Reinhard Mey Liederbewertung TEIL II

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 20.06.2019 | Foto für Banner und Forum: Sven-Sebastian Sajak Deutsche Wikipedia
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Oberfranke
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Reinhard Mey Liederbewertung TEIL II

#1

Beitrag von Oberfranke » Mo 11. Aug 2003, 11:20

Holldrio und Hoppsassa!
Neue Woche neues Glück, vielen Dank zunächst einmal für die Resonanz und die interessanten Ergebnisse.
@ Maren: Ja die Lieder sind einfach willkürlich gewählt, aber aus verschiedenen jahrgängen und Platten, ums möglich "bunt" zu machen.
Nachdem ja der Liederfundus ziemlich groß ist, legen wir heute mal 10 Liecer aufs Parkett :-D
a. Das Meer (Balladen)
b. Atze Lehmann (Ikarus)
c. Bei Ilse und Willi aufm Land (Jahreszeiten)
d. Die Zeit des Gauklers ist vorbei(Wie vor Jahr und Tag)
e. Das Etikett( Alles geht!)
f. Hilf mir(Die Zwölfte)
g. Ich wollte wie Orpheus singen (gleichnamig)
h. Dr. Berenthal (Einhandsegler)
i. Zeugnistag (Keine ruhige Minute)
j. Nein, ich lass Dich nicht allein (Leuchtfeuer)
So, ich hoffe, die Mischung passt hier mein Votum:
a) Glatte 1! Das Lied spricht mir aus der Seele und für mich als alten Nordseefreak eines meiner Lieblicngslieder Meys. Sowohl in der Studio, als auch in der Livefassung.
b)Ein Lied, das ich seltsamerweise immer im Herbst im Auto auf dem Weg zur Arbeit höre. Geht mir oft so, dass ich ein Lied erstmals zu einer bestimmten Zeit höre und das automatisch immer wieder zur selben Jahreszeit in meinen CD-Player wandert. Für mich ein wichtiges Lied. Es trifft mich und zeigt einem, wie schnell es manchmal gehen kann... Note 1
c)Irgendwie habe ich heute unterschwellig meine Ohrwürmer rausgesucht. Für mich steht der Refrain für das Nonplusuktra in Sachen Gemütlichkeit. Passende Musik, zum mitschnippen. Einfach schön....Sorry, schon wieder ne 1.
d) Ein Klassiker, schön, es mal auf der letzten Tour live gehört zu haben, aber für mich kein Dauerbrenner... Note 3
e)Einmal gehört, und fertig... auch hier drücke ich bei der CD mittlerweile auf "forward", vor allem bei den Live CD`s - ich h a s s e das Mutantenstadl-Geklatsche!...Kreativer Text, Durschnitt Note 3.
f)In meiner heutigen Liste mein Total Flop....Lückenfüller, nichtssagendes Liedchen: 5
g) Mey´s erstes Werk...mir zu schnulzig, allerweltsmelodie Note 4.
h) Schön, meine (zukünftige) Frau und ich bleiben bei diesem Lied immer hängen und singen mit. Dauerschmunzler mit realistischem Ende, gute Mischung gute Musik, gute Note:2
i)Siehe h) Musikalisch etwas schwächer, nette Geschichte Note 3
j) Auch für mich ein Lied für den Herbst, eine mich treffende Thematik, passende Melodie...JA! Mehr davon! Glatte 1.
So, ich hoffe Ihr behaltet den Spaß an der Sache.
Auf viele unterschiedliche Meinungen ;-)
Schönen Tag!
Stefan
- Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder sagen würde "Wo kämen wir denn da hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin wir kämen, wenn wir gingen...?! -
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Marc
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Reinhard Mey Liederbewertung TEIL II

