RM im Fernsehen - mal ganz anders (?)

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 20.06.2019 | Foto für Banner und Forum: Sven-Sebastian Sajak Deutsche Wikipedia
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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#1

Beitrag von greymagicvoice » So 11. Mai 2008, 09:16

Guten Morgen. Hier schläft nach der Grillfete gestern noch alles. Also schnell mal ins Forum und über einen interessanten Fund geschrieben ...
Am Dienstag, 13. Mai 08, 20:15 kommt auf SAT1 der deutsche Spielfilm "Küss mich, Hexe!". Eine "Mystery-Komödie", in der Reinhardt Mey den Vater einer der Protagonistinnen spielt: er ist ein Weißer Magier, der vom Herrn der Finsternis mit einem Fluch belegt und in einen Baum eingeschlossen wurde!
Kann mir jemand auf die Schnelle sagen, ob man sich das ansehen sollte? Oder wird mein Mey-Bild irreparable Schäden nehmen :-D ?

liebe Grüße
bis bald
hier oder woanders
Stephan
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Michael
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#2

Beitrag von Michael » So 11. Mai 2008, 09:39


greymagicvoice schrieb:
Kann mir jemand auf die Schnelle sagen, ob man sich das ansehen sollte?

Meiner Meinung nach: besser nicht :-(
Liebe Grüße
Michael
Dieser Beitrag enthält 24 Wörter


Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
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#3

Beitrag von migoe » So 11. Mai 2008, 11:32

Ich hab ihn mir bei der "Weltpremiere" ;-) damals angesehen und hatte keine weiteren Erinnerungen daran, bis ich folgende Rezension bei Yahoo aufgrund Deiner Anfrage gefunden habe...
In Berlin gibt es Hunderte von Hexen und Magiern. Auch der Beelzebub höchstpersönlich vertreibt sich an der Spree die Zeit bis zu seinem Geburtstag, und zwar mit selten dämlichen Kartenspieler-Tricks und albernen Gaukeleien. So zumindest im Film "Küss mich, Hexe!" Sat.1 wiederholt den Magie-Klamauk nun zur Primetime, doch Zuschauer müssen nicht etwaige Dämonie oder Satanismus befürchten, sondern höchstens lahme Gags, unsinnige Wendungen und schlappe Schauspielkunst trotz deutscher Starbesetzung.
"Küss mich, Hexe!" fängt damit an, dass Liedermacher Reinhard Mey als weißer Magier (lustig mit wehender weißer Mähne) durchs Bild taumelt und flugs vom Teufel in einen Baum verbannt wird. Was durchaus wie eine witzig-schräge Familienkomödie über Hexen in Berlin beginnt, wandelt sich binnen Minuten zu einer TV-Farce, die mehr unfreiwillige Parodie als Komödie ist. Selbst Katja Riemann, Christiane Paul und Wotan Wilke Möhring ... können dagegen nichts ausrichten. Die "Fantasy-Komödie" (Sat.1) wurde von Diethard Küster äußerst flott in Szene gesetzt, doch das war's dann auch schon, was es Positives zu berichten gibt.
Der Plot klingt noch nicht einmal so müde, wie er letztendlich umgesetzt wurde: Um ihren verzauberten Vater (Mey) zu retten, soll Karla (man ist besseres gewohnt: Christiane Paul) dem Teufel (charmant: Matthias Habich) eine Seele an dessen Geburtstag opfern. Jenes Opfer ist schnell mit dem Klatschreporter Harry Tänzel (ambitioniert, aber flach: Möhring) gefunden, der eine Exklusiv-Story über Hexen in seinem Blatt schreiben will und Karla dafür nachstellt. Miranda (Katja Riemann), Zauberin im Dienste des "Herrn der Finsternis", hilft Karla dabei - bis sich "Jägerin" und "Beute" ineinander verlieben.
Was an diesem Film stört, ist, dass er so unglaublich unlustig verpackt wurde. Kommt ein Gag, ist er schon Minuten vorher zu riechen. Dass der Film mit einem Happy End schließt, ist ohnehin vorauszusehen, doch die Charakterentwicklung bei "Küss mich, Hexe!" findet in etwa so statt, wie ein Stück Weißbrot aus dem Toaster springt. Das ist für ein schnelles Frühstück befriedigend, nicht für einen Film zur Primetime.

Und jetzt fällt es mir wieder ein - absolut nicht sehenswert! :-D
migoe
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Liebe Grüße aus Rothenburg

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#4

Beitrag von Petra » So 11. Mai 2008, 12:58

Hallo Stephan,
ich habe das 'Werk' seinerzeit aufgenommen - und nie mehr angesehen....
Das Bild, das Migoe angehängt hat, ist eine der wenigen Gelegenheiten, bei der man Reinhard Mey sieht. Er kommt in der Anfangsszene daher galoppiert, wird kurz darauf in einen Baum verwandelt - und fortan 'spielt' nur noch seine Stimme mit, wenn nämlich seine Tochter mit ihrem Vater (dem Baum) spricht. Ganz am Schluss wird er erlöst und sitzt weise lächelnd und ein Buch lesend auf einer Gartenbank im Kreise seiner Lieben.
Reinhard Meys Schauspiel-Debüt Die Frauenversteher muss man auch nicht gesehen haben, aber dort zeigt Reinhard Mey immerhin schauspielerisches Talent, wozu er in Küss' mich, Hexe! nicht viel Gelegenheit bekommt.
Viele Grüße von Petra
Dieser Beitrag enthält 123 Wörter


Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
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(Christian Grote - Chrizz)

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#5

Beitrag von greymagicvoice » So 11. Mai 2008, 13:59

Also gut, ihr Lieben,
das ist ja eindeutig genug ;-) ... Dann muss ich meine Dienstagabendplanung nicht über den Haufen werfen :-)
Danke und liebe Grüße
Stephan
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