Martin Sommer

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 20.06.2019 | Foto für Banner und Forum: Sven-Sebastian Sajak Deutsche Wikipedia
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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#1

Beitrag von moni » Mi 5. Sep 2007, 20:42

Habe heute auf der Seite von RM einen schönen Text gefunden in dem Martin Sommer erwähnt wird.
Gruß Moni
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:wau:
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fille
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#2

Beitrag von fille » Mi 5. Sep 2007, 20:56

Hallo Moni!
Wo ist denn der Text über Martin?
Gruß, Marianne
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moni
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Martin Sommer

#3

Beitrag von moni » Mi 5. Sep 2007, 20:59

Hallo Marianne,
auf reinhard-mey.de
Titel: Wo sind die Geschichtenerzähler
Gruß Moni
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:wau:
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JuergenF
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#4

Beitrag von JuergenF » Mi 5. Sep 2007, 21:27

Schön, daß er die Toten nicht vergessen, sondern vorangestellt hat!
Und Martin Sommer ist sicher eine der größten Begabungen.
Jürgen
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#5

Beitrag von Doro1100 » Mi 5. Sep 2007, 23:03

Guten Abend!
Der Text von RM gefällt mir ja mal richtig gut!! Und nicht nur weil Martin erwähnt wurde! ;-)
Danke,liebe Moni für's Finden :haende:
...wo sind die Liedermacher? Alle tot, alle in der Geschlossenen? Nein, sie leben noch und sie laufen frei herum, sie schreiben und sie singen.

..und einige davon sogar hier bei uns im Forum!! :-)
Gruß + :ratz:
Doro
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#6

Beitrag von Petra » Mi 5. Sep 2007, 23:18


Die Geschichtenerzähler sind rar

Das hab ich auch mal gedacht. :gruebel: Sooo rar sind sie gar nicht, wie ich gelernt habe, seit Migoe das Liedermacher-Forum gegründet hat. Sicherlich war das für Migoe selbst auch eine Überraschung, aber es gibt wirklich viele 'Jungs mit Holzgitarre'. :-) (So singt es Scamp, aber klar, ich weiß, da gibt es auch Mädels. ;-))
Viele Grüße von Petra
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wenn man folgendes bedenkt:
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#7

Beitrag von Carsten K » Do 6. Sep 2007, 01:37

Hallo zusammen,
ja, es ist erfreulich, dass der große alte Meister in seiner Gastkolumne in dem namhaften Fachmagazin "Akustik-Gitarre" auf zu entdeckende Talente wie Martin Sommer oder Johanna Zeul hinweist, und ich nehme es ihm auch fast gar nicht übel, dass andere GeschichtenerzählerInnen - so wie ich z. B. ;-) - in dieser Kolumne natürlich wieder mal nicht erwähnt werden... Aber meinereiner kennt das ja, ich lauf ja auch so gut wie nie im Radio... Wenn Jess noch sein Liedermaching-Radio (da gab's auch viele gute GeschichtenerzählerInnen) machen täte, wär das vielleicht anders...
Heute (nee, schau ich auf die Uhr), also gestern bin ich mit einem Carsharing-Auto gefahren, und als ich den Wagen startete, lief im Radio ein Reinhard-Mey-Song, irgendwas mit Berlin und den originellen HauptstadtbewohnerInnen, kein wirklich originelles Lied, aber ganz nett, wenigstens nicht ganz so schlecht wie der volkstümliche Schlager, der danach zu hören war. Wer immer den Wagen vorher hatte, es war HR4 eingestellt. Normalerweise zappe ich bei HR4 gleich weg, diesmal habe ich mir wenigstens den Reinhard-Mey-Song bis zu Ende angehört (was ich ja auch nicht bereue)... Ich hätte auch fast noch den volkstümlichen Schlager danach gehört, aber ich bin schwach geworden und habe auf HR3 umgeschaltet. Da lief gerade "Ich bin ich" von Rosenstolz, und ich war eigentlich ganz froh, dass es deutschsprachige Songs inzwischen auch in Sendern wie HR3 zu hören gibt, und dass das, was danach kommt, ebenfalls erträglich für meine Ohren ist... Klar, es gibt bessere Lieder von Rosenstolz, und von "Ich & ich" dann Textpassagen wie "Wir sind alle Sternenstaub" ertragen zu müssen, tut sicherlich weh, aber es gibt mittlerweile auch verdammt viel gute deutschsprachige Musik auf besseren Sendern als HR4 zu hören, finde ich...
Ja, es gibt Vielfalt, mittlerweile sogar im Radio, und bisweilen sogar im Fernsehen. Und live auf der Bühne sowieso... Und ich beneide Reinhard Mey nicht darum, auf HR4 verbannt zu sein. Da muss er sich ziemlich Mühe geben, um überhaupt mitzukriegen, was es sonst noch alles gibt. Immerhin kennt er "alte Hasen" wie Konstantin Wecker oder Stoppok, "junge Kluge" wie Dany Dziuk oder Bodo Wartke und sogar "zu entdeckende Talente" wie Martin Sommer oder Johanna Zeul... Das macht doch auch Hoffnung, oder? Vielleicht schafft es Reinhard Mey eines Tages ja auch wieder auf HR3, und wenn er sehr alt werden sollte, sogar über HR2 (Klassik) auf HR1 (die Klassiker der Rockmusikgeschichte)... ;-)
Liebe Grüße
cARSCHti
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#8

