Weihnachten - Wie ich das sehe

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Chrizz
...hat schon mal ein LT organisiert
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Weihnachten - Wie ich das sehe

#1

Beitrag von Chrizz » Fr 4. Dez 2009, 10:21

Hallo ihr weihnachtlich Gestressten und Gehetzten!
Hier meine Gedanken zu dieser besonderen Zeit des Jahres:
-----------------------------------------------------------------------------
Weihnachten ist ein Gefühl!
Ich würde gerne noch einmal dieses Gefühl von damals spür’n.
Da konnte mich ein Lichterglanz in eine Zauberwelt entführ’n.
Gerüche zogen durch das Haus von Apfel, Zimt und Koriander,
und da war Geborgenheit und die Familie beieinander.
Den Wunschzettel gab ich ganz aufgeregt bei meiner Mutter ab.
Obwohl ich ziemlich sicher war, dass es den Weihnachtsmann nicht gab.
Doch wer weiß, eventuell war an dem Ganzen ja dann doch was dran.
Ach, wie gerne fing ich heut noch mal, so unbeirrt zu glauben an.
Komm und
öffne dich, mach dich bereit!
Vertreibe das Konsum-Kalkül.
Denn Weihnachten, das ist keine Zeit.
Nein, Weihnachten ist ein Gefühl!
Ein eingeschneiter Fußweg hat noch keinen Stress gemacht,
sondern lud in erster Linie mal zu einer Schneeballschlacht.
Dann wurd im Vorgarten noch rasch ein Schneemann aufgebaut,
der mit seiner roten Nase glatt wie unser Lehrer ausschaut.
Die Weihnachtskarte an die Oma war ein 2-tägiger Prozess.
Heute, falls man daran denkt, schreibt man grad schnell noch eine SMS.
Und dann, na klar, die Frage: Was gibt es dieses Mal zu essen?
Und dann dürfen wir die Vorbereitung für Silvester nicht vergessen.
Fest der Liebe, Fest des Herrn, für viele leider nur noch Last.
Und nur dann ein Grund zum Freu’n, wenn auch die neue Hose passt.
Ach, lassen wir uns noch einmal, von diesem Kind in uns berühr’n.
Damit wir, so wie seinerzeit, den Geist der Weihnacht wieder spür’n.
Darum
öffne dich, mach dich bereit!
Vertreibe das Konsum-Kalkül.
Denn Weihnachten ist keine Zeit.
Nein, Weihnachten ist ein Gefühl!
den Stress des Alltags überwinden,
zur Ruhe kommen, Frieden finden,
zu spür’n, dass du hier richtig bist
und das, was wirklich wichtig ist.
Ja, ich sag dir,
öffne dich, mach dich bereit
für dies’s bersondere Gefühl.
----------------------------------------------------------------------
In diesem Sinne,
wünsche ich euch eine erfolgreiche Suche nach Ruhe und Besinnung in diesen Tagen...
Chrizz :wink:

Dieser Beitrag enthält 355 Wörter


Viele Sprüche mag es geben.
DIESEN mag ich ungemein:
Was nicht gratis ist im Leben,
sollte nie umsonst sein!
Chrizz :gitarre2:

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Klajokas
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Weihnachten - Wie ich das sehe

#2

Beitrag von Klajokas » Fr 4. Dez 2009, 18:51

Hallo, wie in jedem Jahr zu Weihnachten mein Lieblingslied:
Erich Kästner
Weihnachtslied, chemisch gereinigt
Sorry, Klaus, ein schönes Gedicht, aber aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir es bei uns im Forum nicht veröffentlichen.
Petra - in Vertretung von Migoe
Dieser Beitrag enthält 42 Wörter


Unbequem zu sein bedeutet oftmals, sich Hindernisse aufzubauen, die man dann selber aus dem Weg räumen muss, ohne bequem zu werden.

