Romane, Gedichte, Leseproben

Ein Lied besteht nicht nur Melodie und Rhythmus, sondern auch aus einem Text, der im Idealfall auch noch eine Botschaft vermittelt, tröstet oder wachrüttelt, beruhigt oder aufwühlt. Viele Lieder sind gesungene Geschichten und Gedichte. Erzähl uns von dem interessanten Buch, das Du gerade liest oder dem Gedicht, das Dich schon lange beschäftigt. Lass uns teilhaben an den Gedanken, die dir beim Lesen/Hören gekommen sind. Suchst Du ein bestimmtes Buch/Gedicht/Lied? Hier kannst Du jemanden um Hilfe bitten.

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fille
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Romane, Gedichte, Leseproben

#1

Beitrag von fille » Do 5. Apr 2007, 19:12

Hi liebe Leseratten,
ich selbst habe lieber ein Buch in der Hand. Sollte ich mal im Internet Literatur finden oder geschickt bekommen (z. B. selbst geschriebene Geschichten von Josette - ein Mey-Fan aus Casablanca), drucke ich sie mir aus. Beim Lesen mag ich es gemütlich haben!
Trotzdem will ich euch heute offiziell auf eine interessante Site aufmerksam machen. Manche von euch kennen sie wahrscheinlich. Schon deshalb weil ich im Chat immer wieder davon anfange... ;-)
Im Projekt Gutenberg-DE findet man jede Menge Literatur. Und es ist erlaubt! Keiner muss Angst haben, dass er körperliche Verweise bekommt. Man kann tatsächlich ganze Bücher ausdrucken. Sie sind halt alt ... äh... klassisch.
Die Autorenbeschreibungen gehen von Abraham a Sancta Clara bis Stefan Zweig. Wenn man sich durchklickt, findet man Titel rot unterlegt. Diese kann man lesen bzw. ausdrucken.
Wie gesagt, ich habe lieber ein Buch in der Hand. Aber zum Reinlesen ist es auf jeden Fall eine gute Sache.
Hier zum Beispiel Mark Twain: Der Schrecken der deutschen Sprache :-D
Liebe Grüße
Marianne
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Rex2005
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#2

Beitrag von Rex2005 » Sa 7. Apr 2007, 08:56

Hallo
anspruchsvolle Dichtung - Übersetzungsanfragen bitte an Clemens oder Eurydike :hüpf:
hier :-)
LG und Frohe Ostern
Rex2005
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Clemens
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#3

Beitrag von Clemens » So 8. Apr 2007, 14:02

Liebe Siegrun,
zuviel der Ehre (?) ...
Auch wenn ich sehr gern in Dresden zu Hause bin, ich bin gebürtiger Anhaltiner, also nur ein "Beute-Sachse". Zudem bin ich des Dialektes dieser Region nur stark eingeschränkt mächtig.
Als ich las, dass Du hier von "anspruchsvoll" schreibst, fiel mir spontan die Liedzeile
... bei jedem Sch***, wo keiner weiß, was das bedeuten soll, sagen wir vorsichtshalber erstmal das ist anspruchsvoll...
ein.
Na gut, etwas sexisches kann ich Dir momentan auf meiner Seite anbieten.
http://roterbaer.googlepages.com/wechsel-rahmen
Dies könnte ich, wenn es denn tatsächlich nötig wäre auch "übersetzen".
Sei lieb gegrüßt von Clemens :-)
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Eurydike
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#4

Beitrag von Eurydike » So 8. Apr 2007, 17:38

Das Gedicht stammt, frei nach Schiller, von Lene Voigts, der sächsischen Mundartdichterin. Sie hat neben der "Bürgschaft" noch jede Menge anderer klassischer Balladen ins Sächsische übertragen. :-)
Ob es "Der Handschuh", "Der Zauberlehrling", "Der Erlkönig" oder "Die Glocke" waren, ihre "Übersetzungen" sind Kult. Sie hat aber nicht nur dem gemeinen Sachsen die Werke unserer großen deutschen Dichter erschlossen. Auch ihre "normalen" Gedichte und Geschichten sind sehr humorvolle Betrachtungen des täglichen Lebens.
Wir Sachsen lieben unsere Lene.
Gruß,
Eurydike
Und übersetzen kann ich, wenn gewünscht, natürlich gern ...
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fille
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#5

