Eine Frechheit!!!!!

Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und seit Ende der 1960er Jahre einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 20.06.2019 | Foto für Banner und Forum: Sven-Sebastian Sajak Deutsche Wikipedia
Was es zu diesem Forum zu sagen gibt
Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella mit der er drei Kinder hat.
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Wildfremde
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#21

Beitrag von Wildfremde » Do 9. Feb 2006, 21:32

Hallo Markus,
Hallo Alle,
... ich freue mich für Dich, daß dieses Kapitel eine erträgliche Wendung zu nehmen scheint, und bin auch für uns alle sehr froh darüber.
Es ist doch gut, die Hoffnung darauf nicht gleich aufzugeben, daß es einen Klärungsweg gibt, und das Gespräch ist ja tatsächlich weit mehr als zu erwarten war.
Daß Du ihn in Graz triffst und dazu sicherlich die Eintrittskarte benutzen wirst (falls er Dich nicht persönlich einlädt oder Du das Ticket schon zerbröselt hast.. :-D ), ist doch schon mal ein sehr guter Einstieg.
! Bitte schütte ihn zu mit allem, was uns bewegt, und konfrontiere ihn mit unseren Gedanken. Es sind so viele wohlgesonnene dabei. :-)
Ich glaube, daß auch Reinhard Mey sich nicht davor verschließen kann und wird, daß (nahezu) ;-) alles, was hier im Forum passiert, immer mit Wohlwollen und der angemessenen Achtung vor ihm als Künstler und auch als Mensch zugeht.
Liebe Grüße
Melanie,
die sehr erleichtert ist, sich jetzt noch mehr auf das LT freut und vor allem sehr gespannt auf den 2. April schaut...
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Wildfremde
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#22

Beitrag von Wildfremde » Do 9. Feb 2006, 21:45

@ Sky und Reto:
Danke für Eure Alternativ-Anregungen! :-):-):-)
Sicher gibt es auch andere sehr gute Künstler, an die ich mich auch so langsam "heranpirsche", und ich schätze z.B. "unseren" Stephan Graumann seehr.
Bei mir war Reinhard Mey aber nun mal der Auslöser für den Einstieg ins Forum, die Entscheidung zum LT (ich möchte eben - nicht nur, aber auch - Wolfgang (Ikarus) und Markus, um nur 2 zu nennen, mal live erleben).
Er begleitet mich, wie viele von uns, schon fast mein ganzes ( zugegebenermaßen noch nicht so ur-langes ) Leben ;-) , und es würde mir schwerfallen, auf seine Musik (von wem auch immer vorgetragen) zu verzichten, was ich wohl allein aus Loyalität den Machern und der Geradlinigkeit gegenüber dann aber tun müßte.
Außerdem mag ich nicht aufhören, an das Gute im
Me(y)nschen zu glauben. Vielleicht trägt das ansatzweise zum Verständnis für meine "Anhänglichkeit" bei. :haende:
Allen eine GUTE NACHT!
Melanie
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Eurydike
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#23

Beitrag von Eurydike » Do 9. Feb 2006, 21:46

Hallo alle miteinander,
ein Hoch auf die Unzuverlässigkeit der Müllabfuhr. Ich habe meine “Reinhard Mey-CD's” wieder aus dem Abfall geklaubt.
Nein, ganz so weit war ich denn doch noch nicht, aber zumindest in meinen Grundfesten erschüttert. Ich habe in den letzten Tagen hier immer nur gelesen, ich glaube, jeden Satz eine Million mal. Zu einem Kommentar war ich gar nicht fähig. Das konnte doch einfach nicht wahr sein! Wie kann denn der Mensch, dessen Lieder ich so liebe, einen Guerillakrieg gegen seine Fans anzetteln?
Gott sei Dank wurde die Bombe nun entschärft. Lieber Markus, bitte bring von deinem Treffen mit ihm einen positiven Eindruck mit. Ich will ohne seine Musik nicht leben und dazu brauche ich den Glauben an das Gute in ihm.
Liebe Grüße, Eurydike...
...die es sich mit seinen Liedern und einer Flasche Wein jetzt gemütlich macht!
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Mickey
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#24

