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Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 20.06.2019 | Foto für Banner und Forum: Sven-Sebastian Sajak Deutsche Wikipedia
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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#1

Beitrag von migoe » Sa 21. Jan 2006, 01:41

Liebe Besucher des Liedermacher-Forums, liebe Meylinge,
ich habe mich dazu entschlossen, das Reinhard Mey Forum ab sofort nur noch für registrierte und eingeloggte Mitglieder freizugeben. Dies hat vor allem den Grund, daß ich es vermeiden möchte durch Beiträge in diesem Forum in den "Fokus" bestimmter Anwälte zu geraten.
Das bedeutet natürlich nicht, daß hier jetzt auf Teufel komm raus Urheberrechtsverletzungen geduldet werden. Wie überall auf dem Forum werde ich auch hier konsequent darauf achten, daß die rechtlichen Grenzen nicht überschritten werden. Die Admins und Moderatoren haben mir Ihre Mithilfe dafür angeboten.
Nun interessiert es mich natürlich, was Ihr davon haltet, deshalb habe ich eine Umfrage gestartet, um zu ermitteln, wie ich weiterhin im Reinhard Mey Forum vorgehen soll. Die anderen Foren sind momentan nicht akut betroffen.
migoe
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#2

Beitrag von Mickey » Sa 21. Jan 2006, 08:12

Lieber migoe
Prinzipiell ist alles, was Dich irgendwie aus der Schusslinie nimmt, völlig in Ordnung bzw. sinnvoll. Bezüglich des Anstosses: habe ich irgendetwas verpasst?
Liebe Grüsse
Reto
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#3

Beitrag von Clemens » Sa 21. Jan 2006, 11:39

Lieber migoe,
ich stimme definitiv für Variante 2, denn eine Dauermoderation würde Dich überfordern, und selbst wenn Du dem widersprichst, würde sie mindestens viel Deiner "Einsatzzeit" binden, welche ich gerne weiterhin gerecht verteilt sähe.
Variante 3 fände ich schade, aber akzeptabel, wenn die 2 dem Herrn M aus B auch noch zu öffentlich ist.
Allerdings möchte ich alle bitten, welche hier gern weiter über RM "reden" wollen, doch sehr in sich zu gehen vor einseitigen Buhrufen.
Manche der immerwieder auftretenden "Fleddereien" sind durchaus angetan als Begründung herzuhalten.
Ich wünsche Dir wenig Stress, fleißige Helfer und viele Besucher für dieses Domizil.
Liebe Grüße von Clemens
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#4

Beitrag von fille » Sa 21. Jan 2006, 12:32

Hallo migoe!
Ich habe auch für Version 2 gestimmt.
Clemens hat geschrieben:
Allerdings möchte ich alle bitten, welche hier gern weiter über RM "reden" wollen, doch sehr in sich zu gehen vor einseitigen Buhrufen.
Manche der immerwieder auftretenden "Fleddereien" sind durchaus angetan als Begründung herzuhalten.

Obwohl ich selbst schon Kritik an Reinhard Mey geäußert habe, finde ich auch dass es hier oft zu weit geht. Das zeigt auch die neueste Diskussion: "ob oder ob es ihm erblaubt ist" nach Banz zu gehen. Wir kennen doch keinerlei Hintergründe und dürfen uns auch kein Urteil erlauben.
Ich als Auslöser der ganzen Sache :-( wäre auch daran interessiert, inwieweit klar ist, dass Reinhard Mey PERSÖNLICH dahinter steckt. In einem Anwaltsschreiben muss doch stehen, wen der Anwalt vertritt! Geht es klar aus dem Schreiben hervor?
Liebe Grüße
Marianne
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#5

Beitrag von Petra » Sa 21. Jan 2006, 13:05

Hallo Migoe,
Du hast ja bereits die sinnvollste Variante gewählt. Eine Moderation in diesem stark frequentierten Forum, wäre sehr aufwändig, auch wenn Du diese Aufgabe delegieren würdest. Der Reiz der Spontaneität würde sehr fehlen, es ist doch gerade spannend, wenn die Unterhaltung hin und her wogt. Grundsätzlich möchte ich mich aber Clemens' Bemerkung anschließen, wie das ja auch schon Marianne getan hat. - Die Schließung des Forums wäre sehr schade - wenn es denn nötig würde, wäre mir auch eine andere Begründung lieber, als "so ein Künstler hat kein Forum verdient ".
Manches neue Mitglied, das sich nur wegen RM hier anmeldet, wird das nun nicht mehr tun. Aber vielleicht erreichen uns ja künftig mehr erstaunte Anfragen über das Feedback-Formular, in denen man sich über das Fehlen eines RM-Forums wundert. In diesen Fällen kann man ja dann eine Registrierung empfehlen.
Viele Grüße von Petra
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#6

