Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

Stell uns Deinen Lieblingskünstler vor, informiere uns über seine neue CD oder schreibe einen Konzertbericht. In diesem Forum kannst Du das tun, auch wenn es für Deine/n Liedermacher/in (noch) kein eigenes Forum gibt.

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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#41

Beitrag von Guest » Di 29. Aug 2006, 11:36

Bevor ich mich jetzt aus dieser Diskussion zurückziehe (manchmal hatte ich den Eindruck, hier ginge es nicht um einen erfolgreichen Liedermacher, sondern um einen Politiker, der seine Wahlversprechen nicht gehalten hat ;-), möchte ich - kurz! - etwas Positives zu Reinhard Mey zitieren:
"Reinhard Meys Texte sind berühmt für ihren Humor, ihren Charme, ihre Poesie, ihren sicheren Zugriff. Wie ich aus glaubwürdiger Quelle erfahre, gilt das genauso für seine französischen Chansons."
Dr. Götz Alsmann
Musikwissenschaftler

Gruß,
X.
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#42

Beitrag von Skywise » Di 29. Aug 2006, 11:58


Xantippe schrieb:
25 Jahre später hat dieser (Prof. Dr.) Thomas Rothschild selbst die Frauenbewegung aufs Korn genommen. Ich würde seinen Beitrag in der Zeitschrift "Ossietzky" sexistisch nennen, der wurde 2005 veröffentlicht und ist keine Satire.
Nein, eine Satire ist das nicht. Aber es ist auch kein sexistischer Beitrag gegen die Frauenbewegung - eigentlich würde ich sogar behaupten: im Gegenteil. Im Grunde genommen greift er die Frauenbewegung nicht an (und schon gar nicht auf sexistische Weise) - er sagt, daß die Frauen viel erreicht haben, und er hat auch nichts dagegen einzuwenden. Er ärgert sich nur darüber, daß anscheinend einige Frauen nicht in der Lage sind, die von ihnen in der Vergangenheit so oft beschworene "Gleichberechtigung" auch konsequent zu leben. Das ist ein großer Unterschied. Durch die Pauschalisierung wirkt der Beitrag sehr bissig, zugegeben, aber insgeheim kann ich verstehen, daß er diese Form gewählt hat, vor allem, da bei einigen Vorschriften, mit denen die Gleichberechtigung umgesetzt wurde, ebenfalls die Pauschal-Form genutzt wird.
Gruß
Skywise
P. S.: Falls jemand nachlesen möchte ...
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Diana
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#43

Beitrag von Diana » Di 29. Aug 2006, 12:06

Hallo Xantippe!
Hm... es ging ja hier gar nicht darum, etwas positives oder etwas negatives über bestimmte Liedermacher zu sagen. Die Ausgangsfrage provozierte natürlich sehr persönlich eingefärbte Antworten und ich fand es z.B. einfach interessant, welche Namen so bei den Leuten im Kopf herumspuken und welche sich einem selbst bei der Fragestellung aufdrängen.
Allzu ernst darf man das nicht nehmen, weil man sonst wieder anfängt, Schubladen auf- und zuzuschieben und Leute da reinzustopfen, die in mehr als eine gehören, falls man überhaupt etwas von Schubladen hält.
Über die Frage der Bedeutung von z.B. Reinhard Mey im musikhistorischen Sinne sollen sich Leute den Kopf zerbrechen, die meinen, das Ganze wissenschaftlich angehen zu wollen, aber auch recht objektiv ist RM nicht der "klassische Protestsänger" noch hatte er offenbar Interesse, seine Lieder für irgendetwas anderes einzusetzen, ausser um Menschen damit zu erfreuen.
Die oftmals kritischen Leserbriefe aus dem Haus Mey, die ich von Zeit zu Zeit im Berliner "Tagesspiegel" lesen kann, stammen auch in der Regel von Hella und nicht von Reinhard Mey. :-D
Ich persönlich mag die Lieder von RM sehr, aber ich halte ihn trotzdem nicht für einen der grössten Liedermacher Deutschlands oder sogar darüberhinaus. ;-)
Gruss, Diana
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#44

