Reinhard Meys Konzertgitarre als "Dankeschön" für das Liederbestenlistenlisten-Crowdfund zu erwerben

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 20.06.2019 | Foto für Banner und Forum: Sven-Sebastian Sajak Deutsche Wikipedia
Was es zu diesem Forum zu sagen gibt
Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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#21

Beitrag von fille » Di 4. Nov 2014, 17:22

Willie Nelson haben Sie ja schon zu Lebzeiten ein Denkmal in Austin gesetzt - mitsamt Loch in der Gitarre :-)
Liebe Grüße, Marianne
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#22

Beitrag von Barde » Mi 5. Nov 2014, 23:40

Gitarren sind wirklich nicht so extrem teuer, wenn ich sie mit anderen Instrumenten vergleiche. Momentan lasse ich meine Querflöte wieder aufarbeiten, die jahrelang unspielbar im Schrank lag, weil mir Zeit und Geld für das Instrument bzw. dessen Grundsanierung fehlten. Die kostet im Listenpreis heute um die 6000 € und dies ist wahrlich nicht das Ende der preislichen Fahnenstange. Profiflötisten spielen auf Goldflöten! meine ist "nur" aus massiven Silber. Eine einigermaßen passable Qualität ist in dem Bereich erst ab 2500,- 3500,- € zu bekommen, wenn der Musiker einen wirklich schönen Klang will. Da relativieren sich die ach so teuren Gitarrenpreise wirklich. Wenn ich daran denke, dass eine gute Gitarre auch Jahrzehnte überdauern kann und dabei im Klang sogar besser wird, dann sind 5000 € durchaus mal eine Überlegung oder das Sparen wert. Und als Berufsmusiker hat man die Möglichkeit eine steuerliche Fünftelabschreibung pro Jahr zu machen.
Meine erste gute Gitarre war auch eine Hanika. Ein günstiges Einstiegsmodell, das ich aber ob ihres Klanges geliebt habe. Erst nachdem ich die Decke tolpatschig zertrümmert hatte, war die Scheidung angesagt. Es ist aber wie bei der ersten großen Liebe: Die Wehmut bleibt zurück. Den typischen Hanika-Klang muss man aber mögen. Ein Flamencospieler wird mit so etwas kreuzunglücklich werden. Die Gitarren haben in der Tiefe teilweise ein unglaubliches Volumen. Für Liedbegleitung meiner Meinung nach aber gerade deswegen optimal. Wer den typisch spanischen Klang liebt, wendet sich mit Grauen ab.

Gruß vom Barden
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#23

Beitrag von Luise » Do 6. Nov 2014, 23:11


Nun scheint das gute Stück Holz in Siegburg vielleicht ja doch mal zum Einsatz gekommen zu sein ?!
In München war das jedenfalls nicht der Fall, auch wenn sie auf dem Foto in der Garderobe zu sehen war ...
Dem Barde vielen Dank für diesen interessanten,wie aufschlußreichen Beitrag ;-)
herzliche Grüße von
Luise.
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#24

Beitrag von Ikarus » Fr 7. Nov 2014, 01:26

Ihr Lieben,
dank einer freundlichen Auskunft des Meysters nach dem Konzert in Bamberg kann ich dem Rätselraten bezüglich des Einsatzes der Gitarre ein Ende bereiten:
Reinhard hat mir gesagt, daß jedes Publikum die gleichen Bedingungen vorfinden soll, deshalb kommen bei den Konzerten nur die drei gleichaussehenden Gitarren zum Einsatz. Die gestiftete Gitarre wird zum "Warmspielen" vor den Konzerten benutzt.
Ich finde das sehr einleuchtend und war erfreut über Reinhards freundliche Bereitwilligkeit, meine diesbezügliche Frage zu beantworten! :-)
Lieber Gruß
Ikarus-Wolfgang
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#25

Beitrag von Gesch » Fr 7. Nov 2014, 12:22

hallo zusammen,
warmspielgitarre... aha...
da stellt sich nun doch vielleicht die frage,
ob diese gitarre etwa die funktion einer heizdecke übernimmt,
vielleicht sogar selbst über eine heizdecke (rund ums schallloch) verfügt...
und ob die saiten etwa sowas wie glühdrähte sind,
die nicht ganz so heiss werden, aber die finger warm machen...
vielleicht gibts statt einer tonabnehmerbuchse eine anschlussdose zum fernwärmenetz...
und statt stimmwirbel temperaturregler...
und das schallloch wäre sowas wie der kamin...
das könnte vielleicht auch letzten zweiflern den preis plausibel machen...
immerhin wär es ja dann ne hightech-heizdrahtharfe...
fragt sich nur, ob sich in diesem falle die stimmbänder anpassen,
so wie ne kratzige stimme an rostige saiten...
mit phantasie wird manches möglich...
gratulation jedenfalls zum klangkörpererwerb mit meyster-zertifikat...
- vielleicht besser nicht in einen kasten legen
oder an die wand hängen,
sondern in glasvitrine wegschliessen...
auf jeden fall versichern
gegen verstimmung...
herzlich
gerd
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#26

Beitrag von Ikarus » Fr 7. Nov 2014, 16:49

Hmm... wenn hier vom "Preis" dieser Gitarre die Rede ist, trifft das, wie ich finde, die Sache nicht ganz auf den Punkt -
die Gitarre wurde doch als "Dankeschön" für eine Spende zur Verfügung gestellt,
insofern muß der Wert der Gitarre (der wie bei allen "Liebhaberobjekten" sowieso schwer zu beziffern ist) nicht unbedingt mit dem Spendenbetrag übereinstimmen, oder....? :gruebel:
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#27