#2

Beitrag von Marc » Mo 11. Aug 2003, 15:19

Hallo zusammen!
So, dann melde ich mich auch mal wieder zurück ins wilde Forumleben ;-)! Eine wirklich nette Sommeridee, auch wenn ich zehn Lieder auf ein mal für viel zu überladen für eine uferlose Diskussionen halte (mensch, wie lange wurde über ein einziges Lied, "Der kleine Wiesel", diskutiert)! Bei so vielen Liedern auf ein mal kann man nur ankratzen.
Da ich mir als Berufszweig den recht sicheren Job des Schülers ausgesucht habe, fällt es mir natürlich auch schwer, die von mir gehassten Noten zu vergeben. Deswegen versuche ich mich lieber wie in der ersten Klasse mit „Bewertungen", die sicher mehr aussagen können, als eine bloße nackte Zahl... vielleicht sollte das Schulsystem da auch mal drüber nachdenken, aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema :-)! Ihr werdet merken, dass ich bei meinen Bewertungen oft zwischen deutsch-französisch und Album- und Live-Version unterscheiden muss.
a. „Das Meer“ hebt sich musikalisch für mich als einziges Lied positiv von den anderen des Albums „Balladen“ ab. Ich mag die Melodie dieses Liedes sehr, aber um mich richtig zu packen, fehlt es mir wiederum am Text. Für mich hat Reinhard Mey das Meer in anderen Liedern weitaus schöner beschrieben, wie zum Beispiel im „Einhandsegler“. Vielleicht denke ich doch eher an eine andere Melodie, wenn ich mir das Meer vor Augen halte...
b. Zu „Atze Lehmann“ kann ich weniger schreiben als zu „Dede Slovinski“, dem französischen Atze Lehmann. Da sich die französischen Lieder in ihrer Instrumentalisierung oft unterscheiden zu den deutschen (ich weiß nicht, wie es bei diesem Lied ist), kann ich zu „Dede Slovinski“ lediglich sagen, dass mir das Geflöte nicht gefällt ;-)! Zum Text –Joah, eben ein Appell an Nächstenliebe, denke ich.
c. „Bei Ilse und Willy auf’m Land“ mag ich lediglich den Refrain, mit dem Rest kann ich nicht viel anfangen. Ich finde auch bei diesem Lied merkt man, dass französisch manchmal die schönere Sprache für Musik sein kann („Chez Jeannette et Martin“)
d. „Die Zeit des Gauklers ist vorbei“ ist ein Lied welches mir immer wieder sehr nahe geht und welches viele schön gezeichnete Bilder hat. Es gefällt mir besonders in der Live-Version sehr gut und krame deswegen immer mal wieder „Die große Tournee `86“ hervor. Ich finde man kann sich in das Lied verlieben wenn man es bloß liest -Man muss es nicht ein mal hören. Ein Jammer, dass es auf der „Klaar Kiming“ fehlt...
e. „Das Etikett“ gefällt mir musikalisch als Studio-Version weniger, aber als Live-Version mag ich es schon eher. Den Text finde ich ganz lustig (auch wenn es lustigere von Mey gibt...), aber irgendwie passt Melodie und Text für meinen Geschmack nicht zusammen. Die Melodie soll für meinen Musikgeschmack immer den Text auffassen, das klappt hier nicht ganz. Ich finde, es gibt schönere „Sprechgesang“-Lieder von Mey. Und ich frage mich bis heute: Wer ist Dr. Prillwitz ;-)?
f. „Hilf mir“ hat doch einen Refrain, der etwas ganz eigenes, besonderes hat, was meint ihr? Von der Melodie und dem Rhythmus her mag ich das Lied ganz gern. Ein Lied, dass ich gern dann höre, wenn anderer Trost Not am Mann ist. Textlich fehlt es mir an den schönen Bildern... kein Lied für jeden Tag.
g. „Ich wollte wie Orpheus singen“ ist bestimmt kein Liebeslied, das ich mir anhöre, wenn ich verliebt bin ;-)! Als Studio-Version klingt es in meinen Ohren heute etwas altbacken, aber als Live-Version hat es für mich bei „Mey - Wader – Wecker“ seinen Reiz nicht verloren. Mit dem Text kann ich offen gestanden nicht viel anfangen. Wenn Klaus Hofmann das Lied singt, ist das für meine Ohre so, wie wenn dieser Kuhn „Über den Wolken“ singt (Ich ducke mich vor bösen Blicken ;-)!)
h. Als ich „Dr. Berenthal kommt“ das erste Mal gehört habe ging mir durch den Kopf, dass das Lied eine gelungene Titelmelodie einer ARD-Vorabendserie wäre ;-). „Dr. Berenthal“ ist eine schöne Geschichte aus Kindertagen, die so oder so ähnlich wohl jeder von uns mit sich trägt. Die letzte Strophe gefällt mir gut, aber trotzdem gehört dieses Lied nicht zu den Liedern, die ich mir öfters anhöre. Schon gar nicht zu meinen Lieblingen des „Einhandsegler“-Albums.
i. Zu „Zeugnistag“ kann ich mich kurz fassen –Eines meiner absoluten Lieblingslieder mit einer Ohrwurm-Melodie und einem Schluss den ich dreifach unterstreichen könnte. Einzig die Zeilen „Die Schlauen diskutier’n, die Besserwisser streiten sich, Ich weiß es nicht, es ist mir auch egal“ finde ich überflüssig –Wenn schon keine Moral, dann auch keine halbe Strophe dazu ;-).
j. „Nein, ich lass Dich nicht allein“ –Hihi, ein Lied, das ich gerade in letzter Zeit immer wieder gern höre, besonders gern im Live-Album „Lampenfieber“ mit Manni Leuchter zusammen. Das Lied geht für mich in die Richtung „Viertel vor Sieben“, auch wenn es an das natürlich nicht herankommt. Ich frage mich bei „Nein, ich lass Dich nicht allein“ allerdings immer wieder, an wen das Lied sich richtet. An einen Freund? Frau? Kinder? Die letzte Strophe des Liedes finde ich gnadenlos wunderschön -wenn schon Note, dann 1+!
Viele Grüße von Marc, der ganz nebenbei mal einen Link einwirft: "Unsere Besten" - ZDF - Reinhard Mey
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Mickey
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Reinhard Mey Liederbewertung TEIL II