Beitrag von Skywise » Di 29. Aug 2006, 12:07


fille schrieb:
@Thomas Rothschild
I've never heard such a quatsch in my life!
Ja, klar, aber das ist eine Aussage, kein Gegenargument :-D
Ich hab' mir die Lieder bis 1980 häufiger angehört - und mir ist dort keine einzige Zeile entgegen geflattert, die man als Kontra hätte einbringen können. Die kamen erst später ;-)
@Xantippe:
Ich glaube, das, was Götz Alsmann an Reinhard Meys Texten mag, hat auch keiner angezweifelt. Allerdings ist das für die Leute, die die kritischen Texte bevorzugen, kein Argument, Reinhard Mey in den Reihen ihrer Liedermacher zu dulden ;-)
Gruß
Skywise
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#45

Beitrag von Piet » Di 29. Aug 2006, 14:22

Hallo,
das Internet ist ja immer wieder für Überraschungen gut. Ich habe gerade einen Artikel aus dem "Neuen Deutschland" vom 7.8.06 gefunden, der "wenn auch nur bedingt" zu dieser Diskussion passt.
Franz Josef Degenhardt rezensiert die neue CD von Lerryn (Dieter Dehm). Nun hatte ich in der Vergangenheit in diesem Forum schon einmal Negatives über Lerryn, auch über seine Bedeutung und sein Schaffen als Liedermacher gehört. Mit diesen (negativen) Informationen im Hintergrund, ich selbst erinnere mich nur noch sehr verschwommen an die Lieder von Lerryn, las ich diesen Beitrag.
Lest selbst: Vierzig Jahre Bühne
Besonders fiel mir in diesem Beitrag die pauschale Einschätzung
Beinahe alle Liedermacher haben ja nichts Neutönendes, Avantgardemäßiges gemacht – von Walther von der Vogelweide über Paul Gerhardt bis zu Degenhardt. Ausnahme: Hanns Eisler.

auf.
Und die passt in diese Diskussion. Ich maße mir zwar nicht an, wirklich einschätzen zu können, welche Rolle die Liedermacher in der Musikhistorie spielen. Mein Gefühl sagt mir aber, dass sie zumindest nichts "Neutönendes, Avandgardemäßiges" vollbracht haben.
Das soll nicht die Bedeutung schmälern, die ICH ihnen beimesse. Ich habe schon viele Namen von Liedermachern/Songwritern hier im Forum gehört, die ich aus meiner Sicht zu den Besten zählen würde. Für mich sind sowieso die Liedermacher/Songwriter die größten, die mich am tiefsten mit ihrem Gesang, ihrer Musik und ihren Texten berühren. Das wird Euch nicht anders gehen.
Piet
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#46

Beitrag von Tonski » Di 29. Aug 2006, 14:25

Lieber Skywise!
Leider habe ich mich sehr spät in diese konkrete Diskussion eingeschaltet; Dein "link-Angebot", den Artikel von Thomas Rothschild zu lesen, habe ich jedoch genutzt und ich bin sehr froh darüber. Du verteidigst diesen Artikel mit vollem Recht, denn es ist ein sehr kluger und hintergründiger Text. Und deshalb vermutlich auch von vielen mißverstanden. Das traurige Los von Klugheit in einer immer dümmer werdenen Welt, was leider auch für so machen Beitrag in diesem Forum gilt! "A little learning is a dangerous thing!"
Dir einmal mehr ein großes Lob; soweit es einem Österreicher innerlich möglich ist, einen Deutschen für seinen hohen Intellekt und sein Wissen zu loben, mache ich es bei Dir mit großer Freude!
herzliche Grüße aus Wien
Günter
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#47

Beitrag von fille » Di 29. Aug 2006, 14:59

@Sky
Ich hab' mir die Lieder bis 1980 häufiger angehört - und mir ist dort keine einzige Zeile entgegen geflattert, die man als Kontra hätte einbringen können. Die kamen erst später


Welche Lieder meinst du? Die von Reinhard Mey?
Das zeigt doch gerade, dass er kein Mitläufer ist! Er besingt was er mag, nicht was man von ihm erwartet!
Rechnet nicht mit mir beim Fahnenschwenken,
ganz egal welcher Farbe sie auch sei!
Ich bin noch imstand allein zu denken
und verkneif mir jegliches Parolenschrein.

