TV-Tipp: Stoppok, Wenzel, Widmann, Wecker.....

Stell uns Deinen Lieblingskünstler vor, informiere uns über seine neue CD oder schreibe einen Konzertbericht. In diesem Forum kannst Du das tun, auch wenn es für Deine/n Liedermacher/in (noch) kein eigenes Forum gibt.

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Rex2005
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#21

Beitrag von Rex2005 » Mo 23. Jan 2006, 16:30

Hallo,
habe auch einiges gesehen, bin aber irgendwann eingeschlummert. Habe dadurch den Wenzel verpasst, den ich gern gesehen hätte. Alles in allem muss ich sagen, haben mich die bis dato mir unbekannten Herren - außer Konstantin Wecker - (solange ich wach war) weder mit ihren Liedern noch mit der Diskussion irgendwie beeindrucken können. Der Wecker hat meiner Meinung nach wenigstens noch inhaltlich was rübergebracht, bei den anderen hatte ich den Eindruck, dass es da mehr um Selbstdarstellung ging. Am interessantesten waren noch die alten Ausschnitte. Wie gesagt... irgendwann bin ich eingeschlafen.

Ich hatte übrigens das Gefühl, dass man sich die Maskenbildnerin gespart hat.


genau! Einige haben mich ganz stark an Schmuddellook erinnert oder seh ich das falsch (war ja schon spät und die Augen sicher schon ganz klein)? Der Stoppok war ja ganz schräg mit seinem Outfit. Von dem hatte ich vieeel mehr erwartet, nach dem was es über ihn zu lesen gibt. Ich glaube nicht, dass man so eine Bresche für die Liedermacherei schlagen kann und mehr Leute in die Konzerte bekommt.
Will keine Diskussion anzetteln, wegen Aussehen und Outfit usw. aber ich denke schon, dass es auch was mit Respekt des Künstlers vorm Publikum zu tun hat.
Es geht auch kein Mensch in (Couch)Klamotten, die von mir aus schräg zusammengestellt, dreckig, kaputt oder schlimmste Schlabberhosen sein können, ins Büro oder auf Außendienst, wenn er anderen Leuten was zu verkaufen hat und dabei erfolgreich sein will. Der Gesamteindruck muss schon stimmen, denn die Sangeskünste,Texte und Gespräche konnten rein gar nichts rausreißen. Dem Stoppok (andere auch) würde ich so nicht mal Ansichskarten an der Haustür abkaufen - eher ihm einen Kamm schenken. Hm, die Diskussion hatten wir ja öfter schon, wenn´s um Maurenbrecher ging. Also ich bekomme bei solchen Sängern/Liedermachern/Künstlern keinen Appetit auf mehr...
Gruß Rex2005
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#22

Beitrag von Petra » Mo 23. Jan 2006, 16:53

Hallo Siegrun,
Der Stoppok war ja ganz schräg mit seinem Outfit. Von dem hatte ich vieeel mehr erwartet, nach dem was es über ihn zu lesen gibt.

:-D:-D:-D
Das ist bei Stoppok Kult, das wirst Du nie anders bei ihm erleben. Dieses Mal waren ja wenigstens die Socken uni, er trägt auch gerne mal Ringelsocken. *g* Und das Lied, das er gesungen hat Learning by burning ist ein klasse Song. Schade, dass er sich mehrmals versungen hat, das war wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Aber ich versichere Dir: ich habe ihn schon live erlebt, der kann das eigentlich viiiieeeel besser.
Viele Grüße von Petra
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#23

Beitrag von Rex2005 » Mo 23. Jan 2006, 17:19

Hi Petra,
na ja, mit Kult(ur) und (Un)kultur hab ich so meine Probleme. Wenn jede Macke zum Kult wird, dann sind Krawattenträger die kultigsten, weil die gibt´s schon soooo lange und fast jeder findet sie klasse!

Und das Lied, das er gesungen hat Learning by burning ist ein klasse Song. Schade, dass er sich mehrmals versungen hat, das war wirklich nicht das Gelbe vom Ei.

ich fand das Lied net grad dolle. Aber mal abgesehen davon: Wenn ich mich ins Fernsehen setze und will für mich selber werben (was ja die Sendung letztentlich bezwecken sollte), dann bin ich so konzentriert, dass mir kein Fehler passiert. Das war nicht mal das Weiße vom Ei! Schlimmer kann man ja keine Antiwerbung für sich betreiben. Aber wenn ich schon so daherkomme, als wenn ich grad beim Bier trinken vor der Flimmer gestört wurde....
Nee, mein Ding ist so was nicht.
LG
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#24

