Reinhard-MeyText in der Kirche

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Reinhard-MeyText in der Kirche

#21

Beitrag von Guest » So 23. Jul 2006, 22:01

Tja,
das einzige, was mir einfällt ... selber dichten und komponieren.

Gruß

X.
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Piet
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Reinhard-MeyText in der Kirche

#22

Beitrag von Piet » So 23. Jul 2006, 22:47

Mir fällt dazu ein, was eh schon alle wissen:
Geld regiert die Welt....
Piet
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fille
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Reinhard-MeyText in der Kirche

#23

Beitrag von fille » So 23. Jul 2006, 22:55

Salut Dany!
Eine Lehrerinn die in den Ruhestand trat musste der SACEM
(also unsere GEMA linkseitig des Rheines, hier) 75 euros gebühr zahlen weil die Kinder ihr zur Abschiedsfeier das Lied von Hugues Auffay, "adieu Monsieur le professeur" gesungen haben!

Findest du das auch gut, Siegrun? Ich nicht!!!
Was ist das für eine Welt? Ich finde das skandalös! Passt bloß auf, dass ihr auf der Straße nicht ein Liedchen trällert! Diese Vereine sind schlimmste Bürokratie und können absahnen, wo und wie sie wollen.
Selbstverständlich bin ich auch dafür, dass der geistige Eigentümer nicht um sein Geld gebracht wird. Aber die Grenzen dieser Geldeintreiberei sind wohl längst überschritten.
*grrrrrrr*
Calm down.... Marianne
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There is a crack in everything
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Rex2005
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#24

Beitrag von Rex2005 » So 23. Jul 2006, 23:31

Hallo,

Findest du das auch gut, Siegrun? Ich nicht!!!


hm ja, ob und wieviel überhaupt dran ist an solchen Zeitungsberichten ist immer noch eine andere Seite. Und selbst bei zu unrecht erhobenen Forderungen gibt es immer noch den Weg der rechtlichen Auseinandersetzung. So ist es nun nun mal in einem demokratischen Rechtsstaat vorgesehen :-D Selbst Telefonkosten sollen ja ab und an zu unrecht eingefordert werden und Widersprüche helfen auch da.
Selbstverständlich bin ich auch dafür, dass der geistige Eigentümer nicht um sein Geld gebracht wird. Aber die Grenzen dieser Geldeintreiberei sind wohl längst überschritten.


Der 2. Satz beeinhaltet genau das Gegeteil des 1. Satzes!
Da die GEMA Interessenvertreter ihrer Mitglieder also der Texter, Komponisten etc ist, und die Gelder für und im Auftrag dieser Künstler "eintreibt" kann man die GEMA nicht als irgendeine künstliche Organisation betrachten. Wenn diese Organisation keine Sinn oder Nutzen für die Urheber machen würde, würden wohl kaum Künstler eintreten und die GEMA würde es nicht schon 100 Jahre geben. Und die Mitglieder - also auch Liedermacher! der Geldeintreiberei bezichtigen - das halte ich überhaupt nicht für gut
Gruß
Rex2005
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Skywise
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#25

Beitrag von Skywise » Mo 24. Jul 2006, 00:41


Rex2005 schrieb:
Selbstverständlich bin ich auch dafür, dass der geistige Eigentümer nicht um sein Geld gebracht wird. Aber die Grenzen dieser Geldeintreiberei sind wohl längst überschritten.


Der 2. Satz beeinhaltet genau das Gegeteil des 1. Satzes!
Da die GEMA Interessenvertreter ihrer Mitglieder also der Texter, Komponisten etc ist, und die Gelder für und im Auftrag dieser Künstler "eintreibt" kann man die GEMA nicht als irgendeine künstliche Organisation betrachten. Wenn diese Organisation keine Sinn oder Nutzen für die Urheber machen würde, würden wohl kaum Künstler eintreten und die GEMA würde es nicht schon 100 Jahre geben. Und die Mitglieder - also auch Liedermacher! der Geldeintreiberei bezichtigen - das halte ich überhaupt nicht für gut
Wie man's nimmt.
Grundsätzlich halte ich es auch nicht für gut, die GEMA als eine Art Inkassobüro anzusehen, andererseits gibt es Bereiche, in denen die Rechtsprechung gar sonderbare Blüten treibt und der GEMA mitunter Sachen in die Hände spielt, die ich in der Form nicht unterschreiben kann.
Daß beispielsweise auch Künstler selbst zur Kasse gebeten werden, die ihr eigenes Material auf ihrer Homepage zum Download anbieten, ist in meinen Augen eher ein Unding. Selbiges gilt natürlich auch für Konzerte der Künstler selbst ...
Die GEMA hat einen Nutzen für die Künstler, das will ich nicht bestreiten. Allerdings läßt sie sich mittlerweile ziemlich gut von der Musikindustrie instrumentalisieren, sprich: als Zugpferd vor den Wagen einiger Plattenfirmen spannen. Seit etwa 15 Jahren sogar spürbar. Und das ist eine Entwicklung, die mir ehrlich gesagt nicht gefällt.
Gruß
Skywise
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#26