Beitrag von Mickey » Fr 10. Feb 2006, 12:38

Lieber Markus
Ich freue mich, dass Mey Gesprächsbereitschaft signalisiert hat. Dennoch bzw. gerade deshalb möchte ich hier aber weiterhin den Skeptiker spielen, zumindest was die Vorschläge seitens vieler hinsichtlich direkten Kontakts etc. anbelangt - ich würde davon in einem ersten (!) Treffen nichts gross sagen; es geht dabei darum, dass Ihr, Markus und Wolfgang als "Mey mal 2", Mey davon überzeugen könnt, dass er nicht juristisch gegen Euch vorzugehen hat - nicht mehr (aber auch nicht weniger). Was ich damit sagen möchte: ein Mensch, der erwiesenermassen zwischen Tourneen keinen direkten Kontakt zu seinen Fans sucht (und dies im übrigen auch nicht tun muss), wird sich wohl nicht plötzlich umentscheiden. Im Gegenteil: zu aufdringliches Verhalten, will heissen: "bitte sagen Sie doch etwas zu unseren Liedertreffen", "kommen Sie ins Forum", "wie wär's mit einem Chat? Ginge es morgen?", könnte kontraproduktiv für Euer Anliegen sein. Das ist zumindest meine Meinung.
Liebe Grüsse
Reto
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Miramis
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#25

Beitrag von Miramis » Fr 10. Feb 2006, 13:27

Hallo zusammen!
Na, das klingt doch schon alles wieder viel besser!
Auf dass es ein gutes, ergiebiges Gespräch wird
Sehr erleichterte Grüße
Miramis
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Leicht?
Noch nicht.
Doch voll Musik
Und weiter, weiter Welt.
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#26

Beitrag von Petra » Fr 10. Feb 2006, 13:31

Hallo Reto,
Im Gegenteil: zu aufdringliches Verhalten, will heissen: "bitte sagen Sie doch etwas zu unseren Liedertreffen", "kommen Sie ins Forum", "wie wär's mit einem Chat? Ginge es morgen?", könnte kontraproduktiv für Euer Anliegen sein. Das ist zumindest meine Meinung.

Treffer! Genauso sehe ich das auch, obwohl ich die Erste war, die so etwas in der Richtung gesagt hat. Ich meinte nur, dass man evtl. andeuten könnte, wie sein unkommentiertes Verhalten bei uns ankommt. Nur falls sich die Gelegenheit ergibt, das hieße, wenn es nach dem offiziellen Teil, in dem es um 'Mey mal 2' geht, noch einen lockeren Austausch gäbe, womit man ja nicht unbedingt rechnen kann. Die Bitte um einen Chat oder dergl. würde ihn total 'verschrecken', das geht für ihn sicherlich arg in die Richtung 'Ich wohne ganz in Ihrer Nähe, wir könnten ja mal mit unseren Hunden einen Spaziergang machen'. Dass er das nicht will, hat er ja schon allzu deutlich signalisiert, und wir können das nicht erzwingen. Offen gestanden könnte ich persönlich auch nicht wirklich etwas mit so einer Gelegenheit anfangen. Ich brauche diese Nähe nicht, ich möchte nur nicht brüskiert und arrogant behandelt werden.
Gesprächsbereitschaft ist in diesem Fall mehr als man hoffen durfte und muss sehr behutsam in Anspruch genommen werden. Missbrauch erreicht das Gegenteil, das ist glasklar. Wenn man ihm auf die Pelle rückt, verschließt er sich noch mehr.
Viele Grüße von Petra
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#27

Beitrag von Mickey » Fr 10. Feb 2006, 13:48

Liebe Petra
Schön, dass Du es ähnlich siehst - egal, wer da (unwissentlich) wem abgeschrieben hat. ;-)
Liebe Grüsse
Reto
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Petra
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#28