#3

Beitrag von Mickey » Mo 11. Aug 2003, 18:24

Lieber Stefan,
hier meine Kommentare (ohne dass ich die Deinigen gelesen hätte):
a. Das Meer (Balladen)
b. Atze Lehmann (Ikarus)
c. Bei Ilse und Willi aufm Land (Jahreszeiten)
d. Die Zeit des Gauklers ist vorbei(Wie vor Jahr und Tag)
e. Das Etikett( Alles geht!)
f. Hilf mir(Die Zwölfte)
g. Ich wollte wie Orpheus singen (gleichnamig)
h. Dr. Berenthal (Einhandsegler)
i. Zeugnistag (Keine ruhige Minute)
j. Nein, ich lass Dich nicht allein (Leuchtfeuer)

a. Geht so, da inhaltlich zu "typisch" umgesetzt; würde ich nie überspringen, aber wohl auch kaum "repeaten" - 3.
b. Sehr schön! Schöner Text, tolle Begleitung (Gitarren und Schlagzeug) - 2 (oder 1?).
c. Bittebitte nicht. Für mich eine grosse Peinlichkeit, nicht zuletzt auch wegen des Arrangements - 5.
d. Einfach gut - 2.
e. In der Studioversion miserabel arrangiert (ein Wunder, dass Mey bei Manni Leuchter blieb), live aber immer toll gebracht; wenn ich letztere Versionen bewerten darf: 2.
f. Eigentlich schön (mit eindrücklichen Bildern), aber irgendwie doch zu "schematisch" umgesetzt; reisst mich deshalb nicht vom Stuhl - 3.
g. Mit diesem Lied konnte ich noch nie etwas anfangen, und das nicht etwas, weil es - das erste Lied von Mey - bereits den ersten grammatikalischen Fehler enthielt ("schwieg der Wind und das Meer"), sondern weil es einfach... naja. Wegen des Kontrastes zwischen Götterwelt und Pfandleihhauses immerhin noch eine 3.
h. Von Mey ganz typisch umgesetzt: "ich brauche noch etwas Sentimentales" (analog zu "Etienne"), aber wunderschön 2.
i. Immer wieder schön; hat mich auch letztes Jahr wieder beeindruckt - 2 (oder 1?).
j. Kein Zweifel - 1.
Liebe Grüsse,
Reto
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JuergenF
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Reinhard Mey Liederbewertung TEIL II