Beitrag von Rex2005 » Mo 24. Jul 2006, 07:42

Hallo,

Skywise schrieb:
Daß beispielsweise auch Künstler selbst zur Kasse gebeten werden, die ihr eigenes Material auf ihrer Homepage zum Download anbieten, ist in meinen Augen eher ein Unding. Selbiges gilt natürlich auch für Konzerte der Künstler selbst ...


Der sicht- oder hörbare Künstler auf einer HP oder Bühne ist selten der Autor selbst, meistens "nur" Sänger und singen darf jeder. Jeder könnte nun auch behaupten, dass es sein eigenes Material wäre, der andere es nur geklaut hätte.... Wie soll der Schutz der Autorenrechte also anders, besser oder einfacher kontrolliert werden als dass grundsätzlich alle Veröffentlichungen herangezogen werden? Der Künstler erhält doch aus allen Veröffentlichungen seinen Obulus, also auch seine selbst gezahlten Beiträge zurück (über die Auszahlungsanteile etc. müssen wir sicher nicht diskutieren)
Die Abrechnungs- und Kontrollmodalitäten sind nicht immer einleuchtend (auch bei anderen Verbänden bzw Organisationen nicht - s. Wirtschaft: IHK und Berufsgenossenschaften) scheinen sich doch aber bewährt zu haben. Denn nach wie vor: es sind die Künstler, die wenn ihnen oben erwähntes nicht "passt", doch dies selbst ganz demokratisch und legitim innerhalb der GEMA abschaffen könnten.
Das die Zahlung der Beiträge an die GEMA für unbekannte/re Sänger oder auch Veranstalter zunächst erst einmal eine Belastung darstellen, kann ich schon verstehen. Aber letztendlich hat jedes Ding zwei Seiten.
Viele Grüße
Rex2005
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#27

Beitrag von Skywise » Mo 24. Jul 2006, 11:53


Rex2005 schrieb:
Der Künstler erhält doch aus allen Veröffentlichungen seinen Obulus, also auch seine selbst gezahlten Beiträge zurück (über die Auszahlungsanteile etc. müssen wir sicher nicht diskutieren)
Sollten wir aber, denn die Sache mit den Downloads (wie gesagt: von eigenem Material) kann den Künstler teuer zu stehen kommen, da er pro Download löhnen muß, aber nur einen Bruchteil dieses Gelds von der GEMA wieder zurückerhält.

Denn nach wie vor: es sind die Künstler, die wenn ihnen oben erwähntes nicht "passt", doch dies selbst ganz demokratisch und legitim innerhalb der GEMA abschaffen könnten.
Das wäre zwar schön, ist aber nicht richtig. Die GEMA ist eine staatlich anerkannte Verwertungsgesellschaft und hat die Form eines wirtschaftlichen Vereins, d. h. inklusive Aufsichtsrat etc. Der einzelne Künstler und selbst eine Vereinigung einzelner Künstler hat grundsätzlich keine Chance, in der GEMA etwas zu bewegen. Das ergibt sich nämlich aus der Satzung der GEMA (§2):
"Zweck des Vereins ist der Schutz des Urhebers und die Wahrnehmung seiner Rechte im Rahmen dieser Satzung".
Sprich: entweder, die Satzung der GEMA wird geändert (viel Glück!) oder das Urheberrecht. Mittlerweile ist eine Änderung des Urheberrechts um einiges wahrscheinlicher geworden als eine Änderung der Satzung ...
Das die Zahlung der Beiträge an die GEMA für unbekannte/re Sänger oder auch Veranstalter zunächst erst einmal eine Belastung darstellen, kann ich schon verstehen. Aber letztendlich hat jedes Ding zwei Seiten.
Das stimmt. Nur leider profitieren die "Großen" von der GEMA weit mehr als die "Kleinen", die eigentlich schutzbedürftiger sind.
Gruß
Skywise
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#28