Beitrag von Gesch » Fr 7. Nov 2014, 17:50

na ja, es ist ja sicher wirklich so, dass bei einem "Liebhaber-Erwerb" der Marktwert des begehrten Objektes weniger relevant sein dürfte als die "Erwerbslust", die sich sehr individuell ergeben kann - unabhängig vom tatsächlichen Wert des begehrten Objektes. Und was man danach damit macht, ist ja dann auch zweitrangig, wenn zunächst doch das "Haben-Wollen" im Vordergrund steht - warum auch immer...
insofern noch mal: Gratulation zum Erwerb, wem auch immer...
herzlich
Gerd
PS: Gab's ne Spendenquittung?
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#28

Beitrag von Luise » Sa 8. Nov 2014, 14:20


Hallo Gesch,
warum bloß so sarkastisch?
Wenn ich mich recht entsinne, ist diese Plattform einst entstanden, weil Wolfgang im Jahre 2001 liebe Leutchen zu sich eingeladen hat, die alle etwas mit Reinhard Mey "Am Hut" haben, um das schwierige Wort "Fans" nicht zu gebrauchen. Auch wenn ich mich diesbezüglich wiederhole, habe ich immer noch den Eindruck, dass dies hier oft vergessen wird, oder untergeht. Deshalb finde ich es um so schöner, dass nun, im Tourneejahr, mal wieder mehr von unserem "Ursprung" zur Sprache kommt. Dazwischen gibt es ja logischerweise nicht ganz so viel Gesprächsstoff.
Und wo ich schon mal so in Fahrt bin, bringe ich gleich mal noch etwas anderes an, was mir auch schon lange auf dem Herzen liegt. Ich fände es schön, wenn Reinhards Lieder beim Liedertreffen wieder präsenter wären! Ich fände ich es zum Beispiel schön, wenn man anstelle eines Vorkonzerts einfach zusammensitzen würde (so wie es bei uns in DD der Fall war), die Gitarrenspieler ein Lied anstimmen würden und wer will, mitsingt. Dieses gemeinsame Singen, ohne auf der Bühne stehen zu müssen oder zu wollen, vermisse ich. Vielleicht geht das ja auch noch anderen so, die außer unserer schönen Gemeinschaft und der Freude auf das Wiedersehen vielleicht auch noch wegen der Lieder von Reinhard Mey kommen und nicht nur seinen Wein trinken, sondern auch seine Lieder singen wollen!
Tut mir leid, wenn ich jemanden vor den Kopf gestoßen habe, aber das lag mir auf dem Herzen!

Trotzdem, viele liebe Grüße von
LUISE.

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#29

Beitrag von Westwind » Sa 8. Nov 2014, 15:00


Luise schrieb:
...
Ich fände es schön, wenn Reinhards Lieder beim Liedertreffen wieder präsenter wären! Ich fände ich es zum Beispiel schön, wenn man anstelle eines Vorkonzerts einfach zusammensitzen würde (so wie es bei uns in DD der Fall war), die Gitarrenspieler ein Lied anstimmen würden und wer will, mitsingt. Dieses gemeinsame Singen, ohne auf der Bühne stehen zu müssen oder zu wollen, vermisse ich. Vielleicht geht das ja auch noch anderen so, die außer unserer schönen Gemeinschaft und der Freude auf das Wiedersehen vielleicht auch noch wegen der Lieder von Reinhard Mey kommen und nicht nur seinen Wein trinken, sondern auch seine Lieder singen wollen!
...


Liebe Luise,
diese Idee finde ich klasse, und sie kommt mir auch sehr entgegen, da ich ja keine eigenen Lieder habe ;-) . Die Vorkonzerte sind von der Idee vielleicht nicht schlecht, aber sie nehmen Zeit fürs eigentliche gemütliche Beisammensein.
Aber das ist erstmal nur meine Meinung und ich fürchte, daß das eine Grundsatzdiskussion werden könnte, die, wenn überhaupt, vielleicht in einem anderen Thread besser aufgehoben wäre.
Um diesem Thread hier auch gerecht zu werden, gehe ich noch mal auf Ikraus' Beitrag ein. Daß die besagte Gitarre tatsächlich noch mit auf Tour ist, macht sie wirklich zu einem besonderen Liebhaber-Instrument für besondere Anlässe.
Ich frage mich gerade, wie lange ich des Meysters Saiten nicht wechseln würde, wenn ich der neue Besitzer werden würde :anhimmel:
;-)

Liebe Grüße :wink:
Georg
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#30

Beitrag von Nicky » Sa 8. Nov 2014, 15:22

Ihr Lieben,
auch auf die Gefahr hin, mich jetzt unbeliebt zu machen, will ich jetzt ein wenig mitmischen.... ;-) Ich finde, dass das Mysterium um des Meysters Gitarre doch schon fast ein wenig skurrile Züge annimmt. Derjenige, der nun der stolze Besitzer dieser Gitarre ist, soll sich natürlich drüber freuen können, aber ich frage mich schon, welchen "Wert" die Gitarre denn nun tatsächlich hat. Natürlich den Kaufs/bzw. Verkaufswert in Euro ausgedrückt, und den ideellen Wert, den man empfindet, weil der Meyster selber sie auch schon mal in der Hand hatte und sie auch mit auf Tour durfte.... aber letztendlich bleibt es doch auch nur einfach eine Gitarre, oder? ;-)
Was das gemeinsame Mey-Lieder singen angeht, fände ich es schade, wenn wir uns als Mitglieder eines „Liedermacherforums“ auf Mey-Lieder einschränken würden…..und sei es nur am ersten Abend…..Ich habe mich über die vielen neuen Lieder der „Liedermacher“ unter uns in den letzten Jahren riesig gefreut und finde, das sie eine absolute Bereicherung sind…..gleiches gilt auch für die Lieder aller Hoffmanns, Fendrichs, Danzers, Schönes, Weckers der Welt....(Auflistung lässt sich natürlich beliebig ergänzen...)
Alles Liebe
Nicole
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#31

