RM auf SAT.1 - irgendwann Ende 80er/Anfang 90er

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Olaf
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#1

Beitrag von Olaf » Mi 20. Jul 2011, 17:35

Hallo zusammen.
Ich kann mich ganz dunkel daran erinnern, dass RM mal Ende der 80er oder Anfang der 90er in SAT.1 aufgetreten ist (und zwar nicht bei Gottschalk).
Dort hat er z.B. das Lied "Ich grüße ..." gesungen (wenn ich mich richtig erinnere).
Na ja, die Sendung war komplett Voll-Playback.
Kann sich da noch irgendjemand daran erinnern, oder hat jemand noch eine Aufzeichnung dieser Sendung?
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#2

Beitrag von Reinhard » Fr 22. Jul 2011, 10:45

Hallo Nordbaby,
grübel, grübel... ich glaube, mich zu erinnern, dass ich genau zweimal bei Sat1 aufgetreten bin: Ein erstes Mal auf der Funkausstellung 1984 zu Beginn des Sendebetriebes, als wir noch glaubten, diese Sender würden unsere Kultur bereichern. Ein letztes Mal bei einer Weihnachtssendung mit Thomas Gottschalk. Von einem dritten Mal weiß ich nichts, ich arbeite mit Sat1 und Co. nicht zusammen.
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#3

Beitrag von Barde » Fr 22. Jul 2011, 13:44


Reinhard schrieb:
... als wir noch glaubten, diese Sender würden unsere Kultur bereichern.

Momentan habe ich gerade einen vierzehntägigen Zwangsaufenthalt im Krankenhaus und dadurch die Gelegenheit mal wieder Privatsender "genießen" zu können. Zuhause geht es nämlich nicht, da Heike und ich - aus guten Gründen - keinen Fernsehapparat wollen. Und wenn ich mir dieses Programmangebot so anschaue, frage ich mich immer, wie es um unsere Kultur und Gesellschaft bestellt sein muss.
Ich kann mich lebhaft an eine Sendung erinnern, in der Du in einer Diskussionsveranstaltung mit so einem a...glatten, jungen, gestylten Yuppischnösel (so ne Art Manager oder/und Programmverantwortlichen eines Privatfernsehsenders) diskutiert hast und erklärt hast, wie abgrundtief das Niveau dieser "Unterhaltung" ist. Wie hast Du es bildlich ausgedrückt: wenn man sich konform dieser Dinge verhält, müsste Hella eigentlich bei deinem Heimkommen hinter der Tür in Lack und Leder mit der Peitsche auf dich warten.
Und die Begründung für diesen Schwachsinn ist natürlich nicht das Geldverdienen sondern die "Meinungsfreiheit". Perversion, extreme und extremste Einstellungen werden im richtigen und übertragenen Sinne als normal verkauft und jeder der noch Fünfe in der Tüte hat, ist spießig, muffig, bürgerlich. Und die Jüngeren bekommen dies alles als selbstverständlich und normal vorgesetzt.
Von daher ist diese Distanz zu SAT1 und Co. sehr verständlich.
Gruß
Barde
P.S
... der sich gestern 5 Minuten "Big-Brother" angetan hat, um danach seine Vorurteile über solche Dumpfbackensendungen mal wieder bestätigt und aufgefrischt zu sehen.
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#4

Beitrag von Olaf » Fr 22. Jul 2011, 13:49

Hallo Reinhard.
Danke für die Info.
Es wird dann wohl die Funkausstellung 1984 gewesen sein.
Ich gebe zu: Ich kann mich daran nicht mehr so gut erinnern.
Aber 1984 war ich 14 Jahre alt. :-?
Seitdem bin ich deutlich älter geworden, und SAT.1 nicht wirklich besser.
Der Sender ist mir - vorsichtig ausgedrückt - einfach zu bildungsfern.
Aber es gibt ja auch andere nette Beschäftigungen (neben der Arbeit)... ;-)
Aber zum "dritten Mal":
War da nicht irgendwann mal ein Film, der auf dem Sender lief???
@Barde:
Wie bringt man es den Kleinen bei, dass es sich hier nicht um die Normalität handelt, sondern um überzogene Einzelfälle?
Ich habe da echt Angst um unsere Kinder ... (und um meinen Sohn besonders!).
Liebe Grüße
Olaf Tegtmeier (Nordbaby)
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#5

Beitrag von clabauter » Fr 22. Jul 2011, 15:21

Barde schrieb:
Und wenn ich mir dieses Programmangebot so anschaue, frage ich mich immer, wie es um unsere Kultur und Gesellschaft bestellt sein muss.

