Technische Probleme mit den Einloggen über das Usermenü.

Was ist geschehen?

Für die Forensoftware wurde ein neues Update eingespielt. Dabei wurden von den Entwicklern einige Funktionen geändert, die für mehr Sicherheit beim Umgang mit Login Daten sorgen sollen. Dafür müssen aber einige Teile der Webseite umprogrammiert werden, die von Modulen verwendet werden, die auf die Änderungen am Hauptprogramm noch nicht eingestellt wurden. Dies betrifft leider auch das Login Eingabefeld in Usermenü, wenn Du ausgeloggt bist.

Muss ich jetzt ein neues Passwort anfordern, um mich einloggen zu können?

Nein, es ist nur momentan nicht möglich, sich über das Usermenü einzuloggen.

Wie kann ich mich denn auf dem Forum Einloggen?

Bitte klicke links oben über der Eingabemaske auf das Wort "Anmeldung" und gibt Deine Login Daten in den entsprechenden Feldern ein.

War der Schutz meiner persönlichen Daten zu jeder Zeit gegeben?

Das Update hatte keine Auswirkung auf irgendwelche Daten. Es wurde lediglich ein Programmteil geändert, welches sicherstellen soll, dass sich niemand mit den Daten eines anderen Users (z.B. eines Admins oder Moderators) Einloggen kann, obwohl er dafür nicht die Zugangsberechtigung hat.

Was muss ich jetzt noch tun / beachten?

Du kannst mir etwas Zeit geben, damit ich eine Lösung für dieses Problem finde. Ich habe mich bereits an die Entwickler gewandt und hoffe, sie können mir schnell helfen.

Ich habe dazu noch Fragen.

Bitte melde Dich in diesem Fall direkt über das Kontaktformular bei mir.

08.05.2019, migoe | www.liedermacher-forum.de

Mey bei Kerner

Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella, die er am 14. Oktober 1977 heiratete und mit der er drei Kinder hat.
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Martin
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#1

Beitrag von Martin » So 12. Sep 2004, 20:01

Hallo,
falls es noch nicht bekannt ist: Reinhard Mey ist (laut EMI-Website) am 28.10. bei Johannes B. Kerner in der Sendung (ZDF).
Gruß, Martin
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Martin
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#2

Beitrag von Martin » Do 28. Okt 2004, 21:25

Nicht vergessen: Das ist heute :) Laut ZDF-Website wird RM von Lulu begleitet.
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#3

Beitrag von fille » Fr 29. Okt 2004, 08:25

Guten Morgen,
ich habs gesehen. Besonders gefallen hat mir, dass RM in den Hotels das Reparieren anfängt!! :-D Wie hat er gesagt? "Es ist immer irgendwo eine Schraube locker." Klingt wie der Titel eines neuen Liedes.
Schönen Tag
fille
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#4

Beitrag von Tonski » Fr 29. Okt 2004, 10:22

Lieber Martin,
ein Vorteil eines Krankenstandes ist, daß man relativ lange Fernsehen kann, man muß ja nicht aufstehen. So habe ich auch das Gespräch im ZDF verfolgt, leider, möchte ich fast sagen. Der Mey meiner Jugendtage ist mir ja schon lange abhanden gekommen, die Peinlichkeit hätte er uns aber doch ersparen können. Ein komischer Kauz, der offensichtlich nicht alt werden kann und dazu von seinem verwöhnten Töchterchen ständig angehimmelt und bestätigt werden muß! Poor old Germany!
liebe Grüße aus Wien
Tonski
Martin schrieb:
Hallo,
falls es noch nicht bekannt ist: Reinhard Mey ist (laut EMI-Website) am 28.10. bei Johannes B. Kerner in der Sendung (ZDF).
Gruß, Martin
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#5

Beitrag von fille » Fr 29. Okt 2004, 10:56

Ein komischer Kauz, der offensichtlich nicht alt werden kann und dazu von seinem verwöhnten Töchterchen ständig angehimmelt und bestätigt werden muß! Poor old Germany!

