Technische Probleme mit den Einloggen über das Usermenü.

Was ist geschehen?

Für die Forensoftware wurde ein neues Update eingespielt. Dabei wurden von den Entwicklern einige Funktionen geändert, die für mehr Sicherheit beim Umgang mit Login Daten sorgen sollen. Dafür müssen aber einige Teile der Webseite umprogrammiert werden, die von Modulen verwendet werden, die auf die Änderungen am Hauptprogramm noch nicht eingestellt wurden. Dies betrifft leider auch das Login Eingabefeld in Usermenü, wenn Du ausgeloggt bist.

Muss ich jetzt ein neues Passwort anfordern, um mich einloggen zu können?

Nein, es ist nur momentan nicht möglich, sich über das Usermenü einzuloggen.

Wie kann ich mich denn auf dem Forum Einloggen?

Bitte klicke links oben über der Eingabemaske auf das Wort "Anmeldung" und gibt Deine Login Daten in den entsprechenden Feldern ein.

War der Schutz meiner persönlichen Daten zu jeder Zeit gegeben?

Das Update hatte keine Auswirkung auf irgendwelche Daten. Es wurde lediglich ein Programmteil geändert, welches sicherstellen soll, dass sich niemand mit den Daten eines anderen Users (z.B. eines Admins oder Moderators) Einloggen kann, obwohl er dafür nicht die Zugangsberechtigung hat.

Was muss ich jetzt noch tun / beachten?

Du kannst mir etwas Zeit geben, damit ich eine Lösung für dieses Problem finde. Ich habe mich bereits an die Entwickler gewandt und hoffe, sie können mir schnell helfen.

Ich habe dazu noch Fragen.

Bitte melde Dich in diesem Fall direkt über das Kontaktformular bei mir.

08.05.2019, migoe | www.liedermacher-forum.de

Die 100 größten Deutschen

Reinhard Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May. Mey lebt seit 1977 in Berlin-Frohnau in zweiter Ehe mit seiner Frau Hella, die er am 14. Oktober 1977 heiratete und mit der er drei Kinder hat.
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Die 100 größten Deutschen

#1

Beitrag von fille » Fr 22. Jul 2005, 21:09

Liebe Meylinge!
Die meisten von euch wissen es bestimmt schon seit 2 Jahren. Ich natürlich nicht. Ich habe es heute erst erfahren.
Als die Deutschen im Sommer 2003 die "Top 100" (Deutschen) auswählten, war Reinhard Mey auch dabei. Welchen Rang er einnahm, weiß ich nicht. Unter den ersten Zehn wird er wohl nicht gewesen sein. Das hätte ja sogar ich mitgekriegt ;-) .
Heute habe ich in unserer Bücherei das Buch "Unsere Besten" gesehen und mal reingelinst. Siehe da, Reinhard. M. steht zwischen Karl May und Mozart.
Zwei Seiten Text sind dabei. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Der Sohn eines Rechtsanwalts und einer Lehrerin hatte keinen besonders guten Start, doch einen langen Atem. Wenn der Prophet im eigenen Land nichts gilt, hilft der Schritt über die Grenze. Als Frédérik Mey feierte Reinhard Mey im Mutterland des Chansons erste Erfolge. Nach einer Reihe erfolgreicher Platten erhielt er als erster ausländischer Künstler den "Prix International de la Chanson Francaise".
"C'etait une bonne année, je croi" - sang er vor ausverkqauftem Haus im Pariser "Olympia", dem Tempel der Chansonkunst. Parallel arbeitete er an seiner Karriere in Deutschland.
Nicht Schlagerfuzzi wollte er sein, sondern ein Sänger, der "in der kargen Dürre der deutschen Musiklandschaft die seltene, schöne, zarte Blume Chanson" aussät. Chansonnier - das klang im Französischen leicht und elegant, immer künstlerisch. Liedermacher hieß es im Deutschen, das roch nach harter Argbeit, nach Handwerk, nach Botschaft.

