"Warte nicht auf bessre Zeiten" - Autobiographie von Wolf Biermann (VÖ 14.10.2016)

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Marc
...hat schon mal ein LT organisiert
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"Warte nicht auf bessre Zeiten" - Autobiographie von Wolf Biermann (VÖ 14.10.2016)

#1

Beitrag von Marc » Di 24. Mai 2016, 18:03

Ihr Lieben,
Wolf Biermann hat sich im vergangenen Jahr rar gemacht auf den deutschsprachigen Bühnen. Das Alter? Mitnichten! Der Liedermacher hat seine Autobiographie geschrieben. Klar, dass die mindestens 500 Seiten umfassen muss. Biblische Ausmaße.
Wolf Biermann: Warte nicht auf bessre Zeiten
Biographie/Autobiographie
Hardcover, gebunden mit Schutzumschlag, 500 Seiten
ISBN-13 9783549074732
Erscheint: 14.10.2016
Selten sind persönliches Schicksal und deutsche Geschichte so eng verwoben wie bei Wolf Biermann. Ein Leben zwischen West und Ost, ein Widerspruchsgeist zwischen allen Fronten. Mit sechzehn ging er in die DDR, die er für das bessere Deutschland hielt. Hanns Eisler ermutigte ihn, Lieder zu schreiben, bei Helene Weigel assistierte er am Berliner Ensemble. Dann fiel er in Ungnade, erhielt Auftritts- und Publikationsverbot. Die Stasi observierte ihn rund um die Uhr, während er im Westen gefeiert und geehrt wurde. Die Proteste gegen seine Ausbürgerung 1976 gelten als Anfang vom Ende der DDR. Eindringlich erzählt Biermann vom Vater, der als Jude und Kommunist in Auschwitz ermordet wurde, von der Mutter, die ihn aus dem Hamburger Bombeninferno rettete, vom väterlichen Freund Robert Havemann, mit dem er das Los des Geächteten teilte. Er führt uns in die absurde Welt der DDR-Diktatur mit ihren Auswüchsen, aber auch ihren täglichen Dramen menschlicher Widerständigkeit. Und er erzählt von seinen in den Westen geschmuggelten, im Osten heimlich kursierenden Liedern, deren »Verskunst, robuste Rhetorik und gewaltige Sprachkraft« Marcel Reich-Ranicki lobte. Bei aller Heftigkeit des Erlebten lesen sich Biermanns Erinnerungen wie ein Schelmenroman in bester schweijkscher Manier. Ein einzigartiges Zeitzeugnis.
Quelle: Ullstein Buchverlage

Das Buch wird zeitlich als Hörbuch auf 8 CDs (600 Minuten) erscheinen. Ebenfalls am 14. Oktober 2016 wird unter dem Titel "Im Bernstein der Balladen" ein umfangreicher Gedichtband erscheinen.
Wolf Biermann: Im Bernstein der Balladen
Lyrik, Hardcover
Leinenband, 400 Seiten
ISBN-13 9783549074794
Erscheint: 14.10.2016
Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist Wolf Biermann vor allem eines: Liederdichter. Von Hanns Eisler ermutigt, hat er bereits Ende der 1950er Jahre begonnen, zu komponieren und seine Verse zu singen. Es sind Lieder zwischen »aufständischer Wut und ganz leise werdender Melancholie«, wie Fritz Raddatz einmal schrieb. Der Band versammelt eine Auswahl von Liedern und Gedichten aus fünfzig Jahren, vor allem jene, die in Biermanns Leben eine Schlüsselrolle gespielt haben – wie das Lied »Ermutigung«, das zur heimlichen Hymne der politischen Häftlinge in der DDR wurde, Spottlieder wie die »Stasiballade« oder »Die hab ich satt!«, aber auch die kurz vor der Ausbürgerung geschriebene »Ballade vom preußischen Ikarus«, erstmals gesungen im legendären Kölner Konzert 1976. Die »Ballade von den verdorbenen Greisen« über das Politbüro der SED, die Biermann am 1. Dezember 1989 in Leipzig sang, als er erstmals wieder in der DDR auftreten durfte, und Lebenslieder wie das nach dem Mauerfall verfasste »Nur wer sich ändert, bleibt sich treu« oder »Heimat« aus dem Jahr 2006 runden die poetische Sammlung ab.
Quelle: Ullstein Buchverlage

Lieben Gruß!
Marc
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.

Hannes Wader

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