Irgendwie sind wir jetzt bei Mey auf der einen Seite und die linken Liedermacher auf der anderen Seite gelandet und treten auf der Stelle.
Was haltet ihr von McCartney/Lennon als größte Songschreiber?
Sie haben auf jeden Fall Musikgeschichte geschrieben und jedes Kind kennt ihre Lieder. Allein schon deshalb, weil man in die Schule eher ihre Lieder singt als andere.
Gruß, Marianne
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#48

Beitrag von Skywise » Di 29. Aug 2006, 17:10


fille schrieb:
@Sky
Ich hab' mir die Lieder bis 1980 häufiger angehört - und mir ist dort keine einzige Zeile entgegen geflattert, die man als Kontra hätte einbringen können. Die kamen erst später

Welche Lieder meinst du? Die von Reinhard Mey?
Genau. Betrachtet man sich die Texte, die Reinhard Mey bis 1980 veröffentlicht hat, gibt es meines Erachtens keine Möglichkeit, Thomas Rothschild den Wind aus den Segeln zu nehmen. Tatsächlich kann man "Annabelle" so interpretieren, daß Reinhard Mey die "linken", emanzipierten Frauen durch den Kakao ziehen will (was natürlich den "Konservativen" sehr gut in den Kram gepaßt haben dürfte).
Das zeigt doch gerade, dass er kein Mitläufer ist! Er besingt was er mag, nicht was man von ihm erwartet!
Ist das so?
Vielleicht am Anfang seiner Karriere, als er sich selbst noch nicht recht gefunden hatte und seinen Platz im Leben nicht richtig einschätzen konnte, als er damit rechnen mußte, nicht von seiner Musik leben zu können - ja.
Weißt Du, daß ich enorme Probleme damit habe, seine Alben ab Mitte der 70er Jahre bis Mitte der 80er Jahre auseinanderzuhalten? Wenn mich jemand fragt, wo "Ihr Lächeln" drauf ist, "Erinnerungen", "Jahr für Jahr" oder "Alleinflug" - ich muß entweder stark überlegen oder sogar nachschauen, weil sich die Konzepte der Alben, die Arrangements und auch die Inhalte einzelner Lieder so stark gleichen, daß eine zeitliche Einordnung fast nicht möglich ist. "Machste was über's Fliegen, dann ein, zwei, drei Liebeslieder, etwas mit sanftem Spott, was zum Nachdenken und dann noch zwei oder drei lustige Lieder, dann erzählste noch 'ne Geschichte und wenn dann noch Platz ist, fällt Dir auch noch was ein - vielleicht was über Deine Familie. Und dann ist das Album auch schon fertig". Dazu die Standard-Biedermann-Arrangements mit traditionellen Instrumenten, Gesang nach Bedarf gedoppelt, das wär's. Da sind keine ansatzweise mutigen Versuche dabei wie die E-Gitarre auf "Atze Lehmann" (Ikarus) oder der spürbare Verzicht auf Reime wie in "Tyrannis" (Lorbeerblatt), sondern die Alben sind nach Schema F zusammengebacken worden. Das soll nichts über die Qualität der Lieder aussagen! Nur darüber, wie er mit der Erwartungshaltung seines Publikums umgeht, bzw. -gegangen ist. Das angesprochene "Schema F" hat er heute in vielen Punkten hinter sich gelassen, obwohl es in Ansätzen immer noch spürbar ist - zumindest was die Liedkonstellation angeht. In Bezug auf (Studio-)Arrangements ist er etwas mutiger geworden, weil er dem sehr flexiblen Manni Leuchter vertraut. Ansonsten erfüllt er - auch live - die Erwartungen seines Publikums, indem er sich nur mit Gitarre auf eine Bühne stellt und einen Abend lang seine sorgsam ausgewählten Lieder spielt, am Ende sogar noch einen Titel, den er "eigentlich noch gar nicht kann" und der - o Wunder - zumeist heiterer Natur ist.
Ich will nicht über Reinhard Mey in irgendeiner Form herziehen, wirklich nicht, aber ich behaupte, daß er sich innerlich von dem Lied, nach dem er nicht mit den Wölfen heulen will, bereits seit mindestens zweieinhalb Jahrzehnten distanziert hat. Wenn er zu sich ehrlich ist.
Gruß
Skywise
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#49