:-( Das finde ich eigentlich nicht! Eher energiegeladen und ein bißchen nervös. Außerdem wurden die Fragen ja von Kerner gestellt.
Vielleicht Ansichtssache
Gruß fille
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#6

Beitrag von Martin » Fr 29. Okt 2004, 12:32

Vielleicht Ansichtssache
Sicher. Aber ich fand das Gespräch interessant. Irgendwie witzig, dass er immer einen Rauchmelder und sonstiges Werkzeug dabei hat. Aber er hat ja eigentlich Recht, wenn er sagt, dass es nicht sehr ruhmvoll ist, wenn man im Schlaf umkommt...
Energiegeladen kam er mir auch vor. Zumindest nicht so, wie ich mir Leute Anfang 60 vorstelle :)
Dass er von seiner Tochter "angehimmelt" wird, fand ich nicht. Es gab einen kleinen Einblick in das familiäre Zusammenleben. Auch dass er in England noch eine Nacht in der Nähe geblieben ist, um sie doch wieder mit nach Hause nehmen zu können. Ein lieber, fürsorgender Familienvater, meiner Ansicht nach.
Gruß, Martin
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#7

Beitrag von Mickey » Fr 29. Okt 2004, 12:56

Hallo zusammen
Gibt es irgendetwas Neues in Sachen französisches Album? Oder war es eher eine Unterhaltung über Privates?
Liebe Grüsse
von Reto (der's natürlich verpasst hat)
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#8

Beitrag von Maren » Fr 29. Okt 2004, 13:09

Lieber Reto,
es gab leider nichts wirklich Neues. Außer, daß mir seine Schrauberei in den Hotels und die ernsthafte Mitnahme von Rauchmelder und Rettungshaube inzwischen reichlich paranoid vorkam. Da fiel mir spontan eine Zeile aus "Des Kaisers neue Kleider" ein.
Tonski, ich kann verstehen, daß du enttäuscht warst. Mir ging es ähnlich. Allerdings hatte ich nicht so sehr das Gefühl, daß Lulu ihn anhimmelt sondern viel eher das Gegenteil war der Fall.
Auf der anderen Seite bin ich immer wieder erstaunt, wie viel Ausstrahlung der Mann hat. So viel Energie. Ich bin immer wieder eingenommen von seinen Augen.
Und es ist wahr, daß Kerner die Fragen gestellt hat. Aber ist jemandem die veränderte Körperhaltung von Johannes B. aufgefallen bei den anderen Interviewpartnern?
Wer es wie Reto verpasst hat oder sich das Ganze noch mal angucken möchte hat dazu ja noch genug Gelegenheit.
Liebe Grüße
Maren
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#9

Beitrag von migoe » Fr 29. Okt 2004, 22:19

Ich habe die Sendung leider verpasst und deshalb natürlich - auch wegen den hier veröffentlichten negativen Meinungen - gespannt auf die digitale Aufzeichnung.
Maren schrieb:
...es gab leider nichts wirklich Neues. Außer, daß mir seine Schrauberei in den Hotels und die ernsthafte Mitnahme von Rauchmelder und Rettungshaube inzwischen reichlich paranoid vorkam...

Das Gespräch war mehr als 15 Minuten lang und es gab - zumindest für mich - doch die eine oder andere Sache, die mir neu war. Für viele dürfte auch neu gewesen sein, daß Mey mittlerweile wieder fliegt.
Die Sache mit den Rauchmeldern und der Rettungshaube ist vielleicht nicht jedermanns Sache, doch so ehrlich wie er zu seiner Macke steht, kommt es für mich richtig sympathisch rüber - abgesehen davon, daß Mey schon immer solche Spleens hatte und die auch in vielen Liedern immer wieder besungen hat ;-)
Tonski schrieb:
Ein komischer Kauz, der offensichtlich nicht alt werden kann und dazu von seinem verwöhnten Töchterchen ständig angehimmelt und bestätigt werden muß! Poor old Germany!

Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, wie es dazu kommen konnte, daß der von Dir früher akzeptierte und bewunderte Mey heute so derart von Deiner Anerkennung verloren hat lieber Tonski.
Für mich war das Gespräch interessant und aufschlussreich - auch wenn es rein "privat" war und es keine Neuigkeiten zur Musik zu vermelden gab....für alle, die den Termin ebenfalls übersehen haben oder bei denen der Videorecorder nicht so wollte wie er sollte gibt es im Hörsaal den Link zur digitalen Aufzeichnung der ZDF.Mediathek :-D
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#10