Und außerdem:

Doch sein Erfolg als Sänger und Gitarrist misst sich nicht allein in verkauften Schallplatten. Viele seiner Texte sind geflügelte Worte geworden.

und

Als genauer Beobachter porträtierte er Menschliches und Zwischenmenschliches, schilderte er Alltägliches mit einem Augenzwinkern. Trotzdem verstummten die kritischen Stimmen der frühen Lieder nie. "Schöne Lieder sind Krampf im Klassenkampf" lautete ein vernichtendes Urteil des Künstlerkollegen F.-J. D." Später diskreditierte ihn ein Rundfunkmoderator als "nichtssagenden Schnurrenerzähler".

Da kann ich nur sagen: Gut, dass er verkehrt herum marschiert, ad libitum singt und nicht mit den Wölfen heult. :-)
Viele Grüße
von Marianne
(die Reinhard Meys schöne Lieder liebt)
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#2

Beitrag von Petra » Fr 22. Jul 2005, 23:09

Hallo Marianne,
Siehe da, Reinhard. M. steht zwischen Karl May und Mozart.

ja, zwischen Karl May und Mozart - alphabetisch gesehen. Aber Mozart war in der Rangfolge schon weiter vorne als Reinhard Mey, auch wenn es heftige Diskussionen gab, wieso der in Salzburg geborene Mozart wohl Deutscher sein sollte.
Viele Grüße von Petra
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#3

Beitrag von Nordlicht » Sa 23. Jul 2005, 03:29

Hallo, Ihr Lieben !
Ich weiß zwar nicht, wer warum und weshalb als Mitglied der "größten" Deutschen zu bezeichnen wäre, aber im Hinblick auf die Einschätzung, Mozart sei "Deutscher", kann ich sagen: Den Damen kann geholfen werden...
Zunächst einmal ein paar Daten zu Johannes Chrysostomus Wolfgang Gottlieb Mozart ("Gottlieb" wurde späterhin dann sinngemäß in Amadeus geändert) :
27. Januar 1756 : Geburt in Salzburg
05. Dezember 1791 : Tod in Wien
Ich weiß: sehr spartanische Angaben. Aber zum Einen gäbe es viel zu viel über Mozarts Leben zu berichten, zum Anderen reichen diese beiden Daten für unsere Fragestellung durchaus. Wenn man sich nämlich die Geschichte des Landes Salzburg (mit namensgleicher Hauptstadt) anschaut, dann sieht man folgendes:
...Obwohl bereits im Jahre 798 zum Erzbistum erhoben und schon im Hochmittelalter ein geistliches Fürstentum im Verband des römisch-deutschen Reiches, zählt Salzburg zu den jüngeren Ländern Österreichs. Das Werden des Landes und die endgültige Lösung vom Mutterland Bayern kam im 14. Jahrhundert zum Abschluss, und erst 1816 kam Salzburg zu Österreich...
...Seit dem Jahr 1292 kann man vom Land Salzburg sprechen, da sich bis dahin ein eigenes Salzburger Landesrecht ausgebildet hatte und der wohl bedeutendste Erzbischof dieser Zeit, Eberhard II., schon seit 1213 den Titel eines Fürsten führte. Gegen Ende des Mittelalters umfasste das "Land und Erzstift Salzburg" außer dem heutigen Bundesland auch die 1816 bei Bayern verbliebenen Gebiete westlich von Saalach und Salzach sowie auch Gebiete im heutigen Tirol und Osttirol. Besitzungen gab es außerdem im heutigen Niederösterreich, in Oberösterreich, in der Steiermark und in Kärnten sowie in Slowenien und Kroatien...
...Unter den beiden letzten Kirchenfürsten Sigismund von Schrattenbach (1753 bis 1771) und Hieronymus Graf Colloredo (1772 bis 1803) konnte Salzburg dem ständigen Druck des bayerischen und österreichischen Nachbarn nur mehr schwer standhalten. Es gelang allerdings, die territoriale Integrität bis zum Ende des Jahrhunderts zu behaupten...
...Von 1803 bis 1805 war Salzburg ein Kurfürstentum des noch bis 1806 bestehenden Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. 1805 kam das Land nach dem Preßburger Frieden zu Österreich; aus dem selbstständigen Staat und dem Hauptteil des Kurfürstentums war nun die Provinz eines großen Reiches geworden. Die erste österreichische Zeit endete mit der neuerlichen Kriegserklärung des nunmehrigen Kaisertums Österreich an Frankreich 1809, und so stand Salzburg nach dem Sieg der französischen Truppen unter Napoleon für eineinhalb Jahre direkt unter französischer Verwaltung. Von 1810 bis 1816 gehörte das Land bis zum Leukental (Kitzbühel) als Salzachkreis wiederum zu Bayern. Während dieser Zeit wurde der Universitätsbetrieb in Salzburg eingestellt und 1811 der Landtag aufgelöst. (Erst 1861 sollte unter völlig geänderten Voraussetzungen wieder ein Salzburger Landtag gewählt werden, der seither mit der Unterbrechung der Jahre 1938 bis 1945 zusammentritt.) Schließlich beendeten der Wiener Kongress und die auf ihm ausgehandelte Neuordnung Europas die Bayernzeit in Salzburg...
...Am 1. Mai 1816 kam Salzburg endgültig zu Österreich; an der Residenz wurde das bayerische Wappen abgenommen und der österreichische Doppeladler aufgezogen. Das um die Hälfte verkleinerte Land - der Rupertigau wurde bayerisch, Brixen- und Zillertal kamen zu Tirol - wurde zum fünften Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns degradiert. Linz war die Hauptstadt, Salzburg nur mehr ein Kreishauptort...
...Von nun an galten die Rechtsvorschriften der österreichischen Monarchie. Erst das Revolutionsjahr 1848 änderte die Lage Salzburgs grundlegend. Zum 1. Jänner 1850 wurde Salzburg ein eigenes Kronland der Monarchie und erhielt das Recht auf eigene Verwaltung. Aber erst 1861 konnte mit den ersten Landtagswahlen eine eigene Landesregierung die Arbeit aufnehmen...