Beitrag von Rene87 » Di 29. Aug 2006, 17:10

Hallo
Was haltet ihr von McCartney/Lennon als größte Songschreiber?
Sie haben auf jeden Fall Musikgeschichte geschrieben und jedes Kind kennt ihre Lieder. Allein schon deshalb, weil man in die Schule eher ihre Lieder singt als andere.

Als großer Paul McCartney und Beatles-Fan kann ich da natürlich nur zustimmen. Und einige Inhalte seiner Lieder (ich würde 40% schätzen), könnten auch wirklich Texte für Liedermacher sein. Aber in diese "Schublade" oder in das Fach der Liedermacher zu stecken, bzw. der des Singer und Songwriter (korrigiert mich, wenn es in England anders heisst...) wäre zuviel verlangt. Wenn man von "allen" aktuellen "Texte und Musikschreiber" Paul McCartney und natürlich John Lennon anschaut ist es natürlich eine wirklich große Leistung. Bis vor ein paar Jahren dachte ich bpsw. bei "Mull of Kintyre" es handel sich um ein Volkslied, was in jedem Buch veröffentlich wurde. Bis ich irgendwann anfing das klein gedruckte zu lesen, und Paul McCartney's Namen fand. Heute weiss ich es natürlich besser, mit vielen CDs von den Wings usw.
Ich würde dem wirklich zustimmen. Was Marianne sagt. Als großer Komponist wirklich gut.
Jedoch glaube ich nicht, dass man ihn als Liedermacher bezeichnen kann? Oder sehe ich das einfach nur anders?
Gruß :wink:
René
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#50

Beitrag von fille » Di 29. Aug 2006, 20:55

@René
Jedoch glaube ich nicht, dass man ihn als Liedermacher bezeichnen kann? Oder sehe ich das einfach nur anders?

Wahrscheinlich hast du recht. Das die beiden zu den größten Songwritern gehörten und gehören, ist wohl richtig, aber als Singer/Songwriter (Liedermacher) kann man sie wohl doch nicht bezeichnen. War aber ein interessanter Aspekt!
Genau. Betrachtet man sich die Texte, die Reinhard Mey bis 1980 veröffentlicht hat, gibt es meines Erachtens keine Möglichkeit, Thomas Rothschild den Wind aus den Segeln zu nehmen. Tatsächlich kann man "Annabelle" so interpretieren, daß Reinhard Mey die "linken", emanzipierten Frauen durch den Kakao ziehen will (was natürlich den "Konservativen" sehr gut in den Kram gepaßt haben dürfte).

Ehrlich gesagt, kenne ich gar nicht Mey's ganzes Werk. Ich habe noch andere Interessen. Zum Thema Annabelle: Ich bin weder links, noch konservativ, hatte aber für die lila Latzhosen noch nie viel übrig und finde das Lied sehr gelungen. (Hoffentlich werde ich jetzt nicht gelyncht)
So! Ich würde sagen wir lassen Mey mal außen vor. Er passt wohl nicht in die Schublade und ist wie Michaela sagt ein Songpoet (treffende Bezeichnung).
Wenn habt ihr für den deutschsprachigen Bereich anzubieten. :weissnicht:
Hier nochmal meine Frage:
Was meint ihr? Wer ist wohl der erfolgreichte, beste, größte Liedermacher? Wer hat am meisten dazu beigetragen, die Musikwelt dieser Sparte zu prägen?
Ich meine jetzt nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit.