Beitrag von Gesch » Sa 8. Nov 2014, 15:31

Liebe Luise, liebe Mitleser und Mey-Fans,
bitte um Nachsicht - hab bei soviel Realsatire meiner Phantasie freien Lauf lassen müssen... darauf vertrauend, dass Satire nun mal alles darf oder zumindest dürfen können sollte... hätte die Phantasie wohl besser zügeln sollen, um nicht als Meyestätsbeleidiger Forumsächtung zu erfahren. Nu is wohl zu spät...
Die Ursprünge des Forums sind mir erst so nach und nach nach meinem Beitritt in ihrer gesamten Mey-Dimension klar geworden - zu spät damit also, um mich von allein wieder zurückzuziehen, weil ich doch auch für mich, mit relativer Abstandswahrung zur Meyestätsverehrung, recht interessante Diskussionen ohne Mey-Bezug entdeckt habe und führen konnte.
Und dass ich mich mit eigenen Liedern ins LT eingebracht habe - nicht als einziger, wie mir zumindest auffiel - erfolgte nicht zuletzt aufgrund netter und beharrlicher Aufforderungen erfahrener LT-Besucher. Mein Repertoire an Liedern vom Meyster hab ich beim letzten LT nahezu ausgeschöpft. Sollte eine künftige Teilnahme auf Interpreten meysterlichen Liedguts beschränkt werden, müsste ich mangels Vorrat passen...
Was das Vorkonzert, dessen Planung, Ausrichtung und eine nicht verpflichtende Teilnahme als Konsumenten oder Gesangsteilnehmer angeht, hab ich bereits beim letzten LT ja feststellen können, dass sich manche die selbstverständliche Freiheit genommen haben, den Abend, an dem absehbar wenig oder gar keine Mey-Lieder gesungen wurden, anders zu verplanen. Ist ja völlig in Ordnung.
Sollte die Ausrichtung des LT allerdings eine Fokussierung auf mehr oder weniger ausschließlich Mey-Repertoire erfahren, schlage ich vor, es - zur besseren Klarheit - in "Mey-LT" umzubenennen. Dann könnte keiner mehr dem Risiko anheimfallen, nicht zu wissen, woran er ist.
Nur mal zur deutlicheren Klarheit gefragt: Wären dann Lieder von Wader, Hoffmann oder anderen Bühnengästen der Lieder-einer-Sommernacht-Konzerte vielleicht doch auch "Mey-Lieder" im Sinne von Mey-Liedern? Oder hätten sie gleichfalls keine Chance, die Zensur zu überstehen? Wer stellt das abgesegnete Liederbuch zusammen?
Gute Nacht, Freunde,
dabei ist jetzt erst halb vier...
sorry, aber das musste jetzt auch raus...
herzlich
Gerd

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#32

Beitrag von fille » Sa 8. Nov 2014, 15:38

Und wo ich schon mal so in Fahrt bin, bringe ich gleich mal noch etwas anderes an, was mir auch schon lange auf dem Herzen liegt. Ich fände es schön, wenn Reinhards Lieder beim Liedertreffen wieder präsenter wären! Ich fände ich es zum Beispiel schön, wenn man anstelle eines Vorkonzerts einfach zusammensitzen würde (so wie es bei uns in DD der Fall war), die Gitarrenspieler ein Lied anstimmen würden und wer will, mitsingt. Dieses gemeinsame Singen, ohne auf der Bühne stehen zu müssen oder zu wollen, vermisse ich. Vielleicht geht das ja auch noch anderen so, die außer unserer schönen Gemeinschaft und der Freude auf das Wiedersehen vielleicht auch noch wegen der Lieder von Reinhard Mey kommen und nicht nur seinen Wein trinken, sondern auch seine Lieder singen wollen!

Ja, es geht auch anderen so. Auch ich finde, dass ein Vorkonzert vorher sein sollte und es wenigstens einen freien Abend geben sollte.
Und letztes Jahr in Landshut ist eine gar nicht so kleine Gruppe am Donnerstagabend nicht zum Vorkonzert gegangen, sondern hat draußen Lieder gesungen :-) Es waren nicht sehr viele Mey-Lieder, aber es hat viel Spaß gemacht. Auch mir, die ich ja nicht singe :-) Und am Freitagnachmittag ging es weiter mit den Liedern.
Auch ich hatte es vermisst. In Wien, in Witzighausen, in Trebur, in Schlitz, da war es noch so. Aber in Landshut wurde eine alte Tradition wiederbelebt.
Liebe Grüße, Marianne