Und damit können wir einen Punkt ersehen, warum man, mit einigermaßen "gutem Willen", Herrn Mozart durchaus als Bürger des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" - oder eben im weitesten Sinne als Deutschen oder zumindestens Bayern - ansehen könnte. Zu seiner Zeit war er halt zunächst einmal Salzburger qua Geburt, alles andere ist Auslegungssache.
Der zweite Punkt in dieser Hinsicht sind Mozarts Vorfahren: Sein Großvater (Johann Georg Mozart) war Buchbinder in Augsburg, sein Vater (Leopold Mozart) war gebürtig in Augsburg. Mozarts Mutter (Anna Maria Pertl ) stammte aus St. Gilgen am Wolfgangsee (bei Salzburg), beide heirateten 1747 im Dom zu Salzburg, woselbst Wolfgangs Papa schon seit 1737 lebte. (Ein Gutteil von Wolfgangs Vorfahren stammte mithin aus dem, was man heute gern als "deutsches Kernland" bezeichnen mag. Insofern ist ein deutscher "Kern" des Komponisten mit Recht durchaus zu erkennen und zu bejahen.)
Allerdings - und damit zum Schluß unseres kleinen, geschichtlichen Exkurses - vermag ich einfach nicht zu glauben, daß die Menschen, die Mozart heute zu den "besten Deutschen" gekürt haben, über diese geschichtlichen Hintergründe eingehend informiert waren. Vielleicht entspringt dieses Voting daher einer Art Wunschdenken ? Und die Herkunft mancher Größe liegt ja auch heute noch viel zu oft im Dunklen. Es ist ja bekannt, daß noch allzuviele Leute Ludwig van Beethoven für einen Österreicher (obwohl aus Bonn...) und Adolf Hitler (obwohl aus Braunau / Oberösterreich...) für einen Deutschen halten.
In diesem Sinne: what shalls ? Ich mag Mozarts Musik dennoch und finde Hitler einfach nur zum Kot... na ja.
Liebe Grüße aus OÖ,
ANDREAS.

