht, dann Es war ein guter Tag und zuletzt Drei Stühle, alle drei sehr schön mit den Instrumenten. Die Band verschwand links, ich weiß nicht wo, Reinhard Mey ging nach rechts ab. Bisher hatten alle Künstler drei Lieder gesungen, Reinhard Mey kam aber noch einmal zurück und sang solo Männer im Baumarkt. Danach tobte die Wiese. Es gab standing ovations und hartnäckige Zugabe-Rufe, aber umsonst. Ado Schlier schlug einen (oberfaulen) Kompromiss vor: Es sollte nun eine Pause geben und später würde Reinhard Mey noch einmal kommen und sein schönstes Lied singen. Da war mir schon klar, dass das nicht mein geliebter 'Gaukler' sein würde, sondern das Schlusslied Gute Nacht, Freunde, das ja sowieso traditionell die Songs beendet. :-?
Nach der Pause sang BodoWartke Meine neue Freundin und ein ruhiges Lied aus seinem ersten Programm Ein Denkmal denkt, das mir ausnehmend gut gefällt. Bei letzterem wurde er von Sonja Firker auf der Geige begleitet.
Und dann rockten IRISHsteirisch die Bühne mit dem Zungenbrecher Wos is heit fia Tag und dem Bian Bam Beitl Buam. Den dritten Titel weiß ich nicht mehr, aber auf jeden Fall war die Hölle los auf der Bühne.
Ruhiger ging es bei KELPIE zu, bestehend aus der Norwegerin Kerstin Blodig und dem Schotten Ian Melrose. Sie spielten Gitarre und Kerstin sang auf Norwegisch. Zitat aus dem Programmheft: Kerstin Blodig spielt neben der Gitarre auch die Bouzouki und den Bodhran. Ian Melrose kommt als Schotte aus einer der Zentren der nordeuropäischen Folktradition, seine Stimme und seine Gitarre mischen sich faszinierend mit der Ausdruckskraft Kerstin Blodigs. Die beiden waren wirklich gut, der Name Ian Melrose bürgt ja für Qualität. Es tut mir richtig Leid, dass mir nicht mehr dazu einfällt.
Inzwischen war in der Mitte der Bühne fleißig umgebaut worden, Konstantin Wecker und Jo Barnikel hatten an Flügel und Keyboard Platz genommen, ein Schlagzeuger war da und ….?? wieder ein Mann am Bass?? Wir erlebten einen Auftritt, der wie ein Naturereignis über uns kam, vielleicht wurden deshalb meine Eindrücke von KELPIE etwas verwischt. Ich habe nicht mitgezählt, wie viele Lieder Wecker gesungen hat, aber auf jeden Fall war Genug ist nicht genug dabei, das St.-Adelheim-Lied, Leben im Leben, und natürlich durfte auch das wunderschöne und passende Was für eine Nacht nicht fehlen. Danach tobte die Wiese noch mehr als bei Reinhard Mey, fast alle standen und riefen nach einer Zugabe. Wecker zickte nicht lange rum und legte noch ein Lied nach. Seine Fans sind auf jeden Fall auf ihre Kosten gekommen.
Zum großen Finale kamen noch einmal alle auf die Bühne und sangen gemeinsam Gute Nacht, Freunde. Und ein großes Musikfest war vorüber. *seufz*
Marc hat Recht: Da freut man sich monatelang drauf und dann geht es so schnell vorbei. Allerdings war meine Aufnahmekapazität für diesen Abend erschöpft, ansonsten hätte ich nicht eine Menge ganz toller Momente wieder vergessen. Aber am 15. August kommt ja die Aufzeichnung, da kann ich meine Erinnerung wieder auffrischen.
Viele Grüße von Petra

P. S. Es wurde auch von Ado Schlier erwähnt, aber ich möchte es auch noch einmal ausdrücklich sagen: Die Leute, die für die Akustik zuständig waren (eine Firma Fischer irgendwas), haben erstklassige Arbeit geleistet. Zugegeben, wir saßen auch recht günstig - weit vorne und fast in der Mitte - trotzdem war dieser Hörgenuss bei einem open-air-Konzert keine Selbstverständlichkeit. Wie man das ganze Kabelgewirr zu einem vernünftigen Ergebnis bringt, ist mir eh ein Rätsel, aber dafür sind das ja Fachleute.

