Technische Probleme mit den Einloggen über das Usermenü.

Was ist geschehen?

Für die Forensoftware wurde ein neues Update eingespielt. Dabei wurden von den Entwicklern einige Funktionen geändert, die für mehr Sicherheit beim Umgang mit Login Daten sorgen sollen. Dafür müssen aber einige Teile der Webseite umprogrammiert werden, die von Modulen verwendet werden, die auf die Änderungen am Hauptprogramm noch nicht eingestellt wurden. Dies betrifft leider auch das Login Eingabefeld in Usermenü, wenn Du ausgeloggt bist.

Muss ich jetzt ein neues Passwort anfordern, um mich einloggen zu können?

Nein, es ist nur momentan nicht möglich, sich über das Usermenü einzuloggen.

Wie kann ich mich denn auf dem Forum Einloggen?

Bitte klicke links oben über der Eingabemaske auf das Wort "Anmeldung" und gibt Deine Login Daten in den entsprechenden Feldern ein.

War der Schutz meiner persönlichen Daten zu jeder Zeit gegeben?

Das Update hatte keine Auswirkung auf irgendwelche Daten. Es wurde lediglich ein Programmteil geändert, welches sicherstellen soll, dass sich niemand mit den Daten eines anderen Users (z.B. eines Admins oder Moderators) Einloggen kann, obwohl er dafür nicht die Zugangsberechtigung hat.

Was muss ich jetzt noch tun / beachten?

Du kannst mir etwas Zeit geben, damit ich eine Lösung für dieses Problem finde. Ich habe mich bereits an die Entwickler gewandt und hoffe, sie können mir schnell helfen.

Ich habe dazu noch Fragen.

Bitte melde Dich in diesem Fall direkt über das Kontaktformular bei mir.

08.05.2019, migoe | www.liedermacher-forum.de

Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

Stell uns Deinen Lieblingskünstler vor, informiere uns über seine neue CD oder schreibe einen Konzertbericht. In diesem Forum kannst Du das tun, auch wenn es für Deine/n Liedermacher/in (noch) kein eigenes Forum gibt.

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Michael
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#81

Beitrag von Michael » Mo 4. Sep 2006, 18:01

Hallo,
durch diese Diskussion muss ich mich nach einer Woche Internet-Abstinenz erst mal kämpfen. Dann gibt's noch eine längere Antwort. Nur eins, weil's mir direkt aufgefallen ist:

Xantippe schrieb:
Selbst Alice Schwarzer hat ihren Frieden mit Annabelle gemacht.


Alice Schwarzer hat ihren Frieden ja auch mit Leni Riefenstahl gemacht. Die kann also wohl kein Maßstab sein.
Michael
Dieser Beitrag enthält 63 Wörter


Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

Sysipon
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#82

Beitrag von Sysipon » Mo 4. Sep 2006, 19:37

Moin zusammen,
ich mußte auch kämpfen :-D
Um ehrlich zu sein, habe ich aber das Spiel nicht ganz verstanden, vermute ich. Ich komme mir nämlich vor, als ob mich jemand fragt: "Welches Deiner 49 Kinder ist das beste und bedeutendste?"
Was soll man dazu sagen?
Sollte nicht erstmal - wenn Schubladen denn unbedingt nötig sein müssen - eindeutig geklärt werden, was exakt unter "beste/r" und "bedeutendste/r" zu verstehen ist? Ich habe nämlich die Befürchtung, dass man das dann wie folgt aufteilen muss:
Kategorie "Beste/r"
1. Bester Gitarrenspieler (linkshändig)
2. Bester Gitarrenspieler (rechtshändig)
3. technisch bester Sänger
4. Bester Pianist
5. Bester Komponist (jew. Sprache)
6. Bester Komponist (musikalisch)
7. Bester Allrounder
8. Bestaussehendster
Kategorie "bedeutendste/r Künstler/in"
1. Bedeutendste Auflagenhöhe (jew. Land, Kontinent, weltweit)
2. Bedeutendster hins. Coverversionen
3. Bedeutendster in politischer hinsicht (regional, national, kontinental, weltweit)
4. Bedeutendster Dichter unter ihnen
5. Bedeutendster kulturträger (weiter Begriff)
... und immer so weiter. Nee, vermutlich wird sich da für mich persönlich niemand einsam durchsetzen. Jeder hat Unfug und Unsinn produziert, geschlampt, geschlafen oder mal schnell Geld gebraucht. Wie wertet man diese "Vergehen" denn überhaupt? Disqualifiziert sich Paul McCartney nicht furchtbar durch "Alltogether Now" oder "Maxwell's Silver Hammer"? Wer kann Bob Dylan heute noch ernst nehmen, wenn er bewußt sein Publikum vergrault? Wir hatten doch schon mal eine Diskussion um Reinhard Mey, weil er durch seine Scheidung unglaubwürdig sein sollte ... Da kann er doch gar nicht mehr der bedeutendste sein. Verdammt, mir fällt da immer mehr ein.
Wißt ihr was? Ich plädiere auf "Unentschieden" und würde mal eiskalt behaupten, dass bei einem Medium wie der Musik, ob E- oder U-Musik, derartige Kategorien nur in Teilaspekten beantwortet werden können. Außerdem befürchte ich, dass trotz diverser Literatur das Feld so riesig ist, dass ich es mir gar nicht zutraue, eine objektive Antwort finden zu können - und wenn ich länger suchte.
Aber ich schließe mich freudig der allgemeinen Tendenz an, subjektive Urteile auszusprechen. Wie wäre es erstmal, wenn jeder eine Liste anfertigt, auf der er /sie seine jeweils zehn Favoriten für "Bedeutend" und "Beste" aufführt? Könnte man dann nicht einfach sagen, "Okay, Leute - für uns Forum-User steht die Antwort auf jeden Fall fest. Rechnerisch nach Plätzen ist es ..." Dann kann man immer noch über die jeweils zehn Sieger diskutieren. Je weiter ich schreibe, desto mehr mag ich diese Idee. Sie ist zwar eine Krücke, aber vielleicht eine brauchbare. Hm?
Meine Top Ten ist jedenfalls etwas ... individuell, glaube ich. Da mich der Begriff "Liedermacher" an viele Aspekte erinnert, fasse ich ihn recht weit auf.
Meine besten, aus meinen Erfahrungen und meiner Lebenssituation heraus gesehen:
1. Die Beatles (als geschlossene Gruppe)
2. Heinrich Heine (als Texter)
3. Schubert (als Komponist)
4. Hannes Wader
5. Bob Dylan
6. Funny van Dannen
7. Simon & Garfunkel
8. Mano Solo
9. Georg Kreisler
10. Jaques Dutronc
Hm. Keine Frau dabei - das ist jetzt nicht absichtlich. Nein ... da kann auch keine mir bekannte Künstlerin mithalten, muss ich ehrlich gestehen. Das - äh - dürft ihr mir jetzt nicht ankreiden, ja?
Die einflußreichsten:
1. sicherlich Bob Dylan (weltweit)
2. Villon
3. Lennon/McCartney
4. Leonard Cohen
5. Brecht/Waigel
6. Heine
7. Mahalia Jackson
8. Serge Gainsbourg
9. Reinhard Mey
10. Joan Baez
Schwierig, zwischen Einfluß und Überzeugung unterscheiden zu müssen. Das hat mich jetzt eine geschlagene Stunde gekostet, die mir selber aber einiges klar gemacht hat. In Liste zwei muss man halt verquicken, was nicht verquickbar scheint, nämlich national und international. Ich habe mich für einen leicht nationalen Standpunkt entschieden, was allerdings ein heikler Punkt ist. Heine und Brecht/Waigel sind internationale Größen, nach wie vor. Aber da passt Mey nicht rein, der im Vergleich zu z.B. Gainbourg doch ein etwas schmaleres Nischenleben fristet. Und Mahalia Jackson ist und bleibt sicherlich die große aller großen Sängerinnen von Liedern mit Inhalt und Message, auch wenn sie im Gegensatz zu Baez halt die geistig/religiöse Ebene besetzt hält.
Das nur zur Erklärung, damit sich niemand wundert.
Wie sieht's aus, Listenvergleich ...?
Liebe Grüße,
Lukas
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#83