Ihr Lieben,
beim Lesen eurer Einträge erinnere ich mich an eine sehenswerte "Panorama"-Dokumentation von Anja Reschke mit dem Titel "Das Lügenfernsehen", die kürzlich im Ersten lief.
Noch könnt ihr sie euch in der ARD Mediathek anschauen.
Schwerpunktthema ist der neue Privatsender-Trend "Scripted Reality". Dabei handelt es sich um scheinbare Dokumentationen, deren Handlungen jedoch von Laienschauspielern dargestellt werden. Besonders aufhorchen ließ mich der Satz, dass auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten derartige Formate bereits geprüft hätten. Vorerst verzichten sie noch darauf, die Privaten in dieser Sache zu kopieren ...
Ein Privatsender indes - in der Doku wird er genannt - fälscht sogar schon Nachrichtensendungen.
Mir persönlich sind die Privaten egal. Sie nicht zu gucken, ist das wirksamste Mittel gegen diese werbeabhängigen Schädlinge.
Dass aber die Öffentlich-Rechtlichen immer "privater" werden, obwohl sie sich keinem Quotendruck unterwerfen müssten, bereitet mir große Sorgen. Mittlerweile werden für die Nachrichtenredaktion des ZDF Tote schon nicht mehr exhumiert oder umgebettet, sondern nur noch "aus [dem] Grab gebuddelt" (heute nacht vom 21.07.2011). Allein betrachtet, mag das zunächst nicht bemerkenswert erscheinen. Dahinter steckt jedoch ein bewusst verfolgter Trend: mittels Sprache auch die unbequemen Themen salon- und unterhaltungsfähig zu verpacken.
Die Übernahme des Privatjargons in den seriösesten Formaten von ARD und ZDF veranschaulicht besonders dramatisch den Qualitätsverfall der Öffentlich-Rechtlichen. Dabei sind sie doch ein wichtiger Grundpfeiler der Demokratie. Ich bin zwar kein Akademiker, glaube aber, dass sich an der Qualität ihres Fernsehens die Festigkeit einer Demokratie messen lässt ...
Grüße vom
clabauter
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#6

Beitrag von Klajokas » Fr 22. Jul 2011, 16:35


Barde schrieb:
... der sich gestern 5 Minuten "Big-Brother" angetan hat, ...

Armer Barde, so krank bist Du ?? :cry: :krank:
Klaus
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#7

Beitrag von Barde » Fr 22. Jul 2011, 17:56

Klajokas schrieb:

Armer Barde, so krank bist Du ?? :cry: :krank:
Klaus

Jau, hab mich aber danach intensivst von der Schwesternschülerin betreuen und pflegen lassen :-D:-D
Mir persönlich sind die Privaten egal. Sie nicht zu gucken, ist das wirksamste Mittel gegen diese werbeabhängigen Schädlinge.

Wie wahr gesprochen. Dies ist ja auch der Hauptgrund, warum wir keinen TV haben. Masse macht keine Klasse - und die Ausweitung von weiland 2 Sendern wie in meiner Kindheit auf nun 30 und mehr bedeutet nur, dass wir noch genau einen sehenswerten dazubekommen haben (arte) und der Rest ist Sch..., oder wie es hier mein Bettnachbar bös ausgedrückt hat: Unterschichtenfernsehen - oder HartzIV-Sender, was vielleicht nicht unbedingt politisch korrekt, aber aussagekräftig ist.
Deshalb ist es wirklich ein Kulturschock, wenn man nach längeren zeitlichen Abständen mal wieder eine Fernsehbedienung in die Hand bekommt und aus Langeweile herumzappt. Es ist wirklich zum Erbrechen. Und wie schon erwähnt: diese Sendung bei der Reinhard mit diesem unerträglichen Typen diskutiert hat, ist mir sehr gut im Gedächtnis hängengeblieben. Dieser Diskussionspartner hat in Mimik, Gestik, Argumentation und seinem Habitus nur eklig auf mich gewirkt. Für Quote machen dies alles, aber auch wirklich alles - dies kam eindeutig und klar rüber. Meinungsfreiheit bedeutet für diese Art von Menschen seelische Exhibitionismus, Pornographie, extreme Gewaltdarstellung ...
Ich bin zwar kein Akademiker, glaube aber, dass sich an der Qualität ihres Fernsehens die Festigkeit einer Demokratie messen lässt ...