Beitrag von Skywise » Mo 23. Jan 2006, 17:40


Rex2005 schrieb:
ich fand das Lied net grad dolle. Aber mal abgesehen davon: Wenn ich mich ins Fernsehen setze und will für mich selber werben (was ja die Sendung letztentlich bezwecken sollte), dann bin ich so konzentriert, dass mir kein Fehler passiert. Das war nicht mal das Weiße vom Ei! Schlimmer kann man ja keine Antiwerbung für sich betreiben. Aber wenn ich schon so daherkomme, als wenn ich grad beim Bier trinken vor der Flimmer gestört wurde....
:-D
Das ist echter Stoppok-Standard, immer ein bißchen verloddert, immer ein bißchen schräg, immer ein bißchen "Wass'ndasfüreiner". Das muß einem nicht unbedingt gefallen, aber zumindest weiß man sofort, wenn er die Bühne betritt, daß das nicht nur irgendein Roadie ist, der gerade mal die Polsterung der Gitarrensaiten überprüfen will - das ist der Künstler selbst.
Und daß er sich bei "Learning By Burning" versungen hat ... ich hab' die Sendung nicht gesehen, kenne aber das Lied, weiß, daß es vom Schwierigkeitsgrad her wirklich eines der härtesten Stoppok-Lieder ist, und weiß, daß jeder mal einen schlechten Tag hat, so daß auch die Lieder, die man auf laufender Tournee auf Bühne tausendmal richtig gebracht hat, beim tausendunderstenmal anfangen zu rucken. Das nehme ich auch einem Hannes Wader, einem Reinhard Mey oder einem Angelo Branduardi nicht krumm (weiß ich aus sicherer Quelle, weil ich das nämlich bei allen dreien schon erlebt habe ;-) ).
Ansonsten bleibt nur zu sagen, daß ich die Sendung - wie gesagt - nicht gesehen habe, was ich allerdings auch nicht unbedingt bereue. Aus unterschiedlichen Gründen nicht.
Gruß
Skywise
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#25

Beitrag von fille » Mo 23. Jan 2006, 21:52

Hallo Leute!
Ich habe mir gerade die Aufzeichnung im Schnelldurchgang angesehen. Das heißt, ich habe die Diskussion erst mal weitergespult. Mein Interesse lag natürlich beim Konzert! Wenn man etwas live erlebt hat, ist man ja doppelt gespannt....
Also, der Ton! Die Instrumente konnte man live nicht so gut hören, wie im Fernsehen. Die Künstler konnte ich im Fernsehen auch besser sehen. Fakt ist, dass ich manchmal mehr die beginnende Glatze meines Vordermannes gesehen als die Künstler:-)
Leider haben sie von "Strom und Wasser" das "Lied von der Elbe" (war das der Titel?) nicht gezeigt. Das hat mir sehr gut gefallen. Überhaupt war "Strom und Wasser" der Höhepunkt des Abends! Die zwei waren richtig erfrischend.
Wer sich gewundert hat, warum "Wenzel" immer so mit den Augen gezuckt hat - er wollte damit dem Publikum zeigen, wann es mitzusingen hat. Hat nicht ganz geklappt, erst zum Schluss.
Ich finde es nicht gerecht, dass von "Dota Kehr "die ganze Zeit gesendet wurde (obwohl sie mir ,wie auch Martin Sommer, gut gefallen hat) und von manchen Künstlern nur ein Lied. Der Auftritt von "Carl-Ludwig-Reichert" wurde ganz unter den Tisch fallen gelassen.
Einmal war ich kurz im Bild - nachdem Auftritt von Götz Widmann. Ich werde mir die Aufzeichnung nochmal in Ruhe anschauen, denn einiges wirkt doch anders, wenn man es von nahem sieht.
Liebe Grüße
Marianne
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#26

Beitrag von Doro1100 » Mo 23. Jan 2006, 22:08

Hallo,
bisher habe ich nur die erste Stunde der besagten Sendung gesehen. Den Rest werde ich mir hoffentlich in den nächsten Tagen noch auf Video angucken können. Das was ich gesehen habe, fand ich allerdings auch nicht besonders prickelnd. Hatte mehr erwartet. Nur das Konzert "am Stück" wäre mir lieber gewesen ohne das Gequatsche...Gespannt bin ich aber noch auf Dota und Wenzel…
Rex2005 schrieb:
Der Stoppok war ja ganz schräg mit seinem Outfit. Von dem hatte ich vieeel mehr erwartet, nach dem was es über ihn zu lesen gibt. Ich glaube nicht, dass man so eine Bresche für die Liedermacherei schlagen kann und mehr Leute in die Konzerte bekommt.