(...der seine persönliche Hitliste großer Persönlichkeiten ohnehin nicht von deren Nationalität abhängig machen mag...)
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#4

Beitrag von Petra » Sa 23. Jul 2005, 04:26

Hallo Andreas,
das war ja sehr erhellend, vielen Dank. Irgendwie war mir schon klar, dass der Grund in der Geschichte zu suchen ist, aber als uns seinerzeit die Österreicher 'unseren' Mozart streitig machen wollten, ist niemand in der Begründung so weit gegangen. Ein Argument, das ich damals gehört habe, war, dass Mozart in einem Brief an seinen Vater geschrieben haben soll, er sei stolz darauf 'Teutscher' zu sein - und ich dachte mir damals, er selbst wird es doch wohl gewusst haben.
Interessant ist, dass bei unseren Nachbarn bei der Wahl der größten Niederländer Anne Frank unter den ersten zehn gelandet ist. Sie hatte in ihrem berühmten Tagebuch geschrieben, dass sie gerne Niederländerin wäre, wenn sie die Wahl hätte. Das war allerdings in der Zeit, als sie sich in den Niederlanden versteckte und bevor sie verraten wurde. Es gab tatsächlich eine Diskussion, ob man Anne Frank nicht posthum die niederländische Staatsangehörigkeit verleihen könnte. (Die niederländische Königin Beatrix findet man übrigens nicht unter den ersten zehn, dabei wäre es bei ihr doch so einfach, denn obwohl sie mit einem Deutschen verheiratet war, ist sie doch eindeutig Niederländerin. ;-))
Viele Grüße von Petra
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#5

Beitrag von Skywise » Sa 23. Jul 2005, 08:01


Nordlicht schrieb:
Johannes Chrysostomus Wolfgang Gottlieb Mozart ("Gottlieb" wurde späterhin dann sinngemäß in Amadeus geändert)
Stimmt vielleicht. Der Taufname war nach anderen Quellen Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart.
Macht aber nix, denn "Theophilus" ist die griechische Form des deutschen "Gottlieb" und des lateinischen "Amadeus". Mozart selbst nannte sich allerdings nicht "Amadeus", sondern nur "Amadé". Der "Amadeus" wurde von ihm zwar auch verwendet, allerdings nur im Scherz und so gut wie nie in der Öffentlichkeit. Den "Amadeus" verdankt er eigentlich dem später lebenden E. T. A. Hoffmann, der durch die intensive Verwendung des "Amadeus" indirekt dafür sorgte, daß sich die Namensmischung "Wolfgang Amadeus" im 20. Jahrhundert als Standard durchsetzte.
Wer alles wissen will: "Chrysostomus" heißt "goldener Mund". Amüsant, wenn man bedenkt, daß bei der Familie Mozart ein recht lockerer Umgangston herrschte und Mozarts Humor doch mitunter etwas derb war ;-)
Gruß
Skywise
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#6

Beitrag von fille » Sa 23. Jul 2005, 08:16

Guten Morgen Andreas,
vielen Dank für die Informationen. Irgendwo im Hinterstübchen hatte ich auch noch so was....
Mozart wollte ja gerne nach München kommen und "hätte München bestimmt zur Ehre gereicht", aber leider war "keine Vakanz da". Ein Satz der uns heute bitter schmeckt.
Das viele der abstimmenden Leute nicht richtig über Mozarts Herkunft informiert waren, glaube ich auch. Außerdem sind viele unter den Top 100, bei denen man sagen könnte: "Was? Ehrlich?" Wenn man bedenkt, dass es um Deutsche aller Zeiten geht, wirken Nena, Nicole, Boris Beckerusw. doch etwas kurzsichtig gewählt (um es vorsichtig auszudrücken).
Nochmal zum Thema Mozart: Es ist auf jeden Fall unbestritten, dass er einer der wichtigsten EUROPÄER war und eigentlich einer der wichtigsten Menschen überhaupt. Er hat der ganzen Welt mit seiner Musik unendlich viel gegeben.
Übrigens steht in dem Buch die ketzerische Behauptung, Dieter Bohlen wäre seit Beethoven der größte deutscheKomponist. Da ist wohl wieder etwas was an mir vorbeigegangen ;-) Oder?
Schönen Tag noch
Marianne
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#7

Beitrag von Diana » Sa 23. Jul 2005, 10:47

Liebe Marianne!