Beitrag von fille » Mo 4. Sep 2006, 23:55

Hallo!
Es freut mich, dass sich so viele zu Wort gemeldet haben und es sind allerhand interessante Beiträge dabei herausgekommen.
Sollte nicht erstmal - wenn Schubladen denn unbedingt nötig sein müssen - eindeutig geklärt werden, was exakt unter "beste/r" und "bedeutendste/r" zu verstehen ist? Ich habe nämlich die Befürchtung, dass man das dann wie folgt aufteilen muss:

Hm... Tut mir leid, wenn ich mich nicht richtig ausgedrückt haben sollte. Allerdings habe ich von Anfang gesagt, dass es NICHT um Vorlieben geht, sondern um Erfolg
Eine meiner Fragen war
Wer hat am meisten dazu beigetragen, die Musikwelt dieser Sparte zu prägen?

Ich denke, es wurde viele gute ernsthafte Antworten gegeben und viele Namen genannt.
Suuuuper! Danke! (Aber es muss noch nicht Schluss sein.)
Liebe Grüße
Marianne :wink:
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Rene87
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#84

Beitrag von Rene87 » Di 5. Sep 2006, 12:03

Hallo,
jup irgendwie entwickelt sich das hier im sehr großen Rahmen. Weil ich immer noch glaube, dass ist ne "Glaubensfrage"; vielleicht liegt es daran.
Mich würde mal interessieren, in welche Sparte bspw. Leute wie Hebert Grönemeyer gehören. Ist der auch ein Liedermacher?! Schreibt seine Texte und Lieder selbst und ist seit etlichen Jahren erfolgreich. Oder auch Nina Hagen.
Man muss die Musik ja nicht mögen um die Leute zu können. Aber jetzt sind wir wieder bei dem Thema: "Was ist eigentlich ein Liedermacher" oder "Wer ist eigentlich Liedermacher".
Gruß
René
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#85

Beitrag von Skywise » Di 5. Sep 2006, 12:31


Rene87 schrieb:
Mich würde mal interessieren, in welche Sparte bspw. Leute wie Hebert Grönemeyer gehören. Ist der auch ein Liedermacher?! Schreibt seine Texte und Lieder selbst und ist seit etlichen Jahren erfolgreich. Oder auch Nina Hagen.
Man muss die Musik ja nicht mögen um die Leute zu können. Aber jetzt sind wir wieder bei dem Thema: "Was ist eigentlich ein Liedermacher" oder "Wer ist eigentlich Liedermacher".
Grönemeyer zählt mehr oder weniger offiziell in die Kategorie "Deutschrock". Das ist eine Sparte, die ungefähr genauso leicht zu definieren ist wie "Liedermacher" :-D Westernhagen, Udo Lindenberg, Heinz Rudolf Kunze, Herbert Grönemeyer - alle vier machen völlig andere Musik mit völlig anderen Einflüssen, Ansprüchen an ihr Publikum und Mitteln, aber trotzdem werden sie alle zu "Deutschrock" gezählt.
Die Grenzen sind nun einmal fließend. Wenn jemand Grönemeyer als Liedermacher bezeichnen würde, hätte ich erst mal kein Problem damit, denn ein Gegenargument fällt mir nicht ein.
Nina Hagen ist so ein bißchen grenzwertig ... sicher eine interessante Person und vielleicht eine der flexibelsten Stimmen, die Deutschlands Sängersortiment zu bieten hat, aber im kreativen Bereich muß man dann doch einige Abstriche machen, weil sie hier nicht unbedingt konsequent ist. Da gibt es Fremdmaterial, da gibt es Sachen, an denen die musikalischen Mitstreiter einen sehr großen Anteil haben, einige Sachen entstanden beim "Jammen" mit der Band, weshalb dann auch brav die komplette Band in den Verfasserangaben zu finden ist ... Sie hängt irgendwie, auch mit ihrer Band, in dem ganzen deutschsprachigen Geflecht mit drin, ohne wirklich irgendwo dazuzugehören, was auch mit ihrem Repertoire zusammenhängt, das ja von Schlager ("Du hast den Farbfilm vergessen") über Punk ("TV-Glotzer (Ich glotz' TV)") bis hin (ganz aktuell) zu Swing-Klassikern oder (weniger aktuell) zu Brecht-Interpretationen reicht. Das Einzige, was wirklich ganz eindeutig an ihr in die Liedermacher-Richtung weist, ist ihr Ziehvater Wolf Biermann, aber sonst ... :weissnicht: :-D
Gruß
Skywise
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#86