@Siegrun
Es war nicht gerade eine Glanzleistung was Stefan Stoppok hier abgeliefert hat, darin bin ich mit dir einer Meinung. Aber das lag vielleicht auch an dem ganzen Umfeld und an der etwas sterilen Atmoshäre :frage: . Ich weiß es ehrlich gesagt nicht so genau....
Ich bin etwas überrascht, dass du einen Sänger vorrangig nach seiner Kleidung beurteilst. Nachdem doch gerade Liedermacher sich nicht an dem allgemeinen Musiktrend (und an irgendwelchen Klamotten, die gerade HIPP sind!) orientieren und jeder wirklich einen ganz individuellen Stil hat.
Speziell bei Stoppok ist sein individueller Kleidungsstil inzwischen zum Markenzeichen geworden. Und dies ist kein Provokation oder kein Marketing-Gang um aufzufallen. Der ist halt so und genauso mögen ihn die Leute. Ich find’s witzig, ich mag das - und bisher hat sich bestimmt niemand davon abhalten lassen, wegen Stoppoks goldener Schuhe und den geblümten Hemden auf seine Konzerte zu kommen.
Die kommen nämlich alle, weil er eine super Musik macht und die klasse rüberbringt und einfach nette der Kumpel-Typ von nebenan ist.
Wenn jede Macke zum Kult wird, dann sind Krawattenträger die kultigsten, weil die gibt´s schon soooo lange und fast jeder findet sie klasse!

Ich finde sie nur langweilig. Wenn ich Männer mit Krawatte und Anzug sehen will, gehe ich in die Sparkasse oder meinetwegen auch in die Oper. Will ich aber nicht. :-)
Viele Grüße
Doro
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#27

Beitrag von Nordlicht » Di 24. Jan 2006, 01:38

Hallo, ihr Lieben !
Ich habe mir die Sendung zunächst einmal im schnellen Schnell- Durchlauf angesehen, und ich mußte dabei konstatieren, daß die Aufzeichnung im Wesentlichen die Qualität eines Beitrages in irgendeinem "Offenen Kanal" hatte. Da hätte ich vom ZDF doch ein ganz klein wenig mehr erwartet.
Von den Künstlern habe ich bislang nur Konstantin Wecker und den Auftritt von Dota Kehr genossen. Ersterer war, wie gewohnt, völlig präsent, obgleich man ihm ansah, daß der Bandscheibenvorfall wohl nicht ganz schmerzfrei war. Dota Kehr. hat für mein Empfinden im Ansatz recht hörenswerte Texte, leider verlieren diese ein wenig mit der recht ... nun ja, ich würde sagen, eigenwilligen Musik, die ich über den gesamten Zeitraum dieser knapp 10 Minuten kaum ausgehalten habe. Aber schön, wem´s gefällt...
Nachdem ich mir die Aufzeichnung ganz angesehen habe, werde ich mich wohl noch einmal zu Wort melden.
Zur Diskussion um Herrn Stoppok nur dies: Ich finde es prinzipiell, gelinde gesagt, ziemlich daneben, jemanden über sein Erscheinungsbild definieren zu wollen. Wer, außer dem Beurteilten selbst, ist denn in der Lage, Kriterien für "schön" oder "häßlich", für "schräg" oder "angepaßt" und damit letztlich für "gut" oder "schlecht" zu kreieren ? Wenn der Mann nun mal auf ausgefallene Söckchen steht und sein Publikum damit leben kann, ist es doch völlig OK. Zumal ich mal davon ausgehe, daß es Herrn Stoppok nicht unbedingt daran gelegen ist, irgendeine Bresche für irgend etwas zu schlagen (dazu ist er wohl mittlerweile zu "etabliert"...), sondern vielmehr daran, das zum Besten zu geben, das er meint, kundtun zu müssen. Und das ist, zumindest in seinem Falle, nicht das Schlechteste, so scheint mir jedenfalls. Ansosnsten könnte man ja auch Mick Jagger wegen seiner "Schlabber- Lippe" oder Tina Turner wegen ihres zu breiten Gürtels (genannt "Mini- Rock"...) kritisieren. Vielleicht ist es selbst dann, wenn einen irgend ein Outfit oder eine Eigenart nervt, angeraten, darüber hinweg zu sehen und zu entdecken zu versuchen, was der Künstler eigentlich aussagen will. (Vergleiche hierzu auch "Der kleine Prinz": Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar...)
Schönheit entsteht halt letztlich im Auge des Betrachters.
Liebe Grüße aus OÖ,
ANDREAS.

(...der das alles nicht so eng sehen mag...)
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#28

Beitrag von Rex2005 » Di 24. Jan 2006, 07:50

autsch! da hab ich nun auch meine Watschen vom Nordlicht :-?
Hallo alle miteinander,
ich ahnte schon, dass ich zerpflückt werde....