Übrigens steht in dem Buch die ketzerische Behauptung, Dieter Bohlen wäre seit Beethoven der größte deutscheKomponist. Da ist wohl wieder etwas was an mir vorbeigegangen ;-) Oder?

Das ist ja gruselig... :-o
Ich kann mir ja die "Grösse" dabei eigentlich nur mit Quantität erklären, denn was das betrifft, hat Herr Bohlen vermutlich tatsächlich eine Menge "geleistet"... :-?
Liebe Grüsse, Diana
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#8

Beitrag von Skywise » Sa 23. Jul 2005, 11:21


fille schrieb:
Das viele der abstimmenden Leute nicht richtig über Mozarts Herkunft informiert waren, glaube ich auch. Außerdem sind viele unter den Top 100, bei denen man sagen könnte: "Was? Ehrlich?" Wenn man bedenkt, dass es um Deutsche aller Zeiten geht, wirken Nena, Nicole, Boris Beckerusw. doch etwas kurzsichtig gewählt (um es vorsichtig auszudrücken).
War nicht auch Daniel Küblböck unter den Top 20? :-D
Übrigens steht in dem Buch die ketzerische Behauptung, Dieter Bohlen wäre seit Beethoven der größte deutscheKomponist. Da ist wohl wieder etwas was an mir vorbeigegangen ;-) Oder?
Wieso denn an DIR? ;-)
Gruß
Skywise
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#9

Beitrag von fille » Sa 23. Jul 2005, 14:05

Hi! :-D
Diana schrieb: Ich kann mir ja die "Grösse" dabei eigentlich nur mit Quantität erklären, denn was das betrifft, hat Herr Bohlen vermutlich tatsächlich eine Menge "geleistet"... :-?

Ja, er hat sich sicher eine Menge geleistet....
Sky schrieb: War nicht auch Daniel Küblböck unter den Top 20? :-D

Da hat jetzt was bei mir geklingelt! Aber der ist nicht im Buch *aufschnauf*.
Das Buch ist von Adenauer - Zuse geordnet. Nach Goethe kommt gleich Gottschalk und nach Stresemann kommt Beate Uhse.
Tja Sky! Dirk Nowitzki ist halt noch ein bisserl größer als du. Drum gehört er auch zu den "größten" Deutschen :-)
Wenn es darum gegangen wäre, welche Deutschen wirklich für das Land (und die Welt) etwas Bleibendes getan haben, wäre die List viel kleiner und auch gewichtiger.
Mal schaun, was ich noch alles Gruseliges finde....
:wink:
Marianne
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#10

Beitrag von Michael » Mo 25. Jul 2005, 16:59

Hallo,
habe gerade noch mal nachgeschaut: Reinhard Mey ist am Ende auf Platz 95 gelandet. Und zwar einen Platz VOR Heinrich Heine. Aber deutlich hinter Dieter Bohlen, Küblböck, Peter Kraus und so weiter. Auch deutlich hinter einem gewissen Wolfgang Apel, von dem ich noch gehört habe. Also, das sagt doch einiges über die Wahl und was man davon halten soll. Auch dass Herr Adenauer gewonnen hat..., langweiliger und provinzieller geht's ja wohl nicht mehr. Und dass Adenauers prominenter "Anwalt" in der Finalsendung - ich habe sie damals teilweise leider gesehen - Guido Knopp war, sagt ja auch einiges.
Wie auch immer, ihr merkt schon, dass ich dieser Sache ein bisschen gehässig gegenüberstehe und so kann ich mir auch die letzte Bemerkung nicht verkneifen, dass, wäre der erwähnte andere gebürtige Österreicher zur Wahl gestanden (der ja definitiv die deutsche Staatsbürgerschaft hatte), er, wenn unsere geliebten Landsleute ihre ehrliche Meinung gesagt hätten, wahrscheinlich gute Chancen gehabt hätte.
Michael
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Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

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#11

Beitrag von Nordlicht » Mo 25. Jul 2005, 18:33

Hallo, Michael !
"...deutlich hinter einem gewissen Wolfgang Apel, von dem ich noch gehört habe..."

