Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

Stell uns Deinen Lieblingskünstler vor, informiere uns über seine neue CD oder schreibe einen Konzertbericht. In diesem Forum kannst Du das tun, auch wenn es für Deine/n Liedermacher/in (noch) kein eigenes Forum gibt.

Beschreibung © by migoe | Foto © by Pixabay.com
Benutzeravatar
fccToni
Beiträge: 5
Registriert: Do 19. Mär 2009, 16:29

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#1

Beitrag von fccToni » Do 19. Mär 2009, 16:45

Einen schoenen guten Tag =)
Ich bin ganz dringend auf der Suche nach Informationen zu Liedermachern aus den 70er und 80er Jahren. Ich bin momentan Abiturient und habe die Zeit demnach nicht live miterleben koennen. Kann mir jemand etwas detaillierter Erklären, was die künstlerischen Intentionen der Liedermacher (wie z.B. Bettina Wegener, Gerhard Schöne, Hannes Wader, Konstantin Wecker, u.a.) waren und welche Wirkung sie zu dieser Zeit hatten? Mich würde auch interessieren, warum das Interesse an diesen Künstlern in den 90er Jahren so deutlich zurückging.
Ich bin über jede produktive Antwort glücklich und bedanke mich schon mal im Voraus.
mit freundlichen Grüßen
toni
Dieser Beitrag enthält 111 Wörter



Benutzeravatar
Michael
Beiträge: 760
Registriert: Mi 5. Mär 2003, 19:50
Danksagung erhalten: 2 Mal

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#2

Beitrag von Michael » Do 19. Mär 2009, 17:19

Hallo Toni,
oh Gott, globaler ging's ja wohl nicht. Wofür musst du das denn wissen? Vielleicht ist's dann leichter zu antworten oder Recherchetipps zu geben.
Michael
Dieser Beitrag enthält 29 Wörter


Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

Benutzeravatar
Skywise
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 1601
Registriert: Di 28. Okt 2003, 23:52
Hat sich bedankt: 1 Mal

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#3

Beitrag von Skywise » Do 19. Mär 2009, 17:20


fccToni schrieb:
Kann mir jemand etwas detaillierter Erklären, was die künstlerischen Intentionen der Liedermacher (wie z.B. Bettina Wegener, Gerhard Schöne, Hannes Wader, Konstantin Wecker, u.a.) waren und welche Wirkung sie zu dieser Zeit hatten?
Das ist ungefähr so, als würdest Du schreiben "Könnte mir jemand aufzählen, welche Automodelle vier Räder hatten und was man damit alles anfangen konnte?"
Kannst Du ein bißchen konkreter werden? Gerade, weil Du unterschiedliche Generationen und Arten von Liedermachern erwähnst - zwischen Hannes Wader, Konstantin Wecker und Gerhard Schöne liegen je nach Sichtweise mal mehr, mal weniger Welten.
Mich würde auch interessieren, warum das Interesse an diesen Künstlern in den 90er Jahren so deutlich zurückging.
Ich bin über jede produktive Antwort glücklich und bedanke mich schon mal im Voraus.
Auch eine ziemlich komplexe Frage, zumal ich eigentlich eher das Gefühl habe, daß seit Mitte der 90er Jahre das Interesse an Liedermachern oder Liedermachings langsam aber sicher wieder zugenommen hat.
Gruß
Skywise
Dieser Beitrag enthält 172 Wörter


"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"

Benutzeravatar
fccToni
Beiträge: 5
Registriert: Do 19. Mär 2009, 16:29

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#4

Beitrag von fccToni » Do 19. Mär 2009, 17:31

ohhkay...
Das Wissen brauch ich für ein Schulreferat. Ich hab wenig Ahnung, welcher Liedermacher nun welcher Generation angehört, deswegen auch die ungenaue Fragestellung. Ich würde meine Schwerpunkte auf Konstantin Wecker und Bettina Wegener legen, da beide miteinander zu tun hatten und ich damit sowohl Ost als auch West abgedeckt habe.
Nun wäre es wichtig für mich, was deren besonderen Absichten waren, welche Wirkungen sie auf das Volk hatten und vor allem, warum sie einen solchen Zuspruch aus der Gesellschaft erfuhren.
Gruß
Toni
Dieser Beitrag enthält 87 Wörter