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#33

Beitrag von Ikarus » Sa 8. Nov 2014, 17:41

Ihr Lieben,
das ist eine interessante, vielleicht sogar notwendige Diskussion - aber ich bitte alle daran Beteiligten, in der Argumentation nicht zu überspitzen, denn das würde der Sache, dem LT, uns allen nur schaden.
Das erste Liedertreffen entstand aus dem damaligen Reinhard-Mey-Forum, insofern war es auch ein "Reinhard-Mey-Liedertreffen". Aber es hat seinen Grund, daß es nun nur noch "Liedertreffen" heißt und das ganze Spektrum der Liedermacherei inklusive "Ausflüge" in Randbereiche (z.B. Popballaden oder Kabarett) umfaßt - und das möchte ich persönlich nicht missen, obwohl Reinhard Mey mein Lieblingsliedermacher ist, wie der eine oder andere von Euch weiß... ;-)
Es ist ja doch ganz klar, daß die Geschmäcker und Vorlieben verschieden sind ("...und das ist auch gut so", würde Wowi sagen) und jeder Teilnehmer am LT sich von einigen Liedern oder Interpreten mehr angesprochen fühlt als von anderen. Und da darf es auch die Position von Luise im Sinne von "ich würde am liebsten nur RM hören" geben.
Die Überlegung "Vorkonzerte, oder lieber kleine Liedersessions im Kreis" ist wichtig und richtig, und wie wir es machen, ist ja auch nicht für alle Zeit "festgetackert". Bis jetzt denke ich eigentlich, daß es sich nicht widerspricht, weil man doch die Wahlmöglichkeit hat, sich das Vorkonzert anzuhören oder sich zum Liedersingen zusammenzusetzen...?!
Und hier werfe ich noch ein weiteres "Problem" in den Ring, das sich bei den letzten LTs für mich ergeben hat: Die kleinen "Singsessions", die ich eigentlich auch schön finde und an denen ich oft auch recht gern teilnehmen würde, mußte ich immer öfter meiden, weil sie in für mich nicht zu ertragende Zigarettenqualmschwaden eingehüllt waren (auch outside...!!). Is´ so!
Lieber Gesch, ganz ganz ehrlich: ich, als bekennder "RM-Fan", finde Deine Lieder wunderschön, sie waren (und sind) für mich absolute Highlights, und ich möchte sie auf keinen Fall missen!!! Wenn Du herausgelesen hast, daß alle, oder die meisten, oder viele, zurückwollen zum "Reinhard-Mey-Liedertreffen", dann möchte ich darauf antworten: nein, das wollen wir nicht; für mich (und ich glaube, für fast alle von uns) würde es eine riesige Verarmung bedeuten. Aber ich möchte auch, daß Luises Position toleriert wird...! Vielleicht sollten wir uns wieder mehr vor Augen führen, daß die besondere, liebenswürdige Zuwendung von Reinhard Mey zu unserem "kleinen Haufen" gerade darauf beruht (jedenfalls glaube ich das), daß wir dem ganzen Spektrum der Liedermacherei zugeneigt sind und nicht nur den Mey-Liedern.
Ist ein bißchen lang geworden, sorry, "fasse dich kurz" ist nicht ganz gelungen...! ;-):roll: :rotwerd:
Lieber Gruß vom "Urvater"! :lied:
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#34

Beitrag von Helmut » Sa 8. Nov 2014, 18:16

Liebe Leute
Nicky ist nicht allein.
Ich freue mich beim LT Lieder zu hören, die ich sonst nicht hören würde. Lieder von Reinhard Mey oder anderen bekannten Liedermachern kann ich mir auch zu Hause im Original anhören Ich muss nicht durch die halbe Republik fahren, um Coversongs zu hören, die ich auf Tonträger habe.
Ich weiß, dass ich das sehr hart formuliert habe, drum formulier ich es anders: Ich habe nichts gehen Mey-Cover, aber ausschließlich würde ich es nicht haben wollen. Mir hat die Mischung im letzten Jahr gefallen und besonders genossen habe ich das Donnerstagskonzert. Ich habe aber für jeden Verständnis, der fern blieb. Ich hab mich übrigens zurückgezogen, als Volkssingen angesagt war und ich keinen Gesprächspartner mehr fand.
Ich war in Trebur noch nicht dabei, hab mir aber die DVD besorgt. Danach hatte ich den Eindruck, dass sich damals viel mehr Leute mit ihrer Klampfe in eine Ecke zurückzogen und für eine handvoll Leute spielten. Das vermisse ich in letzter Zeit. Wenn es das wieder gäbe, könnte sich jeder nach seinem Geschmack zu dem einen oder anderen dazu gesellen.
Herzlich
Helmut
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Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.

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#35

Beitrag von Petra » Sa 8. Nov 2014, 18:54

Liebe Liederfreunde,
(@ Wolfgang: Ne, ist nicht zu lang geworden, finde ich. Was gesagt werden will, muss raus.)
Richtig ist, dass unser Forum ursprünglich mal ein Reinhard-Mey-Forum war. Tatsache ist, dass reinhardmey.online geschlossen und das Liedermacher-Forum gegründet wurde. Für mich persönlich, als damals monogame Mey-Hörerin, bedeutete das eine unglaubliche Bereicherung. Selbst die Lieder von Wader und Hoffmann habe ich erst danach kennengelernt und erst recht die Musik von unendlich vielen anderen, die niemals von der großen Masse zur Kenntnis genommen werden.
Das Liedermacher-Forum besteht nun schon seit 11 Jahren und in dieser Zeit ist die Mitgliederzahl stetig angestiegen. Von diesen 'Neuen' können wir nicht erwarten, dass sie sich an Ursprünge erinnern, die sie gar nicht miterlebt haben. Viele haben zu uns gefunden, weil sie Mey-Fans sind, andere hätten uns gemieden, weil sie mit ihm eben nichts am berühmten Hut haben.
Zum Vorkonzert bei den LTs: Ein Vorkonzert sollte ein solches bleiben und nicht einen LT-Abend verschlingen. In Trebur und Schlitz gab es Vorkonzerte (auch) für Nicht-LT-Teilnehmer am VORtag, dem Mittwoch. In Möllenbeck und Landshut waren es spezielle Konzerte am Vortag der allgemeinen Konzerte, aber innerhalb der LT-Zeit. (Ich erhebe hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit.) Ich habe mir in Landshut das Vorkonzert angehört, auch, weil ich es armselig gefunden hätte, wenn es vor leeren Stühlen stattgefunden hätte. Wenn ich dann aber teilweise die gleichen Lieder bei den allgemeinen Konzerten noch einmal zu hören bekomme, habe ich noch mehr das Gefühl, dass ich zu Lasten der Geselligkeit wertvolle Zeit vertan habe. Sorry, 'Zeit vertan' klingt hart, aber ich ziehe für mich das Fazit: Ein Vorkonzert sollte VOR dem LT stattfinden und nicht währenddessen. Und spontanes Musizieren und Mitsingen sollte wieder mehr in den Vordergrund treten, so wie es früher war. Ach ja, früher ... :omi: ;-)
Liebe Grüße von Petra
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

