Schönes auf der Mey-Homepage

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Michaela
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#1

Beitrag von Michaela » Sa 5. Aug 2006, 02:11

Hallo Mey-Fans,
Ich persönlich finde manches sehr treffend, wahr und schön ausgedrückt wie ich es eben in den Vorworten auf der Homepage von Reinhard Mey gelesen habe
Hier kurz ein paar Zeilen daraus:
Götz Alsmann:
Er ist ein Poet für das Hier und Jetzt…seine Texte sind berühmt für ihren Humor, ihren Charme, ihre Poesie……seine Melodien haben es nicht minder in sich,.. R. Mey ’s Stimme ist wie der Ahorn im Garten, der im Laufe von 15 Jahren auf seine doppelte Größe anwächst, ohne dass man es merkt, sie ist ein Teil unseres Lebens gewordenSeine Bühnengarderobe ist in zeitloser Jeans-Couture gehalten…trotzdem ist die Bühne randvoll mit Persönlichkeit, mit Charme und mit Hingabe an die eigene Kunst.
Ein R.M. Konzert gehört zu dem Wunderbarsten, was das Weltkulturerbe aufzuweisen hat..
In einem schöpferischen Beruf so viel zu leisten wie dieser Mann, dazu so viel, das Bestand hat, das bleiben wird..
Er lässt uns durch alle seine Lieder an seinem Leben teilhaben.. stimmen nicht Künstler und Publikum bis in die zartesten Verästelungen geschilderten Seelenlebens überein?
Humor, Nachdenklichkeit, Menschlichkeit und Lebensfreude - da sind R. Mey die Person und der Künstler eins.
Oder :
,,Ich wollte wie Orpheus singen" sang er vor über vierzig Jahren beim legendären Burg Waldeck Festival…er wollte mit seinen Liedern die Herzen der Menschen berühren und ihren Verstand heraus fordern. Grade, klare Lieder sollten es sein…ehrliche Spiegelbilder der Gedanken und Gefühle des Sängers..
Er ist Freigeist, Freidenker, er lehnt es ab, mit den Wölfen zu heulen ......er möchte frei bleiben gegenüber Produzentenwünschen, Medienverlockungen und Vorgaben der Plattenfirmen… hat sich keinem Trend angeschlossen und duldet keinen Sponsor.
R. Mey hat sich verändert, ja wie wir alle uns mit jedem Tag verändern, wenn wir nicht versteinern.
Er ist 500 Lieder weiter gegangen, weiser geworden. Die Zeitgeiststürme haben ihm nichts anhaben können….weil er sich immer selbst treu geblieben ist und seinen Idealen von Menschlichkeit, Aufrichtigkeit und Frieden..
Er geht allein auf die Bühne -heute wie damals- das alte Fieber ist da ..er gibt sich ganz….dieser Abend ist das einzige , das zählt, ihn gibt es nur ein einziges mal…er will noch immer wie Orpheus singen !-

Aber Ich finde, das beste Vorwort hat R. Mey selbst geschrieben zu seiner >CD: ,,Ich liebe dich’’
.
Hier noch mal der Text:
,, Liebe ist…..Ich glaube, Liebe ist ganz anders..
Liebe ist ein persönliches Erdbeben, Sturmflut, Weltuntergang und Urknall zugleich.
Sie ist die Kraft, die unser Lebensgefüge aus den Fugen bringt, der Sprengstoff, der uns unvermittelt aus dem Gestein unserer Gewohnheiten heraus bricht .
Sie lässt uns die selbstlosesten Opfer bringen und die abscheulichsten Schandtaten begehen.
Liebe gedeiht nur in Freiheit, eingezäunt muss sie verkümmern. Liebe ist immer freiwillig.
Sie lässt sich nicht erzwingen, nicht erbitten, sie wird uns geschenkt oder versagt und wir können es nicht ändern.
Sie fragt uns nicht, ob es uns gerade passt, dass sie kommt und sie fragt uns nicht, wenn sie geht. ..
Liebe kann flüchtig sein oder lebenslang. Wir wissen nichts über ihre Dauer, wenn sie uns begegnet….
Und wenn wir alle Geheimnisse des Universums entdeckt und alle Wunder erklärt haben,
bleibt die Liebe der letzte geheime Code, den wir nicht entziffern werden.
Ich glaube, Liebe ist ganz anders, Liebe ist mehr !’’

Michaela
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Maren
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#2

Beitrag von Maren » Sa 5. Aug 2006, 10:11

Hallo Michaela.
Ich gebe Dir Recht. Vieles davon ist wahr und schön. Aber was ist die Kernaussage Deines Postings?
Liebe Grüße
:maren:
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Holgi
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#3

Beitrag von Holgi » Sa 5. Aug 2006, 12:21

Ich finde es herzerfrischend, wie sich jemand so begeistern kann. :-)
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#4

Beitrag von Skywise » Sa 5. Aug 2006, 12:34


Holgi schrieb:
Ich finde es herzerfrischend, wie sich jemand so begeistern kann. :-)
Ich halte es eher für ... äh ... befremdlich :gruebel:
Gruß
Skywise
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#5

