Konzertbericht vom 13.10.07 aus Hoyerswerda

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relayer
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Konzertbericht vom 13.10.07 aus Hoyerswerda

#1

Beitrag von relayer » Di 16. Okt 2007, 23:19

Akim Jensch und Tina’s Voice, Trixi G und KLARtext am 13.10.2007 in Hoyerswerda
Bericht: Gundolf Zimmermann
Am 13.10.07 bedankte sich die Hoyerswerdaer Band KLARtext bei Freunden, Fan’s und Unterstützern mit einer außergewöhnlichen Party für ihre Unterstützung. Anlaß war das hervorragende Abschneiden der Band beim Newcomerradio-Bandwettbewerb, bei welchem es KLARtext bis ins Finale schaffte. Neben KLARtext sollten auch Akim Jensch und Tina’s Voice sowie Trixi G an diesem Abend auf der Bühne stehen. Da ich bis gestern mit Kollegen noch im Riesengebirge war, war es eigentlich ein Wunder, dass ich trotzdem pünktlich in Hoyerswerda eintraf.
Mit den Jungs von KLARtext hatte ich ja schon meine Liveerfahrungen gemacht. Aber mit Akim Jensch und Trixi G bin ich bisher kontaktmäßig über ein paar gegenseitige MySpace-Botschaften nicht hinaus gekommen. Ich war echt gespannt auf die Menschen, die sich hinter diesen Namen verbargen. Jetzt schweife ich aber zu weit ab, denn das soll ja ein Konzertbericht sein ;-)
Alle beteiligten Musiker standen gestern als gleichberichtigte Partner auf der Bühne in Hoyerswerda. Abwechselnd spielten Akim Jensch und Tina’s Voice, Trixi G und KLARtext jeweils etwa 30 Minuten am Stück und das mehrmals. Aus Gründen der Einfachheit schreibe ich meine Eindrücke zu den Auzftritten für jeden Künstler aber gleich in einem Stück.
Dem Osnabrücker Liedermacher Akim Jensch fiel die schwere Aufgabe zu, den Abend zu eröffnen. Akim bot zuerst ein paar seiner Solotitel dar. Das sind von den Texten her sehr persönliche Lieder, die sich kritisch mit unserer Gesellschaft und unserer Zeit auseinander setzen. Er läd mit seinen Liedern die Zuhörer ein, an seiner Gedankenwelt teil zu haben. Texte seiner Lieder wie „Gleicher unter Gleichen“ oder „Dein Kurs ist neu gesetzt“ unterhalten den Zuhörer nicht nur, sondern geben ihm auch genug Stoff zu nachdenken. Mit Tina’s Voice gemeinsam gab es dann auch noch ein paar wunderschöne englischsprachige Duette wie „Flying“ oder „Memories“, sowie ein deutschsprachiges Liebeslied. Nach meinem Empfinden laden diese Titel den Zuhörer ein wenig zum Täumen ein. Die unterschiedlichen Stimmen von Akim und Tina ergänzen sich dabei hervorragend.
Als nächstes betraten Trixi und Uwe von Trixi G die Bühne. Fred Heiduk (einer der Mitarbeiter von deutsche-mugge.de) hat ja mal sinngemäß über das Debüt-Album „Lebenstrip“ geschrieben, dass beim Hören dieser Scheibe absolute Suchtgefahr besteht. Ich möchte hinzufügen, dass bei Trixi G live noch eine größere Suchtgefahr besteht. Trixi G boten bei ihren Auftritten in Hoyerswerda natürlich hauptsächlich Titel von ihrer „Lebenstrip“-CD. Trixi’s außergewöhnliche Stimme, ihre Ausstrahlung und Uwe’s fulminantes Gitarrenspiel harmonieren perfekt miteinander. Punktuell greift Sängerin Trixi auch mal zu Querflöte oder Saxophon. Aber ihr Hauptinstrument ist ihre Stimme, mal singt sie ganz leise, fast nachdenklich, um beim nächsten Titel raumausfüllend, fast bis zur Verausgabung ihre Gedanken herauszuschreien. Dabei sucht sie auch immer mal wieder Blickkontakt zu Personen im Publikum. Titel wie „Ladykiller“ oder "Ende und Anfang", werden so leidenschaftlich vorgetragen, dass man zwangsläufig eine Gänsehaut bekommen muß. Doch Trixi G setzten dem allen noch einen drauf, als sie „So ne kleine Frau“ und „Bye, bye“ von Silly coverten. Ich habe ja diese Titel von Silly schon oft gehört, aber gestern Abend klangen diese Titel so als wären sie Trixi G auf dem Leib geschrieben worden. Durch die sparsame Instrumentierung wirken diese Texte noch viel eindringlicher (jedenfalls auf mich).
Als die sechs sympathischen Männer von KLARtext die Bühne betraten, gab es auch für die Letzten im Publikum kein Halten mehr. Jetzt wurde ausgiebig gerockt. Der handgemachte Rockmusik der Hoyerswerdaer mit den eingängigen Melodien und den anspruchsvollen Texten kann man sich eigentlich auch nicht entziehen. Die Lieder wie „Das Leben ist bunt“, „Die Lust“, "Supermann", „Redner“ oder „Sommernacht“ wurden lautstark vom Publikum mitgesungen. Natürlich fehlten „Nein, warum“, „Die Jäger“ und „Grüß Gott“ auch nicht in der Setlist. Bei dem euphorischen Publikum lief auch die Band zu Höchstform auf. Was von der Bühne runter kam, war Spielfreude pur und so gab es noch Zugabe um Zugabe. Es war weit nach 01.00 Uhr als die KLARtext’ler für diese Nacht endgültig die Bühne verliessen.
Es war ein Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde, mit außergewöhnlichen Menschen und leidenschaftlichen Musikern.
relayer
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