Beitrag von fille » Fr 29. Okt 2004, 23:32

Gestern habe ich nur anfangs in die Sendung reingeschaut und heute habe ich die Aufzeichnung gesehen.
Ich finde wirklich, daß Reinhard Mey sehr sympathisch wirkt. Außer dem Spleen mit dem Feuermelder usw. gibt es nichts Nachteiliges zu sagen. Er sprach eigentlich bedächtig und was er sagte, hatte doch Hand und Fuß! Warum er ein komischer Kauz sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Ich glaube auch nicht, daß er Probleme mit dem Altwerden hat. Er ist so energiegeladen, dass das Alter überhaupt keine Rolle spielt.
Daß er seine Familie liebt, wissen wir seit langem aus seinen Liedern. Mir hat er bei Kerner ausgesprochen gut gefallen.
Außerdem gibt es mehr Menschen, die ständig Werkzeug dabei haben. Heute wurde mir von einem Bekannten erzählt, der am ersten Tag im Urlaubshotel immer erst schaut, was im Zimmer nicht Ordnung ist und dann den Schraubenzieher zückt!
Eine Schraube ist immer irgendwo locker....
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#11

Beitrag von Diana » Sa 30. Okt 2004, 11:43

Hallo!
Ich habe mir auch eben die Aufzeichnung bei ZDF Online angeschaut und finde, das war schon ein gelungenes Interview. Im Gegensatz zu anderen Gelegenheiten fielen die Spleens eigentlich gar nicht so ins Gewicht - und schliesslich haben wir doch alle unsere kleinen Macken. ;-)
Von "anhimmeln" konnte ich auch nichts sehen, weder beim Vater noch bei der Tochter. Aber ob einen jetzt die ganzen privaten Dinge interessieren und warum nun die Tochter eines Liedermachers plötzlich im Rampenlicht steht... das ist eigentlich das einzige, was mir nicht so gefallen hat, weil ich finde, das gehört eben nicht alles in die Öffentlichkeit. Auch wundert es mich, dass ausgerechnet RM, der ja sonst immer so auf seine Privatsphäre bedacht ist (völlig zu recht), jetzt plötzlich mit seiner Tochter gemeinsam im TV zu sehen ist. Es ging ja auch in dem ganzen Interview nicht um seine Musik, sondern nur um privates, was für mich dann schon ein wenig überraschend war.
Aber im Gegensatz zu Tonski konnte ich auch nichts "desillusionierendes" feststellen...
Liebe Grüsse, Diana
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#12

Beitrag von Ursula » Sa 30. Okt 2004, 19:38

Hallo!
Hatte RM nicht bei Anke Late Night gesagt, seine Tochter sei in England, um dort eine zweite Anke Engelke zu werden? Vielleicht war das der erste Schritt, seine Tochter ins Fernsehen zu bringen und sie der Öffentlichkeit vorzustellen - auch wenn sie in der Sendung, glaube ich, keinen ganz konkreten Berufswunsch geäußert hat, abgesehen davon, dass die Einblendung als Berufsziel "Mode-Designerin" und noch etwas nannte, das ich aber vergessen habe.
Viele Grüße, Ursula
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.........

fille
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#13

Beitrag von fille » Sa 30. Okt 2004, 20:12

Hallo Ursula,
der zweite Berufswunsch war Schauspielerin.
Meiner Meinung nach ist es zwar natürlich, dass das Kind eines Künstlers auch Künstler wird - es ist aber problematisch vom Papa gepusht zu werden. Dann heißt es immer die Tochter von....
Gruß
Marianne
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Nordlicht
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#14