#4

Beitrag von JuergenF » Mo 11. Aug 2003, 21:40

Bin wohl doch ein oller Kritikaster, und kann bei sowas meine Klappe nicht halten. Dabei habt ihr noch Glück, daß mir der PC "schleichend" abgestürzt ist, ich merkte es zwar noch, konnte aber nichts mehr kopieren. Daher jetzt kürzer nochmal:
a. Das Meer (4) Sicher kein großes Werk, schließe mich Reto an. Voller abgedroschener Wendungen mit ebenso abgegriffenen grünen Protestsong-Elementen. Melodie zwar angenehm, aber auch nicht gerade kreativ.
b. Atze Lehmann (2). Das paßt.
c. Bei Ilse und Willi aufm Land (3). Mey ist fast der einzige, der sich traut heile Welt ohne Wenn und Aber darzustellen ;-). Dafür möchte ich ihn fast loben. (Als Kontrast kann man mal "Rondo Pastorale" von Degenhardt nachlesen: http://www.franz-josef-degenhardt.de/disco/titel/lieder/rondopastorale.html) Aber bei der Melodie hat er wieder Kreativität eingespart, und das Arrangement, naja.
d. Die Zeit des Gauklers ist vorbei (1). Eines meiner zeitlosen Lieblingslieder.
e. Das Etikett (4). Mey war offenbar sehr genervt von "seinem" Etikett. Aber nicht alles was ihn bewegt, bewegt auch seine Zuhörer...
f. Hilf mir(-) Kenn ich nicht, verpasse ich was?
g. Ich wollte wie Orpheus singen (1). Ein weiteres meiner zeitlosen Lieblingslieder. :-)
h. Dr. Berenthal (1). Das ist perfekt, anschauliche und bewegende Schilderung eines Typs Arzt aus verklungenen Zeiten...
i. Zeugnistag (2) Fällt mir kein Kommentar zu ein, aber es gefällt.
j. Nein, ich lass Dich nicht allein (-). Kenn ich auch nicht, offenbar hab ich in diesem Fall wirklich was versäumt, wenn ich die anderen Kommentare so lese.
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Wo ich hin will :-)
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21.2.13 Uta Köbernick in Bietigheim Bissingen, Rommelsmühle
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Diana
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#5

Beitrag von Diana » Di 12. Aug 2003, 20:28

Hallo Stefan!
Puh, 10 Lieder auf einmal find ich ja ein bisschen viel...
Aber dann mal los:
a. Das Meer (Balladen)
2/ Ich bin ein absoluter Meer-Fan und bis auf ein paar Kleinigkeiten in Arrangement und Text finde ich dieses Lied ziemlich gelungen. Gibt es davon eigentlich eine Live-Aufnahme??
b. Atze Lehmann (Ikarus)
Kann ich nix zu sagen, hab ich schon ewig nicht mehr gehört, aber das spricht eher nicht so für einen bleibenden Eindruck.
c. Bei Ilse und Willi aufm Land (Jahreszeiten)
3/ Hach, was ist das für 'ne schöne heile Welt...
Aber nett isses doch irgendwie. ;-)
d. Die Zeit des Gauklers ist vorbei(Wie vor Jahr und Tag)
2/ Hat mir in der Live-Version auf der Tour letztes Jahr gut gefallen. Aber 'ne Gänsehaut kriegte ich im Fernsehstudio bei der Version mit Manni Leuchter zusammen, direkt vor meiner Nase. Die Album-Version sagt mir seitdem nicht mehr so richtig zu.
e. Das Etikett( Alles geht!)
4/ Ich mochte dieses Lied mal sehr wegen des Textes. Aber irgendwas passt da nicht mehr für mich... und musikalisch war es noch nie mein Fall.
f. Hilf mir(Die Zwölfte)
3/ Das Arrangement mag ich nicht besonders, den Text umso mehr. Die Note ist ein Mittelwert.
g. Ich wollte wie Orpheus singen (gleichnamig)
2/ Schön. Einfach schön. Nur ein ganz klein wenig schmalzig... ;-)
h. Dr. Berenthal (Einhandsegler)
Tja, mit diesem Lied werd ich nicht so richtig warm - keine Ahnung, wieso, daher lieber keine Note.
i. Zeugnistag (Keine ruhige Minute)
1/ Eins meiner liebsten... :-)
j. Nein, ich lass Dich nicht allein (Leuchtfeuer)
2/ Dieses Lied ist offenbar recht variabel interpretierbar, wenn ich mich an vergangene Diskussionen erinnere... aber das lässt Raum, um sich selbst drin zu finden und das gefällt mir.
Uff, Stefan, nächstes Mal wieder nur 5 - okay!? :-D
Liebe Grüsse, Diana
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#6