P. S. @ Helmut: Danke, Du hast die Ehre des Liedermacher-Forums gerettet: Wenigstens einer, der Fred Ape kennt. :daumen:
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#22

Beitrag von Helmut » Do 9. Jul 2009, 17:03

Ich schlage vor, Petra und Clemens fahren nur noch aufs Nürnberger Bardentreffen und zum LT, da brauchen sie keine Eintrittskarte.
Wenn jetzt hier noch einer berichtet, dass er die Eintrittskarte vergessen hat, schreibe ich hier nur noch unter einem falschen Namen. Ein falsches Outfit habt ihr mir ja schon verpasst.
Dieser Beitrag enthält 51 Wörter


Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.

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#23

Beitrag von Petra » Do 9. Jul 2009, 17:08


Wenn jetzt hier noch einer berichtet, dass er die Eintrittskarte vergessen hat, schreibe ich hier nur noch unter einem falschen Namen. Ein falsches Outfit habt ihr mir ja schon verpasst.

Naja, Moni hatte auch keine Eintrittskarte dabei, aber die ist entschuldigt. Sie hat sich die Karte ja erst vor Ort gekauft. :-D
LG Petra
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Songs an einem Sommerabend 2009

#24

Beitrag von fille » So 12. Jul 2009, 12:16

Vielen Danke Petra,
für deinen Bericht! Zugegeben - ich habe ihn in Etappen gelesen. :-)
Ich stehe noch unter dem Eindruck vom Wecker-Konzert von gestern und habe mich sehr über den Absatz gefreut:

Konstantin Wecker und Jo Barnikel hatten an Flügel und Keyboard Platz genommen, ein Schlagzeuger war da und ….?? wieder ein Mann am Bass?? Wir erlebten einen Auftritt, der wie ein Naturereignis über uns kam ... aber auf jeden Fall war Genug ist nicht genug dabei, das St.-Adelheim-Lied, Leben im Leben, und natürlich durfte auch das wunderschöne und passende Was für eine Nacht nicht fehlen. Danach tobte die Wiese...

Denn so war es gestern auch. Wir hatten gestern 3 Stunden (!) Konstatin Wecker. Sagenhaft!
Für die die es nicht wissen: St. Adelheim heißt eigentlich Stadelheim. Es ist das Münchner Gefängnis in dem Wecker auch schon eine Zeit verbrachte.
Ich werde noch einen Bericht zum gestrigen Ereignis im Wecker-Forum schreiben.
Und ich freu' mich schon auf die Fernsehsendung über die "Songs...".
Liebe Grüße
Marianne

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Angela
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Songs an einem Sommerabend 2009

#25

Beitrag von Angela » So 12. Jul 2009, 21:55

Und ich freu' mich auf Deinen Bericht!!! :-)
Und natürlich auch auf die Ausstrahlung der Songs! Aber das schrieb ich ja bereits. :-D
Angela
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Der Weg ist das Ziel. (nach Konfizius)
Tanzen tut das Herz - die Füße tragen uns nur. (Unbekannt)
Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen
von der Schwere der Dinge. (Augustinus)

:yeah:

Oberfranke
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Songs an einem Sommerabend 2009