Beitrag von Nordlicht » Sa 30. Okt 2004, 20:32

Hallo, Ihr Alle !
Ich hab´s mir - weil gerade Zeit war - auch angeschaut, und irgendwie hatte ich dabei den Gedanken, daß ich mich mit dem Herrn M. aus B. ungern einmal persönlich unterhalten möchte. Garnicht mal wegen seiner Ansichten, sondern vielmehr wegen seiner ziemlich bemühten Körpersprache. All dies Hin- und Hergezucke mit dem Kopf und dem Oberkörper, dies freundlich- angestrengte Lachen, es würde mich "in natura" noch rasender machen als in all den Jahren, die es mich ohnehin schon ein wenig nervt.
Was mich aber noch viel mehr wunderte ist das, was schon Diana ansprach: Seit Anfang an peinlich bemüht, das Privatleben - zu Recht - vor der Öffentlichkeit zu verbergen, hat RM in letzter Zeit anscheinend das Bedürfnis, uns alles über wandernde Zimmerer, studierende Thai- Fans und internierte Schüler zu erzählen. Im Hinblick darauf, daß er seinen Namen nur schwer auf Web- Sites lesen mag, ist dies schon ein klein wenig merkwürdig. Vielleicht ist ja auch die "seht-her-was-ich-für-ein-stolzer-Vater-bin"- Zeit nur knappe 19 Jahre verspätet eingetroffen ?
Und, Günther, ich muß Diana noch einmal beipflichten: "Desillusionierend" kann ich das Verhalten von RM ebenfalls nicht finden. Das liegt aber sicher daran, daß ich eigentlich nie entsprechende Illusionen gehabt habe. Als Mensch - sowohl privat wie auch als Künstler - hat mir Herr Mey nie nahe gestanden. (So, wie er es nach eigenen Angaben von seinen "Fans" ohnehin gern hätte.) Er machte und macht in meinen Augen sehr gute Musik. Nicht mehr - allerdings auch nicht weniger. Noch ein weiteres Interview mit ihm werde ich mir vorsätzlich sicher nicht geben - aus vorgenannten Gründen, aber auch, weil er letztendlich nichts wirklich Neues zum Besten geben konnte. Insofern hätte ich mir vielleicht doch etwas anderes anschauen sollen.
Viele liebe Grüße aus Oberösterreich,
ANDREAS.

(...der auch immer eine Hosentaschenaxt dabeihat, dies aber nicht der Allgemeinheit mitteilt und der, dies nebenbei, fernsehen ohnehin mehr und mehr für Zeitverschwendung hält...)
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in miracles, much more than I can say,
it´s enough to keep me still believing
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(''Book of golden stories''/ RUNRIG)

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#15

Beitrag von Diana » So 31. Okt 2004, 09:56

Hallo Andreas!
Na, dass ich das noch erlebe... du bist gleich zweimal meiner Meinung!? :-D
Und, Günther, ich muß Diana noch einmal beipflichten: "Desillusionierend" kann ich das Verhalten von RM ebenfalls nicht finden. Das liegt aber sicher daran, daß ich eigentlich nie entsprechende Illusionen gehabt habe. Als Mensch - sowohl privat wie auch als Künstler - hat mir Herr Mey nie nahe gestanden. (So, wie er es nach eigenen Angaben von seinen "Fans" ohnehin gern hätte.) Er machte und macht in meinen Augen sehr gute Musik. Nicht mehr - allerdings auch nicht weniger.

Das geht mir ähnlich, Andreas, ich habe mich noch nie besonders für das Privatleben von Herrn Mey interessiert, sondern eigentlich nur für die Musik. Aber daher finde ich es umso verwunderlicher, wie er dies selbst in letzter Zeit in die Öffentlichkeit schiebt, denn ich hatte keine Mühe, sein Bedürfnis nach Privatsphäre zu verstehen.
Fällt das nur in letzter Zeit besonders auf, oder teilen hier auch andere den Eindruck, dass sein Bedürfnis nach Öffentlichkeit - und dies nicht unbedingt in Zusammenhang mit seiner Musik - zugenommen hat?
Nachdenkliche Grüsse, Diana
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#16

Beitrag von Guest » So 31. Okt 2004, 12:18

Ihr lieben Meyerlinge und Meykritiker,
wisst ihr, was mich an eurer Diskussion ein bisschen wundert (und stört)? RM wird hier privat wie auch öffentlich beleuchtet, man streitet sich über Authentizität, Macken und Zuckungen von Mey, man interpretiert und kommentiert, beargwöhnt oder gutheißt jeden Satz und jede Geste. Und über all den (erfüllten oder auch unerfüllten) Erwartungen gerät in Vergessenheit, dass man zum einen eigentlich außer seinen Interpretationen NICHTS von RM persönlich weiß (also aus erster Hand, von ihm selbst) und auf der anderen Seite eigentlich KEINERLEI Anrecht auf eine (öffentliche) Beurteilung hat.
Ich kann mir schon vorstellen, warum man als "öffentliche Person" sein Privatleben unter Verschluss hält, viele kommen schon nicht mal mehr in Talkshows, weil sie wissen, dass genau das, was ihr hier macht, passieren wird. RM KANN sich gar nicht richtig oder natürlich geben, es wird von seinen Fans und seinen Kritikern totinterpretiert. (Das gilt nicht nur für ihn sondern für alle, die so mutig sind und sich der Öffentlichkeit stellen).
Habt doch bitte nicht so überhöhte Erwartungen an eine Person, die euch persönlich gar nicht kennt und auch für eure Erwartungen, Hoffnungen und Einstellungen keinerlei Verantwortung übernehmen kann und will.
Warum setzt ihr euch nicht kritisch mit INHALTEN seiner Texte auseinander? Dazu kann man doch wirklich mal seine Meinung vertreten, spricht dann für sich selbst und muss auch selbst die Verantwortung für das übernehmen, was man als Meinung vertritt.
Dem Künstler tut ihr jedenfalls keinen Gefallen mit eurem FANatismus...
Wollte ich mal loswerden, auch wenn es vermutlich nicht positiv aufgenommen wird....
Gruß Bianca
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#17