Beitrag von fille » So 8. Apr 2007, 19:39

@Clemens!
anspruchsvolle Dichtung

Vielleicht war das ironisch gemeint.
Da ich zwar sächsisch inzwischen gerne höre, aber natürlich nicht unbedingt restlos verstehe, kann ich es nicht beurteilen. Aber wenn Eurydike sagt, die Sachsen lieben die Dichterin, glaube ich es.
Ich für meinen Teil, mag es nicht, wenn klassische Werke in Mundart übertragen werden!
Wer reitet so spat durch Kraut und Ruam?
Es is da Vata mit seim Buam

Ich finde sogar, dass klassische Balladen sehr verlieren, wenn sie in Fremdsprachen übersetzt werden. Von Poe's "Raben" gibt es z. B. einige völlig verschiedene Versionen. Nein, am schönsten ist und bleibt eine Dichtung im Original!
@ Eurydike!
Ostern denke ich übrigens meistens an Leipzig und Dr. Fausts Osterspaziergang :-)
Liebe Grüße
Marianne :wink:
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#6

Beitrag von JuergenF » So 8. Apr 2007, 20:27

Hallo Marianne,
ob ich jetzt klassische Dichtung in Sächsisch lesen will, weiß ich auch nicht recht, aber ich habe einige englische Übersetzungen z.B. von Rilke-Gedichten gesehen, und fand das schon interessant. Ja, auch "interessant" ist so ein Wort wie "anspruchsvoll", wenn einem nichts richtiges einfällt. Klar ziehe ich das Original vor, aber es kommen doch einige neue Klänge hinzu, die vielleicht sogar das Verständnis fördern können. Auch wenn man verschiedene Übersetzungen miteinander vergleicht, kommt so einiges zutage, was man auf sich wirken lassen kann.
Aber es gibt da natürlich noch einen Unterschied: Ein Sachse oder Schwabe versteht normalerweise auch hochdeutsch. Aber ein Amerikaner nicht unbedingt deutsch, für den ist so eine Übersetzung also eine nette Sache. Ich fürchte ich bin völlig vom Thema abgekommen, aber ich darf das, weil Ostern ist. :wink:
Liebe Grüße
Jürgen (P.S. Twain ist klasse, danke dir!)
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#7

Beitrag von Clemens » Mo 9. Apr 2007, 11:10

Ei verbibbsch! - nu habsch das Idol der Sachsen indn tieschel gekloppt...
Die Lene war es also. Die ist mir natürlich (auch als Beutesachse) bekannt. Ein netter Freund schenkte mir als "Eingliederungshilfe" ein Büchlein voller vergnüglicher Geschichten. Das hab ich sogar komplett gelesen. Diese Lektüre ist nach meinem Dafürhalten sehr amüsant. Zum Glück war es nicht die Sammlung übertragener Balladen, denn mit der hätte ich das sicher nicht geschafft. Da geht es mir wohl ein Stück wie Marianne. Wenn an den Klassikern herumgebastelt wird, auch wenn es dem An-Spruch sonst vermeintlich unerreichbarer "Bevölkerungsschichten" gewidmet ist, bekomme ich Bauchschmerzen.
Zumal,wenn der Inhalt dabei nach Belieben verbogen wird.
Als etwas ganz anderes empfinde ich die kabarettistische Bearbeitung
(Beispiele aktuell bei B.Wartke),
welche die Kenntnis der Originale voraussetzt. Bei guter Qualität bewegt sich deren Ergebnis ohnehin meist dicht am Original.
Das Wort "anspruchsvoll" lässt uns ja tatsächlich viele Möglichkeiten der Interpretation.
Wenn etwas voll des Anspruches ist oder voll des Ansprechens, muss das nicht zwangsläufig eine Qualitätsbewertung sein. Des weiteren kann eine Regionsspezifische Sache, wie es ein Dialekt ja ist, in der betroffenen Region wesentlich mehr Menschen ansprechen als eben außerhalb.
Also - kein Dementi. Mich spricht diese Ballade nicht an. Lene Voigts hingegen in ihrer "eigenen" Mundartdichtung durchaus.
Wer sich selbst einen weiteren Blickwinkel verschaffen will, hat eine gute Startmöglichkeit auf der folgend "verlinkten website":
http://www.lene-voigt-gesellschaft.de/
Seid lieb gegrüßt von Clemens :-)
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