Benutzeravatar
Skywise
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 1601
Registriert: Di 28. Okt 2003, 23:52
Hat sich bedankt: 1 Mal

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#5

Beitrag von Skywise » Do 19. Mär 2009, 18:38


fccToni schrieb:
Nun wäre es wichtig für mich, was deren besonderen Absichten waren, welche Wirkungen sie auf das Volk hatten und vor allem, warum sie einen solchen Zuspruch aus der Gesellschaft erfuhren.
Hm, nun gut, das grenzt die Geschichte schon ein wenig ein.
Noch eine Frage vorneweg: was kennst Du von den Liedermachern, über die Du schreiben willst?
Gruß
Skywise
Dieser Beitrag enthält 62 Wörter


"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"

Benutzeravatar
fccToni
Beiträge: 5
Registriert: Do 19. Mär 2009, 16:29

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#6

Beitrag von fccToni » Do 19. Mär 2009, 18:45

Ich weiß von Bettina Wegener, dass sie besonders mit gesellschaftskritischen Texten aufgefallen ist. Ansonsten ist mein Wissen doch noch sehr überschaubar... aber das spielt ja eigentlich jetzt hierbei keine Rolle
gruß Toni
Dieser Beitrag enthält 32 Wörter



Benutzeravatar
Skywise
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 1601
Registriert: Di 28. Okt 2003, 23:52
Hat sich bedankt: 1 Mal

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#7

Beitrag von Skywise » Do 19. Mär 2009, 19:20


fccToni schrieb:
Ich weiß von Bettina Wegener, dass sie besonders mit gesellschaftskritischen Texten aufgefallen ist.
Nun gut, das ist bei Konstantin Wecker eigentlich nicht anders gewesen ... im Prinzip ist das auch einer der Punkte, der Konstantin Wecker zur Zeit seines Durchbruchs von den meisten anderen Liedermachern der späten 70er Jahre abhob: er machte den Mund ziemlich weit auf und übte Kritik.
Irgendwelche Lieder oder Alben, die Dir bekannt sind?
Und für welches Fach überhaupt? Ich glaube, daß ein Deutschlehrer etwas Anderes hören will als ein Geschichtslehrer :-D
Gruß
Skywise
Dieser Beitrag enthält 91 Wörter


"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"

Benutzeravatar
fccToni
Beiträge: 5
Registriert: Do 19. Mär 2009, 16:29

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#8

Beitrag von fccToni » Do 19. Mär 2009, 23:24

Es ist ein Deutschlehrer, der das hören möchte... aber mir bleiben nur noch 8 Stunden bis ich mit allem fertig sein muss... ich hätte mir eigentlich etwas präzisere und speziellere Antworten erhofft.. naja ich zieh das auch so durch.
danke nochmal, auch wenn das ein bisschen schwach war
grüße aus dem Paradies
Dieser Beitrag enthält 57 Wörter



Benutzeravatar
greymagicvoice
...hat schon mal ein LT organisiert
Beiträge: 790
Registriert: So 5. Okt 2003, 13:21
Alter: 58
Kontaktdaten:

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#9

Beitrag von greymagicvoice » Do 19. Mär 2009, 23:35

Tja, mein Lieber,
präzisere und speziellere Antworten kriegt man, wenn man präziser und spezieller fragt. Wenn Du erwartet hast, dass Dir hier einer Dein Referat in die Feder diktiert, liegt die schwache Leistung ganz bei Dir, nicht war ;-) ?
Schau Dich mal hier im Forum um, dann wirst Du bemerken, dass Liedermacher und ihre Kunst ein so komplexes Thema sind, dass gerade bei Deiner Fragestellung ein Schnellschuss aus der Hüfte fünf Minuten vor Abgabetermin naturgemäß in die Hose gehen muss ...
Beim nächsten Mal komm halt ein, zwei Tage eher, dann ist auch Zeit für sinnvolle Hilfe.
freundliche Grüße
bis bald
Stephan
Dieser Beitrag enthält 107 Wörter


auf und ab vor und zurück
das leben ist ein einzelstück
und nicht für geld zu haben
es steht dir bei und stellt dich bloß
vergnügen pur und kummer groß
vom schoß bis zum begraben
S.G.

