Ein Gedicht über Veränderungen

Ein Lied besteht nicht nur Melodie und Rhythmus, sondern auch aus einem Text, der im Idealfall auch noch eine Botschaft vermittelt, tröstet oder wachrüttelt, beruhigt oder aufwühlt. Viele Lieder sind gesungene Geschichten und Gedichte. Erzähl uns von dem interessanten Buch, das Du gerade liest oder dem Gedicht, das Dich schon lange beschäftigt. Lass uns teilhaben an den Gedanken, die dir beim Lesen/Hören gekommen sind. Suchst Du ein bestimmtes Buch/Gedicht/Lied? Hier kannst Du jemanden um Hilfe bitten.

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fille
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Ein Gedicht über Veränderungen

#1

Beitrag von fille » Mo 31. Aug 2009, 13:05

Liebe Poesiefreunde!
Ein Gedicht von August von Platen (vertont von Johannes Brahms):

Der Strom , der neben mir verrauschte, wo ist er nun?
Der Vogel, dessen Lied ich lauschte, wo ist er nun?
Wo ist die Rose, die die Freundin am Herzen trug,
und jener Kuss, der mich berauschte, wor ist er nun?
Und jener Mensch, der ich gewesen, und den ich längst
mit einem andern Ich vertauschte , wo ist er nun?


Ja, alles verändert sich und auch wir selbst bleiben nicht immer die selben.
Das ist manchmal ganz gut so.
Ich denke in diesem Zusammenhang oft an Hermann Hesses "Siddharta". Der Fluß bleibt der gleiche, aber es ist immer anderes Wasser.
Liebe Grüße und noch einen schönen Sommernachmittag.
Marianne
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There is a crack in everything
That's how the light gets in

Leonard Cohen

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