Beitrag von Rex2005 » Do 6. Sep 2007, 07:28

Hallo
wenn der deutsche Erdenbürger nicht alles in irgendwelche Kategorien und Schubladen pressen müsste, wären nicht nur Sender egal ob Radio oder TV viel flexibler.
Vor einiger Zeit habe ich im Internet den elsässischen Sender "Radio Dreyeckland" entdeckt. Wenn ich auch bei Roy Blacks "Ganz in Weiß" auf französisch gesungen hin und wech bin ;-) und tapfer DJ Ötzi ertrage :bäng: , laufen dort ganz selbstverständlich in der selben Sendung Chansons von Brel, Piaf und Moustaki wie auch Patricia Kaas und Linda Lemay, Klassiker und Charthits.
Marktwirtschaft und Kampf um Quoten scheint in Frankreich und anderswo nicht so verbissen verfolgt zu werden wie hier. Denn trotz aller deutscher Tugenden hinken wir doch fast überall etwas hinterher. Dazu kommt noch das Phänomen immer alles optimal machen zu wollen, von ein paar wenigen klugen Leuten bestimmt wird, was der Menge an anderen Leuten zu gefallen hat, egal ob´s Politik, Musiklandschaft oder anderes ist. - Kommt mir reichlich bekannt vor, eigentlich nur in der Quantität ein Unterschied zu längst vergangen Zeiten :-D
LG
Rex2005
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Skywise
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#9

