Reinhard Mey bei SWR 4

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Heinz
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Reinhard Mey bei SWR 4

#1

Beitrag von Heinz » Fr 14. Mai 2004, 07:59

Zu Gast bei SWR4

Reinhard Mey
Karibische Träume sind politisch
Das neue Album "Nanga Parbat" - ein bisschen karibische Musik, bei der man fast geneigt ist, die Hüften zu schwingen. Aber tatsächlich spricht aus den Liedern ein ziemlich politischer Reinhard Mey - so, wie wir ihn kennen.
Trotz karibischen Klängen sind ihm die Bilder der Gefangenen in Guantanamo Bay nicht aus dem Kopf gegangen. Und wenn Reinhard Mey die Nachrichten hört, dann glaubt er manchmal, dass er vielleicht sogar noch zu milde in seinen Liedern war.
Wenn der Kragen platzt...
Zu politischen Liedern findet Reinhard Mey immer dann zurück, wenn er merkt, dass ihm der Kragen platzt. Gibt es Nachrichten und der erhoffte Aufschrei der Empörung in der Öffentlichkeit bleibt aus, dann reift in ihm der dringende Wunsch nach einem neuen Lied. Ob ein Album politisch wird, entscheidet allein der Jahrgang. Reinhard Mey vergleicht das gerne mit dem Wein: "Ob es nun geregnet, gehagelt oder die Sonne gescheint hat, all das schmeckt man im Wein und so ist das auch in meinen Liedern."
Der Funke zum Lied
Ob nun politisch oder romantisch, ein Lied zu schreiben ist nicht leicht und nicht schwer. "Mit dem Moment wo einen der Funke erwischt hat, dass man weiß, darüber möchte ich jetzt schreiben, in dem Moment ist es wie eine Besessenheit - da muss man einfach schreiben. Ob das nun ein zärtliches, lyrisches oder ein bissiges Lied ist, das entscheidet allein der Funke, der übergesprungen ist.
Es ist aber immer eine Leidenschaft, immer eine Verzweiflung und mit Selbstzweifeln verbunden. Und wenn man Glück hat, kommt zum Schluss ein wunderbares Gefühl der Erlösung, wenn man beim letzten Wort sieht, dass es ungefähr das ist, was man sagen wollte."
Neue Technik hilft
Wenn der Funke kommt, dann muss Reinhard Mey sofort schreiben. Früher musste alles Mögliche dafür herhalten - kleine Zettel von Papiertaschentüchern abgerissen, Eintrittskarten oder ein Stück Papiertischdecke. "Ich habe mit den Jahren gelernt, dass ich meine Schnipsel immer verliere und vor allem alles vergesse, was ich nicht sofort aufschreibe. Und immer das was man vergessen hat, glaubt man, war überhaupt der Genie-Streich deines Lebens."
Und damit ihm der nie verloren geht, hat er heute ständig seinen Laptop dabei.
Skandale im Haus Mey?
Reinhard Mey hat drei Kinder - zwei Söhne, eine Tochter und alle schon aus dem Haus. Keinerlei Skandale und Gerüchte hört man aus dem Hause Mey: "Es gibt nichts skandalträchtiges. Wir sind immer fair miteinander umgegangen, wir belügen und betrügen einander nicht und wir versuchen mit unseren Nachbarn und Nächsten so gut umzugehen, wie auch mit uns selber. Das gelingt zwar nicht immer, aber wir bemühen uns.
Es gibt einfach keine und selbst wenn es welche gäbe, dann wären es keine Skandale, weil ich nicht versuchen würde "Leichen im Keller" zu verstecken. Wenn etwas so richtig schief geht, man etwas versaubeutelt hat, dann muss man auch dazu stehen."
Rheinhard Mey packt auch seine Niederlagen in Lieder. Über die Rückschläge redet er lieber selber, als dass er dies den Medien überläßt.
http://www.swr.de/swr4/rp/musik/stargas ... index.html
Gruß
Heinz
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