"Sieh mich nicht an" von Carlene Thompson

Ein Lied besteht nicht nur Melodie und Rhythmus, sondern auch aus einem Text, der im Idealfall auch noch eine Botschaft vermittelt, tröstet oder wachrüttelt, beruhigt oder aufwühlt. Viele Lieder sind gesungene Geschichten und Gedichte. Erzähl uns von dem interessanten Buch, das Du gerade liest oder dem Gedicht, das Dich schon lange beschäftigt. Lass uns teilhaben an den Gedanken, die dir beim Lesen/Hören gekommen sind. Suchst Du ein bestimmtes Buch/Gedicht/Lied? Hier kannst Du jemanden um Hilfe bitten.

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Rene87
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"Sieh mich nicht an" von Carlene Thompson

#1

Beitrag von Rene87 » Sa 21. Apr 2007, 18:06

Hallo,
wenns schon nen Literaturforum gibt, dachte ich, dann schreib ich auch mal was, von einem Buch, was ich neulich gelesen habe und es spannend fand. Die Story ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber der Schreibstil hat mich irgendwie gefesselt.
Das Buch heißt Sieh mich nicht an und ist von der amerikanischen Schriftstellerin Carlene Thompson. Sie hat einen faszinierenden Schreibstil, da er mittin im Geschehen ist.
Der Roman ist von Genre in Richtung Thriller und Krimi einzuordnen; jedoch meiner Meinung nicht nach typisch für beide Kategorien.

Darum geht es:
Familie Robinson (Steve, Deborah und die ihre beiden Kinder Brian und Kimberly) werden als Bilderbuchfamilie dargestellt. Nur kleine Streitereien, nichts aufregendes und jeder ist für den anderen da. Bis zu einem Tag, wo Steve auf einmal spurlos verschwindet, nach einem merkwürdigen Anruf, einen Abend davor. Die Autorin stellt Steve bedrückt dar, sodass man sich fragt, wieso er jetzt verschwunden war. Hatte es mit dem Anruf zu tun oder nicht? Und was wurde ihm gesagt, dass er so besorgt ist und sofort verschwinden muss?
Nachdem sie ein paar wenige Nachforschungen anstellt, stellt sie fest, dass Steve ihr jahrelang etwas verschwiegen hatte, nämlich, dass der Vergewaltiger von Steves Schwester wieder aus dem Gefängnis ist. Aber plötzlich fängt die ganze Geschichte an "schwammig" zu werden. Nach Aussage von dem Vergewaltiger, war es Steve und nicht er. Und auch Steve wurde erst damals dazu beschuldigt.
Deborah stellt nun mit Hilfe von Steves Freunden und Arbeitskollegen Nachforschungen an und findet heraus, dass Steve eine ganze Menge verschwiegen hatte. Sie weiß selbst nicht, ob sie Steve noch trauen soll oder nicht.
Deborah wird aber nun oft von merkwürdigen Briefen, Telefonaten und Besuchern heimgesucht. Sie kriegt merkwürdige Geschenke und die Freunde verwickeln sich immer mehr in die ganze Krise.
Ständig dreht die Geschichte und man weiß nicht, wer an Steves Verschwinden Schuld ist, wer davon wusste, oder ob Steve damals die Wahrheit gesagt hatte oder nicht. Eigentlich meint man immer zu wissen, wer der Täter ist und merkt, dass man sich immer wieder geirrt hat. Einige Stellen sind echt "hart" geschrieben, sodass das Buch vielleicht nicht immer was für leichte Gemüter ist. Alles in allem ein super Buch. Wirklich spannend... Ich hab oft Nächte lang gelesen, sodass ich den nächsten Tag super müde war, was sich aber gelohnt hat.

Hat es schon jemand vielleicht sogar hier gelesen?
Würde mich dann mal interessieren, was ihr von dem Buch gehalten habt. Weil die Meinungen sind wohl bei der Story ein wenig auseinander gegangen.

Gruß
René
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Rene87
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"Sieh mich nicht an" von Carlene Thompson

#2

Beitrag von Rene87 » Mi 25. Apr 2007, 12:29

Ich frag mich wirklich, ob keiner das Buch kennt. :gruebel:
Wenn das so ist, frage ich mich wieso...
Ist es vielleicht nicht das Genre, von dem ihr Bücher liest? Oder gibt es einfach so viele Bücher, dass es schon Zufall wäre, wenn jemand das gleiche Buch liest?
Wäre eigentlich mal ganz interessant zu wissen.
Gruß
René
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"Sieh mich nicht an" von Carlene Thompson