Beitrag von Marc » Mi 13. Aug 2003, 10:29

Hallo zusammen,
Hallo Diana!
"a. Das Meer (Balladen) [...] Gibt es davon eigentlich eine Live-Aufnahme??"
Ja, gibt es. Mey singt "Das Meer" auf dem Live-Album "Mit Lust und Liebe". Wenn du das Arrangement des Studios nicht so sehr magst, würde dir die Live-Version vielleicht noch besser gefallen...
"d. Die Zeit des Gauklers ist vorbei [...] Aber 'ne Gänsehaut kriegte ich im Fernsehstudio bei der Version mit Manni Leuchter zusammen, direkt vor meiner Nase."
Oh, was hab ich denn da verpasst? Hört sich ja zu schön in meinen Gedanken an. War das damals in Berlin zur "Hommage an Reinhard Mey"...? Ob es davon einen Mitschnitt gibt :roll:;-) ?
Viele Grüße von Marc, der es nicht schafft, "richtig" zu zitieren...

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#7

Beitrag von Petra » Mi 13. Aug 2003, 11:34

Viele Grüße von Marc, der es nicht schafft, "richtig" zu zitieren...
Hallo Marc,
willst Du nicht oder kannst Du nicht? Es ist doch soo einfach!!
Zum Kursiv-Schreiben setzt Du ein i in die eckigen Klammern, als Abschluß /i, das klappt ja offensichtlich hervorragend. Beim Zitieren schreibst Du an Stelle des 'i' das Wort 'quote' - das ist alles.
Schöne Grüße von Petra.

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#8

Beitrag von cgblance » Mi 13. Aug 2003, 13:19

Hallo,
jetzt möchte werde ich auch mal meinen Meinung kundtun.

a. Das Meer (Balladen)
b. Atze Lehmann (Ikarus)
c. Bei Ilse und Willi aufm Land (Jahreszeiten)
d. Die Zeit des Gauklers ist vorbei(Wie vor Jahr und Tag)
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Doch hier mal zuerst eine kleine Korrektur:

g) Mey´s erstes Werk...mir zu schnulzig, allerweltsmelodie Note 4.
Das ist nicht Mey's erstes Werk. 1965 hat er die Single "Geh' und fang' den Wind" veröffentlich. Das war drei Jahre vor "Ich wollte wie Orpheus singen". ;-)
Hier aber nun meine Kritiken:
a) Da ich auch Meerfan bin eine 2. Sollte man bei Sturm am Strand hören, kommt ziemlich gut :-D
b) Das Lied ist ziemlich deprimäßig. Mich stören diese jaulende siebziger Gitarren. Also ein Lied um sich hinter den Zug zu werfen. Obwohl ich es auch gerne mal melancholisch mag, gibt es da auch bessere von RM. Z.B. auf derselben Scheibe "Es schneit in meinen Gedanken". Note 4-
c) Ziemlich gut 2+. Das kommt aber auch daher, daß wir es mal umsonst für eine Kinderfreizeit im Liederbuch abdrucken durften. Es war der Schlager auf der Freizeit. Für mich spiegelt es einfach Harmonie und Gemütlichkeit wider.
@Marc

Ich finde auch bei diesem Lied merkt man, dass französisch manchmal die schönere Sprache für Musik sein kann („Chez Jeannette et Martin“)

Das deutsche Orignal klingt für mich etwas flüssiger mit der Melodie.
d) Nettes Lied, berührt mich aber nicht so. 3+
e) Eins der "schlimmsten" Lieder von RM. Die Musik hört sich an wie von einem schlechten Computerspiel der 80ziger. Und Sprechgesang ist nicht gerade RMs Stärke. Eine glatte 5
f) Ein gutes Lied über Freundschaft und den Alltag. 3+
g) Läßt sich hören für einen, der wie ich sehr gerne den frühen RM hört. 3
h) Gutes Lied mit nettem Arrangement. 2
i) Klasse Lied mit der richtigen Einstellung 2
j) Eins der besten Lieder von RM. Für mich geht es um die Fundamente einer Freundschaft. Eine klare 1+.
Soweit meine Meinung.
Tschö cgblance
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#9

