Technische Probleme mit den Einloggen über das Usermenü.

Was ist geschehen?

Für die Forensoftware wurde ein neues Update eingespielt. Dabei wurden von den Entwicklern einige Funktionen geändert, die für mehr Sicherheit beim Umgang mit Login Daten sorgen sollen. Dafür müssen aber einige Teile der Webseite umprogrammiert werden, die von Modulen verwendet werden, die auf die Änderungen am Hauptprogramm noch nicht eingestellt wurden. Dies betrifft leider auch das Login Eingabefeld in Usermenü, wenn Du ausgeloggt bist.

Muss ich jetzt ein neues Passwort anfordern, um mich einloggen zu können?

Nein, es ist nur momentan nicht möglich, sich über das Usermenü einzuloggen.

Wie kann ich mich denn auf dem Forum Einloggen?

Bitte klicke links oben über der Eingabemaske auf das Wort "Anmeldung" und gibt Deine Login Daten in den entsprechenden Feldern ein.

War der Schutz meiner persönlichen Daten zu jeder Zeit gegeben?

Das Update hatte keine Auswirkung auf irgendwelche Daten. Es wurde lediglich ein Programmteil geändert, welches sicherstellen soll, dass sich niemand mit den Daten eines anderen Users (z.B. eines Admins oder Moderators) Einloggen kann, obwohl er dafür nicht die Zugangsberechtigung hat.

Was muss ich jetzt noch tun / beachten?

Du kannst mir etwas Zeit geben, damit ich eine Lösung für dieses Problem finde. Ich habe mich bereits an die Entwickler gewandt und hoffe, sie können mir schnell helfen.

Ich habe dazu noch Fragen.

Bitte melde Dich in diesem Fall direkt über das Kontaktformular bei mir.

08.05.2019, migoe | www.liedermacher-forum.de

Reinhard Mey und Bob Dylan

Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella, die er am 14. Oktober 1977 heiratete und mit der er drei Kinder hat.
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Holgi
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#1

Beitrag von Holgi » So 20. Jul 2008, 12:53

Im Text seines Liedes "Das Narrenschiff" schreibt er:
"Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
Mutiert zu einem servilen, gift‘gen Gnom
Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom
Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!"
Wie interpretiert ihr diesen Satz? Hat er recht, mit seiner Kritik?
Dieser Beitrag enthält 57 Wörter



Carsten K
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#2

Beitrag von Carsten K » So 20. Jul 2008, 21:24

Bob Dylan mutiert (laut Reinhard Mey) zu einem "servilen gift'gen Gnom"? Und singt lammfromm vor dem "schlimmen alten Mann in Rom" (damit ist ja wohl der derzeitige Papst gemeint, oder sein Vorgänger?...)?
Mir fällt dazu ein, dass Bob Dylan Ende der 80er einen Auftritt in der DDR hatte, dass viele DDR-BürgerInnen verdammt viel dafür getan hatten, um an eine Karte für dieses Konzert zu kommen, und dass die meisten sehr enttäuscht von Bob Dylan gewesen sein sollen, weil er nur sein Kurzprogramm abgesult haben soll, ohne dabei in irgendeiner Weise auf sein Publikum eingegangen zu sein...
Reinhard Mey kritisiert Bob Dylan... Warum nicht?... Mach ich ja auch... Reinhard Mey kritisiert einen Papst... Auch das ist okay, oder?...
Wo ist das Problem?
Dieser Beitrag enthält 129 Wörter


"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)

Holgi
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#3

Beitrag von Holgi » So 20. Jul 2008, 21:51

Ich habe kein Problem damit, sondern wollte nur ein paar Meinungen darüber lesen.
Die Geschichte über Dylan in der DDR wusste ich noch gar nicht. Sehr interessant.
Dieser Beitrag enthält 28 Wörter



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Bastian
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#4

Beitrag von Bastian » So 20. Jul 2008, 21:57

Dylan soll 1 Million Dollar für den Auftritt bei Johannes Paul gekriegt haben.
Ist doch okay. Große Familie, viele Kinder ;-)
Bastian
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Reino
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#5