Beitrag von Skywise » Do 6. Sep 2007, 08:55


Rex2005 schrieb:
wenn der deutsche Erdenbürger nicht alles in irgendwelche Kategorien und Schubladen pressen müsste, wären nicht nur Sender egal ob Radio oder TV viel flexibler.
Wenn die Redakteure mal das spielen dürften, was sie wollten oder zumindest im Archiv vorfänden, und nicht das, was die meisten Nur-Charts-Hörer haben wollen oder gewisse Interessenverbände der "Musikindustrie" bis zum mittelschweren Erbrechen sponsorn oder auf andere Art und Weise "pushen", dann sähe es heute auch ein wenig anders aus in der deutschen Radio- und TV-Landschaft. Die von Dir angesprochenen "Kategorien" oder "Schubladen" sind, wenn man's genau nimmt, noch gar nicht sooo alt, wie das manchmal den Anschein hat - auch in Deutschland nicht. Bis weit in die 70er Jahre, wenn nicht sogar Anfang der 80er Jahre hinein findet man Sampler, die darauf schließen lassen, daß die Abgrenzung der einzelnen Kategorien gar nicht so schlimm war, wie das heute der Fall ist. Da durften auch mal Black Sabbath und Julio Iglesias mehr oder weniger ungestraft nebeneinander auf einem Sampler veröffentlicht werden, und das Dingens hat sich trotzdem gut verkauft. Nun ja - man hat sich den Hörer entsprechend umerzogen. Ob das gut war, weiß ich nicht. Ich tippe aber mal auf [X] nein.
Marktwirtschaft und Kampf um Quoten scheint in Frankreich und anderswo nicht so verbissen verfolgt zu werden wie hier.
Weiß ich nicht, glaub' ich nicht. Ich sehe das Problem eher tiefer. Die Franzosen haben zu ihrer Nation in der Regel ein völlig anderes Verhältnis als die Deutschen. Wenn man heutzutage sagt "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein!", zieht man ja automatisch den einen oder anderen skeptischen Blick auf sich. Wenn ich mir so einige Sachen durchlese, wie sie durch Pressetexte oder andere Foren geistern, habe ich manchmal das Gefühl, daß sich viele Deutsche eher mit den USA oder mit GB identifizieren können. Ich hab' vor einigen Wochen Kaffee gespuckt, als ich beim Lesen eines Promo-Texts eines Rap-Albums über einen Satz gestolpert bin, der sinngemäß lautete: "Der Rapper klingt nicht nach Itzehoe, sondern nach tiefstem New Yorker Ghetto." Als ob es wesentlich schlimmer wäre, wenn er nach Itzehoe klingen würde ... ;-)
Gruß
Skywise,
der sich schon einmal vorbeugend bei allen Einwohnern der Stadt Itzehoe für die obige geringschätzige Bemerkung entschuldigen möchte.
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#10

Beitrag von fille » Do 6. Sep 2007, 09:05

Guten Morgen Rex!
Vor einiger Zeit habe ich im Internet den elsässischen Sender "Radio Dreyeckland" entdeckt

Klingt interessant! Welche Frequenz?
Das wäre auch was für die Netztipps.
Gruß, Marianne
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#11

Beitrag von Rex2005 » Do 6. Sep 2007, 15:17

Hallo Sky

Skywise schrieb: Weiß ich nicht, glaub' ich nicht. Ich sehe das Problem eher tiefer.

ja klar, das Problem ist sicher weitaus vielschichtiger! Ich hoffe nur, dass du nun nicht wieder eine neue Endlos-Deutschland-Diskussion losgetreten hast ;-)
@fille
unter Surfmusik kann man sich etliche internationale Sender raussuchen
LG
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Reino
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#12

Beitrag von Reino » So 6. Apr 2008, 08:28

Leider bestimmte auch in der Blütezeit der Liedermacherei der Rundfunk-Tontechniker, ob eine Platte gespielt werden kann oder nicht. Meine z.B. offenbar nicht – ist laut GEMA-Abrechnung bundesweit 7 mal zum Einsatz gekommen. Und wenn ich der Bestückungsliste der Plattenfirma glauben darf, haben in jedem Sender 10 Redakteure das Teil gekriegt.
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#13

Beitrag von fille » So 6. Apr 2008, 10:43

Hallo Reino!

Leider bestimmte auch in der Blütezeit der Liedermacherei der Rundfunk-Tontechniker, ob eine Platte gespielt werden kann oder nicht.


Der Rundfunktontechniker??? Ich glaube nicht, dass ein Tontechniker ein Mitspracherecht hat. War das früher mal so? Kann ich mir gar nicht vorstellen.
Allerdings habe ich mal gehört, dass die Musikstücke bei den populären Sendern per Computer ausgewählt werden. Die Auswahlkriterien dürften wohl Bekanntheitsgrad und so weiter sein. Und da ist es natürlich sehr schwer als Neuling reinzukommen.
Gruß, Marianne
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#14

Beitrag von Skywise » So 6. Apr 2008, 15:35


fille schrieb:

Leider bestimmte auch in der Blütezeit der Liedermacherei der Rundfunk-Tontechniker, ob eine Platte gespielt werden kann oder nicht.


