Ich lese zur Zeit...

Ein Lied besteht nicht nur Melodie und Rhythmus, sondern auch aus einem Text, der im Idealfall auch noch eine Botschaft vermittelt, tröstet oder wachrüttelt, beruhigt oder aufwühlt. Viele Lieder sind gesungene Geschichten und Gedichte. Erzähl uns von dem interessanten Buch, das Du gerade liest oder dem Gedicht, das Dich schon lange beschäftigt. Lass uns teilhaben an den Gedanken, die dir beim Lesen/Hören gekommen sind. Suchst Du ein bestimmtes Buch/Gedicht/Lied? Hier kannst Du jemanden um Hilfe bitten.

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Marc
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#81

Beitrag von Marc » Mi 30. Sep 2015, 21:47

Hallo Rex,
vielen Dank für den interessanten Lektüre-Tipp!
Lieben Gruß!
Marc
PS.: Vielen Dank auch an Helmut für die bewegende Erinnerung!
PPS.: Und vielen Dank an Gerd für die Teilhabe an Deiner intellektuellen Selbstbefriedigung!
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.

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#82

Beitrag von Nicky » Mi 30. Sep 2015, 22:30

@Gesch: wo dir doch rex schon soviel tierisches wissen zutraut bring ich doch auch gleich mal ein tier ins spiel. ;-)
"Manchmal ist sein wissen teilen auch einfach nur wie perlen vor die saeue werfen... ;-) "
ich kannte t.bayer auch nicht. Kann mich aber trotzdem drueber freuen, wenn mich jemand ueber was aufklaert, das ich nicht kenne. :-) danke :-)
Das leben kann manchmal so einfach sein....
Liebe gruesse
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#83

Beitrag von Barde » Mi 30. Sep 2015, 23:05

Was lese ich zur Zeit, weil ich aufgrund aktueller Ereignisse darauf verfallen bin, dieses Buch wieder in die Hand zu nehmen?
Von Paul Watzlawick:
"Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien"

Liebe Grüße
Barde :barde:
P.S
Nach dieser Niederschrift an einen unbekannten Ort verreist :flücht:
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#84

Beitrag von Nicky » Do 1. Okt 2015, 06:47

Ihr Lieben,
ich kehr dann auch mal wieder zum eigentlichen Thema zurück…..
Ich lese zur Zeit „We shall overcome“ die Biographie von Joan Baez.
Das Buch ist aus den achzigern und beim lesen so mancher Zeile habe ich mich gefragt, ob Joan Baez das heute knapp dreißig Jahre später alles auch noch so sieht, bzw. so schreiben würde.
Wohl ein Grundproblem bei Leuten, die Ihre Biographie schon in recht jungen Jahren schreiben……
Aber trotzdem ist es ein Buch, prall gefüllt mit Begegnungen und Offenbarungen, die vermutlich nicht jeder Künstler so von sich Preis geben würde. Mit jeder Seite die ich lese wächst meine Bewunderung für diese „Künstler-Legende“
Ein spannendes Leben und eine spannende Frau.
Alles Liebe
Nicole
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#85

Beitrag von fille » Sa 21. Nov 2015, 14:42

.... Lonesome Traveller von Jack Kerouac.
Besser gesagt, ich versuche es auf Englisch zu lesen.
Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Reisen Ende der 50-er in USA, Mexiko, Marokko, Frankreich und England beschreiben.
Jack Kerouac ist ein Pioneer der Beat-Generation (literarisch) und ich habe ihn in einer Sammlung von Reisebeschreibungen über Südfrankreich entdeckt. Sein berühmtestes Buch war wohl On the Road.
Und hier ein Zitat von ihm, das mir besonders gefällt:
Some people are so poor.
All they have is money.

