Reinhard Mey bei Sandra Maischberger/Wolf von Lojewski

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Holgi
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Reinhard Mey bei Sandra Maischberger/Wolf von Lojewski

#21

Beitrag von Holgi » So 25. Mär 2007, 13:35

Ich verstehe Eure Aufregung gar nicht.
Ich habe Reinhard Mey´s Beitrag so verstanden, dass noch immer die Industrie den Hörern vorschreibt, was sie kosumieren dürfen.
Die deutsche Vielfalt auf den Sendern ist nach wie vor Mangelware.
Die Freiheit Musiker zu hören, die auch mal nicht so bekannt sind, wäre das Ziel. Aber das ist bislang wohl nur auf den Regionalsendern möglich.
Ich fand es übrigens interessant, wie sehr sich Reinhard Mey in der Sendung zurück gehalten hat. Er war ja umgeben von dominanten, extrovertierten egoistischen Rednern, die in einer Tour und zu jedem Satz etwas sagen mussten.
Wie er das in den Sendungen so macht, finde ich gar nicht so schlecht. Er macht auf mich einen sehr authentischen Eindruck.
Da hätte man von den anderen Rednern mindestens 3 weg lassen sollen. Dann wäre es eine interessante Runde gewesen.
So gerne ich Herrn Reich-Ranicki sehe. Er ging mir ein wenig auf die Nerven. Und die Gayle Tufts mag ich grundsätzlich schon mal nicht.
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Skywise
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#22

Beitrag von Skywise » So 25. Mär 2007, 14:13


Holgi schrieb:
Ich habe Reinhard Mey´s Beitrag so verstanden, dass noch immer die Industrie den Hörern vorschreibt, was sie kosumieren dürfen.
Die deutsche Vielfalt auf den Sendern ist nach wie vor Mangelware.
Die Freiheit Musiker zu hören, die auch mal nicht so bekannt sind, wäre das Ziel. Aber das ist bislang wohl nur auf den Regionalsendern möglich.
Nur - ich will keine deutsche Vielfalt auf den Sendern. Ich sehe keinen Unterschied darin, ob mir die Industrie meine Hörgewohnheiten vorschreibt, ein Sender mir meine Hörgewohnheiten vorschreibt, eine erlesene Jury mir meine Hörgewohnheiten vorschreibt oder irgendeine überflüssige Quote mir meine Hörgewohnheiten vorschreibt.
Meinetwegen können die Sender allesamt so weitermachen wie bisher - allerdings sollten schon Portale für Nachwuchskünstler vorhanden sein. Und damit meine ich Portale, die halbwegs günstig in der Zeit liegen, nicht irgendeine tolle Sendung, die erst um Mitternacht anfängt (es gibt schöne Sendungen dieser Art im Klassik- und im Jazzbereich, wollte ich nur mal anmerken).
Gruß
Skywise
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#23

Beitrag von migoe » So 25. Mär 2007, 14:17

Lieber Holgi,
im Gegensatz zu Dir fand ich die Mischung der Gäste ausgewogen. Die "Zurückhaltung" von Herrn Mey fand ich aber ebenfalls angenehm, was vielleicht daran liegt, dass ich seine Einstellung zu diesem Thema (zu) kenne(n glaube).
Bei allem Gleichklang der Argumente bei den Gästen ist für mich ein Aspekt wichtig, der auch bei anderer Gelegenheit für mich ausschlaggebend ist:
Der Konsument entscheidet mit, ob und wieviel "Denglisch" z.B. in der Werbung oder in den Top10 Erfolg hat.
Reinhard Mey sagte während der Diskussion sinngemäß, dass der Konsument sich gar nicht mehr gegen die vielen englischen Ausdrücke wehren könne und er z.B. über das Radio regelrecht mit englischsprachigen Titeln überschüttet werden würde. Ich sehe das etwas anders. Sicher versuchen die internationalen Firmen wie Sony, Virgin, BMG usw. in allen Ländern die gleichen Titel zu platzieren, weil sie damit mit relativ wenig Aufwand maximalen Ertrag abschöpfen können. Aber das kann nur klappen, wenn die Zuhörer / Konsumenten klüger sind und dieses "Manöver" durchschauen - und das ist in der Realität leider nicht so.
Radio und Fernsehen sind nun mal keine "heiligen Institutionen" mehr, vor denen man ehrfürchtig sitzt und alles 100% aufnimmt, was von dort kommt. Ein von mir geschlätzter Liedermacher aus Franken (Wolfgang Buck) hat in seinem "Song" Die Soß den heutigen Stellenwert der Medien Radio und TV treffend beschrieben.
Der "Content" soll nur noch unterhalten und helfen die Zeit zu vertreiben, der eigentliche "Inhalt", also eine klare Aussage oder Stellungnahme zu Themen ist nicht mehr gewollt. Wenn solche Lieder gespielt werden, dann schaltet die werberelevante Zielgruppe einfach um - und das ist eine Gefahr für die privaten Anbieter. Deshalb wird es im Radio und Fernsehen immer seichter. Als Wolfgang Buck einmal einen "Radiomenschen" gefragt hat, warum seine Lieder nicht gespielt werden, bekam er genau das als Antwort!
Zurück also zu dem Mey-Argument: Der Hörer ist also nicht das Opfer dieser Entwicklung, sondern ein maßgeblicher Teil derselben. Wir Konsumenten sind auch die einzigen, die die Medienschaffenden dazu bringen können, wieder mehr Vielfalt im Programm anzubieten. Von sich aus tun die nur, was der Buchhaltung nutzt - das ist legitim. Aus meiner Sicht ist das auch für die öffentlich-rechtlichen Anstalten die Richtung, in die es geht, denn auch wenn dort das Geld nicht von Sponsoren kommt, sondern von der Allgemeinheit, so müssen auch diese Medienschaffende sich immer wieder erklären, wenn es darum geht, warum Sendungen, die viele Tausend Euro kosten nur für eine Handvoll Zuhörer / Zuschauer produziert werden. Das will nämlich auch keiner!
Marcel Reich-Ranitzki hat mit seiner Aussage aus meiner Sicht recht: Die Kinder müssen daheim und in der Schule für die eigene Sprache begeistert werden - jedoch ohne fremde Sprachen zu vernachlässigen. Je weiter der Horizont, desto größer sind die Interessen und umso mehr Chancen bieten sich später z.B. auch in der Berufswahl.
migoe
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