Technische Probleme mit den Einloggen über das Usermenü.

Was ist geschehen?

Für die Forensoftware wurde ein neues Update eingespielt. Dabei wurden von den Entwicklern einige Funktionen geändert, die für mehr Sicherheit beim Umgang mit Login Daten sorgen sollen. Dafür müssen aber einige Teile der Webseite umprogrammiert werden, die von Modulen verwendet werden, die auf die Änderungen am Hauptprogramm noch nicht eingestellt wurden. Dies betrifft leider auch das Login Eingabefeld in Usermenü, wenn Du ausgeloggt bist.

Muss ich jetzt ein neues Passwort anfordern, um mich einloggen zu können?

Nein, es ist nur momentan nicht möglich, sich über das Usermenü einzuloggen.

Wie kann ich mich denn auf dem Forum Einloggen?

Bitte klicke links oben über der Eingabemaske auf das Wort "Anmeldung" und gibt Deine Login Daten in den entsprechenden Feldern ein.

War der Schutz meiner persönlichen Daten zu jeder Zeit gegeben?

Das Update hatte keine Auswirkung auf irgendwelche Daten. Es wurde lediglich ein Programmteil geändert, welches sicherstellen soll, dass sich niemand mit den Daten eines anderen Users (z.B. eines Admins oder Moderators) Einloggen kann, obwohl er dafür nicht die Zugangsberechtigung hat.

Was muss ich jetzt noch tun / beachten?

Du kannst mir etwas Zeit geben, damit ich eine Lösung für dieses Problem finde. Ich habe mich bereits an die Entwickler gewandt und hoffe, sie können mir schnell helfen.

Ich habe dazu noch Fragen.

Bitte melde Dich in diesem Fall direkt über das Kontaktformular bei mir.

08.05.2019, migoe | www.liedermacher-forum.de

Zwickt's mi - zwei Versionen vom Ambros

Stell uns Deinen Lieblingskünstler vor, informiere uns über seine neue CD oder schreibe einen Konzertbericht. In diesem Forum kannst Du das tun, auch wenn es für Deine/n Liedermacher/in (noch) kein eigenes Forum gibt.

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fille
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Zwickt's mi - zwei Versionen vom Ambros

#1

Beitrag von fille » So 19. Sep 2010, 17:36

Liebe Liederfreunde!
Kaum gibt es das Lied seit 35 Jahren, habe ich festgestellt, dass es von "Zwickt's mi" zwei Versionen gibt und dass beide vom Ambros sind. Also ich wusste, dass es zwei Versionen gibt, dachte aber immer, dass eine jemand anders gesungen hätte (André Heller z. B.)
Also der Ambros hat 1975 zwei Versionen geschrieben.
Jeder kann sich selber aussuchen, welche Version die deutsche und welche die österreichische ist.
Gestern fohr' i mit der Tramway Richtung Favoriten.
Draußen regn't's und drinnen stinkt's, und i steh in der Mitt'n.
Die Leit, ob's sitzen oder stengan, olle ham es fade Aug',
und sicher net nur in der Tramway,
i glaub, des hom's 'n ganzen Tog, jo.
Im Wirtshaus triff i immer an, der waß Gott wos derzöhlt.
Er is' so reich, er is' so gut, er kennt die ganze Wölt.
In Wirklichkeit is' er a Sandler, hocknstat und dauernd fett,
des letzte Weh in meine Augen, na, i pock eam net!
Zwickt's mi, i man i tram!
Des derf net wohr sein, wo samma daham?
Zwickt's mi, ganz wurscht wohin!
I kann's net glaub'n, ob i ang'soff'n bin?
Ober i glaub, da hülft ka Zwicken,
könnt' ma net vielleicht irgendwer ane pick'n?
Danke, jetzt is' ma klor, es ist wohr, es ist wohr.
(Whistling Solo)