Beitrag von Viktor » Sa 21. Jan 2006, 14:23

hallo leute,
Manches neue Mitglied, das sich nur wegen RM hier anmeldet, wird das nun nicht mehr tun. Aber vielleicht erreichen uns ja künftig mehr erstaunte Anfragen über das Feedback-Formular, in denen man sich über das Fehlen eines RM-Forums wundert. In diesen Fällen kann man ja dann eine Registrierung empfehlen.
es duerfte moeglich sein, in der foren-uebersicht diese abteilung sichtbar zu haben - und wenn man dann draufklickt, kaeme eine meldung, dass eine registrierung notwendig ist. oder waere das noch zu sehr "oeffentlich" in bezug auf irgendwelche anwaelte?
jedenfalls schliesse ich mich der mehrheit an. registrierungszwang wuerde ich immer einer dauermoderation vorziehen.
allerdings habe ich nicht ganz verstanden, warum solch ein schritt ploetzlich noetig ist...? wegen sachen von wegen urheberrecht (wuerd ich ja nocht verstehen) oder weil hier kritik geuebt wurde (das wuerde mich sehr erstaunen, denn das duerfte ja noch erlaubt sein, in unserem lande)?
bis denn
viktor
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#7

Beitrag von zodiak » Sa 21. Jan 2006, 14:57

Hallo zusammen!
Ich finde es schwierig, über einen Sachverhalt abzustimmen, dessen Details mir nicht bekannt sind. Was genau ist der Stein des Anstoßes? Dürfen die Details nicht öffentlich gemacht werden?
Und was ist rechtlich der Unterschied zwischen einloggen und Gaststatus?
Ist ein Forum, in dem nach Anmeldung jede/r posten und lesen kann, nicht auch öffentlich?
Migoe hat in seinem Beitrag ja schon angedeutet, dass auch in der Variante 2 moderiert bzw. kontrolliert werden muss. Warum also nicht Variante 1 und gleichzeitig klarere und restriktivere Posting-Regeln, damit allen klar ist, wo die Grenzschnur verläuft.
Ich würde mir wünschen, dass dieser Sachverhalt um RM und seine Maßnahmen unter Berücksichtung der rechtlichen Seite doch ein wenig transparenter gemacht wird. Je nebulöser die Vorgänge bleiben, desto idealer ist der Nährboden für Gerüchte, die am Ende allen Beteiligten schaden.
Liebe Grüße
*zodiak*
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#8

Beitrag von Diana » Sa 21. Jan 2006, 15:11

Lieber Dirk!

Warum also nicht Variante 1 und gleichzeitig klarere und restriktivere Posting-Regeln, damit allen klar ist, wo die Grenzschnur verläuft.

Für mich wäre das schon hart an der Grenze zur Selbstzensur... :-(
Wenn ich ständig so eine Schere im Kopf haben müsste, ohne genau zu wissen, womit ich jemandem auf die Füsse treten könnte, der besonders empfindlich zu sein scheint... nee. :-(
Gruss, Diana
... die sich auch für Variante 2 entschieden hat
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#9

Beitrag von Ninette » Sa 21. Jan 2006, 16:46

Es hat mich schon sehr erschreckt, als ich jetzt las, daß wir es hier im RM-Forum schon so "bunt" getrieben haben, daß man dieses Forum jetzt nur noch "unter Ausschluß der Öffentlichkeit" betreiben kann.
Es wollte sicher keiner von uns Migoe in Schwierigkeiten bringen. Was anscheinend geschehen ist. Sehr schade!
Ich muß den Schreck erst mal verdauen. Wenn es Migoe hilft, sicher, dann sollte das Forum nur für registrierte Mitglieder zugänglich sein.
Würde ich allerdings als außenstehender ein Forum suchen, das so eine Meldung: Nur für registrierte Mitglieder- beinhaltet, würde ich mich spontan fragen, was in diesem Forum denn vor sich geht, daß das so eine Sonderfunktion hat.
"Da haben wir uns nicht mit Ruhm beklckert"- Meine Meinung dazu.
Zweitens fällt mir schon eine ganze Weile auf, daß manche Beiträge so sind, daß ich mir oft gedacht habe, wäre ich RM und würde das lesen, ich würde mich fragen, ob das auch wirklich ein Fan- Forum ist oder ob sich da nicht etliche meiner schlimmsten Kritiker versammelt haben.
Es gibt doch einen Mittelweg. Manche Beiträge waren schon heftig.
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#10

Beitrag von Skywise » Sa 21. Jan 2006, 17:17


fille schrieb:
Ich als Auslöser der ganzen Sache :-( wäre auch daran interessiert, inwieweit klar ist, dass Reinhard Mey PERSÖNLICH dahinter steckt. In einem Anwaltsschreiben muss doch stehen, wen der Anwalt vertritt! Geht es klar aus dem Schreiben hervor?

Obwohl ich selbst schon Kritik an Reinhard Mey geäußert habe, finde ich auch dass es hier oft zu weit geht. Das zeigt auch die neueste Diskussion: "ob oder ob es ihm erblaubt ist" nach Banz zu gehen. Wir kennen doch keinerlei Hintergründe und dürfen uns auch kein Urteil erlauben.