Gruß, Marianne
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#51

Beitrag von Rex2005 » Di 29. Aug 2006, 21:24

Hallo Marianne,
ist wirklich mal eine schöne Diskussion, die sich entwickelt hat - egal, ob wir uns überhaupt einigen können. Müssen wir am Ende auch sicher gar nicht.

fille schrieb:
Wenn habt ihr für den deutschsprachigen Bereich anzubieten. :weissnicht:


Einen deutschen Liedermacher, der weltweit oder international eine Rolle spielt oder gespielt hat .... puh, das ist wirklich schwierig.
Ich glaube, dass liegt daran, dass die deutsche Sprache international nicht die ganz große Rolle spielt und selbst die Deutschen sich mit dem Deutschen ziemlich schwer tun.
Mir fällt zumindest niemand für die aktuelle Zeit ein. Für die Vergangenheit, die die hier schon genannt wurden.
Für die politischen Lieder würde ich sagen: Brecht/Eisler. Wobei die beiden sicher rausfallen, wenn man den Liedermacher als Ein-Mann-Projekt = Singen, texten, komponieren definiert.
Tja... ansonsten :weissnicht: es kann ja noch werden, Micha und Zodiak sind ja noch jung :-D
LG
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#52

Beitrag von Guest » Mi 30. Aug 2006, 12:25

@Marianne
Deutschland:
Degenhardt Mey Wader

Europa:
Brassens Brel Donovan

Welt:
Bob Dylan

;-) auch '68 haben Linksfanatiker versucht, Andersdenkende mundtot zu machen. Sie haben es nicht geschafft.

Gruß,
X.
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Piet
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#53

Beitrag von Piet » Mi 30. Aug 2006, 14:30

auch '68 haben Linksfanatiker versucht, Andersdenkende mundtot zu machen. Sie haben es nicht geschafft.

Ich sehe hier weit und breit niemanden, der jemand anderen mundtot machen will, geschweige denn Linksfanatiker!
Vielleicht blendet mich ja mein Bildschirm zu sehr, vielleicht muss ich mich in Zukunft hier im Forum aber auch an ein Bildzeitungsvokabular gewöhnen. Ich hoffe nicht! :gruebel:
Piet
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#54

Beitrag von Guest » Mi 30. Aug 2006, 17:23

Jo! Bob Dylan ... sehr wahrscheinlich.
Herzlichen Glückwunsch Bob!
:cheer:
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#55

Beitrag von fille » Mi 30. Aug 2006, 17:50

Hallo Siegrun!
Einen deutschen Liedermacher, der weltweit oder international eine Rolle spielt oder gespielt hat .... puh, das ist wirklich schwierig.

Ich glaube, ich habe mich immer noch nicht verständlich ausgedrückt...
Also der wichtigste/erfolgreichste/produktivste (lassen wir mal "beste" weg) Liedermacher oder Chansonnier oder singer/songwriter in
-Deutschland (deutschsprachiger Bereich)
-Europa
-insgesamt
Für die politischen Lieder würde ich sagen: Brecht/Eisler. Wobei die beiden sicher rausfallen, wenn man den Liedermacher als Ein-Mann-Projekt = Singen, texten, komponieren definiert.

Ich würde eher sagen Brecht fällt aus dem gleichen Grund wie McCartney raus!
@X. Donovan Schön! Ein neuer Name :-)

Liebe Grüße
Marianne
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#56

Beitrag von migoe » Fr 1. Sep 2006, 14:14

Wenn man mich nach dem besten Liedermacher/Singer/Songwriter usw. fragen würde, wäre meine Antwort:
Es gibt keinen, der besser ist als die anderen, denn jeder hat sein Publikum, aber ich mag Wolfgang Buck :-D. Der spricht meine Sprache und erzählt in seinen Liedern Geschichten über Menschen, die so sind wie Du und ich, teilt Watschen in Richtung Politiker aus und schwärmt immer mal wieder über unsere schöne fränkische Heimat. Damit gewinnt er zwar die Sympathie seiner Zuhörer und schafft es auch, hin und wieder eine CD an die Fans zu bringen, aber es ist ihm - genauso wie jedem anderen vor oder nach ihm - nicht gelungen die Welt aus den Angeln zu heben.
Und das ist auch gut so!
migoe, der bei solchen Beiträgen immer wieder erstaunt ist darüber, wieviele "Liedermacher" es gibt, und wie groß die Bandbreite der Themen und Lieder, der Ansichten und Meinungen, der Unterschiede und Gemeinsamkeiten ist...toll!
Dieser Beitrag enthält 160 Wörter


Liebe Grüße aus Rothenburg

migoe | www.liedermacher-forum.de
...
Manche Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden.