Beitrag von Petra » Fr 10. Feb 2006, 14:22

Lieber Reto,
Missverständnis! :-D
Du hast natürlich nicht bei mir abgeschrieben. ;-)
"..., obwohl ich die Erste war, die so etwas in der Richtung gesagt hat. "
Das meinte ich vollkommen anders: Ich war die Erste, die gesagt hat, dass man die Gelegenheit nutzen könnte, ihm anzudeuten, wie krass sein Verhalten auf uns wirkt. Wie Du bin ich aber der Meinung, dass man das sehr vorsichtig anstellen muss. Vor allen Dingen darf man keine Forderungen stellen oder unrealistische Erwartungen äußern.
Naja, der gleichen Meinung scheinen wir ja wenigstens zu sein, Missverständnis hin oder her. :-)
Viele Grüße von Petra
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Wildfremde
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#29

Beitrag von Wildfremde » Fr 10. Feb 2006, 23:42

Hallo Ihr Lieben,
... ein kleines Stück Text - aus dem Munde eines Mannes, der, sollte er fühlen, was er sagt, sowohl die Achtung vor seinem Publikum als auch vor den jungen Musikern in diesem, unserem Lande bezeugt...
"...Mir könnte das alles wurscht sein, ... hier findet Ihr den kompletten Text
(Melanie hatte den zweitletzten Absatz zitiert)
Ich hoffe sehr, daß dieses Zitat, weil gesprochen und unvermarktet, so verwendet werden kann. :frage:
Wenn nicht, belehrt mich -bitte-sehr-bitte-gleich- eines besseren. :piep:

Grüße
Melanie
Hallo Melanie, ich habe mir erlaubt, das Zitat vorsichtshalber durch einen Link zum Original-Text zu ersetzen. Ein schönes Wochenende wünscht Petra.
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#30