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#36

Beitrag von Gesch » So 9. Nov 2014, 13:45

Schönen Sonntag zusammen,
der Charakter des Threats hat sich ja inzwischen deutlich verschoben - vielleicht sollte man dies sortierend auseinanderfriemeln - geht ja schon längst nicht mehr um Reinhards Aufwärm-Gitarre... was hier ausgetauscht wird, kann ja auch für die Planer des LTs wesentlich sein, wobei die Schwierigkeiten nicht geringer geworden sind, alles unter einen Hut zu bringen.
Um mal mein Interesse zu formulieren:
Ich möchte - lieber als Lieder, die ich von betagten oder sogar bejahrten Tonträgern kenne (oder kennen könnte, wenn sie mich brennend interessiert hätten...) - hören, was andere LT-Mitmacher (Liedermacher oder Liederaufspürer) für akustische Kleinodien zu Gehör bringen, und zwar in hörfreundlichem Rahmen. Eine Verstärkeranlage halte ich nicht für zwingend, wenn der Raum die richtige Größe (oder "Kleine") hat, Bühne muss doch auch nicht sein (Eckplatz im Zimmer reicht, damit niemand hinterm Sänger/Sängerin sitzt und Verständnisprobleme hat), rauchfrei wäre schon schön, zuviel Tür auf/Tür zu sicherlich unangenehm für jeden, der gerade singt. Aber man könnte ja zwischen den Liedern rein oder raus - sollte auch für die Interpretationen von Mey-Liedern gelten, oder?
Und wenn sich zwei Räume dieser Art fänden, könnts in einem die "Nach- und Mitsingerunde" gegen, und im anderen ein Konzert mit selten zu hörenden oder sogar noch nie vorher öffentlich vorgesungenen Liedern geben - jeweils immer für diejenigen, die es hören möchten. Und wenn es außerdem noch einen LT-Teilnehmer-Kreis gäbe, dem die Kommunikation untereinander noch wichtiger ist, wird sich auch ein Eckchen auftreiben lassen, wo sich diese Leute, fernab vom Singsang, austauschen könnten. Was geht, das geht - was soll, das könnte - wat mut, mut no lang nech...
Vorkonzert vor den LT-Beginn vorzuschieben, hört sich für mich an wie "abschieben". "Verschlingen" gute Lieder, die nicht von Mey oder anderen namhaften und wertgeschätzten Bühnenkünstlern geschrieben wurden, wertvolle LT-Zeit? Klar, Wiederholungen von Liedern, wenn doch genug Lieder ungesungen blieben, können Bedauern darüber auslösen, dass statt der Wiederholung nicht ein anderes, neues Leder gesungen wurde. Aber wenn eine Zuhörerschaft beim Wiederholungsgesang weitgehend anders zusammengesetzt ist, kann ich auch denjenigen verstehen, der auch diejenigen erreichen möchte, die beim ersten mal gefehlt haben (sei es, weil sie später angereist sind, oder sei es, weil sie zu dem Zeitpunkt des "Erstgesangs" lieber selbst Mey-Lieder singen wollten.
Ich bin Rentner, könnte selbstverständlich auch einen Tag eher anreisen - aber wie viele könnten das, selbst wenn sie Rentner sind oder Urlaub haben? Abgesehen davon kostet das ja auch noch mal Übernachtungsgeld... oder Überwindung, wenn die ungewohnte Matratze nicht den Erwartungen entspräche...
Spontanes Musizieren beim LT ist was Schönes, mit der Freiheit zur Teilnahme als Mitsingende oder sogar Anstimmende... da kann sich doch alles ergeben, wie in Landshut doch auch. Und wenn es die Möglichkeit gäbe, sich mit einer Klampfe - oder mehreren - in eine Ecke zurückzuziehen, um sich eben auch in raschem Wechsel gegenseitig was vorzusingen, etwa wie bei den Sessions im Anschluss an die Konzerte in Landshut, braucht man dafür doch auch keine Bühne...
Aaaaaaber ... wären dann natürlich auch die Möglichkeiten begrenzter, anschließend eine Dokumentation des Erlebten auf DVD zu bekommen. Man kann schließlich nicht alles mitschneiden...
Dir lieber Wolfgang, herzlichen Dank für die Wertschätzung auch meiner Lieder... gerade von Dir freut mich dieses Lob. Mein vielleicht nicht so einfach zu überwindender Abstand zum Meyster (für den Reinhard selbst ja gar nichts kann...) beruht einfach darauf, dass ich in einer Phase vor mehr als 35 Jahren, als ich mit weniger eigenen Liedern als heute, aber mit vielleicht größerem Interesse an positivem Echo, noch stärker bemüht war, als eigenständiger Liedermacher mit eigenen Liedern wahrgenommen zu werden. Da hab ich vielleicht zu häufig von Leuten, die damals das Spektrum der Liedermacherszene nur eingeschränkt überblickt haben, die Rückmeldung erhalten "Oh... du singst ja sowas wie Reinhard Mey..." - so häufig, bis mir schließlich das Lob zweifelhaft klang und ich den Vergleich überhaupt nicht mehr mochte und allergisch darauf reagiert hab...
Vielleicht erklärt diese Erläuterung manches...
selbst wenn auch sie zu lang geraten ist
Herzlich
Gerd
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#37