Benutzeravatar
fccToni
Beiträge: 5
Registriert: Do 19. Mär 2009, 16:29

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#10

Beitrag von fccToni » Fr 20. Mär 2009, 00:13

So mein Lieber... es war fast ein ganzer Tag Zeit, ein paar persönliche Eindrücke, wie diese Nasen damals gewirkt haben, hätte mir schon gut gereicht, aber stattdessen bekomm ich hier auf jeden Post ne neue sinnlose Frage. Ich wollte hier nicht meinen Vortrag aufdiktiert bekommen, sondern lediglich ein paar Hintergrund-Infos, die man so nicht aus den ganzen Büchern und Webseiten herbekommt. Wenn das zu schwierig ist, dann lasst das mit dem Forum einfach, schnappt euch ne Gitarre und setzt euch wieder in ne Kirche -.-
Dieser Beitrag enthält 89 Wörter



Benutzeravatar
Skywise
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 1601
Registriert: Di 28. Okt 2003, 23:52
Hat sich bedankt: 1 Mal

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#11

Beitrag von Skywise » Fr 20. Mär 2009, 00:48


fccToni schrieb:
es war fast ein ganzer Tag Zeit, ein paar persönliche Eindrücke, wie diese Nasen damals gewirkt haben, hätte mir schon gut gereicht, aber stattdessen bekomm ich hier auf jeden Post ne neue sinnlose Frage.
Erstens wäre es schön gewesen, wenn Du auch nach persönlichen Eindrücken gefragt hättest, zweitens wäre es auch in Ordnung gewesen, wenn Du direkt zu Beginn gesagt hättest, daß Du ordentlich unter Zeitdruck stehst, und drittens habe ich Dir schon weiter oben gesagt, daß die Sache mit den Liedermachern ziemlich komplex ist; ein BRD-Liedermacher der 60er verfolgt völlig andere Ziele und verfügt über völlig andere Stilmittel als ein DDR-Liedermacher der 80er oder ein Liedermaching der 90er. Das hat unter anderem was damit zu tun, daß die Welt ja nicht stillsteht und die Liedermacher mit ihren Liedern häufig exakt auf das reagiert haben, was sie in ihrer Zeit beschäftigt hat.
Wenn das zu schwierig ist, dann lasst das mit dem Forum einfach, schnappt euch ne Gitarre und setzt euch wieder in ne Kirche -.-
Och, den Zeitdruck und den mangelnden Erfolg bei Deinen Fragen in diesem Forum hast Du in erster Linie Dir selbst zuzuschreiben. Wenn es für Dich zu schwierig ist, konkrete Fragen zu stellen, das Feld vernünftig abzustecken, das Du beackern willst, dann laß das gefälligst nicht an denjenigen aus, die sogar noch bereit gewesen wären, Dir bei Deiner Arbeit zu helfen. Und ich hoffe für Dich, daß Du die Sache mit der Kirche nicht ernst gemeint hast, denn sonst hast Du seit 16:45 Uhr nicht besonders viel über Liedermacher gelernt.
Ich hoffe, daß Du wenigstens gut improvisieren kannst und der Lehrer von der Materie nicht viel Ahnung hat und Rückfragen stellt. Viel Glück bei Deinem Referat.
Gruß
Skywise
Dieser Beitrag enthält 309 Wörter


"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"

Benutzeravatar
Rex2005
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 1369
Registriert: Mo 26. Sep 2005, 22:00

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#12

Beitrag von Rex2005 » Fr 20. Mär 2009, 07:29


fccToni schrieb:
Ansonsten ist mein Wissen doch noch sehr überschaubar... aber das spielt ja eigentlich jetzt hierbei keine Rolle
tja, da haben wir doch mal wieder ein Paradebeispiel eines gestressten Abiturienten! Nicht in der Lage oder keine Lust, ein Thema konkret zu formulieren oder einzugrenzen, aber wie die Lösung seines Problems aussieht, sieht er schon ganz klar vor sich :-D Müssen nur die anderen lösen, weil ein Abiturient sich mit den vielen Infos im WWW einfach überfordert fühlt ... selbst lesen, selbst nachdenken ? boa eh, da hat man doch besseres zu tun :-D
Wenn das zu schwierig ist, dann lasst das mit dem Forum einfach
Wem eine simple Hausaufgabe zu schwierig ist, der sollte das mit dem Abi lassen und sich vielleicht sinnvolle Arbeit am Fließband suchen. :-) - da ist die Lösung des Problems überschaubar :-)
Dieser Beitrag enthält 137 Wörter