Beitrag von Skywise » Sa 11. Feb 2006, 01:45


Wildfremde schrieb:
Ich hoffe sehr, daß dieses Zitat, weil gesprochen und unvermarktet, so verwendet werden kann. :frage:
Wenn nicht, belehrt mich -bitte-sehr-bitte-gleich- eines besseren. :piep:
*belehrmodus ein*
An dieser Stelle greift ein Beispiel, das ich vor längerer Zeit schon mal an einer anderen Stelle gebracht habe:
Wenn ich durch den Wald spaziere und gerade so richtig gut drauf bin und mir eine Melodie einfällt und ich diese vor mich hinpfeife, greift in diesem Augenblick bereits das Urheberrecht. Es muß nichts niedergeschrieben sein, es muß nichts markttauglich abgepackt werden - im Augenblick des Entstehens habe ich bereits die vollen Rechte als Urheber.
Läuft hinter mir einer her, bekommt die Melodie mit und ich treffe ihn zwei Stunden später an einem Wirtshaus im Wald wieder, wo er meine Melodie vor Publikum pfeift, dafür fleißig Bravo-Rufe, einen Plattenvertrag und einen kräftigen Vorschuß einstreicht, habe ich als Urheber bereits zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, mich auf das Urheberrecht zu berufen. Wird mir im gegebenen Fall zwar etwas schwerfallen, vor allem, was die Beweislage angeht, aber grundsätzlich ginge es schon. Ich kann zwar nicht verhindern, daß dieser *** (zensiert) sich ungefragt über meine Sachen hermacht ... also - jedenfalls nicht mit rechtlichen Mitteln ... ihm die Zähne einschlagen, damit er nur noch halb so gerade pfeifen kann, ginge zwar schon noch, aber diese Methode lehne ich als friedliebender Mensch - auch nach Rücksprache mit meinem Anwalt - ab (oder betrachte sie höchstens als allerallerletzte Möglichkeit ...), ich kann aber verhindern, daß er a) meine Ideen als seine ausgibt, b) meine Ideen nach seinem Gutdünken zurechtbiegt und c) versucht, mich mit einem warmen Händedruck abszuspeisen, während ihm selbst durch meine Melodie die Millionen niagara-gleich auf's Konto plätschern.
Dasselbe gilt nicht nur für Melodien, die aus meiner Feder stammen, sondern auch für Zitate, die mir aus dem Mund fallen. Das heißt nun allerdings nicht, daß ich jedes Mal, wenn jemand meine Redewendungen nutzt, entlohnt werden muß. Das deutsche Urheberrecht gibt gewisse Regeln vor, die dafür sorgen sollen, daß - mal ganz einfach gesprochen - das Land sich kulturell und wissenschaftlich weiterentwickeln kann. Den Hintergedanken mit der Informationsfreiheit erwähne ich hier nur, möchte ihn allerdings nicht weiter ausführen, weil's eindeutig zu weit führen würde.
Die Regeln, die in diesem Fall zu beachten sind:
Es werden drei Zitatformen unterschieden.
a) Großzitate (komplette Liedtexte, komplette Gedichte, komplette Bücher, komplette Beipackzettel, was weiß ich ... ganze Werke jedenfalls)
Diese sind absolut hundertprozentig und wirklich so was von vollständig tabu im Liedermacher-Forum, sofern nicht die Genehmigung des Urhebers vorliegt! Großzitate sind ausschließlich in wissenschaftlichen Arbeiten zulässig, wobei dabei für die Deutschen wichtig ist, daß diese Werke bereits erschienen sein müssen! Die Ösis und die Eidgenossen haben da meines Wissens eigene Regelungen, aber da dieses Forum in Deutschland seinen Sitz hat, kommen diese beiden Gruppen wohl nicht umhin, sich auch an das deutsche Recht zu halten.
b) Kleinzitate (mal zwo Zeilen hier, einen Aphorismus da, eine Floskel dort drüben, einen Satz da hinten ...)
sind zulässig. Für diese gelten weiterführende Regeln (siehe unten).
c) Bildzitate, Musikzitate, Filmzitate
Die ignoriere ich einfach mal, weil ich denke, daß hier im Forum keiner auf den Gedanken kommt, Filme zu drehen, diese mit Zitaten aus anderen Filmen zu durchziehen und sie dann hier als Beitrag einzustellen. Ich glaube nicht, daß wir damit in der nächsten Zeit Probleme bekommen werden, also -> *pf*