Beitrag von Guest » Sa 9. Sep 2006, 12:10

"Das Bob-Dylan-Rätsel"
Heute, 19.20 Uhr, 3SAT

Gruß,

X.
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#87

Beitrag von fille » Mi 30. Mai 2007, 20:44

Salut liebe Forumler,
hier wieder mal ein Beweis dafür, dass Brassens wirklich einer der größten Liedermacher nicht nur Europes war.
Yossi Banai (*1932 Jerusalem + 2006 Tel Aviv) singt Brassens.

und
Miquel Pujado (*1959)singt Brassens auf katalanisch
Liebe Grüße
Marianne
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#88

Beitrag von HaensDaempf » Do 31. Mai 2007, 23:39

Der beste Liedermacher ist ganz klar: Heinz Ratz (Strom&Wasser).
Die beste Liedermacherin: Johanna Zeul - ganz klar.
Da gibt es nichts zu diskutieren!
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#89

Beitrag von relayer » Sa 2. Jun 2007, 17:46

Hallo Sysipon
Du hast es auf den Punkt gebracht!! Gratuliere für diesen Beitrag! Eigentlich sollte es so sein, das jeder Künstler seine eigene Schublade bekommt. Bob Dylan ist ohne Zweifel ein ganz Großer! Nun gut ich möchte da jetzt nicht weiter drauf rum reiten. Geniest einfach die Musik die Euch gefällt und für Euch Bedeutung hat und dann ist die Welt in Ordnung, ob Der oder Die in Ihrem privaten Leben ein schlechter Ehemann (frau) ist, ist doch wurscht! Wenn Musik und Text berührt ist sie bedeutsam!
viele grüße
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#90

Beitrag von Artikater » Mo 11. Jun 2007, 18:11

Nicht so bescheiden relayer.
Immerhin zählst Du mit Beatrix (man nennt beide Trixi G)ganz gewiss zum Besten was es in letzter Zeit an deutschem Liedgut auf ein Album geschafft hat.
Zugegeben, die Frage ist überflüssig wie ein Kropf, aber sie eröffnet die Chance, ein wenig auf Euch hinzuweisen.
DAs Album heißt Lebenstrip und ist unbedingt hörenswert. Trixi singt übrigens zumindest schöner als es Bob Dylan je getan hat oder tuen wird ;-):wink:
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#91

Beitrag von dabblju » Mi 20. Jun 2007, 21:47

Hallo an Euch,
Was für den Einen der Songpoet der Superlative ist, muss
für den Anderen noch lange nicht die Verkörperung des
"Grössten" aller Zeiten sein. Es ist also subjektiv zu betrachten.
Eine Tatsache aber ist nicht abzuleugnen:
Nennt mir doch mal einen Künstler oder "Möchtegern-Künstler"
der keinen Bob Dylan Song in seinem Repertoire hat oder hatte.
Wobei es jetzt völlig gleichgültig ist, ob in deutscher oder
englischer Sprache.
Auch wenn Dylan keine Stimme hat, (er sagt das ja selbst) so hat
er doch in der Songwriter-Szene Meilensteine gesetzt, die so gross
sind, dass den kaum jemand besteigen kann.
Gruss
Wolfram
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#92

Beitrag von fille » Mi 20. Jun 2007, 22:18

Hallo Wolfram!
so hat
er doch in der Songwriter-Szene Meilensteine gesetzt, die so gross
sind, dass den kaum jemand besteigen kann.


Sehr gut ausgedrückt! Genauso habe ich es gemeint!
Liebe Grüße
Marianne
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Klajokas
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#93

Beitrag von Klajokas » Mi 20. Jun 2007, 22:43

Hallo ihr Lieben,
zuerst habe beim Lesen der Überschrift gedacht: klar für dich der Wader der Mey und der Wecker.
Aber nachdem ich fast alle Beiträge durchgelesen habe ist mir nix mehr klar.
Aber eines hat mir das Lesen gebracht.
Viele Namen die ich noch nie gehört habe und auf die ich jetzt neugierig geworden bin.
Klaus
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Unbequem zu sein bedeutet oftmals, sich Hindernisse aufzubauen, die man dann selber aus dem Weg räumen muss, ohne bequem zu werden.