Gräm Dich nicht, ich hab den auch nicht gekannt. Aber in Zeiten des Internets ist das ja kein Problem. Alsdann:
Wolfgang Apel
Tierschützer, geboren: 10.05.1951 in Bremen
Wolfgang Apels unermüdlicher Einsatz für Tiere währt schon mehr als ein Vierteljahrhundert. Als Präsident des Deutschen Tierschutzbundes kämpft er gegen Tiertransporte, gegen Forschung an Affen und Massentierhaltung - und das mit Erfolg.
Bereits als 26-Jähriger wurde Apel Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. Durch sein Engagement empfahl sich der gelernte Speditionskaufmann auch für "höhere" Aufgaben. Seit 1995 ist er nunmehr Präsident des Deutschen Tierschutzbundes - und wurde just für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.


Arbeit vor Ort
Der damals bundesweit jüngste Vorsitzende eines Tierschutzvereins kümmerte sich nach seiner Wahl zuallererst um das Bremer Tierheim, um in Not geratenen Tieren eine würdige Obhut zu geben. Durch tief greifende strukturelle Veränderungen legte Apel den Grundstein dafür, dass das Tierheim heute als mustergültig gilt.


Unter seiner Leitung legte der Bremer Vorstand ein besonderes Augenmerk darauf, die Jugend für die Belange des Tierschutzes zu gewinnen. Des Weiteren konnte im Laufe seiner Amtszeit vom Verein ein Tierfriedhof angelegt werden, um tote Haustiere nicht der Tierkörperbeseitigungsanlage zu überlassen.


"Deutschlands oberster Tierschützer"
Seit 1980 stellt sich Apel auch Herausforderungen, die über die Grenzen Bremens hinausreichen - erst als hauptamtlicher Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes, ab 1995 als Präsident der größten Tierschutzorganisation Europas. In jüngster Zeit konnten Apel und seine Mitstreiter gleich zwei Erfolge feiern: So konnte eine neue Legehennenverordnung erreicht werden, die die Haltung von Legehennen in Käfigen nur noch bis zum Jahr 2006 erlaubt. Damit wurde in Deutschland der Ausstieg aus der Käfighaltung erreicht.


Der zweite große Erfolg war die Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz, die im Mai 2002 im Bundestag beschlossen wurde und dem Tierschutz eine deutlich verbesserte Ausgangsposition verschafft. Die nächsten Ziele wurden von Apel bereits formuliert: Das Staatsziel Tierschutz soll mit Leben gefüllt werden und die Agrarwende in Angriff genommen werden, um tiergerechte Haltungsbedingungen in der Landwirtschaft durchzusetzen.
(von F.A. Brockhaus, Mannheim, Leipzig ©)

Tja, das ist Herr Apel. Nicht zu verwechseln mit Hans Apel, dem ungedientesten aller bisherigen Verteidigungsminister.
In diesem Sinne liebe Grüße aus OÖ,
ANDREAS.

(...der dann jetzt mal ein wenig mit der Erwerbstätigkeit beginnen wird...)
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#12

Beitrag von fille » Mo 25. Jul 2005, 21:39

Hallo,
im Vorwort des Buches ist zu lesen, dass der Redaktionsschluss einige Tage VOR dem Ende der Abstimmungsaktion lag. Die beiden Herren konnten sich wohl nicht vorstellen, dass Küblböck unter die Besten kommen würde ;-) . Aber auch einen Herrn Apel kann ich nicht finden.