Genau dies macht mir auch Sorgen. Es ist der Pöbel, der hier bedient wird. Brot und Spiele, heißt die Devise - wie im alten Rom. Wenn aber das Volk auf eine solche Art und Weise unterhalten wird und dumpfe Triebe bedient werden, verheißt dies nichts Gutes für die Zukunft. Bildzeitung und RTL2 sind wahrlich keine Institutionen, die eine gesunde Meinungsförderung betreiben oder die gesellschaftlichen Zustände realistisch abbilden.
Wie bringt man es den Kleinen bei, dass es sich hier nicht um die Normalität handelt, sondern um überzogene Einzelfälle? Ich habe da echt Angst um unsere Kinder ... (und um meinen Sohn besonders!).

Ja, was sollen die Kinder denn für einen Eindruck bekommen, wenn Sie Privatsender schauen:
Wenn ich nicht mindestens zweimal im Swingerclub gewesen bin, kein Arschgeweih trage, mir ein Intimpiercing fehlt, ich mich nicht an der Fäkaliensprache der "Ein-Prolo-prügelt-verbal-live-auf-den-anderen-ein-Mittagsshows" orientiere, bin ich nicht so normal. Das Schlimme ist: indivualistisch wollen viele Jugendliche sein und merken nicht wie sie einer Lemmingsherde gleich einem Massentrend folgen. Der wahre Individualist der Zukunft wird eher wieder konservativ sein (nicht politisch und eher wertneutral gemeint), weil er diesen Mist nicht mitmacht. Konservativ kommt von "conservativus" = erhaltend, bewahrend. Und viele wichtige Dinge gehen einfach flöten, die wir unbedingt bewahren und erhalten sollten.
Wenn ich mit meinen Töchtern diskutiere, bekomme ich oft den Ausdruck "spießig" für meine Ansichten zu hören. Ich mag Gesichtspiercings nicht leiden, weil sie für mich etwas autoaggressives haben, Tattoos würde ich wahrscheinlich nicht erlauben, wenn sie nicht schon 18 sind und wenn ich sehe, dass meine Nichte sich "Germany's next Topmodel" suchtartig reinzieht, möchte ich gerne meine groben Finger um Heidi Klums zarten Hals legen und diesem Treiben durch festes Zudrücken ein für allemal ein Ende setzen.

Auch wenn es sich vielleicht pathetisch anhören mag: diese Art von Medienunterhaltung ist wie infektiöser Eiter, der eine Art gesellschaftliche Blutvergiftung hervorruft. Oder EHEC für die Seele. Die absolute Negierung von Werten ist genauso schlecht wie die Überbetonung und das verkrampfte Festhalten an solchen (wie ich es leider schmerzhaft in meiner Jugend kennenlernen musste)
Wir haben früher gegen verkrustete Strukturen (politische gesellschaftliche, kirchliche) - zu Recht - rebelliert. Als Vater sehe ich mich heute eher in der Pflicht meinen Kindern zu sagen, welche Überzeugungen ich für begründet und gut halte und warum "Freiheit" manchmal einen bitteren Beigeschmack bekommen kann, wenn sie falsch verstanden wird.
Liebe Grüße
Barde
P.S
Könnte noch seitenlange Beiträge darüber schreiben, weil mich die ganze Thematik wirklich beschäftigt und unglaublich nervt.
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#8

Beitrag von Holgi » Fr 22. Jul 2011, 19:40

Es betrifft aber leider nicht nur die sog. "Unterschicht". Meine Frau und ich haben so unsere Prinzipien. So schauen wir z.B. grundsätzlich keine Sendungen wie "Dschungelcamp". Um so überraschter sind wir, wenn meine Mutter zu Besuch ist und jedes Detail dieser Sendung genauestens berichten kann. Und die gehört ganz sicher nicht zur "Unterschicht".
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Clemens
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#9