Kommen wir zu den Regeln für den Einsatz der Kleinzitate:
1. Kennzeichnung eines Zitats
Schon mal das Wichtigste, sonst gibt's Popoklatsch vom Anwalt. Im Extremfall kann Dir ein nicht gekennzeichnetes größeres Zitat als Plagiatsversuch untergeschoben werden. Willst Du nicht, wollen wir nicht, will ich auch nicht, drum sag' ich's.
2. Quellenangaben
Das hat den Vorteil, daß Du erstens den Urheber genannt hast, was sein Ego schon mal befriedigt, und zweitens hast Du damit bereits erwiesen, daß Du diesem Urheber nicht eigenwillig Worte in den Mund gelegt hast, was auch übel enden kann. Darüber hinaus hast Du einen kleinen juristischen Bonus auf Deiner Seite, wenn das Zitat von Dir zwar fehlerhaft wiedergegeben wurde, Du aber nachweisen kannst, daß das Zitat bereits in der von Dir verwendeten Quelle diesen Fehler aufwies.
3. Änderungen der Zitate nach Möglichkeit unterlassen!
Änderungen der Zitate können mitunter sinnvoll sein, wenn z. B. die Grammatik nicht stimmt oder wenn es nicht nötig ist, eine komplette Passage zu zitieren; in diesem Fall sind Änderungen zu kennzeichnen! Der Sinn darf dabei allerdings keinesfalls! verändert werden. Dran denken: Juristen sind Nadel-im-Heuhaufen-Sucher!
Sagt einer "Ich bin sicher, daß kein Lebewesen diese Aufgabe meistern kann!", zitierst Du "Ich bin sicher, daß niemand diese Aufgabe meistern kann!", hast Du bereits eine wesentliche Veränderung vorgenommen - im allgemeinen Sprachgebrauch mögen "kein Lebewesen" und "niemand" vielleicht als gleichwertig durchgehen, Juristen können Dir aus dieser Änderung aber locker einen Strick drehen.
Dasselbe gilt auch, wenn Du während eines Zitats plötzlich Lust hast, eine Sache durch Formatierungen hervorzuheben oder Deinen eigenen Senf, vielleicht in Form einer Erklärung, kurz dazwischenzuschmieren -> das sind Änderungen, die unbedingt zu kennzeichnen sind!
Es gab tatsächlich auch schon Fälle, bei denen es zu Rechtsstreitigkeiten kam, weil in der Wiedergabe eines Gedichts ein Zeilenumbruch plötzlich nicht mehr vorhanden war. Also bitte auch darauf achten, Zeilenumbrüche entweder beibehalten oder mit " / " kennzeichnen. Das wird zwar nicht von allen Leuten so eng gesehen, aber Deutschlands Juristerei ist ja bekanntermaßen deshalb überlastet, weil es genügend Korinthenkacker gibt.
4. Der restliche Beitrag muß eine eigene "Schaffenshöhe" aufweisen
Zitieren, Quellenangabe und fertig ist das Posting - so geht's nich'. Es muß eine gewisse Eigenleistung vorhanden sein, die das Zitieren rechtfertigt. Das ist auch der Grund dafür, daß die einst angelegte Zitatensammlung des Liedermacherforums nicht mehr existiert - die Schaffenshöhe war nicht gegeben. Wie diese "Schaffenshöhe" allerdings auszusehen hat, kann ich nicht sagen, da das alles Einzelfallentscheidungen sind ... wenn der Richter vielleicht schlecht gefrühstückt hat oder gerade in der Verhandlungspause beim gepflegten Skat mit Verteidiger und Staatsanwalt aus schierer Blödheit einen Durchmarsch in einen Durchfall verwandelt hat, ist er möglicherweise etwas strenger in seinem Urteil.
Sicher ist - man kann auch problemlos noch Auszüge von RM-Texten im Forum posten, sofern die Eigenleistung stimmt. Wenn einer eine Anekdote von seinem letzten durch einen Heimwerkerunfall verursachten Krankenhausaufenthalt zum besten gibt und am Ende noch zwei Zeilen aus "Ich bin Klempner von Beruf" anfügt, mit entsprechender Quellenangabe, kann - in diesem Fall - RM gar nix wollen, da die rechtlichen Vorgaben eingehalten wurden.
5. Keine Verletzung der (wirtschaftlichen) Interessen des Urhebers bzw. Rechteinhabers
Du schreibst fleißig etwas, baust ein paar passende Zitate ein und setzt Deinen geistigen Auswurf dann auf eine Seite, auf der ansonsten nur Werbung zu finden ist und mit der Du Deine Seite finanzierst? Da gehen bei Juristen alle roten Lampen an, weil es bedeuten könnte, daß Du mit der Leistung Dritter Geld verdienst - und das mögen die Jungs und Mädels wirklich ganz und gar nicht. Wenn ein Luftpumpenhersteller so geschickt aus dem Werk des ehemaligen Kardinals Ratzinger zitiert, daß man auf den Gedanken kommen könnte, daß dieser in seinem Leben ausschließlich Geld für dessen Luftpumpen ausgegeben hat und nun im Vatikan für seine Produkte eintritt, dann tut dieser Luftpumpenhersteller etwas ziemlich Böses, für das er vom deutschen Gericht mindestens zu Schadensersatzzahlungen und vom gegenwärtigen vatikanischen Oberhaupt zu mindestens drei Extrarunden Fegefeuer verknackt werden wird.
Wir lernen daraus - kostenlose Zitate und eigene wirtschaftliche Interessen schließen sich gegenseitig aus.
Es gibt Ausnahmen, aber auch hier - Einzelschicksale, keine pauschale Aussage möglich.