Widersprichst Du Dir da etwa selbst in ein- und semselben Posting? :-D
Grundsätzlich ist es so, daß ein Anwalt niemals aktiv wird, weil er gerade Lust dazu verspürt. Ich gehe sogar noch weiter und sage - er DARF das eigentlich gar nicht, immerhin kennt er die rechtliche Situation nicht. Wenn ein Liedermacher höchstpersönlich unter einem Nick im Forum einen seiner Texte einstellt, hat das eine vollkommen andere Qualität, und der Anwalt würde sich nur lächerlich machen, wenn es nicht sogar zu rechtlichen Konsequenzen führen kann (immerhin hätte er in diesem Fall keine Vertretungsgewalt gehabt). Daher vermeidet jeder seriöse Anwalt ein solches Risiko.
Auf den aktuellen Fall bezogen, wirst Du daraus Deine eigenen Schlüsse ziehen können. Ob es RM persönlich war, weiß ich nicht, sage ich auch nicht, aber ich sage, daß es zumindest einer gewesen sein muß, der im Namen oder Auftrag von RM sprechen darf, wenn man so will: eine Vertrauensperson. Und damit ist die Frage, ob RM es persönlich war, eigentlich schon wieder irrelevant.
@topic:
Grundsätzlich muß ich sagen, daß mir persönlich die Variante "Foren für die Öffentlichkeit ausklammern" nicht besonders gut gefällt. Das hat damit zu tun, daß ich auch Foren kenne, die sich derart eingemauert haben, daß Außenstehende überhaupt keine Möglichkeit haben, sich auch nur ansatzweise ein Bild davon zu machen, auf welchem Niveau welche Personen in welchen Foren diskutieren. Das Ergebnis: "Frischfleisch" ist dort äußerst selten zu finden.
Darüber hinaus sind nach meiner Erfahrung gerade (!) ausgeklammerte Forenbereiche (oder solche, die erst nach Anmeldung zugängig sind) für Anwälte und sonstige Rechtsverdrehe... äh ... Rechtsverfechter *hüstel* interessant und werden daher auch ziemlich gerne und äußerst gründlich ausspioniert - und wenn's über Kontaktpersonen ist.
Ich möchte hier keine Paranoia auslösen - nichts liegt mir ferner -, ich möchte nur darauf hinweisen, daß es durchaus Leute gibt, die in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt über das Internet zu "bestreiten" (jeder sollte in der Lage sein, aus diesem Wortspiel die richtigen Schlüsse zu ziehen :-D), so daß gerade in den ausgeklammerten Forenbereichen eine Moderation notwendig wird.
Mit anderen Worten: Beiträge moderieren muß auf jeden Fall sein. Und wenn dem so ist, sehe ich keinen Grund, diesen Forenbereich vor der Öffentlichkeit zu verstecken.
@Ninette:
Ja, aber genau auf diese Themen hat sich das Schreiben ja nicht bezogen :-D
Gruß
Skywise,
der standesgemäß nur die Hälfte der Diskussionen im Hintergrund mitbekommen hat :-D
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#11

Beitrag von fille » Sa 21. Jan 2006, 17:39

Hi Sky!
Widersprichst Du Dir da etwa selbst in ein- und semselben Posting?

Äh.... Wieso? Nix kapier! Ich habe zugegeben, Kritik geäußert zu haben, finde aber diese Grundsatzdiskussionen, z. B. darf Mey eine Lederjacke tragen, darf Mey in Banz auftreten, darf Mey Fleisch essen - so überflüssig wie einen Kropf (so sagt man in Bayern).
Ich habe nie behauptet, dass ich ihm unkritisch gegenüber stehe, nur weil ich seine Lieder mag und ihn selbst sympathisch finde.
Wenn jemand sagt, er dürfe unkritisch sein, weil er jemandens Fan ist, finde ich das.... :roll: ... nicht besonders gut.
So, genug der Wortklauberei. Ich hoffe, dass ihr mich versteht!
Oder nicht? (Niemand versteht mich *schnief* :cry: )
;-)
Gruß, Marianne
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#12

Beitrag von migoe » So 22. Jan 2006, 14:44

Liebe Leute,

auf dem Liedermacher-Forum sollten wirklich keine "Geheimnisse" die Runde machen, weshalb ich es mir wohl selbst an die Nase fassen muß wegen der Verwirrungen bei einigen von Euch. Dafür bitte ich um Entschuldigung.

Warum kam es zu der Änderung beim Meyforum?

Ich wurde vom Anwalt des Liedermachers Reinhard Mey auf eine Urheberrechtsverletzung auf dem Liedermacher-Forum hingewiesen, die unbewußt von Marianne begangen wurde indem sie den Text von "Christine" aus dem Französischen ins Deutsche übertragen hatte. Das Urheberrecht für den französischen Text liegt bei Mey und deshalb wurde ich aufgefordert binnen einer vorgegebenen Frist diese Urheberrechtsverletzung aus dem Forum zu löschen.