Beitrag von Clemens » Fr 22. Jul 2011, 20:20

Lieber Olaf,Wie bringt man es den Kleinen bei, dass es sich hier nicht um die Normalität handelt, sondern um überzogene Einzelfälle? Ich habe da echt Angst um unsere Kinder ... (und um meinen Sohn besonders!).
:skywise:
Die Angst um Dein Kind wird Dich begleiten, solange es Dir geliehen ist. Sei froh darum, weil sich Dich wach hält.
Und alles was Du Deinem Kind "bei-bringen" willst, dass musst Du selbst leben. Kinder sind gnadenlose Beobachter. Wenn Du nur in ihrem Beisein an der roten Ampel wartest, dann wissen sie das längst, weil sie im Bruchteil einer Sekunde Deine Unrast erspüren. Alles, was für Dich normal ist, wird auch Frederik mit Dir so empfinden.
Und wenn er Deine Sorge spürt, wird er wissen, dass etwas nicht normal ist.
Am wichtigsten ist, dass Ihr soviel wie möglich miteinander erlebt und jederzeit miteinander reden könnt. Dann redet Ihr auch über die Dinge, die jeder für sich erfährt.
Was das Fernsehen angeht, haben meine Frau und ich je ein Modell selbst erlebt. Bei uns zu Haus gab es keine Glotze, bei meiner Frau ein sehr restriktives Minimalangebot.
Wir haben uns für die "mit-Variante" entschieden. Allerdings war bei dieser Entscheidung klar, dass die Nutzung sich auf eine gezielte und begrenzte Auswahl beschränken soll. Auch gab es einige unausgesprochene Tabu-Situationen. Glotze beim Essen oder neben Gesprächsrunden sollen dafür als Beispiele stehen.
Georg und Lucas haben Anfangs (etwa Schuleintrittsalter) mit gelegentlichen 25-Minuten-Rationen Videofilm begonnen. Ich glaube der Schnitt lag bei 2 "Episoden" pro Woche.
Dabei hängt mir noch heute ein Törööö im Ohr, und ich erinnere eine nette Formulierung von Reinhard ("...und wer mit drei Kindern durch die Hölle von Benjamin Blümchen gegangen ist...")...
Zwei sind auch schon eine Herausforderung ;-).
Später haben wir gelegentlich gemeinsam leichtere Fernsehkost angesehen und "ausgewertet". Ein weiterer Schritt war dann limitiertes Aussuchen einzelner Sendungen zum Alleingenuss nach elterlicher Freigabe.
Aber eigentlich waren das verrückte Labyrinth oder Sagaland beliebter.
Auch beim Thema Gewalt und Waffen waren wir recht altmodisch. Die Söhne hatten unsere Wohnung als waffenfreie Zone zu akzeptieren, an deren Pforte auch ihre Freunde entwaffnet wurden.
Wenn sie sich dann draußen aus Stöcken ein Gewehr bastelten, oder eine Wasserpistole "erkaupelten" und im Hof heimlich versteckten, habe ich mir schon Gedanken gemacht, ob und wie ich meine Überzeugung deutlicher machen könnte. Für mich waren die Gedanken nötig. Ich glaube die Kinder haben das damals sehr wohl gespürt und inzwischen begriffen. Keiner von beiden möchte heute eine Waffe in die Hand nehmen.
Langen Geschwafels kurzer Sinn
Lebe mit Deiner Familie, wann immer es die Zeit zulässt. Das ist das einzige, was Ihr Euch gegenseitig (bei)-bringen könnt.
Ach ja, sieh mir die Emotionen nach. Ich bin mittem im zweiten "Spring in den Reigen, ich lasse dich los...". In genau zwei Monaten ist hier der erste "kinderlose" Tag angesagt.
herzlich Clemens :-)