Reino
Beiträge: 585
Registriert: Fr 27. Jan 2006, 06:25

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#13

Beitrag von Reino » Fr 20. Mär 2009, 08:01


Skywise schrieb:
im Prinzip ist das auch einer der Punkte, der Konstantin Wecker zur Zeit seines Durchbruchs von den meisten anderen Liedermachern der späten 70er Jahre abhob: er machte den Mund ziemlich weit auf und übte Kritik.
Tja, gerade das ja nun nicht. Kritiküben galt ja praktisch als Grundbedingung der Liedermacherei. Und wenn man sich "Die sadopoetischen Gesänge des Konstantin Amadeus Wecker" anhört, wird man dort deutlich weniger Kritik als auf den Platten seiner Kollegen hören.
Was Wecker in erster Linie unterschied war seine solide musikalische Ausbildung, während die meisten Kollegen autodidaktisch unterwegs waren (waren die Beatles auch, kann also auch was dabei rauskommen). Und er war einer der ersten Liedermacher, die nicht durch die Jugendbewegung geprägt waren und auch nichts mit der Waldeck zu tun hatten.
Die meisten Liedermacher der DDR kamen aus der Singebewegung. Inwieweit Bettina Wegner auch diesen Karriereweg hatte, weiß ich nicht, kenn ihre Vita nicht.
Dieser Beitrag enthält 157 Wörter



Benutzeravatar
Klajokas
Beiträge: 267
Registriert: So 30. Apr 2006, 21:14

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#14

Beitrag von Klajokas » Fr 20. Mär 2009, 08:26

Na da will ich dem Toni doch mal etwas nettes sagen:
Mach Dir nix draus,dass einige hier etwas schroff sind.
Die hatten damals beim eignen Abi das Pech, dass es noch kein Web gab, da mussten sie das noch selber suchen. :cry:
In diesem Forum gibt es mindestens genau so viele Charaktere wie es Liedermacher, Sänger, Komponisten, Kritiker und und gibt.
Dann die Frage nach den Liedermachern: Konstantin Wecker ist wohl einer der politischsten Liedermacher, dem man manchmal (verzeiht mir liebe Weckerfans) in seinen Liedern anmerkt, dass er seine Nase in weisses Pulver gesteckt hat. Ich persönlich mag seine Stücke zu den Börsianern, zu Herrn Bush und zu den USA, da hat er bereits lange Zeit vor dem Bankencrash den Nagel auf dem Kopf getroffen
( z B.: Wenn die Börsianer Tanzen, Amerika )
Bettina Wegner ist natürlich ein starker Gegensatz zu Herrn Wecker. Da bin ich aber ehrlich, ich kenne nur ein Lied von ihr bewusst ( Sind so kleine Hände) und habe über ihren Hintergrund so gut wie keine Ahnung.
Aber schau nicht nur hier mal nach links an den Bildschirmrand Da steht groß so neudeutsch "Kommunikation" und "dadrunter" verschiedene Themenbereiche. Da findest Du ne Menge über ne Menge Leute.
Dann einfach mal durch Youtube wuseln und zuhören. Dann verstehst du vielleicht eher die Zeit der alten Liedermacher.
Ach ja, vergiss nicht Deine Arbeit immer schön auf der Festplatte und auf nem Stick zu speichern, sonst geht es Dir wie meiner Tochter.... 14 Seiten im Space verloren, eine Nacht vor dem Abgabetermin..... :frage:
Ein letztes, hör Dir doch mal aus Spaß das Gitarrenspiel vieler Liedermacher an, akkustisch, viel Gefühl und viel viel Können. :gitarre2:
Klaus
Dieser Beitrag enthält 286 Wörter


Unbequem zu sein bedeutet oftmals, sich Hindernisse aufzubauen, die man dann selber aus dem Weg räumen muss, ohne bequem zu werden.