Dieser Aufforderung bin ich natürlich nachgekommen, weil es ja nicht in der Absicht von Marianne lag diese Rechtsverletzung zu begehen und ich als Betreiber des Forums haftbar gemacht werden kann, wenn ich von einer Urheberrechtsverletzung Kenntnis bekomme und diese nicht unterbinde.

Es ist das gute Recht jedes Rechteinhabers selber zu bestimmen, wer und wann und unter welchen Voraussetzungen das eigene Werk veröffentlicht wird. Darüber gibt es nichts zu streiten.

Aus der Unsicherheit darüber ob und in welcher Weise es in Zukunft von mir möglich gemacht werden kann/soll über Reinhard Mey in der Öffentlichkeit zu diskutieren habe ich vor den Zugriff auf diesen Teil des Liedermacher-Forums die Registrierung gesetzt, wohl wissend, daß dieser Teil des Forums damit immer noch zu der "Öffentlichkeit" gehört, die ich aber auch nicht ausklammern möchte.

Ziel des Liedermacher-Forums ist es ausdrücklich den gegenseitigen Austausch zu ermöglichen und zu fördern. So soll es auch in Zukunft sein, sonst machte es keinen Sinn eine Seite mit dieser URL weiter zu betreiben!

Zur Klarstellung!

Es liegt nicht in meinem Sinne in Zukunft eine Zwangsregistrierung einzuführen um im Forum mitlesen zu können - für das Schreiben eines Beitrages wird ohnehin in den meisten Bereichen eine Registrierung vorausgesetzt. Dennoch werde ich das für den Zugriff auf das Meyforum erst einmal dabei belassen. Gleichzeitig werde ich natürlich auch ältere Beiträge nach möglichen urheberrechtlichen Problemen durchschauen und ggf. bearbeiten.

Jeder Besucher, der sich für die Foren auf dieser Webseite interessiert bekommt auch relativ unkompliziert Zugriff darauf - wenn für einige Foren eine Registrierung notwendig ist, dann hat das unterschiedliche Gründe und ist niemals so gedacht, daß mögliche "Geheimnisse" vor den Augen z.B. von Anwälten verborgen werden sollen.

Wenn das in meinem Sinne wäre hätte ich das Forum nicht so konzipiert und gebaut, wie es momentan vorliegt.

Es ist mir nicht möglich jedes Forum und jeden Beitrag auf den Foren täglich mehrere Male auf die urheberrechtliche Problematik hin zu durchsuchen. Auch duch die Mithilfe der Admins und Moderatoren ist dies nicht 100% möglich. Selbst bei moderierten Foren, in denen neue Beiträge erst "gegengelesen" werden müssen und nach Freischaltung für alle lesbar sind, ist dies nicht duchführbar, weil sämtliche am Projekt Liedermacher-Forum beteiligte Personen juristische Laien sind und die zugrundeliegende Thematik viel zu komplex ist um immer rechtlich einwandfreie Entscheidungen zu treffen. Manche vorgebliche Urheberrechtsverletzungen sind (je nach Gericht) schwerer oder weniger schwer gewichtig zu beurteilen - manches hier schwebt auch in einer sog. Grauzone.

Es gilt aber auch in solchen Fällen, wo jemand das Urheberrecht eines anderen unbewußt/unabsichtlich verletzt der Grundsatz: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

All diese Dinge gehen mir natürlich immer mal wieder durch den Kopf - gerade weil ich mir mit dem Forum etwas vorgenommen habe, wo diese Thematik immer im Hintergrund mitbedacht werden muß.

Durch das Schreiben des (mir seit Januar 2003 bekannten) Anwalts wurde ich mal wieder auf das Thema und die Gefahr, die sich darin verbirgt aufmerksam gemacht und es liegt nun an mir, die richtigen Entscheidungen zu treffen...

Warum kam das alles so geheimnisvoll rüber?

Nachdem ich die Frist zur Beseitigung des Liedtextes von "Christine" gesetzt bekommen hatte informierte ich erst einmal die Admins im (für alle anderen Besucher unsichtbaren) Forum darüber. Zufällig war der gesetzte Termin des Anwalts mein Geburtstag und einige der "Eingeweihten" wiesen in ihren Glückwünschen zu meinem Geburtstag darauf hin. Dabei denkt man ja nicht immer daran, daß bestimmte "Insideranspielungen" von allen anderen Lesern nicht verstanden werden können.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch meine Gedanken noch nicht klar zusammenfassen können, weil ich ja nebenbei auch beruflich aus dem Haus bin. Die Admins und Moderatoren wollten natürlich, nachdem hier dann die "Verwirrten" nachfragten auch nicht antworten ohne mit mir Rücksprache zu halten. So kam es wohl, daß manche den Eindruck bekommen haben hier sollte irgendwas verheimlicht werden. So ist es wirklich nicht!