Zur Diskussion um Herrn Stoppok nur dies: Ich finde es prinzipiell, gelinde gesagt, ziemlich daneben, jemanden über sein Erscheinungsbild definieren zu wollen.


Aufmerksamen Lesern sollte es nicht entgangen sein, dass ich zum einen nicht nur den Stoppok meinte und es mir auch nicht um das Erscheinungsbild an sich, eher um die Wirkung auf "Nichtkenner" des einen oder anderen ging. Nordlicht! - Du liest doch sonst immer so genau!! :-D
Ich lasse auch nicht jeden "Schlipsträger" der mir ganz sicherlich eine gute Versicherung zu verkaufen hat in meine Wohnung nur um - (abgewandeltes Zitat von Nordlicht): "zu entdecken zu versuchen, was der Versicherungsvertreter eigentlich aussagen will."
Hätte mich der Stoppok oder die anderen trotz Outfit mit Kunst und Können vom Hocker gerissen - denn deswegen geht man ja in Konzerte oder kauft sich CDs - hätte man das Outfit als Teil von dem, was die Songs transportieren sollen, erkennen können. Aber so bleiben bei mir und sicher auch bei vielen anderen, die diese Leute das erste Mal gesehen haben, große Zweifel, ob da überhaupt eine Aussage rüberkommt.
Daniel Küblböck hat auch schräges Outfit, versingt sich auch öfter mal und will den Leuten Spaß bringen - was ja auch eine Aussage ist. Etabliert ist er auch ....
Also bleibt die Frage für mich: wie soll durch so eine Sendung/Auftritt ein unbedarfter Zuschauer für die Liedermacherei begeistert werden?

Zumal ich mal davon ausgehe, daß es Herrn Stoppok nicht unbedingt daran gelegen ist, irgendeine Bresche für irgend etwas zu schlagen (dazu ist er wohl mittlerweile zu "etabliert"...),


Warum dann an solcher Sendung/Diskussion teilnehmen, wenn alles in Butter ist?


LG
(nehmt Rücksicht auf meine schwache Konstitution, wenn ihr mich weiter zerrupft :gitarre: )
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#29

Beitrag von Nordlicht » Di 24. Jan 2006, 08:32

Hallo, Siegrun !
...da hab ich nun auch meine Watschen vom Nordlicht...

Sieh´s bitte nicht so eng, bei mir kommt halt über kurz oder lang jeder mal dran... Das ist gelebte Demokratie !!! :-D
...denn deswegen geht man ja in Konzerte...

Na ja, ein richtiges Konzert war diese "redende Versammlung" ja eigentlich nicht, zumal sie teilweise recht laienhaft gewirkt hat. Und insofern ist sicherlich auch Deine Einlassung
...die diese Leute das erste Mal gesehen haben, große Zweifel, ob da überhaupt eine Aussage rüberkommt...

bestimmt keine große Tragik. Ich glaube nämlich, daß sich eine solche "Insider"- Sendung, und dann auf diesem exponierten Sendeplatz, nur diejenigen "antun", die ohnehin schon in der Materia exponiert sind - wir hier, zum Beispiel. Als "Neukundenwerbung" taugte dieser Rahmen sicherlich nicht.
...wie soll durch so eine Sendung/Auftritt ein unbedarfter Zuschauer für die Liedermacherei begeistert werden?...

Wie gesagt, dazu war das sicher nicht gedacht. Ein diesbezüglich "Unbeleckter" hätte bestimmt schon nach der ersten "Gesprächs"- Runde, die sich an Weckers Auftritt anschloß, panisch die Fernbedienung malträtiert. Und Wecker war ja gut, also wäre da letztlich nichts "zerstört" worden...
Warum dann an solcher Sendung/Diskussion teilnehmen, wenn alles in Butter ist?

Hmmm, berechtigte Frage. Bei der Beantwortung gelangen wir dann wieder in den Bereich der Spekulation. Vielleicht gefällt ihm diese kirchliche Veranstaltungsstätte in Tutzing so gut ? Vielleicht hatte er auch nur nichts Wichtigeres vor ??? Wer weiß das schon und kann die Tiefen der menschlichen Seele (des Herrn Stoppok) ergründen ?
:-D:-D:-D
Das Thema und, wie gesagt, der Sendeplatz haben vermutlich dafür gesorgt, daß dieser TV- Beitrag nicht unbedingt der Quoten- Brüller werden wird.
Übrigens tritt hier wieder eine alte Frage auf die Bühne: Ist der Herr Stoppok eigentlich ein "Liedermacher" im herkömmlichen Sinne ? Oder doch eher "Rock"- Musikant mit liedermacherischen Einflüssen ? Oder umgekehrt ? Oder keins von beiden ? Ich weiß es nicht.
Und damit unzerrupfte Grüße aus OÖ von
ANDREAS.