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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#57

Beitrag von fille » Fr 1. Sep 2006, 15:47

Hallo! :wink:
Nachdem ich mir noch mal "20 Jahre Songs an einem Sommerabend" angeschaut habe, wundere ich mich, dass sich überhaupt niemand zum Thema Österreicher zu Wort gemeldet hat.
Sie sind doch weit über ihre Landesgrenzen bekannt und beliebt. Sie passen zwar auch nicht in weiter oben genannte Schubladen :-? , aber Ambros, Ludwig Hirsch, STS, Georg Danzer, Fendrich usw. sind doch unbestreitbare Größen im detuschsprachigen Raum.
Lieder wie "Großvater" zählen für mich zu den schönsten - ohne eine andere anspruchsvolle Aussage zu haben als Gefühl.
EAV ist zwar eigentlich eine Spaßband, aber ich kenne einen Musiklehrer auf einem bayerischen Gymnasium, der mit Vorliebe ihre Lieder in den Unterricht einbringt - während sein Kollege mit Vorliebe Beatleslieder vom Schulorchester einüben lässt.
@X.
Degenhardt Mey Wader

Ja, Degenhardt findet sich auch in den Liederbüchern wieder....
Liebe Grüße aus dem spätsommerlichen Bayern
Marianne
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#58

Beitrag von Guest » Fr 1. Sep 2006, 16:16

"Burg Waldeck Festival 1967"
u. a. mit:

Degenhardt
Hüsch
Mey
Mossmann
Schobert & Black
Wader

Label Conträr/VÖ 2005

- falls jemand Interesse hat, mal "nachzuhören".

Gruß,
X.
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Piet
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#59

Beitrag von Piet » Fr 1. Sep 2006, 20:21

Hallo,
als einer der ganz Großen fällt mir für Frankreich noch Léo Ferré ein.
In unseren Netztipps findet sich dazu ein Link zu einer ausführlichen deutschsprachigen Seite und natürlich die offizielle Homepage.
http://www.liedermacher-forum.de/module ... php?cid=49
und Jean Ferrat
http://www.jean-ferrat.com/
Charles Aznavour und Edith Piaf?!.

Für die Niederlande Ramses Shaffy (der niederländische Brel) und Lisbeth List (die zusammen mit Ramses im Duo aufgetreten ist und auch mit Charles Aznavour zusammengearbeitet hat). Lisbeth List ist ja auch in Deutschland bekannt. Dann noch Boudewijn de Groot (hier nicht so bekannt).
Für Portugal fällt mir noch José Afonso ein, zu dem es bei Wikipedia eine gute Zusammenfassung über sein Wirken gibt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Alfonso
In dieser Zusammenfassung wird auch etwas darüber gesagt, wie seine Musik nach seinem Tode weitergewirkt hat
Seine Kompositionen blieben in den folgenden Jahren lebendig. Musiker unterschiedlicher Stilrichtungen wie Jazz oder Punk griffen sie auf.

Piet
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#60

Beitrag von fille » Fr 1. Sep 2006, 21:26

Hallo Piet!
Charles Aznavour und Edith Piaf?!.

Wie heißt es in Renauds "Mon bistrot préférè"?
Je l’avoue, désolé, manque de femmes un peu

Ja, die Frauen fehlen! Aber Piaf war keine Liedermacherin. Sie hat kaum etwas selbst geschrieben.
"Une grande dame des chansons" ist mir jetzt eingefallen: Barbara.
Man könnte sagen: für die Frankophonie - BBB (Brassens, Brel, Barbara) :-)
Hier habe ich eine interessante Seite mit einigen einminütigen Horbeispielen gefunden - gesungen von Alcyon. Sehr schön!
http://alcyon.barbara.free.fr/repertoi.html
Darunter auch "Dis quand reviendras-tu". Ein sehr schönes Lied, das ich besonders von Bénabar mag.
Liebe Grüße
Marianne
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