Und wieder fahr i mit der U-Bahn von der Arbeit z`Haus
Drau&en regnet`s, innen stinkt`s und i halt`s fast net aus.
Die Leit, ob`s sitzen oder stehn, alle schaun so traurig drein,
i glaub, des kommt vom U-Bahn fahr`n,
des kann doch gar nix anders sein!
Im Wirtshaus triff i immer an, der furchtbar viel erzählt,
Er is so reich, er is so gut, er kennt die ganze Welt.
In Wirklichkeit is er der Letzte, arbeitsscheu und dauernd blau,
dreckig is er, stinken tut er,
kurz er es a echte Sau!
Zwickt's, i glaab, i tram,
des derf net wohr sein, wo sammer daham?
Zwickt`s mi, egal wohin,
i kann`s net glaub`n, des gibt doch keinen Sinn!
Aber zwick`n hilft halt nix, i steh daneb`n.
Kunnt mer net vielleicht irgenwer a Watschn gebn?
Danke, jetzt is mer klor: Es is Wohr, es is wohr.
Die Jugend hat kein Ideal, kein Sinn für wahre Werte.
Den jungen Leuten geht`s zu gut, sie kannen keine Härte.
So reden die, die immer nur kuschen, geldgierig, bestechlich san,
nach`m Skandal dann pensioniert werden,Kurz a echtes Vorbild san!


Hier was zum Anschauen - einmal 1975 und 33 Jahre später. - mit a bisserl mehr Publikum,
Viele Grüße aus Bayern
Marianne :-)
Dieser Beitrag enthält 460 Wörter


There is a crack in everything
That's how the light gets in

Leonard Cohen

Nordlicht
...hat schon mal ein LT organisiert
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Zwickt's mi - zwei Versionen vom Ambros

#2

Beitrag von Nordlicht » Fr 24. Sep 2010, 09:53

Hallo, Marianne !
Du schreibst
“Kaum gibt es das Lied seit 35 Jahren, habe ich festgestellt, dass es von "Zwickt's mi" zwei Versionen gibt und dass beide vom Ambros sind…

und bestätigst damit doch nur die alte Weisheit, daß gut Ding Weile haben will… :-)
Daß Künstler doppelte Versionen von Titeln aufnehmen ist gar nicht einmal so selten, auch und gerade im deutschen Sprachraum. Um nur ein Beispiel zu geben, führe ich ein Lied auf, daß gerade in Deutschland ungleich erfolgreicher war als „Zwickt´s mi“ vom Wolferl: Es handelt sich dabei um „Die kleine Kneipe“, 1976 interpretiert von Peter Alexander. Auch von diesem Titel gibt, je nach Vertriebsort, unterschiedliche Versionen.
DAS KLEINE BEISL (1976)
(Musik: Pierre Kartner / Text: Michael Kunze)
1.:
Der Abend senkt sich auf die Dächer der Vorstadt,
Die Kinder am Hof müssen heim.
Die Greißlerin wascht das Trottoir vor dem Laden,
Ihr Mann tragt die Obstkisten rein.
Der Tag ist vorüber, die Menschen sind müde,
Doch viele gehen nicht gleich nach Haus,
Denn drüben klingt aus einer offenen Türe
Musik auf den Gehsteig hinaus.
R.:
Das kleine Beisl in unserer Straßen,
Da, wo das Leben noch lebenswert ist,
Dort in dem Beisl in unserer Straßen,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.
2.:
Die Postkarten dort, an der Wand in der Ecke,
Das Foto vom Fußballverein,
Das Stimmengewirr, die Musik aus der Jukebox,
All das ist ein Stückchen daheim.
Du wirfst einen Schilling in den Automaten,
Schaust andern beim Kartenspiel zu,
Und stehst mit dem Bier in der Hand an dem Schanktisch,
Und bist gleich mit jedem per Du.
R.:
Das kleine Beisl in unserer Straßen,
Da wo das Leben noch lebenswert ist.
Dort in dem Beisl in unserer Straßen,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.
3.:
Man redet sich heiß und spricht sich von der Seele,
Was einem die Laune vergällt,
Beim Wein und beim Bier findet mancher die Lösung
Für alle Probleme der Welt.
Wer Hunger hat, der bestellt Würstl mit Saft,
Weil es andere Speisen nicht gibt.
Die Rechnung, die steht auf dem Bierdeckel drauf,
Doch beim Wirt hier hat jeder Kredit.
R.:
Das kleine Beisl in unserer Straßen,
Da wo das Leben noch lebenswert ist,
Dort in dem Beisl in unserer Straßen,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.