Beitrag von Rex2005 » Mo 24. Jul 2006, 13:57

Hallo Sky

Skywise schrieb:
Sprich: entweder, die Satzung der GEMA wird geändert (viel Glück!) oder das Urheberrecht. Mittlerweile ist eine Änderung des Urheberrechts um einiges wahrscheinlicher geworden als eine Änderung der Satzung ...


genau das ist doch der Punkt! um den es auch bei vielen anderen Sachen geht. Entweder man akzeptiert die vorhandene Lage oder man verändert sie. Solange die Satzung der GEMA nicht geändert wird, scheint es doch die Menge der Mitglieder nicht für nötig zu halten, weil sie in Ordnung oder akzeptabel zu sein scheint.
Dass diese Satzung hart und felsenfest von oben aufgedrückt ist (wie ich aus deinem "Viel Glück" rauslese?) .... da kommen mir doch gleich gewisse Parallelen in den Sinn zu einer gewissen untergegangenen Diktatur, deren Bürger zu blöd oder zu feige waren, einer übermächtigen außerirdischen Macht wehrhaft entgegenzutreten :-D, die Mutigen zwar jahrelang immer laut gegen alle Ungerechtigkeiten gemeckert aber dennoch alles brav und artig ertragen haben..... Gibt doch keine angepassten "Ja-Sager" und "Schulterzucker" mehr, seit dem ein dicker König in Gestalt eines Kohlkopfes demokratischen Spielregeln auch in diese Ecke der Welt brachte oder? :roll:
:piep:
So, nun reißt mir nicht gleich die Rübe ab :-D
Gruß
Rex2005
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#29

Beitrag von Michael » Mo 24. Jul 2006, 15:07

Hallo,
also jetzt wird da doch ein arger Popanz aufgebaut. Die GEMA ist doch kein Unterdrückungsapparat, sondern hat durchaus ihren Sinn. Dass ihre Arbeit zum Teil in einer unübersichtlichen und ungerechten Bürokratie ausartet, ist sicher richtig, aber es gibt sicher tausende von Komponisten, die ihrem Beruf schlicht nicht nachkommen könnten, wenn es die Ausschüttungen der GEMA nicht gäbe.
Gerade einige Leute, die heutzutage Kirchenlieder schreiben, sind da garantiert nicht undankbar.
Übrigens funktionierte die GEMA immer tadellos. Es gab z.B. zu DDR-Zeiten eine Kooperation von GEMA und AWA (Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte der DDR), nach der im einen Land erwirtschaftete Tantiemen auch im anderen Teil ausgeschüttet wurden (also in dem, wo der Komponist wohnt). So bekam Wolf Biermann immer einen Scheck von der Staatsbank der DDR mit dem Vermerk "Tantiemen für die Stasi-Ballade" oder so.
Es lebe die deutsche Gründlichkeit.
Michael
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Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

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#30

Beitrag von Skywise » Mo 24. Jul 2006, 15:24


Rex2005 schrieb:
Hallo Sky

Skywise schrieb:
Sprich: entweder, die Satzung der GEMA wird geändert (viel Glück!) oder das Urheberrecht. Mittlerweile ist eine Änderung des Urheberrechts um einiges wahrscheinlicher geworden als eine Änderung der Satzung ...

genau das ist doch der Punkt! um den es auch bei vielen anderen Sachen geht. Entweder man akzeptiert die vorhandene Lage oder man verändert sie. Solange die Satzung der GEMA nicht geändert wird, scheint es doch die Menge der Mitglieder nicht für nötig zu halten, weil sie in Ordnung oder akzeptabel zu sein scheint.
Das muß noch nicht mal sein. Die GEMA ist nur nicht irgendein Verein, bei dem die Mitglieder viel mitzureden hätten. Oder andersrum: die GEMA wird nicht nur von unten gesteuert, sondern auch von ganz oben. Und dieses "ganz oben" endet nicht beim vereinsinternen Aufsichtsrat, sondern reicht sogar noch in die Politik hinein.
Der Grund dafür ist vergleichsweise einfach: es gibt keine Konkurrenz zur GEMA. Wenn die GEMA sich in einem Punkt aus der Verantwortung stehlen will, dann muß dieser von jemand anderem übernommen werden, vor allem, wenn die rechtliche Möglichkeit dazu besteht. Man kann es natürlich jedem einzelnen Künstler freistellen, sich selbst um seine Einnahmen zu kümmern, aber das wäre wohl ein aussichtsloses Unterfangen ...
da kommen mir doch gleich gewisse Parallelen in den Sinn zu einer gewissen untergegangenen Diktatur, deren Bürger zu blöd oder zu feige waren, einer übermächtigen außerirdischen Macht wehrhaft entgegenzutreten :-D
Du mußt erst mal den Aufsichtsrat überzeugen, und da stehen Namen drin, die der Kultur dieses Landes mehr als einmal einen Schubs gegeben haben ... da kriegt man Respekt! :-D
Gruß
Skywise
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#31