Liebe Grüße, Marianne
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#86

Beitrag von MichelS » Mi 25. Nov 2015, 22:42

Doktor Sleep von Stephen King, die Fortsetzung von Shining. Ob es gut ist, sag ich dann noch. Bin erst auf Seite 80. :)

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#87

Beitrag von Westwind » Fr 27. Nov 2015, 09:20

Ich lese gerade Roger Willemsen: "Das Hohe Haus".
Roger Willemsen hat sich ein Jahr lang als Zuhörer auf die Besuchertribüne des Berliner Reichstages gesetzt, was ich an sich schon als eine enorme Leistung ansehe, und dann über seine Eindrücke ein Buch geschrieben. Einige Seiten habe ich noch zu lesen, aber irgendwie stellt sich mir jetzt schon immer mehr die Frage, wer es überhaupt noch verdient hat, von mir gewählt zu werden.
An einer Stelle im Buch zieht er folgenden Vergleich:
"So entwickeln sich die Abgeordneten allmählich zu Charaktermasken. Wie die handelnden Personen im Kasperletheater erfüllen sie die Aufgaben ihrer Rollen-Charaktere: Gretel, Polizist, Teufel, Hanswurst, Krokodil."
Natürlich fiel mir gleich das entsprechende Lied von Reinhard Mey ein, der es damals so formulierte:
„ Du glaubst, da regier‘n Menschen mit Charakter und Profil,
Doch wenn du hinsiehst, sind‘s Gretel und Kasperle, Großmutter, Wachtmeister und Krokodil. “
Roger Willemsen beschreibt aber nicht nur das Verhalten der Politiker während der Debatten, sondern zieht auch Vergleiche zu dem, was jeweils zu den Debatten-Themen in den Medien geschrieben steht oder gesendet wird, oder schaut auch mal auf politische Ereignisse und Aussagen aus der Vergangenheit.
Insofern ein für mich lesenswertes Buch, das meine Zweifel an der Seriosität des Bundestags-Palamentes allerdings eher bestärkt als entkräftet.
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#88

Beitrag von Helmut » Sa 28. Nov 2015, 14:53

Lieber Georg
Zugegeben, ich kenne das Buch nicht. Ich finde es aber sehr befremdlich, wenn sich ein politisch interessierter Mensch überhaupt ein Jahr lang in den Reichstag setzt und andererseits daraus seine Rückschlüsse auf die Parlamentarier und ihre Arbeit zieht.
Eigentlich sollte auch Willemsen wissen, dass die parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen gemacht wird und dass das Plenum nur eine Schauveranstaltung ist. Wer nur nach diesen Schauveranstaltungen urteilt, kann meiner Meinung nach kein objektives Buch schreiben.
Einem Liedermacher sei dies zugestanden, einem Journalisten nicht.
Liebe Grüße
Helmut
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#89

Beitrag von Westwind » Sa 28. Nov 2015, 15:08


Eigentlich sollte auch Willemsen wissen, dass die parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen gemacht wird und dass das Plenum nur eine Schauveranstaltung ist. Wer nur nach diesen Schauveranstaltungen urteilt, kann meiner Meinung nach kein objektives Buch schreiben.

Wer behauptet denn, daß Willemsen das nicht weiß ?
Und wo gibt es einen Anspruch auf Objektivität ?
Er hat sich als Zuschauer ins Plenum gesetzt und seine Eindrücke aufgeschrieben, nicht mehr und nicht weniger. Den Ausschüssen konnte er ja nunmal nicht beiwohnen.
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#90

Beitrag von Helmut » Sa 28. Nov 2015, 17:38

Er hat sich als Zuschauer ins Plenum gesetzt und seine Eindrücke aufgeschrieben, nicht mehr und nicht weniger.

