schlummerweide

Ein Lied besteht nicht nur Melodie und Rhythmus, sondern auch aus einem Text, der im Idealfall auch noch eine Botschaft vermittelt, tröstet oder wachrüttelt, beruhigt oder aufwühlt. Viele Lieder sind gesungene Geschichten und Gedichte. Erzähl uns von dem interessanten Buch, das Du gerade liest oder dem Gedicht, das Dich schon lange beschäftigt. Lass uns teilhaben an den Gedanken, die dir beim Lesen/Hören gekommen sind. Suchst Du ein bestimmtes Buch/Gedicht/Lied? Hier kannst Du jemanden um Hilfe bitten.

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georggrieg
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schlummerweide

#1

Beitrag von georggrieg » Mi 28. Jan 2009, 17:35

gib der rose keine zeit zu trinken-
du sollst schlummerweide sein-
gib dem abend nun die nacht zu sinken
gisch ein gesicht und leg dich bei-
der geist entschlackt seine launen
und schweigend zerfällt dein los -
in zwei teile- stein und staunen-
nabelausgeblutet im namenlos.
grenzen, ausgedörrte. schwimmend an den grund
der letzten welt, der letzten reste: dein aschiger mund.
die kindheitszaubergärten, in zeit und zaun:
jäher hagerer pusteblumentraum-
es terzt in kleinen, großen schwingen
deine ausbedungenheit, dein launenspiel, dein singen-
du willst dich mischen fremden bluts und arten
und weißt, dass alle spielen- alle warten-
dass alle warten, alle spielen auf wann?
auf ihre schöpfungsstunde, ihr nest, den rückzugsbann-
auf ihre schauer, menschenmörtel, züchtungselement-
auf den einen, der alle schmerzen, namen, welten tränkt?
Gib der rose keine zeit zu trinken-
Füll dich an, mit allem was begann-
Das in dir steigt, das will auch wieder sinken-
Das ist am ende und am anfang dann
Fällst du allein, als teil der welle, die sich legt-
Von reichem, langen wahne, der eine menschenstunde trägt-
Der letzte docht, von sonnen angesteckt-
Sinnt über schlummer, den erhabene stille deckt-
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