Offenheit ist hier auf dem Liedermacher-Forum Trumpf, und das sollte auch so bleiben. Bitte seht mir nach, daß auch ich manchmal eher zuwenig als zuviel schreibe, einfach weil ich zu dem Zeitpunkt nicht die Worte finde, die ich für angemessen halte.

Wie es nun mit dem Liedermacher-Forum und seinen vielen Unterforen und Unterbereichen weitergehen wird entscheide ich zusammen mit den Admins und Moderatoren, die mir auch bisher immer viele gute Ratschläge und Meinungen mitgeteilt haben. Wir werden zusammen bestimmt eine gute Lösung zusammenbringen...wer an diesem Prozeß teilnehmen möchte ist herzlich eingeladen - auch Anwälte sind herzlich willkommen :-D
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#13

Beitrag von Ninette » So 22. Jan 2006, 15:59

Ach sooo, das bezog sich in erster Linie auf Mariannes "Christine"Übersetzung?
Ich hatte den Eindruck, daß mit ein Grund war, daß wir in letzter Zeit doch ein wenig sehr sehr streng mit RM ins Gericht gegangen sind- Thema Lederjacke, Hirschgeweihe usw...
Alles klar jetzt.
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#14

Beitrag von migoe » So 22. Jan 2006, 18:11

Liebe Ninette,
man kann niemandem das Wort verbieten, aber es gibt viele subtile Möglichkeiten es hinzubekommen, daß jemandem die Lust vergeht was zu sagen ;-)
migoe
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#15

Beitrag von Mickey » So 22. Jan 2006, 19:52

Lieber migoe
Tut mir leid, dass RM sich wieder einmal über ein Anwaltschreiben an den Betreiber eines Forums gewandt hat. Gestern hatte ich übrigens die "Vol. 7" in der Hand und überlegte mir lange, ob ich sie mir kaufen soll. Ich denke, ich habe mich richtig entschieden.
Liebe Grüsse
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#16

Beitrag von Nordlicht » So 22. Jan 2006, 23:01

Liebe Freunde !
Obwohl es zum einen müßig ist, zum anderen aber auch ein wenig "besserwisserisch" klingen könnte: Nach dem Vorgehen der diversen, auf Urheberrechte spezialisierten Anwälte gegen Textsammlungen im Internet im Laufe des letzten Jahres war manchmal schon irgendwie damit zu rechnen, daß sich manche, vielleicht als (in dieser Sache) durchaus sensible Menschen bekannte Künstler gegen eine "Weiterverbreitung" auf dem LM- Forum wenden könnten. Wir alle, speziell natürlich migoe, können ja noch von Glück reden, wenn es vorerst keine kostenbewehrte Unterlassungserklärung zu geben scheint, sondern sich der Anwalt mit einem drohenden Zeigefinger zufrieden gibt.
Irgendwelche Schuldzuweisungen in Künstler- Richtung sind natürlich ebenfalls nicht zielführend. Die Rechtslage ermöglicht ein derartiges Vorgehen, nur das zählt. Inwieweit das maßgeblich durch die Industrie mitinitiierte Urheberrechtsgesetz in der ggw. Fassung noch "nutzerfreundlich" ist, kann ebenfalls dahingestellt bleiben, zumal ja noch eine weitere Verschärfung droht, wenn alle angedachten Weiterungen des Gesetzgebers in Kraft treten sollten.
Die "Enttäuschung" ist dieses Mal bei mir jedenfalls nicht ganz so groß, weil ich seit Jänner 03 mehr zwischen Mensch, Künstler und Werk zu trennen gelernt habe und mich bestätigt fühle. Es gilt, daß (um NICHT zu zitieren !) die Verpackung immer noch schön ist, jedoch der Inhalt wiederum ein wenig mehr gelitten haben mag.
:-D:-D:-D
Ich verstehe durchaus die Reaktionen, die sich nach dem Motto "...was ER wohl davon gewußt hat ???..." artikulieren, aber die Erfahrung lehrt leider etwas anderes. Das erinnert mich eher an die von meiner Großmutter überlieferten Erzählungen nach dem Motto "...wenn das der Führer wüßte...": Der hat es eben nicht nur gewußt, sondern - wie man heute weiß - auch veranlaßt. (Vielleicht ist das ein geschmackloser Vergleich, das konzediere ich gern , aber er dient auch nur zur Verdeutlichung meiner Meinung !)
Was nun zu tun ist, das entzieht sich meiner Kenntnis. Eine Registrierungspflicht könnte vielleicht helfen, ein Allheilmittel ist sie sicher nicht. Dasselbe gilt für eine "Dauermoderation". Die Vor- und Nachteile beider Methoden sind ja von meinen Vorrednern schon ausgiebig geschildert worden. Am sinnvollsten und ggw. am sichersten wäre vielleicht eine Kombination aus beiden Schritten, um zumindest für den Augenblick eine größtmögliche "Sicherheit" zu erreichen. (Ich weiß, daß auch diese letztlich "trügerisch" sein mag...)
Ich wünsche migoe, aber letztlich auch uns allen, daß das Forums- Boot auch diesen "Sturm" sicher meistert und möglichst schnell in ruhigeres Fahrwasser zurück gelangt. Es wäre schade, dieses Schiff kentern zu sehen...
Liebe, dabei aber etwas bedrückte Grüße aus OÖ,
ANDREAS.