(...der sich jetzt fast wie ein Watschen- Mann fühlt...:hammer:)
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#30

Beitrag von Doro1100 » Di 24. Jan 2006, 08:32

Guten Morgen, Siegrun !

War gerade mal in Stoppoks "Gaststube" auf www.stoppok.de.
Interessant was die "Stoppokoken" so über die Sendung schreiben... :-D:-D

Ein Zitat hat mir besonders gut gefallen:
Patríck schrieb:
Mann, war das grausam gestern abend...Ein Glück, dass ich so tolerant bin. Jetzt weiss ich auch wieder, warum Stoppok der einzige "Liedermacher" ist, den ich mir anhören kann. Was für ein Haufen aufgeblasener, frustrierter Gutmenschen hatte sich denn da zusammengefunden?? Am besten war unser Stefan, der ganz Medienprofi, sich seine kuscheligste Strickjacke angezogen und die Haare mit der dicken E-Saite kurz vorher nochmal ordentlich durchgekämmt hatte. Nee, Stoppok, so wird das nie was mit dem Bravo Starschnitt
Also, ich stimme Nordlicht zu: Alles nicht so eng sehen, oder?

@Nordlicht
Sag mir einen Grund warum Stoppi kein richtig, echter Liedermacher sein sollte? :frage:

Liebe Grüße
von Doro

P.S. Niemand will hier irgendwen "zerrupfen" ! Bei dieser Kälte wäre das auch besonders gemein ! :krank:
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#31

Beitrag von Lennart » Di 24. Jan 2006, 11:05

Was da so im Stoppok-Gästebuch steht finde ich gar nicht so verkehrt. Mich hat tatsächlich auch nur das überzeugt, was ich schon kannte und vorher schon gut fand, und das wahrscheinlich, weil ich es schon kannte, und so natürlich keine objektive Meinung mehr möglich ist.
Auch meine Meinungen zu den Künstlern die ich nicht so mag wurde einfach mal bestätigt. Der einzige von dem ich noch nichts wusste, war Christof Stählin (Asche auf mein Haupt), dessen Zypressen-Lied ganz nett war, mich irgendwie dann sehr ans bündische Liedgut (bin aus der bündischen Szene) erinnert hat.
Na ja, ich denke ich werde mal zusehen, dass ich die Radio-Sendung mitschneide. Vielleicht ist ein zweiter Versuch ja gar nicht mal verkehrt. Weiß jemand wann genau die kommt?
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#32

Beitrag von fille » Di 24. Jan 2006, 11:44

Hallo Leute!
Nochmal ganz Kurz:
Na ja, ein richtiges Konzert war diese "redende Versammlung" ja eigentlich nicht, zumal sie teilweise recht laienhaft gewirkt hat.

Es war ein richtiges Konzert! Die Versammlung war im Rahmen der Wochenendveranstaltung. Am Samstagabend war das Konzert vor 200 Leuten. Es hat zwei Stunden gedauert. Während des Konzerts wurde nicht diskutiert.
Darüber habe weiter oben bereits berichtet.
Die Stimmung beim Publikum war gut, bis Begemann kam. Leider ist von der guten Stimmung im Fernsehen nichts rüber gekommen.
Liebe Grüße
Marianne
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#33

Beitrag von Rex2005 » Di 24. Jan 2006, 12:19


Nordlicht schrieb:
Das Thema und, wie gesagt, der Sendeplatz haben vermutlich dafür gesorgt, daß dieser TV- Beitrag nicht unbedingt der Quoten- Brüller werden wird.


... und vor allem durch die schwachen Autritte der Liedermacher egal ob Gesang oder Diskussion wohl keinem Programmdirektor einfallen wird, andere und mehr Sendeplätze für die Liedermacherei zur Verfügung zu stellen!!!
Was sollte die Sendung bringen, was hat sie gebracht?
Gruß S.
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#34

Beitrag von Skywise » Di 24. Jan 2006, 12:37


Rex2005 schrieb:
... und vor allem durch die schwachen Autritte der Liedermacher egal ob Gesang oder Diskussion wohl keinem Programmdirektor einfallen wird, andere und mehr Sendeplätze für die Liedermacherei zur Verfügung zu stellen!!!
Was sollte die Sendung bringen, was hat sie gebracht?
Tja, das ist das Problem.
Das Konzept als solches fand ich gar nicht mal so uninteressant, das muß ich ehrlich zugeben. Es klang für mich so, als hätte sich da mal jemand einige vernünftige Gedanken über eine mögliche Plattform gemacht. Daß das Konzept anscheinend nicht aufgegangen ist - zumindest nicht im Fernsehen -, ist eine andere Angelegenheit.
Also kann man mal davon ausgehen, daß solche Experimente auch in Zukunft eher Einzelfälle sein werden.
Gruß
Skywise
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#35