Beitrag von Tonski » So 31. Okt 2004, 12:24

Lieber migoe,
es gibt eine Zeile in einem Mey-Lied, die ungefähr so lautet: "du brauchst im Leben wirklich nur, um keine Not zu leiden, einen Freund, ein Stück Brot, ein Töpfchen Schmalz und ein Glas Wein.."
Mir schienen Meys Lieder immer eine Art Gegenwelt zu unserer profitgeilen und geistarmen spätkapitalistischen Welt zu sein, und das ohne ideologische Scheuklappen.
Nun steht mir auf meinen und seinen alten Tagen ein Mann gegenüber, der leidschaftlich Porsche fährt, das Fliegen nicht lassen kann -entgegen vollmundigen gegenteiligen Behauptungen - und sein Töchterlein in ein englisches Internat schickt.
Für mich klaffen die Person Mey und der Künstler Mey immer weiter auseinander. Vielleicht war das schon immer so und ich habe es nur nicht bemerkt. Vor dem Internetzeitalter habe ich 30 jahre ausschließlich seine Lieder gehört und kaum je etwas über sein Privatleben gehört oder glesen, es hat mich auch nicht interessiert! Ich hätte wohl dabei bleiben sollen.
Aber versteh mich nicht falsch, noch immer halte ich fast alle seiner frühen Lieder und viele späteren für das Beste, das deutschsprachiges Liedgut zu bieten hat!
herzlichst
Tonski
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#18

Beitrag von Maren » So 31. Okt 2004, 13:29

Lieber Tonski,
da kann ich Dir zum größten Teil bepflichten. Ich mag seine Lieder sehr. Sie sind für mich Heimat und Trost, Liebe und auch Gesundung. Seit 1974 begleiten mich seine Lieder.
Er ist und bleibt mein Lieblingsbarde.
Falls ich ihm mal begegnen sollte, wird es mir sicherlich so gehen wie Obelix wenn er auf Falbala trifft.
Aber das liegt daran, daß ich sehe und höre, was er verkauft. Und da sind wir genau wieder an der Stelle, an der wir schon so ungemein viel diskutiert haben.
RM = Seine Lieder oder RM = Mensch, der ein Produkt (seine Lieder) verkauft?
Ich denke, es ist müßig, sich darüber zu unterhalten, ob er seine Lieder lebt oder nicht. Das ist allein sein Ding. Und da gebe ich Bianca teilweise Recht. Allerdings sehe ich es so, daß er sich in die Öffentlichkeit begeben hat und uns dadurch die Möglichkeit zur Diskussion erst gibt. Seine Motivation ist mir schleierhaft. Und wenn zwei Dinge für mich so wenig zusammenpassen, dann versuche ich dem auf den Grund zu gehen und mich mit anderen darüber zu verständigen. Wenn das FANATISMUS ist, dann bin ich fanatisch. Und dann habe ich eine (die anderen erzähle ich nicht in der Öffentlichkeit) mindestens so große Macke wie Herr M aus B, dem ich hier zugestehe, daß ich selten einen Menschen erlebt habe, der derart sympathisch zu seiner Paranoia steht, wie er. Ja, Bianca, ich bin vielleicht auch ganz gerne fanatisch!
Maren, die wohl den nächsten Fernsehauftritt von RM mit Freuden verpassen wird
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#19