(...dem die Schiffahrts- Phrasen trotz seines jetzigen Wohnorts noch leicht aus der Feder fließen...)
Dieser Beitrag enthält 451 Wörter


"But as long as I can see the morning,
in miracles, much more than I can say,
it´s enough to keep me still believing
in drifting hearts, so far away."

(''Book of golden stories''/ RUNRIG)

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#17

Beitrag von saho1005 » Mo 6. Feb 2006, 14:05

Ich habe diesen Artike heute erst gelesen. Wenn ich gerade nichts schreiben will, habe ich des öfteren nur die Beiträge gelesen ohne mich einzuloggen.
Ich war -ehrlich gesagt- erst einmal sprachlos. Wie weit wird Herr Mey noch gehen, seinen Fans den Mund zu verbieten? Sicherlich, hier finden oft Diskussionen statt, wo er bis ins kleinste Detail auseinandergenommen wird, auch über belanglose Dinge - ich habe dazu sicherlich auch schon genug beigetragen. Aber wo hat er ein Achtel Lorbeerblatt hingetan, auf dem er sitzt und tun kann, was er will? Ich denke ganz ehrlich, ein Mann, der selbst andere kritisiert, in seinen Liedern und seinen Aussagen (man denke nur an die Sprüche über bestimmte Politiker auf der letzten Tour) und der so in der Öffentlichkeit steht wie Reinhard Mey, muß das aushalten können, ob es ihm paßt oder nicht. Wie oft wird z.B. über Dieter Bohlen hergezogen - und es gibt auch keine Maulkörbe oder Schließungen von Websites. Ich denke, Reinhard Mey muß sich da eine etwas dickere Haut zulegen.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß es nur um diesen kleinen Liedtext von "Christine" geht. Hier will meines Erachtens jemand seine Kritiker zum Schweigen bringen - sehr schade!
Man muß wohl, wie es Andreas sagt, deutlich zwischen Künstler und Werk differenzieren - sonst kann man so einen Menschen durch den Kauf seiner Platten nicht guten Gewissens ein angenehmes und freies Leben finanzieren.
Ich bin einmal mehr vom Menschen Reinhard Mey zutiefst enttäuscht - was aber seiner musikalischen Klasse keinen Abbruch tut. Aber die Trennung von Künstler und Mensch fällt mir sehr schwer - weil ich eigentlich Mneschen mit 2 Gesichtern nichts abgewinnen kann...
Dieser Beitrag enthält 277 Wörter


"Du bist mein ein und alles eben, so wie ein Teil von mir..."

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#18

Beitrag von Skywise » Mo 6. Feb 2006, 15:35

@saho:
Immer schön zimmer ... äh ... kammer ... ne .. :gruebel: gemach, genau, gemach!
Das Schreiben des Anwalts kam, weil im Forum gegen geltendes Recht verstoßen wurde (UrhG, §§51ff). Dankenswerterweise beließ man es zunächst bei einem kleinen, drohenden Dudu, was auch nicht unbedingt gängige Praxis zu sein scheint - wenn ich mir die Kanonen ins Gedächtnis rufe, mit denen man auf ganz andere Foren losgegangen ist, erscheint mir dieses Schreiben eher wie eine kleine Nadel, die einem ins Kissen gesteckt wurde.
Wenn man so will, kann man dieses Schreiben sogar als kleinen, nicht ganz so freundschaftlichen Wink sehen, daß man gerade etwas ziemlich Böses macht, was sogar viel üblere Auswirkungen hätte, wenn es ein Dritter entdecken würde ... :-D
Ob Reinhard Mey gegen Lästereien angehen will, weiß ich nicht, glaube ich aber auch nicht. Im offiziellen Reinhard-Mey-Forum auf der Intercord-Seite (lang, lang ist's her ...) gab es viel üblere Sachen, bei weitem destruktiver oder beleidigender als alles, was bisher in diesem Forum hier gelaufen ist und ich schätze Reinhard Mey so ein, daß er sich schon längst nicht mehr daran stört, was im allgemeinen über ihn geschrieben wird (anderenfalls hätte er schon einige Konsequenzen gezogen und seine Startseite nicht mehr mit weiteren niveaulosen Geschichten vollgekleistert :-D).
Von daher - erst mal tief durchatmen, Ruhe bewahren.
Meine Meinung: es ging wirklich ausschließlich um den Text von "Christine" :-)
Gruß
Skywise
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#19