Genau das ist es, was ich nicht als enorme Leistung empfinde. Es befremdet mich, dass er sich nicht bemüht hat, sein Urteil. das er ja gefällt hat, auf andere Art und Weise zu begründen. Die Zeit hätte sinnvoller genützt werden können.
Ich hab den Eindruck, da will einer mit einem Blick durchs Schlüsselloch das Geschehen im Zimmer zu einem Buch verarbeiten.
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#91

Beitrag von Westwind » Fr 30. Sep 2016, 23:13

Ich lese zur Zeit:
"Laufen, Essen, Schlafen" von Christine Thürmer.
Die Autorin beschreibt in dem Buch ihre Erlebnisse während ihrer monatelangen Wanderungen auf dem "Pacific Crest Trail" (4277km), dem "Continent Divide Trail" (4900 km) und dem "Appalachian Trail" (3508 km).
Das Buch hat mich gepackt ich schau mir parallel dazu auch in den Mediatheken Dokumentationen über die Trails an. Beeindruckend.

Irgendwann vor diesem Buch las ich "Tosende Stille" von Janice Jakait, der Frau, die über den Atlantik gerudert (!) ist.
Ich bewundere den Mut der Menschen, die monatelang so radikal aus dem gewohnten Leben ausbrechen und teilweise ihre Jobs aufgeben, um solche extremen Dinge zu tun. Meine erste Frage wäre immer, wie sie sich das leisten können und ob sie keine Miete bezahlen müssen. Vielleicht wirkt es auf mich auch nur so radikal, weil ich es selbst noch nie probiert habe....
Aber scheinbar geht alles, wenn man nur wirklich will.
Viele Grüße,
Georg
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#92

Beitrag von Westwind » Do 3. Nov 2016, 21:45

Ich las innerhalb der letzten 4 Tage:
Reinhold Messner: Der nackte Berg (Nanga Parbat).
Das Buch habe ich verschlungen und finde es sehr beeindruckend.
Gruß
Georg
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#93

Beitrag von Carsten K » Do 3. Nov 2016, 22:41

Ich lese gerade den Roman LEBT von ORKUN ERTENER, der eigentlich TV-Krimi-Drehbuchautor (mehrere Tatorte und Grimme-Preis für "KDD-Kriminaldauerdienst") und Ehemann einer früheren Marburger Kollegin ist... Ich hab das Buch vor ein paar Wochen gekauft, als ich in Marburg war (wo Orkun Ertener studiert hat). Liegt das Buch auch in Buchhandlungen anderer Städte aus? Würde mich echt interessieren, hier in Berlin hab ich es noch nirgendwo gesehen...
Jedenfalls, es geht u. a. um jüdisch-muslimische Kultur im heute "christlichen" Thessaloniki (Griechenland) und um die deutsche Geschichte (Kriegsverbrechen) dort... Sehr spannend und sehr bewegend, auch wenn ich den Einstieg in den Roman (Wer ist wer? Wo bin ich gerade?) schwierig fand. Doch das Einlesen lohnt sich, und der Roman ist mehr als Krimi-Drehbuch oder -Serie...
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#94

Beitrag von Charlotte » Mi 9. Nov 2016, 19:59

Hallo Westwind,
dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.
LG Charlotte, die gerade mit der Familiensaga ,,Das achte Leben (für Brilka)" geistig in Georgien unterwegs ist.
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#95

Beitrag von fille » Sa 10. Dez 2016, 13:01


... mal wieder "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist.
Nachdem kürzlich eine hochgelobte Verfilmung im Fernsehen gesendet wurde, die mich aber etwas enttäuscht hat, habe ich die Novelle, die als Reclam-Heftchen in meinen Regalen schlummerte, wieder mal herausgeholt.
Vor Jahrzehnten hat mich die Geschichte schon fasziniert. Die Geschichte eines Mannes, dem Unrecht geschehen ist und der zuerst alles versucht, sein Recht legal zu bekommen und der, nachdem er es nicht bekommt, vollkommen maßlose Rache nimmt. Er greift zur Selbstjustiz und wird zum Mordbrenner. Zum Schluss bekommt er Gerechtigkeit, aber zu welchem Preis?
Eine Geschichte, die alt ist und immer wieder neu.
Liebe Grüße, Marianne
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#96