LiedermacherLukas
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Weihnachten - Wie ich das sehe

#3

Beitrag von LiedermacherLukas » So 6. Dez 2009, 12:09

Diese Zeilen sind mir vor einigen Jahren zu Weihnachten eingefallen ...
Was an Weihnachten damals in Bethlehem geschah
ist bis heute einmalig und unfassbar
da kam Gott auf die Erde als wehrloses Kind
Menschen ausgeliefert, die gefühllos waren und blind
für Gottes Wort und Liebe und Gerechtigkeit
vor Macht- und Geltungssucht, vor Gierigkeit
Es waren die Armen, die Hirten auf dem Feld
die das Kind erkannten als Retter der Welt
die ihren Job riskierten, um ihn zu sehen
die als erste begannen, zu verstehen
und es war ein König, ein mächtiger Mann,
der ihm als erster nach dem Leben sann
Heute wird Jesus nicht mehr verfolgt, er wird benutzt
passend für den Gabentisch zurechtgestutzt.
Sein Geburtstag wird verbogen und pervertiert
das Weihnachtsgeschäft läuft wie geschmiert
Das Ereignis ist auf Verkaufserlös reduziert,
die Botschaft verdrängt und der Gewinn optimiert
Wenn ich Ende Oktober durch die Einkaufsmeile geh,
liegt in den Schaufenstern der erste Kunstschnee
strahlen mich Nikoläuse aus Supermarktregalen an
in der Saturnreklame prahlt der Geizhalsweihnachtsmann
die Adventszeit, die uns auf Weihnachten einstimmt,
ist in Vergessenheit geraten, wie auch das Jesuskind
Das Ereignis von Weihnachten ist für mich heute so fern
die Geburt von Jesus unserem Herrn
ist verblasst durch Anforderungen an das Fest
ich finde keine Zeit für Besinnung im Weihnachtsstress
denke manchmal an die Hirten und beginne zu frieren
hab ich schon wie der König Angst, meinen Luxus zu verliern?
auch wenn Kommerz den Blick verstellt
auf die Geburt von Jesus, den Retter der Welt,
Es ist Gott, der als Mensch geboren war
als letzte Chance, sich uns Menschen zu offenbaren
Euch eine schöne Adventszeit
Lukas
Dieser Beitrag enthält 280 Wörter


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Gesch
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Weihnachten - Wie ich das sehe

#4

Beitrag von Gesch » So 6. Dez 2009, 13:11

Hallo zusammen,
Weihnachten ist ja noch ein paar Tage hin. Mitten im Advent ist die Vorfreude ja die schönste Freude - worauf auch immer. Für Weihnachtslieder ist die Zeit ja eigentlich noch nicht gekommen - schon gar nicht heute am Nikolaus-Tag.
Hier ein "etwas älteres" Lied aus meiner "Kinderliederzeit"...
herzlich
Gerd

Nikoläuse
Nikolaus komm ins Haus - lass den Sack nicht platzen.
Sei ein lieber Nikolaus und pack den Sack mal aus.
Nikolaus - so sieht’s aus: muss sich dauernd kratzen.
Dabei zieht der Nikolaus nicht mal den Mantel aus.
Wie das kribbelt, wie das krabbelt,
wie das beißt und wie das juckt -
sich beherrschen, das ist hart.
Der arme, arme Nikolaus –
was hat er da im Bart...
Nikolaus hier im Haus - was musst du so zappeln?
Lieber guter Nikolaus, bleib doch mal ganz ruhig.
Nikolaus - ei der Daus - du musst dich berappeln -
sei kein wilder Nikolaus, sonst blickst du nicht mehr durch...
Nikolaus nimmt Reißaus - er hat Niko-Läuse...
Igitt, igitt, igitt, igitt - die krabbeln an ihm rum.
Nikolaus hält’s nicht aus, denkt sich, ich bestreu’ se
mit Puder - guder Nikolaus, wie ist die Sache dumm.
Wie das kribbelt, wie das krabbelt,
wie das beißt und wie das juckt -
sich beherrschen, das ist hart.
Der arme, arme Nikolaus –
jetzt muss er ab, der Bart.
Nikolaus - so ein Graus, hat nun gar kein Bart mehr.
Ach herrje, der Nikolaus sieht so anders aus.
Nikolaus, wie siehst du aus? Das ist ja - na, sag wer? Vater...
Zieh den roten Mantel aus, dann kriegst du auch Applaus...
Wie das kribbelt, wie das krabbelt,
wie das beißt und wie das juckt -
sich beherrschen, das ist hart.
Der arme, arme Nikolaus –
jetzt ist er ab, der Bart.