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#10

Beitrag von Klajokas » Sa 23. Jul 2011, 12:07

Hmm, wenn ich dass alles so lese haben wir wohl viel falsch gemacht.
Auch wenn unser Haus keine waffenfreie Zone ist und ich in der Vergangenheit häufiger schon mal mit nackten Füßen auf eine Erbse getreten bin, ( kommt genau so gut wie Legostein) und wir gemeinsam Pfeil und Bogen gebastelt haben, wurde kein Kind Militarist oder ist auch nur annähernd gewaltbereit. Im Gegenteil
Wichtig ist dass jeder sein eigenes Rezept hat und danach versucht Hilfe zum Menschwerden zu geben.
Die restriktive nichtgucken bestimmter Schrottsender haben wir nicht vorgegeben. Statt dessen haben wir jeweils offen gefragt: " Warum schaut ihr dieses Schrott ?" um dann festzustellen dass im Laufe der Jahre die Guckzeiten der Sat-RTl-Pro-Schlag-mich-tot-Fraktion immer weniger wurden.
Mittlerweile haben alle vier (4) Sprösslinge erkannt, welchen Nährwert die "dritten" Programme haben und wie groß die Qualitätsunterschiede zischen den "öffentlichen" und den "privaten" sind.
Die Gefahr sind meiner Meinung nach nicht die Sender und ihr geistiger Dünnsch.... sondern dass die Youngster ab Pampersalter vor die Strahlenkiste gesetzt und sich selbst überlassen wrerden.
ich gebe zu: Ich habe letztens Sat1 geschaut, heimlich, da hat Dortmund gegen Bayern gewonnen und das hat mir ganz viel Spaß gemacht.
Klaus
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#11

Beitrag von Clemens » Sa 23. Jul 2011, 17:22

Hallo Klaus,
Hmm, wenn ich dass alles so lese haben wir wohl viel falsch gemacht.
wenn das die einzige Schlussfolgerung aus dem Gelesenen ist, wäre es schade. Denn, dass wir alle auch bei bestem Willen vieles falsch machen, das wusstest Du auch vorher.
Im wichtigsten Punkt (nämlich die Kinder nicht allein zu lassen) sind wir uns doch völlig einig.
Ich habe von meinem Weg berichtet, nicht um ein Patentrezept anzubieten, sondern um die Frage "Was kann man tun?" aus meiner Sicht zu beantworten.
Ich stehe zu meiner christlich-pazifistischen Grundhaltung und bin froh, dass meine Kinder diese, mittlerweile selbst erwachsen, teilen. Dabei bin ich nicht so blind die Verantwortung zu übersehen, die ich damit anderen Menschen aufbürde. Ich habe große Hochachtung vor dem Berufs-Stand der Polizei. Menschen, die zum Schutz Unschuldiger und Schwächerer sogar ihr Leben einsetzen und dazu in Verantwortlichkeit Waffen tragen.
Aber ich habe keinen Funken Verständnis und Toleranz für all die Lügen, mit denen unsere Kinder in die Kriege dieser Welt geschickt werden. Solange in unserem Land Panzer und Kriegsgerät gebaut und zur Ermordung unserer Kinder verschachert werden, ist es Mein(!) Weg mich dem zu verweigern. Die Kanzlerin dielt vor aller Augen und den Kindergärten dieser Welt.
... der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken...
und ... nein, meine Söhne geb ich nicht...

Wie gesagt Mein Weg ist mein Weg...,
und solange ich diesen nicht zum Dogma erhebe, kann ich an Kreuzwegen und Überschneidungen eine ganze Menge von Deinem Weg lernen.
Herzlich Clemens
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#12

Beitrag von Keef1 » Sa 23. Jul 2011, 21:08

Mindestens ein drittes Mal war RM dann doch noch bei SAT 1, nämlich in der Anke Engelke Show, oder wie die Nachfolgesendung der Harald Schmidtshow auch immer hieß. Dort wurde er mit einer Gitarre der Begleitband bedacht und hat spontan Gute Nacht Freunde gespielt. Keine Ahnung, wie lange das her ist, dürfte aber keine 10 Jahre sein.
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#13

Beitrag von Petra » Sa 23. Jul 2011, 21:26


Mindestens ein drittes Mal war RM dann doch noch bei SAT 1, nämlich in der Anke Engelke Show, oder wie die Nachfolgesendung der Harald Schmidtshow auch immer hieß. Dort wurde er mit einer Gitarre der Begleitband bedacht und hat spontan Gute Nacht Freunde gespielt. Keine Ahnung, wie lange das her ist, dürfte aber keine 10 Jahre sein.