Beitrag von Reino » Mo 21. Jul 2008, 01:55

Da hat sich die Konvertierung zum Christentum ja schon gelohnt. Für Heine hat sich das wohl nicht so ausgezahlt ...
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Skywise
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#6

Beitrag von Skywise » Mo 21. Jul 2008, 10:43


Holgi schrieb:
Wie interpretiert ihr diesen Satz? Hat er recht, mit seiner Kritik?
Wie man's nimmt.
Oder vielmehr - wie man Bob Dylan nimmt.
Bob Dylan hat sich niemals leicht vor den Karren spannen lassen, und hat im Laufe seiner Karriere mehrmals so ziemlich alle Fans vor den Kopf gestoßen, indem er sich musikalisch oder stilistisch veränderte, widersprüchliche Auffassungen in seinen Liedern vertrat etc. Von daher paßt das Wörtchen "servil" eigentlich nicht so richtig.
Natürlich kann man es ihm zum Vorwurf machen, daß er vor dem Papst gespielt hat. Für die Fans der ersten oder zweiten Stunde muß das ein regelrechter Schock gewesen sein. Andererseits hat Dylan ja auch eine Phase gehabt, in der er sich [d]überflüssig[/d] deutlich zum Christentum bekannt hat (ja, ich weiß, die Konvertiten sind die schlimmsten), und die auch vielen Dylan-Hörern sauer aufgestoßen ist. Aus der Sicht dieses Dylans war ein Konzert vor dem Papst bestimmt so etwas wie ein gut bezahlter Ritterschlag, auch wenn er sich seinerzeit bevorzugt zur Religion und nicht zur Institution Kirche geäußert hat (jedenfalls soweit ich das aus meinem Gedächtnis zusammenkriege).
Wie dem auch sei - ich glaube nicht, daß sich dieses Schauspiel unter uns (wir sind ja Papst) noch einmal wiederholt, denn Gerüchten zufolge soll Papa Ratzi von der Vorstellung, daß Bob Dylan vor dem Papst singt, gar nicht so begeistert gewesen sein. Nun, da er selbst mitentscheiden kann, dürfte sich das Thema unter Benedikt XVI erst mal erledigt haben.
Gruß
Skywise
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#7

Beitrag von fille » Mo 21. Jul 2008, 12:54

Hi Sky!
Vielleicht hört Papa Ratzi lieber den Abtprimus der Benediktiner, Notker Wolf, mit "Highway to Hell".
Schließlich ist der selbst ein Bayer.
Liebe Grüße, Marianne
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Paula
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#8

Beitrag von Paula » Mo 21. Jul 2008, 13:13

@Skywise
Weil sich Dylan nicht so leicht vor einen Karren spannen ließ, liegt die Vermutung nahe, dass er zu etwas Kriecherischem mutiert sein muss, als er dem alten Papa in Rom die Ehre gab. Wie ich hörte, war es kein Benefizkonzert.
Paula
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Skywise
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#9