(Anfang der 90er Jahre)
Dieser Beitrag enthält 295 Wörter


Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.


Angela
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Weihnachten - Wie ich das sehe

#5

Beitrag von Angela » So 6. Dez 2009, 21:26

Hallo,
um bei dem ganzen kommerziellen Wahnsinn nicht mitmachen zu müssen, habe ich mich dazu entschlossen, Weihnachten einfach abzuschaffen, seit mein Sohn seinen Kinderschuhen entwachsen ist. So gibt es keinen Stress mehr wegen des Geschenkeaussuchens und -umtauschens. Aber ich finde nach wie vor die Weihnachtsfeiern schön, wo man sich mit ehemaligen Kollegen etc. trifft, um z. B. essen zu gehen, eben das gesellige Beisammensein.
Genauso schön finde ich, dass ich anlässlich der Weihnachtszeit in einem meiner Tanzkreise besinnliche Wochenenden und -abende erfahren darf. Dann ist verstärkt meditatives Tanzen mit Kerzen angesagt. Danach gibt es Selbstgebackenes bei Kaffee oder Tee, eine wunderschöne Tradition, wo auch der Kommerz keinesweg im Vordergrund steht.
Also, so ganz habe ich Weihnachten doch nicht abgeschafft, sondern nur bzgl. des Kommerzes. (Es gibt ja noch Geburtstage, wo man einem lieben Menschen zeigen kann, wie sehr man ihn wertschätzt bzw. mag.) Bei mir gibt es auch keinen :christmas: mehr, womit auch der Stress mit dem Einkauf, Schmücken und Entsorgen des Baumes entfällt.
Zum Glück habe ich auch nicht mehr beruflich mit dem ganzen Rummel zu tun. Mir ist schon klar, dass diejenigen, die aus beruflichen Gründen am Weihnachtsgetümmel teilnehmen müssen, sich leider gar nicht dem Stress entziehen können, obwohl sie es gerne wollten (Verkäuferinnen z. B.).
Soviel also meine Gedanken zu dem Titel dieses Threads: 'Weihnachten - Wie ich das sehe'. :weihnachten2: Für ein Gedicht hat es bei mir nicht gereicht. :-?
Angela :angel2:
Dieser Beitrag enthält 250 Wörter


Der Weg ist das Ziel. (nach Konfizius)
Tanzen tut das Herz - die Füße tragen uns nur. (Unbekannt)
Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen
von der Schwere der Dinge. (Augustinus)

:yeah:

Mario
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Weihnachten - Wie ich das sehe

#6

Beitrag von Mario » Mo 7. Dez 2009, 08:21

lange Jahre habe ich gedacht: was soll dieser Sch..., ich will Weihnachten nicht mehr - ich will nur die Stimmung, den schönen Teil, keinen Stress, Freude im Kreise der Freunde.....
Bis ich gemerkt habe, dass ist Weihnachten - und bei mir mit Weihnachtsbaum, Traditionsstress (was wäre Weihnachten ohne die Streitereien, ob das Lametta gebügelt werden muss oder nicht:-) ), Kirchgang, Kartoffelsalat und Würstchen.... und vor allem dem "kleinen Lord" (obwohl im Original ja gar kein Weihnachtsfilm)
Ich steh' dazu
Mario
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