Beitrag von Ikarus » Mi 8. Feb 2006, 02:11

Hallo Skywise,
wie Du vielleicht ahnst, schätze ich Deine Beiträge immer sehr und denke meistens länger über sie nach, als ich das bei anderen tue.
Insofern kann ich Deiner Argumentation auch teilweise folgen, aber doch nicht ganz...
Was kann Reinhard Mey daran stören, wenn jemand das Lied "Christine" hier im Forum ins Deutsche übersetzt? Ich verstehe es einfach nicht!
Es ist doch ein Kompliment für den Künstler, wenn jemand sich diese Mühe macht, zumal im Umfeld dieser Forenbeiträge nur positive Kommentare geschrieben wurden und den Menschen, die den französischen Text nicht verstehen, der Inhalt des Liedes nähergebracht wurde. Ich weiß, daß es naiv klingt - trotzdem:
warum freut sich Reinhard Mey nicht darüber?
Warum scheint er den an seinen Liedern interessierten Menschen, die sich mit seinem Werk auseinandersetzen, negativer gegenüberzustehen als denen, die ihn ignorieren?
Gerade in den Foren, die es ja bekanntlicherweise nicht mehr gibt, war doch bis auf kleine Ausnahmen eine Atmosphäre der Achtung und des Respekts dem Künstler gegenüber vorherrschend. Und wenn man in diesem Zusammenhang daran denkt, daß Reinhard Mey bei allen möglichen Gelegenheiten (und eigentlich auch immer irgendwie glaubhaft) betont, wie wichtig für ihn die Werte Freiheit, Mut, Ehrlichkeit etc. sind, fragt man sich: Warum verteidigt er nicht kompromißlos die Freiheit der Meinungsäußerung, auch wenn es die Meinungsäußerung über ihn selbst betrifft?
Deshalb kann ich die Attacken gegen die RM-Foren noch immer nicht verstehen. Doch was ich immer noch als Kränkung empfinde, ist, daß es von seiner Seite keine inhaltlichen Begründungen, keinerlei Kommunikation gibt. Das empfinde ich nach wie vor als Ausdruck von Arroganz, schließlich hat sogar jeder Schwerverbrecher erstens das Recht auf Verteidigung und zweitens auf Urteilsbegründung. Nur die Leute, die sich RM und seinen Liedern besonders verbunden fühlen, werden vor den Kopf gestoßen, sind es aber anscheinend nicht wert sind, zu erfahren, warum?
Ich kann von morgens bis abends versuchen, Reinhard Meys Beweggründe zu verstehen, aber es bleibt letztendlich immer das Gefühl, daß man als Verehrer seines Werkes und seiner Lebensleistung in der Skala seiner Wertschätzung ganz hinten rangiert, irgendwo zwischen Politikern, Kirchenfürsten und Kinderschändern. Gleichzeitig scheint er es aber in Interviews ehrlich zu meinen, wenn er seinen Anhängern pauschale Komplimente macht und Dankbarkeit äußert. Ich kriege das einfach nicht auf einen Nenner.
Naja, nicht viel neues von mir, gell... :frage:
@Saho:
Wenn es darum ginge, Kritiker mundtot zu machen - fast die einzige Kritik, die hier an Reinhard Mey geübt wird, ist, daß er uns mundtot macht, ohne hier eigentlich gravierend kritisiert worden zu sein... a bisserl paradox, das Ganze.
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#20