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#94

Beitrag von Reino » So 6. Apr 2008, 07:48

Übrigens sprechen Dylan und Baez seit Jahren nicht mehr miteinander. So viel ich weiß, wird sie nicht mal in seiner Autobiographie erwähnt.
Da wurden viele nicht erwähnt (z.B. Phil Ochs und die Namen seiner Ehefrauen, so daß man als Dylan-Laie gar nicht merkt, daß da von verschiedenen Damen die Rede ist). Joan Baez kommt aber meines Wissens vor.
5. Brecht/Waigel
Und hat Theo Waigel gesungen oder nur die Finanzen in Ordnung gehalten? Meinst du nun Helene Weigel oder bist völlig auf dem falschen Dampfer und meinst Brecht/Eisler (wobei dann die erfolgreicheren Brecht/Weill auf der Strecke bleiben)?
Daß er gute Lieder schreiben kann, will ich ihm nicht absprechen. Aber vielleicht das Talent, eine Botschaft gut rüberzubringen ...
Dylans Problem war nicht, daß seine Botschaften nicht verstanden wurden, sondern daß mehr Botschaft verstanden wurde, als wirklich intendiert war, und er nun an diesen Botschaften gemessen wurde. Das führte dazu, daß er seine Texte immer unzugänglicher oder botschaftsfreier ("Nashville Skyline") machte.

Ich würde eher sagen Brecht fällt aus dem gleichen Grund wie McCartney raus!
Das ganz sicher nicht. Brecht hat (abgesehen von seinem von Wedekind inspirierten Frühwerk) nicht gesungen und komponiert, was ihn als Liedermacher disqualifiziert (ähnlich wie Schubert, der nicht textete und sang). Das kann man McCartney nicht vorwerfen. Er textet, komponiert und singt. Natürlich ist er ein singer-songwriter (um ihm nicht den "Liedermacher" aufs Auge zu drücken.