Gut, nachdem das alles geklärt ist, gibt es noch zwei gute Nachrichten:
a) Das deutsche Urheberrecht gilt bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Danach wird sein Werk Allgemeingut und salopp gesagt darf danach jeder darin herumwildern, wie es ihm beliebt.
Damit man allerdings nicht kurz vor'm Klo doch noch die Hose beschmutzt, seien hier die Regeln dieser 70-Jahre-Regelung noch einmal klar gemacht: es gilt nicht der Todestag des Urhebers als Ausgangspunkt für diese 70 Jahre, sondern der 1. Januar, der auf den Tod dieses Künstlers folgt!
Beispiel: Der Wiener Komponist Anton (von) Webern starb am 15. September 1945, weil er sich vor seinem Haus eine Zigarette ansteckte und ein nicht ganz so zufällig des Weges kommender US-Soldat dieses Anstecken für ein Mündungsfeuer hielt, woraufhin er den Komponisten erschoß ... kleiner Beitrag zum Thema "Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit" ... der 1. Januar, der auf seinen Tod folgt, wäre der 1. Januar 1946, somit laufen die Schutzrechte für sein Werk am 31. Dezember 2016 aus und wir können uns darauf gefaßt machen, daß ab dem 1. Januar 2017 einige Bühnen plötzlich Webern wiederentdecken.
Anderes Beispiel: Jakob Wassermann, der Schriftsteller, der den "Fall Maurizius" so beeindruckend geschildert hat, starb am 1. Januar 1934. Als Ausgangspunkt für die 70 Jahre gilt nun aber der 1. Januar 1935 (!), da das der 1. Januar ist, der auf den Tod des Künstlers folgte. Somit liefen die Urheberrechte für sein Werk am 31. Dezember 2005 aus, so daß sein Werk seit dem 1. Januar dieses Jahres als Allgemeingut gilt. Das hat einigen Leuten etwas zu knabbern gegeben, die bereits im letzten Jahr Sonderauflagen seiner Werke veröffentlicht haben *fies*
b) Mit Erlaubnis des Urhebers geht natürlich alles, alles, alles :-D
So, ich hoffe, das war nicht zu lang oder zu trocken. Falls sich irgendwelche Fehler eingeschlichen haben sollten, bitte ich darum, diese liebenswürdigerweise zu korrigieren (war schon ziemlich spät und außerdem bin ich nicht auf dem aktuellsten Stand, was das Urheberrecht angeht, zumal ich weder Jurist noch derzeit auf der Urheberrecht angewiesen bin).
Gruß
Skywise
P. S.: *belehrmodus aus*
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#31

Beitrag von Eurydike » Sa 11. Feb 2006, 01:54

Sky, wow!!!
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#32

Beitrag von Skywise » Sa 11. Feb 2006, 01:57


Eurydike schrieb:
Sky, wow!!!

Hm ... Hund, Katze, Maus ...? :gruebel:
Gruß
Skywise
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#33

Beitrag von Eurydike » Sa 11. Feb 2006, 02:03

Hallo Sky,
ist die Juristerei bei dir Beruf oder Berufung? Echt unglaublich, was du zu diesem immensen Thema zu sagen hast. Meine Bewunderung ist ehrlich gemeint!
Gruß, Eurydike
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#34

Beitrag von Skywise » Sa 11. Feb 2006, 02:19

@Eurydike:
Weder - noch.
Ich habe bis vor einigen Jahren aus beruflichen Gründen ziemlich viel mit Patent- und Urheberrechten zu tun gehabt (Ex-Einkäufer eines Forschungsinstituts). Eigentlich wollte ich mich gar nicht damit auseinandersetzen, aber nach einem ziemlich dicken juristischen Bock :rotwerd: habe ich dann doch beschlossen, mich mal in die Materie einzuarbeiten. Das hat zumindest den Vorteil gehabt, daß ich immer wußte, wann ich die Haus- und Hofjuristen mal um ihre Meinung(en) bitten mußte und auf welche Rückfragen ich mich einzustellen hatte. Die Nachteile versuche ich seit über zwei Jahren zu verarbeiten :hammer:
Gruß
Skywise
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#35