Beitrag von fille » So 9. Nov 2014, 17:45

Lieber Gesch,
Vorkonzert vor den LT-Beginn vorzuschieben, hört sich für mich an wie "abschieben".

Natürlich hat das LT im 14 Jahre eine Wandlung durchlaufen. Ich war jetzt 10 Jahre dabei.
Das "Vorkonzert" gab es lange nicht. Ursprünglich gab es ja auch nur einen Konzertabend und noch früher dauerte das LT nur von Freitag bis Sonntag.
Ich glaube das erste Vorkonzert war in Trebur 2006. Stimmt das? Und die Vorkonzerte waren immer vor dem Liedertreffen. Also am Mittwoch. Es sind ein paar Profis (Carschti, Stefan Graumann usw.) früher gekommen. Es war ein offizielles Konzert, mit Eintritt, für die Öffentlichkeit. Ob es dann die nächsten Jahre Vorkonzerte gab, weiß ich nicht mehr. In Schlitz gab es eins auch mit Carschti, Stefan Graumann, Chrizz und ... Vielleicht weiß es noch jemand besser. Ich war nicht dabei. Wir sind erst am Donnerstag angereist.
Erst ab Möllenbeck 2012 war es innerhalb des LT's (warum weiß ich nicht mehr) am Samstag. Denn dieses Liedertreffen dauerte von Samstag bis Dienstag. Ich glaube, dass es auch 2013 ein Vorkonzert innrhalb des LT's gab.
Das Vorkonzert könnte also nicht "abgeschoben" werden, sondern es wurde nur die letzten drei Mal reingeschoben.
Liebe Grüße, Marianne
Erstes Vorkonzert in Trebur, ja, aber 2007. Gruß, Petra
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There is a crack in everything
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Petra
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#38

Beitrag von Petra » So 9. Nov 2014, 18:49

Lieber Gesch,

der Charakter des Threats hat sich ja inzwischen deutlich verschoben - vielleicht sollte man dies sortierend auseinanderfriemeln - geht ja schon längst nicht mehr um Reinhards Aufwärm-Gitarre...

würde ich gerne machen, geht aber nicht. Grundsätzlich müsste man beim Schreiben auf das Thema des Threads achten. Es lässt sich aber manchmal nicht vermeiden, dass so ein Thema sich auch mal verselbständigt. Ich finde das nicht so tragisch, aber es könnte halt sein, dass man später (in ein/zwei Jahren oder so) Schwierigkeiten hat, die Diskussion wiederzufinden, weil man sie unter dem Titel einfach nicht vermutet.

Vorkonzert vor den LT-Beginn vorzuschieben, hört sich für mich an wie "abschieben".

Die Vorkonzerte waren eigentlich für die Öffentlichkeit gedacht. Das LT selbst kam ursprünglich mit einem Konzertabend aus, sodass am Freitag, später am Donnerstag UND am Freitag reichlich Zeit war für Geselligkeit (und dann oft doch wieder nicht genug *seufz*). Erfreulicherweise gab es immer genug Aktive und letzen Endes dann so viele, dass das Konzert auf zwei Abende verteilt werden musste. Somit blieb wieder nur ein Abend für die Geselligkeit und der wird nun auch noch 'verschlungen', ja. Außerdem sagt doch die kleine Silbe 'vor' eigentlich alles.

"Verschlingen" gute Lieder, die nicht von Mey oder anderen namhaften und wertgeschätzten Bühnenkünstlern geschrieben wurden, wertvolle LT-Zeit?

Unglaublich, nicht wahr? ;-) Aber es ist so. Wobei ich mich zu Unrecht auf die Mey-Schiene gedrängt fühle. Von wem die Lieder sind, spielt für mich in diesem Zusammenhang überhaupt keine Rolle. Mein Mann, der mir den Spitznamen Oma-Groupie verpasst hat (lange bevor ich Oma war), könnte ein Lied davon singen, was ich alles auf mich nehme, um ein Konzert zu erleben, das ich mir in den Kopf gesetzt habe. In aller Regel geht es dabei mitnichten um Mey oder andere namhafte Künstler, sondern meistens um eher 'Unnamhafte'. Aber in dem Wort Liedertreffen steckt auch das Wort 'Treffen'. Wir treffen alte Freunde, zu denen wir teilweise im Rest des Jahres gar nicht den persönlichen Kontakt halten können, und wir lernen neue kennen. Die Konzerte sind mir lieb und teuer, aber bei drei Konzerten an drei Abenden entsteht einfach ein Ungleichgewicht. Als Aktiver musst Du wahrscheinlich eine andere Sichtweise haben, das gestehe ich Dir auch gerne zu.