Benutzeravatar
Skywise
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 1601
Registriert: Di 28. Okt 2003, 23:52
Hat sich bedankt: 1 Mal

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#15

Beitrag von Skywise » Fr 20. Mär 2009, 08:29


Reino schrieb:

Skywise schrieb:
im Prinzip ist das auch einer der Punkte, der Konstantin Wecker zur Zeit seines Durchbruchs von den meisten anderen Liedermachern der späten 70er Jahre abhob: er machte den Mund ziemlich weit auf und übte Kritik.
Tja, gerade das ja nun nicht. Kritiküben galt ja praktisch als Grundbedingung der Liedermacherei. Und wenn man sich "Die sadopoetischen Gesänge des Konstantin Amadeus Wecker" anhört, wird man dort deutlich weniger Kritik als auf den Platten seiner Kollegen hören.
Stimmt absolut. Nur - der Durchbruch Weckers kam erst 1977/78 mit "Genug ist nicht genug", und hier hatten sich die Zeichen der Zeit schon deutlich verändert: Wecker war offener und bissiger geworden, und über den größten Teil dessen, was zu dieser Zeit mit dem "Liedermacher"-Stempel verkauft wurde, reden wir besser gar nicht.
Was Wecker in erster Linie unterschied war seine solide musikalische Ausbildung, während die meisten Kollegen autodidaktisch unterwegs waren (waren die Beatles auch, kann also auch was dabei rauskommen). Und er war einer der ersten Liedermacher, die nicht durch die Jugendbewegung geprägt waren und auch nichts mit der Waldeck zu tun hatten.
Und er "wirkte" auf der Bühne auch durch Auftritt und Persönlichkeit. Er kam sehr glaubhaft rüber, versprühte Energie, konnte seine Hörer fesseln, mitreißen. Einer meiner Freunde hat mal in einem anderen Zusammenhang davon gesprochen, daß ein bestimmter Interpret auf der Bühne "die Aufmerksamkeit an sich reißt". Würde ich auch auf Wecker anwenden wollen.
Die meisten Liedermacher der DDR kamen aus der Singebewegung. Inwieweit Bettina Wegner auch diesen Karriereweg hatte, weiß ich nicht, kenn ihre Vita nicht.
Japp, Treffer. Bettina Wegner hat den "Oktoberklub", oder vielmehr: dessen Vorgängersangestruppe mitbegründet.
Gruß
Skywise
Dieser Beitrag enthält 292 Wörter


"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"

Benutzeravatar
Petra
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 2883
Registriert: Di 4. Mär 2003, 21:36
Danksagung erhalten: 2 Mal
Kontaktdaten:

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#16

Beitrag von Petra » Fr 20. Mär 2009, 09:20

Hallo Toni,

es war fast ein ganzer Tag Zeit,

:kaputtlach: diese Zeitrechnung hat was!! Die Frage wurde um 16:45 h gestellt. Erwartest Du, dass wir däumchendrehend vor dem Monitor hocken und sehnsüchtig darauf warten, endlich wieder einmal Schulaufgaben machen zu dürfen? Es gibt hier eine Menge kundige und hilfsbereite Leute, aber die haben ja wohl auch das Recht, erstmal ein bisschen auszuspannen, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen.
Bei der Zeit, die Dir zur Verfügung stand (ein ganzer Tag ;-)), kannst Du ja nur erwartet haben, das Werk diktiert zu bekommen - oder wann wolltest Du die Antworten zu einem Referat verarbeiten?
Da Du nicht einmal in der Lage bist, Dich rechtzeitig zu kümmern und konkrete Fragen zu stellen, finde ich es ziemlich vermessen, anderen eine schwache Leistung zu attestieren.

Wenn das zu schwierig ist, dann lasst das mit dem Forum einfach

Wir sind hier nicht die Hausaufgabenhilfe. Es hätte sich eine informative Unterhaltung entwickeln können, aber das braucht Zeit. Wir treffen uns in unserer Freizeit im Forum, um uns auszutauschen. Wenn Du Dich erst so kurz vor dem Abgabetermin meldest, musst Du Dich selbst fragen, was da wohl schief gelaufen ist. :roll:
Viele Grüße von Petra
Dieser Beitrag enthält 205 Wörter


Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

Benutzeravatar
Marc
...hat schon mal ein LT organisiert
Beiträge: 1236
Registriert: Do 6. Mär 2003, 13:50