Wenn nach Bekanntheit ginge, wäre Udo Jürgens die Nummer 1. Wenns nach Chart-Erfolgen geht, Herbert Grönemeyer (und auch die ZDF-Zuschauer haben Grönemeyer als "unseren Besten" Musiker gewählt).
Wenn aus der Liste auch noch die "Songpoeten" rausfallen, wird es hier ganz duster. In den 70er Jahren hat jeder, der sein erstes Lied geschrieben hat, betont, daß er eben KEIN Liedermacher sei, sondern Dichter, Songpoet, Barde, Trubadur und was ihm eben sonst noch so einfiel. Der einzige, der sich überraschend als Liedermacher outete, war Georg Kreisler.
Wer behauptet, Reinhard Mey würde das Handwerk meisterhaft beherrschen, weiß wirklich nichts vom Handwerk des Liedermachers. Seine Meisterschaft besteht darin, Lieder zu schreiben, die wie Reinhard-Mey-Lieder klingen, mit all den geliebten falschen Betonungen. Ihn als mittelmäßig zu bezeichnen wäre natürlich ungerechnet all den tapferen Epigonen, die ihm nacheiferten, gegenüber, insofern erhebt ihn der Vergleich natürlich über die Massen. Handwerklich meisterhaft war Robert Gernhardt, der wirklich wußte, was er da tat. Oder, ohne sein Genie allerdings, Edith Jeske.
Interessanter finde ich aber tatsächlich, wer welche Einflüsse (und auf wen) hatte. So war natürlich Reinhard Mey ungeheuer einflußreich, weill nun Anfang der 70er Jahre jeder Lieder schreiben konnte, die so ähnlich klangen und nur wenig schlechter waren. Also vergleichsweise ähnlich einflußreich wie Burda-Moden. Der Einfluß auf wirklich große Liedermacher (abgesehen von der Ermutigung) ist dagegen gering.
Ganz wichtig war für die Liedermacherei die Platte "Spiel nicht mit den Schmudelkindern" von Degenhardt (1965). Damit begann in Deutschland überhaupt das, wovon dieses Forum handelt. Natürlich gab es schon zuvor zahlreiche Künstler, die Lieder schrieben, die meisten stammten, wie Degenhardt, aus der Jugendbewegung, andere kamen vom Kabarett. Aber mit den "Schmudelkindern" gab es plötzlich das Bewußtsein, es gäbe so etwas wie das deutsche Chanson, nicht nur bei den Ausübenden, sondern auch beim Publikum (daneben gab es Hildegard Knef, die aber nach meiner Einschätzung ein völlig anderes, älteres Publikum ansprach). Auch wenn Degenhardt schon Mitte 30 war, sein Publikum stammte aus dem Kreis der Schüler und Studenten, später wohl auch Lehrlinge.
Einflußreich, aber eher als "the artist's artist) war Georg Kreisler. Und das bis heute. Bodo Wartke wäre ohne Kreisler nicht denkbar.
Eher in einer unheilvollen Weise einflußreich war John Pearse (auch er ein Teilnehmer der Waldeck-Festivals), der einer Generation von Liedermachern in einer Fernsehsendung das Finger-Picking vermittelte.
Für das politische Lied kommt man an Dieter Süverkrüp (außer von Jan Koneffke aber nie wirklich imitiert) und Wolf Biermann nicht vorbei.
Einflußreich, denn sie prägten das Bild der DDR-Singebewegung, waren Hartmut König und sein Lied "Sag mir, wo du stehst".
Einen ganz neuen Ton fand Hannes Wader Anfang der 70er Jahre. Musikalisch wendete er sich vom französischen Chanson ab, thematisch blieb er aber in der Brassenschen Rolle des Außenseiters. Das hatte immer was politisches, war es aber nicht explizit.
Einflußreich insbesondere als Lehrer ist Christof Stählin (auch Martin Sommer und Judith Holofernes haben bei ihm im wahrsten Sinnes des Wortes gelernt).
Nur wenige Liedermacher waren über lange Zeit gleich populär oder auf gleichem Niveau. Wenn das natürlich das Kriterium ist (und die Höhe des Niveaus nicht so entscheidend), heißt der eindeutige Sieger Reinhard Mey.
Würde man seine Kollegen fragen, käme kein so einhelliges Ergebnis zustande.
Eine ganz andere Sache ist, ob einem ein Liedermacher sympathisch ist. Ich finde z.B. Reinhard Mey ungeheuer sympathisch, finde aber seine Lieder nach 1973 (soweit ich sie noch mitgekriegt habe) grauslig. Umgekehrt geht es mir mit Biermann, bei dem sich mir die Haare sträuben, wenn ich ihn reden höre. Aber seine Lieder (zumindest bis 1976) sind brillant.
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jerryhill
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#95

Beitrag von jerryhill » So 6. Apr 2008, 12:22

Der beste, erfolgreichtste,größte? Ein bißchen viel Superlativ auf einmal. Handwerkliche Perfektion ist auch so `ne Frage. Oft klingen einfache Harmonien sehr schön und eingängig. Z.B. aber Degenhardts "Väterchen Franz" das in meiner Wertung weit über den "Schmuddelkindern" steht, werde ich, wenn ichs mal einübe mit "geglätteter" Melodie spielen. Was nutzt mir perfektes Handwerk, wenn es mir so nicht gefällt? Das sind halt bei jedem einzelnen subjektive Bewertungen.
Es mir unmöglich, Monarchen zu krönen. Die Schönheit liegt in der Vielfalt und Abwechslung und ich halte mich nicht für pervers, weil ich je nach Stimmung Ludwig Hirsch oder Motorhead hören kann. Warum sollen wir uns selbst einengen, indem wir versuchen zu entscheiden, ob Söllners "Jenny" oder Waders "Pablo" besser ist? Ist Grün schöner als Gelb (-: ?
Über Dylans Gesamtcharakter wurde viel diskutiert. In meiner Jugend fand ich vieles daran abstoßend, was ich heute zu verstehen glaube, anderes verstehe ich heute noch nicht. Aber was weiß man schon wirklich schlüssig über die Beweggründe? Mich bezaubert "Diamonds and Rost" von Joan Baez, aber auch Dylans "Dont think Twice, its Allright". Das möchte ich mir nicht selbst miesmachen, indem ich es gegeneinander stelle und so zu bewerten suche.
Laßt uns die Lieder genießen, die unsere Herzen ansprechen, ohne sie in einen Wettbewerb zu werfen. Vielleicht ist Konkurrenzdenken ein tief in unsere Herzen gefressener kleiner Teufel, der versucht, uns das Leben zur Hölle zu machen.
Euch allen einen schönen Frühling, jerryhill
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Wenn