Beitrag von Rex2005 » Mo 24. Jul 2006, 17:43

Hallo

Du mußt erst mal den Aufsichtsrat überzeugen, und da stehen Namen drin, die der Kultur dieses Landes mehr als einmal einen Schubs gegeben haben ... da kriegt man Respekt! :-D


den bekomme ich schon, wenn ich nur die Mitgliederliste sehe :-D - schon daher nehme ich an, dass die GEMA für und nicht gegen ihre Mitglieder arbeitet und mit deren (das Große und Ganze umfassende) Einverständnis.
Gruß
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#32

Beitrag von eventec » Mo 13. Nov 2006, 23:28

Hallo zusammen,
mit Interesse lese ich diesen Thread zum Thema GEMA. Er ist zwar schon etwas älter, aber hier kann ich evtl. noch was zur Aufklärung beitragen ;-)
Als Ton- und Veranstaltungstechniker habe ich regelmäßig beruflich mit diesem lustigen Verein zu tun, als Musiker war ich eine zeitlang angeschlossenes Mitglied und auch in unserer Kirchengemeinde, in der ich in verschiedenen Bereichen aktiv bin und war (u.a. Jugendband und als Veranstalter von einigen Konzerten), bin ich für die "GEMA-Angelegenheiten" zuständig.
Vorweg dies: Die GEMA ist der einzige Weg für Komponisten (auch für kleine) etwas außer der Ehre davon zu haben, dass ihre Lieder gespielt werden und deshalb absolut sinnvoll und notwendig! Sie hilft ihren Mitgliedern bei der Vertretung ihrer Interessen bei allem was das Urheberrecht angeht. Das die GEMA ein riesen Wasserkopf mit noch mehr Formularen als das Finanzamt ist und das auch die Verteilungsschlüssel absolut unverständlich sind, will ich hier gar nicht abstreiten.
Die Kirchen in Deutschland (das wurde weiter oben kurz erwähnt) haben Rahmenverträge mit der GEMA für sämtliche Musikeinsätze (CDs, gebrannt oder nicht gebrannt, DVDs, live Musik, Kirchenmusik), die unmittelbar mit dem Gottesdienst zu tun haben. Dazu zählen auch Taufen, Hochzeiten Beerdigungen, etc.
Also dürfen dort im Rahmen dieses Vertrages auch Stücke von RM gesungen oder zitiert werden! In unser Kirchengemeinde kommt es im übrigen regelmäßig vor, dass "weltliche" Musik gespielt wird.
Alle anderen Veranstaltungen sind nicht durch diesen Vetrag abgedeckt (Konzerte, Jugenfeten, Oldieparties und was auch immer) und müssen jeweils bei der GEMA angemeldet werden. Hier gibt es (zumindest im Bistum Essen) einen Rabatt von 20% vor Steuern.
Die Ungerechtigkeit besteht darin, dass für Gottesdienste keine Musikfolgen (Angabe der gespielten Titel) abgegeben werden müssen, sodass die Gelder aus diesen Einsätzen über den Verteilungsschlüssel verteilt werden, also nicht unmittelbar dem Künstler zugute kommen. Für jeden anderen Einsatz ist das der Fall.
Einen ähnlichen Vertrag hat soweit ich informiert bin die Kultusministerkonferenz für den Einsatz zu schulischen Zwecken. Das dazu eine Feier für die Verabschiedung einer Lehrerin nicht zählt ist wohl selbstverständlich. Solch eine Feier ist, solange öffentlich dazu eingeladen wird, keine Veranstaltung die dem Unterricht dient.
Wenn ich eine Party in meiner Firma schmeiße und öffentlich dazu einlade, müsste ich ja auch Gebühren zahlen.
Ich hoffe das interessiert noch jemanden :-)
Viele Grüße
Sebastian
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