Beitrag von Ikarus » So 6. Aug 2006, 05:01

Hallo Michaela,
die Aussagen von Reinhard Mey zum Thema "Liebe" sind wirklich nicht schlecht.
Ich frage mich nur: wenn die Liebe uns nicht fragt, wann sie geht, und wenn wir nichts über die Dauer wissen, wenn sie uns begegnet - warum ist sich RM seiner lebenslangen Liebe zu Hella so sicher? Oder ist das dann eher "Entschluß", "Entscheidung", "Vertrautheit"? Die Beschreibung der Liebe in dem von Dir zitierten Text scheint mir eher die Beschreibung dessen zu sein, was man allgemein als "Verliebtheit" bezeichnet. Oder ist vielleicht Verliebtheit die eigentliche, wahre Liebe?
Fragen über Fragen...
Viele Grüße
Ikarus
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Tonski
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#6

Beitrag von Tonski » So 6. Aug 2006, 18:36

Liebe Freunde,
freilich ist es auch eine Tatsache, daß Mey eines seiner schönsten Lieder und vielleicht das schönste deutschsprachige Liebeslied des 20. Jahrhunderts "Wie vor Jahr und Tag" für eine Frau geschrieben hat, von der er dann bald darauf nur banal zu sagen wußte: ..."tja, was sagt man da...?
Es bleibt dabei, bei Mey sind Werk und Mensch stark zu trennen, leider!
liebe Grüße aus Wien
Günter
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#7

Beitrag von fille » So 6. Aug 2006, 19:01

Hallo liebe Meylinge!
Freilich ist es auch eine Tatsache, daß Mey eines seiner schönsten Lieder und vielleicht das schönste deutschsprachige Liebeslied des 20. Jahrhunderts "Wie vor Jahr und Tag" für eine Frau geschrieben hat, von der er dann bald darauf nur banal zu sagen wußte: ..."tja, was sagt man da...?
Es bleibt dabei, bei Mey sind Werk und Mensch stark zu trennen, leider!

Als er das Lied geschrieben hat, war es bestimmt ernst gemeint.
Mey wäre nicht der Erste der gemeint hätte, dass etwas ewig dauern wird. Man muss auch beachten, dass sie sich sehr jung kennengelernt haben.
Vielleicht hätte er statt "--- was sagt man da---?" sagen sollen "Das ist meine Privatsache und ich sage nichts dazu!"
Liebe Grüße
Marianne
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#8

Beitrag von Guest » So 6. Aug 2006, 23:11

"Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten Stock oder Hut."
So, wie es Erich Kästner in seinem Gedicht
"Sachliche Romanze"
sagt, ist es vielleicht auch Reinhard Mey und seiner
Frau ergangen.
"Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei."
Reinhard Mey "Ab heut und ab hier":
"Tja, was sagt man dann,
nach all der Zeit - alles Gute?
Hört sich komisch an,
und so ist mir auch zumute."
Jeder, der liebt, wünscht, dass seine Liebe ewig währt.
Gruß,
X.
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#9

Beitrag von saho1005 » Mo 7. Aug 2006, 16:30

Aber Ich finde, das beste Vorwort hat R. Mey selbst geschrieben zu seiner >CD: ,,Ich liebe dich’’

Da möchte ich Dir vollkommen recht geben. Auch mich haben diese Worte sehr berührt.
Wir hatten diesen Text auch bei unserer Hochzeit im Liederheft abgedruckt (damals kannte ich mich mit dem Urheberrecht noch nicht so aus...)
Reinhard Mey kann einfach die Gefühle von Liebenden mit so tollen Worten beschreiben. Da muß ich sagen, das könnte ich auch gern.
Ich bin ja auch eher einer, der Mensch und Werk von Mey trennt.
Aber in der Frage, warum erst "Wie vor Jahr und Tag" und dann "Ab heut und ab hier" kan ich Mey verstehen. Es kann gerade in der Liebe so viel Unvorhergesehenes, Ungeahntes passieren; vielleicht gesteht man sich oft erst viel zu spät ein, daß man doch nicht zusammen passt.
Oder es kommt eben ein weiterer Urknall mit einer anderen Peron - warum nicht.
Da kann ich schon verstehen, daß er heute aus vollem Herzen "Wie vor Jahr und Tag" singt und ihm morgen bei der Trennung die Worte fehlen. Es weiß ja niemand, was da vorgefallen ist.
Ich bin froh, daß es mir noch nicht so gegangen ist. Aber man weiß ja nie, was im Leben noch auf einen zukommt...
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#10

Beitrag von Guest » Mo 7. Aug 2006, 20:01

Inzwischen hat der Mann Silberhochzeit gefeiert und drei Kinder in die Welt hinaus geschickt. Man kann ihm keinen Frauenverschleiß vorhalten. Jede 3. Ehe in Deutschland wird geschieden, jede 2. steht vor dem Aus. Und die Geschichte mit "Wie vor Jahr und Tag" und "Ab heut und ab hier" ist über 30 Jahre her (zwischen beiden Liedern lagen 3, 4 Jahre).
Wie wär's mit einer Umfrage: Wer hat es bis zur Silberhochzeit geschafft? Wieviele sind zum 2. Mal verheiratet?
Schönen Abend,
X.
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#11

Beitrag von Skywise » Mo 7. Aug 2006, 21:10


Xantippe schrieb:
Wie wär's mit einer Umfrage: Wer hat es bis zur Silberhochzeit geschafft? Wieviele sind zum 2. Mal verheiratet?
Dagegen.
Spätestens die Auswahlmöglichkeit "Wie viele sind verwitwet?" reißt unter Umständen alte Wunden auf.
Gruß
Skywise
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Maren
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#12

Beitrag von Maren » Di 8. Aug 2006, 00:37

:skywise: Recht geb!!
Nicht nur das. Auch "wer hat mit Sicht auf die Silberhochzeit schlapp gemacht" wäre nicht unbedingt komisch!
:maren:
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