Klar, Wiederholungen von Liedern, wenn doch genug Lieder ungesungen blieben, können Bedauern darüber auslösen, dass statt der Wiederholung nicht ein anderes, neues Leder gesungen wurde. Aber wenn eine Zuhörerschaft beim Wiederholungsgesang weitgehend anders zusammengesetzt ist, kann ich auch denjenigen verstehen, der auch diejenigen erreichen möchte, die beim ersten mal gefehlt haben.

Naja, man fühlt sich schon etwas veräppelt. Ich höre ja gerne Konzerte und ich will niemanden vor leeren Reihen stehen lassen, aber zukünftig werde ich mich darum bemühen, für mich ein Gleichgewicht herzustellen.

Aaaaaaber ... wären dann natürlich auch die Möglichkeiten begrenzter, anschließend eine Dokumentation des Erlebten auf DVD zu bekommen. Man kann schließlich nicht alles mitschneiden...

Ja, klar, aber vielleicht spielt der eine oder andere Nicht-Profi auch befreiter, wenn er nicht ständig fürchten muss, dass alles für die Ewigkeit festgehalten wird?
Viele Grüße von Petra
Dieser Beitrag enthält 553 Wörter


Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

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#39

Beitrag von Ikarus » Mo 10. Nov 2014, 14:04

Es gibt ja (incl. "Mischformen" ;-) ) zwei "Sorten" von Aktiven bei unseren LTs: die, die covern, und die "richtigen" Liedermacher, mit eigenen Liedern. Bei den ersten LTs wurden praktisch nur Lieder nachgesungen; wenn ich mich recht erinnere, kamen erstmals in Zell Liedermacher dazu (momentan fällt mir nur Ralph Schüller ein). [Es waren auch noch Stephan Graumann und cARSCHti. Gruß, Petra - Autsch, jetzt habe ich doch glatt Michael Günther vergessen.]
Obwohl ich null komma nix Talent habe, eigene Lieder zu schreiben, kann ich mich gut in die Bedürfnislage derer, die das können und tun, hineinversetzen: man möchte diese Lieder (es sind ja Kinder, geistige Kinder, die einem lieb und wichtig sind) dem Publikum vorstellen,
und daß da der kleine Zeitrahmen bei unseren zwei Konzertabenden nicht ausreicht, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, ist vollkommen klar. Und ich glaube, das war der Hauptgrund, daß wir "Vorkonzerte" geschaffen haben (wobei das nur ein Begriff ist, um eine Unterscheidung von den "normalen Konzerten" zu haben; es hat ja auch "Vorkonzerte" mittendrin, also vormittags gegeben, insofern wäre das Wort "Sonderkonzert" vielleicht angebrachter?). Meine Meinung dazu ist, daß wir diese Sonderkonzerte unbedingt beibehalten sollten - wieviele wunderbare haben wir schon genießen dürfen!
Nun gibt es aber auch noch zwei sich widersprechende, aber in der Realität gleichzeitig vorhandene Bedürfnisse des Musik"konsumenten": Der Wunsch nach Neuem, Überraschendem, neu zu Entdeckendem sowie der Wunsch nach dem Vertrautem, Bekannten, das dadurch schon beim Hören "mitklingt" und das man, sei es innerlich oder nach außen, mitsingt. Keinem dieser beiden Wünsche kann man die Existenzberechtigung absprechen, und bei dem einen ist ersteres ausgeprägter, beim nächsten das zweite...!
Und dann ist da noch der erwähnte Wunsch nach geselliger Runde - auch berechtigt!
Wie das alles unter einen Hut bringen?
Nun, wir haben natürlich die Wahl zu entscheiden: höre ich mir das Sonderkonzert an, oder sitze ich in der Zeit lieber mit Freunden im Gespräch zusammen...?
Ganz ehrlich, wie ich es empfinde (und damit vielleicht den Finger in eine Wunde lege?): eine Mehrheit möchte lieber zweiteres, hat sich aber "pflichtbewußt" (denn es heißt ja immerhin noch LIEDERtreffen und nicht "Schnack"treffen) ins Konzert gesetzt, damit der Akteur nicht vor halbleeren Rängen spielt.
Ich kann und will damit niemanden kritisieren, denn es handelt sich m.E. um ganz natürliche Bedürfnisse - dadurch, daß soviele gute Freundschaften entstanden sind, nimmt natürlich der Wunsch nach Austausch und gegenseitigem Erzählen einen immer größeren Raum ein. Und ein "Dilemma" des LT-Konzepts ist nun mal, aus der Sicht des Liedermachers, der seine Lieder zu Gehör bringen möchte, daß ja keine Außenwerbung stattfindet, die zusätzliches, explizit an Liedermacherei interessiertes Publikum "heranschafft".
Meine Schlussfolgerung: jemand, der mit eigenen Liedern zum LT kommt, wird wohl gewisse Abstriche machen müssen im Vergleich zu der "normalen" Art, Konzerte zu geben. Lieber Gerd, auf Dich bezogen heißt das, daß ich mir sehr wünsche, daß der "Freundschafts- und Geselligkeitsanteil" für Dich vielleicht auch schon so eine Bedeutung bekommen hat, daß Du jene Abstriche verschmerzen magst... (Hauptsache, Du bleibst dabei...!)! :lied:
Uff - wieder ein "Roman"... :flücht:
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Barde
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#40