Beitrag von Westwind » Mi 14. Dez 2016, 00:15

.... "Herz der Finsternis" von Joseph Conrad.
Manche Bücher wie "Animal Farm", "Childhood's End", "Of Mice and Men" oder "Watership Down" lese ich lieber im Original, aber bei diesem Buch habe ich mich doch für die deutsche Übersetzung von "Heart of Darkness" entschieden.
Dabei frage ich mich, warum wir in der Schule nicht mal solche Sachen gelesen haben. Neben "Faust" mußten wir für mich so uninteressantes Zeug wie "Fräulein von Scuderi", "Woyzeck", "Mutter Courage", "Maria Stuart", "Kleider machen Leute" oder "Der gute Mensch von Sezuan" lesen. Weitere Werke habe ich sicherlich verdrängt. Natürlich war das teilweise auch Weltliteratur, aber damals für mich eben stinklangweilig, wo es bestimmt auch andere Literatur gegeben hätte, die mich mehr interessiert hätte. Aber Schule ist eben ein Thema für sich.
Wie auch immer: Über "Herz der Finsternis" wurde ich irgendwann mal nur durchs Hörensagen aufmerksam. Das Buch stand seit Jahren auf meiner Liste. Es geht kurz gesagt um die Ausbeutung der Bodenschätze Afrikas (Belgisch-Kongos) und die Unterdrückung der Einheimischen zu Hochzeiten des Kolonialismus. Bin erst am Anfang des Buches und kann somit noch keine Inhaltsangabe liefern.

Charlotte schrieb:
dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.


Ja, "In eisigen Höhen" wird eines meiner nächsten Bücher sein. Den Film habe ich nicht gesehen, er interessiert mich auch erstmal nicht. Frühestens, wenn ich das Buch gelesen habe.
Gruß
Georg
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#97

Beitrag von Westwind » Mi 11. Jan 2017, 09:55

….
„Scham – die tabuisierte Emotion“ von Stephan Marks.
In dem Buch werden zunächst verschiedene Arten von Scham klassifiziert, beschrieben und anhand von Beispielen dargestellt, wie sie jeweils erlebt bzw. bewußt provoziert werden.
Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, in wie vielen Bereichen des Lebens Schamgefühle sowohl individuell als auch gesellschaftlich auftreten, bzw. in der Geschichte der Menschheit in verschiedenen Kulturen damit umgegangen wurde.
Beim letzten Teil des Buches bin ich noch nicht angelangt, aber laut Überschrift geht es um den konstruktiven Umgang mit Scham.
Gespickt mit sehr vielen Beispielen und Statistiken ist das Buch aus meiner Sicht sehr lesenswert. Der Autor scheint sich wirklich Mühe gegeben zu haben, Informationen aus so vielen unterschiedlichen Quellen gesammelt zu haben, hält sich aber mit eigenen Ansichten auch nicht zurück. Es entsteht leicht der Eindruck, daß Scham das dominierende Gefühl im menschlichen Zusammenleben sein könnte. Andererseits schimmern Aspekte der Psychologie in den Beispielen auch immer mit durch.
In einem Buch können nicht alle Themen behandelt und beschrieben werden. Mir fehlt bisher aber bei dem Thema Scham in dem Buch bisher aber komplett der Querverweis zum Thema Angst. Vielleicht vermisse ich es, weil ich erst vor kurzem Fritz Riemanns „Grundformen der Angst“ gelesen habe. Es hängt ja Vieles zusammen, und es ist aus meiner Sicht immer schwierig, aus allen Zusammenhängen ein Thema herauszufiltern, wie es hier geschieht. Es gibt zwar ein umfangreiches Quellenverzeichnis, aber es wird (bisher) nicht explizit auf andere Literatur verwiesen.
Wie auch immer, ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