Stimmt, aber war das nicht bei Harald Schmidt himself? Auf die Frage, wie viele Gitarren er besitze, antwortete er, das seien nicht so viele, ein Dutzend vielleicht, es geht ja auch immer mal wieder eine kaputt, es tritt einer drauf oder so. :-o Es ging wohl darum, dass die Kinder jederzeit mit seinen Gitarren spielen hätten dürfen, wenn sie denn gewollt hätten - naja, wahrscheinlich nicht mit jeder. :roll: Der Gitarrist aus der Band unter dem Bandleader Helmut Zerlett überließ ihm eine blaue Gitarre mit den Worten: "Aber bitte nicht drauftreten." :-D
Das war aber keinesfalls vor 20 Jahren, Kenner wissen wahrscheinlich in welchem Zeitraum Harald Schmidt aktiv war. Ich weiß nicht einmal, ob das wirklich bei SAT1 war.
Viele Grüße von Petra
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#14

Beitrag von Keef1 » Sa 23. Jul 2011, 21:51

2007 war es, eine blaue Gitarre und doch Anke

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#15

Beitrag von Guest » Sa 23. Jul 2011, 21:56

Hallo,
ebenfalls bei AnkeLateNight wurde dieses Video gezeigt. :hammer:
der auftritt bei harald schmidt war wohl am 30.07.2003. hab aber leider kein video dazu gefunden.
gruß
mephisto
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#16

Beitrag von Petra » Sa 23. Jul 2011, 22:21


2007 war es, eine blaue Gitarre und doch Anke

Da kannste mal sehen, was mir wichtig war. ;-) Moderator weiblich oder männlich - scheißegal -, aber die Gitarre war BLAU.
Das Video, das Reinhard Mey beim Demolieren der Garderobe zeigt (so einfach war das gar nicht, die Gitarre und der Blumentopf wollten nicht so recht *g*), war natürlich ein Jux, und die Musik, die er dabei im CD-Player spielte, war von der Band, in der sein Sohn Frederik spielt(e?).
Viele Grüße von Petra
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#17

Beitrag von Clemens » So 24. Jul 2011, 02:55

:roll::roll::roll:
... manchmal bin ich doch froh keine "Person öffentlichen Interesses" zu sein

... :flücht:
aber nicht ohne "allerherzlichste" Grüße :-)
Clemens
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#18

Beitrag von Reinhard » So 24. Jul 2011, 09:24

Ihr habt natürlich Recht. Viele Gedächtnisse merken sich einfach mehr als meins. Das mit der Gitarre bei Anke Engelke war ungeschnitten noch viel schöner und wilder und natürlich Satire auf mich selbst. Die Band im Kassettenrecorder ist SFO, die Band meines Sohnes Frederik. Mir fällt noch ein, dass ich in zwei Filmen mitgemacht habe, die als Kinofilme von X-Filme, Berlin gedreht wurden, dann aber an Sat 1 verscherbelt wurden. 2002, glaube ich, Die Frauenversteher mit Jan Josef Liefers und 2005 Die Hexen vom Prenzlauer Berg mit Katja Riemann. Schönen Sonntag, allerseits, ich muss jetzt üben ;-)
Reinhard
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#19

Beitrag von Marc » So 24. Jul 2011, 23:27

Ihr Lieben,

mephisto schrieb:
der auftritt bei harald schmidt war wohl am 30.07.2003. hab aber leider kein video dazu gefunden.

Ganz genau! Reinhard stellte seine damals neue DVD "Klaar Kiming" vor und plauderte aus seinem Tournee-Leben...
Tjaaa... und dann gab es da noch einen ominösen rosaroten Kurz-Auftritt (eine Minute!) in der RTL "Chartshow" am 08.09.2003 mit zwei Versen (ja, Versen, nicht etwa Strophen!) aus "Gute Nacht, Freunde". Aber den Auftritt lassen wir lieber wieder geschwind in der Mottenkiste versinken! ;-)
Liebe Grüße,
Marc
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.

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#20

Beitrag von Rike » Di 26. Jul 2011, 22:36

Hallo zusammen,
die blaue Gitarre aus der Sendung mit Anke Engelke ist offenbar ein "Wanderpreis" ;-)
In diesem Video von einem gemeinsamen Auftritt mit Reinhard Mey hat sie Rainhard Fendrich...
Siehe hier:

Ich habe mich köstlich amüsiert..
Herzliche Grüße u viel Spaß
Rike
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