#3

Beitrag von fille » Mi 25. Apr 2007, 17:13

Hallo René,
ich kenne das Buch nicht, aber der Name der Carlene Thompson sagt mir was.... :gruebel:
Ich gehe demnächst in die Bücherei und werde schauen, was es von ihr gibt.
Das habe ich über sie im Netz gefunden (Quelle: Krimi-Couch)
Carlene Thompson
Carlene Thompson wurde 1952 in Parkersburg, West Virginia geboren. Sie studierte Englische Literatur und unterrichtete von 1983 bis 1989 an der Universität von Rio Grande in Ohio. Der amerikanische Verlag Little Brown veröffentlichte 1991 ihren ersten Roman „Black for Remembrance“. Mit dem Erlös vom Verkauf ihrer Filmrechte zu diesem Roman kaufte sich die Schriftstellerin eine Farm in Point Pleasant, West Virginia und machte sie zu einem Heim für herrenlose Hunde und Katzen. Carlene Thompson lebt heute alleine als freie Schriftstellerin auf ihrer Farm, umgeben von ihren geliebten Tieren und bringt im Durchschnitt alle Jahre einen neuen Thriller (in USA „Romantic-Mystery Novel“ genannt) heraus. In jedem ihrer Bücher kommt eines ihrer eigene Tiere mit dessen Charakterzügen vor, in der Reihenfolge, wie sie ein Heim bei der Autorin fanden.


An alle Leseratten!
Ich lese so ziemlich alles! Daher habe ich immer wieder mal eine Krimiphase. Bald werde ich euch mal meine Lieblingskrimischriftsteller vorstellen.
Liebe Grüße
Marianne
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#4

Beitrag von Rene87 » Do 26. Apr 2007, 14:28

Huhu Marianne,
falls du das Buch mal liest, bin ich echt gespannt, ob es dir gefällt.
Irgendwie trennen sich irgendwie die Meinungen.
Ich fands sehr gut, obwohl ich in meinem bis jetzt kurzem Leben noch nicht so viel gelesen habe. Trotzdem kann ich das so teilweise glaube ich gut bewerten?!
Oder vielleicht muss man auch erst viel mehr gelesen haben. Ich weiß es garnicht so genau. Bewertet man ein Buch aus dem Bauch heraus oder nach bestimmten Kriterien oder vergleicht man sie mit anderen Büchern?! Eigentlich ne gute Frage, ohne, dass ich mir da mal Gedanken drüber gemacht habe...
Ich glaube, dass ich das meist einfach so aus dem Bauch heraus entscheide. Aber genau wissen tu ich das auch nicht so richtig.
Natürlich kann auch ein Buch für jeden was anderes bedeuten. Zwar wird es bei Krimis nicht so stark der Fall sein, aber bei Romane usw. spiegeln sich vielleicht einige Leute aus dem wahren Leben wieder und man transportiert einige eigene Geschehnisse mit hinein.
Aber genug philosophier, vielleicht gibts ja hier einen Literaturpsychologen, der uns weitehelfen kann ;-)
Welche Bücher ich auch noch ganz gut fand, waren übrigen in den letzten Wochen:
Peter James "Stirb ewig" (Krimi) - Inhalt
und vom gleichen Autor eher ein reiner Thriller "Stirb schön" (Inhalt und Leseprobe)
Und noch ein Thriller, diesmal von Joy Fielding: "Lauf, Jane, Lauf!" - Inhalt
Ferner lese ich noch ab und zu Fantasiebücher, wie Herr der Ringe, Eragon usw. Und auch Harry Potter, obwohl das ja eher nen Kinderbuch ist. Aber das erste Buch hab ich auch noch in meinen fast-Kinderjahren gelesen ;-) .
So, dass mal zu meinem Lesengewohntheiten ; :-D
Gruß
René
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#5

Beitrag von fille » Do 26. Apr 2007, 16:02

Hallo René!
Ein Buch sollte man aus dem Bauch raus beurteilen - finde ich!
Es ist interessant Bücher nach Jahren nochmal zu lesen. Man empfindet es meist anders. Mir ging es wenigstens so. Bücher, die mir vor zwanzig Jahren nicht besonders gefallen haben, finde ich auf einmal total aufregend und umgekehrt.


obwohl ich in meinem bis jetzt kurzem Leben noch nicht so viel gelesen habe

Da kommen ja bestimmt noch viele dazu.
Und noch ein Thriller, diesmal von Joy Fielding: "Lauf, Jane, Lauf!"

Das habe ich gelesen. Eine sehr spannende Geschichte!
Liebe Grüße
Marianne
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#6

Beitrag von Rene87 » Do 26. Apr 2007, 17:38

Bücher, die mir vor zwanzig Jahren nicht besonders gefallen haben, finde ich auf einmal total aufregend und umgekehrt.
Da muss ich dann ja erstmal warten ;-)
Und noch ein Thriller, diesmal von Joy Fielding: "Lauf, Jane, Lauf!"Das habe ich gelesen. Eine sehr spannende Geschichte!
Jup, das ist sie wirklich. Obwohl ich den Anfang des Buches ein wenig schleppend finde, da sich ja immer wieder die gleichen Fragen stellt. Aber das ist wahrscheinlich von der Autorin genauso gewollt.

Gruß
René
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