Noch ein Nachtrag zu „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad, was ich zuvor las. Das Buch werde ich eventuell nochmal lesen müssen, um es irgendwie schätzen zu können. Irgendwie finde ich da keinen Zugang. In die düstere Stimmung, die der Autor gefühlt in fast jedem dritten Satz aufzubauen versucht, kann ich mich nicht reinversetzen, die kommt bei mir einfach nicht an. Ich dachte immer noch, da passiert noch irgendwas an spannenden Dialogen oder Beschreibungen, wenn schon mal ständig vom „Grauen“ die Rede ist, aber irgendwann war dann einfach Schluss.
Gruß Georg
:georg:
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#98

Beitrag von Westwind » Do 26. Jan 2017, 11:15

.... „Die Oktave – Das Urgesetz der Harmonie“ von Hans Cousto.
Ausgehend von den Zusammenhängen einer Oktave und den Obertonfrequenzen geht es in dem Buch hauptsächlich um Schwingungen, wie sie im Makro- und im Mikrokosmos wirken, wie sie gezielt verwendet werden und wo sie im Alltag und natürlich auch in der Musik erscheinen.
Der Autor schwingt den Bogen über unser Sonnen- und somit Planetensystem und irdische Zusammenhänge in physikalischem und (bio-)chemischen Bereichen (u.a. Akupunktur) über musikalische Aspekte im westlichen und asiatischen Raum bis hin zur Mythologie, Sexualität, Religionen und zu Chakren.
Obwohl es so viele unterschiedliche Bereiche anschneidet, ist das Buch doch relativ kompakt gehalten und ist an einigen Stellen schon ziemlich wissenschaftlich.
Ich habe eine Ausgabe der 4.Auflage aus dem Jahr 1992. Inzwischen wurde der Inhalt noch überarbeitet und ergänzt.
Weitere Beschreibungen sowie das Buch in Form einer pdf-Datei finden sich unter Die_Oktave bei Planetware
:georg:
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#99

Beitrag von Westwind » Sa 22. Apr 2017, 13:08


Charlotte schrieb:
Hallo Westwind,
dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.
LG Charlotte, die gerade mit der Familiensaga ,,Das achte Leben (für Brilka)" geistig in Georgien unterwegs ist.

Ich las neulich besagtes Buch "In eisige Höhen" von Jon Krakauer. Es war sehr beeindruckend.
Der Journalist und Bergsteiger Jon Krakauer nahm 1996 an einer von mehreren zeitgleich stattfindenden Expeditionen auf den Mount Everest teil und wurde Zeuge der dramatischen Umstände, unter denen einige Bergsteiger ums Leben kamen.
Neben den erschütternden Ereignissen umreißt Krakauer aber auch die Geschichte der ersten Everest-Besteigungen. Die abgedruckten Photos lassen einen Flachland-Tiroler wie mich nur erahnen, um welche Dimensionen es sich handeln mag, in die sich die Bergsteiger vorwagen.
Der Ausgang der Katastrophe ist bekannt, der 2015 erschienene Film "Everest" war ein kommerzieller Erfolg und belebte noch mal die Verkaufszahlen des Buches.
Krakauer beschreibt die kommerziellen Expeditionen, bei denen auch unerfahrene Bergsteiger, die physisch und psychisch den Herausforderungen teilweise nicht gewachsen sind, von Bergführen möglichst bis auf den Gipfel begleitet werden, zwar mit einer gewissen journalistisch kritischen Distanz, aber er kann sich der Faszination der Bergwelt doch nicht entziehen.
Ich fand das Buch sehr beeindruckend. Mit der Bergsteigerei in solchen Höhen kann ich selber nicht viel anfangen, aber ich kann ansatzweise nachvollziehen, was manche Menschen antreibt, solche Herausforderungen anzugehen und die eigenen Grenzen auszuloten. Mir persönlich reichte es vollkommen, mal auf den Gran Cir am Grödner Joch in Südtirol "geklettert" zu sein. Und wenn ich dann den ein oder anderen Hügel mit dem Rad erklimme, genieße ich auch das Gefühl, den Berg ohne abzusteigen erklommen zu haben ;-).
Den Film werde ich mir nicht anschauen. Da habe ich mir den Trailer angeschaut, und das war für mich abschreckend genug.
Das Buch hingegen kann ich - auch bzw. insbesondere auch für Nicht-Bergsteiger - empfehlen.
Georg
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#100