Beitrag von moni » Sa 11. Feb 2006, 09:55

Liebe Melanie,
gut, dass ich deinen Beitrag vor einer evtl. angeordneten Löschung noch lesen konnte, wer das gesagt hat ist mir auch bekannt ;-)
Skywise ich suche hier gerade den Smily der den Hut vor dir zieht, mehr kann ich zu deinen Beiträgen die du hier im Forum schreibst nicht sagen.
Gruß Moni
Dieser Beitrag enthält 54 Wörter


:wau:
A bas les armes!

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#36

Beitrag von Petra » Sa 11. Feb 2006, 11:17

Hallo Moni,
gut, dass ich deinen Beitrag vor einer evtl. angeordneten Löschung noch lesen konnte, wer das gesagt hat ist mir auch bekannt ;-)

:gruebel: :gruebel: :gruebel: :gruebel:
das genannte Zitat ist mir zwar bekannt, von wem es ist, brauche ich auch nicht auszuposaunen, aber es ist mir ein Rätsel, was es in diesem Zusammenhang hier zu suchen hat. :frage:
@Sky: Deine Ausführungen in allen Ehren, aber da Migoe zurzeit nicht sehr präsent ist, hätte ich gerne Deine geschätzte Meinung: Soll ich das nun stehen lassen oder lieber entfernen. :frage:
Viele Grüße von Petra
P. S. Es eilt ein bisschen, weil ich über das Wochenende verreise.
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#37

Beitrag von Diana » Sa 11. Feb 2006, 11:21

Liebe Petra!
Mein Vorschlag: Ändere doch den Beitrag so, dass anstelle des Zitats nur ein link zur entsprechenden Webseite dort steht - das darf uns (noch) niemand verbieten...
Z.B. hier oder auch dort, ebenso wie an dieser Stelle., übrigens immer komplett! Erlaubt ist es bestimmt, den Anfang des Zitats zu zitieren, um auf die gemeinte Stelle hinzuweisen, also etwa so:
Zitat: "Mir könnte das alles wurscht sein... " und dann das link.
Liebe Grüsse, Diana
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Ninette
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#38

Beitrag von Ninette » Sa 11. Feb 2006, 11:23

Hallo Skywise, das war ja richtig lehrreich, was Du da zum Thema Urheberrecht geschrieben hast. Mein Opa war früher auch Komponist, und ich dachte eigentlich, ich weiß in der Sache einigermaßen Bescheid. Anscheinend doch nicht so ganz. - So kann´s gehen. ;-)
Jetzt meine Frage, die mir in Bezug auf RM einfällt:
Darf ich dann auch nicht mehr mein "Zitat", das aus einem RM-Lied ist, unten an meine Beiträge anhängen? Und die anderen ja dann auch nicht mehr? Mache ich/wir uns dann schon strafbar? Ich bin momentan etwas verunsichert, was ich darf und was nicht.
Dieser Beitrag enthält 101 Wörter


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#39

Beitrag von Miramis » Sa 11. Feb 2006, 12:16

Hallo ninette und alle anderen! :wink:

Gute, berechtigte Frage. :gruebel: Weiß das jemand? Unter den gegebenen Umständen würde ich auch lieber auf Nummer Sicher gehen...
Liebe Grüße und schönes wochenende
Miramis
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#40

Beitrag von Eurydike » Sa 11. Feb 2006, 14:11

@ Sky
Da sieht man doch mal wieder, dass auch kapitale juristische Böcke der Allgemeinheit noch wertvolles Fleisch liefern können. Du warst bzw. bist zwar der Leidtragende *leidtu*, aber das Forum kann darum froh sein. Und vielleicht hilft dir die allgemeine Hochachtung ja beim Verarbeiten...
Gruß, Eurydike
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