Beitrag von Petra » Mi 13. Aug 2003, 14:59

Hallo,

g) Mey´s erstes Werk...mir zu schnulzig, allerweltsmelodie Note 4.
Das ist nicht Mey's erstes Werk. 1965 hat er die Single "Geh' und fang' den Wind" veröffentlich. Das war drei Jahre vor "Ich wollte wie Orpheus singen". ;-)

Es mag ja durchaus sein, dass das drei Jahre vor dem Orpheus war, aber so wirklich RMs erstes Werk ist es halt nicht, sondern eine Cover-Version von Donovans 'Catch the wind'. In einem Interview anlässlich seines 60. Geburtstages erzählte RM, so ganz genau wüsste er nicht mehr, welches sein erstes Werk war; es käme wohl auch noch 'Vertreterbesuch' in Frage. Er habe damals gleichzeitig an mehreren Stücken gearbeitet und der 'Orpheus' sei halt mehr oder weniger zufällig als erstes auf einen Tonträger gepresst worden.
Liebe Grüße von Petra, die alle bewundert, die in so kurzer Zeit 10 oder gar 15 Lieder beurteilen können.
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#10

Beitrag von Nordlicht » Do 14. Aug 2003, 03:33

Liebe Zensierer !
Ist "Geh´ und fang den Wind" nun ernsthaft das erste Werk eines Reinhard Mey ? Nicht wirklich, seinerzeit nannte er sich ja noch "Reiner". Hatte doch auch was, oder ?
Eigentlich - und das meine ich wirklich nicht als Kritik - finde ich es nicht so berauschend, die Titel des Herrn M. aus B. zu beurteilen, denn jeder wird doch letztlich seine eigenen Favoriten oder Mißfaller haben, zumal solche Listen den Nachteil haben, daß sie rein stimmungsmäßig morgen schon wieder ganz anders sein können.
Aber macht ruhig weiter, interessant ist es irgendwie doch... *hihi* Viele Grüße aus Lübeck,
ANDREAS
(...der sich fragt, ob die "Liste III" 15 oder 20 Titel enthält...)
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in miracles, much more than I can say,
it´s enough to keep me still believing
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#11

Beitrag von Clemens » Sa 16. Aug 2003, 23:38


a. Das Meer (Balladen)
b. Atze Lehmann (Ikarus)
c. Bei Ilse und Willi aufm Land (Jahreszeiten)
d. Die Zeit des Gauklers ist vorbei(Wie vor Jahr und Tag)
e. Das Etikett( Alles geht!)
f. Hilf mir(Die Zwölfte)
g. Ich wollte wie Orpheus singen (gleichnamig)
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a. Ich mag das Lied, und die besondere Liebe zum Meer empfinde ich auch. Die Kraft des Wassers, dem wir seine Flußläufe beschneiden oder nehmen, haben wir ja auch hier in Dresden sehr deutlich zu spüren bekommen.
b. Auch hier empfinde ich direkte Betroffenheit, weil ich merke, wie ich (nur ein Beispiel) die amerikanischen Kriegspiele sehend ignoriere, weil mein Kind ja hier noch scheinbar sicher leben darf.
c. Dies Lied gehört nicht zu den wenigen, die ich überspringe, aber es bewegt mich nicht sonderlich.
d. Eines meiner zeitlos liebsten Lieder mit viel Platz für Gedankenflug und eigene Beziehungspunkte.
e. Den Text finde ich so originell, dass ich den ungeliebten Sprech"gesang" in Kauf nehme.
f. Das Lied hat für mich wohl eine besondee Bedeutung, weil es mich zu einer Zeit erreichte, als man versuchte mich militärisch zu beugen. Ich empfinde es auch heute noch als gut und wichtig.
g. Ähnlich wie beim Gaukler . Ich mag das Lied habe es auch bei einem der ersten Konzerte, das wir besuchen durften, mit der "reifen" Stimme als sehr gut empfunden.
h. Hier verbinden sich Kindheitserinnerungen die ich gern hervorgeholt sehe. Zum anderen habe ich viel mit Ärzten zu tun und empfinde das Thema Hilflosigkeit als sehr gut dargestellt.
i. Vater sein dagegen sehr, aber ich bin es mit Herzblut und liebe dieses Lied.
j. Wie beim vorhergehenden Lied ist toll herausgestellt, wie man selbst im Idealfall sein möchte. Auch wenn es dem Sänger so wenig gelingt, wie irgend einem Menschen auf diesem Planeten,ich liebe diese Lieder und ihn. Vielleicht sogar deswegen.