#26

Beitrag von Oberfranke » Mo 13. Jul 2009, 17:11

Tag zusammen,
jaja, war ein kurzes Treffen mit Clemens, da er wirklich erst kurz vor Toreschluss kam. Ich fand es etwas lächerlich, welches Procedere er auf sich nehmen musste, um rein zu können. Immerhin konnte ich mit Wolfgang ein paar Takte mehr reden, weil Clemens ja noch mit eidesst. Versicherung, Blutprobe und Terroistenfragebogen beschäftigt war. Unterm Strich glaube ich, dass man einfacher in die USA einreisen kann, als bei "Ticketvergessen" auf ne fränkische Wiese zu kommen:-))
Was Ado Schlier angeht: In diesem Jahr war sein persönliches Highlight die Ansage vor der PAUSE: "also wie gesagt, 20 Minuten Pause und dann: AUF WIEDERSEHEN!"
Kaum zu glauben. Bei allem Respekt, aber wenn man schon einen genialen Bodo Wartke als Moderator engegaiert, reichts doch für Ado, am Anfang und am Schluss was zu sagen. Man hält das Geschwafel mittlerweile nicht mehr aus. Bezeichnend: Nachdem Reinhard Mey am Freitag im ersten Teil unter tosendem Applaus die Bühne verließ, brauchte "uns Ado" nur einen Satz, um Pfiffe und Buhrufe zu ernten. Was der Mann da aus dem Köcher geholt hatte, hab ich leider vergessen, egal.
Ich muss sagen, dass ich Fred Ape auch zum ersten mal gehört habe, fand ihn klasse und es auch schade, dass er nur 2 Lieder spielen durfte. Überhaupt glaube ich, dass da wegen der "Wetterpanik" einiges spontan umgeschmissen wurde. Man muss aber fairerweise sagen, dass es rundherum überall geblitzt hat, und es wirklich saumäßiger Dusel war, dass es erst zu Regnen anfing, als ich wieder im Auto saß.
Am Montag spielte k. Wecker dann bei uns in Kulmbach auf der Plassenburg. Im ersten Teil hats geregnet, was runter kam, so dass Konstantin nach ca einer Stunde sagte: "Ehrlich Lied, des is doch scheiße oder?" :-) Im 2. Teil bliebs dann trocken, so dass es trotzdem noch ein schöner Abend wurde.
Gruß Stefan
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"Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!" - Astrid Lindgren

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Songs an einem Sommerabend 2009

#27

Beitrag von hippo » Mo 20. Jul 2009, 18:33

Hier ein Link zu ein paar Bildern.
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Frieden heisst doch nur, dass die Bomben woanders fallen :bayern:
Das Hippo hat jetzt auch nen eigenen blog:
http://hippo1233.wordpress.com/

Angela
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#28

Beitrag von Angela » Mo 20. Jul 2009, 20:10

Super Bilder. Danke!
Angela
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Der Weg ist das Ziel. (nach Konfizius)
Tanzen tut das Herz - die Füße tragen uns nur. (Unbekannt)
Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen
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#29

Beitrag von Petra » Di 21. Jul 2009, 16:12


Angela schrieb:
Super Bilder. Danke!
Angela

Aber wiederum kein einziges Bild von Fred Ape! So geheim sollte der Geheim-Tipp jetzt auch wieder nicht bleiben. :cry:
LG Petra
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#30

Beitrag von Gesch » Di 21. Jul 2009, 16:48

Hallo Petra,
hier vielleicht eine "Ersatz"-Empfehlung...
herzlich
Gerd
Dieser Beitrag enthält 9 Wörter


Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.


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#31

Beitrag von Petra » Di 21. Jul 2009, 17:37


Gesch schrieb:
Hallo Petra,
hier vielleicht eine "Ersatz"-Empfehlung...
herzlich
Gerd

ähm....... wo? :guckstduhier:
LG Petra
Dieser Beitrag enthält 16 Wörter


Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
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#32

Beitrag von Gesch » Di 21. Jul 2009, 17:41

hihi - hier
http://fred-ape.de/
;-)
herzlich
Gerd
Dieser Beitrag enthält 7 Wörter


Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.


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#33

Beitrag von Petra » Di 21. Jul 2009, 17:47


Gesch schrieb:
hihi - hier
http://fred-ape.de/
;-)
herzlich
Gerd

:-D :-D Danke, seine Homepage hatte ich mir auch schon 'erkugelt'. ;-)
Es ist halt nur schade, dass unter einem Link mit Bildern von den Songs alle Teilnehmer gezeigt werden, nur er wieder nicht.
Sogar die Nachwuchspreisträger sind abgebildet, und ich konnte mir angucken, dass Dominik Plangger einen Mann am Kontrabass und einen Mann am Flügel dabei hatte, das war mir ja entfallen.
Auch die diversen Instrumente, die 'Les Belles du Swing' spielten (das hatte ich in meinem Bericht überhaupt nicht erwähnt), sind zu sehen.
LG Petra
Dieser Beitrag enthält 97 Wörter


Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
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#34

Beitrag von Petra » Do 30. Jul 2009, 01:56

Es ist mir gelungen, ein Beweisfoto aufzuspüren. Auf BR-online gibt es eine Bildergalerie mit 34 Bildern Tiefschürfende Texte und meisterhafte Musik
und er war doch dabei!!!!!! Fred Ape!! :-D
Dieser Beitrag enthält 31 Wörter


Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

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