Michael schrieb:
Auch dass Herr Adenauer gewonnen hat..., langweiliger und provinzieller geht's ja wohl nicht mehr.

Also gut, Adenauer war bestimmt nicht der wichtigste Deutsche der letzen 1000 Jahre. Aber warum ist das langweilig und provinziell :frage: Die meisten Menschen sehen halt nur ihre Epoche. Geschichte ist für viele langweilig. Und Adenauer war einfach eine wichtige Persönlichkeit im 20. Jahrhundert. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Wenn es darum gehen würde, wer die größten Veränderungen für Deutschland und die Welt zu verantworten hat, würde ich Gutenberg, Luther, Benz und Zuse nennen.
Und wenn es darum gehen würde, wer von den Hundert der Welt die größte Schönheit hinterlassen hat, würde ich Mozart, Beethoven, Goethe und Hesse nennen.
Ach ja, Mozart:
In Österreich erregte sich die Boulevardpresse: "Deutsche wollen unseren Mozart", titelte die Kronen-Zeitung entrüstet. Natürlich will niemand den Österreichern ihren Mozart nehmen - und doch findet man ihn zu Recht in diesem Buch: Er war Untertan des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, schrieb auch von "Teutschland, seinem geliebten Vaterland." Er wurde in Salzburg als Sohn eines Augsburger Buchhändlers geboren - Salzburg war damals ein eigenständiges geistliches Territorium, zu dem auch die Bistümer Passau, Freising und Regensburg gehörten.

Das alles wurde hier ja schon erklärt. Aber auch im Buch haben sie ausdrücklich darauf hingewiesen.
Also dann
gehabt euch wohl
Marianne
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#13

Beitrag von Nordlicht » Mo 25. Jul 2005, 22:10

Hallo, Marianne !
Wie gut, daß es mehr persönliche Einschätzungen als Menschen auf der Welt gibt. Eine solche Einschätzung habe ich zum Namen "Mozart" vor ziemlich genau 20 Jahren gehört, als mir ein Bekannter, von Beruf angehender Computer- Programmierer, nebenbei Hobby- Musiker mit einem gerüttelt Maß an regionalem Erfolg, sagte:
"Mozart ist für mich einer der überflüssigsten Komponisten überhaupt. Seine Musik spielt oft mit Banalitäten und ist dadurch letztlich selbst banal. Und der Einfluß auf nachfolgende Zeitgenossen wird marginal überschätzt. Für mich ist ein John Lennon gleichgroß, wenn nicht größer, als ein Mozart !"
Hmmmpf... man kann es gelten lassen, oder ? Für mich trifft diese Einschätzung nicht zu. Im Gegenteil. "Eine kleine Nachtmusik" oder auch "Die Zauberflöte" sind für mein Empfinden geniale Werke.
Und genauso kann man bei Adenauer argumentieren. "Langweilig und provinziell" - nun, Adenauer war ja kein Weltbürger im heutigen Sinne. Er machte seine von konservativen Werten geprägte Politik aus der rheinländischen Provinz, züchtete Rosen (was für mich genauso aufregend ist wie Briefmarkensammeln...) und verkörperte, obwohl ja selbst in gewisser Hinsicht Nazi- Verfolgter, in vielem doch das "alte" Deutschland. (Denk nur an die Globke- Affäre...) Mit der Hinwendung zur "westlichen Wertegemeinschaft" und der Wiederbewaffnung verhinderte er ein wiedervereinigtes, neutrales Deutschland. Für all das mag es Gründe gegeben haben, aber ich kann Michaels Einschätzung gut verstehen und teile sie auch.
Wie gesagt: Ich empfinde die Beschränkung auf wichtige "Deutsche" als zu kurz gegriffen. Es gibt viel mehr "wichtige" Menschen. Und zu denen kann man locker auch John, Paul, George und Ringo zählen, genauso wie Luther oder Zuse.
Liebe Grüße aus OÖ,
ANDREAS.

(...der im Übrigen fast jeden Menschen als "wichtig" einschätzt...)
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