Liebe Grüße von Clemens :-)
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#12

Beitrag von JuergenF » So 17. Aug 2003, 11:53


Liebe Grüße von Petra, die alle bewundert, die in so kurzer Zeit 10 oder gar 15 Lieder beurteilen können.

Hallo Petra (jaja, Email folgt noch),
das siehst du natürlich völlig falsch (hähä) ...
Das "Lieder Beurteilen" geht ja automatisch, und ist ein Vorgang, der mit dem ersten Hören beginnt und nie aufhört...
Sodele, ha´mer das auch wieder geklärt :lol:
Grüße, Jürgen
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#13

Beitrag von Petra » So 17. Aug 2003, 14:16

Hallo Jürgen,
jetzt hast Du mich gerade noch erwischt, nachher fahre ich für zwei Wochen nach Freiburg. (Schon wieder eine Galgenfrist für die Mail.:lol:)
Das "Lieder Beurteilen" geht ja automatisch, und ist ein Vorgang, der mit dem ersten Hören beginnt und nie aufhört...

Natürlich kann ich ein Lied aus dem Bauch heraus schnell beurteilen, aber hier werden immer so kluge Anmerkungen zum Arrangement gemacht und dergl., dass ich mich 'offiziell' nur dazu äußern möchte, wenn ich vorher noch mal genau reingehört habe. Da ich aber nicht ständig abtauchen kann, um Musik zu hören, sind mir 10 Lieder einfach zu viel. Als der zweite Teil begann, war ich gerade bei Lied 5 der ersten Folge angelangt, um erstaunt festzustellen, dass ich das gar nicht auf CD habe und auch nicht auf LP. Das hatte ich immer nur im Autoradio auf MC gehört und beim Autofahren höre ich oft genug überhaupt nicht hin, wenn meine Aufmerksamkeit anderweitig benötigt wird. Außerdem hat das Kassettenteil neulich den Geist aufgegeben.
Meine Anspielung auf die 15 Lieder bezog sich übrigens nicht auf Teil 3, sondern auf die gesamte Liederzahl von Teil 1 plus Teil 2.
Wo ich aber gerade dabei bin, kann ich mir nicht verkneifen zu sagen, dass ich 'Die Zeit des Gauklers ist vorbei' wunderschön finde, da werde ich auch bei angestrengter Suche kein Haar in der Suppe finden.:-)
Sommerliche Grüße von Petra.


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#14

Beitrag von Michael » So 17. Aug 2003, 14:53

So, dann woll'n wir mal:
a. Das Meer (Balladen)
b. Atze Lehmann (Ikarus)
c. Bei Ilse und Willi aufm Land (Jahreszeiten)
d. Die Zeit des Gauklers ist vorbei(Wie vor Jahr und Tag)
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a) 3, ganz schön, aber ein bisschen simpel, die letzte Zeile ist außerdem doch arg platt
b) 2, wunderbare Geschichte, großartig erzählt,
c) 4, ach, ich weiß nicht, ist mir wohl zu schlagermäßig
d) 1, eines meiner absoluten Favoriten, eine wunderbare Sprache
e) 3, ganz witzig, aber Abzüge in der B-Note wegen des sehr gewollt wirkenden Arrangements
f) 2, was ganz anderes, eines von den Liedern, die ich selbst gern geschrieben hätte, wenn ich Lieder schreiben könnte (trozudem geize ich heute mit Einsen)
g) 3, kein richtig großer Wurf, aber wohl für die damalige Zeit ein ganz neuer Ton, damals hätte es bestimmt von mir eine eins gekriegt
h) 2, ähnlich wie bei Atze eine schön erzählte traurige Geschichte, genau das richtige für mich
i) 2, eigentlich hätte es eine eins verdient, aber ich habe mich in den letzten Jahren ein bisschen dran abgehört
j) Jetzt doch noch: 1
Bin gespannt, wie's weiter geht
Michael
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Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

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