Beitrag von Petra » Di 24. Jan 2006, 12:57

Hallo Marianne,
Leider ist von der guten Stimmung im Fernsehen nichts rüber gekommen.

das würde wohl bei jedem Konzert passieren, das nachträglich zerstückelt wird.
Lennart schrieb:
Mich hat tatsächlich auch nur das überzeugt, was ich schon kannte und vorher schon gut fand, und das wahrscheinlich, weil ich es schon kannte, und so natürlich keine objektive Meinung mehr möglich ist.
Dazu ein kleiner Lichtblick aus dem Gästebuch von stoppok.de:
"Strom & Wasser kannte ich vorher nicht. Aber die CD hab ich heute bestellt. Stoppok hol die unter Vertrag :-)"
Marianne kannte sie auch nicht und empfand sie als Highlight. Aber Du kanntest sie natürlich und fandest sie vorher schon gut. ;-) Marianne, die zählen sich übrigens zu den Liedermachings, wusstest Du das?
Viele Grüße von Petra
P. S. Für diejenigen, die die Sendung verpasst/verschlafen haben oder nun doch neugierig geworden sind, ein weiterer Auszug aus Stoppoks Gästebuch:
Yo,die Sendung heisst Nachtstudio(is übrigens kein Konzert),und wird am Donnerstag um 10.15 Uhr in 3SAT wiederholt.

VORSICHT!! Ich habe das inzwischen überprüft und bei mir im Programmheft steht: nachtstudio - Deutsche Songpoeten (Wdh.). Im Videotext steht auch (noch) nicht mehr als Mit Volker Panzer und Gästen. Der springende Punkt ist aber, dass nur eine Stunde zur Verfügung steht. Also ist es entweder eine andere Sendung oder die bewusste wurde noch einmal erbarmungslos zusammengeschnitten. :-(
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#36

Beitrag von domack » Di 24. Jan 2006, 16:22

Hallo ihr!
Also, ich wollte mich zuerst mal für den Tipp bedanken, es hat sich wirklich gelohnt, so lange wach zu bleiben. Stoppok fand ich persönlich ganz toll, aber auch Konstantin Wecker hat mir sehr gut gefallen. Auch die Straßenmusiker habe ich gern gehört. Den Nebensitzer von Stoppok, der ganz rechts auf dem Podium saß (wie hieß der noch?) fand ich sehr grauenvoll. Aber wie gesagt: Es hat sich gelohnt!!!
Hat jemand zufällig danach noch das SWR1-Leute-Interview mit Konstantin Wecker auf Südwest gesehen? Das wollte ich noch reinschreiben, war aber zu kurzfristig. Sorry!
Grüßle Domack
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#37

Beitrag von Petra » Di 24. Jan 2006, 17:29

Hallo domack,
Den Nebensitzer von Stoppok, der ganz rechts auf dem Podium saß (wie hieß der noch?) fand ich sehr grauenvoll.

ich fürchte, Du meinst Danny Dziuk, den Erfinder der Küchenkonzerte, der auch schon mit Stoppok und Band unterwegs war (ich glaube als Keyboarder) und auch für Stoppok schreibt (geschrieben hat?) - und der 2004 den Deutschen Kleinkunstpreis im Mainzer Unterhaus bekommen hat:
Damit zeichnete die Jury einen Songpoeten aus, der sprachlich schnoddrig, aber präzise, Worthülsen mit überraschendem Sinn füllt. Seine modernen politischen Lieder in amerikanischer und deutscher Folkrocktradition verbinden Haltung, Poesie und Ironie. (Jurybegründung)
Irgendwo im Internet habe ich etwas über ihn gelesen, das mit den Worten begann: "Er sieht zwar aus wie Angela Merkels Schwester...." ;-)
Viele Grüße von Petra
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#38

Beitrag von Nordlicht » Mi 25. Jan 2006, 02:02

Liebe Doro !
@Nordlicht
Sag mir einen Grund warum Stoppi kein richtig, echter Liedermacher sein sollte?

"Stoppi" ??? Ohhhh haaa... Na ja.
Also: ich weiß immer noch nicht so wirklich, was genau eigentlich ein "richtig, echter Liedermacher" ist, inwieweit er sich von einem Chansonnier unterscheidet, ob jeder "richtig, echte Liedermacher" denn auch "liedermaching" betreibt usw. Insofern fällt mir da eine Entgegnung schon ein wenig schwer.
Auf der anderen Seite fallen mir spontan sogar 3 relativ kurze Antworten auf Deine Frage ein, nämlich:
1.: Herbert Grönemeyer,
2.: Marius Müller- Westernhagen und
3.: Heinz- Rudolf Kunze.