Beitrag von Skywise » Mo 21. Jul 2008, 14:46


fille schrieb:
Vielleicht hört Papa Ratzi lieber den Abtprimus der Benediktiner, Notker Wolf, mit "Highway to Hell".
Schließlich ist der selbst ein Bayer.
Oder die "Groben Popen" *headbang*
Ironischerweise wirbt indirekt das Stift Heiligenkreuz (die Zisterzienischen Mönche ... nein, das sind nicht die Zisters Of Mercy) mit dem Papst für seine CD "Chant - Music For Paradise", das bereits in UK in die Charts eingestiegen ist. Stichwort: der Papst liebt den Gregorianischen Gesang. Und da Kardinal Ratzinger ebenfalls schon bewiesen hat, daß er in Sachen Mozart kein grüner Frischling ist, behaupte ich mal, daß auch der gegenwärtige Papst eher ein Faible für die klassische Musik hat :-D
@Paula:
Ein Benefizkonzert war das ganz bestimmt nicht, nein. Aber ehrlich gesagt bin ich mir noch nicht mal sicher, was das überhaupt war - ich bin mir über die Beweggründe von Bob Dylan nicht so ganz im klaren ... allein wegen des Schotters wird er doch nicht aufgetreten sein - Dylans Kontostand schätze ich mal als "ausgesprochen gesund" ein; dank vergangener Großtaten, die immer noch - wenn auch nicht immer in eigenen Versionen - rauf und runter gedudelt werden, dürfte er sich (auch schon 1997) bis zu seinem Lebensende keine ernsthaften finanziellen Sorgen machen müssen.
Um mal den Spekulatius hervorzuholen: ich tendiere zu zwei Möglichkeiten, die - abseits von der sagenhaften Geldvermehrung und Servilität - Bob Dylan zu diesem Auftritt bewegt haben könnten:
1) Publicity. Nur wenige Wochen nach seinem Auftritt erschien sein Album "Time Out Of Mind". Das erste Album mit neuem Material seit 1993. Muß man natürlich Werbung für machen. Was eignet sich besser dazu als ein Großereignis, von dem man genau weiß, daß es viel Gesprächsstoff bieten wird?
Wenn das der ausschlaggebende Grund wäre, dann läge Reinhard Mey exakt falsch, denn in diesem Fall wäre nicht Bob Dylan der Servile gewesen, sondern er hätte im Gegenteil den Papst instrumentalisiert.
2) Religion. Anfang 1997 stand es um Bob Dylans Gesundheit nicht gerade zum Besten (Herzbeutelentzündung). Er selbst spricht davon, daß er schon glaubte, demnächst Elvis gegenüberzustehen. Es könnte sein, daß ihn diese Situation erneut in seinem Glauben bestärkt hat und er deshalb einwilligte, als der "Chef des Christentums" bei ihm anfragte.
Ein kleiner Unterpunkt: 1992 kam es zu einem Eklat in den USA, als die Sängerin Sinéad O'Connor in der Sendung "Saturday Night Live" vor laufender Kamera ein Bild des Papstes ("Fight your real enemies!") zerriss, während sie a cappella das Stück "War" von Bob Marley sang. Nur wenige Tage später stand sie beim Bob Dylan-Tribute-Konzert im Madison-Square-Garden auf der Bühne und wurde vom ach! so christlichen Publikum von der Bühne runtergebuht. Viele Pressefritzen warfen den Veranstaltern (und natürlich auch Dylan persönlich ... man unterscheidet ja so ungern ...) vor, man hätte diese Reaktion voraussehen und O'Connor an diesem Abend direkt ausladen müssen. Mag sein, daß Dylan selbst noch einmal zeigen wollte, daß er nicht mit dem konform geht, was damals auf jener Bühne geschah.
Wie gesagt - reine Spekulation, kein Anspruch auf Richtigkeit - nur ein paar Überlegungen, wie man die damalige Situation *noch* hätte deuten können.
Gruß
Skywise
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#10

Beitrag von Guest » Mi 23. Jul 2008, 13:13

ich denke die Frage ist auch was man von Bob Dylan erwartet. Er selbst sagt ja immer wieder, man solle von ihm nichts erwarten und auch dieser ganze "Protest Kram" würde für ihn heute nur noch wenig sinn machen.
Man kann es wohl so sehen wie es Reinhard sieht, ich sehe es jedenfalls ein wenig anders. Dylan hat immer noch Biss, allerdings anders und subtiler als früher (zB Workingman Blues auf seiner neuen Platte). Als großer Mey und Dylan Fan muss ich sagen, das mir beides gut gefällt (klar, ne? :-) ).
Und sind wir mal ehrlich. Wenn jemand vom Papst eingeladen wird um vor ihm zu spielen... wer sagt wirklich ab? Ich würde es nicht tun, auch wenn ich nicht wirklich mit der katholischen Kirche konform gehe. Es ist und bleibt dennoch eine Ehre.
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JuergenF
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Reinhard Mey und Bob Dylan

#11

Beitrag von JuergenF » Mi 23. Jul 2008, 17:55

Es ist und bleibt dennoch eine Ehre. Meine Finger wollen hier ganz dringend ein großes NEIN tippen :)
Aber man müßte vielleicht doch mal selbst in einer solchen Entscheidungssituation gewesen sein ...
Jürgen (Danke, Sky, wieder mal vorbildliche Info-Arbeit :-) )
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Wo ich hin will :-)
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15.3.13
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