Beitrag von Barde » Mo 10. Nov 2014, 14:40

Hallo zusammen,
Ich halte es für schwierig, in allen den hier aufgeworfenen Fragen einen guten Konsens zu finden. Unstrittig scheint es wohl zu sein, viele Mitglieder wollen wieder zusammen singen und schätzen die mehr oder minder kleinen Gruppen, die sich spontan bilden. Heike und Heinz wollten dies das letzte Mal wieder etwas mehr forcieren und hatten die Idee dies zu fördern, indem eine Liedersammlung zusammengestellt wird und unter das LT-Volk, gebracht wird. Nachdem Heike - wie immer mit sehr viel Liebe und Arbeit - das Liederbuch fertiggestellte, hat sie mich gebeten, den Singkreis mit der Gitarre zu unterstützen. Anscheinend so erfolgreich, dass Helmuts Gesprächspartner sich alle singend verabschiedeten :-) , Sorry Helmut, war nicht meine/unsere Absicht :-) Ich, für meinen Teil, würde aber Abstand nehmen, eine solche Aktion nochmals zu begleiten. Es ist halt immer ein Unterschied, ob sich so etwas spontan ergibt oder geplant stattfindet.
Was die Frage der Vorkonzerte angeht, tendiere ich auch eher dazu, diese "vor" (im Sinne des Wortes) dem LT stattfinden zu lassen, so wie ich es auch in Schlitz organisierte hatte. Da war dies fein säuberlich getrennt und sorgte damit für (fast) keinerlei Missstimmung (die Ausnahme wird unten erläutert). Dass ich in Möllenbeck aber selbst während des LTs einen längeren Solo-Auftritt beim öffentlichen "Als-Vorkonzert-deklariert-aber-doch-in-der-der-LT-Zeit-stattfindend" hatte (was für eine Wortschöpfung :-D ) würde ich jetzt im Nachhinein für mich auch nicht mehr wiederholen wollen. Möllenbeck war für mich auch noch eher eine Art Ausnahme, da Sven ja explizit, den besonderen Umständen geschuldet, für die Behinderteneinrichtung und die Öffentlichkeit ein eigenes Konzert organisieren wollte. Für mich eine Gelegenheit, den Mut aufzubringen, meine eigenen Lieder in einem längeren Programm vorzustellen, was für mich weitaus schwieriger ist, als mein übliches Historienprogramm aufzuführen. Dies ist an sich das Einzige, was mich wirklich dazu bewegen würde, nochmals solo längere LT-Zeit in Anspruch zu nehmen. Es stellt eben eine gute Lampenfieberübung dar. Doch hier bin ich persönlich gerne bereit zurückzutreten. Ich finde auch andere Gelegenheiten, um dies zu üben. Und wenn ich mal eine CD hätte ;-) würde mir diese auch ohne Vorkonzert aus den Händen gerissen werden :-D:-D:-D
Dies alles hatte ich anderen schon vor längerer Zeit erläutert und dann kam aber z.B das Argument von Nicky, dass sie sich extrem auf diese Vorkonzerte freut und diese einfach "mitnehmen" will. Sie hat eh Schwierigkeiten, so viel Tage frei zu bekommen und ein Vorkonzert im Sinne des Wortes bedeutet eben noch einen zusätzlichen Urlaubstag, den sie sich erkämpfen muss und nicht immer bekommt. Wir merken also, nicht immer kann eine Lösung gefunden werden, die allen Teilnehmern gerecht wird.
Es ist mir auch wichtig zu erwähnen, dass es in meinem Fall keine Missachtung der Anderen darstellt, wenn ich die Solo-Auftritte eher selten besuche. Ich brauche oft etwas Zeit in den Trubel hineinzukommen, ohne von den vielen Eindrücken überschwemmt zu werden. Infolge der zunehmenden Teilnehmerzahl wird es mir manchmal auch ein bisschen zuviel mit der Begegnung. Ab und an muss ich mich dann sortieren. Und letztes Jahr war ich eh ein bisschen durch den Wind, da die Geschichte mit Klausi auch verdaut werden musste.
Für mich stellt sich die Frage, wieviel Toleranz wir aufbringen können oder wollen, wenn es um bestimmte Fragestellungen geht. Da tauchte in den letzten Monaten öfters mal eine gereiztere Grundstimmung auf, wenn über bestimmte Fragen diskutiert wird: Benutzen wir eine Anlage? Wer darf wann und wie lange beim Hauptkonzert auftreten? Wie gehen wir mit den Wunsch nach Vorkonzerten um? Wie viel Reinhard-Mey-Lieder sollen, dürfen oder müssen gespielt werden? ...
Ich hatte bei den meisten LTs das Gefühl, dass genügend Räumlichkeiten vorhanden sind, um jeden seinen sprichwörtlichen Raum zu geben. In Goslar war es eine Ausnahme, da dies leider alles in einem Saal geballt aufeinandergeprallt ist. Die räumlichen Gegegebenheiten waren eben nun mal so, dies stellt aber keine Kritik dar. Vielleicht sollten wir so wenig Regeln wie möglich erstellen, sondern die geäußerten Wünsche mal auf uns wirken lassen und die Räumlichkeiten auf verschiedenste Art und Weise nutzen. Im schlimmsten Falle wird es eben mehr oder minder kleine Gruppen geben, die eben nach ihrem Gusto verfahren. Aber die Diskussion mag helfen, einer "Zersplitterung" doch etwas entgegenzuwirken. Die Atmosphäre vergangener Treffen lässt sich eh nicht konservieren oder reaktivieren. Alles entwickelt und verändert sich - auch die Liedertreffen. Panta rhei.
Liebe Grüße
Barde
Dieser Beitrag enthält 775 Wörter


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