Alle drei schreiben absolute Super- Texte (z.B. HG: "Der Weg" , MMW: "Wieder hier" , HRK: "Aller Herren Länder"...), alle drei schreiben Super- Musik, alle drei performen selbst ... und dennoch würde ich keinen dieser drei jemals in die Schublade "Liedermacher" einordnen. Und beim "Stoppel" geht´s mir halt genauso: Ich tendiere auch bei ihm eher in die Richtung "Deutschrock".

@ Rex2005
...wohl keinem Programmdirektor einfallen wird, andere und mehr Sendeplätze für die Liedermacherei zur Verfügung zu stellen!!!...

Stimmt schon, das ist ein gutes Argument. Andererseits vermute (und befürchte) ich aber, daß selbst bei einer "Spitzen- Sendung" in Top- Qualität (ob des ohnehin ziemlich stiefkindlichen Sendeplatzes) diese Veranstaltung dennoch im Wesentlichen weitgehend "zuschauerbefreit" gelaufen wäre. Und ob die Liedermacher für die Programmdirektoren überhaupt ein lohnendes Thema sind - neben all den Talk-, Game- und Reality- Shows - das bezweifle ich auch. Da wird diese eine Sendung den Kohl vermutlich nicht wirklich fett machen, selbst wenn Stoppi im Konfirmationsanzug aufgetreten wäre, seinen Text 1a beherrscht und gesungen hätte wie ein "Zeiser´l"...
:-D :-D:-D
Liebe (und entsprechend richtig, echte) Grüße aus dem Eiskeller Oberösterreich, :kiss::wink:
ANDREAS.

(...der trotz allem gut damit leben kann, daß der eine hier behandelt wird, die anderen drei jedoch nicht...)
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"But as long as I can see the morning,
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Rex2005
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#39

Beitrag von Rex2005 » Mi 25. Jan 2006, 07:46

Hallo,

Und ob die Liedermacher für die Programmdirektoren überhaupt ein lohnendes Thema sind

Lohnende Themen für alle Programmdirektoren sind alle, die Einschaltquoten bringen. Da dürfte deren Beurteilung danach gehen, ob denn das, was die Liedermacher bisher in den wenigen TV-Sendungen oder auch live anzubieten haben, ausreicht, um nicht nur die paar Insider vor die Glotze oder das gute alte Radio zu holen - oder wenigstens regelmäßig in die Presse. TV( Medien) sind ja nun mal kein soziale Einrichtung für Künstler und solche, die behaupten, Künstler zu sein - ein Geschäft wo Angebot und Nachfrage knallhart gegenüberstehen. Na ja, wem sag ich das :-D
Die Liedermacherei gibt´s schon soooo lange, mindestens so lange, wie im TV Rock,Pop, Jazz, Klassik usw gibt. Oder z.B. Comedy. Diese schrägen Vögel waren vor Jahren auch nur als Programmfüller während des Bühnenumbaus in einer Sendung zu sehen, heute haben sie ganze Abende für sich.
Da bleibt die Frage offen: Warum schaffen es die Liedermacher nicht, sich so zu verkaufen, dass sie für ein wachsendes Publikum interessant und damit auch TV-tauglich werden? Das nicht jeder Liedermacher ins TV will, lieber live auftritt usw ist klar. Aber es gibt ja so viele und vor allem viele gute LM, dass sich eigentlich schon längst was getan haben müsste??!
Wenn´s schon mal eine Möglichkeit gibt, dass sich eine ganze Bandbreite verschiedener LM mehr Leuten als nur Insidern vorstellen kann, wird´s von eben diesen LM gnadenlos versemmelt....
Gruß
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Skywise
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#40

