Gitarrenbegleitung???

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
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Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Gonzuuh
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Gitarrenbegleitung???

#1

Beitrag von Gonzuuh » Mo 17. Apr 2006, 11:28

Hallo Allerseits.
Ich verfolge dieses Forum schon eine geraume Zeit mit großem Interesse. Vor ziemlich genau 22 Jahren nahm mein "Mey-verückter" Vater mich (damals 8 Jahre) mit in die Berliner Philharmonie und seitdem höre Reinhard Mey rauf und runter. In erster Linie bin ich ein Fan des "Live-Mey´s"…und genau darum dreht sich meine Frage. Wenn man das frühe Gitarrenspiel mit dem späterem/heutigem vergleicht, hat Mey am Instrument fast einen Quantensprung gemacht. Er spielt Melodie und Begleitung sehr differenziert und wohl überlegt mit z.B. Flageoletts, längeren Melodie Phrasen, besseren Lied-Enden ... außerdem spielt er fast gar nichts mehr mit Kapodaster , was er früher sehr häufig tat. Nun habe ich schon seit längerem die leise Vermutung, das er auf diesem Gebiet professionelle Unterstützung hat. Jemand, der ihm die Sachen (Studio Arrangements) für die Tour auf der Gitarre zurecht legt und mit ihm "übt". Ich denke das Reinhard Mey auch genügend mit Text lernen beschäftigt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, das Manfred Leuchter das macht, da der sich mehr den Tasteninstrumenten verschrieben hat. Weiß jemand von euch was über dieses Thema?
Viele Grüße aus Berlin Gonzuuh
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Ikarus
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Gitarrenbegleitung???

#2

Beitrag von Ikarus » Mo 17. Apr 2006, 14:17

Hallo Gonzuuh!
Ich kann natürlich zu dem Thema nur spekulieren, aber da ich Reinhard Meys Lieder von Anfang an "original" nachspiele, stellt es sich für mich so da, daß sich eigentlich nicht viel geändert hat. Er ist von der ersten Platte an auf dem hohen Niveau gestartet, auf dem er jetzt immer noch ist. Beispiele für wunderbare Melodie-Varianten finden sich schon auf der "frederic edition 1", Beweise für die technische Sicherheit in den unglaublich schnell gespielten Liedern auf der "RM live" (z.B. "Ankomme Freitag, den 13." oder die "Ballade von Fred Kasulzke"), später dann auch schwierig zu spielende Begleitungen wie "Bevor ich mit den Wölfen heule" oder "Annabelle, ach Annabelle". Aber die Grundmuster ("Mey-Picking" etc.) für verschiedene Rhythmen sind über die Jahre gleich geblieben und entsprechen einfach dem, was er kann. Natürlich versucht er immer wieder, neue kleine Varianten und Verzierungen zu erfinden, was ihm auch immer wieder gelingt. Aber ich bin absolut überzeugt, daß er die ganz allein herausfindet, ohne Helfer! Oft sind es auch sehr einfach zu spielende, kurze Zwischentöne, die sich viel virtuoser anhören, als sie sind. Die "Ausflüge" Richtung Klassische Gitarre (z.B. "Deine Zettel") bleiben eher selten, weil die Ausführung vor Publikum dann doch eine Zitterpartie bleibt, weil der "sichere Anker" der "automatisch" ablaufenden Standardgriffe dann fehlt. So hat er auf einer der letzten Tourneen "Deine Zettel" im Programm durch "Ich liebe dich" ersetzt, weil er in den Melodieläufen öfters mal "ausgestiegen" war.

Wie gesagt, Spekulation...!
Liebe Grüße,
Ikarus
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Gonzuuh
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Gitarrenbegleitung???

#3

Beitrag von Gonzuuh » Di 18. Apr 2006, 12:12

Hallo Ikarus,
vielen Dank für deine professionelle Analyse. Ich gebe dir Recht, das das Begleit-Picking seiner Lieder schon immer auf einem hohen Niveau war. Vielleicht liegt es auch an der eigenen Weiterentwicklung seines Gitarrenspiels, aber ein Zwischenspiel wie beispielsweise bei der "Rostlaube" hätte er in den Siebzigern noch nicht gespielt, oder? Mir kommt es halt heute alles "professioneller" vor (besonders in Hinblick auf die nachempfundenen Studio-Arrangements, wo er ja auch nicht alles selber spielt). Im Grunde fänd´ ich eine musikalische Unterstützung in diesem Bereich auch völlig legitim. Tja wer weiß.
Liebe Grüße Gonzuuh
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Gitarrenbegleitung???

#4

Beitrag von Ikarus » Mi 19. Apr 2006, 03:57

Lieber Gonzuuh,
von wegen "professionel"... Da fiel mir noch nicht mal der Begriff "volume" für die französische Platte ein!
Ich denke mal, zunächst komponiert Reinhard Mey seine Musik und arrangiert sich dabei seine eigene Gitarrenbegleitung, um seine Lieder allein live singen zu können.
Wenn dann die Studioaufnahmen für die CD anstehen, kommen natürlich Arrangeure wie z.B. Manni Leuchter zum Zuge, und eine bunte Vielfalt von Musikern spielen diese Arrangements im Studio dann ein. Dabei gibt es auch Gitarristen, die ganz andere Stile haben als Reinhard Mey ("Sven", "Die Waffen nieder!"). Wenn dieser bei den Studioaufnahmen selbst Gitarre spielt, ist das auch sofort relativ eindeutig zu erkennen ("Ich glaube nicht", "Sommerende").
Wie gesagt, es sind nur Vermutungen, die ich aus meiner eigenen "Meyerei" ableite...
Viele Grüße!
Ikarus
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Gitarrenbegleitung???

#5

Beitrag von Skywise » Mi 19. Apr 2006, 08:54


Ikarus schrieb:
Dabei gibt es auch Gitarristen, die ganz andere Stile haben als Reinhard Mey ("Sven", "Die Waffen nieder!").
Hatten. Chris Jones ist im September letzten Jahres gestorben.
Gruß
Skywise
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