Beitrag von Diana » So 31. Okt 2004, 17:43

Hallo Bianca!
Ich fühle mich zwar nicht direkt von dir angesprochen, denn mich könntest du nur gemeint haben, wenn du meinen Beitrag nicht verstanden hast... ;-)
Aber mich ärgert ein wenig deine Pauschalschelte. Denn in allen vorangegangenen Beiträgen sind durchaus SEHR unterschiedliche Standpunkte vertreten worden und ich verstehe nicht ganz, wo du da FANatismus gefunden hast... :frage:
Ich kann mir schon vorstellen, warum man als "öffentliche Person" sein Privatleben unter Verschluss hält, viele kommen schon nicht mal mehr in Talkshows, weil sie wissen, dass genau das, was ihr hier macht, passieren wird. RM KANN sich gar nicht richtig oder natürlich geben, es wird von seinen Fans und seinen Kritikern totinterpretiert. (Das gilt nicht nur für ihn sondern für alle, die so mutig sind und sich der Öffentlichkeit stellen).

Das ist genau das, was ich und einige andere geschrieben haben... nämlich, dass das Privatleben eines Künstlers niemanden etwas angeht. Was in diesem Fall aber so irritiert, dass es eben ausgerechnet RM selbst ist, der nicht nur immer öfter in Talkshows zu sehen ist, sondern in diesen auch noch immer öfter zu Themen Stellung nimmt, die nichts mit seiner Musik zu tun haben!
Und über all den (...) Erwartungen gerät in Vergessenheit, dass man (...) eigentlich außer seinen Interpretationen NICHTS von RM persönlich weiß (also aus erster Hand, von ihm selbst) ...

Tja, und genau das ist der Punkt, über den hier eigentlich diskutiert wurde - nämlich, dass Herr M. aus B. uns in letzter Zeit zunehmend Gelegenheit gibt, sich mit seinen persönlichen Befindlichkeiten auseinanderzusetzen. Ob es uns interessiert oder nicht... er schreibt z.B. ausgesprochen seltsame Leserbriefe an meine Tageszeitung, die zufällig auch die seine ist. :-D Bleibt nicht aus, über so etwas zu stolpern... ;-)
Vielleicht hast du in der vorhergehenden Diskussion einfach etwas missverstanden!?
Liebe Grüsse, Diana
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#20

Beitrag von Tonski » Mo 1. Nov 2004, 11:07

Liebe Maren,
schon auf der Universität haben wir Seminare damit verbracht darüber nachzudenken, inwieweit ein Autor von seinem Werk zu trennen ist. Ein Ergebnis hat es, wie Du Dir denken kannst, nie gegeben.
Bei Mey scheint mir aber doch ein besonderer Fall gegeben zu sein; seit Anbeginn seiner "Karriere" (eigentlich ein furchtbares Wort) wurde er dafür gelobt, daß seine Lieder zumeist Reflexion des eigenen Lebens sind und ebenso oft die berühmten "kleinen Dinge" des lebens behandeln. Und ist es nicht wirklich so, daß Meys Lieder zumeist dann am schönsten, am eindrucksvollsten sind, wenn sie sich auf eben diesen Ebenen bewegen. Daher auch meine tiefe Ablehnung seiner späten "politischen Lieder" (Narrenschiff, Vernunft kehrt ein..., Guantanomo Bay, mein Gott welch herzige Melodie...)
Wenn Thomas Mann in dicken Romanen den Untergang der bürgerlichen Welt beschreibt, mag es ziemlich gleichgülitg sein, welcher Mensch hinter dem Autor privat steckt; wenn aber ein Sänger so sehr seine Lieder als Ausdruck persönlicher Weltsicht "verkauft" sollte es doch ein weitgehendes Überinstimmen mit seiner tätsächlichen Persönlichkeit geben. Und das beginnt bei mir von Interview zu Interview, das ich mit ihm sehe, auseinander zu klaffen!
Aber Du hast recht: ich werde mir solche Interviews nicht mehr ansehen; vielleicht ist es auch so: seichte Fragen provozieren seichte Antworten, das wäre auch so etwas für eine Erklärung!
Sehr hellsichtig war auch, was Nordlicht über seine Körperhaltung beim letzten Interwiew gesagt hat, etc. und so weiter, und so weiter...
Aber es ist wohl so: was man am meisten liebt, kritisiert man auch am meisten! Freuen wir uns weiterhin an seinen Liedern und soll er doch sagen, was er will!
mlg
Tonski
P.S. tut mit leid wegen des Chats!
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