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#17

Beitrag von Marc » Fr 20. Mär 2009, 09:52

Lieber Toni,
Das Thema ist tatsächlich unglaublich komplex, Du müsstest es einschränken. Mir als angehender Deutschlehrer (...und noch mehr als Liedermacher-Liebhaber) würde es gefallen, wenn Du das Thema "werkintern" angehen würdest. Das liegt nahe, da viele Liedermacher ihre Sing- und Schreibmotivationen in ihren Liedern ausgedrückt haben. Du könntest Dir beispielsweise folgende Lieder vornehmen und vergleichen:
- "Für wen ich singe" (Franz-Josef Degenhardt)
- "Ich sing für die Verrückten" (Hanns Dieter Hüsch)
- "Ich singe, weil ich ein Lied hab" (Konstantin Wecker)
- "Ich singe um mein Leben" (Reinhard Mey)
Du wirst beim Lesen der Liedtexte oder beim Anhören der Lieder schnell auf Unterschiede stossen. Über die Liedtexte aus unterschiedlichen Jahrzehnten könntest Du unter anderem der Sache auf die Spur kommen, dass Liedermacher zu unterscheidlichen Zeiten unterschiedliche Sing- und Schreibmotivationen hatten...
Nur mal so 'ne Idee :-)!
Viel Glück für's Abi,
Marc
Dieser Beitrag enthält 154 Wörter


So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.

Hannes Wader

Mario
Beiträge: 539
Registriert: Mo 24. Jan 2005, 11:30

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#18

Beitrag von Mario » Fr 20. Mär 2009, 10:56

Also liebe Leute, nun bleibt mal mit eurer Kritik auf dem Teppich ;-)
Der Toni hat sich um 16:29 angemeldet und sich dann noch 16 Minuten Zeit gelassen siene Frage ordentlich zu formulieren. Da ich davon ausgehe, dass er das Referat erst um 14:30 beauftragt bekommen hat und der nachhause Weg noch dazu zu rechnen ist, finde ich es echt cool und professionell nicht hektisch bereits um 16:30 eine undifferenzierte Frage zu stellen.
Das Problem liegt doch eher darin, dass wir alten Säcke es nicht schaffen, uns in die heutige Verständnis-Zeit zu versetzen und deshalb immer denken, wir müssten erst alles verstehen bevor wir eine Antwort geben.
Die Antwort ist doch ganz einfach:
Unterscheidungen: Der eine hatte rotes Haar, der andere blondes und dann gab's noch einen ganz ohne.
Beweggründe: Das nicht an gegengeschlechtlichen Homo Sapiens abzubauende Testosteron musste irgendwie kreativ gewandelt werden, oder anderes ausgedrückt. Die Motzigkeit der Jugend hat in den Liedermachern eine Ausdrucksform gefunden.
Inhalte: Was einen gerade so störte, meist natürlich der Neid auf das was andere hatten.
Na also, ich weiß zwar nicht, welche Noten mit diesen Informationen zu erreichen ist, aber ich gebe Toni schon recht: Wenn wir hier zu alt und "intellelektuell" sind, sollten wir das Forum dicht machen.
Migoe, denk mal drüber nach.
Mario, der immer alles ernst meint, was er sagt :flöt: :prost: :aetsch: :sekt:
Dieser Beitrag enthält 236 Wörter


12 Töne, 24 Buchstaben, viel Gefühl im Bauch - ein neues Lied ist entstanden

Benutzeravatar
Helmut
Beiträge: 2096
Registriert: Fr 28. Dez 2007, 10:11
Alter: 68
Kontaktdaten:

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#19

Beitrag von Helmut » Fr 20. Mär 2009, 15:42

Mensch Petra (und die vielen anderen)
Wenn ihr unsere armen, gestressten Schüler so frustriert, dürft ihr euch nicht wundern, wenn sie in der Schule Amok laufen.
Nix für ungut
Helmut
PS. Übrigens, auch dieser Beitrag war auch wieder Satire, ich stimme euch voll zu.
Dieser Beitrag enthält 47 Wörter


Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.

Benutzeravatar
Michael
Beiträge: 760
Registriert: Mi 5. Mär 2003, 19:50
Danksagung erhalten: 2 Mal

Liedermacher in Ost und West in den 70er und 80er Jahren

#20

Beitrag von Michael » Fr 20. Mär 2009, 16:19

Tja,
jedenfalls zeigt uns das wieder einmal, dass die Schule offensichtlich die Jugend nicht zum Interesse an Liedermachern hinführt, sondern zur Ablehnung. Ich finde das schade und ehrlich gesagt ziemlich :shit:
Michael
(das ist übrigens nicht satirisch gemeint)
Dieser Beitrag enthält 38 Wörter


Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

Antworten