Reino
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#96

Beitrag von Reino » Fr 22. Jul 2016, 05:30


Reino schrieb:
Interessanter finde ich aber tatsächlich, wer welche Einflüsse (und auf wen) hatte. So war natürlich Reinhard Mey ungeheuer einflußreich, weill nun Anfang der 70er Jahre jeder Lieder schreiben konnte, die so ähnlich klangen und nur wenig schlechter waren. Also vergleichsweise ähnlich einflußreich wie Burda-Moden. Der Einfluß auf wirklich große Liedermacher (abgesehen von der Ermutigung) ist dagegen gering.
À propos Burda: Hier im Forum nicht oder seeeehr selten erwähnt wurde Rudi Burda. Ich hab grad im Netz diese Seite mit einigen Texten von ihm gefunden. Auf YouTube gibt es auch viele Live-Mitschnitte (meist wohl bei Veranstaltungen der Antifa) von ihm. Eine Platte gibt es auch (schon ein paar Tage alt).
Und zum Thema einflußreich: Ludwig van Beethoven hatte lange nach seinem Tod großen Einfluß auf die Welt der Musikliebhaber, als seine posthum aufgefundene Komposition "Für Elise" ein Verkaufshit der gerade entstehenden Notenverlage wurde. Ähnliches gelang 1976 Richard Clayerman.
Für das politische Lied kommt man an Dieter Süverkrüp (außer von Jan Koneffke aber nie wirklich imitiert) und Wolf Biermann nicht vorbei.
Jan Koneffke (der 1974 mit 14 Jahren als Süverkrüp-Imitator auf dem Folkfestival Ingelheim auftrat) hat gerade den Uwe-Johnson-Preis gewonnen.
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#97

Beitrag von fille » Fr 14. Okt 2016, 09:11


Hallo liebe Liederfreunde,
diese Diskussion ist schon älter. Ich hole sie aus gegebenem Anlass mal wieder aus der Versenkung. :-)
Liebe Grüße, Marianne

Dieser Beitrag enthält 23 Wörter


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#98

Beitrag von Helmut » Fr 14. Okt 2016, 16:27

Liebe Marianne
Ich erinnere mich, dass diese Diskussion gerade im Gange war, als ich Ende 2007 zum Liederforum stieß.
Zuerst war ich zu neu, um mich zu äußern, später wurde mir bewusst, dass es eigentlich -wie in der Überschrift angedeutet- drei Kategorien sind. Deshalb kann man immer unterschiedlicher Meinung sein.
Ich hätte damals spontan Dylan und Mey geantwortet. Auf europäischer Ebene hätte ich mich zwischen etlichen Namen nicht entscheiden können. Wenn ich heute die Tonträger in meinem CD-Schrank zähle, müsste ich eigentlich Gerd Schinkel nennen. Ihr kennt ihn wahrscheinlich auch.
Grüße
Helmut
Dieser Beitrag enthält 103 Wörter


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#99

Beitrag von Nicky » Fr 14. Okt 2016, 16:48

Lieber Helmut,
In einem Punkt scheinen sich unsere CD Schränke ja sehr zu ähneln :-)
In den letzten 25 Jahren waren Klaus Hoffmann und Reinhard Mey die für mich persönlich bedeutendsten deutschen Liedermacher. Seit ein paar Jahren hat ihnen Gerd Schinkel auch bei mir den Rang abgelaufen. Die Vielseitigkeit seiner Musik-Projekte und auch die vielen Lieder über die grossen und kleinen Dinge des Lebens und auch die in Musik verpackten politischen Sinn-und unsinnigkeiten haben mich schwer beeindruckt.
Alles Liebe
Nicole
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...

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#100

Beitrag von Gesch » Fr 14. Okt 2016, 19:36

liebe nicole, lieber helmut,
macht mich nicht verlegen... ich bin ganz sicher nicht der grösste derjenigen, die ihre eigenen lieder singen (weil es sonst keiner tut...
Dieser Beitrag enthält 27 Wörter


Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.


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