Der Rundfunktontechniker??? Ich glaube nicht, dass ein Tontechniker ein Mitspracherecht hat. War das früher mal so? Kann ich mir gar nicht vorstellen.
Stimmt aber. Jedenfalls teilweise.
Wenn eine Musiksendung im Radio kam, gab's den Musikredakteur oder Moderator, der den Verlauf der Sendung halbwegs vorgeschrieben, wenn nicht sogar nach dem Mädchen-für-Alles-Prinzip die komplette Steuerung des Studios übernommen hat. War das Programm dagegen "offen" (also - so in etwa die Richtung wie heutzutage das Standard-Programm ... hier mal ein paar Features, dort mal ein paar kleinere Interviews, vielleicht Telefonate oder Neuigkeiten), dann war der Moderator fleißig am Moderieren, weil das seine Aufgabe war, und der Tontechniker war am Auspegeln, Einspielen von Beiträgen - oder eben am Musikmachen, d. h. er legte in seiner Technikkabine die Schallplatten (oder noch früher: Tonbänder) auf und dudelte dann halt den Leuten was vor.
Heutzutage hat sich die Rolle des Tontechnikers dagegen deutlich verändert; meistens übernimmt ein Computer das Auspegeln und die Einspielungen oder Musiktitel werden von den Moderatoren eigenhändig gestartet. Digitalarchive machen's möglich.
Allerdings habe ich mal gehört, dass die Musikstücke bei den populären Sendern per Computer ausgewählt werden. Die Auswahlkriterien dürften wohl Bekanntheitsgrad und so weiter sein.
... oder eine entsprechende Finanzspritze von bestimmten Seiten ... :-D
Gruß
Skywise
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#15

Beitrag von Reino » Mo 7. Apr 2008, 14:34

Heute sind wahrscheinlich alle Tonträger so industriestandardisiert, daß sie vom Pegel alle gleich ausfallen.
Früher gab es aber Platten, die eine andere Dynamik oder Lautstärke aufwiesen. Und da sagte ein Tontechniker einfach "Das kann man nicht spielen" und dann wurde das auch nicht gespielt.
Ich hab einmal gehört, wie ein Titel meiner LP im Radio gespielt wurde. Das heißt, gehört hab ich erst mal nichts, weil es viel zu leise war. Erst als ich die Lautstärke aufdrehte, erkannte ich das Werk. Das erklärt wahrscheinich, warum die Platte nie gespielt wurde.
ber auch werden werden sicher Aufnahmen, die den störungsfreien Ablauf des Dudelfunks beeinträchtigen könnten, aus dem Computer verbannt.
Interessant übrigens, wie sich in den 80er Jahren das Musikprogramm änderte, zumindest beim SDR.
Damals gab es eine poluläre Sendung namens "Plattentest". Dort wurden von Redakteuren ausgewählte Titel vorgestellt, und die Zuschauer wählten ihre Favoriten in die Monatsendrunde und später Jahresendrunde. Lieder, die sich so bewährt hatten, wurden auch verstärkt im normalen Programmablauf eingesetzt.
Unter den vorgestellten Titeln befand sich auch immer ein Anteil von 10–30 Prozent Folk und Liedermacher (Zupfgeigenhansel, Wader, Wecker etc.), die es auch oft zu Spitzenplazierungen brachten.
Dann stellte der Sender die Sendung auf geniale Weise um: Es wurden vom Sender keine Vorschläge mehr gemacht, sondern die Hörer sollten einfach ihre Lieblingstitel mitteilen. Das hatte völlig logisch zur Folge, daß im Plattentest nur noch Titel gespielt wurden, die eh schon alle kannten. Und die Redakteure des SDR fragten anschließend scheinheilig, warum sich keiner mehr für Folk und Liedermacher interessiere. Wie auch, wenn sie im Radio nicht mehr gespielt wurden?
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