Im Vergleich dazu dann:
DIE KLEINE KNEIPE (1976)
(Musik: Pierre Kartner / Text: Michael Kunze)
1.:
Der Abend senkt sich auf die Dächer der Vorstadt,
Die Kinder am Hof müssen heim.
Die Krämersfrau fegt das Trottoir vor dem Laden,
Ihr Mann trägt die Obstkisten rein.
Der Tag ist vorüber, die Menschen sind müde,
Doch viele gehen nicht gleich nach Haus,
Denn drüben klingt aus einer offenen Türe
Musik auf den Gehsteig hinaus.
R.:
Die kleine Kneipe in unserer Straße,
Da, wo das Leben noch lebeswert ist,
Dort in der Kneipe in unserer Straße,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.
2.:
Die Postkarten, dort an der Wand in der Ecke,
das Foto vom Fußballverein,
Das Stimmgewirr, die Musik aus der Jukebox,
All das ist ein Stückchen daheim.
Du wirfst eine Mark in den Münzautomat,
Schaust andern beim Kartenspiel zu,
Und stehst mit dem Pils in der Hand an der Theke
Und bist gleich mit jedem per Du.
R.:
Die kleine Kneipe in unserer Straße,
Da, wo das Leben noch lebeswert ist,
Dort in der Kneipe in unserer Straße,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.
3.:
Man redet sich heiß und spricht sich von der Seele,
Was einem die Laune vergällt.
Bei Korn und bei Bier findet mancher die Lösung
Für alle Probleme der Welt.
Wer Hunger hat, der bestellt Würstchen mit Kraut,
Weil es andere Speisen nicht gibt.
Die Rechnung, die steht auf dem Bierdeckel drauf,
Doch beim Wirt hier hat jeder Kredit-
R.:
Die kleine Kneipe in unserer Straße,
Da, wo das Leben noch lebeswert ist,
Dort in der Kneipe in unserer Straße,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.

Ich glaube, es ist müßig darauf hinzuweisen, welche Version nun letztlich wo vertrieben und auch heute noch so gespielt wird. Sicherlich sind die Unterschiede zwischen den beiden Versionen nicht gewaltig, aber doch aufschlußreich genug. Immerhin zeigt es, daß selbst Menschen, die die gleiche Sprache sprechen, teilweise aneinander vorbei reden können. (Übrigens, doch das nur nebenbei: Der Komponist Pierre Kartner dürfte unter seinem Pseudonym „Vadder Abraham“ geläufiger sein. Der Titel ist mittlerweile in mehr als 200 Versionen weltweit erschienen und war in einer französischen Version von Joe Dassin u.a. in Australien und Neuseeland auf Platz 1. Es wäre interessant zu erfahren, ob die in andere Sprachen übersetzten Textzeilen auch einen vermehrt regionalen Bezug aufweisen…)
In diesem Sinne viele Grüße aus Ober- :ösi: von
ANDREAS.

(…der vor 10 Jahren auch nicht wußte, was „Beisl“ und „Greißlerin“ bedeuten…)
Dieser Beitrag enthält 849 Wörter


"But as long as I can see the morning,
in miracles, much more than I can say,
it´s enough to keep me still believing
in drifting hearts, so far away."

(''Book of golden stories''/ RUNRIG)

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Zwickt's mi - zwei Versionen vom Ambros

#3

Beitrag von fille » Fr 24. Sep 2010, 23:05

Hallo Andreas!
führe ich ein Lied auf, daß gerade in Deutschland ungleich erfolgreicher war als „Zwickt´s mi“ vom Wolferl

Meinst du? Also weltweit bestimmt. Aber "zwickt's mi" war in Bayern schon ein großer Erfolg. Das liegt vielleicht an der Nähe zu Österreich. In den 80-ern hat man bei uns sehr viel österreichisch gehört.
Ich habe gerade über den Beiserl/Kneipe-Texter Michael Kunze bei Wikipedia nachgelesen. Ist ja interessant, für wen der alles geschrieben hat. Über Udo Jürgens bis zu Gilbert Becaud.
Dabei habe ich festgestellt, dass er in München aufwuchs. Da sagt man aber nicht Beiserl zur Kneipe. Jetzt wäre es interessant, wie er darauf kommt. Wahrscheinlich wurde der Text in Zusammenarbeit mit dem Sänger erstellt.
Auch interessant: Seine Homepage - er nennt sich selbst "Storyarchitekt". Nebenbei - 50 Goldene Schallplatten, das ist schon was.
Liebe Grüße
Marianne
Dieser Beitrag enthält 150 Wörter


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