Beitrag von Skywise » Mi 25. Jan 2006, 09:30


Rex2005 schrieb:
TV( Medien) sind ja nun mal kein soziale Einrichtung für Künstler und solche, die behaupten, Künstler zu sein - ein Geschäft wo Angebot und Nachfrage knallhart gegenüberstehen. Na ja, wem sag ich das :-D
Das ist sicherlich richtig, andererseits gibt es - oder: gab es ... ich als Nicht-TV-Konsument habe den Überblick über das TV-Programm eh schon verloren - auch bei den Privaten eine gewisse "Kultur-Quote" (das waren früher diese sehr avangardistisch wirkenden Sendungen irgendwo zwischen 1:00 und 2:00 Uhr mit Themen, deren Konzept irgendein manisch depressiver Redakteur nach oder während einer durchzechten Nacht (v)erbrochen haben muß, wobei sich der Inhalt zumeist auf intellektuell hochtrabende Diskussionen beschränkte, bei denen der vom vorher übertragenen Nudistenstreifen übriggebliebene Restzuschauer bereits bei der Begrüßung geistig überfordert war).
An dieser Stelle hätte man durchaus die Möglichkeit, anstatt Diskussionen über Gott und die Welt ein paar vernünftige Kultur-Foren einzurichten, allerdings scheut man wahrscheinlich an dieser Stelle die Kosten. Zwei Laberbacken in ein abgedunkeltes Studio zu setzen ist eben günstiger als eine Mannschaft zu beschäftigen, die sich um Rechtsfragen und Künstlerkontakte kümmern muß ;-)
Die Liedermacherei gibt´s schon soooo lange, mindestens so lange, wie im TV Rock,Pop, Jazz, Klassik usw gibt. Oder z.B. Comedy. Diese schrägen Vögel waren vor Jahren auch nur als Programmfüller während des Bühnenumbaus in einer Sendung zu sehen, heute haben sie ganze Abende für sich.
Da bleibt die Frage offen: Warum schaffen es die Liedermacher nicht, sich so zu verkaufen, dass sie für ein wachsendes Publikum interessant und damit auch TV-tauglich werden? Das nicht jeder Liedermacher ins TV will, lieber live auftritt usw ist klar. Aber es gibt ja so viele und vor allem viele gute LM, dass sich eigentlich schon längst was getan haben müsste??!
Aber natürlich ... Gerade Ende der 70er Jahre GAB es doch eine regelrechte Liedermacher-Schwemme. Da traten Ulrich Roski, Schobert & Black, Insterburg & Co., Reinhard Mey, Wolf Biermann und so weiter regelmäßig im Fernsehen auf, teils als Blödelbarden für Zwischendurch, teils aber auch mit ernstzunehmenden Beiträgen. Allerdings ergaben sich in den 80ern - historisch betrachtet - zwei größere Probleme, die sich bis heute auswirken:
a) die NDW
Die schwemmte alles halbwegs Intellektuelle weg, alle deutschen Titel mußten plötzlich stümperhaft, witzig oder sinnfrei sein. Und als die NDW abebbte, wurden deutschsprachige Titel im allgemeinen ziemlich stiefmütterlich behandelt. Klar gab es noch einige, die sich im Nachhinein behaupten konnten, aber die großen Plattformen waren für deutschsprachige Künstler zunächst weg, wenn man mal von der "Hitparade" und sonstigen Schlagerschmieden absieht.
b) Veränderungen in der Musikmarktstruktur
Kann man sagen, was man will, aber ich kann anhand der Sampler, die sich im Laufe der Zeit bei mir angesammelt haben, mit Sicherheit sagen, daß ab Anfang der 80er Jahre eine sehr starke Spezialisierung des Musikmarkts stattfand. Gab es in den 70ern noch Sampler, die "für jeden etwas" beinhalteten, sprich: da hockt der Jürgen Drews Seite an Seite mit ABBA, James Last und Black Sabbath, teilte sich der Markt immer stärker in Musikstile auf. Ausnahmen: Charts-Sampler, die auch schon mal genreübergreifend sein durften. Das Ergebnis ist das, was wir heute im Grunde genommen auf der Straße beobachten können: strikte Trennung der einzelnen Gruppen, meistens mit der Musik als Identifikationsfaktor. Und auf so einem Markt haben es "Liedermacher" nun einmal schwer, erstens, weil sie vollkommen verschiedenen Musikstilen angehören, zweitens, weil man bei Liedermachern eben nicht nur auf die Musik, sondern auch auf die Texte achten muß, drittens, weil man sie aus den beiden erstgenannten Gründen nicht mal so eben als kleine Empfehlung der Redaktion auf einen Sampler pressen kann.
In Verbindung können sich a) und b) schon sehr negativ auswirken auf einen Teil der Kultur.
Wenn´s schon mal eine Möglichkeit gibt, dass sich eine ganze Bandbreite verschiedener LM mehr Leuten als nur Insidern vorstellen kann, wird´s von eben diesen LM gnadenlos versemmelt....
*pf* Hm. Die Veranstaltung an sich schien doch ganz gut gelaufen zu sein, wenn ich mir die Beiträge dazu so anschaue. Wenn dem so sein sollte, dann haben andere Leute etwas "versemmelt", und zwar die, die das Material für die Sendung zusammengesucht haben. Ich meine, wenn man sich schon von Senderseite aus die Mühe machen muß, die Spreu vom Weizen zu trennen, sollte man auch jemanden mit der Arbeit beauftragen, der in der Lage ist, dem Sender auch den Weizen zu liefern. :-)
Gruß
Skywise
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