Beitrag von Skywise » Mi 8. Feb 2006, 04:31


Ikarus schrieb:
Was kann Reinhard Mey daran stören, wenn jemand das Lied "Christine" hier im Forum ins Deutsche übersetzt?
Schöne Frage, deren Beantwortung nicht ganz einfach ist, weil eigentlich mehrere Dinge getrennt betrachtet werden müssen. Aber ich versuch's mal:
a) zum einen glaube ich, daß in dem gelöschten Beitrag nicht nur die Übersetzung stand, sondern vor allem auch der französische Originaltext von "Christine". Er wurde zwar als Zitat gekennzeichnet, allerdings erfüllte der Beitrag nicht die nötigen Voraussetzungen, die dafür gesorgt hätten, daß der Text als Zitat hätte eingefügt werden dürfen. Zitat des Originaltextes ohne Erlaubnis des Urhebers -> Verstoß gegen UrhG §§51ff. Pech.
Kann sein, daß ich mich irre und in dem Beitrag der Originaltext nicht aufgeführt war. dann wird die Sache ein klein wenig komplizierter:
b) Das Übersetzen eines urheberrechtlich geschützten Werks gilt im Regelfall zwar als eigenständige geistige Schöpfung (UrhG §3), allerdings gibt es da ein kleines Problem: selbst der beste Übersetzer wird nicht garantieren können, daß Sinn und Hintergrund eines Textes bei der Übersetzung originalgetreu erhalten bleiben - es gibt Floskeln, die kann man einfach nicht wörtlich übersetzen, wohl aber durch eine passende ersetzen ... und exakt hier greift erneut das Urheberrecht, da das Werk an dieser Stelle verändert wird. Zur Veränderung eines Werks benötigt man die Genehmigung des Urhebers. War nicht gegeben, darüber hinaus bezog sich die Übersetzung nicht nur auf eine einzelne Passage, sondern auf das ganze Werk -> Verstoß gegen das Urheberrecht (UrhG §62). Pech.
Es ist doch ein Kompliment für den Künstler, wenn jemand sich diese Mühe macht, zumal im Umfeld dieser Forenbeiträge nur positive Kommentare geschrieben wurden und den Menschen, die den französischen Text nicht verstehen, der Inhalt des Liedes nähergebracht wurde. Ich weiß, daß es naiv klingt - trotzdem:
warum freut sich Reinhard Mey nicht darüber?
Tja, nun wäre die Frage zu klären - war tatsächlich auch der französische Text im Beitrag zu lesen? Wenn ja, liegt der Grund auf der Hand, vor allem, wenn man bedenkt, daß Reinhard Mey einer der wenigen Musiker ist, die nicht nur Lieder-, sondern auch Textbücher veröffentlichen - es geht um die Gefährdung einer Einnahmequelle (weniger für ihn persönlich, vielmehr für seinen Verlag ... bitte das zu beachten). Klar ist ein Text für ihn nicht der Rede wert, aber besser, man geht zeitig gegen ungeliebtes Internetmaterial vor und schiebt es nicht auf die lange Bank ... wer weiß, welche Texte hier noch alle als Zitat gelandet wären.
Immer dran denken: das Urheberrecht ging schon von Anfang an davon aus, daß der Künstler mit seinem Werk Geld verdienen will. Deshalb konnte Reinhard Mey einerseits nicht verhindern, daß sich Dieter Thomas Kuhn über seine Wolken hermacht, deswegen kann er aber andererseits verhindern, daß hier seine Texte veröffentlicht werden und die Nachfrage nach seinen Textbüchern sinkt.
Wenn der französische Text nicht im Beitrag stand, muß ich sagen: ich habe nicht die leiseste Ahnung. In diesem Fall würde ich Dir absolut zustimmen (auch wenn das Recht dann trotzdem immer noch auf seiner Seite wäre).
Doch was ich immer noch als Kränkung empfinde, ist, daß es von seiner Seite keine inhaltlichen Begründungen, keinerlei Kommunikation gibt. Das empfinde ich nach wie vor als Ausdruck von Arroganz, schließlich hat sogar jeder Schwerverbrecher erstens das Recht auf Verteidigung und zweitens auf Urteilsbegründung. Nur die Leute, die sich RM und seinen Liedern besonders verbunden fühlen, werden vor den Kopf gestoßen, sind es aber anscheinend nicht wert sind, zu erfahren, warum?
Exakt :-D
Das hängt aber vor allem damit zusammen, daß in der Vergangenheit niemals eine Gruppe das Ziel der Anwälte war, sondern immer nur Einzelpersonen. Das ist insofern klar, weil ja auch nur jene Einzelpersonen die Verantwortung für das tragen, was auf ihrer Internetpräsenz an Unsinn geschieht. Die inhaltlichen Begründungen bzw. die Kommunikation fand immer mit diesen Einzelpersonen statt. Die von Dir angesprochenen Leute waren zwar immer die Leidtragenden, wären aber im Ernstfall niemals vorm Kadi gelandet, daher hat man es anscheinend auf RM-Seite nicht für nötig befunden, offen Stellung zu beziehen - vielleicht sogar, weil man gerade im Internet die Größe einer Gruppe nur schwer einschätzen kann. Abgesehen davon gilt es im allgemeinen als unklug, wenn nicht sogar unfein, sich zu bestimmten rechtlichen Auseinandersetzungen öffentlich zu äußern.
Ich kann von morgens bis abends versuchen, Reinhard Meys Beweggründe zu verstehen, aber es bleibt letztendlich immer das Gefühl, daß man als Verehrer seines Werkes und seiner Lebensleistung in der Skala seiner Wertschätzung ganz hinten rangiert, irgendwo zwischen Politikern, Kirchenfürsten und Kinderschändern. Gleichzeitig scheint er es aber in Interviews ehrlich zu meinen, wenn er seinen Anhängern pauschale Komplimente macht und Dankbarkeit äußert. Ich kriege das einfach nicht auf einen Nenner.
An dieser Stelle ist es gut, wenn man noch eine Person X zur Verfügung hat, auf die man die Schuld schieben kann, egal, ob sie Müller, Meier oder ... was weiß ich - Perleberg oder so ... heißt :-D, die im Namen von Reinhard Mey handeln kann, allerdings nicht mit ihm identisch ist. In dieser Frage hätte sie zugunsten des Verlages gehandelt, möglicherweise sogar ohne das konkrete Wissen von Reinhard Mey persönlich. Dann fällt es einem auf jeden Fall leichter, die pauschalen Komplimente (nette Formulierung übrigens :-D) und Dankbarkeit zu glauben, die RM in der Öffentlichkeit äußert.
Naja, nicht viel neues von mir, gell... :frage:
Nein, alles beim alten :-D
Gruß
Skywise
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Herman van Veen - "Die Clowns"

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