Beitrag von Westwind » Do 4. Mai 2017, 10:56


"Edelweißpiraten" von Fritz Theilen aus dem Jahr 1984.
Das Buch habe ich vor ca. 15-20 Jahren irgendwann mal gelesen, und nun in einem Antiquariat wiederentdeckt.
Fritz Theilen beschreibt in dem Buch seine Zeit als Jugendlicher in Köln zur NS-Zeit. Die Hitlerjugend rigoros ablehnend und bereits aus dem Deutschen Jungvolk rausgeworfen, fand er Gleichgesinnte, mit denen er sich regelmäßig traf. Einige der Gruppen bzw. deren Angehörige nannten sich "Edelweißpiraten", sie entstammten ideologisch der 1933 verbotenen Bündischen Jugend. Im November 1944 wurden einige Mitglieder der "Ehrenfelder Gruppe" ohne Gerichtsurteil in Köln-Ehrenfeld öffentlich gehenkt.
Die Edelweißpiraten kämpften jahrzehntelang nach dem Krieg um öffentliche Anerkennung ihrer Rolle als Widerstandskämpfer. Von den Behörden und auch von weiten Teilen der Bevölkerung wurde ihr Handeln allerdings kritisch beäugt. Um nicht von der Gestapo geschnappt, verhört und gefoltert zu werden, lebten einige in der Illegalität. Um zu überleben, klauten sie demzufolge auch Lebensmittel. Sie halfen Juden, desertierten Soldaten und geflohenen Zwangsarbeitern, sie verteilten Flugblätter und versuchten, Nachschubtransporte für die Front zu sabotieren.
Seit den 80er Jahren wurden sie nach und nach rehabilitiert. Als Widerstandskämpfer wurden sie zwar teilweise anerkannt, dennoch gab es dazu immer wieder Diskussionen, ob sie wirklich Widerstandskämpfer oder eher Kriminelle waren. Zu dieser Zeit schrieb Rolly Brings das Lied "Edelweißpiraten", welches durch die Bläck Fööss in einer gekürzten Form und mit veränderter Melodie zu höherer Bekanntheit gelangte. Die offizielle Anerkennung als Widerstandskämpfer erfolgte letztendlich erst im Jahr 2005.
Franz-Josef Degenhardts Lied "Die Ballade vom Edelweißpiraten Nevada-Kid" befasst sich ebenfalls mit diesem Thema.
Im Jahr 2004 kam ein Film mit dem Titel "Edelweißpiraten" von Niko von Glasow ins Kino. Edelweißpirat Jean Jülich begleitete die Arbeiten an Drehbuch und Film. Ich fand es klasse, daß das Thema auch in einem Film aufgenommen wurde, jedoch fand ich die Umsetzung des Films sehr schlecht. Im Vordergrund des Films stand eher eine Liebes-Dreiecks-Geschichte. Die Motive und die Handlungen der Edelweißpiraten rückten dabei stark in den Hintergrund. Wirklich schade, wie ich finde. Das Thema ist so vielschichtig, daß da viel mehr geschichtliche Aspekte und sogar Fakten hätten beleuchtet werden können.
Fritz Theilen überlebte unter anderem, weil ihm keine unmittelbare Zugehörigkeit zu den Edelweißpiraten nachgewiesen werden konnte. Andere Edelweißpiraten fürchteten nach dem Krieg Repressalien und verschwiegen ihre Zugehörigkeit. Erst in den 70er Jahren begann eine mediale Aufarbeitung der Geschehnisse um die Edelweißpiraten. Fritz Theilen gehörte zu den Ersten, die sich in der Öffentlichkeit dazu äußerten.
In der Berliner Zeitung gibt es einen zusammenfassenden Artikel: =>Berliner Zeitung - Edelweißpiraten
Georg :georg:
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